Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby (Allgemeines Forum)
icefan2010, Donnerstag, 04.11.2010, 10:07 (vor 5641 Tagen)
Hey Leute,
mir ist heute ein Beitrag aufgefallen, der einen Präsentationsfilm für den Tunnel zw. Puttgarden und Roedby zeigt.
Der Tunnel scheint nun die wahrscheinlichere Lösung zu werden. Allerdings wird der Termin 2018 nicht mehr zu halten sein. Jetzt ist von 2020 die Rede.
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=64911&PHPSESSID=a2a947b03915d7231d6d...
Da kann ich wirklich...
ExpressFreak, Donnerstag, 04.11.2010, 12:10 (vor 5641 Tagen) @ icefan2010
...einfach nur noch lachen!
Die Deutschen bringen es nicht fertig innerhalb von nun gut 30 Jahren die Rheintalbahn vierspurig auszubauen, geschweige denn andere Langzeitprojekte und demonstrieren gegen jede noch so kleine Straßenbrücke, aber wollen einen Tunnel unter dem Fehmarnbelt bauen.
Fertigstellungstermin: Nicht vor 2030, würde ich mal schätzen.
Bauen tun die Dänen
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 04.11.2010, 12:16 (vor 5641 Tagen) @ ExpressFreak
Bauen tun die Dänen. Von daher halte ich 2020 für nicht unwahrscheinlich. Ansonsten siehe meinen anderen Beitrag.
Fehmarnverbindung
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 04.11.2010, 12:10 (vor 5641 Tagen) @ icefan2010
Ergänzend die Seite des Projekts: femern.de. Das verlinkte Video scheint von dieser Seite zu stammen.
Für diejenigen mit nordischen Sprachkenntnissen die Thema-Seite beim dänischen Fachblatt Ingeniøren.
Meine Meinung zur Fehmarnverbindung habe ich schon oft genug geschrieben: Man kann froh sein, wenn bei der Eröffnung der Fahrdraht über der Kreis Oldenburger Eisenbahn hängt. Wir hier in Deutschland begreifen nicht, wie wichtig Skandinavien dieses Projekt ist.
Viele Grüße, Sören
--
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Die Wichtigkeit des Brückenschlags
Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 12:45 (vor 5641 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 12:46
Wir hier in Deutschland begreifen nicht, wie wichtig Skandinavien dieses Projekt ist.
Wer ist wir?
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bundes- und Landesverkehrsplanung das durchaus verstanden hat. Aber wenn man selber einen anderen Zielekatalog und wenig Geld hat, wird man eben auch nicht Feuer und Flamme für ein solches Projekt am Rande des Landes sein und außerdem kann man ja spieltheoretisch darauf spekulieren, dass diese Wichtigkeit einem selber nur Vorteile bringen kann. Ist es nicht die Schweiz, die die Elektrifizierung Lindau-München (vor-?)finanziert? Da kann man also die Dänen schön hinhalten...
Wobei letztlich eben beachtet werden muss, das Deutschland ein großes Land mit vielen Nachbarn ist, und daher automatisch viel mehr divergierende Interessen im Spiel sind. Das sollten die Dänen begreifen, um nicht zu von "den Deutschen" enttäuscht zu sein.
Mal ganz abgesehen davon, dass zB Bayern, Baden-Württemberger oder NRWler eben auch nicht in dem Maße eine Neigung entwickelt haben, große Brückenprojekte als Symbole des Fortschritts zu werten, wie die Bewohner des Inselstaates Dänemark. Auch diesen "kulturellen" Unterschied sollten die Dänen beachten, um nicht... (siehen oben)
Tunnelblick
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 04.11.2010, 13:37 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Wir hier in Deutschland begreifen nicht, wie wichtig Skandinavien dieses Projekt ist.
Wer ist wir?
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bundes- und Landesverkehrsplanung das durchaus verstanden hat.
Mit "wir" meinte ich eigentlich genau jene Gruppe, aber daneben auch die Teile der Allgemeinheit, die das Projekt nicht für sinnvoll halten.
Aber wenn man selber einen anderen Zielekatalog und wenig Geld hat, wird man eben auch nicht Feuer und Flamme für ein solches Projekt am Rande des Landes sein und außerdem kann man ja spieltheoretisch darauf spekulieren, dass diese Wichtigkeit einem selber nur Vorteile bringen kann. Ist es nicht die Schweiz, die die Elektrifizierung Lindau-München (vor-?)finanziert? Da kann man also die Dänen schön hinhalten...
Wieso hinhalten? Da sagt der Peter zum HC: "Du HC, wir haben gerade kein Geld für die Strippe. Könnt ihr da nicht vorfinanzieren? Sonst geht das nicht mit den Zügen."
Ich muß zugeben, daß ich wohl zu sehr eine nordische Sichtweise auf das Projekt habe, einen Tunnelblick sozusagen. Von daher danke ich Dir, daß Du mich ans Licht geführt hast (aber nicht dahinter ;-).
/Sören
Tunnelblick
Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 15:25 (vor 5641 Tagen) @ Sören Heise
Mit "wir" meinte ich eigentlich genau jene Gruppe, aber daneben auch die Teile der Allgemeinheit, die das Projekt nicht für sinnvoll halten.
Okay. Trotzdem habe ich auf der Appellebene noch nicht verstanden, was du sagen wolltest ;)
Meinst du, dass die interessierte Öffentlichkeit, die eine ablehnende Haltung gegenüber der festen Querung hat sie ändern soll, weil die Querung für die Dänen wichtig ist?
Und meintest du "wichtig für Skandinavien" jetzt auf quantifizierbarer Ebene (BIP, verkehrliche Vorteile) oder auf der Werteebene?
Wieso hinhalten? Da sagt der Peter zum HC: "Du HC, wir haben gerade kein Geld für die Strippe. Könnt ihr da nicht vorfinanzieren? Sonst geht das nicht mit den Zügen."
Eben. Hinhalten, damit die Dänen noch stärker in die Finanzierung einspringen. Aber immer so, dass sie gerade eben nicht abspringen. Strategisch wirlich nicht dumm ;)
Ich muß zugeben, daß ich wohl zu sehr eine nordische Sichtweise auf das Projekt habe, einen Tunnelblick sozusagen. Von daher danke ich Dir, daß Du mich ans Licht geführt hast (aber nicht dahinter ;-).
;)
Gerne...
PS: Ich befürworte das Projekt übrigens, das ist aber eher eine Herz- als eine Kopfposition ;)
Aus Tunnelblick wird Bauchgefühl
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 04.11.2010, 15:52 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Meinst du, dass die interessierte Öffentlichkeit, die eine ablehnende Haltung gegenüber der festen Querung hat sie ändern soll, weil die Querung für die Dänen wichtig ist?
Wenn jemand eine Meinung hat, die von meiner abweicht, dann kann man mit ihm diskutieren. Also nicht, wie Du schreibst, sondern: Man sollte dieser interessierten Öffentlichkeit versuchen beizubringen, wie wichtig die Querung für den Norden ist und versuchen, die Meinung dieser interessierten Öffentlichkeit so zu beeinflussen, daß sie das Projekt positiv sehen.
Auch sollte Deutschland hier mehr Energie hineinstecken als denken, daß das ein Projekt am Rande des Landes ist.
Und meintest du "wichtig für Skandinavien" jetzt auf quantifizierbarer Ebene (BIP, verkehrliche Vorteile) oder auf der Werteebene?
Prognosen sind ja dann besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen, daher meine ich mein Bauchgefühl, wenn ich Werteebene so übersetzen darf.
PS: Ich befürworte das Projekt übrigens, das ist aber eher eine Herz- als eine Kopfposition ;)
Da bin ich mit Dir vollkommen übereins.
