Reisebericht NN – XTP – Eindhoven - KK - NN (nur Text) (Reiseberichte)
Inspiriert von vielen Reiseberichten möchte ich nun auch einen „beisteuern“. Meine Tour führte mich vergangenen Woche Mittwoch und Donnerstag von Nürnberg über Prag, Eindhoven, Aachen und Köln wieder zurück nach Nürnberg.
Los gings mit dem Expressbus nach Prag. Nachdem ich viel Werbung über diese Verbindung gesehen und gelesen habe, wollte ich nun die Verbindung selbst mal ausprobieren.
Sagen wir mal so, ich war nicht enttäuscht und würde ihn aber jetzt nicht noch einmal fahren. Für „Kurzentschlossene-Wochenendfahrer“ ist er eine gute Verbindung. Nachdem ich dann einmal um den Hauptbahnhof spaziert bin, wurde gegen kurz nach 18.00 Uhr der Nachtzug CNL 456/458 bereitgestellt. Die erste Tätigkeit des Zugteams war, die Zuglaufschilder zu wechseln, das hatte man offenbar nicht gemacht. Ansonsten war der Zug „vorbereitet“ (Betten gemacht, Liegewägen mit Bettzeug versehen) für die Nacht. Mit +15 gings dann auf die Strecke – man wartete wohl auf einen anderen Zug. In Bad Schandau hatten wir dann schon +30, bedingt durch einige Baustellen. Bis Dresden konnte der Zug war einiges Auffholen, stand aber trotz alledem in Dresden solange, dass wir Dresden-Neustadt mit genau +30 verließen. „Na ja“ dachte ich mir „der Zug hat ja in Berlin und Hannover genügend standzeit“. Aber ich wurde überrascht. Mit +7 erreichten wir Berlin-Schönfeld-Flughafen und mir schoss eine Frage durch den Kopf: „Wie viele Reserven hat der Zug zwischen Dresden und Berlin?“. Am Ostbahnhof begann dann das „Rangierspielchen“: Lok und die ersten zwei Wagen weg, 120er drauf und anschließend warten. Nachdem ich die Entwicklungen des EN 436 die letzten Tage verfolgt hatte (oft hohe Verspätung) machte ich mich auf eine lange Wartezeit gefasst. Aber nichts da – fast pünktlich kam der EN aus Warschau. Lok und Speisewagen ab und „unseren Zugteil“ drauf. Der Rangierer konnte sich einen Kommentar gegenüber dem Zugchef über die Püntklichkeit nicht verkneifen. Er musste die letzten Nächte wohl auch oft „länger warten“. Mit +3 gings dann vom Ost- zum Hauptbahnhof. Dort stiegen nochmal zahlreiche Fahrgäste zu. Ich hatte bis zum Hauptbahnhof ein 6er Abteil für mich. Danach in Gesellschaft von fünf Damen.
Mit +5 erreichten wir dann gegen 02:20 Uhr Hannover. Wenige Fahrgäste stiegen mit mir aus und nützten die Chance sich zu bewegen. Die meisten stiegen aber gleich wieder ein. Ich gesellte mich zu den beiden Zugchefs (EN 436 und CNL 483) und hörten ihnen bei ihrer Unterhaltung zu. Thema hier, waren wohl auch die hohen Verspätungen des „Warschauer-Teils“ die letzten Tag. Währenddessen hörten man durch die Funkgeräte die Rangierer mit dem Lokführern kommunizieren. Pünktlich um 03:03 Uhr ging es dann weiter Richtung Ruhrgebiet. Kurz nach Hannover bin ich dann auch eingeschlafen. Beim ersten Blick aus dem Fenster rauschten die letzten Düsseldorfer Vororte vorbei. Beim Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass wir knapp 30 Minuten Verspätung hatten (Wo ist dass den passiert?). Nach einem knappen Aufenthalt in Köln ging es weiter über Mönchengladbach, Venlo nach Eindhoven. Die Ankunft war dann mit +5 aber wieder „einigermaßen im Zeitplan“. Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt fuhr ich um 10.02 Uhr weiter. Knapp zwei Stunden später war ich in Aachen. Die 90 Minuten Aufenthalt nutzte ich für einen kleinen Stadtrundgang. Nach einem kleinem Mittagsimbiss stieg ich dann in den pünktlich kommenden ICE 15. Mit Aufenthalt in Köln ging es dann über Frankfurt weiter nach Nürnberg.
Das einzig wirklich unschöne an dieser Tour war, dass mein letzter Zug (ICE 723) ohne zweiten Zugteil unterwegs war, in dem ich eine Reservierung gehabt hätte. Der Stehplatz bis Würzburg war nicht ganz so toll, aber insgesamt waren es durchaus interessante 30 Stunden Zugfahren.