Welt: Im ICE in 6 Stunden von Frankfurt ans Mittelmeer (Allgemeines Forum)

Henrik, Mittwoch, 22.09.2010, 10:28 (vor 5726 Tagen)

21.09.10|Bahn-Kooperation

Im ICE in 6 Stunden von Frankfurt ans Mittelmeer

Von Nikolaus Doll
Nach jahrelangen Spannungen mit gelegentlich heftigem Säbelrasseln haben die beiden größten Schienenkonzerne, die Deutsche Bahn (DB) und das französische Staatsunternehmen SNCF, Waffenstillstand geschlossen. Zwar wird die DB schon im kommenden Jahr Ziele in Südfrankreich ansteuern – das allerdings in Zusammenarbeit mit den Franzosen. Diese wiederum verzichten nach Worten von SNCF-Chef Guillaume Pépy vorerst endgültig darauf, der DB auf dem Heimatmarkt mit neuen Fernlinien Konkurrenz zu machen.

Die Deutsche Bahn wird künftig nicht nur mit ihren ICE-Zügen Brüssel und London ansteuern, sondern auch nach Südfrankreich fahren, im Gegenzug schickt die SNCF TGV-Bahnen nach Deutschland. „Am 11. Dezember rollt der erste Zug auf der neuen Rhein-Rhone-Verbindung“, kündigte SNCF-Chef Pépy am Rande der Bahnmesse Innotrans in Berlin an.

Wie die Deutsche Bahn bestätigte, sollen ab dann mit zwei Zugpaaren mehrmals täglich Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Frankfurt am Main und Marseille pendeln. Nach ersten Berechnungen der Bahn wird eine Fahrzeit von rund sechs Stunden angepeilt. Es gebe keine Einschränkungen für die deutsche Seite, was Zwischenstopps beispielsweise in Lyon oder die Aufnahme von Fahrgästen an französischen Bahnhöfen angehe, versicherte Pépy. „Wann welcher Zug fährt und wo er hält, das wird gemeinsam entschieden und wird nicht von politischen Erwägungen abhängen“, erläuterte er.

Schon zu Zeiten von Hartmut Mehdorn hatte die DB Pläne vorangetrieben, mit der ICE-Flotte nach Südfrankreich zu fahren – damals hieß es, zur Not ohne Kooperation. Bahnchef Rüdiger Grube hält jedoch nichts von einem Konfrontationskurs. Das wird in Paris offenbar honoriert. Wie SNCF-Chef Pépy ankündigte, werde die französische Staatsbahn auch künftig keine Fernzugverbindungen innerhalb Deutschlands anbieten. „Wir haben das geprüft und die Idee verworfen. Es gibt keinerlei Überlegungen, einen weiteren Anlauf zu nehmen.“

Zuvor hatten die Franzosen bereits ihren jahrelangen Widerstand gegen das London-Projekt aufgegeben. Bei Zugfahrten nach England müssen die ICE-Züge durch den Eurotunnel, für den sie keine Zulassung haben. Frankreich, das sowohl Anteile am Eurotunnel als auch an der Eurostar-Gesellschaft hält, die mit ihren Zügen durch die Röhre pendelt, hatte bislang alle Versuche der DB, ebenfalls Slots für den Eurotunnel zu bekommen, blockiert. Nun rollt am 19. Oktober zum ersten Mal ein ICE von Deutschland nach London.

Es scheint, als hätten Deutsche Bahn und SNCF erkannt, dass die beiden Branchenriesen besser fahren, wenn sie zusammenarbeiten und sich im Wettbewerb auf kleinere, private Bahnunternehmen konzentrieren. Ein hochrangiger EU-Beamter äußerste sich am Rande der Innotrans gegenüber WELT ONLINE dann auch skeptisch über die Gemeinschaftsprojekte von Bahn und SNCF: „Wir müssen da kritisch hinschauen, ob diese Absprachen nicht am Ende eine Bremse für den Wettbewerb sind.“

http://www.welt.de/wirtschaft/article9784204/Im-ICE-in-6-Stunden-von-Frankfurt-ans-Mitt...

Welt: Im ICE in 6 Stunden von Frankfurt ans Mittelmeer

Zugreisender, Mittwoch, 22.09.2010, 12:13 (vor 5726 Tagen) @ Henrik

An diesem Artikel scheinen einige Details nicht ganz zu stimmen (oder wurden schlecht recherchiert). Zunächst wird einem ja suggeriert die ersten Züge würde noch in diesem Jahr (den 11.12.) fahren. Dabei wird die neue LGV Rhin-Rhone erst im Dezember 2011 in Betrieb gehen. Und dann ist vorerst kaum an eine Fahrzeit von Frankfurt nach Marseille in nur 6 Stunden zu denken, hierzu ist der Ende 2011 in Betrieb gehende Ausbauabschnitt noch zu kurz. Es werden zur Zeit Fahrzeiten von Strasbourg nach Marseille in 05H15 angekündigt - und in 45 Minuten schafft ein ICE Strasbourg-Frankfurt zur Zeit nicht! Hinzu kommt das in Strasbourg wegen Fahrtrichtungswechsel wohl mit einem Aufenthalt von ca. 10 Minuten zu rechnen ist.

Realististischer ist es daher zu sagen: Ab Dezember 2011 gibt es Direktzüge Frankfurt-Marseille mit einer Fahrzeit zwischen 6H30 und 7H.

Welt: Im ICE in 6 Stunden von Frankfurt ans Mittelmeer

Henrik, Mittwoch, 22.09.2010, 15:10 (vor 5726 Tagen) @ Zugreisender

Zunächst wird einem ja suggeriert die ersten Züge würde noch in diesem Jahr (den 11.12.) fahren. Dabei wird die neue LGV Rhin-Rhone erst im Dezember 2011 in Betrieb gehen.

Die erste Zeitangabe im Artikel ist:

...im kommenden Jahr ...

das ist 2011.

Hinzu kommt das in Strasbourg wegen Fahrtrichtungswechsel wohl mit einem Aufenthalt von ca. 10 Minuten zu rechnen ist.

ja, so ein Kopfmachen ist betrieblich sehr zeitaufwendig, stimmt.

...aber nur, wenn Ditsch jetzt auch ICEs bäckt...

loco_mo, Plüschetage, Mittwoch, 22.09.2010, 12:22 (vor 5726 Tagen) @ Henrik

...oder wo sollen die alle herkommen?
Paris,
Amsterdam,
London,
Marseille...

...aber nur, wenn Ditsch jetzt auch ICEs bäckt...

ICE615, Mittwoch, 22.09.2010, 13:11 (vor 5726 Tagen) @ loco_mo

...oder wo sollen die alle herkommen?
Paris,
Amsterdam,
London,
Marseille...

Na, nach DB-Kalkulation sollten doch die bestellten BR 407 ausreichen.
Warum muss man eigentlich immer solch unsinnige Verbindungen wie Frankfurt-Marseille oder Frankfurt-London einrichten?! Das sind und bleiben Flugentfernungen, ich würde es eher begrüßen, wenn man einen stabilen Taktverkehr auf "echten" Bahnverbindungen anbietet, wie zum Beispiel auf Köln-Brüssel, Köln-Amsterdam oder Stuttgart-Zürich.

Neu könnte man dann vielleicht Verbindungen wie Stuttgart-Straßbourg-Lyon oder mehr Verbindungen in die Schweiz (Bern, Genf, Zürich) hinein anbieten. Das würde viel mehr nutzen als ein täglicher Prestige-ICE an die Côte d'Azur.

ICE International und Langstrecken

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 22.09.2010, 14:13 (vor 5726 Tagen) @ ICE615

Warum muss man eigentlich immer solch unsinnige Verbindungen wie Frankfurt-Marseille oder Frankfurt-London einrichten?!

Weil man die Kundschaft das geben möchte, was sie fragt.

Das sind und bleiben Flugentfernungen,...

Amsterdam-Basel auch. Dennoch gibt es ICE International 104/105.

In Utrecht stehen beim ICE 105 (ab 8:29 nach Basel) viel mehr Fahrgäste als beim ICE 121 (ab 7:29 nach Frankfurt). Auch das (vorübergehend?) eingestellte Zugpaar 222/223 Amsterdam-München v.v. war sehr stark nachgefragt.

...ich würde es eher begrüßen, wenn man einen stabilen Taktverkehr auf "echten" Bahnverbindungen anbietet, wie zum Beispiel auf Köln-Brüssel, Köln-Amsterdam oder Stuttgart-Zürich.

Ich würde das auch begrüßen. Zumindest K-BRX und K-AMS gehören stündlich (AMS-BRX möchte man sogar halbstündlich fahren). Wenn die neuen IC250-Triebwagen kommen, wäre kaum etwas dagegen, den ICE International F-AMS zum sauberen Zweistundentakt auszubauen, und dazu eine Stunde versetzt K-AMS mit IC250.
Allerdings ist K-AMS aus deutscher Sicht eher Mittelstreckenverkehr als Fernverkehr. Daher wäre es wohl interessanter, niederländischen ICs Amsterdam-Arnhem (halb-?)stündlich über die Grenze zu schicken. Prorail hat schon vor, Düsseldorf und Aachen (Köln?) in den NL-Takt zu integrieren. Wie das konkret aussehen soll, ist mir aber unklar. NS möchte ja die Wagenzüge und das Arbeitspferd Lokomotive verabschieden, aber vergißt zugleich dass die (an sich gut geeigneten) VIRM-Triebwagen nicht über die Grenze fahren können. Mit Mehrsystemelloks und DB-IC-Wagen wird man den Betrieb schneller auf die Beine kriegen, aber mit Triebwagen kann man die Fahrgastnachfrage besser beantworten = auf Amsterdam-Arnhem extra Triebwagen, welche in Arnhem abgekuppelt werden und nach Nijmegen fahren.

Neu könnte man dann vielleicht Verbindungen wie Stuttgart-Straßbourg-Lyon oder mehr Verbindungen in die Schweiz (Bern, Genf, Zürich) hinein anbieten. Das würde viel mehr nutzen als ein täglicher Prestige-ICE an die Côte d'Azur.

Für beide Zugtypen gibt es eine unterschiedliche aber nicht vernachlässigbare Kundschaft.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Amsterdam-Köln-Frankfurt

4652, Mittwoch, 22.09.2010, 19:33 (vor 5726 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von 4652, Mittwoch, 22.09.2010, 19:33

Zumindest K-BRX und K-AMS gehören stündlich (AMS-BRX möchte man sogar halbstündlich fahren).

Teilweise hat es das schon gegeben: zu EC-Zeiten (etwa 1997) fuhr zwischen 7.00 und 12.00 Uhr jede Stunde ein Zug nach Emmerich-Köln aus Arnhem ab.

Allerdings ist K-AMS aus deutscher Sicht eher Mittelstreckenverkehr als Fernverkehr.

Aus niederländischer Sicht ist es teilweise auch Mittelstreckenverkehr. Oberhausen und Köln sind mit dem ICE von Arnhem innerhalb von etwa 1-1,5 Stunde erreichbar. Das deutsche Fernverkehrstarifsystem ist m.E. aber für Tagesausflüge usw. nur bedingt geeignet, da die attraktiven Sparpreise meistens nicht kurzfristig erworben werden können. Der NP für Arnhem-Köln u.z. liegt bei satte 88 Euro pro Person und kommt daher für vielen Reisenden gar nicht im Frage als Alternative zum Auto...

NV & FV D <-> NL

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 12:49 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 12:50

...ich würde es eher begrüßen, wenn man einen stabilen Taktverkehr auf "echten" Bahnverbindungen anbietet, wie zum Beispiel auf Köln-Brüssel, Köln-Amsterdam oder Stuttgart-Zürich.


