Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt." (Aktueller Betrieb)

fxe, Dienstag, 10.08.2010, 23:00 (vor 5704 Tagen)

...oder verarschen kann ich mich auch selber.
Angesprochen auf den leicht desolaten Zustands und der vor allem unzuverlässigen Wagenkonfiguration der regelmäßig wöchentlich erlebten IC-Linie meinte mein Gegenüber im BordRestaurant:
"In Zukunft wird es noch schlimmer, dann fahren die Privaten. Die Linie wird nämlich europaweit ausgeschrieben und dann wird hier im 4h-Takt gefahren"....
Ob der Mitarbeiter nicht da was verwechselt hat?

Aber zurück zur Ausgangslage: ich kann verstehen, warum in meinem Abschnitt, dem letzten eines 10-Tages Umlaufs, ein Restaurant oder Bistro nicht offen hat (es ist einfach sehr übersichtlich auf diesem Abschntt am späten Abend - obwohl 2h später unter der Woche ist es wieder deutlich voll, dazwischen gibts nichts). Wenn es da ist, ist es meistens nicht besetzt. Und wenn es besetzt ist, ist das Angebot abhängig von der Ausbildung des Mitarbeiters, so mein Gegenüber. In diesem Fall nur Snacks und nichts zum Warmmachen. Das verbliebene Nicht-Süß-Snack-Angebot beschränkte sich auf eine Vollkornschnitte.
Im Fahrplan steht nichts von eingeschränktem oder keinem Angebot im betroffenen Abschnitt. Wer sich auf diesen Zug einlässt und darauf vertraut ein entsprechendes Angebot vorzufinden fällt auf die Nase, wenn er nicht vorher schonmal die Kioske besucht hat. Dass der Mitarbeiter es für wenig sinnvoll hält überhaupt aufzumachen mangels Nachfrage, liegt meiner Meinung nach auch ein ganz kleines Bisschen am Angebot (und seiner Zuverlässigkeit).

Ob da 'die Privaten' die Ausschreibung gewinnen können?

FxE

Keine Ausschreibung

Steffen, Dienstag, 10.08.2010, 23:29 (vor 5704 Tagen) @ fxe

Hallo,

irgendwas muss da verwechselt worden sein. Die IC-Linien werden privat betrieben und nicht ausgeschrieben.

Meinst Du die Strecke Köln-Hamburg? Da bemühen sich in der Tat einige Privatunternehmen, parallel zur DB Verkehre anzubieten. Das könnte das DB-Angebot evtl. sogar verbessern. Aber aus den verschiedenen Bemühungen sind noch lange keine fahrenden Züge in Sicht...

Schönen Abend
Steffen

--
[image]

Keine Ausschreibung

Uniqum, Frankfurt am Main, Mittwoch, 11.08.2010, 00:02 (vor 5704 Tagen) @ Steffen

Hallo,

irgendwas muss da verwechselt worden sein. Die IC-Linien werden privat betrieben und nicht ausgeschrieben.

Das könnte das DB-Angebot evtl. sogar verbessern.

Auf der Strecke? Ich habe inzwischen aufgehört an Wunder zu glauben. Ich bin ja sonst wirklich ganz zufrieden mit der DB, aber auf dieser Strecke habe ich bei meinen letzten 10 Fahrten im vergangenen Jahr sage und schreibe zweimal meinen Anschlusszug in Bremen, bei immerhin 10 Minuten Umsteigezeit, bekommen. Die Unterhaltungen mit anderen Fahrgästen bestätigten da mein Gefühl, einige äußerten sich, "das der Zug von 5 Fahrten in der Woche mindestens 3 mal zu spät sei" oder "in Richtung Süden" geht es.

Vielleicht würde es helfen den Aufenthalt in Dortmund oder Münster zu verlängern. Wirklich helfen würde aber wohl ein zweigleisiger Ausbau zwischen Münster und Dortmund; dieses Problem dürfte auch privaten Mitbewerben erhalten bleiben. Einzig am Wagenmaterial ließe sich vllt was drehen. Bisher fuhr 4 stündlichein (pseudo-)ICE sammt Aufschlag, da ich meist mit Sparpreis reise, habe ich den oder die zweimal täglichen SBB-ECs versucht zu erwischen.

Grade auf dieser Strecke merkt man, wie sehr die IC-Züge eine kleine Auffrischung gebrauchen könnten. Wenigstens spendiert man einigen ICs ein Bordrestaurant. Wenn das nichts ist.

Keine Ausschreibung

Steffen, Mittwoch, 11.08.2010, 00:10 (vor 5704 Tagen) @ Uniqum

Hallo,

irgendwas muss da verwechselt worden sein. Die IC-Linien werden privat betrieben und nicht ausgeschrieben.

Das könnte das DB-Angebot evtl. sogar verbessern.


Auf der Strecke? Ich habe inzwischen aufgehört an Wunder zu glauben.

:))

Ich halte es für möglich, dass die DB, sollte es einen ernst zu nehmenden Mittbewerber auf dieser Strecke geben, die DB den Service verbessert (indem sie hält was sie verspricht). Ob man an der Pünktlichkeit viel schrauben kann weiss ich nicht, weil ich nicht weiß wo und wie die Verspätungen entstehen.

Vielleicht würde es helfen den Aufenthalt in Dortmund oder Münster zu verlängern. Wirklich helfen würde aber wohl ein zweigleisiger Ausbau zwischen Münster und Dortmund; dieses Problem dürfte auch privaten Mitbewerben erhalten bleiben.

Nicht, wenn sie über Hamm oder direkt nach Essen fahren ;)

Abgesehen davon dürfte Verspätung bei den Privaten egal sein, weil die Fahrgäste keinen Anschlusszug brauchen (bzw. diejenigen, die Anschlüsse haben, werden weiterhin mit der DB fahren).

--
[image]

Freßkiste / privater Fernverkehr

Blaschke, Mittwoch, 11.08.2010, 02:41 (vor 5704 Tagen) @ fxe
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 11.08.2010, 02:43

Moin!

Aber zurück zur Ausgangslage: ich kann verstehen, warum in meinem Abschnitt,
dem letzten eines 10-Tages Umlaufs, ein Restaurant oder Bistro nicht offen hat (es ist einfach sehr übersichtlich auf diesem Abschntt am späten Abend.

