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moonglum, Hagen, Donnerstag, 23.12.2010, 07:47 (vor 5608 Tagen)
Am vergangenen Wochenende hätte die grosse Stunde der Bahn schlagen können. Die Fluggesellschaften gaben zu: Wir schaffen es nicht. Sie riefen die Menschen tatsächlich dazu auf, mit der Bahn zu fahren. Was tat die Bahn? Ergriff sie die historische Chance, schickte sie jeden Zug aufs Gleis, dessen sie habhaft werden konnte, mobilisierte sie jeden ihrer knapp 250.000 Mitarbeiter?
Natürlich nicht. Die Bahn riet von Zugreisen ab.
Dies und noch mehr sehr Interessantes zum Thema hab ich gerade in der SZ auf der gesamten Seite 3 entdeckt.
Und nebenbei: In welchen Wagentyp wurde für das Foto im Artikel hineinfotografiert?
Allen eine gute Reise!
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Moment mal...
Matze86, München, Donnerstag, 23.12.2010, 08:59 (vor 5608 Tagen) @ moonglum
Am vergangenen Wochenende hätte die grosse Stunde der Bahn schlagen können. Die Fluggesellschaften gaben zu: Wir schaffen es nicht. Sie riefen die Menschen tatsächlich dazu auf, mit der Bahn zu fahren. Was tat die Bahn? Ergriff sie die historische Chance, schickte sie jeden Zug aufs Gleis, dessen sie habhaft werden konnte, mobilisierte sie jeden ihrer knapp 250.000 Mitarbeiter?
Natürlich nicht. Die Bahn riet von Zugreisen ab.
Natuerlich hat die Bahn jeden fahrfaehigen Zug eingesetzt, sind die Anderen doch defekt...
Was bringt das jeden Mitarbeiter zum Dienst zu schicken, wenn nichts zu tun ist?
nicht jeder Zug fuhr...
Thomas_77, Donnerstag, 23.12.2010, 09:10 (vor 5608 Tagen) @ Matze86
Moment mal - zurück, das war eben zu kurz gesprungen!
NICHT jeder Zug fuhr --> siehe Vorfeld Frankfurt. Da stand genug herum.
Was passiert mit dem Material, was seit 12.12. durch verlorene Ausschreibungen frei geworden ist?
Und im übrigen gibt es für die Bahnmitarbeiter genug zu tun:
- Weichen intakt halten
- Bahnsteige endlich vom Schnee und Eis befreien
- Wagen und Loks auf den Bahnhöfen vom Eis befreien
- Kaffee verteilen
- Hilfestellung an den Ticketautomaten
- älteren Menschen im Weihnachtsverkehr helfen ... soll ich weiter machen?
Aber daran merkt man die Serviceeinstellung der Bahn - und auch aus meiner Sicht: Chance vertan!! Sorry, Armutszeugnis.
nicht jeder Zug fuhr...
Fernpendler, Donnerstag, 23.12.2010, 10:04 (vor 5607 Tagen) @ Thomas_77
Und im übrigen gibt es für die Bahnmitarbeiter genug zu tun:
- Weichen intakt halten
- Bahnsteige endlich vom Schnee und Eis befreien
- Wagen und Loks auf den Bahnhöfen vom Eis befreien
- Kaffee verteilen
- Hilfestellung an den Ticketautomaten
- älteren Menschen im Weihnachtsverkehr helfen ... soll ich weiter machen?
... du glaubst doch nicht etwa, dass die Plüschetagler sich damit die manikürten Fingerchen verbiegen ...
da fällt mir noch dazu ein:
- persönliche Reisendeninformationen zur Verkehrslage der Einzelzüge auf kleineren Bahnhöfen
- individuelle Beratung zur Weiterreise auf dem Bahnsteig/Wartehalle kleinerer Bahnhöfe
- Reinigung der Züge während der Fahrt
- Gepäckservice beim Aus- u. Einsteigen
Noch kürzer gesprungen?
MAPO81, Donnerstag, 23.12.2010, 10:52 (vor 5607 Tagen) @ Thomas_77
bearbeitet von MAPO81, Donnerstag, 23.12.2010, 10:53
Moment mal - zurück, das war eben zu kurz gesprungen!
