[AT] SNCF steigt bei Westbahn ein (Allgemeines Forum)
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 18.12.2010, 09:52 (vor 5612 Tagen)
Moin!
Wie die Wiener Zeitung vermeldet, steigt die SNCF über eine Tochtergesellschaft bei der österreichischen Gesellschaft Westbahn ein, genauer bei der Muttergesellschaft Railholding.
Mal sehen, ob ich freien Wettbewerb in Frankreich noch erlebe, oder ob in aller Welt Gesellschaften mit französischer Beteiligung fahren und in Frankreich nur die Franzosen.
Gruß Sören
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[AT] SNCF steigt bei Westbahn ein
Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Samstag, 18.12.2010, 10:11 (vor 5612 Tagen) @ Sören Heise
Hallo!
Mir ist das schon länger bekannt. Ich war aber immer zu faul dies ins Forum zu schreiben und bedanke mich, dass du das jetzt gemacht hast. Die Formulierung bzgl. Frankreich ist dir sehr gut gelungen.
m b g,
Anoj
[AT] SNCF steigt bei Westbahn ein
Uniqum, Frankfurt am Main, Samstag, 18.12.2010, 18:26 (vor 5611 Tagen) @ Sören Heise
Da spielt jemand falsch, beziehungsweise doppelseitig, in diesem Fall die Franzosen, was nicht heißt das wir Deutschen bzw. deutsche Unternehmen zwangslöufig besser sind.
Stichwörter wären zum Bleistift das VW-Gesetz oder auch die Hamburger Hochbahn, die im Heimatmarkt ebenso geschützt ist aber sich dennoch in anderen Regionen äußerst offensiv am Wettbewerb beteiligt.
Ich befürworte ja schon lange ein Lösung, wie man sie bzgl. der kommunalen Verkehrsunternehmen gefunden hat. Wenn eine Stadt sich dafür entscheidet, ein kommunales Verkehrsunternehmen mit dem ÖPNV zu beuftragen, so darf dieses sich nicht in anderen Städten am Wettbewerb beteiligen (das sollte eigentlich auch für die Hochbahn gelten, würde man meinen). Im Prizip spräche nichts dagegen, diese Lösung ähnlich auch auf den Bahnsektor zu übetragen.
Die internationales Verbindungen wurden ja bereits "liberalisiert", was wie im Fall eines anderen südeuroüpäischen Landes deutlich wird, auch richtig war.
Die Franzosen sind nun einmal mit den Leistungen "ihrer" Bahn sehr zufrieden, ebenso wie die Schweizer. Es bleibt abzuwarten wie sich das entwickelt, wenn übernächstes Jahr der Taktfahrplan kommt. Nicht für jedes Land muss die Liberlaisierung ja zwangsläufig die beste Lösung sein - und ich bezweifle stark das diese in Frnakreich jemals kommt. Das Nahvekrehrsmonopol soll immerhin irgendwann in 20 Jahren fallen, bis wohin noch viel Waser, sprichwörtlich, den Berg runter kommt.
Allerdings arbeitet die SNCF im Personenverkehr ser effizient. Nicht richtig, ist doppelseitig zu spielen. Und ob der hoch defizitäre französische Güterverkehr nicht doch besser privatisiert werden sollte, ist auch wieder ein anderes Spiel.
Frz. Güterverkehr?
Steffen, Samstag, 18.12.2010, 18:46 (vor 5611 Tagen) @ Uniqum
Was macht denn den französischen Güterverkehr so defizitär? Das ist doch in anderen Ländern ein eher lukrativer Sektor.
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Frz. Güterverkehr?
Uniqum, Frankfurt am Main, Samstag, 18.12.2010, 19:15 (vor 5611 Tagen) @ Steffen
Das Privatbahnmagazin 1/2010 betitelt den Verlust im Güterverkehr für das Jahr 2009 auf rund 600 Millionen Euro, es werden auch einige Gründe genannt (hauptsächlich Schuld sollen angeblich die veralteten Strukturen sein) und auf weitere "Probleme" des Unternehmens eingegangen. Ich meine mich aber auch bereits vor der Wirtschaftskriese an einen Verlust erinnern zu können. Der Trumpf der SNCF sind und waren immer die Fernzüge.
Die NZZ fand im März diesen Jahres noch deutlichere Worte:
"Abgesehen vom Hochgeschwindigkeitsverkehr, der normalerweise 90% des Gewinns einfährt, ist die hoch defizitäre SNCF nicht wettbewerbsfähig. Allein der Güterverkehr brachte 2009 einen Verlust von mehr als 600 Mio. €. Laut einem Bericht des Senators Hervé Mariton ist die SNCF in diesem Sektor um 30% weniger produktiv als die DB. Reformversuche Pépys streikten die Gewerkschaften im Herbst 2008 nieder."