Ich würde das auch begrüßen. Zumindest K-BRX und K-AMS gehören stündlich (AMS-BRX möchte man sogar halbstündlich fahren). Wenn die neuen IC250-Triebwagen kommen, wäre kaum etwas dagegen, den ICE International F-AMS zum sauberen Zweistundentakt auszubauen, und dazu eine Stunde versetzt K-AMS mit IC250.
Allerdings ist K-AMS aus deutscher Sicht eher Mittelstreckenverkehr als Fernverkehr. Daher wäre es wohl interessanter, niederländischen ICs Amsterdam-Arnhem (halb-?)stündlich über die Grenze zu schicken. Prorail hat schon vor, Düsseldorf und Aachen (Köln?) in den NL-Takt zu integrieren. Wie das konkret aussehen soll, ist mir aber unklar. NS möchte ja die Wagenzüge und das Arbeitspferd Lokomotive verabschieden, aber vergißt zugleich dass die (an sich gut geeigneten) VIRM-Triebwagen nicht über die Grenze fahren können. Mit Mehrsystemelloks und DB-IC-Wagen wird man den Betrieb schneller auf die Beine kriegen, aber mit Triebwagen kann man die Fahrgastnachfrage besser beantworten = auf Amsterdam-Arnhem extra Triebwagen, welche in Arnhem abgekuppelt werden und nach Nijmegen fahren.

Ich stimme euch soweit zu; Amsterdam <-> Brüssel möchte ich jedoch eher vom Thalys - statt vom Fyra - bedient wissen: Nicht zuletzt, um möglichst viele Direktverbindungen zwischen Amsterdam und Paris zu generieren, zumal die Nachfrage Amsterdam <-> Brüssel und Brüssel <-> Paris das durchaus gestatten und für Thalys - nach Sichtung der Zahlen (= u. a. Marktpotenzial) - durchaus lukrativer sind als Deutschland. Der Fyra zwischen Breda und Amsterdam ist sinnvoll; vielleicht auch nach Maastricht/Lüttich bzw. Aachen? Wäre jedenfalls mal zu erörtern.

Was Köln <-> Amsterdam angeht fände ich es aber auch wichtig eine echte Alternative zum ICE zu schaffen. Dabei denke ich an den RE 5 ("Rheinexpress"; Emmerich <-> Koblenz), der ab der Grenze den gesamten Abschnitt der "NL-ICE" nach Köln abdeckt.
Es fände es sehr attraktiv, den RE 5 bis Arnhem zu verlängern, da der bestehende NV nach Venlo nur wenig attraktiv für Amsterdamreisende ist (= zu viele Umstiege; zumindest ab Köln).

RE 5 bis Arnhem

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 24.09.2010, 14:22 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Was Köln <-> Amsterdam angeht fände ich es aber auch wichtig eine echte Alternative zum ICE zu schaffen. Dabei denke ich an den RE 5 ("Rheinexpress"; Emmerich <-> Koblenz), der ab der Grenze den gesamten Abschnitt der "NL-ICE" nach Köln abdeckt.
Es fände es sehr attraktiv, den RE 5 bis Arnhem zu verlängern, da der bestehende NV nach Venlo nur wenig attraktiv für Amsterdamreisende ist (= zu viele Umstiege; zumindest ab Köln).

Das sehe ich ähnlich. Es stellt sich halt das Finanzierungsproblem und das Fahrzeugproblem. Nach dem NRW-Bahnarchiv hat der RE 5 derzeit sieben Umläufe. Man käme mit Arnhem also auf acht Umläufe. Inclusive Reserven würde man also für zehn Umläufe besondere Fahrzeuge benötigen. Und müßte die Kapazitäten von fünf Doppelstockwagen anbieten - also entweder niederlandetaugliche Lok+Wagen oder neunzehn bis zwanzig Triebzüge, wo man eventuell die Hälfte unterwegs stehenlassen könnte. Einen Umsteigezwang in Emmerich würde ich auf keinen Fall befürworten. Fahrzeugseitig vermutlich bedeutend einfacher, aber auch bedeutend unattraktiver für den Reisenden. Ich bin da mal gespannt, wie sich die NL-Regionalzüge nach Bentheim entwicklen.

/Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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RE 5 bis Arnhem

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 17:31 (vor 5724 Tagen) @ Sören Heise

Einen Umsteigezwang in Emmerich würde ich auf keinen Fall befürworten. Fahrzeugseitig vermutlich bedeutend einfacher, aber auch bedeutend unattraktiver für den Reisenden.

Wäre auch nicht mein Favourit, aber besser als nichts.

Im Zweifelsfall würde ich jedoch eher für einen Lokwechsel in Emmerich plädieren. Ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei, aber man müsste nicht umsteigen und es wäre wohl loktechnisch-logistisch am einfachsten!

Ich habe das 1999 mal mit dem EC mitgemacht (Köln <-> Amsterdam) und meine, dass man da recht flott war.

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.09.2010, 22:22 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Im Zweifelsfall würde ich jedoch eher für einen Lokwechsel in Emmerich plädieren. Ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei, aber man müsste nicht umsteigen und es wäre wohl loktechnisch-logistisch am einfachsten!

Problem ist nicht die Lok oder der Lokwechsel, sondern die Wagen.

Die RE160-Dostos sind in NL nicht zugelassen (außer Profil?)
Hier müßte man wie etwa beim RE200 mit roten IC-Wagen fahren; die NS-IC-Wagen haben nach dem Redesign ihre Deutschland-Zulassung verloren.
Nachteil der DB-IC-Wagen ist dass die nicht die Kapazität der Dostos haben.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 22:29 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

Verstehe!

Es gab mal einen RB-Verkehr zwischen Arnhem und Emmerich, der ist aber auch sehr schnell wieder fallen gelassen worden. Weiß da jemand etwas drüber?

Wenn´s nur um den Fuhrpark geht, würden sich für das kurze Stück doch auch die kleinwüchsigen Talent-Züge der "euregiobahn" anbieten, denn die haben ja zwangsläufig eine Zulassung für Deutschland und die Niederlande.

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 22:36 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Wenn´s nur um den Fuhrpark geht, würden sich für das kurze Stück doch auch die kleinwüchsigen Talent-Züge der "euregiobahn" anbieten, denn die haben ja zwangsläufig eine Zulassung für Deutschland und die Niederlande.

Aber die braucht man alle hier für das supertolle euregionale Angebot ;)

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Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 23:18 (vor 5724 Tagen) @ Steffen

Aber die braucht man alle hier für das supertolle euregionale Angebot ;)

Pfui, wer wird den so egoistisch sein? Ihr drückt doch immer ein paar die "Erfttalbahn" (RB 38) ab (= Kurse Horrem <-> Bedburg); und einige habe ich sogar schon auf den Kölner Kursen - in der Domstadt selbst - gesehen.

Tja, Deutschland, Frankreich, Benelux = die Kleinwüchsigen kommen groß raus und feiern ihren Siegeszug.

Nicht traurig sein, Steff, wir finden schon Ersatz für Euer tolles Euregioprogramm und bis dahin machst Du uns noch eine schöne Fotoreportage zur Euregiobahn. *gg*

Wenn ich so drüber nachdenke, das könnte sich wirklich gewinnbringend vermarkten lassen... *träum*

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 23:28 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Aber die braucht man alle hier für das supertolle euregionale Angebot ;)


Pfui, wer wird den so egoistisch sein? Ihr drückt doch immer ein paar die "Erfttalbahn" (RB 38) ab (= Kurse Horrem <-> Bedburg); und einige habe ich sogar schon auf den Kölner Kursen - in der Domstadt selbst - gesehen.

Ja - die Euregiobahn hat so viele Talente gekauft, wie sie für den geplanten Endausbau benötigt. Diesem "Zustand" ist man mit der Erweiterung ab Weisweiler nach Langerwehe bzw. Düren noch ein Stück, genau genommen zwei Triebwagen näher. Die übrigen Triebwagen wurden tatsächlich auf der Erftbahn eingesetzt. Aber lange geht das nicht mehr bis man hier die ganzen Fahrzeuge braucht.

Fahren auf der Erftbahn überhaupt noch Euregiobahn-Talente?

Tja, Deutschland, Frankreich, Benelux = die Kleinwüchsigen kommen groß raus und feiern ihren Siegeszug.

In Belgien gibt es keine solchen Mini-Züge.

Nicht traurig sein, Steff, wir finden schon Ersatz für Euer tolles Euregioprogramm und bis dahin machst Du uns noch eine schöne Fotoreportage zur Euregiobahn. *gg*

*gg*
Wenn es hier mal einen dem Namen entsprechenden euregioweiten Verkehr gibt, mit richtigen Zügen, dann erst lohnt sich eine Reportage ;)

Vielleicht fängt die SNCB ja bald damit an und schickt den Desiro ML als EuregioAIXpress ins Rennen; ich weiss nicht wie lange die roten Züge noch über die Gleise rumpeln.

Wenn ich so drüber nachdenke, das könnte sich wirklich gewinnbringend vermarkten lassen... *träum*

Was meinst Du?

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Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 23:31 (vor 5724 Tagen) @ Steffen

Vielleicht fängt die SNCB ja bald damit an und schickt den Desiro ML als EuregioAIXpress ins Rennen; ich weiss nicht wie lange die roten Züge noch über die Gleise rumpeln.

Das wär toll, aber die NMBS lässt die MS C2 sicher noch fahren, bis sie auseinander brechen. Das sind ja aber auch nicht irgendwelche, sondern fünf spezielle für Deutschland angepasste, die brauchen glaube ich GSM-R. Aber schon schwer zu glauben, dass es in Belgien selber ohne GSM-R zu geht?

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 23:37 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Vielleicht fängt die SNCB ja bald damit an und schickt den Desiro ML als EuregioAIXpress ins Rennen; ich weiss nicht wie lange die roten Züge noch über die Gleise rumpeln.

Das wär toll, aber die NMBS lässt die MS C2 sicher noch fahren, bis sie auseinander brechen.

Ja, das ist ja bald der Fall ;)

Das sind ja aber auch nicht irgendwelche, sondern fünf spezielle für Deutschland angepasste, die brauchen glaube ich GSM-R.

Genau - die Ältesten haben GSM-R :D

Wie viele Züge es genau sind weiß ich nicht; müsste ich mal in Erfahrung bringen. Auf jeden fall pendelt normaleweise ein roter Triebwagen, und die Zusatzzüge (Hauptverkehrszeit) sind eine Doppeltraktion modernisierter Züge, also in den neuen belgischen Farben.

Aber schon schwer zu glauben, dass es in Belgien selber ohne GSM-R zu geht?

In Belgien geht es auch ohne Zugsicherung! (ich glaube die roten Züge haben NUR Memor, und Memor ist KEIN Zugsicherungssystem, es tut nur so!)

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Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 01:42 (vor 5723 Tagen) @ Steffen

Ja - die Euregiobahn hat so viele Talente gekauft, wie sie für den geplanten Endausbau benötigt. Diesem "Zustand" ist man mit der Erweiterung ab Weisweiler nach Langerwehe bzw. Düren noch ein Stück, genau genommen zwei Triebwagen näher. Die übrigen Triebwagen wurden tatsächlich auf der Erftbahn eingesetzt. Aber lange geht das nicht mehr bis man hier die ganzen Fahrzeuge braucht.

Sollen die nicht ohnehin bald ersetzt werden? Ich weiß, dass Sie für den Straßenbahnbetrieb gerüstet sind, aber doch schon neue Fahrzeugew dafür geplant sind.

Fahren auf der Erftbahn überhaupt noch Euregiobahn-Talente?

Keine Ahnung; ab Köln fährt zumeist nur so ein Pendolino ähnlicher Schienenbus; der aber dann auch durch bis Düsseldorf Hbf. Von Horrem aus verkehr(t)en die Zusazkurse nach Bedburg; zumeist mit "euregiobahn"-Zügen.

In Belgien gibt es keine solchen Mini-Züge.

Noch nicht! Hab´ ein wenig Geduld und etwas mehr Ver-/Zutrauen. *scherz*

*gg*
Wenn es hier mal einen dem Namen entsprechenden euregioweiten Verkehr gibt, mit richtigen Zügen, dann erst lohnt sich eine Reportage ;)

Andererseits erregt man ja erst auf diese Weise Aufmerksamkeit...

Vielleicht fängt die SNCB ja bald damit an und schickt den Desiro ML als EuregioAIXpress ins Rennen; ich weiss nicht wie lange die roten Züge noch über die Gleise rumpeln.

Ihr habt ja weiter unten selbst geschrieben, dass die Züge derzeit renoviert werden und die "neueren Kisten" sind wirklich akzeptabel und sehr hell. Die werden uns noch alle überleben...