Viele Grüße, Sören
Aus Tunnelblick wird Bauchgefühl
Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 16:54 (vor 5641 Tagen) @ Sören Heise
Wenn jemand eine Meinung hat, die von meiner abweicht, dann kann man mit ihm diskutieren. Also nicht, wie Du schreibst, sondern: Man sollte dieser interessierten Öffentlichkeit versuchen beizubringen, wie wichtig die Querung für den Norden ist und versuchen, die Meinung dieser interessierten Öffentlichkeit so zu beeinflussen, daß sie das Projekt positiv sehen.
Sicher ist das von mir oben beschriebene strategische Handeln "unhöflich", aber letztlich sehe ich auch im Hinblick auf die Diskussion über S21 nicht, wie man dieses Projekt rechtfertigen kann. Daher kann ich die abwiegelne deutsche Haltung ganz gut nachvollziehen. Die Dänen müssen eben damit leben, dass Deutschland andere Prioritäten hat. Und wenn die Skandinavier sich wichtige Impulse von diesem Projekt versprechen, müssen sie eben selbst Geld in die Hand nehmen. Ich glaube nicht, dass der Norden Entwicklungshilfe nötig hat :P
Letztlich geht es ja auch nicht darum, dass "wir" (ich sowieso schon mal nicht) die Skandinavier nicht mögen, sondern die Kosten-Nutzen-Relation anders bewerten. Und das finde ich legitim.
Prognosen sind ja dann besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen, daher meine ich mein Bauchgefühl, wenn ich Werteebene so übersetzen darf.
Ich meinte ja eher die Skandinavier allgemein und nicht dich, aber ich glaube ich habe dich schon verstanden ;)
Trotzdem gibt es natürlich Leute, die glauben, dass man sowas berechnen kann. Weils gerade passt (dort: Brennerbasis*tunnel*), dies hier: besonders interessant Figur 5.25, Seite 39.
PS: Ich befürworte das Projekt übrigens, das ist aber eher eine Herz- als eine Kopfposition ;)
Da bin ich mit Dir vollkommen übereins.
Dann fehlen mir nur noch Direktzüge nach Stockholm von D aus ;)
Bauchgefühl bleibt (Fehmarn)
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 04.11.2010, 17:13 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 04.11.2010, 17:13
Mit anderen Worten: Du meinst also, aus deutscher Sicht ist die feste Fehmarnbeltquerung unwichtig. Das mag so sein, aber ich denke, man sollte hier die nationale Perspektive verlassen und in größeren Räumen denken. Mit Stuttgart 21 möchte ich das jetzt lieber nicht verknüpfen. Auch wenn ich dazu eine Meinung habe, so ist mir das Projekt doch ziemlich egal.
Ich meinte ja eher die Skandinavier allgemein und nicht dich, aber ich glaube ich habe dich schon verstanden ;)
Irgendwie neige ich heute zu Mistverständnissen. ;-(
Es bleibt aber beim Bauchgefühl. Die Beschleunigung des Verkehrs ist allerdings eine Tatsache, die wegfallende Pause bei der Fährüberfahrt allerdings auch.
Trotzdem gibt es natürlich Leute, die glauben, dass man sowas berechnen kann. Weils gerade passt (dort: Brennerbasis*tunnel*), dies hier: besonders interessant Figur 5.25, Seite 39.
Interessant. Ist zwar auf Ausländisch, aber das Bild klappt schon. ;-) Für den Großteil Europas bringt der Brennerbasistunnel demnach keinen Nutzen, das verwundert mich jetzt wenig. Für die Fehmarnverbindung säre es wohl ähnlich aus.
Dann fehlen mir nur noch Direktzüge nach Stockholm von D aus ;)
Mit ICE wird dann sicher öfter mal ein Tz-Tausch in Lensahn oder Großenbrode fällig. *g*
Viele Grüße, Sören
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Bauchgefühl bleibt (Fehmarn)
Benjamin.Keller, Sonntag, 07.11.2010, 11:57 (vor 5638 Tagen) @ Sören Heise
Mit anderen Worten: Du meinst also, aus deutscher Sicht ist die feste Fehmarnbeltquerung unwichtig.
Ne, ich meinte eigentlich eher, dass sich das ganze Projekt überhaupt nicht wirtschaftlich darstellen lässt, aber ich habe mich da bislang auch eher nur sehr oberflächlich drüber informiert.
Und auch wenn ich das Gefühl habe, dass die Bewertungsverfahren für die Wirtschaftlichkeit von Verkehrsprojekten nicht unbedingt so toll sind, halte ich es für sehr wichtig, nach dem Nutzen einer solchen Investition zu fragen...
(Und das sage ich nicht nur als temporärer Ruhrgebietler, der gerne schnelle REs aufs konfliktfreien Trassen hätte^^)
Andererseits macht natürlich jede Verbesserung die Strecke schlagkräftiger gegen Flugverkehr (und Auto), und ich glaube, es würde Hamburg schon gut tun, besser mit dem Norden vernetzt zu sein...
Bauchgefühl bleibt (Fehmarn)
JW, Sonntag, 07.11.2010, 13:15 (vor 5638 Tagen) @ Benjamin.Keller
Hallo,
Andererseits macht natürlich jede Verbesserung die Strecke schlagkräftiger gegen Flugverkehr (und Auto), und ich glaube, es würde Hamburg schon gut tun, besser mit dem Norden vernetzt zu sein...
gegen den Flugverkehr wird die Bahn dadurch sicher schlagkräftiger. Gegen die Straße wird das Gegenteil der Fall sein, da beide Verkehrsträger etwa im gleichen Maße von der Querung selbst profitieren, die Hinterlandanbindung für den Straßenverkehr aber besser wird als die für den Schienenverkehr.
Gruß Jörg
Die Wichtigkeit des Brückenschlags
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 04.11.2010, 15:32 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Wir hier in Deutschland begreifen nicht, wie wichtig Skandinavien dieses Projekt ist.
Wobei letztlich eben beachtet werden muss, das Deutschland ein großes Land mit vielen Nachbarn ist,...
Vor allem mit vielen kleinen Nachbarn.
Für uns war und ist die Betuweroute auch sehr wichtig.
Nur schade, dass man die Strecke nicht voll auslasten kann, weil einige Ausbauten an deutscher Seite fehlen.
Aber: was für uns wichtig ist, ist aus deutscher Sicht in der Tat winzig.
Auf Oberhausen-Emmerich fahren gerade 6 ICE und 2 CNL Zugpaare pro Tag.
Und die Cargomenge im Rheintal (K-MZ) ist umsoviel größer.
Zudem gibt es noch erheblich viel Binnenschifffahrt.
Dagegen spricht aber, dass für 9 Zugpaare pro Tag eine 250 km/h Rennbahn von Köln nach Düren gebaut wurde...
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Die Wichtigkeit des Brückenschlags
Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 16:40 (vor 5641 Tagen) @ Oscar (NL)
Vor allem mit vielen kleinen Nachbarn.
Ja, das ist sicher eine wichtige Frage, wenn es um Befindlichkeiten geht.
Zusätzlich muss man natürlich bedenken, dass die Skandinavischen Länder und die Niederlande jedenfalls traditionell in hohem Maße konsensorientierte Gesellschaften sind. Und da ist man vielleicht erst recht irritiert, wenn der Nachbar eben andere Prioritäten und andere Wertvorstellungen hat.
Ich glaube, dass die Dänen und Niederländer das auch nicht falsch verstehen dürfen.
Dazu kommen noch zwei weitere Dinge:
- durch ihre Küstenlage haben Dänemark und die NL relativ noch weniger Nachbarländer und Koordinations- und Infrastrukturbedarf als das "eher Binnenland" Deutschland.
