Weichenheizung - 65°? (Aktueller Betrieb)

fjk, Donnerstag, 02.12.2010, 09:23 (vor 5613 Tagen) @ Fabian318

Wie funktionieren die Weichenheizungen eigentlich? Liegen dort einfach Heizdrähte unmittelbar an den Zungen und anderen beweglichen Teilen, bei gasbetriebenen direkt mit einer Flamme?

Und wie heißt wird das ganze, also werde ich mich verbrennen, wenn ich da hinfasse?

Gruß
Fabian

Moin,

zur Abwechslung mal was zum Thema: der Wiki-Artikel weist den Weg (z.B. nach www.weichenheizung.de, nein, keine Fansite, tatsächlich Fa. Wolff Weichenheizungen, z.B. für Tibet).

Allerdings ist das elektrisch dominiert und es steht nirgends etwas von Temperaturen. Wolff baut tatsächlich Heizstäbe an die kritischen Stellen direkt am Schienensteg an, die Verschlüsse werden durch Heizstäbe im Schwellenfach gewärmt. Pintsch-Aben spricht von installierten 300W/m, größenordnungsmäßig deckt sich das mit den Wolffschen Leistungsaufnahmen. Wenn man das mit der Länge einer Heizschlange im Wasserkocher oder so vergleicht und für den 1000-2000 Watt unterstellt, können die Dinger nicht glühend heiß werden. Aber rechnet doch mal, ihr Formelsammlungsinhaber da draußen...
Fa. Frenzel hat anscheinend eine mit Geothermie arbeitende Weichenheizung erfunden. Knallige Idee, wird offenbar in Holzminden erprobt, aber wie bei allen umweltschonenden Ansätzen stellt sich ein bißchen die Frage nach der Gesamtenergiebilanz (und trotzdem lass ich mir Glasflaschengetränke aus dem Schwarzwald und gelegentlich Friesland hinterherkarren... und die leeren Flaschen auch noch zurück - fast ohne schlechtes Gewissen). Immerhin steht da mal eine Temperatur. Das "umweltfreundliche Transportmedium" wird auf 65° erwärmt. Für "Sie baden gerade ihre Hände drin" ist das schon ein bißchen viel. Könnte aber mit den Überlegungen zum Elektrokumpel oben zusammenpassen.

sich die Hände reibend
fjk


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