NL: Winterfahrplan bis 02.01.11 (inkl. ?? zur Situation DE) (Aktueller Betrieb)
Hallo ICE-Fans,
NS hat sich dafür entschieden, bis und einschliessend Sonntag 02.01.11 nach einem Winterfahrplan zu fahren.
Dies bedeutet grundsätzlich Ausfall aller 15-Minutentaktverstärkerzüge:
Amsterdam-Rotterdam: Fyra-Linie 10 verkehrt nicht, dafür Fyra-Linie 9.
Amsterdam-Utrecht: ICs sollen normal fahren.
Schiphol-Utrecht: Züge verkehren nicht, umreisen via Amsterdam Centraal.
Utrecht-Den Haag: IC-Linie 5/17 verkehrt nicht, dafür IC-Linie 20.
Amersfoort-Utrecht-Rotterdam: IC-Linie 28 verkehrt nicht, dafür IC-Linie 5/17 (keine Flügelung in Utrecht)
Utrecht-Nijmegen: IC-Linie 31 verkehrt nicht, dafür IC-Linie 30.
Utrecht-Eindhoven: IC-Linie 35 verkehrt nicht, dafür aber IC-Linie 8.
Dadurch, dass weniger Züge fahren, versucht NS "Stauungen" bei den Bahnhöfen vorzubeugen. Auf allen Strecken soll zumindest halbstündlich ein Zug fahren.
Interessant ist hier, dass NS sowieso schon für eine feste Zeit einen Winterfahrplan auslegt. Die Einschränkungen gelten also auch wenn auf Sprung eine Hitzwelle passiert und aller Schnee verschwunden ist.
Gibt es in Deutschland auch so einen angepassten Winterfahrplan, oder versucht man z.B. mit Biegen und Brechen der ganze Regionalverkehr auf der Stammstrecke K-D-E-DO abzufertigen?
===========================
Praxiserfahrungen gestern und heute morgen:
IC-Linie 8 (Kuppelzug nach Maastricht/Heerlen): hier verkehren vereinzelt ICR-Wagenzüge die nicht trennbar sind. Dann fährt der Zug als Ganzzug nach Maastricht. Für Heerlen ist ein extra Umstieg in Sittard notwendig, wenn kein Ersatzzug vorhanden ist, kann ein Übergang von 30 Minuten oder mehr bestehen.
Die Überholgleise bei Boxtel und Houten sind ausser Betrieb = ICs befahren die Bahnsteiggleise und müssen demnach auf 40 km/h runterbremsen (mehr lassen die Weichen nicht zu). Mit diesem Verfahren beugt man die Situation vor, dass die Weichen zufrieren und man den Bahnhöfen nicht mehr bedienen kann.
Zudem können ICs notfalls den Regionalverkehr entlasten. So fuhr gestern mein IC zwischen Geldermalsen und Utrecht als Regionalbahn, weil drei S-Bahnen nacheinander liegengeblieben waren. Dass in Utrecht bestimmte Anschlüsse nicht mehr klappten, wurde in Kauf genommen (alles war mehr oder weniger verspätet).
Sehr interessant war auch das Kuppeln auf freier Strecke. Unser IC war gestern 1x VIRM-6, so auch der zuvor fahrende IC. Dieser IC war aber bei Geldermalsen zum Stehen gekommen. Man entschied sich dafür, unser IC in Geldermalsen auf freier Strecke halten zu lassen und der zuvor fahrende IC zurück nach Geldermalsen zu fahren (also gegen die Fahrtrichtung). Auf freier Strecke wurden die beiden Triebwagen dann gekuppelt.
Das interessante ist, dass sowas mit einem normalen Signalsystem nicht möglich ist = es können sich keine zwei Züge im gleichen Signalblock befinden! Wurde hier die ATB ausgehebelt (z.B. langsamer als 40 km/h fahren)? Ist sowas in Deutschland auch möglich, z.B. 402 antriebslos auf freier Strecke kuppeln mit funktionierender 402 und dann Nachschiebebetrieb?
Als wir weiterfuhren, wurde auch klar, was los war. In Linksbetrieb überholten wir ein stehender IC sowie drei stehende S-Bahnen (der vordere in Culemborg war offenbar liegengeblieben, erstaunlicherweise war es eine Schienenbananen-Doppelgarnitur die verreckt hatte, nicht ein störanfälliger ET425NL).
Heute morgen wurde der Grund des Winterfahrplans bestätigt. Stua vorbeugen, remember?
Nope. Ich habe niemals zuvor so oft im "Stau" gestanden. Houten-Utrecht (9 km) benötigte 35 Minuten, das ging sogar beim 10-Minutentakt noch besser.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)