Die Begründung mit dem Umlauf ist allerdings keine. Kann (und muß!) mir als Kunde doch wurscht sein, wie die DB INTERN ihre Umläufe und damit ihre Logistik gestaltet.

Im Fahrplan steht nichts von eingeschränktem oder keinem Angebot im betroffenen Abschnitt.

Und damit tendiert das Verständnis für JEGLICHE Form der Einschränkungen hart gen Null.

Ob da 'die Privaten' die Ausschreibung gewinnen können?

Nun gut, abgesehen davon, dass es keine Ausschreibung gäbe:

Für den Privaten wäre der logistische Aufwand ja viel umständlicher zu betreiben, da er sich ja auf einen (oder wenige) Standorte konzentrieren müßte. Tendenziell müßte er dadurch ja versuchen, mit geringerer Vielfalt über die Runden zu kommen. Andersrum müßte er aber besser sein als die DB, damit er akzeptiert wird. Ein Widerspruch, der dann mit dazu führt, dass es keine Privaten im Fernverkehr gibt und geben wird (bis auf die paar mickrigen Ausnahmen).


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke


Und wer mit einem Fernzughalt in Sagehorn plant, dem ist sowieso nicht zu helfen. Wer bitte soll da mitfahren? Ein Bremer, der nach Hamburg will, wird kaum in Sagehorn umsteigen vom Metronom in den privaten Fernzugfritzen. Ein Bremer, der nach Süden will, wird nicht erst nördlich nach Sagehorn fahren um dann mit dem Privaten nach Süden zu sausen und nochmal an Bremen vorbeizufahren. Ein Hamburger, der nach Bremen will, steigt nicht in Sagehorn in den Metronom um. Ein Südlicht, welches nach Bremen will, fährt nicht erst an Bremen vorbei bis Sagehorn, um dann wieder zurückzugondeln. Totaler Irrsinn die Idee.

Freßkiste / privater Fernverkehr

Steffen, Mittwoch, 11.08.2010, 07:45 (vor 5704 Tagen) @ Blaschke

Moin Blaschke :)

Und wer mit einem Fernzughalt in Sagehorn plant, dem ist sowieso nicht zu helfen. Wer bitte soll da mitfahren?

Na - ein Essener, der ohne Umwege nach Hamburg will ;)

Ob tatsächlich jemand in "Bremen Sagehorn Trainport" ein- oder aussteigt wird sich zeigen (sofern der Zug überhaupt mal fährt, und das mehr als zwei mal). Aber der Halt kostet ja nur zwei Euro fünfzig oder so. Das ist nicht viel teurer als Pinkelpause für den Lokführer als der Eintritt zu "McClean".

--
[image]

Freßkiste / privater Fernverkehr

Lumi25, Mittwoch, 11.08.2010, 08:22 (vor 5704 Tagen) @ Steffen

Ich glaube nicht, dass es der HKX um die Stationspreise geht. Bremen Hbf stellt auch einfach einen enormen Umweg dar. Ansonsten würde man wohl auch ab Köln-Messe/Deutz fahren und nicht ab Köln Hbf.

Die HKX will ja mit 4010 fahren und damit gegen den IC konkurrieren was die Fahrzeiten angeht. Der 4010 schafft aber nur 150 km/h. Also muss man möglichst den direkten Weg fahren um gegen den IC fahrzeitmäßig konkurrieren zu können.

Man fährt also die selbe Route wie der ICE-Sprinter. Einen Bogen über Dortmund macht man nicht, denn Dortmund-Münster ist teilweise eingleisig und über Hamm (Westf) ist ein Umweg soviel viel Nahverkehr auf der Route.

Man begnügt sich mit heutigen IC-Verstärkertrassen.

Freßkiste / privater Fernverkehr

Steffen, Mittwoch, 11.08.2010, 08:24 (vor 5704 Tagen) @ Lumi25

Ich glaube nicht, dass es der HKX um die Stationspreise geht. Bremen Hbf stellt auch einfach einen enormen Umweg dar. Ansonsten würde man wohl auch ab Köln-Messe/Deutz fahren und nicht ab Köln Hbf.

Die HKX will ja mit 4010 fahren und damit gegen den IC konkurrieren was die Fahrzeiten angeht. Der 4010 schafft aber nur 150 km/h. Also muss man möglichst den direkten Weg fahren um gegen den IC fahrzeitmäßig konkurrieren zu können.

Ja das ist mir schon klar. Mir ging es da eher darum, in/bei Bremen überhaupt zu halten oder ganz durchzufahren (was fahrgastmässig kaum ein Unterschied machen dürfte).

--
[image]

HKX, Sagehorn und Futterversorgung

fjk, Mittwoch, 11.08.2010, 09:28 (vor 5704 Tagen) @ Lumi25

Man begnügt sich mit heutigen IC-Verstärkertrassen.

Moin :-)

Man begnügt sich mit der klassischen Rollbahn, die eine "schon immer" zweispurig ausgebaute Hauptbahn ist. Den Dortmundschlenker hat die Behördenbahn für den IC erfunden (vom Passagieraufkommen sicher sinnvollerweise) und der hat wegen der Eingleisigkeit ebenfalls "schon immer" Probleme gemacht. Allerdings wird da seit Monaten gewühlt: tut sich in dieser Hinsicht nach 35 Jahren IC-Verkehr etwa was?

