Köln - Duisburg mit IC in 52 Minuten (Allgemeines Forum)

Lumi25, Freitag, 17.09.2010, 23:32 (vor 5745 Tagen)

Hallo zusammen,

Heute hatte ich mal ein interessantes Erlebnis auf der Fahrt von Köln nach Duisburg.

IC 2114 hatte bei der Ankunft in Köln Hbf schon 60 Minuten Verspätung und fuhr (mit mir) um 14:11 Uhr vor ICE 610 los. Merkwürdigerweise stand bei der Durchfahrt in Köln-Mülheim auf dem Wuppertaler Hauptgleis noch die RB 48 um 14.00 Uhr Richtung Wuppertal (was war da wohl los?).

Dann hinter Köln-Mülheim wo die Lärmschutzwand anfängt standen wir dann vor einem HP0 zeigendem Hauptsignal. Durchgesagt wurde "hohe Streckenauslastung". In der Gegenrichtung kam dann ein ICE 2 Richtung Köln durch.

Auf ein mal kam dann aber der ICE 610 im Gegengleis und fuhr an uns vorbei (das ist ja wieder sehr toll). Anscheinend wurde der ICE 610 von Köln-Mülheim bis Leverkusen-Mitte im GWB gefahren.

Nach rund 15-20 Minuten Standzeit ging es dann entlich weiter. Anscheinend sind wir dann in Leverkusen-Mitte auf den ICE 610 aufgelaufen, denn es ging nur im langsamen Tempo durch den Bf.

In der Gegenrichtung stand dann auch schon ein ICE (vermutlich der um 14.44 Uhr nach München ab Köln-Deutz) und dahinter noch der IC (vermutlich der um 14.53 Uhr ab Köln Hbf Richtung Bonn.

Im Überholgleis rechts hinter dem Bf. Leverkusen-Mitte stand dann auch der Übeltäter. Eine Tfzf-Fahrt mit einer 152er an der Spitze und zwei 185ern im Schlepp.

14.50 Uhr kamen wir schließlich in Düsseldorf Hbf an mit +77 Minuten. In Duisburg Hbf waren wir dann schließlich um 15.03 Uhr.


Es ist schon interessant zu sehen, wie bei Störungen die einzelnen Zuggattungen behandelt werden. Für den ICE räumt man anscheinend schon mal das Gegengleis frei (die Strecke Düsseldorf - Köln ist ja nicht gerade wenig belastet). Ein mit +60 Minuten fahrender IC lässt man aber voll in die Störung reinfahren.

Die Zugbegleiter haben sich erst gar nicht blicken lassen aber das ist man ja gewohnt.

Köln - Duisburg mit IC in 52 Minuten

Steffen, Freitag, 17.09.2010, 23:52 (vor 5745 Tagen) @ Lumi25

Hi,

Es ist schon interessant zu sehen, wie bei Störungen die einzelnen Zuggattungen behandelt werden. Für den ICE räumt man anscheinend schon mal das Gegengleis frei (die Strecke Düsseldorf - Köln ist ja nicht gerade wenig belastet). Ein mit +60 Minuten fahrender IC lässt man aber voll in die Störung reinfahren.

auch wenn ich nicht weiß was genau los war: Es kann durchaus sein dass Ihr die letzte "rettende" Weiche bereits passiert habt, als die Störung auftrat/bekannt wurde, der ICE dahinter aber noch nicht.

Im Allgemeinen ist es aber NICHT so, dass der ICE immer Vorfahrt bekommt.

--
[image]

Köln - Duisburg mit IC in 52 Minuten

ICE-T-Fan, Samstag, 18.09.2010, 00:24 (vor 5745 Tagen) @ Steffen

Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass pünktliche Züge meistens Priorität vor verspäteten Zügen haben.

Lieber einen bereits stark verspäteten Zug noch mehr verspäten als andere Züge mit hinein ziehen.

Allerdings hat die DB Fernverkehr dabei eh nicht viel zu melden, da die Trassenvergaben nunmal alleine Angelegenheit der DB Netz ist.

Siehe auch die Diskussion zu -> http://ice-fanforum.de/index.php?id=67106

Köln - Duisburg mit IC in 52 Minuten

fjk, Montag, 20.09.2010, 12:01 (vor 5743 Tagen) @ Steffen

Hi,

Es ist schon interessant zu sehen, wie bei Störungen die einzelnen Zuggattungen behandelt werden. Für den ICE räumt man anscheinend schon mal das Gegengleis frei (die Strecke Düsseldorf - Köln ist ja nicht gerade wenig belastet). Ein mit +60 Minuten fahrender IC lässt man aber voll in die Störung reinfahren.


auch wenn ich nicht weiß was genau los war: Es kann durchaus sein dass Ihr die letzte "rettende" Weiche bereits passiert habt, als die Störung auftrat/bekannt wurde, der ICE dahinter aber noch nicht.

Das kann wohl mal sein. Nennt sich dann (wie so vieles) "Einzelfall".

Dass dieser Einzelfall gerade in Köln auch gerne mal auftritt, während der Zug noch im Hbf steht, kann man sicher auch erklären: die letzte rettende Weiche auf die Südbrücke oder über Deutz auf die andere Rheinseite (ich weiß, andere Richtung, aber die virtuelle Weiche Opladen/Leverkusen in Mülheim richtet nicht ganz so viele Folgeschäden an) ist da sicher softwaremäßig/imaginär/virtuell noch an den Bahnsteiggleisen - darum kann man nichts machen, wenn einmal was sinnreiches entschieden worden ist. 'Ne richtige Weiche hab ich da noch nicht gesehen - also imaginär. Und dass man die nicht sehen kann, ist auch der Grund dafür, dass die Umleitung immer erst durchgesagt wird, wenn der Zug wieder fährt?!

einzelfällt
fjk

Köln - Duisburg mit IC in 52 Minuten

GUB, Bremen, Samstag, 18.09.2010, 09:40 (vor 5745 Tagen) @ Lumi25

Es ist schon interessant zu sehen, wie bei Störungen die einzelnen Zuggattungen behandelt werden. Für den ICE räumt man anscheinend schon mal das Gegengleis frei (die Strecke Düsseldorf - Köln ist ja nicht gerade wenig belastet). Ein mit +60 Minuten fahrender IC lässt man aber voll in die Störung reinfahren.

Abgesehen davon, dass ich nich glaube das jemand beim Einstellen der Fahrstrassen und Prioritäten zwischen "normalen" IC und "normalen" ICE unterscheidet: Aber irgendwo muss sich das ICE-Fahren ja auch lohnen ;) Da es nicht beim Komfort ist, bleibt da nicht viel anderes *SCNR*


Die Zugbegleiter haben sich erst gar nicht blicken lassen aber das ist man ja gewohnt.

Naja, wenn ich sehe wie manch Fahrgast sich verhält, kann ich das schon verstehen. Auch wenn man sagen mag, es ist der eingens-ausgesuchte Job. Und viel Neues hätte der Zub wohl auch nicht sagen können...

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum