Täuschung durch Vieregg-Rößler? (Allgemeines Forum)
Mario, Donnerstag, 28.10.2010, 14:28 (vor 5668 Tagen)
Mir ist bei meiner Recherche nach den genauen Gleisplan für Stuttgart21 aufgefallen, dass Vieregg-Rößler in ihrem Gutachten einen unvollständigen bzw. falschen Gleisplan verwendet haben. Bei diesem fehlen im Gegensatz zum offiziellen Gleisplan der DB an ein paar Stellen Weichen und Verbindungen, so dass dadurch die Leistungsfähigkeit künstlich zum Schlechten hin verfälscht wird.
Hier der Gleisplan nach Vieregg-Rößler:
http://www.kopfbahnhof-21.de/uploads/media/S21-Betrieb-Abbild.PDF
(Abbildung 1 und 2)
Und hier der offizielle der DB:
http://www.das-neue-herz-europas.de/de-DE/_Downloads/cd7b380b-662c-4355-a6ad-37c6f2aa70...
Man sieht deutlich, dass bei V&R bei den Gleisen 2/3 und 6/7 jeweils im Norden und Süden Weichen und Verbindungen fehlen, wodurch ein flexibleres Ein- und Ausfahren zur gleichen Zeit möglich ist. Auch fehlt bei V&R im Norden die Verbindung aus Richtung Feuerbach auf das Gegengleis, wodurch man aus dieser Richtung ALLE 8 Gleise erreichen könnte, falls irgendwie nötig bzw. gewünscht.
Somit ist festzustellen, dass Vieregg-Rößler beim Gleisplan entweder bewusst gemogelt hat, um eine schlechtere Leistungsfähigkeit vorzutäuschen oder sie haben bei der Recherche bzw. bei der Erstellung des eigenen Plans Fehler gemacht. Egal was es ist - damit ist mal wieder ein V&R-Gutachten als falsch überführt. Wie immer halt!
Die Meinung eines "Unbeteiligten"...
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 28.10.2010, 16:27 (vor 5668 Tagen) @ Mario
Hallo,
Somit ist festzustellen, dass Vieregg-Rößler beim Gleisplan entweder bewusst gemogelt hat, um eine schlechtere Leistungsfähigkeit vorzutäuschen oder sie haben bei der Recherche bzw. bei der Erstellung des eigenen Plans Fehler gemacht. Egal was es ist - damit ist mal wieder ein V&R-Gutachten als falsch überführt. Wie immer halt!
also ich bin Laie, ich weiß nicht, was du für eine Qualifikation hast um die Glaubwürdigkeit von Gutachtern festzustellen. Ich kann das nicht und die Leute, die das wirklich professionell machen können, treiben sich wohl kaum in diesem Forum herum. Ich nehme deine Meinung zur Kenntnis, ziehe jedoch auch in Betracht, dass Zeichnungen sehr schnelllebig sind und es viele Gründe für unterschiedliche Zeichnungen geben kann.
Fachleute, solche die für solche gehalten werden, und solche, die sich selbst dafür halten, gibt es viele und, wie mir scheint, vor allem bei Stuttgart21. Auf beiden Seiten. Ein bisschen geht mir persönlich die Diskussion, bei der sich (beide Seiten) an Kleinigkeiten hochziehen, darum auf die Nerven. Ich möchte ein leistungsfähiges Bahnnetz, was seinen Nutzern gerecht wird. Was sowohl die enormen Lasten des Güterverkehrs zukunftsweisend aufnehmen kann und eine echte Verkehrsverlagerung ermöglicht genauso wie schnellen Regional- und Fernverkehr. Ob ich nach Stuttgart oberirdisch rein- und rausfahre oder unterirdisch durchfahre ist mir letztendlich egal. Ich lebe nicht in Stuttgart. Würde ich dort wohnen, so würde ich das anders sehen, ganz sicher. Aber egal, was da kommt, es soll leistungsfähig sein und einen Nutzen für das Gesamtnetz bringen. Die Leute, die über solche Projekte entscheiden, müssen kompetent sein. Ob ein Landtag, egal in welchem Bundesland, so kompetent tatsächlich ist, bezweifel ich etwas. Ich lasse gerne die Experten streiten und hoffe sehr, dass am Ende etwas herauskommt, was durchführbar und bezahlbar ist. Letztendlich zahlt der Steuerzahler die Zeche und der hat das Recht auf eine wirksame Mittelverwendung.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Die Meinung eines "Unbeteiligten"...
Henrik, Donnerstag, 28.10.2010, 21:14 (vor 5667 Tagen) @ Holger_HAM
Somit ist festzustellen, dass Vieregg-Rößler beim Gleisplan entweder bewusst gemogelt hat, um eine schlechtere Leistungsfähigkeit vorzutäuschen oder sie haben bei der Recherche bzw. bei der Erstellung des eigenen Plans Fehler gemacht. Egal was es ist - damit ist mal wieder ein V&R-Gutachten als falsch überführt. Wie immer halt!
also ich bin Laie, ich weiß nicht, was du für eine Qualifikation hast um die Glaubwürdigkeit von Gutachtern festzustellen. Ich kann das nicht und die Leute, die das wirklich professionell machen können, treiben sich wohl kaum in diesem Forum herum.
Was für eine Qualifikation muss man denn Deiner Ansicht nach haben, um Unglaubwürdigkeit von "Gutachten" von Vieregg&Rößler zu offenbaren?
Bekanntlich haben weder Herr Vieregg noch Herr Rößler eine verkehrs- bzw. bahnbautechnische Ausbildung oder gar Studium genossen. Also rein von der faktischen Ausbildung her haben womöglich die allermeisten hier zumindest keine schlechtere Qualifikation als diese beiden Herren.^^
Nehmen wir nur mal die Ausführungen in
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Stuttgart_21#Betriebs-"Gutachten" von Vieregg & Rößler
Dort listet der Autor 19 Punkte auf, die zeigen, dass das Positionspapier von Vieregg&Rößler schlicht und ergreifend falsch ist.
Sachlich, gut begründet und belegt etc.
Und der Autor treibt sich auch in diesem Forum rum. ;))
Oder wieso wollen sich VR nicht mehr an ihren Transrapid-Vorschlag für Stuttgart erinnern?
Ist auf deren Homepage nicht mehr auffindbar,
wohl noch im http://web.archive.org/.../www.vr-transport.de/regiorapid/
Wieso kamen sie für diesen 50 km langen eigenen TR auf nur 600 Mio Euro - für den 37 km langen in MUC auf über 4 Mrd Euro?
Wo ist da die Glaubwürdigkeit.....
ach, wenn man sich das durchliest, wird es wohl richtig deutlich, wieso sie davon jetzt besser nichts mehr erzählen:
"Für die Lage des Regiorapid-Bahnhofs Stuttgart Hbf gibt es drei prinzipielle Möglichkeiten: (1) unterirdisch entlang des geplanten Tiefbahnhofs des Projekts "Stuttgart 21", (2) ebenerdig neben dem Schloßgarten und (3) in einfacher Hochlage."