- problematisch wird es natürlich auch dann, wenn verkehrspolitisch andere Prioritäten bestehen (Ausgaben für Verkehrsinfrastruktur, Aufteilung auf Verkehrsträger), und dies birgt sicher auch einen Konfliktstoff bei D vs. DK/NL/CH
Die Wichtigkeit des Brückenschlags
Steffen, Donnerstag, 04.11.2010, 23:54 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Wenn Deutschland die Verbindung nach Dänemark weiter ausbaut kommen womöglich mehr Züge nach Deutschland und die Gleise im Hinterland reichen nicht mehr.
Also schön die Züge aus dem Land halten, reduziert die Folgekosten :D
Halbernstgemeint
Steffen
--
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Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
echter HGV, Donnerstag, 04.11.2010, 15:24 (vor 5641 Tagen) @ icefan2010
Sofern ein Tunnel gebaut wird, ist es sicher, dass es ein Eisenbahn- und Straßentunnel wird? Ich bin eigentlich davon aus gegangen, dass die Tunnellösung nur einen Eisenbahntunnel erhalten soll.
Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
Lars(DK), Donnerstag, 04.11.2010, 20:21 (vor 5641 Tagen) @ echter HGV
Guten Abend, liebe Nutzer ;-)
Ein bisschen Hintergrund zum Thema:
1. Das dänische Gesetz zur Anlage der Querung schreibt vor, dass es eine kombinierte Lösung (Strasse/Schiene) sein wird.
Link zum dänischen Gesetzestext hier:
https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=124152
2. Die Querung geniesst in Dänemark nicht ungeteilte Zustimmung. Lolland/Falster/Südseeland erhoffen sich wirtschaftliche Impulse, aber für den Rest des Landes ist die Querung nicht unbedingt relevant. Gerade deshalb wurde auch dieses Jahr weiter stark über eine Kattegatquerung debattiert.
3. Das Argument der wirtschaftlichen Impulse wurde auch beim Bau der Farøbrücken (Ergänzung zur Storstrømsbrücke) benutzt. Dieser Nutzen ist nicht eingetreten, im Gegenteil: durch die verbesserte Verbindung wurde die Einpendelung nach Kopenhagen erhöht.
4. Der zu erwarten Transitverkehr Schweden-Deutschland wird von etlichen mit Sorge betrachtet (dies war ein Hauptargument gegen die Querung).
5. Der Brückenbau hat in Dänemark als Inselstaat natürlich eine lange Geschichte und die epochalen Bauwerke der 30er Jahre (Lillebælt, Storstrømmen, Guldborgsund, Møn usw.) haben sicherlich starke wirtschaftliche Impulse gegeben.
Vg
Lars
Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 20:37 (vor 5641 Tagen) @ Lars(DK)
3. Das Argument der wirtschaftlichen Impulse wurde auch beim Bau der Farøbrücken (Ergänzung zur Storstrømsbrücke) benutzt. Dieser Nutzen ist nicht eingetreten, im Gegenteil: durch die verbesserte Verbindung wurde die Einpendelung nach Kopenhagen erhöht.
Interessant! (nicht, dass es mich überrascht...)
Hast du dazu irgendwie ne Quelle?
Mange Tak!
Ben
Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
Lars(DK), Donnerstag, 04.11.2010, 20:49 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Selv tak;-))
Ja, z.B. hier:
http://www.dst.dk/pukora/epub/Nyt/2006/NR121.pdf
Zwar nur in Dänisch, aber die Karte ist sehr aussagekräftig: gerade Sydseeland/Møn usw. weisen die längsten Pendlerabstände auf.
Das hat damit zu tun, das im Grunde genommen alle interessanten Jobs auf Seeland im Grossraum Kopenhagen aufzufinden sind. Selbst die staatlichen Jobs sind in den südlichen und westlichen Teilen sehr dezimiert worden (Polizeireform, Gerichtsreform, Kommunalreform, Regionalreform, Krankenhausreform usw. usw.).
Typischerweise bedeuten diese Reformen grössere Zentralisierung.
Bg
Lars
Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
Benjamin.Keller, Donnerstag, 04.11.2010, 21:36 (vor 5641 Tagen) @ Lars(DK)
http://www.dst.dk/pukora/epub/Nyt/2006/NR121.pdf
Zwar nur in Dänisch, aber die Karte ist sehr aussagekräftig: gerade Sydseeland/Møn usw. weisen die längsten Pendlerabstände auf.
Schaue ich mir morgen mal an, danke.
Das Dänische sollte mit nem Wörterbuch soweit kein Problem sein...
Das hat damit zu tun, das im Grunde genommen alle interessanten Jobs auf Seeland im Grossraum Kopenhagen aufzufinden sind. Selbst die staatlichen Jobs sind in den südlichen und westlichen Teilen sehr dezimiert worden (Polizeireform, Gerichtsreform, Kommunalreform, Regionalreform, Krankenhausreform usw. usw.).
Klar. Und das ganze unterstützt man dann mit dem Ausbau der Verkehrswege auch noch. Gibt es in Ostdeutschland auch mit der Folge, dass die Dörfer noch mehr veröden, noch mehr Infrastruktur in Mittel-/Oberzentren abwandert und (immerhin) das noch einigermaßen leistungsfähige Nichtschrumpfungspole entstehen.
Aber mit Schrumpfung hat Dänemark, zumindest Seeland, nicht so zu kämpfen, oder?
Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
Lars(DK), Donnerstag, 04.11.2010, 22:13 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Kurz zusammengefasst sagt das statistische Amt, dass die Einpendelung aus Südseeland (und Lolland/Falster) am grössten ist (Rønnede mit 33 km im Schnitt), während Kopenhagen am kürzesten (ergibt sich fast von selbst) und Jütland/Fünen im Mittelfeld liegen. Dunkle Färbung bedeutet weitester Abstand.
Zur Zeit wird viel über das sog. "Udkantsdanmark", d.h. Gebiete am Rande Dänemarks debattiert. Die Bevölkerung schrumpt als ganzes nicht, die Landflucht nimmt aber weiter zu (gerade bei jungen Erwachsenen) und es kristallisieren sich zwei Hauptsiedlungsgebiete heraus: Kopenhagen und die ostjütische Millionenstadt (Århus, Vejle, Horsens, Fredericia, Kolding). Kopenhagens Stellung hat natürlich ganz viel mit dem Absolutismus zu tun (Niedergang der Handelsstädte in der Provinz) und der Zentralisierung von Verwaltung usw. Grob gesagt sind die neuen Industrien in Jütland, die Verwaltung, Finanz usw. in Kopenhagen.
Bahnseitig (dies ist ja ein ICE-Bahnforum ;-)) zeigt sich dies an
1. Der sehr starken Frequenz an schnellen Bahnverbindungen auf DER Hauptrennstrecke Kopenhagen-Odense-Århus-Aalborg (Halbstundentakt IC zwischen Kopenhagen und Fredericia/Middelfart, 1x pro Stunde Blitzzug Kopenhagen-Århus-Aalborg-Frederikshavn und 4 Nonstop Blitzzüge mit IC4 zwischen Århus und Kopenhagen in 2:42 für 329 Km);
Deswegen propbiert es die SJ dort auch mit X2000 von und nach Odense.