Naja, zum Thema:
Sagehorn und Bremer Passagierpotential: also in den und aus den geschätzten Rollbahn-ICs steigen in Bremen schon eine ganze Reihe Passagiere. Natürlich nicht im Vergleich zu HH Hbf, aber mit Essen würd' ich's allemal vergleichen. Da aber ein nicht zu verachtender Teil dieser Passagiere eher aus dem platten Bremer Umland kommen dürfte (zumindest jagen viele zu den Anschlüssen, und einwohnermäßig kommt Bremen mit Essen denn wohl doch nicht mit), ist ein Umstieg, noch dazu im sympatischen, mit einer Galerie versehenen (vielleicht bauen die ja ihr gastronomisches Angebot aus?) Sagehorner Hauptbahnhof nicht das Problem. Problematischer dürfte sein, dass es da eben nur auf die Strecke Bremen-Hamburg geht, mit dem Minimetronom nicht mal mehr nach Twistringen - für einen Teil des Passagierpotentials (Bremerhaven, Delmenhorst, Vegesack, Verden) könnte also ein weiterer Umstieg fällig werden. Könnte: denn wir befinden uns auf dem platten Lande. Da wird ohnehin mit dem Auto zum Bahnhof gefahren (oder wie ist der Eindruck der Fahrgastzähler hier;-)) - und dann kannste auch gleich ins autobahnmäßig optimal angeschlossene Sagehorn fahren, vor allem nach Bremerhaven (27), Delmenhorst (naja, via 1 oder B75) und Verden (27). Insbesondere gilt das für den preisbewußten Gelgenheitsbahnausflügler. Insofern ist dem Sagehornhalt neben der Lokführerblase wahrscheinlich auch der Bremer Speckgürtel dankbar. Und die Verfügbarkeit von zwei Autobahnen dürfte den Ausschlag für Sagehorn gegenüber Kirchweyhe geben.
Die Futterversorgung dürfte auf einer so übersichtlichen Linie ja wohl nicht das Problem sein - da reicht ja ein Standort bzw. ein Liefervertrag mit der Sagehorner (na gut, Schaphusener) Landschlachterei oder irgendwo sonst entlang des Weges, schnell ein paar Frika-Brötchen in das Bistro geworfen und gut. Nein, ernsthaft: einigermaßen vernünftig kalkuliert sollte man doch mit einer "Zugfüllung" hinkommen für die Strecke, auch wenn man nur einen Standort zum Nachbunkern hat. Der wäre dann im Zeichen der Betriebssicherheit (eben Nachbunkern) eher streckenmittig vielleicht tatsächlich sinnvoll. Logistisch ist das weit weniger anspruchsvoll als ein Netz mit werweißwolanggehenden Umläufen zu beliefern, es sollten sogar kürzere Vorlaufzeiten drin sein. Dass -irgendwo muss man ja sparen- das Angebot wohl eher dürftiger aussehen dürfte, eben Frika-Brötchen, kann sich jeder leicht vorstellen. (Was) Haben diese Ösitriebwagen denn überhaupt für 'ne Futterkiste? Wiki spricht zwar von Halbspeisewagen, aber ob die drin bleiben?

Einen Versuch (und die ein oder andere Testfahrt) ist es auf dieser Strecke allemal Wert. Und wo soll man der Bahn sonst Feuer machen, als da, wo sie sich gehen lässt... obwohl Potential da ist. Die Macher werden schon geschaut haben, woran der Metropolitan gescheitert ist. [Am fehlenden Halt in Sagehorn!?!]

freut sich auf Testfahrt und Frika-Brötchen
fjk

HKX, Sagehorn und Futterversorgung

Jogi, Donnerstag, 12.08.2010, 15:02 (vor 5703 Tagen) @ fjk

Moin fjk,

Allerdings wird da seit Monaten gewühlt: tut sich in dieser Hinsicht nach 35 Jahren IC-Verkehr etwa was?

vielleicht hat man inzwischen die 27. Absichtserklärung zum Ausbau unterschrieben? Oder einfach mal das Grünzeug zurückgeschnitten? ;DD

Naja, zum Thema:
Sagehorn und Bremer Passagierpotential: also in den und aus den geschätzten Rollbahn-ICs steigen in Bremen schon eine ganze Reihe Passagiere. Natürlich nicht im Vergleich zu HH Hbf, aber mit Essen würd' ich's allemal vergleichen.

Zunächst mal: Die Rollbahn als "Magistrale" zwischen Ruhrpott und Hamburg als "Tor zur Welt" dürfte eine der erfolgsversprechenden Relationen für privaten Fernverzehr (*g*) sein.
Nun ist in Bremen sicher ein großes Pendleraufkommen nach Hamburg rein zu verzeichen (siehe z.B. der ICE 102x oder einfach mal im 2020 mitfahren). Als Pendler will ich aber auch eine gewisse Flexibilität mit den Zügen, also mal eine Stunde früher nach Hause fahren oder Überstunden einplanen können. Mit dem HKX ist das wohl nicht möglich.
Bleibt also das Potential von Urlaubs- und Spontanreisenden. Das ist sicher nicht klein, aber: welcher Bremer macht schon freiwillig in Hamburg Urlaub? ;) Und wer nach Sylt oder Rügen will steigt in den IC ein.

Da aber ein nicht zu verachtender Teil dieser Passagiere eher aus dem platten Bremer Umland kommen dürfte (zumindest jagen viele zu den Anschlüssen, und einwohnermäßig kommt Bremen mit Essen denn wohl doch nicht mit), ist ein Umstieg, noch dazu im sympatischen, mit einer Galerie versehenen (vielleicht bauen die ja ihr gastronomisches Angebot aus?) Sagehorner Hauptbahnhof nicht das Problem. Problematischer dürfte sein, dass es da eben nur auf die Strecke Bremen-Hamburg geht, mit dem Minimetronom nicht mal mehr nach Twistringen - für einen Teil des Passagierpotentials (Bremerhaven, Delmenhorst, Vegesack, Verden) könnte also ein weiterer Umstieg fällig werden.

Damit sprichst Du doch hauptsächlich die Pendler an. Das dürfte der HKX wie oben dargelegt äußerst unzureichend befriedigen.

Könnte: denn wir befinden uns auf dem platten Lande. Da wird ohnehin mit dem Auto zum Bahnhof gefahren (oder wie ist der Eindruck der Fahrgastzähler hier;-)) - und dann kannste auch gleich ins autobahnmäßig optimal angeschlossene Sagehorn fahren, vor allem nach Bremerhaven (27),...

1.) Na ja, dann könnte man mit dem Auto von Bremerhaven doch gleich bis Hamburg durchfahren... ;)
2.) Autobahnmäßig bestens erschlossen heißt nicht unbedingt, dass die Stadt bestens erschlossen ist - z.B. das A-Dreieck Leonberg war bis zum Bau einer weiteren Ausfahrt so ein Fall. Oder das deutschlandweit berühmte Heimsheim... sagen wir mal so, der McDödel ist näher an der A8 als an der Stadt.

[...] Und die Verfügbarkeit von zwei Autobahnen dürfte den Ausschlag für Sagehorn gegenüber Kirchweyhe geben.

Mit Sicherheit. Vor allem wenn man mal die RV-Anbindung nach Bremen Hbf vergleicht.

Haben diese Ösitriebwagen denn überhaupt für 'ne Futterkiste? Wiki spricht zwar von Halbspeisewagen, aber ob die drin bleiben?