Gegen die Proteste von Parkschützer & Co die dann bevorstünden sind die Proeste von heute eine Kleinigkeit.^^
amüsant zu lesen ist, wie die SPD-Gemeinderatsfraktion daran im März 2009 wieder erinnerte. ;))
http://www.domino1.stuttgart.de/grat/spd.nsf/520dd28abcee19ad41256717006476ce/412568dd0...
... und die Antwort vom OB Schuster:
http://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/KSDRedSystem.nsf/01622b1049bb045641256a15005a9b...
Die Meinung eines "Unbeteiligten"...
Burkhard, Donnerstag, 28.10.2010, 21:18 (vor 5667 Tagen) @ Holger_HAM
War Vieregg+Rössler nicht damals das "Büro", dass dem Metrorapid in NRW totale Untauglichkeit bescheinigt und stattdessen eine Magnetschwebebahn von Essen nach Remscheid vorgeschlagen hat?
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass bei denen einfach alle Projekte immer schlecht geredet werden - wurden auch schon mal V+R-Planungen umgesetzt!?
Flughafenschleife Köln/Bonn
Mario, Samstag, 30.10.2010, 11:11 (vor 5666 Tagen) @ Burkhard
... - wurden auch schon mal V+R-Planungen umgesetzt!?
Ja, der Flughafenanschluss für Köln/Bonn stammt konzeptionell aus deren Feder. Und hier V&R so ziemlich genau das Gegenteil von dem geplant, was sie jetzt bei S21 so dermaßen kritisieren. Die Flughafenanbindung in Köln/Bonn ist sehr kurvig und hätte deshalb auch ein paar dieser "V&R-Schnecken" für Geschwindigkeitseinbrüche verdient. Zudem gibt es auch kein einziges Wendegleis, was schon von mehreren anderen Bahnfachmännern gemängelt wurde (vor allem für die ICEs Berlin-Ruhrpott-Flughafen). Auch gibt bzw. gab es am Bahnhof wegen der nur wenigen Weichen Fahrstraßenausschlüsse und mangelhafte Betriebszustände. So kann ein ICE, der normalerweise auf den beiden äußeren Gleisen hält, nur über die beiden inneren S-Bahngleise irgendwie wenden. Dieser große Fehler hat/hatte zu Folge, 2/3 der S-Bahnen an den Außenbahnsteigen halten müssen/mussten und hier dann eine Stufe, also kein ebenerdiger Einstieg mehr besteht. Ein kleines Chaos also.
Vieregg-Rößler hat hier also eine Infrasktuktur mit großen Geschwindigkeitseinbrüchen, ohne Wendegleise, sehr wenigen Weichen und mit Fahrstraßenausschlüssen geplant. Aber auf der anderen Seite bemängeln V&R exakt das bei S21 und kritisieren es extrem scharf, obwohl S21 viel mehr Flexibilität bietet, schnellere Geschwindigkeiten erlaubt, praktisch keine Fahrstraßenausschlüsse hat und insgesamt wegen Kreisverkehr als Wendemöglichkeit fungieren kann. Sehr durchsichtig!
Flughafenschleife Köln/Bonn
Benjamin.Keller, Samstag, 30.10.2010, 11:22 (vor 5666 Tagen) @ Mario
Mag ja sein, dass Köln/Bonn auch nicht zufriedenstellend ist, aber was ist jetzt dein Punkt? Es ist ja wohl ein erheblicher Unterschied, ob man als Büro die Vorgaben des Auftraggebers/der Politik (zum Beispiel nicht ausreichende finanzielle Mittel für nötige Weichenstraßen) umsetzt, oder ob man in einem Gutachten die Leistungsfähigkeit eines bereits vorhandenen Entwurfes kritisch untersucht daraufhin, ob die Politik hier die richtigen Vorgaben macht.
Hätte ein Gutachten eines anderen Büros den Entwurf für Köln/Bonn kritisiert, wäre das ja auch nur indirekt auf V+R zurückgefallen...
Flughafenschleife Köln/Bonn
Mario, Samstag, 30.10.2010, 11:30 (vor 5666 Tagen) @ Benjamin.Keller
Zur Erklärung: V&R hat diese Planung von sich aus gemacht, also nicht in Auftrag der DB. Und als man sich dann für das Konzept entscheid, traten die genannten Betriebsmängel im Alltag schnell hervor. Und dass genau das so kommen wird, hatten zuvor auch andere Verkehrsexperten vorausgesagt. Seitdem ist die DB bei Planungen vo V&R sehr kritisch geworden und das aus leidvoller Erfahrung.
Flughafenschleife Köln/Bonn
Benjamin.Keller, Samstag, 30.10.2010, 11:58 (vor 5666 Tagen) @ Mario
bearbeitet von Benjamin.Keller, Samstag, 30.10.2010, 12:01
Zur Erklärung: V&R hat diese Planung von sich aus gemacht, also nicht in Auftrag der DB.
???
Achso, die haben das in ihrer Freizeit gemacht? Und da das alles nicht so ernst gemeint war, haben sie von Anfang an lauter Betriebsrestriktionen eingebaut?
Und dann hat man ihren Entwurf genommen, weil man mal Lust hatte, was anderes auszuprobieren?
Mal Butter bei die Fische, sonst ist deine gesamte Argumentation irgendwie nicht schlüssig...
Flughafenschleife Köln/Bonn
Mario, Samstag, 30.10.2010, 13:12 (vor 5666 Tagen) @ Benjamin.Keller
Achso, die haben das in ihrer Freizeit gemacht?
Ja, und von Leuten die sowas machen, gibt es sogar noch ein paar. Dazu zählen unter anderen auch die Herren Rudolph Breimeier und Sven Andersen, die beiden schon seit vielen Jahren auf eigene Initiative selber Konzepte zu verschiedenen Projekten entworfen haben und diese oft in der Eisenbahn-Revue präsentieren.
Und da das alles nicht so ernst gemeint war, haben sie von Anfang an lauter Betriebsrestriktionen eingebaut?
Warum soll so etwas nicht ernst gemeint sein? Damals ging es nicht darum, ein seit Jahren geplantes und schon im Bau befindliches Projekt wie S21 per Auftrag durch eine Partei (Grüne) zu verhindern sondern seine Idee vor der Planung einzubringen um dadurch verdienen zu können. Nur leider hatten sie damals die Kompetenz, wie man ja dann später im Alltag sehen konnte, nicht gerade mit dem Löffel gefressen und ein eher schlechtes als rechtes Bauwerk geplant. Es war ein großer Planungsfehler und seitdem tut die DB wie gesagt gut daran, Vorschläge von V&R tunlichst zu meiden.
Und dann hat man ihren Entwurf genommen, weil man mal Lust hatte, was anderes auszuprobieren?
Der Entwurf ging soweit ich weiß als beste bei einem Wettbewerb hervor. Die Details kenne ich leider nicht mehr (Muss dazu mal in meinen alten Eisenbahn-Revues nachsehen). Jedoch hat sich eben schnell herausgestellt, dass man dann eben doch falsch lag und eben eine Fehlplanung umsetzte.
Mal Butter bei die Fische, sonst ist deine gesamte Argumentation irgendwie nicht schlüssig...
Siehe meine Erklärung dazu oben. V&R hat bei der Planung für die Flughafenschleife einfach einen fatalen Bock geschossen, was sich leider erst später herausstellte. Seitdem ist wie gesagt aich die DB allgemein bei solchen externen Vorschlägen wesentlich kritischer geworden. Wer sagt mir also, dass V&R mit ihrem Alternativvorschlag zu S21 nicht erneut so einen Bock schießen?