Wenn ich so drüber nachdenke, das könnte sich wirklich gewinnbringend vermarkten lassen... *träum*


Was meinst Du?

Ganz einfach, die "euregiobahn" ist - in der Theorie - ein einmaliges Best Practice-Beispiel; es dürfte sich sehr gut in den Medien vermarkten, so dass für entsprechende Fotoreportagen schon einiges einstreichen könnte; gut man braucht natürlich entsprechende Kontakte.

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Steffen, Samstag, 25.09.2010, 10:47 (vor 5723 Tagen) @ Thalyseo

Ja - die Euregiobahn hat so viele Talente gekauft, wie sie für den geplanten Endausbau benötigt. Diesem "Zustand" ist man mit der Erweiterung ab Weisweiler nach Langerwehe bzw. Düren noch ein Stück, genau genommen zwei Triebwagen näher. Die übrigen Triebwagen wurden tatsächlich auf der Erftbahn eingesetzt. Aber lange geht das nicht mehr bis man hier die ganzen Fahrzeuge braucht.


Sollen die nicht ohnehin bald ersetzt werden? Ich weiß, dass Sie für den Straßenbahnbetrieb gerüstet sind, aber doch schon neue Fahrzeugew dafür geplant sind.

Davon ist mir nichts bekannt.
Einer der Züge ist versuchsweise als Strassenbahn ausgerüstet. Allerdings ist nichte mehr im Gespräch, den auch tatsächlich als Strassenbahn einzusetzen.

In Belgien gibt es keine solchen Mini-Züge.


Noch nicht! Hab´ ein wenig Geduld und etwas mehr Ver-/Zutrauen. *scherz*

Ja - sobald die DG eine Provinz Luxemburgs ist, fahren die mit ihren Minnibombern durchs Land ;)

Ganz einfach, die "euregiobahn" ist - in der Theorie - ein einmaliges Best Practice-Beispiel; es dürfte sich sehr gut in den Medien vermarkten, so dass für entsprechende Fotoreportagen schon einiges einstreichen könnte; gut man braucht natürlich entsprechende Kontakte.

Naja - Best Practice à la: Wie vermarkte ich eine Mogelpackung. Ansonsten ist das ein stinknormaler Nahverkehr, wie es ihn anderswo auch gibt.

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"euregiobahn" im Endausbau

Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 13:45 (vor 5723 Tagen) @ Steffen

Einer der Züge ist versuchsweise als Strassenbahn ausgerüstet. Allerdings ist nichte mehr im Gespräch, den auch tatsächlich als Strassenbahn einzusetzen.

Im Gespräch war jedenfalls mal, dass eine Straßenführung in die Aachener City; das hierfür nur eine Garnitur ausgerüstet worden ist, wusste ich nicht.

Mir ist folgender Netzplan bekannt:

Euregiobahn (Netzplan)

Auf diesem Plan ist bspw. Eupen/Welkenraedt nicht vorgesehen. Was steht nun noch an (= neben Ringschluss und Eupen/Welkenraedt)?

-> Heerlen <-> Sittard?

-> Heerlen <-> Maastricht?

-> Aventis/Kerkrade?

-> Linnich/Heimbach (= Integration in Rurtalbahn-Verkehr)?

Wie steht es eigentlich um die Flügelung? Mit dem Ringschluss könnte man doch eigentlich einen Betrieb - analog der Aacher Buslinien 3 und 13 A/B anstreben und die Randstrecken entsprechend bedienen.

Möglich wäre doch bspw. auch eine Integration des "Euregioaixpress" ab Liers über Lüttich, Verviers nach Welkenraedt, mit dortiger Flügelung Richtung Aachen und Stolberg; wobei der Stolberger Teil dann über die Eschweiler Talbahn Düren ansteuern könnte. Denkbar wäre auch - sofern Maastricht angefahren wird - eine Verlängerung bis Lüttich (= oder besser Liers, damit auch der Stadtkern bedient wird); Hasselt wäre dann schon noch ein Stück weit weg und Tongeren etwas zu wenig attraktiv; ganz zu schweigen vom - teilweise - fehlenden zweiten Gleis an Liers (bzw. Glons).

Naja - Best Practice à la: Wie vermarkte ich eine Mogelpackung. Ansonsten ist das ein stinknormaler Nahverkehr, wie es ihn anderswo auch gibt.

Aber Du musst zugeben, dass gerade das für ein besonders gutes Marketing spricht, Steff. Diese "Mogelpackung" wird doch gekonnt vermarktet, oder? Außerdem ist es ja noch nicht im Endausbau befindlich.

Dennoch interessant, dass sich nicht - zumindest ein kleiner - Teil des Fuhrparks im Eigentum der NS befindet; die DB besitzt auch zwei (umlackierte) "Blauwale", obwohl nur Saarbrücken angefahren wird.

PS: Ist eigentlich mal jemanden aufgefallen, dass am Halt "Eygelshoven Markt" - und nur dort - ein niederländischer Fahrkartenautomat fehlt? Das finde ich schon unpraktisch, wenn man bspw. nach Roermond fahren will.

"euregiobahn" im Endausbau

Steffen, Samstag, 25.09.2010, 14:43 (vor 5723 Tagen) @ Thalyseo

Einer der Züge ist versuchsweise als Strassenbahn ausgerüstet. Allerdings ist nichte mehr im Gespräch, den auch tatsächlich als Strassenbahn einzusetzen.


Im Gespräch war jedenfalls mal, dass eine Straßenführung in die Aachener City; das hierfür nur eine Garnitur ausgerüstet worden ist, wusste ich nicht.

Alle Fahrzeuge sind vorgesehen, dass man sie nach BoStrab ausrüsten kann, bei nur einem hat man es versuchsweise gemacht.

Mir ist folgender Netzplan bekannt:

Euregiobahn (Netzplan)

Oh - sehr veraltet :D

Also:

  • Die Stichstrecke nach Heinsberg wird elektrifiziert, ab Dezember 2012 fährt dort neu die RB 33 (Flügelzug Aachen-Lindern-Heinsberg mit BR 425)
  • Dass man bis in die Aachener Innenstadt fährt scheint gestorben (und damit auch die Notwendigkeit von BoStrab). Aktuell wird mal wieder über eine Strassenbahn diskutiert.
  • Von Euregiobahnzügen nach Sittard habe ich schon länger nichts mehr gehört. Wahrscheinlicher erscheint mir zwar Maastricht als Ziel, wobei die Niederländer ja ihre Nahverkehrszüge, die in Kerkrade enden, über Avantis bis Aachen verlängern wollen (nach niederländischer Norm). Alelrdings habe ich in dem zusammenhang auch eine Linie Aachen-Amsterdam im Ohr mit verkürztem Diesel-Vorlaufbetrieb. Genaues weiß ich da aber momentan nicht.
  • Die Verlängerung der Euregiobahn ab Düren Richtung Jülich dürfte mit der nächsten Ausschreibung der Strecke in den nächsten Jahren kommen. Die Rurtalbahn rüstet sich fahrzeugmässig gerade, um nur den südlichen Teil bedienen zu können. Aber das letzte Wort scheint da noch nicht gesprochen.
  • Eine Verlängerung ab Stolberg, zumindest bis Breinig (=1 zusätzlicher Triebzug), vielleicht auch noch weiter, wird wohl früher oder später kommen.

Wie steht es eigentlich um die Flügelung? Mit dem Ringschluss könnte man doch eigentlich einen Betrieb - analog der Aacher Buslinien 3 und 13 A/B anstreben und die Randstrecken entsprechend bedienen.

Ich weiss nicht, wie da die aktuellen Planungen aussehen.

Möglich wäre doch bspw. auch eine Integration des "Euregioaixpress" ab Liers über Lüttich, Verviers nach Welkenraedt, mit dortiger Flügelung Richtung Aachen und Stolberg; wobei der Stolberger Teil dann über die Eschweiler Talbahn Düren ansteuern könnte.

Möglich wäre das ;)
Aber ich bin froh, dass der Zug kein Dieselfahrzeug ist!

Denkbar wäre auch - sofern Maastricht angefahren wird - eine Verlängerung bis Lüttich (= oder besser Liers, damit auch der Stadtkern bedient wird); Hasselt wäre dann schon noch ein Stück weit weg und Tongeren etwas zu wenig attraktiv; ganz zu schweigen vom - teilweise - fehlenden zweiten Gleis an Liers (bzw. Glons).

Die Lütticher Innenstadt wird deshalb vom EuregioAixpress nicht angefahren, weil man sonst zwei Fahrzeuge bräuchte; so reicht eines, das permanent pendelt. Unter anderem mit dem Hintergrund fänd ich eine Verlängerung bis Hasselt sinnvoll! (das geht ja dann über Tongeren) Denn Hasselt ist genauso Teil der Euregio Maas-Rhein und wäre endlich an Aachen gut angebunden. Das geht alles mit elektrischen innerbelgischen Fahrzeugen.

Naja - Best Practice à la: Wie vermarkte ich eine Mogelpackung. Ansonsten ist das ein stinknormaler Nahverkehr, wie es ihn anderswo auch gibt.


Aber Du musst zugeben, dass gerade das für ein besonders gutes Marketing spricht, Steff. Diese "Mogelpackung" wird doch gekonnt vermarktet, oder?

Klar - das Marketing ist gut! Nur leider ist es ein Laster unserer Zeit, dass man nicht gutes erschafft sondern schlechtes, und es dann gut vermarktet.

PS: Ist eigentlich mal jemanden aufgefallen, dass am Halt "Eygelshoven Markt" - und nur dort - ein niederländischer Fahrkartenautomat fehlt? Das finde ich schon unpraktisch, wenn man bspw. nach Roermond fahren will.

Du sollst ja auch nach Aachen fahren und nicht nach Roermond :P

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"euregiobahn" im Endausbau

Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 16:41 (vor 5723 Tagen) @ Steffen

[*]Von Euregiobahnzügen nach Sittard habe ich schon länger nichts mehr gehört. Wahrscheinlicher erscheint mir zwar Maastricht als Ziel, wobei die Niederländer ja ihre Nahverkehrszüge, die in Kerkrade enden, über Avantis bis Aachen verlängern wollen (nach niederländischer Norm). Alelrdings habe ich in dem zusammenhang auch eine Linie Aachen-Amsterdam im Ohr mit verkürztem Diesel-Vorlaufbetrieb. Genaues weiß ich da aber momentan nicht.

Aachen <-> Amsterdam sol doch recht zeitnah (2012?) kommen; durch den aus Heerlen verlängerten IC. Da dieser m. W. über Herzogenrath geführt werden soll, bin ich gespannt, wo der Systemwechsel erfolgt. Ich tippe mal auf dem Bahnhof Herzogenrath (= wäre jedenfalls am naheliegendsten).

Für die Nicht-Eingeweihten (= wie mich):
Was ist ein "verkürzter Diesel-Vorlaufbetrieb"?

Wenn es wirklich über Aventis bis Aachen Hbf nach niederländischer Norm gehen sollte, wäre jedoch dann ab Schanz oder West (= weiß nicht wo die Strecke einfädelt) ein Einspurverkehr notwendig, oder? Da ist doch kein Platz mehr für ein drittes Gleis. Denkbar wäre doch dann auch, dass die Euregiobahn - wenn Veolia über Kerkrade verkehrt - direkt nach Maastricht über die alte Strecke fährt (= wenn auch kaum ein Zeitvorteil).

Die Lütticher Innenstadt wird deshalb vom EuregioAixpress nicht angefahren, weil man sonst zwei Fahrzeuge bräuchte; so reicht eines, das permanent pendelt. Unter anderem mit dem Hintergrund fänd ich eine Verlängerung bis Hasselt sinnvoll! (das geht ja dann über Tongeren) Denn Hasselt ist genauso Teil der Euregio Maas-Rhein und wäre endlich an Aachen gut angebunden. Das geht alles mit elektrischen innerbelgischen Fahrzeugen.

Zunächst nochmal hinsichtlich des Stundentaktes beim "Euregioaixpress":
Es sind nur fünf Fahrzeuge in Deutschland zugelassen, von denen aber nur eines gebraucht wird. Würde man mit diesen fünf auch auskommen, wenn man die L 37 einerseits über Liège=Palais nach Liers, andererseits über Verviers bis Aachen Hbf. verlängert und den 60-Min.-Takt des L 37 beibehält (= formal Entfall des IRq in Belgien; RE 29/EuregioAixpress -> RB 29/Wesertalbahn in Deutschland)?

