CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel? (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Sonntag, 10.10.2010, 23:24 (vor 5700 Tagen)
bearbeitet von Alphorn (CH), Sonntag, 10.10.2010, 23:26

Ich nehme Bezug auf eine Frage von sappiosa, aber halte ein neues Thema für angebracht:

6. Was wird in der Schweiz noch an Zulaufstrecken zum Gotthard-Basistunnel ausgebaut?

Die kurze Antwort ist: Vorerst fast nichts. Kein Projekt wurde aufgenommen in den nächsten Investitionsschub "ZEB" (zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur), welcher in einigen Jahren anläuft, erst beim darauffolgenden "Bahn 2030" tut sich vielleicht wieder etwas.

In einer perfekten Welt wären folgende Projekte wünschenswert (von Norden nach Süden):

1. Vierspurausbau Karlsruhe-Basel. Kommt im Schneckentempo voran, die Schweiz wird langsam ungehalten, weil der Ausbau rechtzeitig zur Eröffnung des GBT vertraglich vereinbart war.

2. Vierspurige Brücke über den Rhein in Basel. Ist im Bau.

3. Dritter Tunnel durch den Jura südlich von Basel (der südliche nach Olten und der sudöstliche nach Zürich sind stark ausgelastet), genannt Wisenbergtunnel, Kosten 1.5Mrd EUR. Chancen stehen schlecht für Aufnahme in Bahn 2030.

4. Viele kleine Tunnelprofilausbauten zwischen Zürich und Gotthard, damit verladene Lastwagen mit 4m Eckhöhe sowie Doppelstockzüge verkehren können (geht bisher erst auf der Lötschberg-Route). Kosten zirka 400 Mio EUR, Chancen für Aufnahme ins Projekt Bahn 2030 stehen relativ gut. Die Lötschberg-Route hat übrigens das grosse Profil, auf der Fortsetzung Simplon soviel ich weiss aber nur auf einem der beiden Gleise.

5. Alternativ zum Gotthard: Fertigbau der zweiten Röhre des Lötschberg-Basistunnels. Chancen stehen schlecht; denn auch so ist im Gegensatz zum Gotthard eine Flachbahn wegen der anschliessenden Simplon-Strecke nicht gegeben.

6. An den Gotthard-Basistunnel schliesst sich südlich der Ceneri-Basistunnel an. Südwestlich davon bräuchte man einen Tunnel nach Luino in Richtung Güterbahnhof Novara. Es existiert zwar bereits eine flache Route Bellinzona-Luino, sie ist aber einspurig und weil zwischen See und Berg eingeklemmt kaum erweiterbar. Dieses Projekt ist in einem sehr frühen Stadium und bisher kein Kandidat für Bahn 2030.

7. Alternativ zu 6.: Südlich des Ceneri-Tunnels ein Tunnel nach Chiasso in Richtung Knoten Mailand. Nötig ist er, weil die existierende Route 17 Promille Steigung hat und nicht als Flachbahn gelten kann (Rest der Strecke: 12 Promille). Vorteil wäre, dass auch der Personenverkehr profitiert. Aber selbst wenn aber dieses teure Projekt gebaut wird: Die Bahnstrecken rund um Mailand sind total überlastet und eine neue Doppelspur für den Güterverkehr wäre nötig, aber in Italien tut sich ausser Versprechungen nichts.

Übersichtskarte Mailand

Insgesamt gilt, dass das enorme Potential des Gotthard-Basistunnels noch lange nicht ausgenützt werden kann. Weder kann die grosse potentielle Anzahl Züge zum Tunnel geschafft werden, noch können Züge mit hohem Profil zum Tunnel gelangen, noch kann die Strecke als Flachbahn gelten.

Die grösseren Probleme liegen im Ausland. Solange die Kapazität südlich von Karlsruhe und nördlich von Mailand nicht geschaffen werden, machen weitere Ausbauten in der Schweiz wenig Sinn. Zu beachten ist auch, dass die drei Tunnel ein finanzieller Kraftakt für die kleine Schweiz waren (ein entsprechend grosses Projekt in Deutschland würde 140 Mrd EUR kosten!) und dass jetzt auch andere Verbindungen als nur die Gotthardroute zum, äh, Zug kommen sollen.