ERI 11/2010: Stuttgart 21 - wie es dazu kam (Sven Andersen)
Henrik, Dienstag, 02.11.2010, 19:56 (vor 5662 Tagen) @ Mario
Achso, die haben das in ihrer Freizeit gemacht?
Ja, und von Leuten die sowas machen, gibt es sogar noch ein paar. Dazu zählen unter anderen auch die Herren Rudolph Breimeier und Sven Andersen, die beide schon seit vielen Jahren auf eigene Initiative selber Konzepte zu verschiedenen Projekten entworfen haben und diese oft in der Eisenbahn-Revue präsentieren.
genau.
Der Sven Andersen jüngst in der letzten Ausgabe der Eisenbahn-Revue International, 10/2010 mit seinen zig milliarden schweren Vorschlägen für Relationen München Hbf - MUC - Österreich etc.
Und jetzt liegt frisch die November-Ausgabe in den Bahnhofskiosken und Bilbiotheken aus,
wo Sven Andersen (an) auf 3 Seiten über Stuttgart21 sein Bestes in Form von Verschwörungstheorien, Wort-im-Mund-Umdrehen und Polemiken von sich gab:
Stuttgart 21 - wie es dazu kam
Download als pdf-Scan:
www.bawü.grüne-fraktion.de/cms/themen/dokbin/...stuttgart 21 wie alles anfing.pdf
Von bessere Qualität ist dieses pdf:
www.K21.de/fileadmin/downloads/presseberichte/Stuttgart_21_Andersen.pdf
(hier fehlt aber sein Kommentar "Stuttgart 21 - Bahn- oder politisches Problem" auf der dritten Seite / S.951)
Das wertvollste daran sind noch die Literaturangaben (von der Selbstreferenz abgesehen). ;))
Und da das alles nicht so ernst gemeint war, haben sie von Anfang an lauter Betriebsrestriktionen eingebaut?
Warum soll so etwas nicht ernst gemeint sein? Damals ging es nicht darum, ein seit Jahren geplantes und schon im Bau befindliches Projekt wie S21 per Auftrag durch eine Partei (Grüne) zu verhindern sondern seine Idee vor der Planung einzubringen um dadurch verdienen zu können. Nur leider hatten sie damals die Kompetenz, wie man ja dann später im Alltag sehen konnte, nicht gerade mit dem Löffel gefressen und ein eher schlechtes als rechtes Bauwerk geplant. Es war ein großer Planungsfehler und seitdem tut die DB wie gesagt gut daran, Vorschläge von V&R tunlichst zu meiden.
Und dann hat man ihren Entwurf genommen, weil man mal Lust hatte, was anderes auszuprobieren?
Der Entwurf ging soweit ich weiß als beste bei einem Wettbewerb hervor. Die Details kenne ich leider nicht mehr (Muss dazu mal in meinen alten Eisenbahn-Revues nachsehen). Jedoch hat sich eben schnell herausgestellt, dass man dann eben doch falsch lag und eben eine Fehlplanung umsetzte.
Mal Butter bei die Fische, sonst ist deine gesamte Argumentation irgendwie nicht schlüssig...
Siehe meine Erklärung dazu oben. V&R hat bei der Planung für die Flughafenschleife einfach einen fatalen Bock geschossen, was sich leider erst später herausstellte. Seitdem ist wie gesagt auch die DB allgemein bei solchen externen Vorschlägen wesentlich kritischer geworden. Wer sagt mir also, dass V&R mit ihrem Alternativvorschlag zu S21 nicht erneut so einen Bock schießen?
Die Details bzw. Artikel/Infos der entsprechenden Eisenbahn-Revue Ausgabe täte mich da auch ein wenig interessieren.
Weißt Du noch ungefähr, wann etwa das war? Autor? Thema? Seitenanzahl? Anzahl Abbildungen? etc.
Der Bahn an sich hätte es dort auch recht egal sein können,
sie hielt die Anbindung des Flughafens für nicht wirtschaftlich, hatte ihre favorisierte Variante (0) der NBS Köln - Rhein/Main daher auch nicht über diesen geführt auch nicht Flughafen-nah trassiert wie früher einst mal angedacht.
Auch beteiligte sie sich nicht an der Finanzierung.
Und auch von den Mitteln des BundesSchienenwegeAusbauGesetz flossen keine Mittel etc.
keine vom Bundesverkehrsminister. Zur einen Hälfte Bonn-Berlin-Ausgleich, zu einer anderen Hälfte knapp das Land und dann noch vom Flughafen.
Das Land wollte also die Anbindung, die können sich womöglich auf Konzeption/Ideen von Vieregg&Rößler gestützt haben, vielleicht aber auch nicht.
Vielleicht haben Vieregg&Rößler einfach nur mal wieder ein Gegenkonzept zur Ende der 80er geplanten Transrapid-Verbindung Flughafen Köln/Bonn - Köln-Mühlheim - Düsseldorf - Flughafen Düsseldorf - Essen erstellt, Jahre später wird dann der Flughafen Köln/Bonn tatsächlich angebunden und sie wollen es sich auf ihre Fahne schreiben?
Auf http://www.vr-transport.de/vr/studien_zubringer.html#hd13 ist keine Studie bzgl. des Flughafens Köln/Bonn aufgelistet,
auch nicht auf http://www.vr-transport.de/vr/studien_personenfern.html#hd10
Vielleicht könnte man mal Kontakt mit ihnen aufnehmen und direkt fragen.
ERI 11/2010: Stuttgart 21 - Korrektur
Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 03.11.2010, 09:09 (vor 5662 Tagen) @ Henrik
www.K21.de/fileadmin/downloads/presseberichte/Stuttgart_21_Andersen.pdf
(hier fehlt aber sein Kommentar "Stuttgart 21 - Bahn- oder politisches Problem" auf der dritten Seite / S.951)
Korrektur: Der Kommentar ist vom Chefredakteur, Walter von Andrian. Siehe das Kürzel (an) am Schluß.
Ansonsten darfst Du die Äußerungen von Sven Andersen gerne richtigstellen, da es in Deinen Worten ja Verschwörungstheorien, Wort-im-Mund-Umdrehen und Polemiken sind.
Viele Grüße, Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Flughafenschleife Köln/Bonn
Benjamin.Keller, Sonntag, 07.11.2010, 11:28 (vor 5658 Tagen) @ Mario
Und dann hat man ihren Entwurf genommen, weil man mal Lust hatte, was anderes auszuprobieren?
Der Entwurf ging soweit ich weiß als beste bei einem Wettbewerb hervor. Die Details kenne ich leider nicht mehr (Muss dazu mal in meinen alten Eisenbahn-Revues nachsehen). Jedoch hat sich eben schnell herausgestellt, dass man dann eben doch falsch lag und eben eine Fehlplanung umsetzte.
Mal Butter bei die Fische, sonst ist deine gesamte Argumentation irgendwie nicht schlüssig...
