Umstieg 978 auf 844 in Hannover unbekannt? (Allgemeines Forum)

Tommyboy, OWL, Donnerstag, 09.09.2010, 23:23 (vor 5773 Tagen)

Hallo,

heute ging es unter anderem von Göttingen nach Bielefeld, dabei war der nächstmögliche Zug Richtung Hannover der 974, Abfahrt 18:43, Ankunft in Hannover um 19:17. Abfahrt des 844 in Hannover ist um 19:31, Ankunft in Bielefeld um 20:20 mit direktem Anschluss an die Regionalbahn Richtung Hamm.

Diese Verbindung kennt die Reiseauskunft jedoch nicht, es wird immer vorgeschlagen, so zu fahren:

Göttingen Do, 09.09.10 ab 18:56 9 ICE 584 Intercity-Express
Hannover Hbf Do, 09.09.10 an 19:32 8

Hannover Hbf Do, 09.09.10 ab 19:40 11 IC 2144 Intercity
Bielefeld Hbf Do, 09.09.10 an 20:40 4

Will man weiter zu Stationen Richtung Hamm steht man dann erstmal in BI 20 Minuten herum und ist insgesamt 1/2 Stunde länger unterwegs.

Warum das? Die Mindestaufenthaltszeit ist doch eingehalten und die Verbindung hat wunderbar funktioniert.

Gruß,
Tommyboy

--
Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)

Umstieg 978 auf 844 in Hannover unbekannt?

ArneW, Hamburg, Freitag, 10.09.2010, 00:24 (vor 5773 Tagen) @ Tommyboy

Hallo,

eine Erklärung habe ich nicht, aber das ist schon seltsam. Vor allem wird einem die entsprechende Verbindung eins und zwei Stunden vorher und nachher durchaus angeboten.

--
Ciao ARNE

Bekannt bestimmt, vmtl. eher nicht gewollt.

Blaschke, Freitag, 10.09.2010, 07:06 (vor 5773 Tagen) @ Tommyboy

Moin!

Ich behaupte mal, dass es sich dabei um eine Form der Auslastungssteuerung handelt.

Die DB hat sich schon was dabei gedacht, als sie das Kursbuch abschaffte. Das hat sie nicht nur wegen der paar eingesparten Euros getan (die paar Taler sind nämlich nicht der Rede wert...) Vorrangiger Nutzen ist, dass dem Normalfahrgast jetzt die Übersicht über das gesamte Verkehrsangebot fehlt. Und so verläßt er sich auf das, was die Auskunft anbietet und geht damit natürlich davon aus, dass ihm ALLE Varianten angeboten werden. Ergo wird er die Auskunft gar nicht nach weiteren Fahrmöglichkeiten hinterfragen.

Ein wunderbares Betätigungsfeld für eine Auslastungssteuerung. Züge, die gepushed werden sollen, tauchen vorrangig auf. Züge, die eh voll sind, werden weitestmöglich unterdrückt. Gab ja in der jüngeren Vergangenheit auch schon andere Beispiele, wo verkehrende Züge zunächst nicht angezeigt wurden - oder trotz durchgängiger Züge vorrangig Umsteigeverbindungen angeboten wurden.


Das könnte man nun "Manipulation" nennen, aber man könnte der DB ja auch dankbar sein, dass sie mich aus bestimmten Zügen gleich raushält (wobei, wenn man es so betrachtet, sollte man ihr für Mietwagenangebote am dankbarsten sein...)


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom


blaschke

Kursbuchverschwörung?!

fjk, Freitag, 10.09.2010, 08:48 (vor 5773 Tagen) @ Blaschke

Moin,

auch wenn die Verschwörungsallergisten gleich wieder aufschreien werden, da:

Die DB hat sich schon was dabei gedacht, als sie das Kursbuch abschaffte. Das hat sie nicht nur wegen der paar eingesparten Euros getan (die paar Taler sind nämlich nicht der Rede wert...) Vorrangiger Nutzen ist, dass dem Normalfahrgast jetzt die Übersicht über das gesamte Verkehrsangebot fehlt.

könnte schon fast was dran sein. Wieder ein Investigationspunkt für Herrn Blaschke, Glückwunsch!
Erster Schritt in die Richtung war die Abschaffung der Kringel- vs. der geraden Linie, an denen man im Kursbuch auch erkennen konnte, welche Strecke ein Zug abseits der Halte nimmt. Dass interessiert den Normalfahrgast nun weniger, aber Verdummungsversuche stecken trortzdem dahinter. Oder eben "Komfort" nach dem Motto "Da brauchst Du Dir doch gar keine Gedanken drüber machen, das erledigen Hartmut und die Geldeinsammler schon für Dich". Dass jetzt in den sogenannten KBS-Tabellen nicht mal mehr die dort verkehrenden Züge stehen ist ja nur die konsequente Fortsetzung dessen.

Am ärgerlichsten (und gestern beinahe mal wieder ein Familiendrama erzeugend) ist der offenbar unterschiedliche Ansatz bei der "Auslastungssteuerung" - so kam der 1804 am Automaten trotz der S-Gondelei von Harburg aus als empfehlenswerte Alternative für den Ferienanfang Rheinruhr-Altona, dem Hafas war er nur mit schwerem Trickdiebstahl überhaupt zu entlocken...

... die familiären Verwerfungen sind aber wieder gekittet
fjk

Bekannt bestimmt, vmtl. eher nicht gewollt.

brandenburger, Perleberg, Freitag, 10.09.2010, 15:06 (vor 5773 Tagen) @ Blaschke

Ich behaupte mal, dass es sich dabei um eine Form der Auslastungssteuerung handelt.

Die DB hat sich schon was dabei gedacht, als sie das Kursbuch abschaffte. Das hat sie nicht nur wegen der paar eingesparten Euros getan (die paar Taler sind nämlich nicht der Rede wert...) Vorrangiger Nutzen ist, dass dem Normalfahrgast jetzt die Übersicht über das gesamte Verkehrsangebot fehlt. Und so verläßt er sich auf das, was die Auskunft anbietet und geht damit natürlich davon aus, dass ihm ALLE Varianten angeboten werden. Ergo wird er die Auskunft gar nicht nach weiteren Fahrmöglichkeiten hinterfragen.


Das wäre mir neu. Ich ging bisher davon aus, dass zumindest wenn ich den Haken bei "Schnelle Verbindungen" entferne, mir alle möglichen Verbindungen angezeigt werden.

Aber wie auch immer- ein weiteres Argument, dass Netz, Vertrieb *und* Fahrplanauskunft unternehmensunabhängig zu sein haben.

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