2. Halbstundentakt mit schnellen Regionalzügen von Kopenhagen nach Kalundborg und Nykøbing Falster (ICE);
3. Dem dichten S-Bahn-Verkehr in Kopenhagen (5- oder 10-Minuten-Takt am Tag, 20 Minuten am Abend pro Linie);
4. Dem dünnen Verkehr im Westen des Landes mit Stunden- oder Zweistundentakt (z.B. Richtung Padborg und Sønderborg).
Sorry für den langen Text ;-)))
L
Präsentation für Tunnel zw. Puttgarden und Roedby
Lars(DK), Donnerstag, 04.11.2010, 23:29 (vor 5641 Tagen) @ Benjamin.Keller
Hier noch ein Link zur neuesten Statistik:
http://www.dst.dk/pukora/epub/Nyt/2010/NR375_1.pdf
Sie zeigt, dass die Tendenz sich verstärkt hat (Angaben in Prozent beziehen sich auf Pendlerabstand über 50Km)
Eisenbahnbrücke nicht möglich?
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 04.11.2010, 22:51 (vor 5641 Tagen) @ Lars(DK)
Hallo,
wenn ich mir die Großer-Belt-Querung anschaue, so besteht diese wenigstens zur Hälfte aus einer Straßenbrücke mit einem parallelem Eisenbahntunnel, weil die Schwingungsprobleme einer entsprechenden Eisenbahnbrücke mit großer Spannweite nicht gelöst werden konnten - als Einstieg zum Beispiel Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer-Belt-Bahntunnel. Kann es ähnliche Probleme auch bei der Fehmarnbelt-Brücke geben, so dass hier zwangsweise ein Fehmarnbelt-Tunnel entstehen müsste.
Sind derartige Probleme bereits untersucht bzw. beseitigt worden?
Gruß
Fabian
Eisenbahnbrücke nicht möglich?
Lars(DK), Donnerstag, 04.11.2010, 23:47 (vor 5641 Tagen) @ Fabian318
Hallo Fabian
Das grösste Problem liegt bei einer Brückenlösung in der "falschen" Richtung zur vorherrschenden Windrichtung. Man stelle sich vor: Km 9 (mitten auf der Brücke) bei böeigem Wind, von Sturm ganz zu schweigen??? Schon jetzt ist die Fehmarnsundbrücke im Winter ja häufig für hohe Fahrzeuge und Gespanne gesperrt.
Ab Windstärke 6-7 wird es jedenfalls dort nicht sehr gemütlich sein....
(Fahre selbst Motorrad und merke selbst 4-5 auf dem Grossen Belt ziemlich gut ;-))
Bei der Grossen Belt und Øresundsquerung liegen die Brücken "richtiger", sind aber bei Südwest selbst im Frühjahr oder Spätsommer ausgesetzt. Und dann es gibt es noch Eis (bei der Øresundsverbindung ganz schwierig) mit vereisten und herabfallenden Oberleitungen.
Die Insellösungen bei Grossem Belt und Øresund sind nicht nur der Schwingung wegen gewählt worden, sondern auch wegen der Schiffahrtswege (Øresund) und Baukosten (Grosser Belt - die "Flachbrücke", die eigentlich zwei sind, war leichter erstellbar, auch weil die Strömungsverhältnisse im Grossen Belt bei weitem nicht so problematisch sind wie im Kleinen Belt - gerade daher ist ja die Brücke über den Kl Belt damals ein so internationales Ereignis gewesen: es waren weder die Länge oder die Höhe, sondern die Pfeiler. Und dazu noch die Verkehrsrevolution mit den Blitzzügen. Dieses Jahr ist ja Jubiläum: 75 Jahre ;-))
Bg
L
Eisenbahnbrücke nicht möglich?
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 04.11.2010, 23:56 (vor 5641 Tagen) @ Lars(DK)
Hallo,
danke für die Erklärung. Ich muss mir das ganze mal in der Praxis anschauen, den Großen Belt, Kleinen Belt, Öresund und alles drum herum. Bis jetzt habe ich es nämlich außer einem Urlaub als Kind am Limfjord in Skandinavien noch nicht weit gebracht - Außer der Vogelfluglinie, die habe ich besucht: http://www.ice-treff.de/index.php?id=63678
Gruß
Fabian
Eisenbahnbrücke nicht möglich?
Lars(DK), Freitag, 05.11.2010, 00:18 (vor 5641 Tagen) @ Fabian318
Hej,
feine Bilder ;-)) - Vogelfluglinie war ja schon ein guter Anfang!!
DK ist ganz ok als Bahnland: schnelle Verbindungen, ok Züge, CNL über die Brücke ziemlich nett, x2000 nach Schweden schnell und die Kleinbahnen wirklich klein;-))
Eisenbahnmuseum Odense auf jeden Fall interessant.
IC4 allerdings enttäuschend: wirkt eher wie ein Desiro und lärmt mächtig.
Wenn Du Tipps für Touren oder Fahrtenplanung haben möchtest, lass es mich gerne wissen.
Bg
Lars
Eisenbahnbrücke nicht möglich?
Blaschke, Freitag, 05.11.2010, 22:41 (vor 5640 Tagen) @ Lars(DK)
Hallo!
In der Erinnerung habe ich die Sache mit der Beltquerung und den getrennten Wegen für Auto und Bahn neben den von Dir genannten Gründen so:
Für die Bahn wäre die Rampe für die Brückenquerung zu steil gewesen - oder man hätte getrennt von der Pkw-Brücke eine längere Rampe bauen müssen.
Ein Tunnel auch für Autos wäre teurer gewesen als eine Brücke.
So sei man auf die Idee gekommen, Autos und Bahn zu trennen: Autos auf die Brücke. Und die Bahn ab in den Tunnel.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Eisenbahnbrücke nicht möglich?
Lars(DK), Freitag, 05.11.2010, 23:23 (vor 5640 Tagen) @ Blaschke
Pax westfalica an Dich ;-)
Du hast völlig recht: die Hochbrücke wäre insbesondere für Güterzüge viel zu steil gewesen (und ja, wenn Du sie selbst befährst, merkst du die Steigung überaus deutlich).
Selbst der Tunnel hat es in sich, aber die EG schaffen das ja mit den Ganzzügen - und sogar die ME, wenngleich mit sehr viel kürzeren IR-Zügen im Wochenendverstärkerverkehr ;-))
Ach ja, ursprünglich sollte Diesel im Tunnel auch gar nicht vorkommen - aber wie das Leben so spielt...
Bg
L
Du weckst Erinnerungen...
Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 08:50 (vor 5639 Tagen) @ Lars(DK)
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 08:51
Moin!
(und ja, wenn Du sie selbst befährst, merkst du die Steigung überaus deutlich).
Habe das Bauwerk bislang nur von weitem von der Schiene aus gesehen. Hin ging es mit einem innerdänischen IC von Fredericia, zurück ein paar Stunden später mit dem Nachtzug. Schon sehr beeindruckend das Ganze! Und im Nachtzug am offenen Fenster, und dann scheint die Abendsonne genau auf die Brückenpfeiler - das hat schon was...
Habe mir dann auch gleich die Oeresundbrücke mit "angetan". Das war wieder ein typischer Blaschke: Von der Brücke hatte ich natürlich gehört - nicht aber, dass es davor unterirdisch zum Flughafen Kastrup geht und dann erst im Tunnel bis nach Peberholm, bevor endlich die Brücke folgt. Und so fahren wir in Kobenhagen los und es geht quasi erstmal bergab anstatt bergauf. Und ich sitz im Zug im Tunnel und erwarte eine Brücke... Zum Glück hat meine Fragezeichen auf der Stirn niemand gesehen... ;-)
Auf dem Rückweg mußte ich dann ja, weil ich hoffte, recht nah an die Brücke zu kommen, auch unbedingt noch in "Malmö Syd Svaagertorp station" aussteigen, obwohl mich der Zugbegleiter IN PERFEKTEM DEUTSCH (ich war baff!) noch "gewarnt" hatte: Was wollen Sie denn da? Da gibt's doch nun wirklich nichts zu sehen. - Hab' ich dann auch gesehen... ;-). Aber immerhin klingelt mir der Name der Station noch heute in den Ohren - schön melodisch irgendwie.