Zur "euregiobahn":
Dein Vorschlag kommt ja meinem ursprünglichen Konzept einer "echten euregiobahn" von Hasselt nach Köln (= Endausbau) entgegen:

(1) Drei "kleinwüchsige" ab Hasselt bis Liège=Guillemins (1. Flügelung); ein zug über Maastricht nach Aachen; die beiden anderen in Doppeltraktion über das Wesertal bis Welkenraedt (2. Flügelung); ein Zugteil über Eupen in Richtung Stolberg, der zweite über Aachen nach Stolberg.

(2) Erneute Verbindung des "Maastrichter Zugteils" mit dem aus Welkenraedt in Doppeltraktion bis Stolberg (erneute Verbindung mit drittem Zugteil aus Eupen). In Dreiertraktion - im Sinne des RE - nach Köln.

Konsequenzen:
-> S11 nach Troisdorf (=> statt S13)
-> S12 zwischen Düren und Hansaring (Köln) als Verstärker (= gemäß heutiger S13)
-> "neue" S13 von Aachen Hbf über Düren und Köln nach Bergisch Gladbach (30-Min.-Tk.)
-> Elektrifizierung der Eschweiler Talbahn und Bedienung durch S13 (=> statt RB 20)
-> Beibehaltung der (bisherigen) "euregiobahn" als Ringbahn

Problematisch wäre natürlich die Minimierung der Wartezeit des Zugteils aus Maastricht, der dann in Aachen auf den Folgekurs warten müsste; weiterhin müsste der Eupener Kurs ungefähr genauso schnell in Stolberg sein, wie der Aachener Kurs. Ganz zu schweigen vom zweigleisigen Ausbau Reaktivierung zwischen Hasselt und Glons/Liers.

Langfristig wären dann wohl an dreisystemfähige Elektrofahrzeuge zu denken, wobei sich dann der Fuhrpark auf alle drei Bahnunternehmen verteilen könnte. Sicherlich kann man diese alten belgischen Kisten [=> EuregioAixpress; (noch) nicht renoviert]günstig erwerben, und einfach deutschland- bzw. niederlandefähig umbauen. So hat man dann die hohen Umbaukosten, aber dafür einen preiswerten Fuhrpark. Die SNCB würde sie bestimmt nicht vermissen, zumal man sich die Dinger mal in den Farben der DB und NS vorstellen muss... *scherz*

"euregiobahn" im Endausbau

Steffen, Samstag, 25.09.2010, 17:21 (vor 5723 Tagen) @ Thalyseo

Aachen <-> Amsterdam sol doch recht zeitnah (2012?) kommen; durch den aus Heerlen verlängerten IC. Da dieser m. W. über Herzogenrath geführt werden soll, bin ich gespannt, wo der Systemwechsel erfolgt. Ich tippe mal auf dem Bahnhof Herzogenrath (= wäre jedenfalls am naheliegendsten).

Ja, so wird es vermarktet. Fakt ist aber, dass 2012 noch immer kein Fahrdraht zwischen Landgraaf und Herzogenrath liegen wird und die VIRMs nicht nach Deutschland fahren können (naja, mit viel Schwung vielleicht *gg*). Daher wird es 2012-2??? "Elektroersatzverlehr" geben, mit niederländischen Dieseltriebwagen (DM'90). Wie weit diese Dieselzüge fahren werden weiss ich nicht.

Für die Nicht-Eingeweihten (= wie mich):
Was ist ein "verkürzter Diesel-Vorlaufbetrieb"?

Siehe oben ;)

Wenn es wirklich über Aventis bis Aachen Hbf nach niederländischer Norm gehen sollte, wäre jedoch dann ab Schanz oder West (= weiß nicht wo die Strecke einfädelt) ein Einspurverkehr notwendig, oder? Da ist doch kein Platz mehr für ein drittes Gleis.

Die Einmündung ist in Richterich (zwischen Aachen-West und Kohlscheid). Bis Aachen West ist Platz für ein drittes Gleis, dann ist Schluss.

Denkbar wäre doch dann auch, dass die Euregiobahn - wenn Veolia über Kerkrade verkehrt - direkt nach Maastricht über die alte Strecke fährt (= wenn auch kaum ein Zeitvorteil).

Sollte Veolia halbstündlich von Kerkrade über Avantis nach Aachen fahren, braucht man gar keine Euregiobahn mehr! ;)

Zunächst nochmal hinsichtlich des Stundentaktes beim "Euregioaixpress":
Es sind nur fünf Fahrzeuge in Deutschland zugelassen, von denen aber nur eines gebraucht wird. Würde man mit diesen fünf auch auskommen, wenn man die L 37 einerseits über Liège=Palais nach Liers, andererseits über Verviers bis Aachen Hbf. verlängert und den 60-Min.-Takt des L 37 beibehält (= formal Entfall des IRq in Belgien; RE 29/EuregioAixpress -> RB 29/Wesertalbahn in Deutschland)?

Man braucht dann vier (oder fünf?) Umläufe, d.h. bei Einfachtraktion (unwahrscheinlich) wird es knapp, bei Mehrfachtraktion reicht es nicht.


Bei Deinen Träumen, die den Talent in Belgien sehen, möchte ich Dich nicht weiter stören...

--
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"euregiobahn" im Endausbau

Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 17:58 (vor 5723 Tagen) @ Steffen

Man braucht dann vier (oder fünf?) Umläufe, d.h. bei Einfachtraktion (unwahrscheinlich) wird es knapp, bei Mehrfachtraktion reicht es nicht.

Was wäre - hypothetisch - wenn statt Lüttich Spa=Géronstère - angesteuert werden würde, d. h. Fusion "EuregioAixpress" mit L44, die ohnehin bis Welkenraedt verkehrt.
Würden die fünf Garnituren dann ausreichen?

Eine Doppeltraktion könnte ja auch ab/bis Hergenrath/Welkenraedt - mit der Option der Flügelung zu besseren Anbindung Eupens - gewährleistet werden. So könnte man das Problem der Doppeltraktion umgehen.

Frage ist natürlich auch, was aus dem Fernverkehr wird:
Wenn der London-ICE kommt - und Paris zumindest teilweise (ab Köln) entfällt - könnte theoretisch auch wieder der IC A bzw. IC O (= ich weiß, das Lokproblem) nach Köln verkehren - ob nun über die Schnellverkehrsstrecke oder über das Wesertal - so dass eine mehr oder weniger eine attraktive Verbindung - nebst HGZ - Köln <-> Brüssel entsteht, ohne allzu große Interdependenzen zu generieren (= Thalys - IC A), da sich der HGZ-Verkehr auf die London-Reisenden konzentrieren dürfte. Aber das ist natürlich eine ganz andere Baustelle!

"euregiobahn" im Endausbau

Steffen, Samstag, 25.09.2010, 18:17 (vor 5723 Tagen) @ Thalyseo

Man braucht dann vier (oder fünf?) Umläufe, d.h. bei Einfachtraktion (unwahrscheinlich) wird es knapp, bei Mehrfachtraktion reicht es nicht.


Was wäre - hypothetisch - wenn statt Lüttich Spa=Géronstère - angesteuert werden würde, d. h. Fusion "EuregioAixpress" mit L44, die ohnehin bis Welkenraedt verkehrt.
Würden die fünf Garnituren dann ausreichen?

Wie meinen? Aachen-Spa im Stundentakt? Das dürfte reichen, ist aber komplett unattraktiv!

Frage ist natürlich auch, was aus dem Fernverkehr wird:
Wenn der London-ICE kommt - und Paris zumindest teilweise (ab Köln) entfällt - könnte theoretisch auch wieder der IC A bzw. IC O (= ich weiß, das Lokproblem) nach Köln verkehren - ob nun über die Schnellverkehrsstrecke oder über das Wesertal - so dass eine mehr oder weniger eine attraktive Verbindung - nebst HGZ - Köln <-> Brüssel entsteht, ohne allzu große Interdependenzen zu generieren (= Thalys - IC A), da sich der HGZ-Verkehr auf die London-Reisenden konzentrieren dürfte. Aber das ist natürlich eine ganz andere Baustelle!

Du meinst, der Thalys "verdrängt" den IC A nach Köln, nicht aber der ICE?

Ich fänd es super, wenn der IC A wieder nach Köln verkehrt. In Belgien selbstverständlich über die Weserstrecke, da er ja auch oder vorwiegend innerbelgische Aufgaben hat, und so nich sooooo viele Fahrgäste dem ICE abknöpft, und Reisen nach Belgien ab Köln endlich wieder erträglich macht.

Leider ist die HLE 18 nicht deutschlandfähig :( und ohne Lokwechsel ist derzeit nichts zu machen. 200 km/h schnelle Loks, die sowohl für Belgien als auch für Deutschland zugelassen sind, gibt es nichtmal als Mietlok.

Aber ich glaube langfristig ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen!

--
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"euregiobahn" im Endausbau

Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 18:46 (vor 5723 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 18:46

Wie meinen? Aachen-Spa im Stundentakt? Das dürfte reichen, ist aber komplett unattraktiv!

Wäre jetzt auch nicht unbedingt man Favourit, wenn dann aber ein stündlicher Takt herrscht, würde ich den Umstieg in Verviers in Kauf nehmen. Das war ja auch während der Bauarbeiten in Belgien so und ich fand es damals schon deutlich besser.

Die Bahn wird ja auch danach schauen, wie man das mit wenig Mehraufwand hinbekommt und letztendlich wird es den Aachenern doch darum gehen, überhaupt die Grenze zu überqueren; und scheinbar lohnt sich ja der Verkehr - ab Welkenraedt.

Du meinst, der Thalys "verdrängt" den IC A nach Köln, nicht aber der ICE?

Nein natürlich nicht, aber das Gros der Fahrgäste fährt heute nach Brüssel - und eben nicht nach Paris; mit London würden neue Fahrgäste generiert, so dass es nicht so tragisch wäre, wenn einige Fahrgäste auf den IC A abwandern.

Ich fänd es super, wenn der IC A wieder nach Köln verkehrt. In Belgien selbstverständlich über die Weserstrecke, da er ja auch oder vorwiegend innerbelgische Aufgaben hat, und so nich sooooo viele Fahrgäste dem ICE abknöpft, und Reisen nach Belgien ab Köln endlich wieder erträglich macht.

Tja, das ist eine gute Frage Brüssel ist natürlich über die HSL 3 attraktiver (= wenn die I11er die überhaupt - ungeachtet der Lok - befahren dürfen), andererseits finde ich bspw. Verviers (= Welkenraedt weniger) auch für Köln ein attraktives Ziel, zumal es - über das Wesertal - ja dann auch wieder trennschärfer zum ICE wäre. Man könnte aber auch den jetzigen IC O ab Lüttich über die HSL 3 (= weniger Umläufe nach Köln schicken und den IC A in seiner jetzigen Form weiterhin zwischen Eupen und Oostende pendeln lassen. Ist halt nur die Frage, wie attraktiv Oostende, Brugge und Gent für Köln sind. Persönlich würde ich aber eher sagen, IC A über Wesertal nach Köln (= stündlich); der ICE behält sein Monopol auf der HSL 3 (= mit London) und Eupen erhält Anschluss an den IC A ab/in Welkenraedt!

Allerdings müsste dann auch weiterhin ein Regionalzug nach Welkenraedt pendeln, um den Anschluß Hergenraths zu sichern.

So könnte ich es mir in 10-15 Jahren vorstellen...

Klassik-RB/RE: "Buurlandtrein" (m4B)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.09.2010, 23:14 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Verstehe!

Es gab mal einen RB-Verkehr zwischen Arnhem und Emmerich, der ist aber auch sehr schnell wieder fallen gelassen worden. Weiß da jemand etwas drüber?


Damals (etwa 70er) waren die Züge Amsterdam-Arnhem noch lokbespannt. Hier ein "IC" aus dem Jahre 1970 (vor allem die Tür von Wagen 3 gefällt mir...):

[image]

Wirklich geile Kompositionen: Lok der Baureihe 1300 + Plan E, Plan W, dazu Silberlinge als Kurswagen nach Deutschland. Das ganze fuhr dann als "buurlandtrein".

