Wiwo: Nachtzüge der DB sind Verlustbringer (Allgemeines Forum)

RhBDirk, Donnerstag, 26.08.2010, 20:17 (vor 5696 Tagen)

Die Kundenerfahrungen

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Donnerstag, 26.08.2010, 20:27 (vor 5696 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von Holger_HAM, Donnerstag, 26.08.2010, 20:28

Hallo,
da sagt der Herr "Wir bieten den Fahrgästen in den Deluxe-Abteilen Dusche und WC, wie in einem Hotel. Zudem kommen Fahrgäste oft früher an ihrem Zielort an, als wenn sie am Morgen per Flieger anreisen."

Aha. Ankunft in Kopenhagen um 10:06 Uhr mit dem CNL 482. Bei Baustellen in der Vergangenheit auch erst gegen 11 Uhr, wenn ich mich richtig erinnere. Konkurrenzfähig ist das nicht. Sehr gut in Erinnerung ist mir auch noch meine letzte Fahrt, bei der unser Schlafwagen wohl von Hannover bis zum Lokwechsel an der dänischen Grenze stromlos war. Kaffeemaschine, Klimaanlage, Dusche und WC funktionierten nicht. Zum Glück hatten wir einen Vierkant dabei um etwas Luft ins Abteil zu lassen.

Mein Fazit: Wenn möglich anreise am Vortag und dann ein nettes Hotel. CNL nur, wenn das aus Termin- oder Finanzgründen ausscheidet.

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Die Kundenerfahrungen

bskf, Donnerstag, 26.08.2010, 20:59 (vor 5696 Tagen) @ Holger_HAM

Aha. Ankunft in Kopenhagen um 10:06 Uhr.....

An der Stelle des Interviews ging's aber um HH-MUC. Ausserdem hat er das Wort "oft" eingefügt.

Grüße

Umsätze

bskf, Donnerstag, 26.08.2010, 21:12 (vor 5696 Tagen) @ bskf

Nachtrag: Krass ist allerdings der Einbruch der Umsätze. Und unglaubwürdig die Prognose. Eine Stabilisierung wäre in so einer Situation schon ein großer Erfolg. Leider gibt's (zumindest im Artikel) keine Fahrgast- und Auslastungszahlen.

Grüße

Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 21:15 (vor 5696 Tagen) @ bskf

Nachtrag: Krass ist allerdings der Einbruch der Umsätze. Und unglaubwürdig die Prognose. Eine Stabilisierung wäre in so einer Situation schon ein großer Erfolg. Leider gibt's (zumindest im Artikel) keine Fahrgast- und Auslastungszahlen.

Doch, eine Zahl wird genannt: In buchungsstarken Monaten 70% Auslastung (Linie weiss ich jetzt nicht mehr).

Finde ich ehrlich gesagt nicht sooooooo dolle :(

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Umsätze

bskf, Donnerstag, 26.08.2010, 21:22 (vor 5696 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von bskf, Donnerstag, 26.08.2010, 21:25

....in buchungsstarken Monaten....

vielleicht in 2 von 12????

Das Ganze klingt nach einem katastrophalem Belegungsmanagement (neusprech yield).

Grüße

P.S. Den Service finde ich übrigens sehr O.K., auch wenn ich immer noch den Talgos nachtrauere...

Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 21:29 (vor 5696 Tagen) @ bskf

....in buchungsstarken Monaten....

vielleicht in 2 von 12????

Das Ganze klingt nach einem katastrophalem Belegungsmanagement (neusprech yield).

Ja, so sehe ich das auch.

Interessant auch, dass nur 20% Geschäftsreisende dabei sind - offensichtlich sind diese Kunden sensibler und fast alle schon zum Flugzeug abgewandert. Denn ich finde, Nachtzüge sind - theoretisch - vor allem für Geschäftsreisende interesant, weniger für Urlauber. Dann hätte man auch eine kontinuierlichere Auslastung.

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über Nachtzüge und so

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 27.08.2010, 09:13 (vor 5695 Tagen) @ Steffen

Interessant auch, dass nur 20% Geschäftsreisende dabei sind - offensichtlich sind diese Kunden sensibler und fast alle schon zum Flugzeug abgewandert.

Und zurecht.

Die Kombi Flug + Mietwagen + Hotel gewinnt klar vom Nachtzug. Man hat eine schnelle Anreise, Mobilität vor Ort, braucht sich über Tickets und Fahrpläne keine Sorgen zu machen, hat ein anständiges Bett das nicht rückelt, mit einem anständigen Kleiderschrank (statt Klamottenpresse), Dusche und/oder Bad, man kann ein Fenster öffnen oder sich auf die Klima verlassen, man hat reichlich Platz für Arbeitsvorbereitung, man hat dem nächsten Morgen einen anständigen Frühstücksbuffet, man kann in aller Ruhe eine Zeitung lesen und zum Schluß wird man auch noch ganz persönlich als ordentlicher Kunde verabschiedet.

Fast alles was ein Nachtzug bietet, bietet genannte Kombi auch, und das sogar anständiger.

Denn ich finde, Nachtzüge sind - theoretisch - vor allem für Geschäftsreisende interesant, weniger für Urlauber.

Warum setzt Euro Express private Nachtzüge zum Sziget-Festival in Budapest ein? Wohl nicht weil dort die G7 sich trefft.
Warum schickt das Unternehmen jeden Winter Nachtzüge von NL in die Alpen? Wohl nicht weil dort der Umweltgipfel stattfindet.
Warum verkehren keine Nachtzüge nach Frankfurt oder Laatzen, wenn dort eine große Messe stattfindet?