Ich schätz mal, es wird auf ein Imbissangebot rauslaufen: eben Frikabeulenbrötchen, K-Salat, Würstchen u.ä. Als Nachtisch gibt's Mars, Knickers, usw. Zum Kaffee gibt's vielleicht noch einen Tiefkühlbienenstich oder Croissant. Und jährlich gegen Ende Semptember wird das Bierangebot um eine bajuwarische XXL-Brez'n erweitert Aber solange es kein Becks gibt, kann das nur positiv sein. ;)

Im "historischen" IC 1806/1817 wird ja auch ein "Restaurant" mitgeführt und als solches beworben... Das einzige was ich dort halbwegs restaurantwürdig - neben dem Wagen - ansehe, sind (Achtung, Überraschung): Buletten, Würstchen, K-Salat und die obligatorische Gulaschsuppe.

Also dürfte moongloom mit beiden Möglichkeiten nicht sonderlich glücklich sein... ;) (@ moongloom: Hoffentlich nix für ungut)

Die Macher werden schon geschaut haben, woran der Metropolitan gescheitert ist.

Am... äh... fantasievollen Preis außerhalb der Traveller-Class um die Flexibilität bei Hin- und Rückfahrt zu wahen. Dann noch die Nichtkompabilität mit IC(E)-Fahrscheinen, was die Flexibilität noch weiter verhinderte.

[Am fehlenden Halt in Sagehorn!?!]

Nö, glasklar in Osnabrück, oder?

Grüße, Jogi,

freut sich auf Testfahrt und Frika-Brötchen

der gestern die Tims Erbsensuppe und Tims Bolognese genossen hat... :) Das ist restaurantwürdig!

HKX=Holsten, Kein beckX? Und mehr zu Sagehorn

fjk, Donnerstag, 12.08.2010, 16:55 (vor 5703 Tagen) @ Jogi

Tach Jogi und überhaupt,

der in der Tat überaus positive Bremerbieraspekt war wahrscheinlich allen noch gar nicht so klar - erklärt aber den Namen des Kindes, siehe oben. Schön, endlich ein bißchen Vielfalt. Und wegen der Franzmänner wahrscheinlich Kronenbourg... viel Spaß demnach;-)

Aber zur Sagehornsache. Ich spare mir mal die Zitate, das wird etwas mühsam, und gebe Dir einfach Recht, was die Hamburgpendler und Nordurlauber von Bremen aus angeht. Lebenssystembedingt sind meine Livebeobachtungen die des dritten großen Fahrgaststammes: Wochenendpendler und Co. Die fahren von Bremen aus eher Richtung Pott (in beiden Richtungen) und wohnen genauso wie die HB-HH-Wandervögel nicht in der Stadt. Während letzteren an Sagehorn in der Tat wohl der HKX-Takt nicht passen wird (was durch die wirklich günstige und P+R-fähige Anbindung teilweise wettgemacht werden könnte), ist es bei ersteren eben höchstens der doppelte Umstieg - den ich durch den Hinweis auf den bei Pendlern stets verfügbaren Abholdienst bereits wegdiskutiert habe. Gut, nur für Fr und So wird HKX da auch nicht fahren wollen - aber ein bißchen verteilt sich das ja schon über die Woche. Dazu kommen eben bewußte schnäppchenjagende Kegeldamentruppen, die auch gern mal 'nen Tag nach Kölle möchten.
Die Autobahnanbindung ist exzellent, und die Verkehrsverhältnisse (auch wenn auch die A1 berüchtigt ist) sind mit denen in West-, Südwest- und Oktoberfestdeutschland überhaupt nicht zu vergleichen. Eben: plattes Land.

Ich hol mir jetzt nur 'nen Kaffee und denke jetzt nicht an Tim, aber eine Seite weiter stehen "Ofenkartoffel" und "Chilli con Carne" - die sind im Prinzip auch nicht weit von Bockwurst und Gulaschsuppe entfernt. Von den Zumutungen, die es zum Beck's-Angebot gibt, ganz zu schweigen.

Prost!
fjk

? zu Tims...

Kai_ME, Null-zwo-elf, Donnerstag, 12.08.2010, 19:18 (vor 5703 Tagen) @ Jogi

Grüße, Jogi,

freut sich auf Testfahrt und Frika-Brötchen

der gestern die Tims Erbsensuppe und Tims Bolognese genossen hat... :) Das ist restaurantwürdig!

Tims?! Haben wir etwa in Deutschland eine Filiale von Tim Hortons und ich weiss nichts davon? ;) (Obwohl ich es eher bezweifele...)

Gruss,
Kai

--
I am older now, but still running against the wind...

? zu Tims...

fabs, Braunschweig, Donnerstag, 12.08.2010, 19:30 (vor 5703 Tagen) @ Kai_ME

Tims?! Haben wir etwa in Deutschland eine Filiale von Tim Hortons und ich weiss nichts davon? ;) (Obwohl ich es eher bezweifele...)

Gruss,
Kai

Nicht, daß ich wüsste. Aber selbst wenn, wird es wohl eher KEINE Erbsensuppe oder ähnliches geben.
Auch wenn mein letzter Kanadabesuch schon zwei Jahre her ist, so kann ich mich doch noch ein wenig an das Sortiment erinnern.

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

[OT] zu Tims...

Kai_ME, Null-zwo-elf, Donnerstag, 12.08.2010, 20:17 (vor 5703 Tagen) @ fabs

Tims?! Haben wir etwa in Deutschland eine Filiale von Tim Hortons und ich weiss nichts davon? ;) (Obwohl ich es eher bezweifele...)

Gruss,
Kai


Nicht, daß ich wüsste. Aber selbst wenn, wird es wohl eher KEINE Erbsensuppe oder ähnliches geben.
Auch wenn mein letzter Kanadabesuch schon zwei Jahre her ist, so kann ich mich doch noch ein wenig an das Sortiment erinnern.

Hallo fabs! :-)

Nee, aber eine Suppe in der Kartoffel (lunch special) gibt es dort! Ausserdem Sandwiches, Bagels, Donuts (Bostoncream... yummm) und für kanadische Verhältnisse erstklassigen Kaffee, das ganze sehr preiswert! Im Vergleich dazu kannste Yormas, Ditsch, Crobag und co allesamt in die Tonne treten...