[image]

[image]

Etwas schneller waren die D-Züge die auch als "buurlandtrein" verkehrten. Diese hatten meistens eine 1200 oder 1300 vorne, ein ICR-BDk der NS (Fahrradabteil!) und dazu Am/Bm/ABm-Schnellzugwagen der DB.

Hier noch ein Bild von einem solchen Zug, mit einem Plan E Bistrowagen drin!

[image]

Wenn´s nur um den Fuhrpark geht, würden sich für das kurze Stück doch auch die kleinwüchsigen Talent-Züge der "euregiobahn" anbieten, denn die haben ja zwangsläufig eine Zulassung für Deutschland und die Niederlande.

Wie "Steffen" schon schrieb: Euregiobahn braucht die Fahrzeuge schon. Wahrscheinlich braucht das Unternehmen weitere Triebwagen, falls der Betrieb ausgebaut wird.
Es gibt aber auch dreiteilige Talente mit NL-Zulassung, nämlich die Triebwagen die nach Enschede fahren.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Talent mit NL-Zulassung

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 23:18 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

In den Anfangstagen fuhr die Euregiobahn auch mit dreiteiligen Talent (BR 643). Die hatten naturgemäss auch NL-Zulassung. Wo die jetzt unterwegs sind weiss ich leider nicht.

--
[image]

Klassik-RB/RE: "Buurlandtrein" (m4B)

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 23:21 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

Es gibt aber auch dreiteilige Talente mit NL-Zulassung, nämlich die Triebwagen die nach Enschede fahren.

Da muss ich dich korrigieren, die haben kein ATB, kein gar nichts. Die Strecke wird nach deutschen Vorschriften betrieben, sieht äußerlich nur niederländisch aus und gehört aber dennoch dem niederländischen Staat. (Angeblich hat ProRail sogar nichts mit der Strecke zu tun)
Inwieweit die Fahrzeuge dort aber dennoch (weil die Strecke auf niederländischem Grund und Boden liegt) z.B. den Crashvorschriften der IVW genügen müssen, weiß ich nicht. Vielleicht regeln aber auch Staatsverträge, dass die Strecke komplett wie eine deutsche Strecke zu behandeln ist.

Klassik-RB/RE: "Buurlandtrein" (m4B)

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 23:21 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

Es gab jedoch nochmal einen RB nach 2000; zumindest habe ich den deutlich auf dem Liniennetzplan gesehen...

Syntus Lint ?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.09.2010, 23:29 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Es gab jedoch nochmal einen RB nach 2000; zumindest habe ich den deutlich auf dem Liniennetzplan gesehen...

Meinst Du etwa den Syntus Lint?
Der hatte mal 4x pro Tag zwischen Arnhem und Emmerich gependelt.


gruß,

Oscar (NL).

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Syntus Lint ?

Thalyseo, Samstag, 25.09.2010, 01:52 (vor 5723 Tagen) @ Oscar (NL)

Dann muss er das wohl sein; wie gesagt, ich habe nur die Verbindung auf den Liniennetzplan entnommen.

Ich bin vor Jahren mal mit einem Freund nach Arnhem gefahren:

Um den ICE - bzw. dessen Preise - zu umgehen, sind wir von Köln nach M´Gladbach, dann weiter nach Venlo, von Venlo nach Nijmegen und dort nochmal Richtung Arnhem umgestiegen. Es war die Hölle!

Und für meine beiden Interviews in Den Haag das selbe Spiel:

Natürlich ist es schön, dass man in den Niederlanden nicht einmal umsteigen muss, dafür aber erst nach M´Gladbach, weiter nach Kaldenkirchen und dann nochmal umsteigen nach Venlo (= Keolis hatte noch keine NL-Zulassung).

Zurück gab es dann eine Trennung, was ich mangels Niederländischkenntnisse nicht mitbekam, und erst durch Nachfragen (= es konnte ja niemand wissen, dass ich die Ansage nicht verstanden habe) erfahren habe, dass eine Umleitung über Utrecht (= anderer Zug!) eigeleitet worden ist. Ich habe den Zug in letzter Sekunde verlassen, bin dann nach Utrecht gefahren, von Utrecht nach Einhoven, von Eindhoven nach Venlo, von Venlo nach Kaldenkirchen, von Kaldenkirchen nach M´Gladbach und von dort aus endlich zurück nach Köln, wo ich spätabends ankam.

Wie attraktiv wäre es da doch gewesen, wenigstens eine Direktverbindung von Venlo nach Köln zu haben. Habe übrigens mal von einem Komilitonen gehört, dessen Eltern in Den Haag wohnen, dass er aus diesen Gründen immer über Utrecht fährt und den ICE nimmt - jetzt verstehe ich wieso!

Die Wagen sind das Problem, nicht die Loks

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 22:36 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

Die RE160-Dostos sind in NL nicht zugelassen (außer Profil?)

Das kann man aber ändern, ich bezweifele, dass das ein großes Problem wäre. Das Problem ist aber in der Tat, dass die vorhandenen Wagen nicht mehrspannungsfähig sind und nur unter 15 000 kV, 16,7 Hz fahren können.
Die Doppelstockwagen sind in Deutschland übrigens auch eine Lademaßüberschreitung und dürfen deshalb nur auf speziell zugelassenen Strecken verkehren.

ARRIVA Spurt + ITF ?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.09.2010, 22:37 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 24.09.2010, 22:37

Einen Umsteigezwang in Emmerich würde ich auf keinen Fall befürworten. Fahrzeugseitig vermutlich bedeutend einfacher, aber auch bedeutend unattraktiver für den Reisenden.


Wäre auch nicht mein Favourit, aber besser als nichts.

Zudem nicht vergessen, dass ab Dez. 2012 DB bei uns aktiv ist (als ARRIVA).
ARRIVA übernimmt 2012 bei uns zwei Dieselnetze:

1. Achterhoek = Arnhem-Zevenaar-Doetinchem-Winterswijk-Zutphen(-Apeldoorn?)
2. Rivierenland = Arnhem-Elst-Tiel

(den Busbetrieb übernimmt ARRIVA schon Dez. 2010)

Dann wäre es eine Möglichkeit, Arnhem-Emmerich mit ARRIVA Spurt zu betreiben. Eine Dreifachtraktion VT646NL passt an allen Bahnsteigen. Ich stelle mich vor: 3x VT646NL Arnhem-Zevenaar, dort 1 Zugteil nach Emmerich, Rest nach Zevenaar, dort 1 Zugteil weiter nach Winterswijk. Dazu noch ein Schnellbus Doetinchem-'s Heerenberg-Emmerich-Kleve-Groesbeek-Nijmegen.
Mit den Erfahrungen von Syntus könnte hier ein grenzüberschreitender ITF entstehen mit vernünftigen Bus/Bahn Anschlüssen.


gruß,

Oscar (NL).

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RE 5 bis Arnhem

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 18:30 (vor 5724 Tagen) @ Sören Heise

Das sehe ich ähnlich. Es stellt sich halt das Finanzierungsproblem und das Fahrzeugproblem. Nach dem NRW-Bahnarchiv hat der RE 5 derzeit sieben Umläufe. Man käme mit Arnhem also auf acht Umläufe. Inclusive Reserven würde man also für zehn Umläufe besondere Fahrzeuge benötigen. Und müßte die Kapazitäten von fünf Doppelstockwagen anbieten - also entweder niederlandetaugliche Lok+Wagen oder neunzehn bis zwanzig Triebzüge, wo man eventuell die Hälfte unterwegs stehenlassen könnte.

Wie wäre es denn, wenn man den Abschnitt nach Koblenz streicht, dann wäre Zug - durch den kürzeren Laufweg bedingt - auch weniger anfällig für Verspätungen!

Der RE 5 könnte doch von Arnehm aus - wie gewohnt - bis Köln fahren, von dort aus weiter nach Bonn Hbf und dort enden (= Köln <-> würde ich - durch die hohe Nachfrage so bestehen lassen).

Es gäbe folgende Ersatzmöglichkeiten:

-> Verlängerung der RB 48 von Bonn=Mehlem aus bis Koblenz Hbf (60-Min-Takt); ggf. Auslassung des Haltepunkt "Bonn=Mehlem", so dass bereits ab Köln Hbf - im Sinne des RE5 - gefahren wird; im Gegenzug Verlängerung der RB 23 von Bonn Hbf. bis Bonn=Mehlem.

-> Verlängerung des RB 30 ab Bonn Hbf nach Köln Messe/Deutz - im Sinne des heutigen RB 48.

Je nach Fahrgastaufkommen gäbe es folgende Möglichkeiten:

-> Umstellung des bisherigen RB 48 auf Dostos

oder

-> Verdichtung der MRB 26 auf 30-Min.-Takt bis Koblenz; in Einzel- oder Doppeltraktion.

oder

-> Beibehaltung des 60-Min.-Takt auf der MRB 26 bei Doppeltraktion bis Koblenz (= derzeit nur zwischen Remagen und Köln in Doppeltraktion).

Da dürfte doch irgendwie - mit einer minimalen Erhöhung des Fuhrparks - machbar sein, oder?

Wagen/Fahrzeuge

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 21:22 (vor 5724 Tagen) @ Sören Heise

Für den RE5 würden sich dann 186er anbieten. Ein Problem dürfte allerdings der Wendezugbetrieb sein, da über ZWS zwar der Stromabnehmer gesenkt werden kann, nicht aber ein anderer Stromabnehmer gewählt werden kann bzw. ein anderes Netz ausgewählt werden kann.

Mit den CFL-Steuerwagen zwischen Luxemburg und Schweich klappt es dann trotzdem, weil dort der gleiche Stromabnehmer benötigt wird und die Lok eigenständig das neue Stromsystem erkennt. Dies ist beim RE5 aber so nicht möglich.

Wenn die Planungen so fortgesetzt werden, wie zur Zeit, würden für den RE5 nach Arnhem sogar unsinnigerweise Dreistromfahrzeuge benötigt, weil Emmerich-Zevenaar 25 kV erhalten soll, damit die Güterzüge für die Betuwelijn nicht 1,5 kV-fähig sein müssen. Meines Erachtens unsinnig, denn die Elektrifizierung Emmerich-Zevenaar mit 15 kV wär für den Güterverkehr der gleiche Vorteil, der Personenverkehr müsste aber nicht mit 25 kV zusätzlich zurecht kommen. (Trotz der Tatsache, dass nahezu alle Züge, die für 1,5 kV und 15 kV ausgerüstet sind, auch mit 25 kV klar kommen)

NV & FV D <-> NL

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.09.2010, 14:31 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 24.09.2010, 14:34

Ich stimme euch soweit zu; Amsterdam <-> Brüssel möchte ich jedoch eher vom Thalys - statt vom Fyra - bedient wissen: Nicht zuletzt, um möglichst viele Direktverbindungen zwischen Amsterdam und Paris zu generieren,...

Geplant sind 16 Fahrten pro Tag Amsterdam-Paris v.v. mit Thalys. Entspricht Stundentakt.
Hinzu kommen 16 Fahrten pro Tag Amsterdam-Brüssel v.v. mit Fyra. Entspricht Stundentakt.

1. Für den Thalys muss man reservieren, Fyra kann man ohne Reservierung benutzen.
2. Mit dem Fyra sind inner-NL-Reisen möglich, mit dem Thalys nicht.
3. Ich bin mir nicht sicher, ob Thalys ausreichend Triebwagen für einen AMS-Paris Halbstundentakt hat.
4. Der Thalys ist auf Klasse, der Fyra auf Masse ausgelegt.
In einem V250 passen etwa 50% mehr Fahrgäste als in einem Thalys-Triebwagen: die Sitze stehen enger und der Thalys hat zwei Loks in denen keine Fahrgäste passen.

Der Fyra zwischen Breda und Amsterdam ist sinnvoll; vielleicht auch nach Maastricht/Lüttich bzw. Aachen? Wäre jedenfalls mal zu erörtern.

