Interessanter Artikel in der Welt.... (Allgemeines Forum)

Andi L., Samstag, 20.11.2010, 14:54 (vor 5644 Tagen)

... Themen u.a.

Weniger Ansagen in Englisch
- nur noch in den 10 größten Städten Ansagen und nur in Zügen die an Flughäfen
halten Ansagen auf Englisch
- generell kürzere Ansagen

Controlling der Projektmanager/ Fortschritt der Projekte:

Per Knopfdruck und anonym geben die Manager mit einem Gerät, das der Fernbedienung für den Fernseher ähnelt, ein Urteil darüber ab, ob sie den Eindruck haben, dass das Projekt vorankommt. Vier Tasten von Zustimmung bis Ablehnung können die Manager drücken, am Ende wird zusammengezählt. Dann leuchten die Lichter einer Ampel auf. War die Runde zufrieden, gibt es grünes Licht, das bedeutet: alles nach Plan; bei Gelb hakt es an dem ein oder anderen Punkt; und Rot steht für: Nacharbeiten nötig. Dieses Verfahren löst „erhebliche Dynamik“ aus, erläutert ein Bahnmanager diplomatisch. Konkret heißt das: Sieht ein Projektleiter in diesem Lenkungskreis Rot, wird sein Fall gleich in der kommenden Vorstandssitzung besprochen. „Niemand will, dass seine Ampel zwei Mal auf Rot steht“, sagt der Manager.

Welt online

oder via google:
Geheim-Treffen
Die Bahn plant den Kampf gegen das Winterchaos

Interessanter Artikel in der Welt

liebe70, Samstag, 20.11.2010, 16:50 (vor 5644 Tagen) @ Andi L.
bearbeitet von liebe70, Samstag, 20.11.2010, 16:52

Welt online

Aus dem Artikel:

...das Übel ist ein ziemlich grundsätzliches: Es hapert am Dienstleistungsgedanken, vor allem in den Zügen. „Was die Servicementalität angeht, müssen wir deutlich besser werden“, sagt Birgit Bohle.

Das liegt aber nicht am Personal, was in den Zügen arbeitet, sondern an den Gestalten, die uns Testkunden mit schwachsinnigen Vorgaben auf den Hals hetzen - und bei der Auswertung eine Null-Fehler-Toleranz fordern. Das funktioniert nämlich nicht. Wenn ein Zugbegleiter etwas länger als die 30-Minuten-Vorgabe braucht, um beim Testkunden zu sein, dann gilt dieser Zielwert als nicht erfüllt. Dabei ist es unerheblich, aus welchem Grund der Zub so spät da ankommt. Das kann es wohl nicht sein. Genauso schwachsinnig ist es, wenn ich zu meinem Chef zitiert werde, weil ich im Oktober in einem IC zwischen A und B keine Fahrkartenkontrolle gemacht habe - und dieses angeblich ein "Testkunde" feststellte. Nur war erstens der vermeintliche Testkunde ein DB-Mitarbeiter aus einer der Chefetagen, zweitens war Ferienanfang in diversen Bundesländern und der Zug brechend voll und drittens war es das erste und einzige Mal, daß ich mich mal setzen konnte.

...Film ab: Ein Dreh mit Zugbegleitern zeigt die ungeschönte Bahn-Welt, das Zugpersonal berichtet über seinen Alltag. „Bahn-Mitarbeiter setzen sich einfach und belegen Plätze, obwohl zahlende Kunden dadurch stehen müssen“, klagt eine Zugchefin in dem Streifen. „Wir haben immer wieder Probleme, mit Mitarbeitern, die selbst nach Aufforderung nicht aufstehen wollen“, ergänzt ein anderer Zugbegleiter.

Das sind vor allem die bei der DB quereingestiegenen BWL-Schnösel, die sowieso keine Ahnung von der Bahn haben. Da kommt es dann zu Situationen, wo ein Zug für freifahrtnutzende DB-Mitarbeiter gesperrt ist - und o.g. Schnösel eine BC25First zückt, um so seine Fahrkarte zu bezahlen - und auch Sitzenbleiben zu wollen. Hatte nur Pech, daß er an mich geriet.

Das fahrende Personal der Bahn fordert unisono: „Es muss etwas passieren.“ Dann ist der Film zu Ende.

Korrekt, aber wenn es nur bei der lächerlichen Maßnahme wie weiter unten erwähnt ist, dann wird das nix.

...Schweigen in der Runde nach den Szenen mit dem Zugpersonal und den Klagen über widerspenstige Kollegen. „Da ist ein Problem in den Köpfen“, sagt Personenverkehrsvorstand Homburg.

Klar, bei den Bonzen.

Ein anderer Manager in der Runde spricht von „Härtefällen“, ...

Die übliche und typische Ausrede von einem der das Problem im Kopf hat.

...es reiche doch, die Namen der schwarzen Schafe zu notieren, die ihren Platz nicht freigeben wollten.

Gibts schon. Eine Meldung via Zugbericht, die entsprechend codiert ist: "Sitzplatzfreigabe durch DB-Mitarbeiter verweigert". Nur solange das Zub nicht von seinen Vorgesetzten unterstützt wird...

Ein Dritter warnt davor, Zugbegleiter zu „Ersatzdiensten der Bundespolizei“ heranzuziehen.

Nochmal Schwachsinn. Naja, man sieht, wer hier ein Problem im Kopf hat.

„Einige im Management glauben, für sie gelte es nicht, den Platz zur Verfügung stellen zu müssen“, heißt es.

Eben.

Ein Maßnahmenpaket ist schnell geschnürt: Der Bahn-Chef wird einen Brief schreiben, in dem er alle Mitarbeiter auffordert, bei Bedarf ihren Sitzplatz zu räumen. Außerdem wird eine entsprechende Broschüre erstellt.