[träum]
Ach ja, morgens an der Kreuzung Eglinton & Yonge einen "everything"-bagel und einen xl-kaffee, blick runter richtung downtown und cn-tower, die sonne blinzelt zwischen den Häuserschluchten, kurz innehalten und sich des lebens freuen... [/träum]

Viele Grüsse,

Kai
*mitFernweh*

--
I am older now, but still running against the wind...

Ich träume mit

fabs, Braunschweig, Donnerstag, 12.08.2010, 20:44 (vor 5703 Tagen) @ Kai_ME
bearbeitet von fabs, Donnerstag, 12.08.2010, 20:47

Nichts gegen Toronto - auch diese Stadt fand ich klasse!
Aber ich bin eher für Bélanger Ecke Pie-IX (Aussprache auf französisch: Pie neuf) mit Blick auf den Mont Royal...

Dieses Jahr gehts allerdings nach Florida - in einem Monat, einer Stunde und 14 Minuten soll mein ICE in Richtung Frankfurt Flughafen starten :-)

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Yours to discover...

Kai_ME, Null-zwo-elf, Donnerstag, 12.08.2010, 21:53 (vor 5703 Tagen) @ fabs

Nichts gegen Toronto - auch diese Stadt fand ich klasse!
Aber ich bin eher für Bélanger Ecke Pie-IX (Aussprache auf französisch: Pie neuf) mit Blick auf den Mont Royal...

Montreal ist eine wunderschöne Stadt, in der die Ablehnung der Quebecois gegenüber der englischen Sprache nicht ganz so ausgeprägt ist wie in der restlichen Provinz... *g*
Wie gesagt, ich muss auch mal wieder rüber, aber mittlerweile ist meine Lütte schulpflichtig... beim letzten mal konnten wir ja das Top-Angebot der LH für 333,- von DUS nach YYZ noch nutzen *g* Demnächst nur noch in den Ferien, da machen dich schon die Flüge arm *g* Naja, werden wir wohl auf den Leihwagen verzichten, rund um Toronto kann man sich sehr gut auch ohne Auto bewegen...

Wünsche dir auf jeden Fall eine tolle Reise :-)

Gruss,
Kai

--
I am older now, but still running against the wind...

Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt."

GUM, Mittwoch, 11.08.2010, 10:11 (vor 5704 Tagen) @ fxe

...oder verarschen kann ich mich auch selber.
Angesprochen auf den leicht desolaten Zustands und der vor allem unzuverlässigen Wagenkonfiguration der regelmäßig wöchentlich erlebten IC-Linie meinte mein Gegenüber im BordRestaurant:
"In Zukunft wird es noch schlimmer, dann fahren die Privaten. Die Linie wird nämlich europaweit ausgeschrieben und dann wird hier im 4h-Takt gefahren"....
Ob der Mitarbeiter nicht da was verwechselt hat?

Aber zurück zur Ausgangslage: ich kann verstehen, warum in meinem Abschnitt,
FxE

Da würde ich ganz einfach sagen: Der Mitarbeiter hat provoziert, warum auch immer. Wobei es relativ unprofessionell ist, seine Wut an den wenigen noch verbliebenen Kunden auszulassen.

Viel besser wäre ein INTERNER Verbesserungsvorschlag zu Sortiment, Preisen und/oder Service gewesen. Und von EU-Recht scheint er auch keine Ahnung zu haben.

Irgendwann wird es -wenn die Bahn den diskriminierenden Widerstand gegen die Mitbewerber aufgegeben hat- tatsächlich mehrere private Unternehmen im Fernverkehr geben !

Es sei denn man organisiert einen konzertierten Rückbau von Großbahnhöfen zu Nadelöhren, so dass zeitlich nur noch die eigenen Züge durchs Netz passen. So wie bei Stuttgart 21. Ist aber ein ganz anderes Thema.

Schönen Tag noch. Grüße GUM

Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt."

fxe, Mittwoch, 11.08.2010, 11:55 (vor 5704 Tagen) @ GUM
bearbeitet von fxe, Mittwoch, 11.08.2010, 11:55

Da würde ich ganz einfach sagen: Der Mitarbeiter hat provoziert, warum auch immer. Wobei es relativ unprofessionell ist, seine Wut an den wenigen noch verbliebenen Kunden auszulassen.

Viel besser wäre ein INTERNER Verbesserungsvorschlag zu Sortiment, Preisen und/oder Service gewesen. Und von EU-Recht scheint er auch keine Ahnung zu haben.

Auf die relevante Linie ist ja schnell geschlossen worden, allerdings fahre ich regelmäßig die Verlängerung. liebe70 hat ja mal was über die Anzahl der Zugbegleitpersonale geschrieben. Hier ist es unter der Woche zumindest das absolute Minimum. Insofern würde ich 'unprofessionell' zustimmen, Wut jedoch nur eingeschränkt:
Geht man von einem mitgeführten Restaurant/Bistro-Wagen aus, dürfte die Reihenfolge der Entscheidung ob es was gibt oder nicht doch sein:
- Ware vorhanden/Kühlung etc ok
- Schulung an den Geräten/Zubereitung der Waren
- MOTIVATION (oder wird das sich hinter den Tresen stellen unter ZUB-Kollegen als eigene Dummheit angesehen?- machen ja offensichtlich nicht alle).

Er war zumindest motiviert, den Rolladen oben zu haben, als ich vorbeikam und das anzubieten was er kann.

Klar ist, dass bei zwei ZUB, die auch beide noch im Zug unterwegs sind ein Restaurant-Betrieb wie er im Fahrplan und Reiseplan drinnesteht nicht funktionieren KANN. De facto ist ein eingeschränktes Angebot möglich, es ist auch m. e. ausreichend. Dann will ich aber vorher wissen, ob ich mein Bier bekomme oder einen Snack.

Die Aussage habe ich eher so interpretiert, ich könne glücklich sein, das Fahrplanangebot zu haben, wie es ist (und das Fresskistenangebot), in Zukunft würde es nur noch schlimmer.

FxE

Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt."

fabs, Braunschweig, Donnerstag, 12.08.2010, 16:15 (vor 5703 Tagen) @ GUM

Wobei es relativ unprofessionell ist, seine Wut an den wenigen noch verbliebenen Kunden auszulassen.

Moin!
Sag mir bitte wo du so unterwegs bist. Mir passiert es nämlich ständig, daß ich im vollen Restaurant (des noch volleren Zug) keinen Platz mehr bekomme - und dabei sind die wenigsten welche, die sich von Zürich bis Kiel an einer Tasse Kaffee festhalten.