Siehe meine Erklärung dazu oben. V&R hat bei der Planung für die Flughafenschleife einfach einen fatalen Bock geschossen, was sich leider erst später herausstellte. Seitdem ist wie gesagt aich die DB allgemein bei solchen externen Vorschlägen wesentlich kritischer geworden. Wer sagt mir also, dass V&R mit ihrem Alternativvorschlag zu S21 nicht erneut so einen Bock schießen?
Sorry, deine ganze Argumentation klingt für mich immer noch nicht schlüssig. Wenn die DB einen Wettbewerb veranstaltet, hat sie in der Ausschreibung und in der Bewertung dafür Sorge zu tragen, dass da was vernünftiges bei raus kommt.
Außerdem war mein Verständnis der betrieblichen Probleme des Flughafenbahnhofs in Köln/Bonn immer, dass der Bahnhof für Züge Köln-Frankfurt geplant war, und nicht für ICE, die aus Berlin dort enden. Falls dem so ist, liegen die Probleme nun halt eben beim Auftraggeber (Politik/DB) und nicht bei einem ausführenden Ingenieursbüro...
Aber gut, über unsere Unstimmigkeiten hinaus, ob das was du vorbringt deine These von der Unfähigkeit V+Rs stützt oder nicht scheinst du ja Infos zu haben, die dies für dich untermauern, aber für mich scheinbar nicht nachprüfbar sind, von daher vielleicht eine unnötige Diskussion...
Flughafenschleife Köln/Bonn
Henrik, Montag, 08.11.2010, 12:14 (vor 5657 Tagen) @ Benjamin.Keller
Und dann hat man ihren Entwurf genommen, weil man mal Lust hatte, was anderes auszuprobieren?
Der Entwurf ging soweit ich weiß als beste bei einem Wettbewerb hervor. Die Details kenne ich leider nicht mehr (Muss dazu mal in meinen alten Eisenbahn-Revues nachsehen). Jedoch hat sich eben schnell herausgestellt, dass man dann eben doch falsch lag und eben eine Fehlplanung umsetzte.
Mal Butter bei die Fische, sonst ist deine gesamte Argumentation irgendwie nicht schlüssig...
Siehe meine Erklärung dazu oben. V&R hat bei der Planung für die Flughafenschleife einfach einen fatalen Bock geschossen, was sich leider erst später herausstellte. Seitdem ist wie gesagt aich die DB allgemein bei solchen externen Vorschlägen wesentlich kritischer geworden. Wer sagt mir also, dass V&R mit ihrem Alternativvorschlag zu S21 nicht erneut so einen Bock schießen?
Sorry, deine ganze Argumentation klingt für mich immer noch nicht schlüssig. Wenn die DB einen Wettbewerb veranstaltet, hat sie in der Ausschreibung und in der Bewertung dafür Sorge zu tragen, dass da was vernünftiges bei raus kommt.
Außerdem war mein Verständnis der betrieblichen Probleme des Flughafenbahnhofs in Köln/Bonn immer, dass der Bahnhof für Züge Köln-Frankfurt geplant war, und nicht für ICE, die aus Berlin dort enden. Falls dem so ist, liegen die Probleme nun halt eben beim Auftraggeber (Politik/DB) und nicht bei einem ausführenden Ingenieursbüro...
Die DB wird hier einfach nur als Bauherr aufgetreten sein, sie hatte kein eigenes Interesse an der Anbindung des Flughafens. Als Bauherr wird sie sicher ihrer Sorgfaltspflicht im Rahmen von Ausschreibungen nachgekommen sein.
Hier geht es wohl eher um die konzeptionelle Art der Anbindung - mehr nicht.
Die Anbindung war Wunsch des Landes NRW.
Womöglich ist die rotgrüne Landesregierung auch für die Art des Konzeptes verantwortlich.
Hauptanliegen des Landes war die Anbindung des Flughafens an Köln, Bonn, Düsseldorf sowie den Flughafen Düsseldorf etc.
Die Durchbindung an die NBS in Richtung Süden ergibt sich eher aus der Historie, der Natur der Sache heraus und den Anliegen der Flughäfen.
Weder Herr Vieregg noch Herr Rößler sind Ingenieure, auch hatten sie nie ein Ingenieurbüro.
Aber gut, über unsere Unstimmigkeiten hinaus, ob das was du vorbringt deine These von der Unfähigkeit V+Rs stützt oder nicht scheinst du ja Infos zu haben, die dies für dich untermauern, aber für mich scheinbar nicht nachprüfbar sind, von daher vielleicht eine unnötige Diskussion...
Du hast prinzipiell die gleichen Möglichkeiten wie Mario,
- ältere ERIs durchsehen,
- VR kontaktieren
Flughafenschleife Köln/Bonn
Benjamin.Keller, Montag, 08.11.2010, 12:32 (vor 5657 Tagen) @ Henrik
Es geht ja lediglich um die Frage, ob man aus der (konzeptionellen) Qualität eines Projektes auf die Qualität aller Arbeiten des Büros schließen kann. Das ist ein logisches Argument, für dessen Beantwortung ich keine ERIs wälzen muss.
Und selbstverständlich ist ein Büro ein Ingenieursbüro, wenn es Ingenieursdienstleistungen erbringt. Das ist ja wohl vollkommen unabhängig davon, welchen Studienabschluss die Chefetage hat...
Flughafenschleife Köln/Bonn
Henrik, Montag, 08.11.2010, 13:25 (vor 5657 Tagen) @ Benjamin.Keller
bearbeitet von Henrik, Montag, 08.11.2010, 13:26
Es geht ja lediglich um die Frage, ob man aus der (konzeptionellen) Qualität eines Projektes auf die Qualität aller Arbeiten des Büros schließen kann. Das ist ein logisches Argument, für dessen Beantwortung ich keine ERIs wälzen muss.
Klar. Aber dieses logische Argument liegt hier ja nun auf der Hand.
Handelt es sich zum einen um einen nicht gerade geringen Makel und zum anderen
geht es ja schließlich um prinzipielle Vorgehensweisen
und da hat Mario in dem ersten Posting die Widersprüche verdeutlicht,
denen man bei Arbeiten aus diesem Hause immer wieder mal begegnet.
Insofern ist diese stete Skepsis diesen Arbeiten gegenüber eine logische Vorgehensweise, ja.
Und selbstverständlich ist ein Büro ein Ingenieursbüro, wenn es Ingenieursdienstleistungen erbringt. Das ist ja wohl vollkommen unabhängig davon, welchen Studienabschluss die Chefetage hat...
Nein, eben nicht.
Niemand kann sich hierzulande einfach so Ingenieur nennen, Ingenieursdienstleistungen erbringen und sein Büro Ingenieurbüro nennen.
Für die Berufsbezeichnung "Ingenieur" braucht es einen entsprechenden Hochschulabschluss,
ein Ingenieurbüro darf nur dann als ein solches bezeichnet werden und tätig sein,
wenn es maßgeblich ausschließlich von Ingenieuren geführt wird.
Verstöße dagegen stellen eine Ordnungwidrigkeit dar
und verstößt darüberhinaus womöglich auch gegen das Wettbewerbsrecht,
bei Vorsatz liegt gar eine Straftat vor nach § 132 a StGB.
Weder Vieregg, noch Rößler haben entsprechenden Hochschulabschluss,
ich wüsste auch nicht, dass sie je mal Ingenieursdienstleistungen erbracht hätten,
das sollten sie auch tunlichst unterlassen, s.o..