Lieber Herr Vorstandvorsitzender, auch wenn Du hier nicht mitliest, aber das gibts schon. Dein Vorgänger H.M. hatte sowas schon vor längerer Zeit in Auftrag gegeben. Die Broschüre wurde jedem DB-Mitarbeiter in die Hand gedrückt und war auch in der "Bahnwelt" drin. Die Broschüre gibt es auch als pdf-Datei im BKU-Netz. Wenn Du also das hier noch einmal durchziehen willst, dann schmeißt Du Geld raus.

Und Mitarbeitertickets bekommen einen mahnenden Hinweis aufgedruckt.

Das wäre in der Tat neu.

Gruß, Ralf
(der die Broschüre als Druckstück und pdf-Datei hat)

PS: Wann bekommen wir Zub endlich mal ein vernünftig funktionierendes MT, was nicht so unendlich lahmarschig bei manchen Prozessen wie der Onlineticketkontrolle ist?

Interessanter Artikel in der Welt

josuav, Samstag, 20.11.2010, 17:27 (vor 5644 Tagen) @ liebe70

Das Problem liegt aber auch beim Personal im Zug. Mir braucht niemand zu erzählen, dass es immer die "Schnösel" in den Führungsetagen verbocken würden und alle Zugbegleiter perfekt sind. Dir schlimmsten Böcke schießen nämlich oft einzelne Zugbegleiter.

Englische Ansagen

ICE615, Samstag, 20.11.2010, 18:20 (vor 5644 Tagen) @ josuav

Warum man ausgerechnet die Ansagen in Englisch streichen will, erschließt sich mir nicht so ganz. Die Sprachqualität der englischen Ansagen ist zwar meist schlecht, aber immerhin bekommen alle mit wie der nächste Halt heißt.

Besser wäre es, die Ansage um die Anschlusszüge zu kürzen (diese werden ja am Bahnsteig eh nochmal wiederholt) und auf die Willkommens- und Bordbistro-Werbeansage zu verzichten.

Anschlusszüge könnte man sinnvollerweise noch auf den Displays an den Türen anzeigen, so wie z.B. im Railjet.

Meiner Meinung nach wäre eine Ansage bei Störungen auch in Englisch nicht schlecht.

Englische Ansagen

railan, Augsburg, Samstag, 20.11.2010, 19:47 (vor 5644 Tagen) @ ICE615
bearbeitet von railan, Samstag, 20.11.2010, 19:48

Warum man ausgerechnet die Ansagen in Englisch streichen will, erschließt sich mir nicht so ganz. Die Sprachqualität der englischen Ansagen ist zwar meist schlecht, aber immerhin bekommen alle mit wie der nächste Halt heißt.

Vielleicht könnte man auch einfach erwarten, dass der Deutschlandreisende weiß, dass "nächster Halt" - "next stop" heißt.
Wenn ich ins Ausland fahre, weiß auch, was "nächster Halt" in der Landessprache heißt - oder notfalls kann ich's mir denken.

Englische Ansagen

Fabian318, Münster i. W., Samstag, 20.11.2010, 19:55 (vor 5644 Tagen) @ railan

Warum man ausgerechnet die Ansagen in Englisch streichen will, erschließt sich mir nicht so ganz. Die Sprachqualität der englischen Ansagen ist zwar meist schlecht, aber immerhin bekommen alle mit wie der nächste Halt heißt.


Vielleicht könnte man auch einfach erwarten, dass der Deutschlandreisende weiß, dass "nächster Halt" - "next stop" heißt.
Wenn ich ins Ausland fahre, weiß auch, was "nächster Halt" in der Landessprache heißt - oder notfalls kann ich's mir denken.

Richtig. Und wirklich sinnvolle Informationen - bei Betriebsstörungen - bleiben meistens auf Englisch aus. Das sollte man ausbauen und die Standardansagen einschränken.

Zurück in die Steinzeit..

Uniqum, Frankfurt am Main, Sonntag, 21.11.2010, 19:02 (vor 5643 Tagen) @ Fabian318

.. genau das was ich, laut Klische von einem CSU-Verkehrsminister erwartet hätte.

Niemand braucht englische Ansagen in Regionalzügen (das mag in touristischen Gegenden anders aussehen), aber im Fernverkehr sind und waren sie für viele Menschen eine große Hilfe. Das sich die Bahn an jedem Halt für die Reise mit ihr bedankt ist auf Englisch übrigens genauso großer Humbuck wie auf Deutsch.

Wenn jemand schon einmal das Glück hatte in Japan oder Spanien mit dem Zug unterwegs gewesen zu sein, dann wird er wissen, das dort in allen Schnellzügen die Halte und wichtige Informationen kurz, knapp und bündig auch auf englisch angesagt werden.

Allerdings sind dort auch viele ausländische Geschäftsreisende mit den Zügen unterwegs.

Im Übrigen: Mich interessiert es, ob der Zug ein Restaurant hat. Ja. Allerdings nicht wer mich verwöhnt und was für Leckerein es gibt. Die Anschlüsse stehen ohnehin im Reiseplan.

Kürzlich war ich auf Kurzurlaub in Italien und musste mit der vielgescholtenen Trenitalia von Mailand bis an den Garasee fahren. Der Ex-CIS hatte Verspätung der Anschluss war weg.

Mir haben die Tatsache, das alle Stationen auf der Anzeige für den Zug nach Venedig standen und auch die englischen Ansagen im Zug sehr geholfen und Peschiera ist sicher keinne Weltstadt.