Die Krönung des Ganzen war aber ein Erlebnis auf der Hinfahrt im dänischen IC. Freudestrahlend stand ich vorm Getränkeautomaten - bis ich merkte, dass das mit meinen Euros nix wird...
Manchmal wäre ein wenig Vorbereitung und weniger Hoppladihopp schon von Vorteil. Andererseits hätte ich jetzt nix zu schreiben und ihr (und ich) nix zu lachen.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Schockierend höchstens, dass das Ganze schon über 4 Jahre her ist (23.08.2006). Und mir kommt es vor wie gestern. Wo bleibt bloß die Zeit...
Malmö Syd
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 06.11.2010, 09:48 (vor 5639 Tagen) @ Blaschke
Moin!
"Malmö Syd Svaagertorp station"
Das Bahnhofsschild hast Du aber wohl nicht gesehen, da steht nämlich garantiert nich Svaagertorp drauf, sondern Svågertorp. ;-) (Die ÖBB-Auskunft spuckt aber diesen seltsamen Namen aus.) Hier gibt es übrigens zwei Bilder der Station.
Nur so nebenbei: Ab 12.12. halten in Malmö Syd keine Züge mehr, die Schweden haben es nicht geschafft, den Citytunnel in Malmö pünktlich fertigzustellen und machen ihn daher ein halbes Jahr eher auf...
Viele Grüße, Sören
--
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Hab' ja 'ne Brille... *g*
Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 11:12 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 11:13
Moin!
"Malmö Syd Svaagertorp station"
Das Bahnhofsschild hast Du aber wohl nicht gesehen, da steht nämlich garantiert nich Svaagertorp drauf, sondern Svågertorp. ;-)
Aber hallo. Das habe ich sehr wohl gesehen. Krieg das aber hier mit den Sonderzeichen nicht geregelt. Also nahm ich das, was die DEUTSCHE Bahnauskunft hergibt.
Ein trostloser Bahnhof: Mitten zwischen der Autobahn. Dazu ein Dach, welches in seinen Ausmaßen mickriger nicht geht. Sowas bei uns - da würde aber gemotzt. Aber im Ausland ist ja alles besser. Immerhin ist die Bahnsteigabstandsmarkierung gut sichtbar.
Zum Abhauen der Bahnhof. Man kommt sogar nach Nord- und Südpolen... Ist mir auch lieber als Korea...
Und die Brücke ist auch kilometerweit entfernt. Bei 'ner guten Stunde Zeitpuffer nicht mal annähernd zu erreichen... :-(
Nur so nebenbei: Ab 12.12. halten in Malmö Syd keine Züge mehr, die Schweden haben es nicht geschafft, den Citytunnel in Malmö pünktlich fertigzustellen und machen ihn daher ein halbes Jahr eher auf...
Unfaßbar sowas! Wenn ich mir vorstelle, ich hätte im persönlichen Lebensplan eine Fahrt für Januar 2011 vorgesehen... Gleich verklagen! *g*
Schöne Grüße von
jörg
Viele Grüße, Sören
Hab' ja 'ne Brille... *g*
heinz11, Samstag, 06.11.2010, 11:17 (vor 5639 Tagen) @ Blaschke
Moin!
"Malmö Syd Svaagertorp station"
Das Bahnhofsschild hast Du aber wohl nicht gesehen, da steht nämlich garantiert nich Svaagertorp drauf, sondern Svågertorp. ;-)
Aber hallo. Das habe ich sehr wohl gesehen. Krieg das aber hier mit den Sonderzeichen nicht geregelt. Also nahm ich das, was die DEUTSCHE Bahnauskunft hergibt.
Ein trostloser Bahnhof: Mitten zwischen der Autobahn. Dazu ein Dach, welches in seinen Ausmaßen mickriger nicht geht. Sowas bei uns - da würde aber gemotzt. Aber im Ausland ist ja alles besser. Immerhin ist die Bahnsteigabstandsmarkierung gut sichtbar.
Zum Abhauen der Bahnhof. Man kommt sogar nach Nord- und Südpolen... Ist mir auch lieber als Korea...
Schöne Grüße von
jörg
Dann mach mal den Selbstversuch und laufe nach Südpolen. Und wenn Du angekommen bist, schicke mir bitte eine Postkarte von den Beskiden... ;-)
heinz
Na dann, Tschüssi... ;-)
Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 12:02 (vor 5639 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 12:03
Moin!
Dann mach mal den Selbstversuch und laufe nach Südpolen. Und wenn Du angekommen bist, schicke mir bitte eine Postkarte von den Beskiden... ;-)
Well. I'll do my very best.
Sehe da gar kein Problem. Im Zielgebiet ramme ich einfach einen Masten in die Erde und schreibe den Namen drauf. Fertig. Wo es ein Princess-Elisabeth-Land gibt, eine Peter-I.-Insel, ein Kaiser-Wilhelm-II.-Land, eine Queen-Mary-Coast, ein Königin-Maud-Land, ein Mac-Robertson-Land (auch bekannt als Lars Christensen-Land), eine Edward-VII-Halbinsel (welche wohl früher mal Haakon-VII-Plateau hieß) und ein Marie-Byrd-Land und noch manches Skurile (bitte nicht das S am Anfang übersehen, sonst sind wir noch wieder in anderer Gegend. Und da hängt der Russe mit drin) mehr, da wird auch Platz für die Beskiden sein!
Und wenn nicht, schnapp ich mir 'nen Königspinguin und hänge ihm das Beskiden-Schild um! Wenn der da die ganze Zeit genauso dusselig rumsteht und sinnlos in der Gegend rumschaut wie seine Artgenossen im Wuppertaler Zoo (eine Riesenenttäuschung war mein Besuch dort), dann markiert der auch ein festes Stück Land.
Für jemanden, der in der Wüste wohnt,
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCste_%28Osnabr%C3%BCck%29
und nach Meinung einiger dort auch gut aufgehoben ist, stellt so eine Aufgabe doch kein Problem dar.
Zumindest nicht in der Theorie.
;-)))
Schöne Grüße von
jörg
Ach, turnte in den Beskiden nicht auch Freud der Psychopath ähm - analytiker rum? Wäre also in der Tat ein lohnendes Ziel für mich... *g*
Beskiden? Nee - Blaschkiden!!!
Steffen, Samstag, 06.11.2010, 12:11 (vor 5639 Tagen) @ Blaschke
Oder gibts die Blaschkiden schon zwischen Bremen und Münster? Nun, zumindest jetzt mit einem Treffer in Google :))
Einen schönen Samstag wünscht
Steffen
--
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OT: 100 Sekunden ...
Steffen, Samstag, 06.11.2010, 12:19 (vor 5639 Tagen) @ Steffen
... hat es gedauert, bis Google unter "Blaschkiden" einen Treffer anzeigt. So lange dauert also das Scannen des Forums und Aktualisieren der Google-Server. Und in weiteren 100 Sekunden sind es sogar mehrere Treffer!
Nun muss man natürlich anmerken, dass man bei den bald weltbekannten Blaschkiden sicher etwas schneller war als sonst. Bleibt nur noch der Wunsch, dass manch eine Information bei Bahnens ähnlich schnell und zuverlässig ihr Ziel findet... :)
--
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Uijuijui...
Blaschke, Samstag, 06.11.2010, 12:24 (vor 5639 Tagen) @ Steffen
Hallöchen!
Oder gibts die Blaschkiden schon zwischen Bremen und Münster?