1. Der V250 ist ein Dreisystemzug. Einsatz unter 15 kV AC ist nicht vorgesehen. Aachen kann man also zumindest mit V250 via Heerlen vergessen (auch schon wegen fehlender Fahrdraht Landgraaf-Herzogenrath).
2. Sittard-Heerlen-Aachen ist auch mit Euregiobahn Dieselbummelei schneller als Sittard-Maastricht-Lüttich-Aachen.
3. Nach Maastricht fahren schon Inlands-ICs ab Amsterdam via Utrecht und Eindhoven, sogar mit einem Zugteil für Heerlen: das möchte NS gerne beibehalten. Zudem wird Amsterdam-Eindhoven via HSL-Zuid nicht schneller sein als via Utrecht.

PHS [1] sieht einen "HSL" Den Haag-Eindhoven in 15-Minutentakt vor, als Ersatz für den heutigen halbstündlichen IC 19 Den Haag-Venlo.
Möglich wäre stündlich Verlängerung via Venlo nach Düsseldorf (Wuppertal?), mit notwendiger Halt in MG. Einsatz von IC250-Triebwagen wäre möglich, zumal diese NL-Zulassung haben sollten (wegen Amsterdam-Berlin), und ein IC250 wird auf der HSL-Zuid nicht langsamer sein als ein V250.

Was Köln <-> Amsterdam angeht fände ich es aber auch wichtig eine echte Alternative zum ICE zu schaffen. Dabei denke ich an den RE 5 ("Rheinexpress"; Emmerich <-> Koblenz), der ab der Grenze den gesamten Abschnitt der "NL-ICE" nach Köln abdeckt.

Der RE 5 müßte dann in Zevenaar halten; Arnhem ist Endstation.
In Zevenaar besteht Anschluß an ARRIVA Spurt nach Doetinchem-Winterswijk.
Ab Arnhem sollen laut PHS IC-Dostotriebwagen in 10-Minutentakt nach Schiphol fahren, mit Korrespondenz in Utrecht nach Amsterdam.
Von den 6 ICs pro Stunde fahren 4 bereits in Nijmegen ab, 2 erst in Arnhem. Diese beiden ICs bilden eine Korrespondenz mit IC 36 Roosendaal-Zwolle, der auf Nijmegen-Arnhem ein echter IC wird, ohne Halt in Nijmegen Lent, Elst und Arnhem Zuid.

Es fände es sehr attraktiv, den RE 5 bis Arnhem zu verlängern, da der bestehende NV nach Venlo nur wenig attraktiv für Amsterdamreisende ist (= zu viele Umstiege; zumindest ab Köln).

Nicht nur wegen der vielen Umstiege, sondern weil 1. der RE 8 auf K-MG überall hält, 2. der Abschnitt VIE-Venlo so langsam ist, 3. in Venlo 20 Minuten Übergang besteht und 4. der IC auf Venlo-Eindhoven fast überall hält.


gruß,

Oscar (NL).


[1] auf deutsch etwa "Programm Hochfrequentierte Eisenbahn"

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NV & FV D <-> NL

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 18:16 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

Geplant sind 16 Fahrten pro Tag Amsterdam-Paris v.v. mit Thalys. Entspricht Stundentakt.
Hinzu kommen 16 Fahrten pro Tag Amsterdam-Brüssel v.v. mit Fyra. Entspricht Stundentakt.

1. Für den Thalys muss man reservieren, Fyra kann man ohne Reservierung benutzen.
2. Mit dem Fyra sind inner-NL-Reisen möglich, mit dem Thalys nicht.

Deswegen finde ich den Fyra zwichen Breda und Amsterdam keine schlechte Idee (= Deckung des Bedarfs innerhalb von NL). International sollte aber m. E. der Aufpreis des HGZ-Verkehrs einerseits durch den Komfort und andererseits durch die Direktverbindung kapitalisiert werden (= trennscharfe Positionierung).
Das würde bedeuten, dass "Grundangebot" Amsterdam <-> Roosendaal/belgische Grenze durch die IC-Verbindung Amsterdam <-> Vlissingen (via Altstrecke), ergänzt um belgischen IR/IC nach Anterpen und/oder Brüssel (= 1-2 mal umsteigen). Dann wäre weiterhin zu klären, ob Thalys im 60-Min.-Takt oder bspw. im 30-Min.-Takt verkehrt. Wenn man sich für erstere Option entscheidet, könnte ja auch in Doppeltraktion gefahren werden.

3. Ich bin mir nicht sicher, ob Thalys ausreichend Triebwagen für einen AMS-Paris Halbstundentakt hat.

Das Problem ist mir bewusst - und wäre natürlich voarb zu prüfen. Eine (zusätzliche)PBA-Einheit wurde doch bereits an die SNCF zurückgegeben. Evtl. ließen sich weitere TGV Réseau - Einheiten (= für Brüssel/Belgien würde ja bereits "bicourant"-Einheiten reichen; weiterhin könnten die TGV-Fahrten - auch MLV - nach Lille verlegt werden, wenn der Verkehr von/nach London verstärkt wird. Ich halte es also für möglich.

4. Der Thalys ist auf Klasse, der Fyra auf Masse ausgelegt.
In einem V250 passen etwa 50% mehr Fahrgäste als in einem Thalys-Triebwagen: die Sitze stehen enger und der Thalys hat zwei Loks in denen keine Fahrgäste passen.

Das hast Du aber (wirklich) schön gesagt; 100%ige Zustimmung - zumindest was den ersten Teil des Satzes angeht! *smile*

Aber dennoch stellt sich die Frage, ob dies als ausreichend trennscharf angesehen werden kann

1. Der V250 ist ein Dreisystemzug. Einsatz unter 15 kV AC ist nicht vorgesehen. Aachen kann man also zumindest mit V250 via Heerlen vergessen (auch schon wegen fehlender Fahrdraht Landgraaf-Herzogenrath).

Gut, dann hat sich das mit Aachen für den Fyra erledigt; was die (fehlende) Oberleitung angeht, so wird das wohl für den IC Amsterdam <-> Aachen wohl geregelt werden. Welche Fahrzeuge werden dafür eingesetzt?

2. Sittard-Heerlen-Aachen ist auch mit Euregiobahn Dieselbummelei schneller als Sittard-Maastricht-Lüttich-Aachen.

Da hast Du mich missverstanden; ich dachte mehr an eine Verlängerung der ICs von Amsterdam über Maastricht bis Lüttich; wenn dann die Oberleitung auf niederländische Norm umgestellt wird (= bis Bahnhof Guillemins Gleis 1; müsste gehen) bräuchte man doch nur noch eine Zulassung der Züge für Belgien und könnte die Flügelung beibehalten; en passant würde dann auch Eijsden wieder ans Netz angebunden (= z. B. durch Verlängerung Veolia).

3. Nach Maastricht fahren schon Inlands-ICs ab Amsterdam via Utrecht und Eindhoven, sogar mit einem Zugteil für Heerlen: das möchte NS gerne beibehalten. Zudem wird Amsterdam-Eindhoven via HSL-Zuid nicht schneller sein als via Utrecht.

Verstehe; dennocvh dachte ich eher daran den Fyra via Utrecht fahren lassen (= komfortablerer Zug). Wenn der jedoch eher auf Masse ausgelegt ist - wie Du schreibst - erübrigt sich der Gedanke dann wohl.

PHS [1] sieht einen "HSL" Den Haag-Eindhoven in 15-Minutentakt vor, als Ersatz für den heutigen halbstündlichen IC 19 Den Haag-Venlo.
Möglich wäre stündlich Verlängerung via Venlo nach Düsseldorf (Wuppertal?), mit notwendiger Halt in MG. Einsatz von IC250-Triebwagen wäre möglich, zumal diese NL-Zulassung haben sollten (wegen Amsterdam-Berlin), und ein IC250 wird auf der HSL-Zuid nicht langsamer sein als ein V250.

Ist das nicht ohnehin schon geplant (= neben Amsterdam <-> Aachen); ich würde ja Köln vorziehen (= kein Kopf in M´Gladbach), aber die hohen Abgaben für die relativ lange Strecke...

Was Köln <-> Amsterdam angeht fände ich es aber auch wichtig eine echte Alternative zum ICE zu schaffen. Dabei denke ich an den RE 5 ("Rheinexpress"; Emmerich <-> Koblenz), der ab der Grenze den gesamten Abschnitt der "NL-ICE" nach Köln abdeckt.


Der RE 5 müßte dann in Zevenaar halten; Arnhem ist Endstation.
In Zevenaar besteht Anschluß an ARRIVA Spurt nach Doetinchem-Winterswijk.
Ab Arnhem sollen laut PHS IC-Dostotriebwagen in 10-Minutentakt nach Schiphol fahren, mit Korrespondenz in Utrecht nach Amsterdam.
Von den 6 ICs pro Stunde fahren 4 bereits in Nijmegen ab, 2 erst in Arnhem. Diese beiden ICs bilden eine Korrespondenz mit IC 36 Roosendaal-Zwolle, der auf Nijmegen-Arnhem ein echter IC wird, ohne Halt in Nijmegen Lent, Elst und Arnhem Zuid.

Das klingt ja sehr attraktiv; ein Grund mehr es zu machen. Zu prüfen wäre aber auch Nijmegen <-> Kleve - auch zur Entlastung der Güterverkehrsroute über Emmerich.

Es fände es sehr attraktiv, den RE 5 bis Arnhem zu verlängern, da der bestehende NV nach Venlo nur wenig attraktiv für Amsterdamreisende ist (= zu viele Umstiege; zumindest ab Köln).


Nicht nur wegen der vielen Umstiege, sondern weil 1. der RE 8 auf K-MG überall hält, 2. der Abschnitt VIE-Venlo so langsam ist, 3. in Venlo 20 Minuten Übergang besteht und 4. der IC auf Venlo-Eindhoven fast überall hält.

Ich hatte mal dafür plädiert, den ICE ab Köln über M´Gladbach, Venlo und Eindhoven nach Amsterdam verkehren zu lassen, da die Haltstelleabstände (Köln > D´dorf > Duisburg > Oberhausen) sehr kurz sind. M´Gladbach ist von D´dorf gut und von Duisburg relativ gut zu erreichen; von Oberhausen ist man schnell in Duisburg.

Vorteil hätte ich darin gesehen, dass M´Gladbach FV erhält, die Rheinschiene entlastet, vor allem aber mit Venlo (-> Nijmegen, Arnehem, Roermond und Maastricht) und Eindhoven (-> Rotterdam, Den Haag und Antwerpen zwei verkehrsgünstige Haltepunkte angesteuert würden, wohingegen heute neu ein kleiner Teil der Niederlande angebunden ist.

Inzwischen ist auch mir bewusst, dass die Strecken - Du schreibst es ja selbst in Bezug auf Viersen <-> Venlo - nicht entsprechend sind und das Ganze somit hinfällig ist!

Thalys in NL

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 21:29 (vor 5724 Tagen) @ Oscar (NL)

Wieso kann man mit dem Thalys nicht innerhalb NL fahren? Ist zwar teuer, sollte aber gehen, ohne dass man gleich in der Toilette ertränkt wird... ;-)

Thalys in NL

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 22:25 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Wieso kann man mit dem Thalys nicht innerhalb NL fahren? Ist zwar teuer, sollte aber gehen, ohne dass man gleich in der Toilette ertränkt wird... ;-)

Das gleiche Problem besteht auch innerbelgisch: Es ist in der Tarifpolitik von Thalys einfach nicht vorgesehen, d. h. es werden für den nationalen Abschnitte keine Tickets verkauft!

In Frankreich stellt sich das Problem nicht und Deutschland ist eine Ausnahme (= DB-Verkauf); man kann aber mit dem ICE International innerbelgisch fahren, so dass das wohl auch für die Niederlande gelten dürfte.

Und einen Aufpreis zahlt man m. W. sogar für den Fyra.

Thalys in NL

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 22:37 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo
bearbeitet von Fabian318, Freitag, 24.09.2010, 22:37

Das gleiche Problem besteht auch innerbelgisch: Es ist in der Tarifpolitik von Thalys einfach nicht vorgesehen, d. h. es werden für den nationalen Abschnitte keine Tickets verkauft!

Was passiert denn, wenn ich in Lüttich in einen Thalys steige und nach Brüssel will?