Auf der einen Seite mit dem Flugzeug in Wettbewerb treten wollen, auf der anderen das Englisch verbannen. Nonsense - grade in einem Land mit Anschlussverbindungen. Die Bahn ist auch dazu da, mittelgroße Städte anzuschließen ohne internationalen Flughafen und grade auf solchen Relationen trifft man Touristen. Berlin-München zum Bleistift fliegen die meisten. Nicht weil die Bahn schlecht ist, sondern ganz einfach weil diese meistens Hopper-Tickets oder Sammeltickets bei den Fluggeselschaften kaufen. Da fahren sonst vielleicht noch Interrailer.

Schönes Beispiel: Cordoba ist keine risen Stadt, Toledo auch nicht, Sevilla hat kaum noch internationale Flüge - weniger Touristen haben alle nicht.

Im Flieger wird fast alles (Wesentliche) auch auf Englisch angesagt. Das ist gut und richtig so.

Wollen wir uns wirklich auf französisches Niveau begeben? Es geht doch nicht um den Verlust der Deutschen Sprache, sondern um Verständigung und man kann eben nicht von jedem Durchreisenden erwarten, das er dem Deutschen mächtig ist.

Peschiera hat große touristische Bedeutung.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 14.03.2012, 09:19 (vor 5164 Tagen) @ Uniqum
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 14.03.2012, 09:23

Hallo Uniqum,

Kürzlich war ich auf Kurzurlaub in Italien und musste mit der vielgescholtenen Trenitalia von Mailand bis an den Gardasee fahren. Der Ex-CIS hatte Verspätung der Anschluss war weg.
Mir haben die Tatsache, das alle Stationen auf der Anzeige für den Zug nach Venedig standen und auch die englischen Ansagen im Zug sehr geholfen und Peschiera ist sicher keine Weltstadt.

Dafür hat Peschiera aber eine große touristische Bedeutung, genauso wie Desenzano. Die Bahnhöfe liegen unmittelbar am Gardasee.
Zudem ist man in Peschiera nahe am Freizeitpark Gardaland.

Dass es mit den englischen Durchsagen in Deutschland besser kann, ist mir klar, aber dann würde ich eher auf Beseitigung von "Sprachenvergewaltigung" setzen. Bestimmte englische Durchsagen waren mal peinlich anzuhören, Mr. Higgins aus My Fair Lady läßt grüßen...

Allerdings soll ich nicht allzu kritisch sein, denn bei uns gibt es in den ICs bereits heute etwa genauso viele englische Durchsagen wie DB angeblich nachstreben möchte. Englische Durchsagen hört man bei uns auch nur dort, wo internationale Züge halten, sowie in den ICs von/nach Schiphol. In ICs wie Den Haag-Rotterdam-Venlo, Amsterdam-Utrecht-Eindhoven oder Den Haag/Rotterdam-Utrecht-Leeuwarden/Groningen/Enschede selten oder niemals englische Durchsagen gehört.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Englische Ansagen

Benjamin.Keller, Samstag, 20.11.2010, 21:27 (vor 5644 Tagen) @ ICE615

Warum man ausgerechnet die Ansagen in Englisch streichen will, erschließt sich mir nicht so ganz. Die Sprachqualität der englischen Ansagen ist zwar meist schlecht, aber immerhin bekommen alle mit wie der nächste Halt heißt.

Besser wäre es, die Ansage um die Anschlusszüge zu kürzen (diese werden ja am Bahnsteig eh nochmal wiederholt) und auf die Willkommens- und Bordbistro-Werbeansage zu verzichten.

Anschlusszüge könnte man sinnvollerweise noch auf den Displays an den Türen anzeigen, so wie z.B. im Railjet.

Meiner Meinung nach wäre eine Ansage bei Störungen auch in Englisch nicht schlecht.

Sehe ich in jedem Punkt genauso.*


* uncoole Version von "Full Ack" :P

Displays/Software

NIM rocks, Samstag, 20.11.2010, 22:07 (vor 5644 Tagen) @ ICE615

Anschlusszüge könnte man sinnvollerweise noch auf den Displays an den Türen anzeigen, so wie z.B. im Railjet.

Hi,

das funktioniert bei den ICEs nicht. Die Software ist uralt ("Vorgängerversion" von Windows 92 -> DOS) und kann das natürlich nicht. Ich weiß nicht wie es sich in den einzelnen ICE-Baureihen verhält und inwiefern es Unterschiede gibt, aber bis hin zum ICE 3 kann das kein System. Vielleicht ändert sich das mit dem Velaro D bzw. mit dem ICE 2-Redesign, was ich aber nicht glaube.

Vielleicht kann Ralf, sofern er sich auch mit den Bordbetriebssystemen so gut auskennt wie mit allem anderen "Drumherum", ja genauere Details verraten (und hier ist ausdrücklich keine Ironie versteckt!).

Einerseits ist es für mich erschreckend, wie veraltet die Software ist (eine 189er beispielsweise läuft mit Windows 95!), andererseits gilt auch der Grundsatz, dass man etwas gut Funktionierendes nicht ändern sollte. Und meiner Meinung nach funktioniert die Bordinformation meistens, bis auf ein paar Bugs, die aber schon lange bekannt sind, durch die Bank sehr gut.

Displays/Software

Martin, Samstag, 20.11.2010, 22:21 (vor 5644 Tagen) @ NIM rocks

das funktioniert bei den ICEs nicht. Die Software ist uralt ("Vorgängerversion" von Windows 92 -> DOS) und kann das natürlich nicht. Ich weiß nicht wie es sich in den einzelnen ICE-Baureihen verhält und inwiefern es Unterschiede gibt, aber bis hin zum ICE 3 kann das kein System.

Warum sollte es nicht möglich sein, dass ein Rechner mit Windows 3.11 als Betriebssystem entsprechende Anschlusszüge anzeigt?
Man müsste nur die Anwendungssoftware entsprechend programmieren.