Bei meinen Nachtzugfahrten war es mir aufgefallen, dass in den Schlafwagen zwar die Kategorie "reich und schön" unterwegs war, aber mit touristischen Zwecken.
In den Liegewagen ein gemischtes Geschäft, 99% Touristen.
In den Sitzwagen ausnahmslos Interrailer.
Die Billigkategorien waren übrigens besser ausgelastet als die Teuerkategorien.
Mit dieser Beobachtung würde ich als Oscar der pragmatischer Niederländer eher für mehr Sitzwagen plädieren, als für mehr Style. Als Oscar der Eisenbahnromantiker natürlich eher mehr Style, z.B. Bistro/Restaurant.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

über Nachtzüge und so

Steffen, Freitag, 27.08.2010, 09:43 (vor 5695 Tagen) @ Oscar (NL)

Interessant auch, dass nur 20% Geschäftsreisende dabei sind - offensichtlich sind diese Kunden sensibler und fast alle schon zum Flugzeug abgewandert.


Und zurecht.

Die Kombi Flug + Mietwagen + Hotel gewinnt klar vom Nachtzug. Man hat eine schnelle Anreise, Mobilität vor Ort, braucht sich über Tickets und Fahrpläne keine Sorgen zu machen, hat ein anständiges Bett das nicht rückelt, mit einem anständigen Kleiderschrank (statt Klamottenpresse), Dusche und/oder Bad, man kann ein Fenster öffnen oder sich auf die Klima verlassen, man hat reichlich Platz für Arbeitsvorbereitung, man hat dem nächsten Morgen einen anständigen Frühstücksbuffet, man kann in aller Ruhe eine Zeitung lesen und zum Schluß wird man auch noch ganz persönlich als ordentlicher Kunde verabschiedet.

Nichts, was ein Nachtzug nicht auch bieten könnte!
Er tut es nur nicht :(

Mit Kombination Nachtzug+CarSharing ist man z.B. vor Ort "mobil". Ein Frühstücksbuffet kann man auch im Speisewagen aufbauen, und auch die anderen Dinge sind denkbar.

Aber so, wie sich Spar-DB Nachtzug inzwischen offeriert kann ich die Abwanderung der geschäftskunden verstehen.

Warum setzt Euro Express private Nachtzüge zum Sziget-Festival in Budapest ein? Wohl nicht weil dort die G7 sich trefft.
Warum schickt das Unternehmen jeden Winter Nachtzüge von NL in die Alpen? Wohl nicht weil dort der Umweltgipfel stattfindet.

Ich möchte solche Verkehre ja nicht als unsinnig bezeichnen, sehe sie aber als Ergänzung zu den Geschäftsreisendenverkehre.

Warum verkehren keine Nachtzüge nach Frankfurt oder Laatzen, wenn dort eine große Messe stattfindet?

Weil man diese Städte von Deutschland aus auch rechtzeitig mit Tagzügen erreicht ;)

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über Nachtzüge und so

ice-t-411, Freitag, 27.08.2010, 10:00 (vor 5695 Tagen) @ Oscar (NL)

Hi!

Bei meinen Nachtzugfahrten war es mir aufgefallen, dass in den Schlafwagen zwar die Kategorie "reich und schön" unterwegs war, aber mit touristischen Zwecken.
In den Liegewagen ein gemischtes Geschäft, 99% Touristen.
In den Sitzwagen ausnahmslos Interrailer.
Die Billigkategorien waren übrigens besser ausgelastet als die Teuerkategorien.
Mit dieser Beobachtung würde ich als Oscar der pragmatischer Niederländer eher für mehr Sitzwagen plädieren, als für mehr Style. Als Oscar der Eisenbahnromantiker natürlich eher mehr Style, z.B. Bistro/Restaurant.

So ähnlich ist mir das auch aufgefallen. Wobei ich sagen muss, dass die Sitzwagen zwar immer top ausgelastet sind, aber ich maximal 50% Interrailer getroffen hab. Der Rest waren preisbewusste Studeten bzw. Süd- und Osteuropäer. Aber das faszinierende am Nachtzugreisen ist doch, dass es immer eine Überraschung ist, wen man trifft und in Zweifel kanns auch mal die Liebe des Lebens werden ;)

Auslastung im Sitzwagen aber immer gegen 100%. Manchmal hätte ich mir aber durchaus einen Großraum statt dem Abteilwagen gewünscht, weil da kann ich besser schlafen, weil man die Beine ausstrecken kann. Aber natürlich nicht so kommunikativ. Aber das Bier für 1,50 im tschechischen Speisewagen entschädigt immer wieder!

Negativ sind aber definitiv die Sanitären Anlagen. Ich kann mich nicht erinnern jeweils einen Sitzwagen gehabt zu haben, wo alle Toiletten komplett funktioniert hätten.

Abgesehen davon find ich die Buchung im Moment sehr unterirdisch. Für Züge die nicht von CNL sondern z.B. von ÖBB/MAV gefahren werden muss man um Tickets betteln (geht teilweise nicht im Internet), obwohl man dann durchaus ein 49 Euro Europaspezial bekommt. Und wenn man die Abfahrtszeiten der Züge nicht genau kennt, werden sie auch nicht angezeigt.

Faszinierend allerdings immer wieder der Rangieraufwand, der für die Kurswagen betrieben wird. Und irgendwann schaff ichs mal den Nachzug nach Moskau zu nehmen...

