Kleiner Bericht u.a. vom "Kapitulationstag" mit Fragen (Reiseberichte)
Hallo,
ich bin wohl behalten wieder zurück von meinem Wochenendausflug ins Ruhrgebiet.
Los ging es am Freitag mit IC 2266, bei dem das Bistro fehlte, also Frühstück noch schnell beim Yormas geholt. Ich hatte schon das Schlimmste befürchtet, da am Abend vorher die Meldung von 20cm Neuschnee über Nacht rumging. Verspätung bis Stuttgart war aber nicht der Rede wert, +8 oder sowas in der Art wegen Weichenstörung in Burgau.
Weiter mit ICE 770 (umgekehrt gereiht), dessen Vorleistung verspätet war. Die "Begrüßung" war auch interessant: Beim Öffnen der Tür lag ein zerbrochenes Glas aus dem Bistro auf einer Stufe... Das blieb nicht das einzige gesichtete, zerbrochene Glas. Allgemein sah der Zug äußerst verdreckt aus.
Laut Durchsage hatte man wegen der Kurzwende keine Zeit, um eine Reservierungsdiskette zu besorgen... Kann man die sich nicht bringen lassen?!? Wegen zwei Signalstörungen (vor einem Tunnel auf der SFS Stuttgart-Mannheim und Groß Gerau-Dornberg) verdoppelte sich die Verspätung bis zum Frankfurter Flughafen auf knapp 60 Minuten. Vorgesehen war ein Umstieg am Hbf auf ICE 1116, das wurde dann kurzerhand auf den Flughafen verschoben, da gab es noch etwas Umstiegszeit ;)
Der verspätete 612 fuhr gerade raus, da kam am Nachbargleis der 1116. Nach kurzem Aufenthalt gings auf die KRM. Ebenfalls am Flughafen eingestiegen ist eine Gruppe von ca.fünf Männern eingestiegen, die sich lautstark (auch über uns drüber, da sie keine zusammenhängenden Plätze mehr in dem recht gut ausgelasteten Zug bekamen) unterhielten, auch Handys (nicht nur deren) klingelten im Minutenabstand und das natürlich im Ruhebereich. Die Piktogramme kann man eigentlich entfernen und Reservierungen braucht man auch nicht mehr als solche anbieten, findet ihr nicht? Eine solche Diskussion hatten wir doch irgendwann schonmal, oder?
In Limburg Süd hielt der Zug dann an. Ich dachte erst, wir sind auf den 612 aufgelaufen, es kam dann auch die Durchsage, dass der Streckenabschnitt vor uns noch nicht freigegeben sein, aber nachdem wir da einige Minuten standen, wurde ich skeptisch. Irgendwann kam eine erneute Durchsage, die schon mit der Bitte um Aufmerksamkeit begann... :S ICE 820 sei liegen geblieben und soll nun von den Abschlepploks geborgen werden, die Türen wären jetzt freigegeben und man könne frische Luft schnappen oder eine rauchen. Ich bin nicht sofort aufgestanden, war dann gerade dabei, mich zur Tür zu begeben, da hörte man schon einen Pfiff und schon gings weiter. Die Pause hat für die Raucher wohl noch nicht mal für eine halbe Zigarette gereicht ;)
In Montabaur wurde der 820 mit seinen vorgespannten 218ern dann überholt.
Anschließend kam die nächste Bitte um Aufmerksamkeit... ICE 1116 müsse aus betrieblichen Gründen heute leider in Köln enden. War ja klar, immerhin ein 406er... Die meisten Fahrgäste fingen an zu fluchen, allen voran die Gruppe :)
Also in Köln raus, zu Mittag gespeist und ab in den IC 135 (war mit +5 angeschrieben, ein Blick ins RIS zauberte aber +11 her), der mit der 110 284 bespannt war. Nach einer Zwangsbremsung und einem Problem am Bistro wurde Oberhausen mit mehr als +20 erreicht. Dort wurde wir dann abgeholt, da die nur stündlich verkehrende S-Bahn bei 8 Minuten Umstiegszeit logischerweise weg war.
So, nun zum "Kapitulationstag". Es begann mit der NWB in Dorsten, die war plan in Essen (+1 ist plan *g*). 10 Minuten Umsteigezeit waren vorgesehen, daraus wurde dank der Witterungsverhältnisse mehr ;) ICE 1224 war mit +20 prognostiziert, was sich dann immer wieder erhöht hat. Wir fuhren dann mit dem nächsten ICE (613) nach Düsseldorf, dort soll planmäßig ICE 1224 mit dem schon bereitstehenden Zugteil kuppeln und als ICE 727 wieder nach München fahren. Ich war im Vorfeld schon skeptisch, da in Düsseldorf von Ankunft 1224 bis Abfahrt 727 lediglich 11 Minuten vorgesehen sind. Wer denkt sich sowas nur aus? Planmäßig wäre der erste Teil vom 727 bei der Ankunft vom 613 schon weg gewesen, aber es wurde natürlich auf den zweiten Zugteil gewartet. Also schonmal ab in den ersten Zugteil, in dem wir auch verblieben sind. Der 1224 (also der zweite Zugteil) kam mit +40 an, kuppelte aber nicht an, sondern ließ erst die Reisenden raus. Der Tf ging zu den Bugklappen und musste diese per Hand öffnen, was gar nicht so einfach war. Dann kam die Durchsage, wir fahren nur mit dem ersten Zugteil, weil der andere Defekt sei. Wenige Minuten später wurde dies aber revidiert und es gab einen recht unsanften Ruck. So war der erste Zugteil ziemlich voll, der andere wird wohl gähnend leer gewesen sein. Mit knapp +60 gings dann los. Wir hatten ordentlich Kohldampf und ich war schon auf dem Weg ins Bistro, da kam die Durchsage, dass es leider nur warme und kalte Getränke gäbe... *grummel*
In Köln gab es noch eine kurze Türstörung. Über die KRM gings dann in einem Rutsch (aber natürlich schon über die Bahnsteiggleise in Montabaur und Limburg Süd) und - es sei nochmals erwähnt - die Verspätung erhöhte sich um lediglich 8 Minuten! Der Hunger zwang uns zum Ausstieg in Frankfurt (was die Zugbindung eigentlich sowieso vorsah), zumal der 729 "nur" mit +30 prognostiziert wurde. Nach dem der Hunger gestillt war, wurde der 729 mittlerweile mit +40 angezeigt. Im Endeffekt waren es mehr als +60... Nach relativer Schleicherei bis Rohrbach (SFS Fulda-Würzburg) und Fahrt über das Bahnsteiggleis in Kinding (Allersberg nicht), sind wir - wenn auch etwas verspätet - in München angekommen.
Fazit: Kapitulation ist was anderes :)
Noch eine Frage: Wir haben zwei abgeknipste Verspätungsformulare (von unterschiedlichen Zügen, eine Fahrkarte) erhalten. Kann man die theoretisch (ich werde sie eh nicht abgeben) beide "einlösen"?
Bei weiteren Fragen zu den Fahrten, einfach fragen :)
Viele Grüße und einen guten Wochenstart,
Matze
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