Einerseits ist es für mich erschreckend, wie veraltet die Software ist (eine 189er beispielsweise läuft mit Windows 95!), andererseits gilt auch der Grundsatz, dass man etwas gut Funktionierendes nicht ändern sollte.

Warum soll ich CPUs mit mindestens 1 GHz, 2 GB RAM und DirectX-10-Grafikkarten in einem Rechner verbauen um Windows 7 drauf laufen zu lassen, wenn es Windows 95 genauso tut? Meine Displays im Führerraum sollen mich über Zustände des Fahrzeuges und der Zugbeeinflussungssysteme informieren und bei der Bedienung des Fahrzeuges helfen. Dazu brauch ich keine coole Windows-Aero-3D-Optik oder sonstigen Schnickschnack.

Displays/Software

NIM rocks, Sonntag, 21.11.2010, 17:05 (vor 5643 Tagen) @ Martin

das funktioniert bei den ICEs nicht. Die Software ist uralt ("Vorgängerversion" von Windows 92 -> DOS) und kann das natürlich nicht. Ich weiß nicht wie es sich in den einzelnen ICE-Baureihen verhält und inwiefern es Unterschiede gibt, aber bis hin zum ICE 3 kann das kein System.


Warum sollte es nicht möglich sein, dass ein Rechner mit Windows 3.11 als Betriebssystem entsprechende Anschlusszüge anzeigt?
Man müsste nur die Anwendungssoftware entsprechend programmieren.

Das mag sein, aber das einpflegen der aktuellen Daten wie im Railjet scheint nicht zu funktionieren, so hat es mir ein ÖBB-Zugbegleiter mal erklärt, mit dem ich einen kleinen Schwatz hatte.

Einerseits ist es für mich erschreckend, wie veraltet die Software ist (eine 189er beispielsweise läuft mit Windows 95!), andererseits gilt auch der Grundsatz, dass man etwas gut Funktionierendes nicht ändern sollte.


Warum soll ich CPUs mit mindestens 1 GHz, 2 GB RAM und DirectX-10-Grafikkarten in einem Rechner verbauen um Windows 7 drauf laufen zu lassen, wenn es Windows 95 genauso tut? Meine Displays im Führerraum sollen mich über Zustände des Fahrzeuges und der Zugbeeinflussungssysteme informieren und bei der Bedienung des Fahrzeuges helfen. Dazu brauch ich keine coole Windows-Aero-3D-Optik oder sonstigen Schnickschnack.

Ist ja klar und deshalb auch mein letzter Satz.

Displays/Software

mausgalaxy99, Sonntag, 21.11.2010, 11:07 (vor 5643 Tagen) @ NIM rocks

... wieso kann DOS keine Anschlußzüge anzeigen? Das musst Du mir mal erklären. DOS ist genauso ein OS wie MacOS oder Win7, nur nicht ganz so schön bunt. Aber solche Dinge wie die Anschlußzüge lassen sich mit DOS durchaus bewerkstelligen (die Geschwindigkeiten werden ja auch verteilt) und netzwerkfähig ist DOS alle mal. Den Rest muß mann nur programmieren und da geht das Problem los. Das wird immer teurer, da immer weniger Leute sich mit dieser Materie noch auskennen.

PS: Ich hab keine Ahnung ob nun wirklich DOS oder Win3.11 oder WInNT4.0/Win2000 im ICE läuft, würde mich aber mal interessieren. Und lieber DOS als irgend 'nen grafischer SchnickSchack oder glaubst Du, dass die Atomkraftwerke mit Windows 7 oder MacOS X gesteuert werden?

Displays/Software

NIM rocks, Sonntag, 21.11.2010, 17:12 (vor 5643 Tagen) @ mausgalaxy99

... wieso kann DOS keine Anschlußzüge anzeigen? Das musst Du mir mal erklären. DOS ist genauso ein OS wie MacOS oder Win7, nur nicht ganz so schön bunt. Aber solche Dinge wie die Anschlußzüge lassen sich mit DOS durchaus bewerkstelligen (die Geschwindigkeiten werden ja auch verteilt) und netzwerkfähig ist DOS alle mal. Den Rest muß mann nur programmieren und da geht das Problem los. Das wird immer teurer, da immer weniger Leute sich mit dieser Materie noch auskennen.

Genau da ist der Haken, die Systeme funktionieren zwar, sind aber nicht erweiterbar da veraltet. Anschlusszüge anzuzeigen dürfte kein Problem sein, das einpflegen der aktuellen Daten aber wohl schon.

PS: Ich hab keine Ahnung ob nun wirklich DOS oder Win3.11 oder WInNT4.0/Win2000 im ICE läuft, würde mich aber mal interessieren. Und lieber DOS als irgend 'nen grafischer SchnickSchack oder glaubst Du, dass die Atomkraftwerke mit Windows 7 oder MacOS X gesteuert werden?

Wenn du schon Atomkraftwerke ansprichst, um mir noch eins reinzudrücken, da muss ich zurückschießen: EON Kernkraft wird bei der nächsten Revision von Isar 2 auf Windows 7 umstellen... kaum zu glauben, wo Windows 7 doch sowieso nur bunter Schnickschnack ohne Mehrwert ist!

Displays/Software

mausgalaxy99, Sonntag, 21.11.2010, 21:40 (vor 5643 Tagen) @ NIM rocks
bearbeitet von mausgalaxy99, Sonntag, 21.11.2010, 21:42

... [Windows 7] im EmbeddedSystem stabiler SchnickSchnack. ;) Aber ich will hier keinen Streit der Systeme. Über den Import von Daten bei DOS kann ich hier nichts sagen, da ich die Gegenbenheiten der DB AG nicht kenne bzw. auch nicht kennen darf. ;) Nur DOS netzwerkfähig zu machen ist trotzdem kein Problem. ;)

Displays/Software

ICE 79, Sonntag, 21.11.2010, 13:11 (vor 5643 Tagen) @ NIM rocks

ohne es nun zu wissen, aber ich gehe eher von Windows NT 4.0 aus als von Windows 95.