NICHT jeder Zug fuhr --> siehe Vorfeld Frankfurt. Da stand genug herum.
Ist das eine Momentaufnahme oder standen die da das ganze Wochenende rum und waren in keinem Umlauf verplant?
Ich sehe auch immer Garnituren im Vorfeld stehen, wenn ich in Frankfurt einfahre, die sind aber alle verplant und werden im Laufe des Tages für planmäßige ICs genutzt.
Was passiert mit dem Material, was seit 12.12. durch verlorene Ausschreibungen frei geworden ist?
Was bringt Dir beispielsweise eine 110er mit N-Wagen aus dem Norden als FV Ersatz in Frankfurt?
1.) Muss das Gerümpel erst mal nach Frankfurt kommen.
2.) Du brauchst FV-Personal, das diese Fahrzeuge fahre darf.
Und im übrigen gibt es für die Bahnmitarbeiter genug zu tun:
- Weichen intakt halten
Ich sehe gedanklich gerade Vertriebsmitarbeiter im Freizeit Outift durch das Vorfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs stolpern...
Aber daran merkt man die Serviceeinstellung der Bahn - und auch aus meiner Sicht: Chance vertan!! Sorry, Armutszeugnis.
Leute, Leute ich verstehe Euren Frust, ich hätte diese Woche auch schon kotzen können, aber bitte fordert doch keine Dinge, die in vielen anderen Betrieben auch nicht sofort machbar gewesen wären. Es gibt in diesem Land einfach auch arbeitsrechtliche Regelungen und Bestimmungen, die für alle gelten!
Viele Grüße,
Martin
Noch kürzer gesprungen?
liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 11:35 (vor 5607 Tagen) @ MAPO81
bearbeitet von liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 11:36
Moment mal - zurück, das war eben zu kurz gesprungen!
NICHT jeder Zug fuhr --> siehe Vorfeld Frankfurt. Da stand genug herum.
Ist das eine Momentaufnahme oder standen die da das ganze Wochenende rum und waren in keinem Umlauf verplant?
Wenn Wagen tief eingeschneit mit einer Lok dran und an der Energieversorgung dranhängen und man zwei Tage später die gleichen Wagen auf dem Vorfeld herumstehen sieht, dann kann man davon ausgehen, daß die nicht verplant wurden.
Was passiert mit dem Material, was seit 12.12. durch verlorene Ausschreibungen frei geworden ist?
Was bringt Dir beispielsweise eine 110er mit N-Wagen aus dem Norden als FV Ersatz in Frankfurt?
1.) Muss das Gerümpel erst mal nach Frankfurt kommen.
Die kann man im Norden einsetzen und andere Einheiten nach Süden oder sonstwohin schicken.
2.) Du brauchst FV-Personal, das diese Fahrzeuge fahre darf.
Was ist daran so schwer, einen Zug mit TB0 zu fahren?
Und im übrigen gibt es für die Bahnmitarbeiter genug zu tun:
- Weichen intakt halten
Ich sehe gedanklich gerade Vertriebsmitarbeiter im Freizeit Outift durch das Vorfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs stolpern...
Schwachsinn. Die können aber Getränke verteilen und Serviceaufgaben im unmittelbaren Kundenkontakt übernehmen.
Aber daran merkt man die Serviceeinstellung der Bahn - und auch aus meiner Sicht: Chance vertan!! Sorry, Armutszeugnis.
Ja, leider.
Leute, Leute ich verstehe Euren Frust, ich hätte diese Woche auch schon kotzen können, aber bitte fordert doch keine Dinge, die in vielen anderen Betrieben auch nicht sofort machbar gewesen wären.
Es ist nur außerordentlich seltsam, daß das in der viel geschimpften DDR durchaus funktionierte. Da wurden sogar Knackis und die Armee zum Schnee schippen eingesetzt.
Es gibt in diesem Land einfach auch arbeitsrechtliche Regelungen und Bestimmungen, die für alle gelten!
Ja, das "Fußvolk" hat die Schnauze zu halten und zu arbeiten, während die Bürohengste und Bonzen sich zu Hause im warmen Stübchen Kaffee in den Hals kippen. Wohltuende Ausnahmen wie mein Regionalbereichsleiter und noch ein paar mehr ausgenommen.