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

Alphorn (CH), Montag, 11.10.2010, 01:15 (vor 5700 Tagen) @ Alphorn (CH)

Da hab ich noch etwas vergessen zwischen 3. und 4.: Südlich von Zürich ist noch ein Doppelspurtunnel geplant, wo sich momentan ein Einspur-Engpass befindet: Der Zimmerberg-Basistunnel II. Hat erstaunlicherweise sehr gute Chancen bei Bahn 2030, obwohl er nur 7 Minuten Fahrzeit spart und es fraglich ist, ob da viel NEAT-Güterverkehr durchlaufen wird (die Hauptachse für den Güterverkehr verläuft westlich von Zürich durch Rotkreuz). Vermutlich ist das Hauptaugenmerk die Kapazität der Strecke Zürich-Luzern, wo ein Viertelstundentakt kommen soll.

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

echter HGV, Montag, 11.10.2010, 19:07 (vor 5699 Tagen) @ Alphorn (CH)

Sollen nicht auch der Gotthard-Basistunnel über eine Neubaustrecke direkt mit dem Ceneri-Basistunnel verbunden werden? Oder ist diesen Projekt gestorben. Es würde ja eigentlich Sinn machen. Sowohl für den Güter-, wie den Fernverkehr.

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

Alphorn (CH), Dienstag, 12.10.2010, 01:32 (vor 5699 Tagen) @ echter HGV
bearbeitet von Alphorn (CH), Dienstag, 12.10.2010, 01:35

Sollen nicht auch der Gotthard-Basistunnel über eine Neubaustrecke direkt mit dem Ceneri-Basistunnel verbunden werden? Oder ist diesen Projekt gestorben. Es würde ja eigentlich Sinn machen. Sowohl für den Güter-, wie den Fernverkehr.

Solche Pläne gibt es:
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Es ist aber völlig klar, dass dies noch sehr, sehr lange dauern wird. Diese Strecken waren nicht mal in der Diskussion für Bahn 2030, also läuft die nächsten 20 Jahre garantiert nichts.

Meiner Meinung nach sind diese Bauwerke auch nicht wirklich dringend: Es fahren da heute nur 3 Personenzüge pro Stunde. Bei 3 Minuten Zugfolgezeit kriegt man bis zu 20 Züge pro Stunde auf die Strecke (genügend Überholgleise vorausgesetzt) sodass noch eine Menge Kapazität für Güter übrigbleibt. Da wird man auf anderen Abschnitten garantiert früher ans Limit kommen.

Beschleunigung des Fernverkehrs ist auch nicht dringend. Die Gotthardstrecke ist von den Passagierzahlen ziemlich unwichtig, und die NEAT-Fahrzeit ist auf die Knoten Zürich und Mailand abgestimmt; es würden also nur längere Umsteigezeiten in einem der Knoten entstehen, wenn man sie verkürzte.

Mehr Sorgen macht mir da, dass der schwierige Teil der Flachbahn zwar bald gebaut ist, aber noch nicht absehbar ist, wann und wo das letzte relativ kurze Stück im Süden dazukommt.

Betrieb mit Gotthard-Basistunnel

naseweiß, Dienstag, 12.10.2010, 10:56 (vor 5699 Tagen) @ Alphorn (CH)

Meiner Meinung nach sind diese Bauwerke auch nicht wirklich dringend: Es fahren da heute nur 3 Personenzüge pro Stunde.

Verkehren heute nicht nur 2, IR und EC jeweils stündlich? Was soll der dritte Zug werden, braucht es den? Oder ging es um einen südlichen Abschnitt?

Was passiert eigentlich mit der Altstrecke, über die der IR weitere Halte bedient? Der bleibt ja wohl und somit die Strecke. Bleibt es bei der Korrespondenz in Arth-Goldau, also der abwechselnden Führung von EC und IR nach Zürich und Basel?

Bei 3 Minuten Zugfolgezeit kriegt man bis zu 20 Züge pro Stunde auf die Strecke (genügend Überholgleise vorausgesetzt) sodass noch eine Menge Kapazität für Güter übrigbleibt. Da wird man auf anderen Abschnitten garantiert früher ans Limit kommen.

Soll es im Gotthard-Basistunnel Überholbahnhöfe geben? Wenn dort der EC mit 250 km/h fährt, kostet das einige Güterzugtrassen.

Beschleunigung des Fernverkehrs ist auch nicht dringend. Die Gotthardstrecke ist von den Passagierzahlen ziemlich unwichtig, und die NEAT-Fahrzeit ist auf die Knoten Zürich und Mailand abgestimmt; es würden also nur längere Umsteigezeiten in einem der Knoten entstehen, wenn man sie verkürzte.

Was ist denn die heutige bzw. zukünftige Knotenzeit?

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Betrieb mit Gotthard-Basistunnel

Alphorn (CH), Dienstag, 12.10.2010, 14:20 (vor 5699 Tagen) @ naseweiß

Verkehren heute nicht nur 2, IR und EC jeweils stündlich? Was soll der dritte Zug werden, braucht es den? Oder ging es um einen südlichen Abschnitt?