Displays/Software

Martin, Sonntag, 21.11.2010, 13:22 (vor 5643 Tagen) @ ICE 79

ohne es nun zu wissen, aber ich gehe eher von Windows NT 4.0 aus als von Windows 95.

Da irrst du! ;-) Ich kenne keine Rechner auf dem ICE die mit Windows NT arbeiten.
Gesehen wurden bisher:
-Windows 3.11
-Windows 95
-Windows XP embedded (neuere EBuLa-Bordgeräte)

Displays/Software

ICE 79, Sonntag, 21.11.2010, 13:25 (vor 5643 Tagen) @ Martin

interessant. Ichfrage mich nur wie man ein Windows 95 System zertifiziert bekommt... Wahrscheinlich nur mit Boot-ROM-Technologie sodass das System bei jedem Hochfahren wieder "frisch" ist. Alle Daten werden dann wohl über ein "Netzwerk" nachgeladen.

Displays/Software

Martin, Montag, 22.11.2010, 01:50 (vor 5643 Tagen) @ ICE 79

Da diese Rechner keine sicherheitsrelevanten Aufgaben übernehmen, dürfte das ganze weniger ein Problem sein. Die Fahrzeugsteuerung selbst und auch die Zugbeeinflussung arbeitet mit ganz anderen Spezial-Rechnern und Herstellerspezifischer Software

Displays/Software

AX-330, Dienstag, 13.03.2012, 22:40 (vor 5165 Tagen) @ NIM rocks

Einerseits ist es für mich erschreckend, wie veraltet die Software ist (eine 189er beispielsweise läuft mit Windows 95!)

Bist du jemals in deinem Leben eine 189er gefahren?

Offenbar nicht.

Hast du jemals in deinem Leben eine 189er aufgerüstet?

Offenbar nicht.

Displays/Software

fabs, Braunschweig, Dienstag, 13.03.2012, 22:57 (vor 5165 Tagen) @ AX-330

Einerseits ist es für mich erschreckend, wie veraltet die Software ist (eine 189er beispielsweise läuft mit Windows 95!)


Bist du jemals in deinem Leben eine 189er gefahren?

Offenbar nicht.

Hast du jemals in deinem Leben eine 189er aufgerüstet?

Offenbar nicht.

Moin!
Du gräbst eine fast 1,5 Jahre alte Beitragskette wieder aus??

Zu Nimrocks kann ich nichts sagen. Aber ich bin schon öfter ES64F4 gefahren - und habe sie auch aufgerüstet.
Fazit: Windows NT oder Windows 95 scheinbar(!) recht willkürlich - je nach Baujahr und Eigentümer unterschiedlich.
Und nein! Eine DB 189er habe ich bisher weder gefahren, noch aufgerüstet. Wenn die mit OS X laufen, würde mich das allerdings sehr wundern...

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Das klingt jetzt für mich wie bei 'nem getroffenen Hund...

liebe70, Samstag, 20.11.2010, 18:57 (vor 5644 Tagen) @ josuav

Das Problem liegt aber auch beim Personal im Zug. Mir braucht niemand zu erzählen, dass es immer die "Schnösel" in den Führungsetagen verbocken würden und alle Zugbegleiter perfekt sind. Dir schlimmsten Böcke schießen nämlich oft einzelne Zugbegleiter.

...oder frei nach Schneewittchen: "Frau Königin, Ihr seid die Schönste im ganzen, Land aaaaber Schneewittchen..."

Übersetzt: Jaaa, es gibt schon "Schnösel" (Zitat!) in der Führungsetage, aaaaber einige Zub sind noch viiieeeellll schlimmer. Die sind noch böser als die Anzugträger.

Wieso fällt es nicht mir auf, daß es die meisten Probleme im Zug bei denen gibt, die als BWL-Quereinsteiger zur DB kamen? Warum decken sich meine Erfahrungen mit den Berichten meiner Kollegen? Bei denjenigen die bei Bundes- und Reichsbahn und auch später bei der DB AG lernten und nach dem Studium wieder zurückkamen, gibt es weitaus weniger Probleme als bei den Quereinsteigern. Keinem Eisenbahner wäre es eingefallen, in einem gesperrten Zug eine BC First zu zücken, um so seine Fahrkarte zu kaufen!

In der von mir erwähnten Fibel (sie heißt "unser Auftritt im Kundenkontakt") steht u.a. dieses:

"In stark besetzten Zügen stellen wir - ohne gesonderte Aufforderung durch das Zugteam - unseren Sitzplatz gern zur Verfügung."

Wer ist bisher unaufgefordert aufgestanden? Richtig! Niemand, kein Einziger! Nach Einzelaufforderung durch das Zub waren es dann schon ein paar mehr. Und wer mußte von denen noch diskutieren? Die Antwort erübrigt sich wohl... :-(

Weiter steht drin: "...indem wir besonders gute Leistungen im Service durch ein kurzes Feedback sofort würdigen." Gelobt hat mich bisher nur einer - Robert Etmans.