Tolle BRD, wirklich. :-(
Danke, liebe70
Thomas_77, Donnerstag, 23.12.2010, 12:43 (vor 5607 Tagen) @ liebe70
Die Äußerungen (unter anderem MAPO81) erschüttern mich - Reichsbedenkenträger, unflexibel, kundenorientiert?? .. schlimm.
Schaut zum Bsp. zur DVB, immer wieder ein Musterunternehmen!! Schade ist es halt immer für diejendigen, die sich -auch bei der Bahn- den A...aufreißen, die Schlafmützen unter den Kollegen mitziehen und dann womöglich bei der Sozialauswahl durchfallen.
Warum?
MAPO81, Donnerstag, 23.12.2010, 13:00 (vor 5607 Tagen) @ Thomas_77
Die Äußerungen (unter anderem MAPO81) erschüttern mich - Reichsbedenkenträger, unflexibel, kundenorientiert?? .. schlimm.
Meinstu ich stehe am Bahnhof und reibe mir die Hände, wenn alles schief läuft?
Ich hätte mir diese Woche auch regelmäßig verlässlicheren Service und brauchbarere Ansagen gewünscht.
Aber ich bleibe dabei, dass das nicht nur ein Problem bei der DB ist! Und dementsprechend erschüttert es mich immer wieder, wenn in solchen Fällen sofort auf die DB eingedroschen wird.
Schaut zum Bsp. zur DVB, immer wieder ein Musterunternehmen!! Schade ist es halt immer für diejendigen, die sich -auch bei der Bahn- den A...aufreißen, die Schlafmützen unter den Kollegen mitziehen und dann womöglich bei der Sozialauswahl durchfallen.
Absolut richtig. Aber das ist eben leider eine positive Ausnahme, die bei den geltenden Rahmenbedingungen nicht einfach als Grunderwartung gelten darf!
Viele Grüße,
Martin
Noch kürzer gesprungen?
MAPO81, Donnerstag, 23.12.2010, 12:53 (vor 5607 Tagen) @ liebe70
Wenn Wagen tief eingeschneit mit einer Lok dran und an der Energieversorgung dranhängen und man zwei Tage später die gleichen Wagen auf dem Vorfeld herumstehen sieht, dann kann man davon ausgehen, daß die nicht verplant wurden.
Das stand aber nirgends, deshalb habe ich gefragt ;-)
Die kann man im Norden einsetzen und andere Einheiten nach Süden oder sonstwohin schicken.
Macht man in Niedersachsen jetzt ja oder gilt das nicht? ;-)
Wie kurzfristig ist sowas eigentlich umsetzbar? Es müssen ja Trassen gebucht werden etc.
Was ist daran so schwer, einen Zug mit TB0 zu fahren?
Die Lok sollte man vielleicht noch fahren können.
Schwachsinn. Die können aber Getränke verteilen und Serviceaufgaben im unmittelbaren Kundenkontakt übernehmen.
Ganz ruhig. Ich wollte nur ein bildlich etwas "unterhaltsameres" Beispiel nehmen ;-)
Ansonsten hastu recht, wenn nicht die Punkte unten greifen...
Es ist nur außerordentlich seltsam, daß das in der viel geschimpften DDR durchaus funktionierte. Da wurden sogar Knackis und die Armee zum Schnee schippen eingesetzt.
Das ist aber leider ein anderes Thema.
Bei uns hier ist heute auch jemand kurzfristig krank geworden, der heute und morgen Dienst hat. Die Suche nach Ersatz ist noch nicht abgeschlossen ;-)
Es gibt in diesem Land einfach auch arbeitsrechtliche Regelungen und Bestimmungen, die für alle gelten!
Ja, das "Fußvolk" hat die Schnauze zu halten und zu arbeiten, während die Bürohengste und Bonzen sich zu Hause im warmen Stübchen Kaffee in den Hals kippen. Wohltuende Ausnahmen wie mein Regionalbereichsleiter und noch ein paar mehr ausgenommen.Tolle BRD, wirklich. :-(
Ja. Aber das Problem hat leider nicht nur die DB.