Johannes

über Nachtzüge und so

Markus-P, Freitag, 27.08.2010, 14:16 (vor 5695 Tagen) @ ice-t-411


Abgesehen davon find ich die Buchung im Moment sehr unterirdisch. Für Züge die nicht von CNL sondern z.B. von ÖBB/MAV gefahren werden muss man um Tickets betteln (geht teilweise nicht im Internet), obwohl man dann durchaus ein 49 Euro Europaspezial bekommt. Und wenn man die Abfahrtszeiten der Züge nicht genau kennt, werden sie auch nicht angezeigt.

Hi,

ich habe vor kurzem Bettplätze für den EN406/476 von Wien nach Berlin über die Seite der ÖBB gebucht.

138,00 € für zwei Leute im Double. Fand ich nicht zu teuer.

Faszinierend allerdings immer wieder der Rangieraufwand, der für die Kurswagen betrieben wird. Und irgendwann schaff ichs mal den Nachzug nach Moskau zu nehmen...

Viel Spaß dabei!

Johannes

Umsätze

Markus-P, Donnerstag, 26.08.2010, 22:05 (vor 5696 Tagen) @ bskf

Nachtrag: Krass ist allerdings der Einbruch der Umsätze. Und unglaubwürdig die Prognose. Eine Stabilisierung wäre in so einer Situation schon ein großer Erfolg. Leider gibt's (zumindest im Artikel) keine Fahrgast- und Auslastungszahlen.

Grüße

Das verstehe ich auch nicht, wie soll der Umsatz erhöht werden, wenn das Angebot wohl eher nicht ausgebaut wird. Das ginge wohl nur über höhere Preise. Ob die sich durchsetzen lassen?

Na gut, man könnte die Auslastung verbessern, aber da doktert man schon seit Jahren dran.

Und wo verbrennt DB Autozug das Geld? 20 Mio. Euro Verlust in 2008.

Durch die Verbindung Niebüll - Westerland sollte doch eigentlich gutes Geld in die Kasse gespült werden.

Umsätze

bskf, Donnerstag, 26.08.2010, 22:26 (vor 5696 Tagen) @ Markus-P

Na gut, man könnte die Auslastung verbessern, aber da doktert man schon seit Jahren dran.

- Teamleiter auswechseln.
- Konsequent auslastungsorientierte Preise (siehe Airlines und z.T. Kreuzschifffahrt)
- Preistransparenz schaffen.


Grüße

Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 22:42 (vor 5696 Tagen) @ bskf

- Konsequent auslastungsorientierte Preise (siehe Airlines und z.T. Kreuzschifffahrt)
- Preistransparenz schaffen.

Die beiden Punkte widersprechen sich eigentlich ;)

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Umsätze

bskf, Donnerstag, 26.08.2010, 23:14 (vor 5696 Tagen) @ Steffen

- Konsequent auslastungsorientierte Preise (siehe Airlines und z.T. Kreuzschifffahrt)
- Preistransparenz schaffen.


Die beiden Punkte widersprechen sich eigentlich ;)

nein. Transparenz bedeutet hier: anteil für Fahrt/Aufpreis/Frühstück klar kommunizieren. Dass sie je nach auslastungsgrad für eine Verbindung schwanken, ist dabei kein Widerspruch.

Grüße

Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 23:20 (vor 5696 Tagen) @ bskf

- Konsequent auslastungsorientierte Preise (siehe Airlines und z.T. Kreuzschifffahrt)
- Preistransparenz schaffen.


Die beiden Punkte widersprechen sich eigentlich ;)


nein. Transparenz bedeutet hier: anteil für Fahrt/Aufpreis/Frühstück klar kommunizieren. Dass sie je nach auslastungsgrad für eine Verbindung schwanken, ist dabei kein Widerspruch.

Ah, das meintest Du - Danke!

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Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 22:42 (vor 5696 Tagen) @ Markus-P

Das verstehe ich auch nicht, wie soll der Umsatz erhöht werden, wenn das Angebot wohl eher nicht ausgebaut wird. Das ginge wohl nur über höhere Preise. Ob die sich durchsetzen lassen?

Na gut, man könnte die Auslastung verbessern, aber da doktert man schon seit Jahren dran.

*Mehr Fahrgäste anlocken (ok, das hast Du schon geschrieben)
*Weniger Fahrten anbieten bei (nahezu) gleichen Fahrgastzahlen
*Höhere Preise
*Weniger Service und Komfort
*Weniger Betriebsausgaben (Wartung, Züge zusammenlegen)

Aber sehr viele Einsparmöglichkeiten sehe ich eigentlich nicht. Man hat das in den letzten Jahren schon sehr extensiv betrieben, gebracht hat es scheinbar nichts.

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Umsätze

Markus-P, Donnerstag, 26.08.2010, 22:51 (vor 5696 Tagen) @ Steffen


Aber sehr viele Einsparmöglichkeiten sehe ich eigentlich nicht. Man hat das in den letzten Jahren schon sehr extensiv betrieben, gebracht hat es scheinbar nichts.

Das sehe ich auch so, z.B. den Talgo auf die Seite stellen.

Ich denke man wird später argumentieren, wir haben alles versucht, aber der Markt wollte uns nicht.

Warum gibt es z.B. in den Deluxe Abteilen keinen Fernseher?

Bischen mehr Luxus sollte es vielleicht doch in den Zügen geben.

Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 22:55 (vor 5696 Tagen) @ Markus-P

Warum gibt es z.B. in den Deluxe Abteilen keinen Fernseher?

Geht das technisch überhaupt? Ich bin mir sicher dass man kein durchgehend flakerarmes Bild erzeugen kann! (was ich auch nicht der DB anlaste)

Bischen mehr Luxus sollte es vielleicht doch in den Zügen geben.