Es gibt dann nur noch den südlichen Abschnitt :) Richtig, über den Gotthard verkehren nur der IR und der EC, aber ab Biasca kommt noch eine S-Bahn dazu. Der Gotthard-Basistunnel endet in Biasca. Siehe Netzgrafik (PDF).

Was passiert eigentlich mit der Altstrecke, über die der IR weitere Halte bedient? Der bleibt ja wohl und somit die Strecke. Bleibt es bei der Korrespondenz in Arth-Goldau, also der abwechselnden Führung von EC und IR nach Zürich und Basel?

Ja. Nach langfristiger Planung fährt der EC durch den Basistunnel, der IR über die Bergstrecke, und sie treffen sich weiterhin in Arth-Goldau (ich weiss nicht, ob das auch in der Übergangsphase ohne Ceneritunnel gilt). Neue ITF-Knoten entstehen leider nicht.

Soll es im Gotthard-Basistunnel Überholbahnhöfe geben? Wenn dort der EC mit 250 km/h fährt, kostet das einige Güterzugtrassen.

Es gibt keine Überholbahnhöfe, nur eine Nothaltestelle. Der Tunnel ist für Tempo 250 ausgelegt, der EC wird aber voraussichtlich nur Tempo 200 fahren, damit spart man erstens Trassen und zweitens Energie (die Fahrt durch den Basistunnel kostet auch so schon mehr Energie als über die Bergstrecke). Mit Tempo 250 könnte man die Fahrzeit nur um drei Minuten reduzieren.

Was ist denn die heutige bzw. zukünftige Knotenzeit?

Sowohl Zürich als auch Mailand sind Knoten zur vollen Stunde. Aktuelle Fahrzeit ist 3h41, was an jedem der Bahnhöfe 10 Minuten zur Knotenzeit lässt und somit ideal ist. Langfristig angepeilt werden 2h40, dafür muss der Ceneri-Basistunnel auch noch fertig sein (2019) und eventuell sogar der Zimmerberg-Basistunnel II zwischen Zürich und Zug (zirka 2030). Vermutlich wird man mit Ceneri etwas zwischen 2h40 und 2h50 haben, was nicht ideal, aber akzeptabel ist.

Unklar ist mir, was für Züge nach Mailand verkehren werden. Eigentlich braucht man mehrsystemfähige Einstock-Nichtneigezüge, da haben die SBB gar nichts aktuelles mehr und planen auch keine Anschaffung. Und das aktuelle Rollmaterial (ETR 470) will man eigentlich loswerden.

Halbstundentakt im Basistunnel!

Alphorn (CH), Dienstag, 12.10.2010, 14:46 (vor 5699 Tagen) @ Alphorn (CH)

Ja. Nach langfristiger Planung fährt der EC durch den Basistunnel, der IR über die Bergstrecke, und sie treffen sich weiterhin in Arth-Goldau (ich weiss nicht, ob das auch in der Übergangsphase ohne Ceneritunnel gilt). Neue ITF-Knoten entstehen leider nicht.

Hoppla. Meine Informationen waren nicht mehr aktuell. In diesem hervorragenden Artikel ist vom Halbstundentakt durch den Basistunnel die Rede, wobei jeder zweite Zug bis Mailand verkehrt.

Bei diesem Betriebskonzept bleiben noch 6 Trassen pro Stunde für den Güterverkehr. Will man während der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels alle restlichen Lastwagen verlagern, reicht das nicht mehr, und man muss die Personenzüge bündeln und langsamer fahren lassen.

Betrieb mit Gotthard-Basistunnel

naseweiß, Dienstag, 12.10.2010, 21:25 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 12.10.2010, 21:27

Ja. Nach langfristiger Planung fährt der EC durch den Basistunnel, der IR über die Bergstrecke, und sie treffen sich weiterhin in Arth-Goldau (ich weiss nicht, ob das auch in der Übergangsphase ohne Ceneritunnel gilt). Neue ITF-Knoten entstehen leider nicht.

Wozu auch, viele Knotenbahnhöfe mit Anschlussstrecken gibt es ja nicht.

Soll es im Gotthard-Basistunnel Überholbahnhöfe geben? Wenn dort der EC mit 250 km/h fährt, kostet das einige Güterzugtrassen.

Es gibt keine Überholbahnhöfe, nur eine Nothaltestelle. Der Tunnel ist für Tempo 250 ausgelegt, der EC wird aber voraussichtlich nur Tempo 200 fahren, damit spart man erstens Trassen und zweitens Energie (die Fahrt durch den Basistunnel kostet auch so schon mehr Energie als über die Bergstrecke).