Igitt - hört sich ja nach 'ner Krankheit an... ;-)
Spätestens, wenn Du hier an die Wohnungstür klopfst, könnten sie Dich heimsuchen... *g*
Einen schönen Samstag wünscht
Steffen
Jau, BESTEN DANK! Wünsche ich Dir ebenfalls.
Ich warte auf HERMES. Scheint wohl auch von den Beskiden zu kommen. Bei SISY - dem Sendungsinformationssystem - heißt es:
06.11.2010 10:12:39 Die Sendung befindet sich heute in der Zustellung.
Ja, dann soll er mal sehen, dass er in die Gänge kommt. Ich will nämlich zu "Jim Blake". Osnabrücks bester Imbiß - da brauche ich für die Literflasche Cola nämlich nur den normalen Mitnahmepreis zu zahlen (und nicht den Preis für 3 Gläser á 0,33 Liter)!
Schöne Grüße von
jörg
Malmø Syd
Lars(DK), Samstag, 06.11.2010, 11:51 (vor 5639 Tagen) @ Blaschke
Moin geht auch (oder hej;-)
Also, Malmø (hier in dän Schreibweise, Ihr wisst, altes dänisches Kernland bis zum Frieden in Roskilde usw. usw.) Syd erfüllt zwei Funktionen:
1. Hauptpendlerbahnhof für die sehr grosse Einpendelung schwedischer Arbeitskräfte nach Kopenhagen (vor allem Restauration, Flughafen usw.) UND von Dänen, die aufgrund des Valutaunterschieds in Skåne leben und nach Kopenhagen einpendeln. M a W: Parkplatz mit Gleisanschluss. (Schwedische Arbeitnehmer, die in DK arbeiten, müssen übrigens in DK Steuern entrichten, aber durch die starke dän Krone lohnt es sich immer noch, da das Preisniveau in Schweden erheblich niedriger ist, gerade bei Verbrauchsgütern, Autos, Wohnungen uss.)
2. Eincheckbahnhof zum Flughafen. Also wie 1., aber für Flugreisende, die nicht in Kastrup parken wollen.
Ein Veolia-IC nach Stockholm beginnt und endet übrigens in Syd ohne Malmø Hauptbahnhof anzufahren. Reisezeit 5:39 statt 4:51 mit X2000 und Umsteigen aber Hauptbahnhof, abfahrt 1513.
Danke auch für den interessanten Reisebericht.
Der erste Tunnel nach Kopenhagen Hauptbahnhof ist zur Insel Amager (wo der Flughafen Kastrup liegt), dann oberirdisch bis Ørestad mit "Deckel" in Tårnby (aus Lärmschutz) und am Flughafen (Unterquerung Parkhäuser und Autobahn).
Vom Flughafen ist übrigens die Metro zur Kopenhagener Innenstadt zu empfehlen, teilweise auf Amager auf dem Tracé der ehem Kleinbahn auf Amager verkehrend.
Malmö
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 06.11.2010, 12:22 (vor 5639 Tagen) @ Lars(DK)
Hej!
Moin geht auch (oder hej;-)
Wobei beim Hej die Aussprache unklar ist, ohne Kontext ist es bei mir die schwedische Variante.
Also, Malmø (hier in dän Schreibweise, Ihr wisst, altes dänisches Kernland bis zum Frieden in Roskilde usw. usw.) Syd erfüllt zwei Funktionen:
Jau, Mælmø gesprochen. 1709 ging der letzte Rückeroberungsversuch (mit militärischen Mitteln) schief.
1. Hauptpendlerbahnhof für die sehr grosse Einpendelung schwedischer Arbeitskräfte nach Kopenhagen UND von Dänen [...].
Wobei die ersten Dänen wohl schon wieder zurückziehen. Interessant das mit den Steuern. In Schweden werden vermutlich nochmal welche fällig - git, wir sind kein Steuerforum. ;-)
Man kann nur hoffen, daß in Hyllie genug Parkplätze vorhanden sind. Der Zehnminutentakt wird jedenfalls erheblich ausgeweitet.
Ein Veolia-IC nach Stockholm beginnt und endet übrigens in Syd ohne Malmø Hauptbahnhof anzufahren. Reisezeit 5:39 statt 4:51 mit X2000 und Umsteigen aber Hauptbahnhof, abfahrt 1513.
Das hängt mit dem Umbau von Malmö C zusammen. Ab Fahrplanwechsel fährt er wieder zum Hauptbahnhof, wie auch die Nachtzüge es tun.
Mange hilsner, Søren
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Malmö
Lars(DK), Samstag, 06.11.2010, 12:47 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
Hej Søren ;-)
Tja, dän Aussprache Malmø vielleicht doch eher "Melmö" - nicht ganz so flach wie ein ä (von bestimmten Soziolekten abgesehen ;-)))
Nein, es gemäss Steuerabkommen nicht auch in Schweden Steuern fällig, deswegen ist es so interessant.
Der "Rückzug" hängt wohl mit drei Dingen zusammen:
1. Finanzkrise
2. Stärkung der SEK um ca 10 % im Verhältnis zur DKK (jetzt ca 80, der Niedrigkurs war ca 64).
3. Ghettoisierung und Isolation. Etliche haben erlebt, dass das Netzwerk eben nicht mitgezogen ist und auch auf Kurzbesuche wenig Lust hat.
Og tak for flaget - nyd lørdagen!! ;-))
Malmö - Bildlink
Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 07.11.2010, 12:06 (vor 5638 Tagen) @ Lars(DK)
Moin,
hier ein paar frische Bilder vom Tunnel oder besser den Stationen.
Interessant mit den Steuern, daß nur am Arbeitsort bezahlt werden muß. Ich denke mal, gewisse Steuern sind auch am Wohnort fällig, bin aber kein Steuermann oder wie die Fachleute heißen. ;-)
@Benjamin: Wenn Altona immer noch dänisch wäre, wäre die Fehmarnbeltverbindung wohl längst Tatsache. ;-)
Gruß Sören
--
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Benjamin.Keller, Sonntag, 07.11.2010, 12:24 (vor 5638 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Benjamin.Keller, Sonntag, 07.11.2010, 12:26
@Benjamin: Wenn Altona immer noch dänisch wäre
Als gebürtiger Hamburger in den Grenzen von vor 1937 hätte ich da nicht unbedingt was gegen :P Oft wenn ich auf St.Pauli, wo Freunde von mir wohnen, ein Stück nach Westen gehe, denk ich mir, dass das "Ausland" all to nah is^^
wäre die Fehmarnbeltverbindung wohl längst Tatsache. ;-)
Und was würde das Land Oldenburg dazu sagen? :P
Malmö - Bildlink
Lars(DK), Sonntag, 07.11.2010, 17:19 (vor 5638 Tagen) @ Sören Heise
Hej igen
Bei den Steuern meinte ich Lohnsteuern, andere Steuern natürlich schon:
http://www.skat.dk/SKAT.aspx?oId=168223&vId=0&i=3#i168223
Danke für die Bilder - die Unterschiede im Baustil finde ich immer wieder interessant. Malmø ist so nah, aber architektonisch spürt man den Unterschied deutlich. Vielleicht ist DK einfach wuseliger, weniger bastant...
Bg
L
Tunnellösung zweigleisig
rotfuxx, Freitag, 05.11.2010, 00:23 (vor 5641 Tagen) @ icefan2010
Wenn ich richtig sehe, dann ist die Brückenlösung eingleisig und die Tunnellösung zweigleisig geplant. Das wäre ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Auch wenn die Brücke sicherlich das schönere und symbolträchtigere Verbindungsstück zwischen Norddeutschland und Skandinavien wäre, halte ich mittlerweile den Tunnel für die bessere Lösung.
