Bergbahnen in Sachsen (m. 35 B.) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 09.09.2010, 18:14 (vor 5669 Tagen)

Hej!

In meiner kleinen Serie über Deutschlands Standseilbahnen ist heute Sachsen an der Reihe. Neben den beiden Standseilbahnen werde ich auch die Dresdner Schwebebahn behandeln.


Die Standseilbahn in Dresden

Aus der Innenstadt erreicht man die Bergbahnen am besten mit der Straßenbahn. Vom Bahnhof Neustadt mit der Linie 6, aus der Innenstadt mit der 12. Von der Haltestelle Blasewitz Schillerplatz ist es ein kurzer Fußweg über die Elbe, alternativ kann man auch den Bus nehmen.
Die Dresdner Standseilbahn wurde 1895 eröffnet. Sie führt von Loschwitz, wo sich die Talstation dicht am "Blauen Wunder" befindet, hoch zum Weißen Hirsch. Ursprünglich dampfbetrieben, wurde sie 1910 elektrifiziert. Zwei Modernisierungen erfolgten 1964 und 1994.


Technische Daten:
Spurweite: 1000 mm
Länge: 547 m
Höhenunterschied: 95 m
Steigung: max. 29 %
Hin- und Rückfahrt: 4 €uro (2,50 mit Tageskarte)


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Die Talstation befindet sich zwischen zwei Häusern.


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Die Talstation.


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Die Bergstation. Fast komplett. Ein gegenübergelegenes Restaurant hat einen Aussichtsturm, ansonsten besteht die Umgebung aus Häusern der teureren Sorte.


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Die Bergstation. Der Bahnsteig ist nach außen offen.


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Die Bergstation mit Wagen.


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Abfahrbereit in der Bergstation. Unter mir einer der Tunnel.


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Innenraum.


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Führerpult.


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Kreuzung. Regentropfen waren ein treuer Begleiter auf fast allen Seilbahntouren.


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Die Abt'sche Weiche.


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Das Funktionsprinzip einer Abt'schen Weiche.


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Das System bedingt Radsätze mit zwei unterschiedlichen Rädern. Walze links, Doppelspurkranz rechts.


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Das Funktionsprinzip der Schienenzangenbremse. Falls doch mal etwas schiefgeht.


Die Schwebebahn in Dresden

Bevor wir uns die zweite Standseilbahn anschauen, besuchen wir die Dresdner Schwebebahn. Ihre Talstation liegt nur wenige Meter von der Seilbahntalstation entfernt.
Die Schwebebahn wurde 1901 eröffnet. Korrekt ist die Bezeichung "Hängebahn", allerdings nannte der Erfinder dieses Systems, Eugen Langen, sie selber "Schwebebahn". Im Gegensatz zu Wuppertal verfügen die Wagen über keinen Antrieb und pendeln immer auf ihrer Schiene hin und hier. Eine Beschreibung des Systems findet man auf der Seite der DVB (Link siehe unten).


Technische Daten:
Länge: 274 m
Höhenunterschied: 84 m
Steigung: max. 40 %
Hin- und Rückfahrt: 4 €uro (2,50 mit Tageskarte)


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Die Talstaion.


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Bahnsteig der Talstation.


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Ein Blick auf den Fahrweg.


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Der Führerstand.


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Der Innenraum.


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Die Bergstation. Im Gebäude befindet sich ein kleines Museum, auf dem Dach eine Aussichtsterrasse.


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Von hier sieht man unten das Blaue Wunder. Bis 1985 überquerte die Straßenbahn nach Pillnitz die Brücke.


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In der Ferne sieht man die Altstadt mit der charakteristischen Kuppel der Frauenkirche.


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Abfahrt von der Bergstation. Der Wgaen überquert hier eine kleine Straße.


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Ein Wagen in der Bergstation.


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Von oben. Man sieht nur die Fahrgestelle.


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Rettungssack. Falls die Schwebebahn mal stehenbleibt.


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Abschließend Zukunftsphantasien aus der Zeit der Schwebebahneröffnung.

Die Schwebebahn liegt in der Luft,
Wenn das Projekt nur nicht verpufft,
Und nicht zerrinnt als holder Wahn,
Die hocherhab'ne Schwebebahn.


Die Drahtseilbahn Erdmannsdorf - Augustusburg

Technische Daten:
Spurweite: 1000 m
Länge: 1237 m
Höhenunterschied: 168 m
Steigung: max. 20,4 %
Hin- und Rückfahrt: 4,50 €uro (50 Cent Rabatt bei Bahnanreise)

Die Drahtseilbahn Augustusburg wurde 1911 eröffnet. Sie verbindet die auf der Höhe gelegene kleine Stadt Augustusburg mit ihrem berühmten Schloß mit der im Tal der Zschopau gelegenen Bahnhof Erdmannsdorf-Augustusburg (Bahnstrecke Chemnitz - Flöha - Annaberg-Buchholz - Cranzahl).
1973 und 2006 wurde die Bahn modernisiert. Seit 2006 wird sie von der DB-Tochter Erzgebirgsbahn betrieben. Da ich beim Besuch dieser Bahn keinen Ersatz-Akku mitgenommen hatte, kann ich leider nur wenige Bilder zeigen.

Die Talstation liegt gegenüber des Bahnhaltepunkts, das Gebäude ähnelt dem der Bergstation.


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Die Bergstation.


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Wir gehen zunächst zum Schloß. Auf dem Weg passieren wir die Stadtkirche, hier vom Schloß aus aufgenommen.


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Das Portal des Schlosses (Jagdschloß Augustusburg).


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Ein prächtiges Wappen (mit Gerüstschaden) am Durchgang zwischen zwei Innenhöfen.


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Vom Schloß aus ein Blick über die Weite der Landschaft.


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Die Seilbahn kurz unterhalb der Bergstation.


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Ein Blick aus der Bergstation über die Strecke.


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Das letzte Bild zeigt einen Seilbahnwagen in der Bergstation.


Die nächsten Teile dieser Serie führen uns erneut nach Baden-Württemberg. Sie werden ungefähr im Wochenrhythmus erscheinen.


Viele Grüße, Sören


Einige Links:
DVB: Standseilbahn
Wikipedia: Standseilbahn Dresden
DVB: Schwebebahn
Wikipedia: Schwebebahn Dresden
Drahtseilbahn Augustusburg
Wikipedia: Drahtseilbahn Augustusburg


Standseilbahnen in Deutschland
Oberweißbacher Bergbahn
Sommerbergbahn Bad Wildbad
Heidelberg und Karlsruhe-Durlach

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr


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