Was ich damit sagen will: "Gefühlt" waren die Züge (auch wenn sie in voller Länge verkehren) nie so voll wie heute. Daher ist mir die ständig auftretende Aussage von den "letzten verbliebenen Fahrgästen/Kunden" immer wieder ein Rätsel.

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Sehr schwankende Anzahl an Kunden

GUM, Donnerstag, 12.08.2010, 19:50 (vor 5703 Tagen) @ fabs

Was ich damit sagen will: "Gefühlt" waren die Züge (auch wenn sie in voller Länge verkehren) nie so voll wie heute. Daher ist mir die ständig auftretende Aussage von den "letzten verbliebenen Fahrgästen/Kunden" immer wieder ein Rätsel.

Viele Grüße
fabs

Es kommt wirklich auf die Route an. Insbesondere bei ICE/IC-Linien, bei denen es Parallelverkehre mit unschlagbar günstigen Regional-Tickets gibt sind die Züge relativ leer. Oder auch in Fällen wo das Reservierungssystem die Kunden auf schnellere Verbindungen umleitet und die verkehrenden IC-Züge relativ wenig belegt sind.

Beispiel für fast unbelegte Züge:
- Einige IC-Züge München-Salzburg insbesondere in der 1. Klasse
- Einige ICE-Züge aus Hamburg, die zwischen München und Nürnberg in voller Kapazität weiterfahren.

Und bei vielen anderen Verbindungen muss man bedenken, dass die Zuglänge gekürzt wurde. So ist der Zug zwar subjektiv voller, die Gesamtzahl an Fahrgästen ist aber leicht gesunken.

(Bezieht sich auf Monate außerhalb des August. Jetzt sind z. B. in München auch die roten Tausendfüssler der S-Bahn vergleichsweise leer. Ferienzeit halt.)

Sehr schwankende Anzahl an Kunden

liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 21:22 (vor 5703 Tagen) @ GUM

Was ich damit sagen will: "Gefühlt" waren die Züge (auch wenn sie in voller Länge verkehren) nie so voll wie heute. Daher ist mir die ständig auftretende Aussage von den "letzten verbliebenen Fahrgästen/Kunden" immer wieder ein Rätsel.

Viele Grüße
fabs


Es kommt wirklich auf die Route an. Insbesondere bei ICE/IC-Linien, bei denen es Parallelverkehre mit unschlagbar günstigen Regional-Tickets gibt sind die Züge relativ leer. Oder auch in Fällen wo das Reservierungssystem die Kunden auf schnellere Verbindungen umleitet und die verkehrenden IC-Züge relativ wenig belegt sind.

Beispiel für fast unbelegte Züge:
- Einige IC-Züge München-Salzburg insbesondere in der 1. Klasse

Da fährt der railjet und nur weil die 1.Klasse leer ist, bedeutet das noch lange nicht, daß der gesamteZug unrentabel ist. Wenn er ganz wegfallen würde, gäbe es unter Garantie auch diverse Aufstände bei Politikern, die wiedergewählt werden wollen und Teilen der Bevölkerung; meist bei denen, die das Angebot sowieso nicht nutzen.

- Einige ICE-Züge aus Hamburg, die zwischen München und Nürnberg in voller Kapazität weiterfahren.

Klar - nur wie kürzt man einen ICE 1 und was macht man mit einem doppelten ICE2 der abends in der Tagesrandlage zwar leer ist, aber anderntags zur besten morgendlichen Reisezeit ab München zurückfahren soll? Trotzdem einen ICE2-Halbzug verkehren lassen? Wie erklärt man das den Reisenden?

Und bei vielen anderen Verbindungen muss man bedenken, dass die Zuglänge gekürzt wurde. So ist der Zug zwar subjektiv voller, die Gesamtzahl an Fahrgästen ist aber leicht gesunken.

Der Hauptgrund der Zuglängenkürzung ist die Minderverfügbarkeit diverser ICE bzw Reisezugwagen. Allein der derzeit nichtverfügbare Tz111 blockiert 12 Reisezugwagen, davon allein 7 Bvmz und 2 Tfz.

Die Spenderwagen der aktuell fehlenden ARkimbz sind Bm234 und Bm235. Wann diese Bm gebaut wurden, sollte bekannt sein. Da treten - zwangsläufig - bestimmte Ermüdungserscheinungen auf, das bleibt nichtaus.

Wollte ich auch nicht behauptet haben :-)

GUM, Freitag, 13.08.2010, 18:04 (vor 5702 Tagen) @ liebe70

Beispiel für fast unbelegte Züge:
- Einige IC-Züge München-Salzburg insbesondere in der 1. Klasse


Da fährt der railjet und nur weil die 1.Klasse leer ist, bedeutet das noch lange nicht, daß der gesamteZug unrentabel ist.

Wollte ich auch nicht behaupten. Zudem verstehe ich eine Rechnung, dass ein Zug unrentabel sein sollte, wenn wenige Leute drin sitzen sowieso nicht ! Denn zu jedem Reiseweg gehört die entsprechende Rückfahrt und dann "fehlt" der Passagier aus dem ehemaligen, scheinbar nicht kostendeckenden Zug auch in dem "volleren" Gegenzug.
Deshalb bin ich auch für einen klaren 1 Stunden-Takt, auch samstags ohne Fahrplanlücken. Zahlt sich für das Verkehrsmittel Bahn aus, weil das Gesamtsystem wesentlich stabiler und attraktiver wird !

- Einige ICE-Züge aus Hamburg, die zwischen München und Nürnberg in voller Kapazität weiterfahren.


Klar - nur wie kürzt man einen ICE 1 und was macht man mit einem doppelten ICE2 der abends in der Tagesrandlage zwar leer ist, aber anderntags zur besten morgendlichen Reisezeit ab München zurückfahren soll? Trotzdem einen ICE2-Halbzug verkehren lassen? Wie erklärt man das den Reisenden?

Hab nur beschrieben, wo relativ leere Züge fahren. Mein Vorschlag wäre hierbei wieder irgendeine Art Ticket wie früher "Der schöne Tag" (Tagesrückfahrkarten für Freizeitverkehre) einzuführen, dann kann man insbesondere die nördlichen und südlichen "Reststücke" füllen.