Die Windrichtung ist wirklich problematisch, die Auswirkungen auf den Wasseraustausch und die Strömungsverhältnisse sind eine große Unbekannte und die Kosten machen wohl nicht mehr den großen Unterschied. Die Umweltverbände sind auch mit einer Tunnellösung viel besser zu besänftigen, wodurch sicher einige Jahre Prozesszeit und einige hundert Millionen Bauverzögerungen zusätzlich eingesparten werden können.
Deutschland hat jetzt zumindest zwei Jahre mehr Zeit, um ihren Teil der Vereinbarung einzuhalten.
Steigung und Höchstgeschwindigkeit der Eisenbahnstrecke?
JW, Samstag, 06.11.2010, 13:07 (vor 5639 Tagen) @ icefan2010
Hallo,
weiß jemand wie sich Tunnel- und Brückenlösung bezüglich Steigung und Höchstgeschwindigkeit der Bahnstrecke unterscheiden?
Ich denke für den Güterverkehr wird eine niedrige Steigung hier noch wichtiger sein als bei Neubaustrecken in Süddeutschland, da alle Zulaufstrecken hier sehr flach sind, und man somit nur durch den Tunnel im Zuggewicht beschränkt wäre.
Gruß Jörg
Keine Angaben (+ ? Storstrømsbroen)
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 06.11.2010, 14:04 (vor 5639 Tagen) @ JW
bearbeitet von Sören Heise, Samstag, 06.11.2010, 14:05
Die Seite des Projekts (www.femern.de) hat hierzu keine Angaben. Auf den anderen Verbindungen (Öresund, Storebælt) sind Elloks solo unterwegs. Ich gehe davon aus, daß auch diese Verbindung dies ermöglichen wird.
Eine Frage, die ich oben vergessen habe: Gibt es auf dänischer Seite Pläne, die Brücke bei Vordingborg (Storstrømsbroen) betreffend? Die eingleisige Brücke wird ja ein Flaschenhals auf der Strecke werden und die Kapazität einschränken (etwa 5 km mit Zuläufen). Hier sieht es nämlich so aus, als ob dies nicht der Fall sein wird: Der etableres ikke dobbeltspor over Storstrømsbroen.
Viele Grüße, Sören
--
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Keine Angaben (+ ? Storstrømsbroen)
JW, Samstag, 06.11.2010, 14:31 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
Hallo,
Die Seite des Projekts (www.femern.de) hat hierzu keine Angaben. Auf den anderen Verbindungen (Öresund, Storebælt) sind Elloks solo unterwegs. Ich gehe davon aus, daß auch diese Verbindung dies ermöglichen wird.
Sinnvoll wäre es natürlich, aber auch beim Tunnel unterm dem Großen Belt sind die Steigungen so groß, dass man für Güterzüge eine spezielle Lokomotive, die EG31, konstruieren musste.
Ich vermute mal, es hängt bei einem Senktunnel im Wesentlichen davon ab, wie steil der Meeresgrund verläuft. So dass man hier nicht so viel Spielraum haben wird. Bei der Brücke kann man es sich ja ungefähr errechnen, die Rampe soll (nach http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E99CA158CCE784214A4E0624C3... etwa 6km lang werden und die Durchfahrtshöhe 65m betragen. Somit würde die Steigung bei etwa 10 Promille liegen, was für normale Güterzüge noch zu bewältigen ist.
Gruß Jörg
Keine Angaben (+ ? Storstrømsbroen)
Lars(DK), Samstag, 06.11.2010, 14:48 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
Das ist leider noch ein Knackpunkt, Sören.
Deswegen verstehe ich das ganze Projekt aus Eisenbahnsicht eher wenig:
1. Flaschenhälse Storstrømsbrücke und Fehmarnsundbrücke bleiben;
2. Bei der Zulaufverbesserung mit Doppeltspur Richtung Vordingborg geht es in Wirklichkeit primär um Verbesserung der Transportachse Kopenhagen-Ringsted-Næstved-Vordingborg für den Fernregionalverkehr. Es wird ja auch keine HGV-Strecke gebaut.
3. Ich sehe wirklich nicht, woher die Passagiermengen kommen sollten: ich fahre die Strecke seit Jahrzehnten häufig und sehe das Potenzial nicht. Der damalige Zweistundentakt erwies sich ja auch als zu üppig und die Fahrzeiten werden auch bei ca 3,5 - 4 Stunden nicht Massen anziehen. Im Winter ist die Strecke von bestimmten Perioden abgesehen ziemlich schwachlastig;-)))
Mange hilsener
Lars
PS er du halv- eller helsvensk?
Zweigleisigkeit, Passagiermengen
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 06.11.2010, 15:09 (vor 5639 Tagen) @ Lars(DK)
Nun, von Kopenhagen soll doch über Køge eine neue Strecke bis Ringsted gebaut werden, die ja auch dringend erforderlich ist (wie sieht's mit der eigentlich aus, bei bane.dk und trafikstyrelsen.dk finde ich nichts?). Neu zweigleisig wird aner nur die Strecke südlich des Storstrøm, also ab Orehoved. Ringsted - Vordingborg ist bereits zweigleisig.
Eine einfache Erklärung für die Flaschenhälse dürften die Kosten sein: In beiden Fällen dürfte eine neue Brücke (oder auch ein Tunnel) nötig sein. Ein zweites Gleis dransetzen dürfte nicht möglich sein. Die Storstrømsbro dient straßenmäßig nur noch dem Lokalverkehr - da sehe ich erstmal keine Änderung. Allerdings wird die Fehmarnsundbrücke das Nadelöhr werden, wenn der Rest vierspurige Autobahn ist.
Die Fahrgäste:
Zum einen soll auch der Güterverkehr von der Jütland-Route wieder nach Fehmarn zurückverlagert werden. Zum anderen wird natürlich die Bahnverbindung beschleunigt, so daß von steigenden Passagierzahlen auszugehen ist. Allerdings graust mir vor dem Gedanken, daß international eine Splittergattung zum Einsatz kommt, Tz-Täusche wären bei mangelnder Verfügbarkeit an der Tagesordnung. In Padborg passiert das ja öfter, wie auch im Westen (Leverkusen, Düren, Empel-Rees). Hier sollte der Betreiber eine größere Reserve einplanen als es jetzt der Fall ist.
Auch wenn wir jetzt vom Thema abkommen: Du schreibst hilsener mit e, ich habe hilsner gelernt. Laut Wörterbuch geht beides, aber weißt Du als Däne eine Erklärung für die beiden Formen?
Ich bin Deutscher und studiere Skandinavistik (Schwedisch als erste und bis letztes Semester Dänisch als zweite Sprache).
Von daher:
Många hälsningar, Sören
--
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Zweigleisigkeit, Passagiermengen
Lars(DK), Samstag, 06.11.2010, 17:32 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
Hej Sören
Das Gesetz zur Anlage der Strecke wurde im Mai angenommen. Hierin findest Du die relevanten Informationen:
https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=131994
Falls Du mehr Details möchtest, schaue einfach in der Vorlage ("betænkning") zum Gesetz nach (im Optionsmenü rechts auf der retsinformation-Seite).
Sie wird also gebaut;-)
Hauptargument für die Strecke sind die Kapazitätsprobleme zwischen Kopenhagen und Ringsted.
Das liegt in der Fächerstruktur des dänischen Bahnverkehrs begründet: da der Kopenhagener Grossraum im Verhältnis zum Rest des Landes eigentlich zu gross ist, ergeben sich massive Verkehrsströme zu und aus dieser Region, die sich aus verschiedenen Richtungen speisen.