VR - Gutachten S21
Holger2, Montag, 08.11.2010, 19:44 (vor 5656 Tagen) @ Henrik
Hallo,
eigentlich ist es egal, aber ich vermute, dass man das Debakel der Gegner in der dritten Schlichtung nicht wirklich Vieregg - Rösler anlasten kann.
Von daher finde ich es auch nicht richtig, dieses Büro vollkommen zu desavouieren, auch wenn einige Arbeiten wirklich eher ein wenig fantastisch erscheinen. Aber ich finde, wer jetzt einfach nur ein Ing. (oder was auch immer-) Büro an den Pranger stellt macht es sich zu einfach.
VR hatte den Auftrag, Alternativen zur NBS zu prüfen. VR ist diesem Auftrag nachgekommen und hat überprüft, ob eine NBS entlang der Altstrecke eine Alternative zur Entwurfsplanung der DB sein könnte. Dabei hat VR einige Problempunkte auf der Altroute entdeckt und Möglichkeiten zur Beseitigung ausgearbeitet.
Nach Aufwands- und Kostenbewertung kommt VR selber im letzten Kapitel der Studie zu dem Schluss, dass der Aufwand die Konfliktstellen auf der Altstrecke zu beseitigen in keinem Verhältnis zu dem Nutzen steht. Das heißt, dass VR letztendlich nach Untersuchung selber zu dem negativen Ergebnis kommt, dass eine solche Ausbaustrecke keinen Sinn macht (V. Kefer hat diesen Satz zitiert, 3. Schlichtung Teil 8). Ein negatives Ergebnis in einer Studie ist per se keine schlechte Leistung eines Gutachters.
Offenbar haben aber die S21-Gegner in ihrer Euphorie diesen Satz geflissentlich überlesen. Dies ist vermutlich auch Grund für die blamable Vorstellung der Gegner bei der letzten Sitzung. Ich spekuliere, dass die ganze Verhandlungsstrategie der Gegner zusammengebrochen ist, nachdem sie von Rössler weinge Tage vor der Sitzung auf den Umstand des negativen Ergebnisses hingewiesen worden sind. Das ist aber Spekulation.
Holger
V+R konzipieerten Flughafenschleife Köln?!
bigbug21, Samstag, 30.10.2010, 21:10 (vor 5665 Tagen) @ Mario
Hallo Mario,
... - wurden auch schon mal V+R-Planungen umgesetzt!?
Ja, der Flughafenanschluss für Köln/Bonn stammt konzeptionell aus deren Feder.
[...]
Das ist hochinteressant. Ist das denn irgendwo dokumentiert? Oder woher weißt du es?
Weder in zahlreichen gesichteten Quellen noch unter http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Flughafenschleife_K%C3%B6ln&oldid=8006927... konnte ich entsprechende Hinweise finden.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
V+R konzipieerten Flughafenschleife Köln?!
Mario, Sonntag, 31.10.2010, 13:08 (vor 5665 Tagen) @ bigbug21
Das ist hochinteressant. Ist das denn irgendwo dokumentiert? Oder woher weißt du es?
Hier: http://gruene-gegen-stuttgart21.de/dl/gutachten/VR-Erkaer070910.pdf
Allerdings stammt dies vin V&R selbst. Ob es so wirklich der Wahrheit oder nur einer Selbstbeweihräucherung entspricht, mag dahingestellt sein.
Bei den beiden drei anderen Projekten - vor allem bei der NBS Fra-Ma - sollte man sich aber ruhig mal ansehen, was sie da so an Murks geplant haben. Da kommt einem zum Teil das Graußen, auch weil sie immer noch an den Einsatz von 300km/h schnellen Neigezügen in Deutschland glauben bzw. drauf pochen. Höchst amüsant und realistätsfern...
Vielen Dank!
bigbug21, Sonntag, 31.10.2010, 22:38 (vor 5664 Tagen) @ Mario
Hallo Mario,
Das ist hochinteressant. Ist das denn irgendwo dokumentiert? Oder woher weißt du es?
Hier: http://gruene-gegen-stuttgart21.de/dl/gutachten/VR-Erkaer070910.pdf
Allerdings stammt dies vin V&R selbst. Ob es so wirklich der Wahrheit oder nur einer Selbstbeweihräucherung entspricht, mag dahingestellt sein.Bei den beiden drei anderen Projekten - vor allem bei der NBS Fra-Ma - sollte man sich aber ruhig mal ansehen, was sie da so an Murks geplant haben. Da kommt einem zum Teil das Graußen, auch weil sie immer noch an den Einsatz von 300km/h schnellen Neigezügen in Deutschland glauben bzw. drauf pochen. Höchst amüsant und realistätsfern...
Hmm... bei allem, was man über Vieregg-Rösler-Studien denken kann, gibt es keinen unabhängigen Beleg dafür, dass die Idee der Kölner Flughafenschleife tatsächlich aus der Feder des Büros stammt.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Täuschen dich deine Augen?
naseweiß, Donnerstag, 28.10.2010, 21:30 (vor 5667 Tagen) @ Mario
Man sieht deutlich, dass bei V&R bei den Gleisen 2/3 und 6/7 jeweils im Norden und Süden Weichen und Verbindungen fehlen, wodurch ein flexibleres Ein- und Ausfahren zur gleichen Zeit möglich ist. Auch fehlt bei V&R im Norden die Verbindung aus Richtung Feuerbach auf das Gegengleis, wodurch man aus dieser Richtung ALLE 8 Gleise erreichen könnte, falls irgendwie nötig bzw. gewünscht.
Welche Weichen zur flexibleren Aus- und Einfahrt vermisst du im verlinkten V&R-Gleisplan bitte genau?
Ich finde im Neue-Herz-Europa-Gleisplan genau 4 zusätzliche Weichen:
- 2 Weichen beim zusätzlichen Gleiswechsel (Mitte zwischen den beiden Richtungsgruppen) im Nordwestkopf, Verbindung Richtungsgleise aus Cannstatt und Feuerbach <-> Bahnsteig 3 und 4
- 2 Weichen beim zusätzlichen, unnötigen Gleiswechsel im Südostkopf vom Richtungsgleis aus Wangen
Erstere Verbindung ist sicher nur für Sonderfälle nutzbar, zweitere völlig unnötigt, da der Gleiswechsel somit doppelt vorhanden wäre. Mit flexiblerem Ein- und Ausfahren hat das nichts zu tun.
Ich will damit übrigens nicht sagen, dass ich die Schlussfolgerungen von V&R teile, nur dass es richtig ist, auf die Problemstellen hinzuweisen.
Gruß, Naseweiß
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
Zustimmung, zusätzliche Weichen sind irrelevant
Alphorn (CH), Donnerstag, 28.10.2010, 22:10 (vor 5667 Tagen) @ naseweiß
Über der Zeichnung stand "schematischer Gleisplan", nicht Gleisplan. Die zusätzlichen Weichen auf dem realen Gleisplan ändern an der auf Seite 2 illustrierten Konfliktsituation nicht das geringste.