Mehr Energie als über den Berg, interessant. Dazu käme ja noch, dass die Züge nur auf den 56 km NBS (der Tunnel) die 250 km/h nutzen könnten. Man könnte also auf 250er-Garnituren verzichten.

Mit Tempo 250 könnte man die Fahrzeit nur um drei Minuten reduzieren.

3 min bedeuten, dass pro Fernzug eine mögliche Güterzugtrasse verloren ginge.

Was ist denn die heutige bzw. zukünftige Knotenzeit?

Sowohl Zürich als auch Mailand sind Knoten zur vollen Stunde. Aktuelle Fahrzeit ist 3h41, was an jedem der Bahnhöfe 10 Minuten zur Knotenzeit lässt und somit ideal ist. Langfristig angepeilt werden 2h40, dafür muss der Ceneri-Basistunnel auch noch fertig sein (2019) und eventuell sogar der Zimmerberg-Basistunnel II zwischen Zürich und Zug (zirka 2030). Vermutlich wird man mit Ceneri etwas zwischen 2h40 und 2h50 haben, was nicht ideal, aber akzeptabel ist.

Der Vorteil des weitgehend 30-min-Takt in der Schweiz wäre doch, dass man zur Not in Zürich (und Basel usw.) auch um 30 min verschieben könnte, z.B. für die Zeit ohne Ceneri 3,5 h Kantenzeit.

Unklar ist mir, was für Züge nach Mailand verkehren werden. Eigentlich braucht man mehrsystemfähige Einstock-Nichtneigezüge, da haben die SBB gar nichts aktuelles mehr und planen auch keine Anschaffung. Und das aktuelle Rollmaterial (ETR 470) will man eigentlich loswerden.

Was ist mit den ETR 610? Gab es nicht die Ausschreibung für neue Mehrsystem-Neigetechnikzüge, mit den auch München-Genf gefahren werden soll?

Zu den doch 3 Zügen/h: Werden die IR nach Locarno also durch Basistunnel-Züge ersetzt, oder? Dafür bleibt der alte Gotthard-Abschnitt als weitere Linie mit eher regionalem Charakter.

Danke für die Informationen.

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Betrieb mit Gotthard-Basistunnel

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 01:27 (vor 5697 Tagen) @ naseweiß

Neue ITF-Knoten entstehen leider nicht.

Wozu auch, viele Knotenbahnhöfe mit Anschlussstrecken gibt es ja nicht.

Zugegeben. Aber selbst ohne Anschlussstrecken gibt es noch eine gewisse Berechtigung für ITF-Knoten:
- Umsteigemöglichkeit auf Busse andere Nahverkehrstransportmittel
- Umsteigemöglichkeit zwischen verschieden schnellen Zügen auf der gleichen Strecke
- Leicht merkbare Fahrzeiten: Einfach zur vollen Stunde am Bahnhof sein
Nett wäre zum Beispiel ein ITF-Knoten, der das Umsteigen vom Zug ab Mailand auf den Zug über die Bergstrecke erlaubt.

Der Vorteil des weitgehend 30-min-Takt in der Schweiz wäre doch, dass man zur Not in Zürich (und Basel usw.) auch um 30 min verschieben könnte, z.B. für die Zeit ohne Ceneri 3,5 h Kantenzeit.

Das ist richtig. Nur ging es in der ursprünglichen Frage um Neubaustrecken, welche höchstens 10 Minuten gespart hätten. 2h40 auf 2h30 zu reduzieren bringt nichts, man erreicht keine zusätzlichen Anschlüsse, denn solche internationalen Züge brauchen sehr grosszügige Übergangszeiten und müssen daher als letzte aus den Knoten raus und als erste rein.

Unklar ist mir, was für Züge nach Mailand verkehren werden.

Was ist mit den ETR 610? Gab es nicht die Ausschreibung für neue Mehrsystem-Neigetechnikzüge, mit den auch München-Genf gefahren werden soll?

Möglich. Sind aber alles Neigezüge, und mit Basistunnel profitiert die Strecke kaum noch von NT. Ich weiss nicht mal sicher, ob andere Strecken als die Gotthard-Bergstrecke NT-ertüchtigt sind. Im Zweifelsfalle verwendet man auch bei den SBB lieber billigere normale Züge und schmeisst die unzuverlässigen ETR 470 auf den Müll.

Zu den doch 3 Zügen/h: Werden die IR nach Locarno also durch Basistunnel-Züge ersetzt, oder? Dafür bleibt der alte Gotthard-Abschnitt als weitere Linie mit eher regionalem Charakter.