Z.B. einen Speisewagen ;)

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Umsätze

Markus-P, Donnerstag, 26.08.2010, 23:00 (vor 5696 Tagen) @ Steffen

Warum gibt es z.B. in den Deluxe Abteilen keinen Fernseher?


Geht das technisch überhaupt? Ich bin mir sicher dass man kein durchgehend flakerarmes Bild erzeugen kann! (was ich auch nicht der DB anlaste)

Bischen mehr Luxus sollte es vielleicht doch in den Zügen geben.


Z.B. einen Speisewagen ;)

Muss ja nicht unbedingt das Fernsehprogramm sein, aber Video on Demand sollte möglich sein.

Außer Decke anstarren oder rausgucken ist da nicht viel im Abteil, und ob man damit immer den nicht Bahnfan anlockt?

Ja Speisewagen wäre was feines, auch für das Frühstück und nicht nur diese Pappbox.

Umsätze

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 23:08 (vor 5696 Tagen) @ Markus-P

Muss ja nicht unbedingt das Fernsehprogramm sein, aber Video on Demand sollte möglich sein.

Hm. Ob man damit Kundschaft anspricht? Das bezweifle ich. Und Videos kann man ja auch auf seinem Laptop anschauen (sofern man den dabei hat).

Außer Decke anstarren oder rausgucken ist da nicht viel im Abteil, und ob man damit immer den nicht Bahnfan anlockt?

Sieht man denn aus den Nachtzügen gut die Landschaft? (sofern noch nicht Nacht ist) In vielen der Nachtzugwagen kann man kein Fenster mehr öffnen, oder?

Ja Speisewagen wäre was feines, auch für das Frühstück und nicht nur diese Pappbox.

Natürlich!!! in richtiges Frühstück mit frischem Kaffee oder Tee.

Aber nicht nur das!! Was spricht dagegen, in den Fahrpreis ein Gute-Nacht-Getränk oder gar ein warmes Essen zu integrieren?

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Umsätze

Markus-P, Freitag, 27.08.2010, 14:18 (vor 5695 Tagen) @ Steffen

Muss ja nicht unbedingt das Fernsehprogramm sein, aber Video on Demand sollte möglich sein.


Hm. Ob man damit Kundschaft anspricht? Das bezweifle ich. Und Videos kann man ja auch auf seinem Laptop anschauen (sofern man den dabei hat).

Wie sieht es mit Stromversorgung im Abteil aus? Und z.b. auf Firmenlaptops Filme laden, ich weiss nicht, ob das immer so gerne gesehen wird.
Ansonsten wäre ein WLAN-Hotspot eine feine Sache.

Steckdosen

mrhuss, FKON, Freitag, 27.08.2010, 15:49 (vor 5695 Tagen) @ Markus-P

Wie sieht es mit Stromversorgung im Abteil aus?

Schlecht. Als ich zuletzt mit nem Schlafwagen Doppelstock gefahren bin, gab es nur die Rasier-Steckdose, die natürlich nicht reicht, um ein Laptop zu betreiben. Bleibt zu hoffen, dass es bei den modernen Bauarten anders ist...

HH-München

ICE615, Donnerstag, 26.08.2010, 21:54 (vor 5696 Tagen) @ bskf

Die Strecke ist echt besser mit dem Flugzeug, speziell wenn man vor 9 Uhr in München sein muss.

Vielleicht möchte man auch lieber noch den Abend mit der Familie verbringen oder noch im Hotel entspannen und dann morgens zum Termin fliegen statt im Zug zu sitzen. Daher ist der geringe Anteil an Geschäftsreisenden wahrscheinlich nicht deutlich zu erhöhen.

Wünschenswert fände ich mehr Autozüge zu vernünftigeren Preisen.

Mit Flugzeug vor 8:30/9:00 Uhr nicht zu schaffen

RhBDirk, Donnerstag, 26.08.2010, 22:18 (vor 5696 Tagen) @ ICE615
bearbeitet von RhBDirk, Donnerstag, 26.08.2010, 22:18

Die Strecke ist echt besser mit dem Flugzeug, speziell wenn man vor 9 Uhr in München sein muss.

Beispiel Hamburg-München:
Mit dem Flugzeug schaffst Du das aber nicht. Der CNL ist - wenn planmässig - 7:05 und um 9:00 in München Hbf = Stadtmitte.

Und mit dem Flieger kommt man ja noch nichtmal nach München, sondern nur nach Erding ;-)

Die erste LH Maschine ist erst um kurz nach 8 Uhr in Erding, airberlin um 7:25. Also ist man kaum vor 8:30 (airberlin) bzw 9 Uhr (LH) in der Innenstadt. Egal ob mit Auto oder S-Bahn oder LH-Bus.

Vielleicht möchte man auch lieber noch den Abend mit der Familie verbringen oder noch im Hotel entspannen und dann morgens zum Termin fliegen statt im Zug zu sitzen. Daher ist der geringe Anteil an Geschäftsreisenden wahrscheinlich nicht deutlich zu erhöhen.

Da stimme ich zu. Als Geschäftsreisender gehts im CNL unter den Deluxe Abteilen ja schonmal gar nicht. Sitzwagen und Economy Abteile würden da für mich als Geschäftsreisender nicht in Frage kommen.

Wünschenswert fände ich mehr Autozüge zu vernünftigeren Preisen.

Da tuts auch Fernverkehr und Mietwagen/Carsharing.

Volle Zustimmung !

GUM, Freitag, 27.08.2010, 19:26 (vor 5695 Tagen) @ RhBDirk

Wünschenswert fände ich mehr Autozüge zu vernünftigeren Preisen.


Da tuts auch Fernverkehr und Mietwagen/Carsharing.