Eine typische Stunde auf der Strecke Kopenhagen-Ringsted hat folgende Abfahrten:
00 IC nach Fyn/Jylland
07 Regional nach Holbæk (bis Roskilde)
11 Regional nach Nykøbing F
24 Regional nach Roskilde
30 IC nach Fyn/Jylland
37 Regional nach Kalundborg (bis Roskilde)
45 Regional nach Nykøbing
50 LYN nach Fyn/Jylland
54 Regional nach Ringsted
Dazu noch Güterzüge, IR-Verstärkerzüge und Nonstop-LYN.
Zwischen Roskilde und Ringsted ist es da richtig eng ;-))
Meine Bedenken wg des Passagieraufkommens auf der Fehmarnquerung begründen sich darin, dass der Direktverkehr Kopenhagen-Hamburg so stark auch nicht ist.
Aus meinem persönlichen Erleben und Kontakt mit DSB-Personal habe ich folgenden Eindruck:
Kopenhagen-Berlin ausbaufähig, da viele Dänen in Berlin Wohnungen haben und die Stadt als "Nahmetropole" entdeckt haben.
Der Kuchen Kopenhagen-Hamburg wird wohl kaum grösser, sondern möglicherweise nur anders verteilt;
Wer weiter (geschäftlich) will nimmt Schlafwagen (Kopenhagen Richtung Köln/AMS und Frankfurt/Basel sind wirklich voll) oder fliegt (daher die Direktverbindungen nach Hannover, Stuttgart, München, Düsseldorf, Nürnberg, Frankfurt, Berlin, Köln/Bonn). Interessant dass Bremen noch immer schwachen Verkehr ausweist (es fliegt nur die OLT) und Dortmund wieder eingestellt wurde.
M a W: ich halte einen Sprung im Personenverkehr für nicht wahrscheinlich.
Zukünftiger Verkehr über den Fahmarnbelt
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 06.11.2010, 17:55 (vor 5639 Tagen) @ Lars(DK)
bearbeitet von Sören Heise, Samstag, 06.11.2010, 17:56
Hej Lars,
danke fürs Gesetz. Betænkning finde ich im Menü rechts aber nicht. Macht nichts, es ist wenigstens eine brauchbare Karte dabei.
Die Kapazitätsprobleme von Kopenhagen aus sind mit durchaus bekannt. Ich glaube, ihr könnt euch glücklich schätzen, daß zwischen Høje Taastrup und Roskilde die Strecke viergleisig ist.
Eine typische Stunde auf der Strecke Kopenhagen-Ringsted hat folgende Abfahrten: (...)
Der deutsche Leser erwartet jetzt aber bitte keine Nullsymmetrie! Weißt Du zufällig, ob dahingehend etwas geplant ist? Teilweise ist die Symmetrie ja nahe Null (s-tog, Esbjerg - Tønder), teilweise aber recht krude (LYN auf .07, IC auf .10, jeweils auf Kopenhagen bezogen).
Meine Bedenken wg des Passagieraufkommens auf der Fehmarnquerung begründen sich darin, dass der Direktverkehr Kopenhagen-Hamburg so stark auch nicht ist.
Das kann auch mit dem recht dünnen Angebot zusammenhängen. Ein Stundentakt würde die Fahrgastzahlen deutlich steigen lassen, da bin ich mir sicher. Wenn ich mir die Verbindungen nach Amsterdam, Brüssel und Paris anschaue, ist aber ein Zweistundentakt das, was man im Fernverkehr erreicht. Vielleicht mit einigen Durchbindungen nach Berlin.
Du sprichst Flüge nach Bremen und Dortmund an: Beide Städte sind für Geschäftsreisende nicht so bedeutend wie Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt. Nürnberg verwundert mich ehrlich gesagt ein wenig.
Viele Grüße, Sören
PS: Falls Du E-Mails von Forennutzern empfangen willst, mußt Du in Deinem Profil den Haken bei "E-Mail-Adresse kontaktierbar" aktivieren. Dann erscheint im Forum neben Deinem Namen das Briefsymbol.
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Zukünftiger Verkehr über den Fahmarnbelt
Lars(DK), Samstag, 06.11.2010, 19:02 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
"Betænkningen" war ein Niveau tiefer - kommt hier:
https://www.retsinformation.dk/Forms/R0710.aspx?id=131840
Har sat flueben ved mailkontakt;-))
Danke für den Hinweis!
Bg
Lars
PS Sprachefrage
Lars(DK), Samstag, 06.11.2010, 17:39 (vor 5639 Tagen) @ Sören Heise
Achtung, jetzt in Dän ;-))
Flertalsformen af hilsen er hilsener, ligesom aftener er det af aften.
Men mundtligt bliver det til hilsner og aftner.
Den lange form blev/bliver betragtet som finere eller (mere) korrekt.
Hvis du har flere spørgsmål, er du velkommen til at sende en mail;-)
Mh
L
Mange tak ;-)
Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 06.11.2010, 17:42 (vor 5639 Tagen) @ Lars(DK)
- kein Text -
Motivation eines solchen Projektes
Benjamin.Keller, Sonntag, 07.11.2010, 11:45 (vor 5638 Tagen) @ Lars(DK)
bearbeitet von Benjamin.Keller, Sonntag, 07.11.2010, 11:46
Deswegen verstehe ich das ganze Projekt aus Eisenbahnsicht eher wenig:
1. Flaschenhälse Storstrømsbrücke und Fehmarnsundbrücke bleiben;
(...)
3. Ich sehe wirklich nicht, woher die Passagiermengen kommen sollten: ich fahre die Strecke seit Jahrzehnten häufig und sehe das Potenzial nicht. Der damalige Zweistundentakt erwies sich ja auch als zu üppig und die Fahrzeiten werden auch bei ca 3,5 - 4 Stunden nicht Massen anziehen. Im Winter ist die Strecke von bestimmten Perioden abgesehen ziemlich schwachlastig;-)))
Ach, so ein Projekt zieht seine Begeisterung ja nicht aus wirtschaftlichen Kennzahlen. So etwas wird eher in "Europäische-Integrations-Credits" bewertet ;)
Oder in "Faszination-für-Technik-Punkten"^^
Oder um es in S21-Sprache zu sagen: In "Zukunftsprojekt-Punkten"...
Falls das Projekt über die Jahrzehnte dann doch noch mal zum Erfolg wird, ist das dann der ultimative Grund, die Zulaufstrecken noch richtig auszubauen. Don't underestimate the incremental mode of society ;)
Motivation eines solchen Projektes
Lars(DK), Sonntag, 07.11.2010, 17:13 (vor 5638 Tagen) @ Benjamin.Keller
Ich fürchte, Du hast recht.
Gemeinwirtschaftlich gesehen wären auf jeden Fall andere Investitionen im dänischen Schienenverkehr erheblich sinnvoller:
1. Elektrifizierung nördlich von Fredericia (jetzt auf die Zeit nach IC4 verschoben, da man jetzt erst einmal die neuen Züge hat - oder zu haben glaubt;-))
2. Ausbau der Strecke Fredericia-Århus mit Begradigung und Implemtierung des alten Stundenmodells (Kopenhagen-Odense 1 Std, Odense-Fredericia weniger als eine halbe, Fredericia-Århus 1 Std, macht 2,5 für Kopenhagen-Århus);
3. Ausbau der Stracke nach Padborg;
4. Neubau einer HGV-Strecke Kopenhagen-Korsør und Nyborg-Middelfart mit Umgehung Odense (ganz unwahrscheinlich, weil politisch jetzt konstatiert worden ist, DK sei für HGV zu klein - was natürlich Unsinn ist. Alle Strecken würden ja profitieren).
Stattdessen wie gesagt die politische Kattegatdiskussion, die nun wirklich vollkommen irrelevant ist.
Bg
Lars
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