Alle anderen machten lediglich sofort einen Aufstand, wenn sie ihre Zeitung nicht bekamen, die zwar von mir nachgeordert, aber nicht geliefert wurde. Einem Kollegen wurde die Hölle heiß gemacht, weil in einem brechendvollen ICE sein Team nur 1:1 (also nur er und ein normaler Betreuer) unterwegs war und es noch niemand geschaffte hatte, die Zeitung auszuteilen oder mal die APS-Abfrage zu machen. Die Kollegen waren nämlich noch mit der Fahrkartenkontrolle beschäftigt. Kann der DB-Bonze nicht mal selbst ersatzweise in die Bresche springen und die Zeitungen austeilen? Nein, er ist ja BWLer und sich zu fein.

Daß ein Teil der DB-Anzugträger ihren Platz verlassen und es dort aussieht als ob sonstwer gehaust hätte, das erwähnt man als Zub schon gar nicht mehr. Ist bei vielen DB-"Führungskräften" schon Standard. :-(

Schlußendlich steht in der Fibel noch, daß man als DB-Führungskraft seinen DB-Sticker öffentlich zu tragen hat. Geh mal durch die erste Klasse und zähle die Damen und Herren mit ihren Stickern! Ich komm dann hinterher und sag Dir wieviel wirklich bei der DB als Führungskraft arbeiten.

Von den "Anzugträgern" ist mir bis auf Robert Etmans nur einer in angenehmer Erinnerung geblieben: Der Leiter Strategie Transport und Logistik bei der DB ML AG, sonst niemand (die Chefs aus dem Berliner Regionalbereich mal ausgenommen).

Das klingt jetzt für mich wie bei 'nem getroffenen Hund...

ICE615, Samstag, 20.11.2010, 20:07 (vor 5644 Tagen) @ liebe70

Das Problem liegt aber auch beim Personal im Zug. Mir braucht niemand zu erzählen, dass es immer die "Schnösel" in den Führungsetagen verbocken würden und alle Zugbegleiter perfekt sind. Dir schlimmsten Böcke schießen nämlich oft einzelne Zugbegleiter.


...oder frei nach Schneewittchen: "Frau Königin, Ihr seid die Schönste im ganzen, Land aaaaber Schneewittchen..."

Übersetzt: Jaaa, es gibt schon "Schnösel" (Zitat!) in der Führungsetage, aaaaber einige Zub sind noch viiieeeellll schlimmer. Die sind noch böser als die Schnösel.

Wieso fällt es nicht mir auf, daß es die meisten Probleme im Zug bei denen gibt, die als BWL-Quereinsteiger zur DB kamen? Warum decken sich meine Erfahrungen mit den Berichten meiner Kollegen? Bei denjenigen die bei Bundes- und Reichsbahn und auch später bei der DB AG lernten und nach dem Studium wieder zurückkamen, gibt es weitaus weniger Probleme als bei den Quereinsteigern. Keinem Eisenbahner wäre es eingefallen, in einem gesperrten Zug eine BC First zu zücken, um so seine Fahrkarte zu kaufen!

Gut, dass du den Leuten auf Anhieb ansiehst, wer Quereinstieger ist und wer Eisenbahner. Ganz nebenbei lebt die Bahn von neuen Impulsen, die nur von Quereinsteigern gebracht werden können.


In der von mir erwähnten Fibel (sie heißt "unser Auftritt im Kundenkontakt") steht u.a. dieses:

"In stark besetzten Zügen stellen wir - ohne gesonderte Aufforderung durch das Zugteam - unseren Sitzplatz gern zur Verfügung."

Wer ist bisher unaufgefordert aufgestanden? Richtig! Niemand, kein Einziger! Nach Einzelaufforderung durch das Zub waren es dann schon ein paar mehr. Und wer mußte von denen noch diskutieren? Die Antwort erübrigt sich wohl... :-(

Weiter steht drin: "...indem wir besonders gute Leistungen im Service durch ein kurzes Feedback sofort würdigen." Gelobt hat mich bisher nur einer - Robert Etmans.

Das Lob ist in Deutschland halt nicht weit verbreitet, aber mal ganz ehrlich, ich würde auch niemanden loben, der mich vorher von meinem Sitzplatz verscheucht hat. Da ist die Laune im Keller.


Alle anderen machten lediglich sofort einen Aufstand, wenn sie ihre Zeitung nicht bekamen, die zwar von mir nachgeordert, aber nicht geliefert wurde. Einem Kollegen wurde die Hölle heiß gemacht, weil in einem brechendvollen ICE sein Team nur 1:1 (also nur er und ein normaler Betreuer) unterwegs war und es noch niemand geschaffte hatte, die Zeitung auszuteilen oder mal die APS-Abfrage zu machen. Die Kollegen waren nämlich noch mit der Fahrkartenkontrolle beschäftigt. Kann der DB-Bonze nicht mal selbst ersatzweise in die Bresche springen und die Zeitungen austeilen? Nein, er ist ja BWLer und sich zu fein.

Wenn mit Zeitungen und APS geworben wird will ich die auch bekommen, schließlich zahle ich auch über 60% mehr als der 2. Klasse Kunde.


Daß ein Teil der DB-Anzugträger ihren Platz verlassen und es dort aussieht als ob sonstwer gehaust hätte, das erwähnt man als Zub schon gar nicht mehr. Ist bei vielen DB-"Führungskräften" schon Standard. :-(

Schlußendlich steht in der Fibel noch, daß man als DB-Führungskraft seinen DB-Sticker öffentlich zu tragen hat. Geh mal durch die erste Klasse und zähle die Damen und Herren mit ihren Stickern! Ich komm dann hinterher und sag Dir wieviel wirklich bei der DB als Führungskraft arbeiten.

Da hätte ich auch keine Lust drauf, weil dann zig Leute ankommen und nach Anschlusszügen fragen, von denen man selbst nicht weiß, ob diese erreicht werden.