Vor allem schleppt man beim Autozug (wenn man nicht in Urlaub fährt) ein Auto z. B. 800 Kilometer auf einem Autotransportwagen hin, fährt ein paar Kilometer zum Termin und fährt dann wieder mit dem Autotransporterzug zurück.

Da die ICEs am Tag NOCH keine Autos mitnehmen schleppt man also jede Menge unnützes Gewicht und Zeitverlust mit sich rum.

Und so bis 5-6 Stunden lohnt sich DB Carsharing sowieso.

Wiwo: Nachtzüge der DB sind Verlustbringer

Steffen, Donnerstag, 26.08.2010, 20:38 (vor 5696 Tagen) @ RhBDirk

Das Interview wirft mehr Fragen auf, als dass es beantwortet. Vor allem aber frage ich mich: WAS tutu CNL, damit sie aus der Verlustzone kommen? Momentan scheint es ein Verlustgeschäft zu sein, 2014 möchte man kostendeckend fahren. Von Veränderungen wurde aber nicht gesprochen? (außer 2 Verbindungen mehr - da würde ich sagen es steigt bei gleichem Konzept der Verlust)

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Wiwo: Nachtzüge der DB sind Verlustbringer

Marco25, Donnerstag, 26.08.2010, 21:42 (vor 5696 Tagen) @ Steffen

Seit wann hält denn der CNL/EN 456-446 nachts um 3.56Uhr in Bielefeld zum Einstieg und wenn man sich die Pünktlichkeit von den so ansieht muss man damit nicht fahren.

Lancierung von Angeboten

Tommyboy, OWL, Donnerstag, 26.08.2010, 22:15 (vor 5696 Tagen) @ Steffen

Vor allem aber frage ich mich: WAS tutu CNL, damit sie aus der Verlustzone kommen? Momentan scheint es ein Verlustgeschäft zu sein, 2014 möchte man kostendeckend fahren. Von Veränderungen wurde aber nicht gesprochen?

Vielleicht ist das der Grund, weshalb es gerade dieses Angebot gibt?

Btw: braucht man da eigentlich zwei Gutscheine für eine Rückfahrkarte oder ist das immer nur als einfache Fahrt erstellbar, wofür jeweils zwei Gutscheine benötigt werden?

Gruß,
Tommyboy

--
Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)

Noch mehr Fragen

GUM, Freitag, 27.08.2010, 19:20 (vor 5695 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von GUM, Freitag, 27.08.2010, 19:20

Das Interview wirft mehr Fragen auf, als dass es beantwortet. Vor allem aber frage ich mich: WAS tutu CNL, damit sie aus der Verlustzone kommen? Momentan scheint es ein Verlustgeschäft zu sein, 2014 möchte man kostendeckend fahren. Von Veränderungen wurde aber nicht gesprochen? (außer 2 Verbindungen mehr - da würde ich sagen es steigt bei gleichem Konzept der Verlust)

Danke für Deine Fragen. Ich hab dann auch noch eine :-)

Der CNL-Chef schreibt:
"Wir müssen 14 bis 15 Wagen pro Zug gut auslasten, da wir hohe Fixkosten haben. Das gelingt uns immer besser."


Ist das nicht unglaublich ? Der Chef eines Tochterunternehmens der Bahn beschwert sich da quasi indirekt darüber, dass Deutsche Bahn AG kürzere Züge benachteiligt.

denn:
+ die hohen Fixkosten kann/können nicht der eine Lokführer sein, der einen 5 oder 14 Wagen Zug steuert
+ die Anzahl der Schlafwagenbetreuer ist ja proportional zur Zuglänge
bleibt nur noch:
+ die (Anmerkung von mir:) überhöhte Trassengebühr kann nur ein langer Zug "hereinwirtschaften".

Damit spircht er unbewusst die Benachteiligung kleinerer Unternehmen und auch Newcomer am Markt an. Gefundenes Fressen dieses Interview, eigentlich.

Sozusagen ein Klassiker der Wettbewerbsbehinderung !

Eine Frage habe ich dann auch noch:
Wieso ergibt das Casting äh. Assessment-Center der Bahn immer solche "hoch qualifizierten Manager". Kann nicht einmal ein Interview mit einer "freundlich gesinnten" Zeitung führen.

meint kopfschüttelnd GUM

Noch mehr Fragen

bskf, Freitag, 27.08.2010, 19:35 (vor 5695 Tagen) @ GUM

Kann nicht einmal ein Interview mit einer "freundlich gesinnten" Zeitung

Woraus schließt Du das? Bloß weil er die Fixkosten eines Zuges benennt?? Das ist m.E. etwas schnell geschossen.....

Grüße

Noch mehr Fragen

Jogi, Freitag, 27.08.2010, 19:54 (vor 5695 Tagen) @ GUM

Der CNL-Chef schreibt:
"Wir müssen 14 bis 15 Wagen pro Zug gut auslasten, da wir hohe Fixkosten haben. Das gelingt uns immer besser."