Nein, ich bin nicht der einzige, der überrascht wurde: Pro Stunde 2 Züge (Halbstundentakt) durch den Basistunnel, 1 IR über die Bergstrecke, und südlich von Biasca noch 1 S-Bahn. Frühere Konzepte sprachen nur von einem stündlichen Zug durch den Tunnel.

Energie

Steffen, Dienstag, 12.10.2010, 22:04 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)

(die Fahrt durch den Basistunnel kostet auch so schon mehr Energie als über die Bergstrecke).

Kannst Du das bitte etwas näher erläutern?

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Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

Alphorn (CH), Dienstag, 12.10.2010, 23:35 (vor 5698 Tagen) @ Steffen

(die Fahrt durch den Basistunnel kostet auch so schon mehr Energie als über die Bergstrecke).


Kannst Du das bitte etwas näher erläutern?

Das ist auf zwei Effekte zurückzuführen:

Erstens fährt man schneller. Vereinfacht: Wenn man doppelt so schnell fährt, muss man wegen des Luftwiderstands vier mal mehr Leistung während einer halb so langen Zeit aufwenden - insgesamt eine Verdoppelung des Verbrauchs.

Zweitens fährt man mehr in Tunnelstrecken. In Tunnels, ganz besonders in einspurigen, bildet sich vor dem Zug ein Überdruck und dahinter ein Unterdruck. Das bewirkt eine nach hinten gerichtete Kraft, die dauernd überwunden werden muss.

Von der Energie hingegen, welche man ins Erklimmen der Bergstrecke investiert, kann man immerhin ein Drittel auf der Talfahrt wieder zurückgewinnen.

Wenn man langsam genug durch den Basistunnel fahren würde, wäre er energetisch günstiger. Aber für 180 km/h wurde in diesem Dokument auf Seite 2 vorgerechnet, dass der Gesamtenergieverbrauch von Zürich nach Lugano um 48% steigt. Güterzüge mit nur 120 km/h stehen wohl besser da, aber ob es reicht, um die 80 km/h über die Bergstrecke zu schlagen, weiss ich nicht.

Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

Steffen, Mittwoch, 13.10.2010, 00:15 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)

Danke, das ist ja seher interessant! Dass das so viel ausmacht hätte ich nicht gedacht.

Merkt man eigentlich einen Effekt, dass in der einspurigen Röhre nicht nur ein Zug unterwegs ist? Im Prinzip müsste ja der vordere Zug durch seinen Sog (Unterdruck) den nachfolgenden Zug mit durch die Röhre ziehen bzw. der hintere Zug nicht so viel Luft vor sich her schieben, weil der gesamte "Luftblock" zwischen den beiden Zügen in Bewegung ist. Oder spielt das gar keine Rolle?

Und macht sich die Hitze im Zunnel durch einen höheren Energieverbrauch bemerkbar? (ich meine Fortbewegungsenergie)

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Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 01:39 (vor 5697 Tagen) @ Steffen

Merkt man eigentlich einen Effekt, dass in der einspurigen Röhre nicht nur ein Zug unterwegs ist? Im Prinzip müsste ja der vordere Zug durch seinen Sog (Unterdruck) den nachfolgenden Zug mit durch die Röhre ziehen bzw. der hintere Zug nicht so viel Luft vor sich her schieben, weil der gesamte "Luftblock" zwischen den beiden Zügen in Bewegung ist. Oder spielt das gar keine Rolle?

Ich denke nein. Der Unterdruck hinter dem vorausfahrenden Zug ist ein lokales Phänomen und wenn er sehr stark wird, zieht der mehr Luft vom Überdrucksteil vor dem Zug an. Zwischen zwei Zügen liegen bei 120 km/h fast 6 Kilometer; es wäre wohl eher noch schlimmer, wenn jeder Zug eine 6 Kilometer lange Luftsäule mitschleppen müsste, welche an den Tunnelwänden "Reibung" produziert.

Und macht sich die Hitze im Zunnel durch einen höheren Energieverbrauch bemerkbar? (ich meine Fortbewegungsenergie)

Eher umgekehrt, warme Luft ist leichter und hat daher weniger Widerstand. Aber die Temperaturen sollen nur bis maximal 40 Grad im Sommer gehen, schliesslich sorgen ja die Züge für Belüftung.

Warum keine Lüftungsröhren?

ICE-T-Fan, Donnerstag, 14.10.2010, 01:49 (vor 5697 Tagen) @ Alphorn (CH)

Man könnte alle 100 Meter in den Tunnel kleine Belüftungsröhren einbauen, dass sollte den Luftwiderstand erheblich reduzieren.