Von den "Anzugträgern" ist mir bis auf Robert Etmans nur einer in angenehmer Erinnerung geblieben: Der Leiter Strategie Transport und Logistik bei der DB ML AG, sonst niemand (die Chefs aus dem Berliner Regionalbereich mal ausgenommen).

Das klingt jetzt für mich wie bei 'nem getroffenen Hund...

Ozzwald, Samstag, 20.11.2010, 21:37 (vor 5644 Tagen) @ ICE615


Wenn mit Zeitungen und APS geworben wird will ich die auch bekommen, schließlich zahle ich auch über 60% mehr als der 2. Klasse Kunde.

Es ist etwas anderes, wenn ein "normaler" 1. Klasse Reisende einen " Aufstand " macht, oder ein Mitarbeiter. Egal ob "der kleine Mann" oder die "große Führungskraft".
Meiner Meinung nach, sollte man als Mitarbeiter den "Ball flachhalten".
Einer Führungskraft die nicht bei DB Fernverkehr beschäftigt ist, steht es z.B. ja auch nicht zu, den Mitarbeiter über seine "Pflichten" zu belehren oder zu Maßregeln.
Da gebe es andere Wege.
Aber im Zug "den großen" Max machen, sollte keiner.

Das klingt jetzt für mich wie bei 'nem getroffenen Hund...

liebe70, Samstag, 20.11.2010, 23:10 (vor 5644 Tagen) @ ICE615

Wieso fällt es nicht mir auf, daß es die meisten Probleme im Zug bei denen gibt, die als BWL-Quereinsteiger zur DB kamen? Warum decken sich meine Erfahrungen mit den Berichten meiner Kollegen? Bei denjenigen die bei Bundes- und Reichsbahn und auch später bei der DB AG lernten und nach dem Studium wieder zurückkamen, gibt es weitaus weniger Probleme als bei den Quereinsteigern. Keinem Eisenbahner wäre es eingefallen, in einem gesperrten Zug eine BC First zu zücken, um so seine Fahrkarte zu kaufen!

Gut, dass du den Leuten auf Anhieb ansiehst, wer Quereinstieger ist und wer Eisenbahner.

Als einer vom Fußvolk im unmittelbaren Kundenkontakt entwickelt man ein Gespür dafür. Schon mal ICE-Sprinter frühmorgens von Berlin nach Frankfurt gefahren? Guck mal, wer da sich die meisten Zeitungen krallt. Oder fahr den Spätsprinter zurück von Frankfurt. Sobald es keine Freigetränke mehr gibt, sind die DB-Führungskräfte "urplötzlich" gesättigt - um sich dann in nicht wenigen Fällen ihr Bier selbst aus dem Restaurant zu holen. Man müßte sonst ggf. noch ein Trinkegeld dem APS-machenden Zub geben. Komisch nur, daß die anderen 1.Klasse-Reisenden das nicht stört.

Ganz nebenbei lebt die Bahn von neuen Impulsen, die nur von Quereinsteigern gebracht werden können.

Klar doch, die neuen Impulse habe ich live miterleben müssen. Für PEP mit diesem Plan&Spar 10/25/40-Reinfall und der Abschaffung der BC50 waren Anna Brunotte und Dr.Christoph Franz zuständig, beides ex-LH-Leute. Quereinsteiger also.

Einige unserer Gruppenleiter sind auch Quereinsteiger, da sehe auch auch live was los ist. Und wenn ich so sehe, woher unsere Exzellenzmanager kommen... Die haben auch sehr rasch vergessen, woher sie kamen bzw. was sie zwischenzeitlich machten. Solche Leute wollen mir erzählen was Service ist? Das weiß ich selbst, ich erlebe aber regelmäßig Aufstände ohne Gleichen. Einmal kam ein Reisender der sehr viel Pech mit der DB hatte, der war ziemlich geschafft und erbat sich ein Bier auf Kosten der DB. Hat er von mir problemlos bekommen. Als ich das nebenbei mal erwähnte: Was meinst Du wie groß der Aufstand plötzlich wurde. Ein Bier, um Himmels Willen, nun stirbt die Firma wegen Zweimarkfuffzich. Wenn demnächst das Konzernergebnis um die paar Kröten verfehlt wird, dann weißt Du ja wer Schuld hat - ich!

In der von mir erwähnten Fibel (sie heißt "unser Auftritt im Kundenkontakt") steht u.a. dieses:

"In stark besetzten Zügen stellen wir - ohne gesonderte Aufforderung durch das Zugteam - unseren Sitzplatz gern zur Verfügung."

Wer ist bisher unaufgefordert aufgestanden? Richtig! Niemand, kein Einziger! Nach Einzelaufforderung durch das Zub waren es dann schon ein paar mehr. Und wer mußte von denen noch diskutieren? Die Antwort erübrigt sich wohl... :-(

Weiter steht drin: "...indem wir besonders gute Leistungen im Service durch ein kurzes Feedback sofort würdigen." Gelobt hat mich bisher nur einer - Robert Etmans.

Das Lob ist in Deutschland halt nicht weit verbreitet, aber mal ganz ehrlich, ich würde auch niemanden loben, der mich vorher von meinem Sitzplatz verscheucht hat. Da ist die Laune im Keller.

Als DB-Führungskraft bekommst Du beim Erhalt Deiner persönlichen NetzCard M auch ein Merkblatt mit den Verhaltensregeln. Auch dort steht drauf, daß sie die Plätze unaufgefordert der zahlenden Kundschaft zu Verfügung zu stellen haben. Wenn eine Führungskraft also ein Problem mit den Konzernvorgaben hat, muß sie demzufolge niemand vom Fußvolk loben? Seltsame Logik, die ich nicht verstehen muß. Naja, bin ja auch keine Führungskraft in dem Sinne.