Zustimmung, zusätzliche Weichen sind irrelevant
Mario, Samstag, 30.10.2010, 11:26 (vor 5666 Tagen) @ Alphorn (CH)
Über der Zeichnung stand "schematischer Gleisplan", nicht Gleisplan. Die zusätzlichen Weichen auf dem realen Gleisplan ändern an der auf Seite 2 illustrierten Konfliktsituation nicht das geringste.
An DIESER Konfliktsituation ändern sich natürlich nicht, darum haben V&R ja auch genau diesen Fall hergenommen, weil dieser eben zu ihrem riesen Gleisplan passt.
Doch lass mal die Weiche aus Richtung Feuerbach, welche zu den westlichen Gleisen führt ausfallen. Dann läuft hier nix mehr im Plan von V&R. Im ECHTEN Plan jedoch könnte man dann zumindest noch über das Gegengleis zu Bahnsteig 4 fahren. Gut, so ein Fall kommt wohl selten vor, aber was ist wenn? Die argumentieren doch auch immer mit angeblich mangelnder Betreibsreserve, eben genau weil diese in ihren Plänen wegen fehlender Weichen künstlich so dargestellt wurde.
Täuschung durch Vieregg-Rößler?
Der Beobachter, Freitag, 29.10.2010, 08:21 (vor 5667 Tagen) @ Mario
Hallo zusammen,
möchte diesen Thread mal als Einstieg in das Forum nutzen (war bisher nur passiver Leser).
Aus Zeitmangel habe ich mich bisher noch nicht besonders mit S21 beschäftigt...erst so in den letzten Tagen...so will und kann ich zur Zeit keine fachlich qualifizierte Meinung äußern.
Nur so viel: als ich die Gleispläne von V&R gelesen habe, musste ich schon schmunzeln. Das wirkt irgendwie wie naive Malerei mit den schön geschwungenen Linien. Bei Gleisplänen bin ich eher eine abstraktere Darstellung gewöhnt...so wie beim zweiten Link der DB.
Dann zur Abb.3 von V&R: da habe ich das Gefühl, dass da irgendwie ein Symmetrie-Freak am Werk war. Ob es Sinn macht oder nicht...Hauptsache viele Weichen.
Und ein stichhaltiges Gutachten sieht anders aus! Das was hier V&R abgeliefert hat, gleicht mir mehr einem etwas ausführlicherem Schulaufsatz zum Thema.
Nicht-technische Gleispläne
Benjamin.Keller, Freitag, 29.10.2010, 16:11 (vor 5667 Tagen) @ Der Beobachter
bearbeitet von Benjamin.Keller, Freitag, 29.10.2010, 16:15
Nur so viel: als ich die Gleispläne von V&R gelesen habe, musste ich schon schmunzeln. Das wirkt irgendwie wie naive Malerei mit den schön geschwungenen Linien. Bei Gleisplänen bin ich eher eine abstraktere Darstellung gewöhnt...so wie beim zweiten Link der DB.
Ich halte es für die richtige Entscheidung, (Karten-)Dokumente, die für die breite Öffentlichkeit erstellt werden, zwar richtig aber möglichst gut erfassbar zu gestalten. Normale Gleispläne sind für normale Menschen deutlich schwieriger zu erfassen.
Womit wir wieder beim viel zitierten Thema der besseren "Vermittlung" sind...
"Herz"-Plan entspricht _nicht_ der Planfeststellung
bigbug21, Samstag, 30.10.2010, 20:47 (vor 5665 Tagen) @ Mario
Hallo in die Runde,
ich habe mir gestern im Rahmen einer Sichtung von Planfeststellungsunterlagen bei der EBA-Außenstelle Stuttgart mir erstmals die Gleiskonfiguration des geplanten Stuttgarter Hauptbahnhofs angesehen.
Das Gleissystem ist ein recht komplexes Gewirr verschiedenster einfacher Weichen, Kreunzungsweichen, Bogenweichen und Kreuzungen verschiedenster Radien. Doch wenn ich nicht völlig verlernt habe, derartige Pläne zu lesen, stimmt die Skizze auf den "Herz"-Seiten _nicht_ mit den amtlich im Abschnitt 1.1 planfestgestellten Plänen überein.
Demnach sind nach den planfestgestellten Plänen Ausfahrten ins Gegengleis in beiden Bahnhofsköpfen nur aus den beiden mittleren Gleisen 4 und 5 möglich. Die in der "Herz"-Skizze dargestellte Möglichkeit, aus den Gleisen 6 bis 8 Richtung Bad Cannstatt oder Feuerbach im Gegengleis auszufahren, nicht möglich.
Eine weitere interessante Erkenntnis der gestrigen Sichtung war indes die Aussage im Erläuterungsbericht, dass der Nordkopf des Hauptbahnhofs zwischen Raumordnung und Planfeststellung um rund 150 Meter verschoben bzw. verkürzt wurde, um eine im Zuge des Erkundungsprogramm gefundene Anhydritlinse im Bereich im Vorfeldes zu vermeiden. An Stelle der vergleichsweise aufwendigen zwei zweigleisigen Tunnelröhren liegen in diesem Bereich nun vier eingleisige Röhren des viel zitierten 4,05-Meter-Profils.
Es ist eine Schande, dass wir aufgrund der Unfähigkeit des Saftladens, zumindest elementare Erläuterungsberichte und Pläne online zu stellen, hier kaum eine fundierte Fachdiskussion führen können!
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
"Herz"-Plan entspricht _nicht_ der Planfeststellung
Mario, Sonntag, 31.10.2010, 13:29 (vor 5665 Tagen) @ bigbug21
Das Gleissystem ist ein recht komplexes Gewirr verschiedenster einfacher Weichen, Kreunzungsweichen, Bogenweichen und Kreuzungen verschiedenster Radien. Doch wenn ich nicht völlig verlernt habe, derartige Pläne zu lesen, stimmt die Skizze auf den "Herz"-Seiten _nicht_ mit den amtlich im Abschnitt 1.1 planfestgestellten Plänen überein.
Demnach sind nach den planfestgestellten Plänen Ausfahrten ins Gegengleis in beiden Bahnhofsköpfen nur aus den beiden mittleren Gleisen 4 und 5 möglich. Die in der "Herz"-Skizze dargestellte Möglichkeit, aus den Gleisen 6 bis 8 Richtung Bad Cannstatt oder Feuerbach im Gegengleis auszufahren, nicht möglich.
Demzufolge stimmt also der Gleisplan von Vieregg-Rößler auch nicht mit der Realität überein und ist also noch "fälscher" als der Herz-Gleisplan, oder? Ich hoffe mal, dass der richtige Gleisplan spätestens bis zum Donnerstag auch frei zugänglich ist, so dass man sich hier auch mal ein echtes und fundiertes Urteil bilden kann. Denn solange die Gegner mit dem falschen V&R-Plan argumentieren und die Befürworter mit einen der Öffentlichkeit nicht zugänglichen, drehen wir uns hier im Kreis und kommen nie auf einen sachlichen Nenner.
Eine weitere interessante Erkenntnis der gestrigen Sichtung war indes die Aussage im Erläuterungsbericht, dass der Nordkopf des Hauptbahnhofs zwischen Raumordnung und Planfeststellung um rund 150 Meter verschoben bzw. verkürzt wurde, um eine im Zuge des Erkundungsprogramm gefundene Anhydritlinse im Bereich im Vorfeldes zu vermeiden. An Stelle der vergleichsweise aufwendigen zwei zweigleisigen Tunnelröhren liegen in diesem Bereich nun vier eingleisige Röhren des viel zitierten 4,05-Meter-Profils.