Warum keine Lüftungsröhren?

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 02:22 (vor 5697 Tagen) @ ICE-T-Fan

Man könnte alle 100 Meter in den Tunnel kleine Belüftungsröhren einbauen, dass sollte den Luftwiderstand erheblich reduzieren.

Die müssten doch sehr gross sein, schliesslich kommt da ein Zug mit 200 km/h und verdrängt eine *Menge* Luft. Das kostet Geld. Und vielleicht ist der Überdruck 30 Meter hinter der Röhre bereits wieder aufgebaut?

Quertunnel gibt es bereits alle 325 Meter, sie sind aber interessanterweise mehr oder weniger luftdicht verschlossen: Interessanter Artikel. Vielleicht aus Sicherheitsgründen (Rauch bei Tunnelbrand), vielleicht auch, damit nicht ein solcher Luftstoss die Ladung von entgegenkommenden Güterzügen gefährdet.

Definitiv aus Sicherheitsgründen

Jörg, Freitag, 15.10.2010, 00:36 (vor 5696 Tagen) @ Alphorn (CH)

Quertunnel gibt es bereits alle 325 Meter, sie sind aber interessanterweise mehr oder weniger luftdicht verschlossen: Interessanter Artikel. Vielleicht aus Sicherheitsgründen (Rauch bei Tunnelbrand), vielleicht auch, damit nicht ein solcher Luftstoss die Ladung von entgegenkommenden Güterzügen gefährdet.

In diesen Quertunneln wird grundsätzlich ein Überdruck erzeugt um diese im Brandfall qualmfrei zu halten.

Mit entgengenkommenden Güterzugen hat dies nichts zu tun.

Liebe Gruesse
Jörg

Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

JW, Mittwoch, 13.10.2010, 11:47 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo,

Wenn man langsam genug durch den Basistunnel fahren würde, wäre er energetisch günstiger. Aber für 180 km/h wurde in diesem Dokument auf Seite 2 vorgerechnet, dass der Gesamtenergieverbrauch von Zürich nach Lugano um 48% steigt. Güterzüge mit nur 120 km/h stehen wohl besser da, aber ob es reicht, um die 80 km/h über die Bergstrecke zu schlagen, weiss ich nicht.

Luftwiderstand wächst exponentiell mit der Geschwindigkeit. In sofern dürfte eine Fahrt durch den Basistunnel bei 120km/h wohl weniger Energie kosten als über die Bergstrecke mit 80km/h.

Gruß Jörg

Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 13.10.2010, 17:19 (vor 5698 Tagen) @ JW

Luftwiderstand wächst exponentiell mit der Geschwindigkeit. In sofern dürfte eine Fahrt durch den Basistunnel bei 120km/h wohl weniger Energie kosten als über die Bergstrecke mit 80km/h.

Das verstehe ich nicht: Bei 120 km/h ist der Luftwiderstand 2,25 mal so hoch wie bei 80 km/h, trotzdem soll die Fahrt bei 120 km/h weniger Energie benötigen als bei 80 km/h?

Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 01:33 (vor 5697 Tagen) @ Fabian318

Luftwiderstand wächst exponentiell mit der Geschwindigkeit. In sofern dürfte eine Fahrt durch den Basistunnel bei 120km/h wohl weniger Energie kosten als über die Bergstrecke mit 80km/h.


Das verstehe ich nicht: Bei 120 km/h ist der Luftwiderstand 2,25 mal so hoch wie bei 80 km/h, trotzdem soll die Fahrt bei 120 km/h weniger Energie benötigen als bei 80 km/h?

Er meinte ja den Vergleich mit 120 km/h durch den Tunnel oder mit 80 km/h über den Berg. Den Berg zu erklimmen kostet ja auch Energie, welche man nur zum Teil zurückbekommt, und die Frage ist, ob das mehr ist als duch den Tunnel. Schwer zu sagen.

(Luftwiderstand wächst quadratisch, nicht exponentiell)

Basistunnel braucht mehr Energie als Bergstrecke

Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 14.10.2010, 01:35 (vor 5697 Tagen) @ Alphorn (CH)

Luftwiderstand wächst exponentiell mit der Geschwindigkeit. In sofern dürfte eine Fahrt durch den Basistunnel bei 120km/h wohl weniger Energie kosten als über die Bergstrecke mit 80km/h.


Das verstehe ich nicht: Bei 120 km/h ist der Luftwiderstand 2,25 mal so hoch wie bei 80 km/h, trotzdem soll die Fahrt bei 120 km/h weniger Energie benötigen als bei 80 km/h?