Viele Grüße,
Martin
nicht jeder Zug fuhr...
Matze86, München, Donnerstag, 23.12.2010, 12:21 (vor 5607 Tagen) @ Thomas_77
NICHT jeder Zug fuhr --> siehe Vorfeld Frankfurt. Da stand genug herum.
In München stehen auch genug Züge rum (sogar ICE), leider warten die allermeisten auf die Schallung...
nicht jeder Zug fuhr...
GUB, Bremen, Donnerstag, 23.12.2010, 12:35 (vor 5607 Tagen) @ Matze86
NICHT jeder Zug fuhr --> siehe Vorfeld Frankfurt. Da stand genug herum.
In München stehen auch genug Züge rum (sogar ICE), leider warten die allermeisten auf die Schallung...
Och, so viele standen da gestern find ich gar nicht. Und auf den "Wartegleisen" waren nichtmal tief verschneite wie vor 3-4 Jahren noch regelmäßig war. Die Bahn versucht eigentlich schon ihr Bestes, zumindest all die Tfs und Zubs. Und sogar bei > 100% ausgelasteten Zügen waren eigentlich alle (sowohl Fahrgäste als auch Zugpersonal) trotz Verspätung usw. freundlich und humorvoll (vorallem die, die im Gang saßen ;)
Grüße
Moment mal...
liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 10:58 (vor 5607 Tagen) @ Matze86
Am vergangenen Wochenende hätte die grosse Stunde der Bahn schlagen können. Die Fluggesellschaften gaben zu: Wir schaffen es nicht. Sie riefen die Menschen tatsächlich dazu auf, mit der Bahn zu fahren. Was tat die Bahn? Ergriff sie die historische Chance, schickte sie jeden Zug aufs Gleis, dessen sie habhaft werden konnte, mobilisierte sie jeden ihrer knapp 250.000 Mitarbeiter?
Natürlich nicht. Die Bahn riet von Zugreisen ab.
Natuerlich hat die Bahn jeden fahrfaehigen Zug eingesetzt, sind die Anderen doch defekt...
Was bringt das jeden Mitarbeiter zum Dienst zu schicken, wenn nichts zu tun ist?
Wie wäre es denn, wenn die Büroleute die Personale vor Ort unterstützten und bespielsweise auf den Bahnsteigen Schnee schippen, Heißgetränke verteilen oder Auskünfte geben? Oder einfach mal 'nen Koffer in den Zug heben? Dafür braucht man weder Abitur noch einen Hochschulabschluß! Das käme bestimmt gut an - nicht nur bei den Reisenden. Es gibt genügend Bahnsteige, die eine bessere Schneeräumung haben könnten.
So saßen die aber weitgehend zuhause in der warmen Bude und tranken Kaffee. Das können die wohl am besten. Die paar wenigen Führungskräfte, die draußen vor Ort bei den Mitarbeitern zu finden sind, trifft man auch sonst dort an. Bei allen anderen: Fehlanzeige! :-(
Moment mal...
heinz11, Donnerstag, 23.12.2010, 11:04 (vor 5607 Tagen) @ liebe70
Natuerlich hat die Bahn jeden fahrfaehigen Zug eingesetzt, sind die Anderen doch defekt...
Was bringt das jeden Mitarbeiter zum Dienst zu schicken, wenn nichts zu tun ist?
Wie wäre es denn, wenn die Büroleute die Personale vor Ort unterstützten und bespielsweise auf den Bahnsteigen Schnee schippen, Heißgetränke verteilen oder Auskünfte geben? Oder einfach mal 'nen Koffer in den Zug heben? Dafür braucht man weder Abitur noch einen Hochschulabschluß! Das käme bestimmt gut an - nicht nur bei den Reisenden. Es gibt genügend Bahnsteige, die eine bessere Schneeräumung haben könnten.