Die Spenderwagen der aktuell fehlenden ARkimbz sind Bm234 und Bm235

[und ABm].

Grüße GUM

Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt."

liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 20:54 (vor 5703 Tagen) @ GUM
bearbeitet von liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 20:55

...oder verarschen kann ich mich auch selber.
Angesprochen auf den leicht desolaten Zustands und der vor allem unzuverlässigen Wagenkonfiguration der regelmäßig wöchentlich erlebten IC-Linie meinte mein Gegenüber im BordRestaurant:
"In Zukunft wird es noch schlimmer, dann fahren die Privaten. Die Linie wird nämlich europaweit ausgeschrieben und dann wird hier im 4h-Takt gefahren"....
Ob der Mitarbeiter nicht da was verwechselt hat?

Aber zurück zur Ausgangslage: ich kann verstehen, warum in meinem Abschnitt,
FxE

Da würde ich ganz einfach sagen: Der Mitarbeiter hat provoziert, warum auch immer. Wobei es relativ unprofessionell ist, seine Wut an den wenigen noch verbliebenen Kunden auszulassen.

Tolles Vorurteil, was außerdem noch kilometerweit an der Realität vorbeigeht. Als es die ersten Statements zum HKX gab, fragte ich viele meiner Zub-Kollegen quer durch die Republik, was sie denn über den HKX wissen. Das Ergebnis hat mich nicht gewundert. Nur wer sich intensiver mit der Eisenbahn als solches beschäftigte, wußte mehr oder weniger vom HKX. Die breite Masse ist schlichtweg ahnungslos. Daher kommt auch die obige Aussage des Kollegen.

Viel besser wäre ein INTERNER Verbesserungsvorschlag zu Sortiment, Preisen und/oder Service gewesen.

Soso. Und Du weißt natürlich auch, daß das nicht geschah? Hast Du eine Ahnung, wieviele Verbesserungsvorschläge vomi Zub gemacht - und wieviel davon umgesetzt wurden?

Von meinen Verbesserungsvorschlägen wurde kein einziger umgesetzt! Die Ablehnungsschreiben gingen in etwa so:
"Die Idee ist nicht neu. Bla laber sülz (Es wird erklärt, warum die Idee nicht neu ist. Meist hatte angeblich mindestens ein weiterer Zub die gleiche Idee.). Weiteres Gesülz, ein paar Wünsche etc pp. Fertig. Unterschrift."

Mancher Zub - so auch ich - hatte einige Zeit später eine Art Deja vu. Nämlich dann, wenn sein abgelehnter Verbesserungsvorschlag haargenau 1:1 so umgesetzt wird, wie man selbst vorgeschlagen hatte. Wenn man das ein paar Mal erlebte, macht man einfach keine VV mehr. So erspart man sich einige Enttäuschungen. Die Firma hat dann allerdings ggf das Pech unnötiger Ausgaben bzw Einnahmeverluste.

Dieses zur Information.

Und von EU-Recht scheint er auch keine Ahnung zu haben.

Du vergißt, daß das ein Zugbegleiter ist - und kein Fachmann für EU-Recht! Welche Ahnung hast DU vom Zugbegleitdienst? Soll ich es mal testen? Was kannst Du mir über die Arbeitszeiten eines Zub erzählen?

Irgendwann wird es -wenn die Bahn den diskriminierenden Widerstand gegen die Mitbewerber aufgegeben hat- tatsächlich mehrere private Unternehmen im Fernverkehr geben!

Wieso diskriminierender Widerstand? Es kann jeder ein EVU gründen, sich die nötigen Lizenzen, Fahrzeuge, Personale und Trassen besorgen, Fahrkarten verkaufen und mit nem eignen Zug losjuckeln. Mal sehen, wie weit er kommt. Bisher sind alle, die mit großem Tamtam im privaten Fernverkehr antraten, kläglich gescheitert und still und leise abgetreten. Auch HKX wollte ab August diesen Jahres fahren. Hast Du Dir schon mal die Züge von HKX angesehen? Fahrbereit sind die noch lange nicht.

Schönen Tag noch. Grüße GUM

Ebenfalls.

Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt."

heinz11, Donnerstag, 12.08.2010, 21:09 (vor 5703 Tagen) @ liebe70

Irgendwann wird es -wenn die Bahn den diskriminierenden Widerstand gegen die Mitbewerber aufgegeben hat- tatsächlich mehrere private Unternehmen im Fernverkehr geben!


Wieso diskriminierender Widerstand? Es kann jeder ein EVU gründen, sich die nötigen Lizenzen, Fahrzeuge, Personale und Trassen besorgen, Fahrkarten verkaufen und mit nem eignen Zug losjuckeln. Mal sehen, wie weit er kommt. Bisher sind alle, die mit großem Tamtam im privaten Fernverkehr antraten, kläglich gescheitert und still und leise abgetreten. Auch HKX wollte ab August diesen Jahres fahren. Hast Du Dir schon mal die Züge von HKX angesehen? Fahrbereit sind die noch lange nicht.

Siehe u.a. hier:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Neuer-Aerger-fuer-die-Bahn-article764914.html


heinz

Die Zukunft des IC: "Europ. Ausschreibung im 4h-Takt."

liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 22:23 (vor 5703 Tagen) @ heinz11

Irgendwann wird es -wenn die Bahn den diskriminierenden Widerstand gegen die Mitbewerber aufgegeben hat- tatsächlich mehrere private Unternehmen im Fernverkehr geben!

Wieso diskriminierender Widerstand? Es kann jeder ein EVU gründen, sich die nötigen Lizenzen, Fahrzeuge, Personale und Trassen besorgen, Fahrkarten verkaufen und mit nem eignen Zug losjuckeln. Mal sehen, wie weit er kommt. Bisher sind alle, die mit großem Tamtam im privaten Fernverkehr antraten, kläglich gescheitert und still und leise abgetreten. Auch HKX wollte ab August diesen Jahres fahren. Hast Du Dir schon mal die Züge von HKX angesehen? Fahrbereit sind die noch lange nicht.

Siehe u.a. hier:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Neuer-Aerger-fuer-die-Bahn-article764914.html

Das steht sinngemäß, daß Teile der Trassennutzungsgebühren ungültig sind. Es bedeutet nicht, daß der komplette Vertrag falsch ist. Nur die ungültigen Vertragsbestandteile müssen neu verhandelt werden. Wenn ich einen Mietvertrag abschließe, der in Teilen ungültige Vertragsbestandteile hat, dann ist auch nicht automatisch der ganze Mietvertrag ungültig.