Er meinte ja den Vergleich mit 120 km/h durch den Tunnel oder mit 80 km/h über den Berg. Den Berg zu erklimmen kostet ja auch Energie, welche man nur zum Teil zurückbekommt, und die Frage ist, ob das mehr ist als duch den Tunnel. Schwer zu sagen.

Okay, habe ich aus zwei richtigen Sätzen den falschen Schluss gezogen.

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

JW, Montag, 11.10.2010, 20:44 (vor 5699 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo,

5. Alternativ zum Gotthard: Fertigbau der zweiten Röhre des Lötschberg-Basistunnels. Chancen stehen schlecht; denn auch so ist im Gegensatz zum Gotthard eine Flachbahn wegen der anschliessenden Simplon-Strecke nicht gegeben.

Zumindest in dem Abschnitt, indem die 2. Röhre im Rohbau fertig ist, sollte man doch mal Gleise verlegen. Der LBT ist ja heute schon komplett ausgelastet.
Die Gefällestrecken befinden sich doch nur auf italienischen Gebiet, oder? Würde eine Strecke von Domodossola an Mailand vorbei nicht zwei Probleme auf einmal erledigen: Die durchgängige Flachbahn über die Lötschberg-Simplon-Route herstellen und den Knoten Mailand entlasten?

Gruß Jörg

Warum man die 2. Lötschberg-Röhre leer lässt

Alphorn (CH), Mittwoch, 13.10.2010, 00:31 (vor 5698 Tagen) @ JW

Zumindest in dem Abschnitt, indem die 2. Röhre im Rohbau fertig ist, sollte man doch mal Gleise verlegen. Der LBT ist ja heute schon komplett ausgelastet.

Wurde natürlich in Erwägung gezogen, aber es bringt erstaunlich wenig. Weil der meist leichtere Güterverkehr nach Norden über die Bergstrecke geschickt wird, fährt soviel ich weiss pro Stunde meist nur ein Zug nordwärts durch den Tunnel (der IC Brig-Bern) und blockiert die Einspurstrecke damit für 3 Minuten Blockzeit plus 6 Minuten Fahrzeit bei Tempo 200, also 9 Minuten. Mit Ausrüstung der 2. Röhre könnte man das auf 3 + 2, also 5 Minuten reduzieren. Man gewinnt also nur eine einzige Gütertrasse pro Stunde, und dafür ist der Preis von meiner Erinnerung nach 600 Mio CHF (450 Mio EUR) zu hoch. Also wartet man lieber, bis man das Geld hat, um die 2. Röhre komplett auszubrechen und in Betrieb zu nehmen.

Die Gefällestrecken befinden sich doch nur auf italienischen Gebiet, oder? Würde eine Strecke von Domodossola an Mailand vorbei nicht zwei Probleme auf einmal erledigen: Die durchgängige Flachbahn über die Lötschberg-Simplon-Route herstellen und den Knoten Mailand entlasten?

Das ist korrekt, für den Güterverkehr wäre diese Lösung beinahe optimal (nicht aber für den Personenverkehr). Es gibt jedoch von der italienischen Seite keine Pläne, diese Strecke auszubauen; die investieren all ihr Geld in HGV. Verstehe ich teilweise; die Geographie von Italien eignet sich gut dafür.

Fahrplan LBT

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 13.10.2010, 09:43 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)

Moin!

Den Fahrplan für den Lötschberg-Basis-Tunnel gibt es hier. Ich schaffe es gerade nicht, da die genauen Fahrten rauszulesen - es sind aber mehr Züge nach Süden drin als nach Norden.

Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Fahrplan LBT

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 01:05 (vor 5697 Tagen) @ Sören Heise

Den Fahrplan für den Lötschberg-Basis-Tunnel gibt es hier. Ich schaffe es gerade nicht, da die genauen Fahrten rauszulesen - es sind aber mehr Züge nach Süden drin als nach Norden.

Ach richtig, die grafischen Fahrpläne, gute Idee! Wenn ich das richtig lese, sind es z.B. zwischen 14 und 15 Uhr 2 Trassen nordwärts und 6 Trassen südwärts. Jetzt glaube ich mich auch wieder daran zu erinnern, dass einige Güterzugstrassen Richtung Norden freigehalten werden für die schwersten Züge; vermutlich nur in den Stunden, wo der Cisalpino (Zweistundentakt) nicht verkehrt.

Meine Rechnung, wieviel man mit Ausbau der leeren Röhre gewinnen kann, war da wohl falsch, denn ich habe mit ausschliesslich schnellen Zügen gerechnet. Vermutlich bekäme man in den Stunden mit Güterverkehr nach Norden mindestens zwei Trassen zusätzlich, wenn man in der leere Röhre Schienen hätte.

