Abenteuer RailPlus (Fahrkarten und Angebote)
Problem:
Von Barcelona nach Hamburg. Ohne irgendwelche Sonderpreise (danke für die Tipps, aber ich musste wirklich kurzfristig fahren). Ausstattung: BC 50 mit Railplus. Und jede Menge Geld.
1. Versuch.
Ziel: Von Barcelona mit dem Nachtzug nach Genf, von dort dann irgendwie weiter bis Basel und dann mit ICE nach D. (Auskunft der DB-Website).
Ansatz: Zum Schalter in Barcelona und Karte bis Basel holen. In Basel neue Karte mit BC50-Rabatt besorgen.
Ergebnis: Schalter mag nur bis Bern oder Zürich ausstellen. Für Railplus interessiert sich keiner, nur das Alter ist entscheidend. Preis bis Bern: 100,40 EUR.
Ergebnis: Wurde leider nichts, da mein Taxifahrer nicht verstand, dass ich beim Ziel "Franca" mit hingehaltener Renfe-Fahrkarte mit dick unterstrichenem Stationsnamen zum Bahnhof und nicht zu einer irgendwie ähnlich klingenden Straße will. 5 Minuten nach Abfahrt stand ich am Gleis und konnte 15 Euro fürs Taxi und den halben Fahrpreis abschreiben, denn nur 50 % wollte Renfe mir die 5 Minuten nach Abfahrt noch erstatten.
2. Versuch, eine Nacht später (immerhin ist es in Barcelona schön warm auf der Straße).
Ziel: Von Barcelona mit dem Talgo nach Montpellier. Weiter mit dem TGV nach Paris, umsteigen auf den ICE bis Frankfurt und dann mit dem Nacht-IC über NRW nach Hamburg.
Ansatz: Fahrkarte mit Railplus bis Paris buchen. Von Paris dann entweder, sofern möglich, gleich eine Karte mit BC50-Rabatt bis Hamburg buchen oder mit Railplus eben bis Saarbrücken und vor Saarbrücken an Bord eine Karte für die Reststrecke kaufen.
Ergebnis:
Der spanische Schalter kann keine Fahrkarte für Barcelona - Paris mit Railplus verkaufen. Nur "normal" zu 141,40 Euro. Alternativ solle ich doch mal zum Schalter in Montpellier gehen und nur bis dorthin lösen. (Kein Problem, die Umsteigezeit wäre ohnehin knapp eine Stunde). Also so. Die Karte bis nach Frankreich konnte Renfe auch mit Railplus-Rabatt verkaufen, kostete 40,xx Euro.
In Montpellier angekommen stellte ich mich brav in die Schlange und dann prallten am Schalter meine schlechten Französischkenntnisse und eine missmutige SNCF-Mitarbeiterin aufeinander. Auf die Frage "Carte de Réduction?" hielt ich meine BC hin, wies dreimal auf das Railplus-Logo hin und schaute fassungslos zu, wie die gute Frau geschlagene fünf Minuten in ihrem Rechner nach "Bahn" suchte. Im Endeffekt gab es keinen einzigen Cent Rabatt und ich zahlte 94,80 Euro bis Paris und dann noch einmal knapp 35 Euro bis Saarbrücken. (wie das mit den 140 Euro der völlig unrabattierten Gesamtstrecke Barcelona-Paris passen könnte, weiß ich nicht) Die Umsteigezeit in Paris war mir angesichts der Schlange vor dem Schalter in Montpellier etwas zu kurz geworden angesichts der Zwangsreservierung im ICE.
Im Zug nach Frankfurt angekommen sprach ich den Zugbegleiter direkt an. Er war verwundert und meinte, dass ich für die französische Strecke selbstverständlich 25 % Rabatt bekommen hätte. Es gab eine Bestätigung auf meine Fahrkarte Paris-Saarbrücken, dass ich mit BC unterwegs war. Damit bekäme ich die 25 % auch in Deutschland problemlos am Schalter zurück.
Vielleicht kennt sich jemand aus:
1. Muss ich bei Vorlage der fälschlich unrabattierten Fahrkarte mit den üblichen 15 Euro Abzug rechnen? Dann brauche ich gar nicht zum Schalter.
2. Wer hat hier alles Mist gebaut?!
3. Was wäre vermutlich die beste Strategie gewesen?
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- Abenteuer RailPlus -
Herbert,
04.09.2008, 15:15
- Abenteuer RailPlus -
Herbert,
04.09.2008, 15:17
- Abenteuer RailPlus -
Fabi,
04.09.2008, 16:03
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Herbert,
04.09.2008, 16:05
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stuttgarter,
05.09.2008, 13:45
- Abenteuer RailPlus - Velaro, 08.09.2008, 14:01
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stuttgarter,
05.09.2008, 13:45
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Fabi,
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Herbert,
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