Das kann man aber aus den Infos auf http://www.das-neue-herz-europas.de/default.aspx schon sehr gut herauslesen. Von zwei zweigleisigen Tunnels ist da keine Rede mehr. Und gerade weil man diese Verschiebung vorgenommen hat, kann man doch gut erkennen, dass man sich bei der DB wirklich Gedanken um das Thema Anhydrit macht.
Es ist eine Schande, dass wir aufgrund der Unfähigkeit des Saftladens, zumindest elementare Erläuterungsberichte und Pläne online zu stellen, hier kaum eine fundierte Fachdiskussion führen können!
Das stimmt und da kritisiere ich als klarer Befürworter von Stuttgart21 ebenfalls die schlechte Informationspolitik, die hier sicher auch ihren Teil zu dem Aufstand mit beiträgt. Zu jedem Sch... werden PF-Unterlagen haarklein eingestellt (z.B. Flughafenausbau in Frankfurt und München oder für Autobahnabschnitte und -raststätten)), warum hier nicht??? Wir leben eben in einer Informationsgesellschaft, wo die Anforderungen der Bürger nach Infos eben größer geworden ist. Dem muss man einfach nachkommen, denn sie als Steuerzahler kommen schließlich dafür auf.
Im Gegenzug kritisiere ich aber genauso die aufstachelnde und unsachliche "Diskussionsweise" der Gegner. Vor allem Herr Palmer mit seinen nicht oft unsachlichen Angriffen, trägt leider nicht viel zu sachlichen Diskussion bei. Ihm geht es meist nur darum, Käfer gezielt anzugreifen. Das ist weder sachlich noch korrekt. Es ist ein reines Hinstellen der anderen Seite inkl. Wort im Mund herumdrehen.
Wenn das hier wirklich eine Schlichtung sein soll, dann müssen die Planer - also die DB - endlich ALLE Pläne auf den Tisch legen (im Internet!) und im Gegenzug die Kritiker endlich einen Gang runterschalten und zur Sachdiskussion übergehen anstatt nur immer die Gegenseite mit allen Tricks hinstellen zu wollen. Auch bemängle ich schon seit langem, dass auf der Pro-Seite noch mindestens zwei wirkliche Bürgervertreter fehlen. Die Kontra-Seite hat vier davon! Wenn das mal geschafft wäre, dann könnte man hier wirklich mal sachlich und im Sinne der Bürger diskutieren und vielleicht ja doch auf einen Konsens kommen. Aber so wie bisher kann und darf es nicht weitergehen - und das gilt für beide Seiten!
"Herz"-Plan entspricht nicht der Planfeststellung
naseweiß, Sonntag, 31.10.2010, 13:45 (vor 5665 Tagen) @ Mario
Demnach sind nach den planfestgestellten Plänen Ausfahrten ins Gegengleis in beiden Bahnhofsköpfen nur aus den beiden mittleren Gleisen 4 und 5 möglich. Die in der "Herz"-Skizze dargestellte Möglichkeit, aus den Gleisen 6 bis 8 Richtung Bad Cannstatt oder Feuerbach im Gegengleis auszufahren, nicht möglich.
Demzufolge stimmt also der Gleisplan von Vieregg-Rößler auch nicht mit der Realität überein und ist also noch "fälscher" als der Herz-Gleisplan, oder?
Ich habe jetzt nicht den ganzen Beitrag von @bigbug21 gelesen, aber in dem oben zitierten Absatz hat er nur bestätigt, dass die Querverbindung von den Richtungsgleisen von Bad Cannstatt und Feuerbach zu den Gleisen 6-8 nicht mehr geplant ist. Ist die laut V&R möglich?
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"Herz"-Plan entspricht nicht der Planfeststellung
JW, Sonntag, 31.10.2010, 14:21 (vor 5665 Tagen) @ naseweiß
Hallo,
Ich habe jetzt nicht den ganzen Beitrag von @bigbug21 gelesen, aber in dem oben zitierten Absatz hat er nur bestätigt, dass die Querverbindung von den Richtungsgleisen von Bad Cannstatt und Feuerbach zu den Gleisen 6-8 nicht mehr geplant ist. Ist die laut V&R möglich?
Nein, das ist einer der Unterschiede, der beiden Pläne.
Ich halte diese Gleisverbindung aber auch nicht für kapazitätsrelevant. Ein Bahnhof im reinen Richtungsbetrieb ist ja nun mal die Bahnhofsvariante mit der höchsten Kapazität (pro Bahnhofsgleis), durch weitere Weichen zum Wechseln der Bahnhofseite lässt sich die Kapazität nicht erhöhen. Den einzigen Sinn dieser Verbindung sehe ich in dem Fall, dass ein Zug im Bahnhof liegen geblieben ist. Dann könnte aus Richtung Bad Cannstatt/Feuerbach eine Hilfslok ohne Fahrtrichtungswechsel zur Hilfe eilen und den Zug wieder in Richtung Bad Cannstatt/Feuerbach herausziehen, ohne dass ein Tunnel in Gegenrichtung befahren werden muss.
Gruß Jörg
"Herz"-Plan entspricht nicht der Planfeststellung
naseweiß, Sonntag, 31.10.2010, 15:23 (vor 5665 Tagen) @ JW
(...) Ist die laut V&R möglich?
Nein, das ist einer der Unterschiede, der beiden Pläne.
Ich halte diese Gleisverbindung aber (...)
Alles richtig. Die Frage ging aber speziell an den Nutzer Mario.
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"Herz"-Plan entspricht nicht der Planfeststellung
Mario, Sonntag, 31.10.2010, 20:38 (vor 5664 Tagen) @ naseweiß
Ich habe jetzt nicht den ganzen Beitrag von @bigbug21 gelesen, aber in dem oben zitierten Absatz hat er nur bestätigt, dass die Querverbindung von den Richtungsgleisen von Bad Cannstatt und Feuerbach zu den Gleisen 6-8 nicht mehr geplant ist. Ist die laut V&R möglich?
Bei V&R kommt diese Verbindung garnicht vor und es wird auch nirgends in dem Gutachten Bezug darauf genommen. Und durch die Verschiebung des Nordvorfeldes scheint diese Verbindung auch nicht mehr als nachträglicher Zusatz möglich zu sein. Doch wozu soll diese Verbindung bitte gut sein? Auf das Gegengleis komme ich jeweils über die Gleise 4 und 5, was für diese wohl nur im Störungsfall nötige Fahrtbeziehung völlig ausreicht. Aus jeder Richtung über jedes Gleis (auch Gegengleis!) in jede Richtung zu kommen, ist zwar schön, aber in der Form völlig unnötig weil teils unsinnig.
Es ist eben DAS Problem, dass der entgültige Gleisplan nicht öffentlich gemacht wurde. Und solange die DB das nicht tut, muss sie sich freilich immer weiter die Vorwürfe der Gegner anhören, die auf dem unvollständigen - also falschen - Plan von V&R basieren. So kann man natürlich zu keiner Basis kommen, mit der man sachlich diskutieren kann, wenn man nicht den wirklichen Gleisplan vor sich hat. Würde die DB endlich den Plan, wie es eigentlich sein sollte, veröffentlichen, dann könnte sie ein paar Gegenargumente auf Basis des falschen V&R-Plans sicher gut entkräften.