Ist das nicht unglaublich ? Der Chef eines Tochterunternehmens der Bahn beschwert sich da quasi indirekt darüber, dass Deutsche Bahn AG kürzere Züge benachteiligt.

denn:
+ die hohen Fixkosten kann/können nicht der eine Lokführer sein, der einen 5 oder 14 Wagen Zug steuert
+ die Anzahl der Schlafwagenbetreuer ist ja proportional zur Zuglänge
bleibt nur noch:

Vergisst Du da nicht die Kosten, die jeder Waggon verursacht? Z.B. Betriebskosten, Wartungskosten, auch höhere Kosten für die Vorbereitung für den Fahrgast, kurz ein ganz anderes Verhältnis zwischen Kosten und den verfügbaren Sitzplätzen. Oder was ist mit der fehlenden Möglichkeit, andere Felder außerhalb des Nachtverkehrs zu bedienen? So ein Nachtzug kann binnen 24 Studen allenfalls 1,5 Fahrten durchführen und bringt verglichen es verglichen zu einem ICE somit auf eine übermäßig lange Standzeit, in der eben kein Geld mit dem Zug verdient werden kann.
=> Das Geld, was mit einem Tagesfernzug in zumeist drei bis vier Fahrten durch ein weitaus größeres Fahrgastpotential verdient werden kann, muss mit einem Nachtzug binnen einer Fahrt verdient werden. Ergo sind das höhere "Fixkosten", die noch dazu ein recht begrenzter Kundenkreis aufbringen muss.

+ die (Anmerkung von mir:) überhöhte Trassengebühr kann nur ein langer Zug "hereinwirtschaften".

Ach so, deswegen fahren auf der MDV mit Vorliebe Fünfwagenzüge. Kein Wunder, dass die so unwirtschaftlich ist... ;)

Damit spircht er unbewusst die Benachteiligung kleinerer Unternehmen und auch Newcomer am Markt an. Gefundenes Fressen dieses Interview, eigentlich.

Wo denn genau?

Grüße, Jogi

Wiwo: Nachtzüge der DB sind Verlustbringer

Jogi, Freitag, 27.08.2010, 20:02 (vor 5695 Tagen) @ Steffen

Das Interview wirft mehr Fragen auf, als dass es beantwortet.

Und das ist noch nett formuliert ;) Das interessanteste ist wirklich der von Dir (?)schon woanders angesprochene Punkt von 70 Prozent Auslastung... Au Backe, da sollte man außerhalb der Feriensaison ja schon fast aus Mitleid einmal Schlagwagen Deluxe buchen.

Vor allem aber frage ich mich: WAS tutu CNL, damit sie aus der Verlustzone kommen?

*sarkasmus-an* Das Netz sowit herunterfahren, dass mit 0 Zügen 0 Verbindungen gefahren werden müssen. Ergibt kein Minus und für den gleichen Umsatz des Fernverzehrs werden McTchibo-Aktionen doppelt so oft gemacht wie bisher. *sarkasmus-aus*

Auffallend sind doch momentan die diversen Sonderaktionen. Wahrscheinlich werden die intensiviert. Eine verstärkte Eigenpromotion und eine veränderte Bepreisung dürften dann alles in allem den Kernteil ausmachen, in Sachen Umlaufoptimierungen steht ja recht wenig Raum zur Verfügung.

Grüße, Jogi

Keep it simple, stupid!

ortenau-s-bahner, Freitag, 27.08.2010, 13:48 (vor 5695 Tagen) @ RhBDirk

Ein wesentlicher Grund für die Unattraktivität des Nachtzugreiseverkehrs ist IMHO die verwirrende Vielfalt an Zuggattungen und Komfortklassen. Wie ist es einem Seltenfahrer zu kommunizieren, dass CNL, EN, D, NZ alle im Prinzip das Gleiche darstellen, nämlich Nachtzüge und er in allen Zügen im Wesentlichen den gleichen Komfort erwarten kann? Warum vereinheitlicht man diese ganzen Zuggattungen nicht?
Ähnlich auch bei den Komfortkategorien Ruhesessel, Liegewagen und Schlafwagen. Dass diese in dieser Reihenfolge (und insb. die beiden Letzten) eine aufsteigende Reihe von Komfortklassen bilden, erschloß sich sogar mir als Gelegenheits-NZ-Fahrer erst nach einiger Zeit.
Vielleicht verallgemeinere ich hier unzulässigerweise von mir ausgehend, aber ob 4 oder 6 Leute in einem Abteil untergebracht werden, ist für mich nicht so entscheidend, wie die Frage, ob ich als Alleinreisender ein Abteil für mich alleine habe oder nicht. Gerade diese Unterscheidung, ob man ein Bett in einem Abteil bucht, oder ein ganzes Abteil für sich, wird derzeit IMO nicht ausreichend deutlich.
IMO sollte es geben (ich gehe immer von Alleinreisenden aus):
-Abteil im Schlafwagen
-Bett im Schlafwagen
-Abteil im Liegewagen
-Bett im Liegewagen
-Ruhesessel
Da es damit mehr Komfortklassen gibt, als im Tagesverkehr (dort nur 1. und 2. Kl), sollte darüber nachgedacht werden, die Preisgestaltung vom derzeitigen Schema "Normalpreis+Zuschlag" abzukoppeln. Auch hier entsteht durch Fahrkarte, Zuschlag, Reservierungsgebühr etc. nur unnötige Verwirrung. Warum also nicht ein komplett vom sonstigen Bahntarif im Tagesverkehr unabhängiges Preissystem mit den o.g. Komfortkategorien? Eine Lösung für BC100 etc. müsste in diesem Fall natürlich gefunden werden.

Keep it simple, stupid!

Markus-P, Freitag, 27.08.2010, 14:13 (vor 5695 Tagen) @ ortenau-s-bahner


Da es damit mehr Komfortklassen gibt, als im Tagesverkehr (dort nur 1. und 2. Kl), sollte darüber nachgedacht werden, die Preisgestaltung vom derzeitigen Schema "Normalpreis+Zuschlag" abzukoppeln. Auch hier entsteht durch Fahrkarte, Zuschlag, Reservierungsgebühr etc. nur unnötige Verwirrung. Warum also nicht ein komplett vom sonstigen Bahntarif im Tagesverkehr unabhängiges Preissystem mit den o.g. Komfortkategorien? Eine Lösung für BC100 etc. müsste in diesem Fall natürlich gefunden werden.

