Vorfälle im Privatleben / Namen mit Migrationshintergrund (Allgemeines Forum)

bahn-user, Donnerstag, 21.10.2010, 09:57 (vor 5712 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von bahn-user, Donnerstag, 21.10.2010, 09:59

Die Pseudonamen, naja ich weiß nicht was ich davon halten soll, kann aber die Zugbegleiter verstehen.
Ein Fall ist mir auch persönlich bekannt, wo Reisende im Nachhinein den Zugbegleiter Hause "besucht" haben!

Was ist mit dem passiert? Wieviele Reisende haben den denn konkret besucht? Wurde er ins Krankenhaus geprügelt?

Auf DSO stand was von "Telefonterror". Duh. Ist ja wie früher bei jenen Lehreren, die im Telefonbuch standen! Bei zig-Millionen von Fahrgästen jeden Tag passiert sowas wie oft? Vielleicht sollte man in allen Berufen mit Kundenkontakt sowas einführen, denn auch anderswo könnte es Idioten geben. Blah.

Ich halte das Ganze für eine schlechte Idee, denn wie schon jemand meinte, gibt man damit letztlich den Idioten nach und schafft sich eine Unkultur, die alles noch Unpersönlicher macht im Zusammenleben. Dann lieber ganz auf Schildchen verzichten. Man sollte andere Wege suchen, mit der Problematik umzugehen, denn der eigentliche Streß - die Gewalt direkt am Arbeitsplatz gerade im Nahverkehr - wird dadurch nicht geringer.

Ich verstehe die Diskussion schon nicht bei der Polizei. Richter geben auch ihren vollen Namen an und kriegen privat keinen Ärger. Bei Behörden ebenso (die haben durchaus in Berlin bei vielen Ärbeitsplätzen offen martialische "Alarmknöpfe" auf ihren Schreibtischen stehen, aber ihre Briefe unterzeichen sie - hoffentlich? - noch mit ihrem echten Namen)

Noch zwei Dinge:

Lustig an der Änderung: Sprüche von informierten Fahrgästen wie: "Nur interessehalber: Ist Schulze eigentlich Ihr Klarname oder ihr Deckname?" ;-)

Und interessant: Wie wird es mit Namen mit Migrationshintergrund aussehen?

Gibt es z.B. türkischstämmige Mitarbeiter, die sich dann einen deutschen Decknamen zulegen? Das würde ich für eine gaaaaanz schlechte Idee halten, denn gerade solche Mitarbeiter sollten dem Sarrazin-Hype entgegen treten und ihre Herkunft auch stolz im gewählten Decknamen beibehalten.

Und wird es evtl. "Schulzes geben", die sich einen Migrationsnamen geben, um eben den dumpfen Stereotypen der Fahrgäste mal entgegenzutreten und damit zu spielen? So z.B. ein älterer Sachse, der auf dem Schild "Üzgür" heisst?


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