So saßen die aber weitgehend zuhause in der warmen Bude und tranken Kaffee. Das können die wohl am besten. Die paar wenigen Führungskräfte, die draußen vor Ort bei den Mitarbeitern zu finden sind, trifft man auch sonst dort an. Bei allen anderen: Fehlanzeige! :-(
Das es auch anders geht, hat die DVB AG vorgemacht. Alle, die nicht dringendst im Büro gebraucht wurden, haben die Weichen schnee- und eisfrei gehalten. Die Vorstände waren auch dabei, und das nicht nur 10 Minuten lang als Show für den MDR.
heinz
Was für...
fabs, Braunschweig, Donnerstag, 23.12.2010, 09:02 (vor 5608 Tagen) @ moonglum
...eine sinnige Überschrift.
Wie besser machen?
MAPO81, Donnerstag, 23.12.2010, 10:40 (vor 5607 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von MAPO81, Donnerstag, 23.12.2010, 10:40
Am vergangenen Wochenende hätte die grosse Stunde der Bahn schlagen können. Die Fluggesellschaften gaben zu: Wir schaffen es nicht. Sie riefen die Menschen tatsächlich dazu auf, mit der Bahn zu fahren. Was tat die Bahn? Ergriff sie die historische Chance, schickte sie jeden Zug aufs Gleis, dessen sie habhaft werden konnte, mobilisierte sie jeden ihrer knapp 250.000 Mitarbeiter?
Natürlich nicht. Die Bahn riet von Zugreisen ab.
Ja, um noch vollere Züge zu vermeiden. Hätte sie nichts gesagt wäre das Chaos wahrscheinlich noch größer gewesen und es hätte genauso ein Theater gegeben.
Wie hättestu die Leute denn alle transportieren wollen? - Bitte jetzt keine Diskussion über abgestellte und verschrottete Wagen. Das lässt sich leider nicht mehr ändern... Aber mich würde schon interessieren wie Du das gemacht hättest, wenn Du seit rund 1 1/2 Jahren Chef des Ladens wärst und ihn so übernommen hättest.
Noch kurz zu den Mitarbeitern: Nicht jeder hat kurzfristig am Wochenende Zeit, es müssen bestimmte Arbeitszeitregelungen eingehalten werden etc.
Unser Betriebsrat hätte sich auf jeden Fall gefreut, wenn unser Chef so eine Idee gehabt hätte!
Versteht mich nicht falsch, ich war auch an beiden Tagen unterwegs, habe miterlebt was lief und was nicht - und es gab einiges was nicht gelaufen ist, keine Frage!
ABER: Die Fluggesellschaften haben ihre Passagiere einfach an den Bahnhof geschickt und die Bahn musste dann schauen wie sie damit klar kommt. Da ist es schon ein bisschen einfach mal wieder die großen "Versagerreden" zu schwingen.
Viele Grüße,
Martin
Wie besser machen?
geko, München, Donnerstag, 23.12.2010, 11:18 (vor 5607 Tagen) @ MAPO81
Ich habe dazu eine simple Meinung:
Der Vorstand hätte sämtliche Mitarbeiter der DB AG zum Dienst antreten lassen müssen. Themen wie Arbeitszeitregelung, Entlohnung sowie Betriebsrat sehe ich als nachrangig zu klären an.
Wie besser machen?
ckx2, Donnerstag, 23.12.2010, 11:23 (vor 5607 Tagen) @ geko
Wenn ich an einem freien Tag in die Firma beordert werde, steht die Entlohnung aber mal sowas von an erster Stelle. Niemand arbeitet für umme.
Wie besser machen?
geko, München, Donnerstag, 23.12.2010, 11:37 (vor 5607 Tagen) @ ckx2
Wenn ich an einem freien Tag in die Firma beordert werde, steht die Entlohnung aber mal sowas von an erster Stelle. Niemand arbeitet für umme.
Absolut richtig! Muss aber im Einzelfall (wenn es dringend wird) nachträglich geklärt werden. Erst Anweisung zum DIenst, dann sehr schnell vernünftige Lösung für Entlohnung/Freizeitausgleich. Idealerweise natürlich zeitgleich, aber wenn's nicht geht, dann eben nachträglich.
Wie besser machen?