In Frankreich stellt sich das Problem nicht und Deutschland ist eine Ausnahme (= DB-Verkauf); man kann aber mit dem ICE International innerbelgisch fahren, so dass das wohl auch für die Niederlande gelten dürfte.

In den Niederlanden ist es aber möglich, Thalys-Fahrkarten für die Relation Rotterdam-Amsterdam zu erwerben. Kostet 21 Euro.

Und einen Aufpreis zahlt man m. W. sogar für den Fyra.

7,60, also nicht zu knapp.

Thalys in NL

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 22:39 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Das gleiche Problem besteht auch innerbelgisch: Es ist in der Tarifpolitik von Thalys einfach nicht vorgesehen, d. h. es werden für den nationalen Abschnitte keine Tickets verkauft!

Was passiert denn, wenn ich in Lüttich in einen Thalys steige und nach Brüssel will?

Dann fährst Du schwarz (denn eine solche Fahrkarte wird nicht verkauft, kannst Du also nicht haben). Was dann passiert kannst Du Dir selber ausdenken ;)
Praxiserfahrung habe ich leider keine.

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Ergänzung zur Thalys-Seite

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 22:44 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Naja, die Thalys-Seite ist ja leider schon hoffnungslos damit überfordert, Fahrscheine von Lüttich nach Amsterdam etc. - sprich mit Umstieg - zu verkaufen. Aber was erwartet man auch von dieser Seite, wenn dort im deutschsprachigen Teil gefragt wird, ob man denn nach Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid oder Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid TGB fahren will - dass TGB offensichtlich die sehr deutsche Abkürzung für "alle belgischen Bahnhöfe" ist, ist schwierig herauszufinden. Oder dass ich erst alle möglichen persönlichen Angaben machen muss, um nur einen Preis zu sehen (wenn ich dann was ändern will, kann ich von vorne anfangen). Zum Glück kann man Thalys-Fahrscheine ab/nach ja auch vollumfänglich über die DB-Seite buchen, nur am Automaten geht es offensichtlich nicht mehr.

Ergänzung zur Thalys-Seite

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 23:02 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Naja, die Thalys-Seite ist ja leider schon hoffnungslos damit überfordert, Fahrscheine von Lüttich nach Amsterdam etc. - sprich mit Umstieg - zu verkaufen. Aber was erwartet man auch von dieser Seite, wenn dort im deutschsprachigen Teil gefragt wird, ob man denn nach Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid oder Bruxelles-Midi/Brussel-Zuid TGB fahren will - dass TGB offensichtlich die sehr deutsche Abkürzung für "alle belgischen Bahnhöfe" ist, ist schwierig herauszufinden. Oder dass ich erst alle möglichen persönlichen Angaben machen muss, um nur einen Preis zu sehen (wenn ich dann was ändern will, kann ich von vorne anfangen). Zum Glück kann man Thalys-Fahrscheine ab/nach ja auch vollumfänglich über die DB-Seite buchen, nur am Automaten geht es offensichtlich nicht mehr.

TGB = Toute Gare Belge (= offizielle Übersetzung "Jeder belgische Bahnhof"; "Alle belgischen Bahnhöfe" = alte Fassung.)

Damit kannst über Antwerpen, Brüssel und Lüttich hinaus jeden belgischen Bahnhof erreichen und die Fahrt sogar unterbrechen, solange keine Rück- und Rundfahrten erfolgen. Analog gilt diese Regelung für die Anreise zu den Abfahrtbahnhöfen.

Thalys - Jeder belgische Bahnhof (deutsch)

Da Du meine Masterarbeit hast, schau mal die Tabelle 19 auf Seite 108 an. Da siehst Du genau worüber Du auf welcher Website buchst; das dürfte einige Fragen beantworten.

Ergänzung zur Thalys-Seite

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 23:17 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Da Du meine Masterarbeit hast, schau mal die Tabelle 19 auf Seite 108 an. Da siehst Du genau worüber Du auf welcher Website buchst; das dürfte einige Fragen beantworten.

Klingt kompliziert :-D Aber immer Vordergrund läuft doch dann die Buchung immer noch über die Thalys-Seite, nur im Hintergrund läuft dann eine andere Seite?

Ergänzung zur Thalys-Seite

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 23:20 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Demnach hast Du Dir die Tabelle vorgeknöpft:

Ja, es ist tatsächlich so; ich habe das einen ganzen Abend lang überprüft (= alle möglichen Kombinationen).

Thalys in NL

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 22:49 (vor 5724 Tagen) @ Fabian318

Das gleiche Problem besteht auch innerbelgisch: Es ist in der Tarifpolitik von Thalys einfach nicht vorgesehen, d. h. es werden für den nationalen Abschnitte keine Tickets verkauft!

Was passiert denn, wenn ich in Lüttich in einen Thalys steige und nach Brüssel will?

Ich hatte mal so etwas erlebt mit einem deutschen Fahrgast (=> Thalys von Paris nach Köln), der in Brüssel zugestiegen ist und nach Aachen oder Köln wollte und kein gültiges Ticket hatte (= wusste nichts von der Zugbindung). Der Schaffner hat ihm überlassen, ob er ein Ticket nachlösen wolle - zum Bordpreis - oder in Lüttich aussteigen wolle. Natürlich hat er nachgelöst!

Im Zweifelsfall müsste man wohl ein Ticket nach Aachen/Rotterdam - oder schlimmer - gar bis Paris lösen!? Vielleicht erklärt sich hier ja jemand bereit das zu testen und berichtet uns später davon? Freiwillige vor! *g*

In den Niederlanden ist es aber möglich, Thalys-Fahrkarten für die Relation Rotterdam-Amsterdam zu erwerben. Kostet 21 Euro.

Das ist mir neu; aber dann verstehe ich Oskars Ausführungen nicht, denn auf genau dieses Problem hat er ja hingewiesen.

Andere Frage: Was kostet Amsterdam Centraal <-> Schipol im Thalys?

Und einen Aufpreis zahlt man m. W. sogar für den Fyra.

7,60, also nicht zu knapp.

Müsste ich Steff nochmal fragen, aber ich glaube soviel zahlt ungefähr auch an Aufpreis für Lüttich <-> Brüssel im ICE (ohne Sitzplatz).

Ein Designer meinte übrigens mal zu mir, als ich ihn das Präsentationsvideo vom Fyra zeigte, dass dieser aussähe wie ein Lkw. Wie ich jetzt darauf komme, weiß ich auch nicht; aber die Gelegenheit es mal loszuwerden...

Thalys in NL

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 22:58 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo
bearbeitet von Fabian318, Freitag, 24.09.2010, 23:00

In den Niederlanden ist es aber möglich, Thalys-Fahrkarten für die Relation Rotterdam-Amsterdam zu erwerben. Kostet 21 Euro.


Das ist mir neu; aber dann verstehe ich Oskars Ausführungen nicht, denn auf genau dieses Problem hat er ja hingewiesen.

Über die Thalys-Seite direkt geht es auch nicht, aber über die Seite von NS Hispeed ist das kein Problem:
[image]

Andere Frage: Was kostet Amsterdam Centraal <-> Schipol im Thalys?

Das geht in der Tat nicht, weil der Thalys - wie auch der Benelux-Zug - in Schiphol nicht zum Einstieg bzw. nicht zum Ausstieg hält.

Thalys in NL

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 22:59 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Ich hatte mal so etwas erlebt mit einem deutschen Fahrgast (=> Thalys von Paris nach Köln), der in Brüssel zugestiegen ist und nach Aachen oder Köln wollte und kein gültiges Ticket hatte (= wusste nichts von der Zugbindung). Der Schaffner hat ihm überlassen, ob er ein Ticket nachlösen wolle - zum Bordpreis - oder in Lüttich aussteigen wolle. Natürlich hat er nachgelöst!

Ich kann mir vorstellen dass es dafür inoffizielle Regelungen gibt, dass Fahrgäste im Zug lösen können. Wenn ohnehin ein Platz frei ist kann man doch gut und gerne Fahrkarten zum teuersten Tarif verkaufen ;)
Inoffiziell deshalb, weil es ja offiziell die Reservierungspflicht gibt und man sicher nicht möchte dass viele Fahrgäste diese umgehen.

Im Zweifelsfall müsste man wohl ein Ticket nach Aachen/Rotterdam - oder schlimmer - gar bis Paris lösen!? Vielleicht erklärt sich hier ja jemand bereit das zu testen und berichtet uns später davon? Freiwillige vor! *g*

Hier - ich probiers. Gib mir mal Deine Kreditkarte ;)))))

Und einen Aufpreis zahlt man m. W. sogar für den Fyra.

7,60, also nicht zu knapp.


Müsste ich Steff nochmal fragen, aber ich glaube soviel zahlt ungefähr auch an Aufpreis für Lüttich <-> Brüssel im ICE (ohne Sitzplatz).

Das weiß sogar dieses Forum ;))
http://www.ice-treff.de/index.php?id=60788

Für Klickfaule: 6 EUR sinds.

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Thalys in NL

Fabian318, Münster i. W., Freitag, 24.09.2010, 23:01 (vor 5724 Tagen) @ Steffen

Ich kann mir vorstellen dass es dafür inoffizielle Regelungen gibt, dass Fahrgäste im Zug lösen können. Wenn ohnehin ein Platz frei ist kann man doch gut und gerne Fahrkarten zum teuersten Tarif verkaufen ;)
Inoffiziell deshalb, weil es ja offiziell die Reservierungspflicht gibt und man sicher nicht möchte dass viele Fahrgäste diese umgehen.

Davon gehe ich aus, dass man zum Hi-Life (wer auch immer sich solche Namen einfallen lässt), plus eine "Comfort Ticket Service Charge" auch im Zug buchen kann. Ist ja im Nachtzug oder im ICE Sprinter auch mehr oder weniger hochoffiziell so.

"Flugentfernungen"

Benjamin.Keller, Mittwoch, 22.09.2010, 14:42 (vor 5726 Tagen) @ ICE615
bearbeitet von Benjamin.Keller, Mittwoch, 22.09.2010, 14:42

Warum muss man eigentlich immer solch unsinnige Verbindungen wie Frankfurt-Marseille oder Frankfurt-London einrichten?! Das sind und bleiben Flugentfernungen, ich würde es eher begrüßen, wenn man einen stabilen Taktverkehr auf "echten" Bahnverbindungen anbietet, wie zum Beispiel auf Köln-Brüssel, Köln-Amsterdam oder Stuttgart-Zürich.

Na ja, bei Marseille kann ich mir vorstellen, dass es auch stark ums Image geht, einerseits innerhalb Deutschlands werbend als auch ein an die Franzosen gerichtetes "Es gibt uns!" ;)
Und auch der Thalys Soleil läuft doch schon seit Jahren Amsterdam-Cote de Azur, oder?

Und was eine typische Flugentfernung ist, ist ja auch umstritten. Ein Freund von mir erzählte mir letztens, dass er und seine Kollegen Berlin - München v.v. trotz 6,5 Stunden Fahrzeit (?) eigentlich immer per Bahn fahren würden, weil sie nur bedingt länger unterwegs seien, mehr schaffen würden, flexibeler seien und normalerweise auch billiger unterwegs sein. Hängt sicher immer sehr von den Bedürfnissen und Gegebenheiten ab...

Und an einem echten Takt Brüssel-Deutschland arbeitet Belgarail doch jetzt :)

Berlin-München per Flieger

Ozzwald, Mittwoch, 22.09.2010, 18:08 (vor 5726 Tagen) @ Benjamin.Keller
bearbeitet von Ozzwald, Mittwoch, 22.09.2010, 18:12

Ich fliege ja jedesjahr zur Wiesen nach München von Berlin, und muss sagen: Letztendlich brauch man insgesam gut 3-3,5 Stunden.
Nicht ganz ne Stunde von meiner Haustür bis in den Flieger in Tegel ... dann ne Stunde Flug und dann noch ne Stunde bis ins Hotel.