Globalpreise gab es schon, hat Nachteile, wenn man mit einem anderen Zügen zum/vom Nachtzug fährt.
Die Frage wäre, ob man die Globalpreise nicht einfach auch anschließenden Zügen gelten sollen.

Keep it simple, stupid!

Burkhard, Freitag, 27.08.2010, 15:33 (vor 5695 Tagen) @ ortenau-s-bahner

Ein wesentlicher Grund für die Unattraktivität des Nachtzugreiseverkehrs ist IMHO die verwirrende Vielfalt an Zuggattungen und Komfortklassen. Wie ist es einem Seltenfahrer zu kommunizieren, dass CNL, EN, D, NZ alle im Prinzip das Gleiche darstellen, nämlich Nachtzüge und er in allen Zügen im Wesentlichen den gleichen Komfort erwarten kann? Warum vereinheitlicht man diese ganzen Zuggattungen nicht?

Dass das ein "wesentlicher Grund" ist, halte ich für völlig abwegig. Der normale Kunde erkundigt sich, wie er von A nach B kommt - welches Kürzel da am Zug steht, ist glaube ich relativ egal.

Keep it simple, stupid!

Steffen, Freitag, 27.08.2010, 15:50 (vor 5695 Tagen) @ Burkhard

Dass das ein "wesentlicher Grund" ist, halte ich für völlig abwegig. Der normale Kunde erkundigt sich, wie er von A nach B kommt - welches Kürzel da am Zug steht, ist glaube ich relativ egal.

Nicht unbedingt! Siehe ICE: Man macht eine Marke und vermarktet die anständig! Dass es verschiedene Nachtzugmarken gibt, die aber alle vom selben Betreiber kommen (oder?), dürfte eine ordentliche Vermarktung sehr schwierig bis unmöglich machen.

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Keep it simple, stupid!

Burkhard, Freitag, 27.08.2010, 15:56 (vor 5695 Tagen) @ Steffen

Nicht unbedingt! Siehe ICE: Man macht eine Marke und vermarktet die anständig! Dass es verschiedene Nachtzugmarken gibt, die aber alle vom selben Betreiber kommen (oder?), dürfte eine ordentliche Vermarktung sehr schwierig bis unmöglich machen.

Alle DB-Nachtzüge heißen inzwischen CNL.
EN sind in der Regel die anderer Bahnen.
D-Züge gibt es - wenn man mal vom Russland-Verkehr absieht - sowieso nicht mehr als klassischen Nachtzug mit Schlaf- und Liegewagen.

Keep it simple, stupid!

BenjaRa, Freitag, 27.08.2010, 17:43 (vor 5695 Tagen) @ ortenau-s-bahner

Ein wesentlicher Grund für die Unattraktivität des Nachtzugreiseverkehrs ist IMHO die verwirrende Vielfalt an Zuggattungen und Komfortklassen. Wie ist es einem Seltenfahrer zu kommunizieren, dass CNL, EN, D, NZ alle im Prinzip das Gleiche darstellen, nämlich Nachtzüge und er in allen Zügen im Wesentlichen den gleichen Komfort erwarten kann? Warum vereinheitlicht man diese ganzen Zuggattungen nicht?

Eine einheitliche Marke existiert: cnl
alles andere sind In erster linie keine züge der deutschen bahn.

Ähnlich auch bei den Komfortkategorien Ruhesessel, Liegewagen und Schlafwagen. Dass diese in dieser Reihenfolge (und insb. die beiden Letzten) eine aufsteigende Reihe von Komfortklassen bilden, erschloß sich sogar mir als Gelegenheits-NZ-Fahrer erst nach einiger Zeit.

Also die unterscheidung zwischen sitzen und schlafen ist wohl leicht zu treffen.

Vielleicht verallgemeinere ich hier unzulässigerweise von mir ausgehend, aber ob 4 oder 6 Leute in einem Abteil untergebracht werden, ist für mich nicht so entscheidend, wie die Frage, ob ich als Alleinreisender ein Abteil für mich alleine habe oder nicht. Gerade diese Unterscheidung, ob man ein Bett in einem Abteil bucht, oder ein ganzes Abteil für sich, wird derzeit IMO nicht ausreichend deutlich.
IMO sollte es geben (ich gehe immer von Alleinreisenden aus):
-Abteil im Schlafwagen
-Bett im Schlafwagen
-Abteil im Liegewagen

das rechnet sich doch nicht. Oder willst du für ein abteil Im liegewagen 160 euro zahlen?

-Bett im Liegewagen
-Ruhesessel

es gibt nicht genügend ruhesesselwagen!

Da es damit mehr Komfortklassen gibt, als im Tagesverkehr (dort nur 1. und 2. Kl), sollte darüber nachgedacht werden, die Preisgestaltung vom derzeitigen Schema "Normalpreis+Zuschlag" abzukoppeln. Auch hier entsteht durch Fahrkarte, Zuschlag, Reservierungsgebühr etc. nur unnötige Verwirrung. Warum also nicht ein komplett vom sonstigen Bahntarif im Tagesverkehr unabhängiges Preissystem mit den o.g. Komfortkategorien? Eine Lösung für BC100 etc. müsste in diesem Fall natürlich gefunden werden.

Von diesem prinzip ist man gerade abgekehrt, da so keine kompletten reiseketten gebucht werden können.

Keep it simple, stupid!