Jan, Donnerstag, 23.12.2010, 13:15 (vor 5607 Tagen) @ geko
Ich glaube nicht, das dass die Lösung sein kann, Mitarbeiter die Frei haben, zum Dienst zu bestellen. Erstens geht das wie schon beschreiben gar nicht so einfach (Arbeitszeitenregelung, recht auf freie Wochenenden usw) und zweitens kann das wohl kaum die Lösung sein, dass die normalen Arbeitnehmer die eklatanten Mängel der Chefetage ausbügeln müssen. Außerdem klappt doch bei dem Wetter in Deutschland gar nicht mehr. Busse fahren nicht, oder mit unglaublichen Verspätungen, Flugzeuge fallen reihenweise aus und Autofahren?? Ist auf den meisten Autobahnen in Deutschland am Montagmorgen auch lebensgefährlich gewesen. In und um Köln war NICHTS geräumt oder gestreut. Warum sollte dann bei der Bahn alles klappen??
Wie besser machen?
baeckerman83, Donnerstag, 23.12.2010, 14:40 (vor 5607 Tagen) @ geko
Wenn ich an einem freien Tag in die Firma beordert werde, steht die Entlohnung aber mal sowas von an erster Stelle. Niemand arbeitet für umme.
Absolut richtig! Muss aber im Einzelfall (wenn es dringend wird) nachträglich geklärt werden. Erst Anweisung zum DIenst, dann sehr schnell vernünftige Lösung für Entlohnung/Freizeitausgleich. Idealerweise natürlich zeitgleich, aber wenn's nicht geht, dann eben nachträglich.
Da bin ich bei dir, so sollte das gehen. Leider sind aber unseren tollen Manager und Chefs nicht mehr zu so etwas fähig. Nene wieso den MA denn etwas mehr gegeben. Wenn mein Chef Sonntags anrufen würde und sagt he du hier muss dringend was gemacht werden, gibt dann doppelten Lohn, wie genau klären wir dann komm erst mal her. Und ich ihm vertrauen kann würde ich das machen.
Aber nein sowas geht in Deutschland nicht mehr. :( Wir müssen bei uns auf Herbeiruf als arbeiten, ohne Bereitschaft zu haben. Normal gibt es dafür etwas, aber das war den Herren der Telekom zu teuer, also gestrichen und dann gabts dummer gesichter wieso wir nicht für Umme arbeiten wollen. Das ist nämlich das große Problem, auch bei der Bahn, die Mitarbeiter werden als Ressourcen angesehen und nicht als Mitarbeiter. Denke mal, wenn es eine gute Firmenkultur gäbe wäre jeder auch Bereit im Notfall bei so etwas zu helfen. Damit andere Leute dann Weihnachten auch zu hause sein können.
Aber nein man hat ja 250.000 Stellen abgebaut! Die Mitarbeiter merken sich das!
Wie besser machen?
safe go, Chemnitz, Donnerstag, 23.12.2010, 18:24 (vor 5607 Tagen) @ geko
Wenn ich an einem freien Tag in die Firma beordert werde, steht die Entlohnung aber mal sowas von an erster Stelle. Niemand arbeitet für umme.
Absolut richtig! Muss aber im Einzelfall (wenn es dringend wird) nachträglich geklärt werden. Erst Anweisung zum DIenst, dann sehr schnell vernünftige Lösung für Entlohnung/Freizeitausgleich. Idealerweise natürlich zeitgleich, aber wenn's nicht geht, dann eben nachträglich.
Ehrlich gesagt sehe ich keine Dringlichkeit, wenn auch mit Verspätung fuhr ja nun wohl der Großteil der Züge, oder? Also zumindest ist das aus meiner Sicht keine Notsituation.
Wie besser machen?
Steffen (LL), Donnerstag, 23.12.2010, 11:29 (vor 5607 Tagen) @ geko
Ich habe dazu eine simple Meinung:
Der Vorstand hätte sämtliche Mitarbeiter der DB AG zum Dienst antreten lassen müssen.
Genausogut hätte der Vorstand von Lufthansa, Fraport und Co. doch sämtliche freien Mitarbeiter zum Schneeschippen und Enteisen antanzen lassen können, dann hätte gar kein Bedarf bestanden, die Leute zur Bahn zu schicken.
Themen wie Arbeitszeitregelung, Entlohnung sowie Betriebsrat sehe ich als nachrangig zu klären an.