Alle anderen machten lediglich sofort einen Aufstand, wenn sie ihre Zeitung nicht bekamen, die zwar von mir nachgeordert, aber nicht geliefert wurde. Einem Kollegen wurde die Hölle heiß gemacht, weil in einem brechendvollen ICE sein Team nur 1:1 (also nur er und ein normaler Betreuer) unterwegs war und es noch niemand geschaffte hatte, die Zeitung auszuteilen oder mal die APS-Abfrage zu machen. Die Kollegen waren nämlich noch mit der Fahrkartenkontrolle beschäftigt. Kann der DB-Anzugträger nicht mal selbst ersatzweise in die Bresche springen und die Zeitungen austeilen? Nein, er ist ja BWLer und sich zu fein.

Wenn mit Zeitungen und APS geworben wird will ich die auch bekommen, schließlich zahle ich auch über 60% mehr als der 2. Klasse Kunde.

Es ist lediglich das 1,6-fache des 2.Klasse-Preises, also nichts von wegen "über 60% mehr". Wollen wir doch mal die Kirche im Dorf lassen. Außerdem ist es immer noch ein Unterschied, ob man von der eignen Firma ist oder einen Haufen Geld dafür blechen muß. Weißt Du, wieviel ein 1.Klasse-Reisender für den Sprintzeraufpreis in der 1.Klasse bezahlen muß? 16,50 Euro. Und wieviel bezahlt die DB-Führungskraft? Ich glaube, das willst Du lieber nicht wissen, denn dann würden Dir die Tränen kommen. Nicht vor Mitleid, eher anders.

Daß ein Großteil der DB-Anzugträger ihren Platz verlassen und es dort aussieht als ob sonstwer gehaust hätte, das erwähnt man als Zub schon gar nicht mehr. Ist bei vielen DB-"Führungskräften" schon Standard. :-(

Schlußendlich steht in der Fibel noch, daß man als DB-Führungskraft seinen DB-Sticker öffentlich zu tragen hat. Geh mal durch die erste Klasse und zähle die Damen und Herren mit ihren Stickern! Ich komm dann hinterher und sag Dir wieviel wirklich bei der DB als Führungskraft arbeiten.

Da hätte ich auch keine Lust drauf, weil dann zig Leute ankommen und nach Anschlusszügen fragen, von denen man selbst nicht weiß, ob diese erreicht werden.

Ach, und der vom Fußvolk hat Lust darauf zu haben? Daß die Führungskraft den Sticker zu tragen hat, ist eine Vorgabe vom Konzern! Ich habe schließlich auch die UBK zu tragen und kann mich nicht verstecken. Hier sieht man es ganz deutlich, daß offenbar mit zweierlei Maß gemessen wird. Und Du als Reisender findest das noch toll... :-(

Naja, kann Dir auch egal sein. Hast recht. Bringt auch nichts, daß ich versuche, Verständnis bei Dir zu wecken. Ich bin ja nur ein blöder Zub...

Das klingt jetzt für mich wie bei 'nem getroffenen Hund...

Burkhard, Sonntag, 21.11.2010, 15:40 (vor 5643 Tagen) @ liebe70

Wenn mit Zeitungen und APS geworben wird will ich die auch bekommen, schließlich zahle ich auch über 60% mehr als der 2. Klasse Kunde.


Es ist lediglich das 1,6-fache des 2.Klasse-Preises, also nichts von wegen "über 60% mehr".

Ich zahle über 60 % mehr. 60 % beim täglichen Fahrkartenkauf, aber rund 100 % bei der Anschaffung der BahnCard. Ändert an den hier gemachten Aussagen aber nichts :)

ssssssänkk ju for trewelling wisss doitsche baaan

Matthias, Samstag, 20.11.2010, 17:48 (vor 5644 Tagen) @ Andi L.

- kein Text -

Interessanter Artikel in der Welt....

ims, Sonntag, 21.11.2010, 15:31 (vor 5643 Tagen) @ Andi L.

Gibt es keine größeren Probleme als die englischen Durchsagen? Ich kann gut damit leben, es ist wenigstens ein Versuch, einen Service zu bieten.
Eher stören mich meine Erlebnisse letzte Woche: Fahrt mit IC von Köln über Kassel nach Erfurt. Im einzigen Wagen 1. Klasse ist die Heizung ausgefallen. Was bitte soll denn das Personal in dem Fall machen? Wenn man ohne Reserve fährt, kann man maximal einen Becher Kaffee anbieten (Bistro ist ja auch eingespart).
Rückfahrt von Erfurt über Frankfurt Flughafen nach Köln. Kurz vor Einfahrt des ICE kommt die Durchsage, dass der Zug mit fünf statt sieben Teilen verkehrt. Meine Reservierung erweist sich als Fehlinvestition. Es war aber ausreichend Platz. Kurz nach dem Blick auf das neueste Meisterwerk deutscher Tunnelbaukunst kommt kurz hinter Schlüchtern die Durchsage, dass der Zug wegen fehlender Motorleistung nicht in Frankfurt Flughafenbahnhof enden wird, sondern im Regionalbahnhof. Gut, dass ich nicht viel Gepäck hatte. Auf dem Bahnsteig versuche ich, auf dem Wagenstandsanzeiger meinen Wagen Richtung Köln zu finden. Sowohl auf dem Fahrplan als auch auf dem Anzeiger steht der Zug mit anderen Zeiten, lediglich ein kleiner Zettel weist auf die Änderung hin. Im Zug stehen im Reisebegleiter auch die falschen Zeiten.
Ich bin nicht unzufrieden, weil ich pünktlich an mein Ziel gekommen bin. Aber Qualität sieht anders aus. Die Ausrede, dass Mehdorn Schuld ist, zählt allmählich auch nicht mehr.

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