"Herz"-Plan entspricht nicht der Planfeststellung
naseweiß, Sonntag, 31.10.2010, 21:59 (vor 5664 Tagen) @ Mario
Ich habe jetzt nicht den ganzen Beitrag von @bigbug21 gelesen, aber in dem oben zitierten Absatz hat er nur bestätigt, dass die Querverbindung von den Richtungsgleisen von Bad Cannstatt und Feuerbach zu den Gleisen 6-8 nicht mehr geplant ist. Ist die laut V&R möglich?
Bei V&R kommt diese Verbindung garnicht vor und es wird auch nirgends in dem Gutachten Bezug darauf genommen. Und durch die Verschiebung des Nordvorfeldes scheint diese Verbindung auch nicht mehr als nachträglicher Zusatz möglich zu sein. Doch wozu soll diese Verbindung bitte gut sein? (...)
Genau. Wieso wird der V&R-Gleisplan nun fälscher, wenn er einen Gleisverbindung weggelassen hat, die es also doch nicht gibt?
Es ist eben DAS Problem, dass der entgültige Gleisplan nicht öffentlich gemacht wurde. Und solange die DB das nicht tut, muss sie sich freilich immer weiter die Vorwürfe der Gegner anhören, die auf dem unvollständigen - also falschen - Plan von V&R basieren. So kann man natürlich zu keiner Basis kommen, mit der man sachlich diskutieren kann, wenn man nicht den wirklichen Gleisplan vor sich hat. Würde die DB endlich den Plan, wie es eigentlich sein sollte, veröffentlichen, dann könnte sie ein paar Gegenargumente auf Basis des falschen V&R-Plans sicher gut entkräften.
Der V&R-Gleisplan entspricht im Moment dem anscheinend veralteten Neue-Herz-Gleisplan ohne die nun obsolete Gleisverbindung. Was ist nun falsch? Die neue Planung wird angesichts der notwendig gewordene Platzeinsparung im Nordkopf wohl kaum zusätzliche Überwerfungen, wie von V&R vorgeschlagen, hinzugefügt haben, sondern dem alten Weichenkonfiguration übernommen haben. Und diese ist vom Grundprinzip ohne zusätzliche Überwerfungen ja schon optimal.
Fragen sind nun eher die nach den über die Weichen fahrbaren Geschwindigkeiten und die Länge der Durchrutschwege. Auf DSO läuft aktuell zu dem Thema eine Diskussion.
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"Herz"-Plan entspricht _nicht_ der Planfeststellung
bigbug21, Sonntag, 31.10.2010, 23:18 (vor 5664 Tagen) @ Mario
Hallo Mario,
[...]
Demzufolge stimmt also der Gleisplan von Vieregg-Rößler auch nicht mit der Realität überein und ist also noch "fälscher" als der Herz-Gleisplan, oder? Ich hoffe mal, dass der richtige Gleisplan spätestens bis zum Donnerstag auch frei zugänglich ist, so dass man sich hier auch mal ein echtes und fundiertes Urteil bilden kann. Denn solange die Gegner mit dem falschen V&R-Plan argumentieren und die Befürworter mit einen der Öffentlichkeit nicht zugänglichen, drehen wir uns hier im Kreis und kommen nie auf einen sachlichen Nenner.
Sozusagen. Mir fehlt im Moment die Zeit, mich mit meinen eigenen handgeschriebenen Skizzen des Gleisfeldes auseinanderzusetzen. Nur mal ein Beispiel, wo auch die V+R-Zeichnung irreführend zu sein scheint: Das Gleis 2 (das nördliche Gleis am südlichen Bahnsteig) ist in der V+R-Zeichnung als weitgehend gerade Fortführung des Richtungsgleises von Bad Cannstatt dargestellt. Tatsächlich aber fädelt es um km -0,5 (fast 300 m vor dem westlichen Beginn der Bahnsteig) auf 760-m-Weichen (80 km/h) abzweigend sowohl aus dem Gleis von Bad Cannstatt als auch aus dem Gleis von Feuerbach aus, die in einer Bogenweiche zusammengeführt werden.
Im Übrigen: Wenn du irgendwie mal im Raum Stuttgart bist, ruf vorher beim EBA an und gucke einfach selbst mal in die Unterlagen rein.
Eine weitere interessante Erkenntnis der gestrigen Sichtung war indes die Aussage im Erläuterungsbericht, dass der Nordkopf des Hauptbahnhofs zwischen Raumordnung und Planfeststellung um rund 150 Meter verschoben bzw. verkürzt wurde, um eine im Zuge des Erkundungsprogramm gefundene Anhydritlinse im Bereich im Vorfeldes zu vermeiden. An Stelle der vergleichsweise aufwendigen zwei zweigleisigen Tunnelröhren liegen in diesem Bereich nun vier eingleisige Röhren des viel zitierten 4,05-Meter-Profils.
Das kann man aber aus den Infos auf http://www.das-neue-herz-europas.de/default.aspx schon sehr gut herauslesen. Von zwei zweigleisigen Tunnels ist da keine Rede mehr. Und gerade weil man diese Verschiebung vorgenommen hat, kann man doch gut erkennen, dass man sich bei der DB wirklich Gedanken um das Thema Anhydrit macht.
Oh, da habe ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt: Planfestgestellt sind in den Abschnitten 1.2 (Fildertunnel) und 1.5 (Zuführung Feuerbach, Bad Cannstatt) tatsächlich beidseitig je zwei je zweigleisige Tunnel, die jeweils nach rund 200 m in je vier eingleisige Röhren übergehen. In den Wikipedia-Artikeln zu den Tunneln Filder und Obertürkheim ist das inzwischen recht detailliert beschrieben. Für die beiden anderen Tunnel sind entsprechende Ergänzungen vorbereitet und folgen, sobald ich Zeit finde.
Es ist eine Schande, dass wir aufgrund der Unfähigkeit des Saftladens, zumindest elementare Erläuterungsberichte und Pläne online zu stellen, hier kaum eine fundierte Fachdiskussion führen können!
Das stimmt und da kritisiere ich als klarer Befürworter von Stuttgart21 ebenfalls die schlechte Informationspolitik, die hier sicher auch ihren Teil zu dem Aufstand mit beiträgt. Zu jedem Sch... werden PF-Unterlagen haarklein eingestellt (z.B. Flughafenausbau in Frankfurt und München oder für Autobahnabschnitte und -raststätten)), warum hier nicht??? Wir leben eben in einer Informationsgesellschaft, wo die Anforderungen der Bürger nach Infos eben größer geworden ist. Dem muss man einfach nachkommen, denn sie als Steuerzahler kommen schließlich dafür auf.
Das ist wahr. Auch wenn man einschränkend hinzufügen könnte, dass die DB mit erheblichen Eigenmitteln in dem Projekt involviert ist, so ließen sich doch viele Diskussionen versachlichen und beschleunigen, wenn zumindest elementare Pläne online stünden.
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Viele Grüße aus Dresden
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
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