Holger2, Sonntag, 29.08.2010, 00:01 (vor 5694 Tagen) @ BenjaRa

Hallo,

der Nachtzug wird meiner Einschätzung nach keine Zukunft haben:

- Viele europäische Eisenbahnen haben sich aus dem Geschäft bereits zurückgezogen, wie zum Beispiel Belgien und Niederlande.
- Viele europäische Länder möchten den Nachtzug nicht, weil er gerade im Frühverkehr im Ballungsraum wichtige Trassen blockiert.
- Nachtzüge sind unwirtschaftlich, weil sie pro Wagen weniger Plätze anbieten, als ein normaler Sitzwagenzug.
- Sie sind unwirtschaftlich, weil sie nur einmal pro Tag eingesetzt werden können, während gewöhnliche Züge im selben Zeitraum zwei- bis dreimal über dei gleiche Strecke fahren.
- Viele Fahrgäste (so auch ich) können im Nachtzug nicht gescheit schlafen.
- Geschäftstermine werden allgemein so gelegt, dass auch auswärtige Teilnehmer an ihnen teilnehmen können (also nach 10). Und falls nicht: Bei Abreise am abend vorher - also nach 19 Uhr - kann noch fast jede Großstadt vor Mitternacht erreicht werden - und sei es mit dem Flieger. Viel später fahren die Nachtzüge auch nicht ab.

Lobenswert immerhin, dass sich die Deutsche Bahn im Gegensatz zu den meisten anderen Bahnen noch um den Nachtzugverkehr bemüht. Wo gibt es schon noch nennenswert Nachtzugverkehr.

Holger

NZ Verkehr in Europa

RhBDirk, Sonntag, 29.08.2010, 07:06 (vor 5693 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von RhBDirk, Sonntag, 29.08.2010, 07:09

Lobenswert immerhin, dass sich die Deutsche Bahn im Gegensatz zu den meisten anderen Bahnen noch um den Nachtzugverkehr bemüht. Wo gibt es schon noch nennenswert Nachtzugverkehr.

Holger

Also es hat schon in Europa (als Bsp nur mal Westeuropa) einiges noch an Nachtzügen:
Wenn wir mal einen Blick werfen "nur" auf die Züge, die der Kollege BenjaRa hier mal aufgelistet hat:

http://www.alice-dsl.net/benjamin.radke/cnl_strecken.htm
--> dort auf "alle EN Strecken anzeigen" klicken

Österreich
http://www.oebb.at/pv/de/Europareisen/Nachtreisen/index.jsp

Frankreich
http://coraillunea.fr/destinations/index.html

Spanien
http://www.renfe.com/EN/viajeros/larga_distancia/productos/trenhotel.html

In Skandinavien gibts ebenso zahlreiche Nachtzüge.

Der Nachtzugverkehr der ÖBB ist auch sehr gefragt. Zumindest habe ich oft sehr viele Österreicher als Gäste (Touristen, die vor allem aus dem Linzer und Wiener Raum), die mit dem Nachtzug nach Hamburg gekommen sind.

Keep it simple, stupid!

laeuft, Sonntag, 29.08.2010, 13:35 (vor 5693 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von laeuft, Sonntag, 29.08.2010, 13:37

- Nachtzüge sind unwirtschaftlich, weil sie pro Wagen weniger Plätze anbieten, als ein normaler Sitzwagenzug.

Dafür kosten die Plätze aber auch einiges mehr - ein Schlafwagenplatz zum Beispiel bis zu 120 Euro! Außerdem kann die Bahn von einer Auslastung von 70% in ihren ICEs nur träumen. 2003 waren es gerade mal 38%.

- Sie sind unwirtschaftlich, weil sie nur einmal pro Tag eingesetzt werden können, während gewöhnliche Züge im selben Zeitraum zwei- bis dreimal über dei gleiche Strecke fahren.

Aber eben nicht die gleiche Strecke, die ein Nachtzug fährt. Ein Tageszug kann auch nicht zwei- bis dreimal am Tag die Strecke München - Rom - München fahren.

- Viele Fahrgäste (so auch ich) können im Nachtzug nicht gescheit schlafen.

Das mag für manche zutreffen, aber das ist subjektiv. Ich kann im Nachtzug sehr gut schlafen.

- Geschäftstermine werden allgemein so gelegt, dass auch auswärtige Teilnehmer an ihnen teilnehmen können (also nach 10). Und falls nicht: Bei Abreise am abend vorher - also nach 19 Uhr - kann noch fast jede Großstadt vor Mitternacht erreicht werden - und sei es mit dem Flieger. Viel später fahren die Nachtzüge auch nicht ab.

Dafür muss man aber auch dazurechnen, dass man mind. 1 Stunde vorher am Flughafen sein musst. Außerdem hat so gut wie niemand nen Flughafen um die Ecke - einen Bahnhof dagegen schon.


Gruß Franz, der am allerliebsten mit den Nachtzügen in den Urlaub fährt.

Keep it simple, stupid!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 29.08.2010, 22:54 (vor 5693 Tagen) @ laeuft

Dafür muss man aber auch dazurechnen, dass man mind. 1 Stunde vorher am Flughafen sein muss.

Ich bin meistens auch 1 Stunde vor Abfahrt meines Nachtzuges am Bahnhof. Ich muss ja zuerst anreisen und möchte nicht wegen Verspätungen meinen Nachtzug verpassen.

Außerdem hat so gut wie niemand nen Flughafen um die Ecke - einen Bahnhof dagegen schon.

Ich habe einen großen Bahnhof um die Ecke, aber dort fahren keine Nachtzüge ab.

Gruß Franz, der am allerliebsten mit den Nachtzügen in den Urlaub fährt.

Zumindest zum Wintersport reise ich immer mit einem Nachtzug.


gruß,

Oscar (NL).

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