Lass mich raten: Du arbeitest (noch) nicht?
Wie besser machen?
geko, München, Donnerstag, 23.12.2010, 11:36 (vor 5607 Tagen) @ Steffen (LL)
Themen wie Arbeitszeitregelung, Entlohnung sowie Betriebsrat sehe ich als nachrangig zu klären an.
Lass mich raten: Du arbeitest (noch) nicht?
Falsch, bin Geschäftsführer eines Unternehmens mit 20 MA.
Wie besser machen?
liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 11:53 (vor 5607 Tagen) @ geko
bearbeitet von liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 11:53
Themen wie Arbeitszeitregelung, Entlohnung sowie Betriebsrat sehe ich als nachrangig zu klären an.
Lass mich raten: Du arbeitest (noch) nicht?
Falsch, bin Geschäftsführer eines Unternehmens mit 20 MA.
Mein Beileid für Deine Angestellten. Frag doch mal das Zub, wann die zum Dienst gingen - und wann wieder nach Hause kamen. Ich hatte in den letzten Tagen fast nur 13-15Stunden-Dienste. Schlafen konnte ich mit auch und krach grade mal 6-7 Stunden, wenn überhaupt. Meinen einzigen freien Tag brauchte ich, um einkaufen zu gehen und Wäsche zu waschen. Die Familie habe ich nur von weitem gesehen -alöso gar nicht.
Wenn Du die Normalschichtler rausjagst, reicht das völlig. Die ganzen Bürovögel können gern nach festgelegten Einsatzplänen vor Ort 4-6 Stunden sein. Da stirbt keiner von. Kohle gabs schon, nämlich 500 Ocken. Das reicht.
Zu DDR-Zeiten waren die Einsatzpläne schon im Spätsommer fertig, die Weichenheizungen wurden im Sommer repariert und die Probeläufe gabs im Herbst. Spätestens im November hatte jeder seinen Besen und den Alarmplan in der Hand.
Der Winterfahrplan hatte längere Fahrzeiten der Züge und besondere Umläufe.
Wenn dann Schnee fiel, lief es trotzdem. Natürlich ist mal ein Zug ausgefallen, aber dieses Armutszeugnis, was wir (die DB AG) in den letzten Tagen ablieferten, das gab es nicht. Nicht in diesem Umfang. :-(
Wie besser machen?
Alexander, Donnerstag, 23.12.2010, 12:06 (vor 5607 Tagen) @ geko
Themen wie Arbeitszeitregelung, Entlohnung sowie Betriebsrat sehe ich als nachrangig zu klären an.
Lass mich raten: Du arbeitest (noch) nicht?
Falsch, bin Geschäftsführer eines Unternehmens mit 20 MA.
Auf den ersten Blick sieht die Idee toll aus, aber allein in meiner kleinen Abteilung arbeiten 60 Mitarbeiter im 3 Schichtdienst und ich muss sagen, ich hätte NEIN gesagt!
(Und wenn nun tagsüber alle Mitarbeiter da sind, wer arbeitet nachts? Wie sieht es mit der gesetzlichen Wochenarbeitszeit aus? Und den Betriebsrat nicht unterschätzen, dieser muss vorher(!) zustimmen)
Warum? Meine nervliche Grenze ist irgendwann erreicht und ich brauche mal Pause.
An zwei Tagen hintereinander habe ich 16 Stunden ohne Pause auf Arbeit gesessen, dazwischen nur 7 Stunden auf Arbeit (!) geschlafen, ich habe allein vom ersten Dezember an 37 Überstunden gemacht!
Ich habe meine Dreitages ruhe daher ausgiebig genossen und hätte diese nicht hergegeben. (Auch die Eisenbahner haben oft eine Familie daheim)
Du kannst ein so komplexes System nicht mit einer kleinen Firma vergleichen.
Einzig die vielen Bürokräfte könnte man mobilisieren, manchmal klappt es und Leute mit Fahrberechtigung fahren dann schnell Ersatzzüge (auch wenn man diese um 4 Uhr aus dem Bett klingelt) oder stehen am Bahnsteig und unterstützen, aber wie Ralf schon geschrieben hat, es sind leider meist die gleichen (gut motivierten) Führungskräfte...