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

Chrispy, Mittwoch, 13.10.2010, 15:22 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo,

Die kurze Antwort ist: Vorerst fast nichts. Kein Projekt wurde aufgenommen in den nächsten Investitionsschub "ZEB" (zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur), welcher in einigen Jahren anläuft, erst beim darauffolgenden "Bahn 2030" tut sich vielleicht wieder etwas.

Das ist so nicht ganz richtig: Bei ZEB werden sehr wohl die Zulaufstrecken optimiert (siehe hier). 560Mio CHF sind geplant für Güterstrecken ausbau zwischen Basel und Gotthard. Allerdings meistens kleine projekte, wie überhohl Gleise, schnellere Gleiswechselanlagen und Zugfolgezeiten verkürzung. Zudem werden zwischen Gotthard und Luino 210Mio CHF investiert (auch hier kleine, jedoch effiziente Projekte).
Auch die Überwerfung Liestal für 150Mio CHF, mit welcher ein Kapazitätsengpass behoben wird, dient indirekt der Gotthard linie.

Also werden mit ZEB immerhin rund 920Mio CHF in die Gotthardzulaufstrecken investiert. Klar, der grosse Engpass (vorallem für die Lastwagen mit 4m Eckhöhe) sind die Einspurtunnels zwischen Brunnen und Flüelen und dieser wird nicht vor 2030 behoben.

Übrigens ist der Gotthard ausbau in Bahn 2030 nur in der teureren Variante für 21Mia CHF geplant und liegt in der Hand des Stimmvolkes.

Hier ist übrigens eine Tolle übersicht über die Schweizer Eisenbahnprojekte bei Wikipedia. Man findet dort auch eine Menge Referezlinks zu den Projektseiten des Bundesamtes für Verkehr.

Gruss
Christoph

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

Alphorn (CH), Donnerstag, 14.10.2010, 02:12 (vor 5697 Tagen) @ Chrispy

Kein Projekt wurde aufgenommen in den nächsten Investitionsschub "ZEB"


Das ist so nicht ganz richtig: Bei ZEB werden sehr wohl die Zulaufstrecken optimiert (siehe hier). 560Mio CHF sind geplant für Güterstrecken ausbau zwischen Basel und Gotthard. Allerdings meistens kleine projekte, wie überhohl Gleise, schnellere Gleiswechselanlagen und Zugfolgezeiten verkürzung. [...] Also werden mit ZEB immerhin rund 920Mio CHF in die Gotthardzulaufstrecken investiert.

Hoppla, das Kleinvieh hatte ich vergessen :) Kein einziges Grossprojekt dabei, aber die Summe macht's halt.

Hier ist übrigens eine Tolle übersicht über die Schweizer Eisenbahnprojekte bei Wikipedia.

Umso peinlicher, wenn ich mich hier Quatsch erzähle: Die Seite ist grossteils von mir :)

Ganz falsch lag ich allerdings nicht, die grossen Problemfelder bleiben von ZEB unberührt:

- Profilerweiterung für verladene Lastwagen mit 4m Eckhöhe
- 17 Promille Steigung zwischen Lugano und Chiasso
- Einspurigkeit der Alternativstrecke Bellinzona-Luino
- Teilweise Einspurigkeit der Strecke Zürich-Zug

CH: Was kommt nach dem Gotthard-Basistunnel?

Chrispy, Donnerstag, 14.10.2010, 20:15 (vor 5696 Tagen) @ Alphorn (CH)

Da hast du recht, der grosse Wurf ist nicht dabei.

Danke für die beiträge bei Wiki.

Gruss Christoph

NZZ: Artikel zum Gotthard-Durchstich (Link)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 13.10.2010, 16:48 (vor 5698 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hej!

In der Internationalen Ausgabe der heutigen NZZ befindet sich eine Doppelseite zum bevorstehenden offiziellen Durchstich des Gotthard-Basistunnels. Hier gibt es die Artikel zum Nachlesen und auch weitere Artikel zum Thema.
Die in der Zeitung enthaltene Grafik des Tunnels scheint nicht dabei zu sein.

Viele Grüße, Sören

CH: Dokumentarfilm zum den Bau des Tunnels

Alphorn (CH), Freitag, 15.10.2010, 01:57 (vor 5696 Tagen) @ Alphorn (CH)

Wen's interessiert:

Dokumentarfilm zum Gotthardtunnel

Hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist aber die beste Doku zum Thema, die ich bisher gesehen habe. Unter anderem eine hervorragende Animation zur Arbeitsweise einer Tunnelbohrmaschine ab 19:20

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