Mit der Bahn braucht man doch länger.... klar vom Zentrum ins Zentrum, aber man hockt halt diese "vielen" Stunden in einem Verkehrsmittel: Und da wirds mir ziemlich ziemlich langsweilig.
Mir reichen meine täglichen Fahrten Berlin-Hannover schon mit bissel mehr als 90 Minuten: Und das ist schon sau langweilig (gut oftmals schlaf ich^^). Aber ne: In meiner Freizeit brauch ich nicht wirklich "Bahnfahren" *g*

Und vom Preis: Naja wenn ich nächsten Mittwoch fliegen würde, würde es mich Hin 87,95€ kosten (Spar).
Wer sich festlegen kann, der ist im Flieger schneller und ggf auch recht preiswert unterwegs (gegenüberstellung: Preis-Reisezeit).

Berlin-München per ICE ab 2017

NIM rocks, Mittwoch, 22.09.2010, 18:16 (vor 5726 Tagen) @ Ozzwald
bearbeitet von NIM rocks, Mittwoch, 22.09.2010, 18:17

Ich fliege ja jedesjahr zur Wiesen nach München von Berlin, und muss sagen: Letztendlich brauch man insgesam gut 3-3,5 Stunden.
Nicht ganz ne Stunde von meiner Haustür bis in den Flieger in Tegel ... dann ne Stunde Flug und dann noch ne Stunde bis ins Hotel.

Das halte ich für eine realistische Einschätzung.

Dann schaue man sich mal die geplanten Fahrzeiten der Taktlinie München-Berlin ab 2017 an, da ist man mit vier Stunden gut dabei, teilweise vermutlich sogar deutlich über vier Stunden, also müsste das ganze preislich auch so gestaltet werden, dass das Angebot mit ICE eine echte Konkurrenz zum Flieger darstellt, weil man ja auch nicht jeweils im Bahnhof wohnt...

Privatreise...

Benjamin.Keller, Mittwoch, 22.09.2010, 18:35 (vor 5726 Tagen) @ Ozzwald
bearbeitet von Benjamin.Keller, Mittwoch, 22.09.2010, 18:36

wobei deine Vorraussetzungen natürlich gänzlich andere sind...

- du buchst wahrscheinlich weit im Voraus
- du kannst dir deine Zeit einteilen, und bist nicht von anderen zeitlich abhängig
- es ist deine Freizeit, die du nicht mit Arbeit (Austausch mit mitreisenden Kollegen, Arbeit am Laptop) "füllen" kannst... was sind schon 3 Stunden Zeitgewinn gegen mglw. 6 Stunden Arbeitszeit. Der Freund meinte zumindest, er käme weder in Berlin, noch am Flughafen und in der Münchener S-Bahn zum Arbeiten und im Flugzeug würds sich kaum lohnen.

Aber however, ist vielleicht auch ne Typfrage. Ich war ja selbst überrascht über seine Aussage ;)

Um aber zurückzukommen: wenn es mglw. wirklich einen Markt gibt für Strecken wie Frankfurt - London, dann soll die DB ihn bedienen, find ich...

Privatreise...

ICE615, Mittwoch, 22.09.2010, 18:59 (vor 5726 Tagen) @ Benjamin.Keller

wobei deine Vorraussetzungen natürlich gänzlich andere sind...

- du buchst wahrscheinlich weit im Voraus
- du kannst dir deine Zeit einteilen, und bist nicht von anderen zeitlich abhängig
- es ist deine Freizeit, die du nicht mit Arbeit (Austausch mit mitreisenden Kollegen, Arbeit am Laptop) "füllen" kannst... was sind schon 3 Stunden Zeitgewinn gegen mglw. 6 Stunden Arbeitszeit. Der Freund meinte zumindest, er käme weder in Berlin, noch am Flughafen und in der Münchener S-Bahn zum Arbeiten und im Flugzeug würds sich kaum lohnen.

Man arbeitet im Zug aber auch nicht so effizient wie in einem normalen Büro, es ist nunmal nicht so leise und die Ablenkung ist um einiges größer. In der ersten Klasse mag das noch gehen, aber in der zweiten Klasse ist zumindest in vollen Zügen nicht an richtiges Arbeiten zu denken. Bei einer Fahrzeit von 6 Stunden kommt die Bahn halt nunmal nicht für Termine in Betracht, die am Morgen beziehungsweise spät am Abend liegen.

Ausgeruhter komme ich jedenfalls mit dem Flieger an, ich kann morgens nochmal eine Stunde schlafen ohne das auch nur ein einziges Handy klingelt...


Aber however, ist vielleicht auch ne Typfrage. Ich war ja selbst überrascht über seine Aussage ;)

Um aber zurückzukommen: wenn es mglw. wirklich einen Markt gibt für Strecken wie Frankfurt - London, dann soll die DB ihn bedienen, find ich...

Schon, aber bitte nur dann, wenn die Züge auch voll sind. Ich habe keine Lust, mit Binnen-FV-Tickets solche halbvollen Prestigezüge zu subventionieren.

Privatreise...

Benjamin.Keller, Mittwoch, 22.09.2010, 19:15 (vor 5726 Tagen) @ ICE615

Wie würdest du denn das Thema Flexibilität beurteilen? Oder ist das im Flugbereich dann nur eine Frage der... hm... finanziellen Ausstattung des Arbeitgebers?

Privatreise...

Uniqum, Frankfurt am Main, Mittwoch, 22.09.2010, 19:48 (vor 5726 Tagen) @ ICE615

Hm.. der ICE soll von Köln nach London 4 Stunden unterwegs sein. Generell kann davon ausgegangen werden, das Fahrzeiten bis 4 Stunden Kokurrenzfähig sind. In dieser ist das selbst mit dem Flieger nur zu schaffen, wenn dieser in London City landet.

Außerdem reisen im Zugverkehr die wenigsten Kunden die gesamte Strecke. Ich gehe davon aus, das die London-Verkehre mit den Brüssel-Verkehren verknüpft werden. So what?

Im Zuverkehr nutzt meist nur ein Teil der Kunden den Zug auf der gesamten Strecke, es gibt stets zu- und aussteigende Fahrgäste und eben auch solche, welche die Gesamtstrecke mitfahren. Allerdings würde ich bei 6 1/2 Stunden nicht von einem Langläufer reden.

Ferner denke ich das Urteil darüber was eine "Bahnentfernung" ist, sollten wir besser dem Markt überlassen und nicht der Meinung eines einzelnen. Ich kann dir nur sagen, das wenn ich in Hamburg-Altona durch den ICE nach München laufe, deutlich mehr Plätze für die Gesamtstrecke von Hamburg aus reserviert sind, als du vielleicht annehmen würdest.

Berlin-München per Flieger

Graukärtchenfahrer, Symbaden, Mittwoch, 22.09.2010, 23:30 (vor 5726 Tagen) @ Ozzwald

Mir reichen meine täglichen Fahrten Berlin-Hannover schon mit bissel mehr als 90 Minuten:

Also mehr als 3 Std. am Tag mit der Bahn?
Aber wenigstens in der ersten Klasse?

Mir tut das wirklich leid für Dich, ich kämpfe schon mit 2 Std. am Tag, aber zum Glück nicht regelmäßig für fünf Tage die Woche.

Und das ist schon sau langweilig (gut oftmals schlaf ich^^). Aber ne: In meiner Freizeit brauch ich nicht wirklich "Bahnfahren" *g*

Diesen Effekt kenne ich zu gut, wenn ich nach Berlin oder Hamburg möchte, dann nur noch mit dem Flieger und bei einer Buchung nicht gerade wenige Tage vorher ist das in der Summe sogar billiger und schneller, dabei habe ich noch eine Übernachtung gespart.

Berlin-München per Flieger

hfrik, Montag, 27.09.2010, 14:50 (vor 5721 Tagen) @ Graukärtchenfahrer

Nun, ich Fliege im moment öfters Stuttgart - Hannover, weil ich ansonsten den Besprechungsbegin 9:00 uhr nicht schaffe, zurück gehts aber immer mit der Bahn.
Beim Flieger müsste ich vom Worst Case ausgehen, also Rückflug ca. 19:00 Uhr.
Mit der Bahn geht's mindestens stündlich, das ist per Saldo schneller, da wir häufig bereits 14:00 Uhr loskommen - je nach Umfang der Diskussionen.
3 Stunden für ein Flug ist so das absolute minnimum, wenn es einigermassen sicher klappen soll. Beilängeren Anfahrts / Abfahrtswegen entsprechend mehr. Arbeiten beim Flug kann man knicken. Im Zug komme ich wenigstens konstant zum lesen, nachdenken oder auch am Laptop arbeiten. Daher fahre ich durchaus auch einmal Stgt-Wien, Stget-Berlin oder Stgt-Hamburg, wenn die Termine dies zulassen. (NAch Wien geht's aber bisher nur bei Mehrtagesterminen... Ich hoffe auf S21, Wien-St Pölten, etc...)

Belgarail

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 12:38 (vor 5724 Tagen) @ Benjamin.Keller

Und an einem echten Takt Brüssel-Deutschland arbeitet Belgarail doch jetzt :)

Inwiefern? (= Frage ernst gemeint)

Es wäre wünschewnswert, der meines Erachtens nach tat man in der letzten Jahren genau das Gegentei; angefangen mit der Einstellung des IC A zwischen Welkenraedt und Köln.

Und der RE 29/IRq (= Euregioaixpress) soll m. W. auch noch nicht auf einen 60-Min.-Takt verdichtet werden; wobei es bereits reichen würde, diese in die L 37 (= Verviers=Centraal <-> Liège=Palais) zu integrieren, ohne dass zusätzliche Fahrzeuge benötigt würden.

Soweit ich das mitbekommen habe, wird lediglich ein Thalys-"Slot" an die ICE abgegeben; das Grundangebot bleibt erhalten.

Ich glaube eher, dass Belgarail eine Vorstufe für den Londontransfer ist und könnte mir durchaus vorstellen, dass die heutigen Eurostar-Verbindungen nach Brüssel eines Tages durch den ICE übernommen werden. Den selben (subjektiven) Eindruck habe ich von Thalys, dass man sich eben jetzt auf Paris <-> Amsterdam konzentriert und Köln <-> Brüssel/Paris zunehmend dem ICE überlässt. Wenn dem so ist, wäre das wirtschaftlich verständlich (= Konzentration der Marketingaktivitäten auf eine Marke; London ist ab Köln/Frankfurt sicherlich attraktiver als Paris), obwohl man damit natürlich wieder einen potenziellen Wettbewerb "umfährt".

Aber gut, vielleicht kommt es ja auch ganz anders...

Köln-Paris

Steffen, Freitag, 24.09.2010, 13:02 (vor 5724 Tagen) @ Thalyseo

Eine fehlende Direktverbindung Köln-Paris wäre imho ein Rückschritt!

Sinnvoll erscheint mir ein Stundentakt im Fernverkehr zwischen Köln und Brüssel, wobei

  • 3 (oder 4?) Thalys-Züge Köln-Paris
  • Einige ICE Frankfurt-London
  • 2(?) ICE Dortmund-London
  • Rest Frankfurt-Brüssel oder nur Köln-Brüssel

--
[image]

Köln-Paris

Thalyseo, Freitag, 24.09.2010, 13:39 (vor 5724 Tagen) @ Steffen

Eine fehlende Direktverbindung Köln-Paris wäre imho ein Rückschritt!

Das schon, aber eine Ideallösung wird es nie geben; die Idee mit den drei Umäufen (= z. B. morgens/mittags/abends) finde ich nicht schlecht!

Theoretisch wäre es natürlich denkbar, Thalys in Deutschland auch weiterhin als "Paris-Zubringer" zu vermarkten. Andererseits ist der Umstieg in Brüssel sehr bequem, zudem die Fahrzeit ab Frankfurt über Köln nur wenig länger ist als über Saarbrücken/Strasbourg (= Interdependenz); natürlich gilt das nicht ab Köln, da von hier zeitlich attraktive Verbindungen nach Saarbrücken/Luxembourg (via Eifel) fehlen!

Ich denke aber, dass sich die heutigen Direktverbindungen des Eurostar von London nach Brüssel komplett nach Köln durchziehen lassen würden.

Man könnte Frankfurt <-> Paris auch alternierend über Köln/Brüssel und Saarbrücken (bzw. Strasbourg); entscheidend wäre das Aufkommen im Londonverkehr. Hier sehe ich - ab Köln - ein großes Potenzial; aber auch Frankfurt ist da nicht zu verachten.

NL <-> GB über B/F halte ich für weniger interessant!

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