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Wie besser machen?
safe go, Chemnitz, Donnerstag, 23.12.2010, 18:21 (vor 5607 Tagen) @ geko
Themen wie Arbeitszeitregelung, Entlohnung sowie Betriebsrat sehe ich als nachrangig zu klären an.
Lass mich raten: Du arbeitest (noch) nicht?
Falsch, bin Geschäftsführer eines Unternehmens mit 20 MA.
Gibt es die Dinge, über die Du hier redest, überhaupt in Deinem Unternehmen bzw. kennst Du Dich damit aus?
Mein Vati ist ebenfalls Geschäftsführer (Ingenieurbüro mit 10 MA+2-3 Aushilfen, wenn ich mich nicht verzählt habe). Betriebsrat und irgendwelche begrenzenden Arbeitszeitregelungen braucht es da nicht.
Wenn andere Leute das Verhalten der DB bedenklich finden, so finde ich explizit Deine hier geäußerten Gedanken bzgl. des Umgangs mit ohnehin stark beanspruchten Mitarbeitern und gesetzl. Regelungen bedenklich.
Lufthansa + Bahn
Rudi, Donnerstag, 23.12.2010, 11:49 (vor 5607 Tagen) @ MAPO81
Mit Sicherheit bekommt die Bahn nicht wenig Geld dafür, wenn die Lufthansa ihre Kunden an die Bahn verweist / die Flugtickets in Bahntickets umwandelt. Dazu gibt es sicherlich Vereinbarungen.
Und dass so etwas nicht bei 20 Grad und Sonnenschein passieren würde (ausser es kommt ein Vulkan dazwischen) dürfte der Bahn auch klar sein. Also streicht man zwar das Geld ein, jammert dann aber über die ganzen umgestiegenen Fluggäste...
Lufthansa + Bahn
liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 11:59 (vor 5607 Tagen) @ Rudi
Mit Sicherheit bekommt die Bahn nicht wenig Geld dafür, wenn die Lufthansa ihre Kunden an die Bahn verweist / die Flugtickets in Bahntickets umwandelt. Dazu gibt es sicherlich Vereinbarungen.
Soviel Kohle ist das nicht. Das wird pauschal abgerechnet.
Und dass so etwas nicht bei 20 Grad und Sonnenschein passieren würde (ausser es kommt ein Vulkan dazwischen) dürfte der Bahn auch klar sein. Also streicht man zwar das Geld ein, jammert dann aber über die ganzen umgestiegenen Fluggäste...
Wenn LH und andere LVU bestimmte Absprachen nicht einhalten, darf man wohl sauer sein. Oder nicht?
Neulich im Sprnter rissen diverse LH-Passagiere den Mund auf von wegen schlechter Entschädigungs-Service usw. bei der Bahn. Als das Zub dann mal freundlich nachfragte, was diese Passagiere denn sonst im Normalfall als "Entschädigung" bekommen, wurde es auf einmal ganz still...
Lufthansa + Bahn
heinz11, Donnerstag, 23.12.2010, 13:00 (vor 5607 Tagen) @ liebe70
Neulich im Sprnter rissen diverse LH-Passagiere den Mund auf von wegen schlechter Entschädigungs-Service usw. bei der Bahn. Als das Zub dann mal freundlich nachfragte, was diese Passagiere denn sonst im Normalfall als "Entschädigung" bekommen, wurde es auf einmal ganz still...
Ich nehme mal an, Du gehörtest zum Zub im bewußten Sprinter? ... ;-)
heinz
Die Antwort zu Deiner Frage:
liebe70, Donnerstag, 23.12.2010, 15:24 (vor 5607 Tagen) @ moonglum
Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Bpmdzf, also ein IC-Großraum-Steuerwagen, und zwar am Übergang zum Fahrradabteil fotografiert. ;-)
Die Antwort zu Deiner Frage:
moonglum, Hagen, Donnerstag, 23.12.2010, 18:38 (vor 5607 Tagen) @ liebe70
ah danke, ich bin echt nicht drauf gekommen, wo in einem B Wagen die Gepäckablage auf einer Seite endet und gegenüber noch Sitzplätze sind...
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV