? Trassengebühren (Allgemeines Forum)

fabs, Braunschweig, Sonntag, 05.12.2010, 17:28 (vor 5619 Tagen)

Moin!
Aus aktuellem Anlass >klick< mal eine Frage:
Warum sind die Trassengebühren auf einer Neubaustrecke mit nur einem Fahrdienstleiter für zich Kilometer höher, als auf einer Nebenbahn, wo alle Nase lang eine Fahrdienstleiter, Schrankenwärter, Blockwärter, usw. sitzt?
Der Betrieb auf einer Nebenbahn (oder auch auf nicht-zentralgesteuerten Hauptbahnen) dürfte wesentlich personal- und damit auch kostenintensiver sein.

Viele Grüße
fabs

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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

? Trassengebühren

Alex101, Sonntag, 05.12.2010, 17:48 (vor 5619 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Alex101, Sonntag, 05.12.2010, 17:49

Naja, die Wartungskosten einer Schnellfahrstrecke würde ich nicht unterschätzen. Vor allem im Bereich Sicherheit (Tunnel, Sicherungstechnik) ist eine SFS erheblich aufwändiger zu unterhalten.

Außerdem ist der Bau einer SFS mit mehreren Milliarden finanziert worden. Die Summe sollte natürlich auch wieder über die Trassengebühren reinkommen.

? Trassengebühren

bigbug21, Dienstag, 07.12.2010, 11:18 (vor 5617 Tagen) @ fabs

Hallo Fabs,

Moin!
Aus aktuellem Anlass >klick< mal eine Frage:
Warum sind die Trassengebühren auf einer Neubaustrecke mit nur einem Fahrdienstleiter für zich Kilometer höher, als auf einer Nebenbahn, wo alle Nase lang eine Fahrdienstleiter, Schrankenwärter, Blockwärter, usw. sitzt?

Der Betrieb auf einer Nebenbahn (oder auch auf nicht-zentralgesteuerten Hauptbahnen) dürfte wesentlich personal- und damit auch kostenintensiver sein.

Das würde ich nicht unbedingt sagen. Die Aufwendungen zur Netz-Instandhaltung gerade auf den ersten beiden deutschen Schnellfahrstrecken ist enorm (Mischverkehr auf Schotteroberbau). Ein Haufen Großbrücken, Tunnel, kontinuierliche Zugbeeinflussung, Schnellfahrweichen, Schienenauszüge kosten in Summe weit mehr als ein paar Mitarbeiter mit 100 Jahre alter Stellwerkstechnik. Auch die Anforderungen an einen für 280 km/h ausgelegten Oberbau sind wesentlich größer als auf einer mit 80 km/h befahrbaren Nebenbahn.

Nichtsdestotrotz ist das Trassenpreissystem der DB seit seiner Einführung umstritten und hat zahlreiche Änderungen erfahren. Noch vielfältiger als die Bahnstrom- und Zugsicherungssysteme sind in Europa die Varianten, Fahrplantrassen zu bepreisen. Einen grundlegend neuen Ansatz, nämlich Trassen zu versteigern, wird als "Trassenbörse" (www.trassenboerse.de) diskutiert.

Viele Grüße aus Dresden
Peter

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