Was die Diskriminierung angeht: die beanstandeten Regionalfafaktoren mußten alle Wettbewerber löhnen, also auch DB Regio. Eine Diskriminierung läge nur dann vor, wenn DB Regio diesen Regionalfaktor nicht bezahlen müßte. Davon ist im Artikel jedoch keine Rede...

Ich dachte, dass ...

safe go, Chemnitz, Donnerstag, 12.08.2010, 21:35 (vor 5703 Tagen) @ liebe70

Welche Ahnung hast DU vom Zugbegleitdienst? Soll ich es mal testen? Was kannst Du mir über die Arbeitszeiten eines Zub erzählen?

S.i.w. hast Du dieses Thema doch hier im Forum mal angerissen. Ich hab es jetzt nicht nachgeprüft, aber eine Aussage sollte sich per Forumssuche dazu schon machen lassen. Selbstverständlich wird der von Dir erwartete Umfang wohl nicht erreicht werden. ;-)

Donnerstagabendliche Grüße
safe go

Ich dachte, dass ...

liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 22:31 (vor 5703 Tagen) @ safe go

Wir müssen hier nicht diskutieren, wer hier denn nun Ahnung vom Zugbegleitdienst hat oder nicht. Ich halte es jedoch für ziemlich idiotisch, von einem Zub zu verlangen, daß er sich mit EU-Recht auskennen soll. Das ist kein Bestandteil der Zub-Ausbildung, sondern eher Teil eines Studiums. Der fragliche Zub hat seine - zugegeben - recht beschränkte Einsicht auf bestimmte Dinge wiedergegeben. Ihn jetzt darauf festnageln zu wollen... Du meine Güte... Es gibt andere Dinge, wo man sich zu Recht als Reisender aufregen kann.

Ich reg mich doch gar nicht auf! (owt)

safe go, Chemnitz, Donnerstag, 12.08.2010, 22:55 (vor 5703 Tagen) @ liebe70

...

Dich meinte ich auch nicht, war eher allgemein ;) (owt)

liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 23:14 (vor 5702 Tagen) @ safe go

.

Ein paar Fakten dazu...

liebe70, Donnerstag, 12.08.2010, 23:12 (vor 5702 Tagen) @ fxe

Angesprochen auf den leicht desolaten Zustands und der vor allem unzuverlässigen Wagenkonfiguration der regelmäßig wöchentlich erlebten IC-Linie meinte mein Gegenüber im BordRestaurant:
"In Zukunft wird es noch schlimmer, dann fahren die Privaten. Die Linie wird nämlich europaweit ausgeschrieben und dann wird hier im 4h-Takt gefahren"....
Ob der Mitarbeiter nicht da was verwechselt hat?

Hat er, wie hier schon geschrieben wurde. Fernverkehr wird nicht ausgeschrieben, sondern kann jeder erbringen, sofern er kann und mag.

Aber zurück zur Ausgangslage: ich kann verstehen, warum in meinem Abschnitt, dem letzten eines 10-Tages Umlaufs, ein Restaurant oder Bistro nicht offen hat ...

Sagen wir mal so: Du versuchst zu verstehen warum das so ist. Ohne Hintergrundwissen wird es jedoch schwer. Damit ein Gastronom sich rechnet, muß er durchschnittlich 30-50 € pro Stunde erwirtschaften. Ist zu erwarten, daß die voraussichtlichen Umsätze deutlich darunter liegen, dann kann man sich entscheiden, ob die Kneipe geschlossen wird oder ein Zub den eingeschränkten Verkauf übernimmt. Letzteres nennt sich dann "Bistro-Express".

...Wenn es da ist, ist es meistens nicht besetzt. Und wenn es besetzt ist, ist das Angebot abhängig von der Ausbildung des Mitarbeiters, so mein Gegenüber.

Eingeschränkt richtig. Es hängt weniger von derAusbildung des Mitarbeiters ab, sondern viel mehr von den gesetzlichen Vorgaben des Hygieneschutzes. Wie man die einzelnen Speisen zubereitet, steht im sogenannten "Handbuch der Speisenzubereitung". Lesen, verstehen und danach handeln wird wohl jeder können. Viel wichtiger ist jedoch, den sogenannten "Gesundheitspaß" zu haben. Wenn ich den dazugehörigen Lehrgang und das Zertifikat nicht habe, dann darf ich auch keine Speisen zubereiten. So einfach ist das. Wie man das zubereitete Essen boniert, steht in der Bonierungsvorschrift. Dazu brauche ich noch nicht einmal einen Datenkassenlehrgang, denn wenn die Datenkasse kaputt ist, muß ich auch manuell bonieren. Soviel zur "Ausbildung".

...In diesem Fall nur Snacks und nichts zum Warmmachen. Das verbliebene Nicht-Süß-Snack-Angebot beschränkte sich auf eine Vollkornschnitte.

Vollkommen korrekt. Der Verkauf von abgepackten Speisen und diversen Kalt- und Heißgetränken unterliegt nicht den Hygieneschutzbestimmungen.

Im Fahrplan steht nichts von eingeschränktem oder keinem Angebot im betroffenen Abschnitt. Wer sich auf diesen Zug einlässt und darauf vertraut ein entsprechendes Angebot vorzufinden fällt auf die Nase, wenn er nicht vorher schonmal die Kioske besucht hat.

Was machst Du, wenn der Gastronomiemitarbeiter tagsüber zwischen zwei Einsatzstellen von Gastronomiemitarbeitern plötzlich ausfällt? Kann ja auch unterschiedliche Gründe haben: verspätete Vorleistung, krankheits-/unfallbedingter Ausfall, persönliche/familiäre Gründe, usw. Oder Du hast zwar einenen Gastronomen, aber die Futterkiste wurde ausgesetzt, weil es einen betriebsgefährdenden Schaden gab. Dann hast Du auch Pech.

... Dass der Mitarbeiter es für wenig sinnvoll hält überhaupt aufzumachen mangels Nachfrage, liegt meiner Meinung nach auch ein ganz kleines Bisschen am Angebot (und seiner Zuverlässigkeit).

Das liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an seiner Motivation. Ich habe auch schon Verkäufe mittels "Bistro-Express" gemacht, obwohl fast nichts da war. Das geht alles.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum