jetzt besser? :-/ (Allgemeines Forum)

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Dienstag, 20.07.2010, 18:17 (vor 5827 Tagen) @ Anoj 1

Hallo!

Betreff: Klimaanlagenbauer: Keine Schuld am ICE-Chaos

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100716021

pte100716021, pte.monitor: Verkehr=

Tourismus/Reisen, Forschung/Technologie

Klimaanlagenbauer: Keine Schuld am ICE-Chaos
Liebherr leidet unter dem Schweigen der Deutschen Bahn

Berlin/Wien (pte/16.07.2010/13:50) - Schwitzende Passagiere in den
stickig heißen ICEs der Deutschen Bahn http://www.deutschebahn.de würden
die Hersteller der Klimaanlagen am liebsten selbst am Grill sehen
(pressetext berichtete http://www.pressetext.com/news/100715028/ ). Doch
welches Unternehmen die fraglichen Aggregate hergestellt hat, verrät die
Bahn nicht. Unfreiwillig in die Schusslinie geraten ist dabei der
Klimaanlagenhersteller Liebherr. Der Name fällt im Zusammenhang mit der
Taskforce – dabei befinden sich laut Liebherr in den betroffenen
ICE2-Garnituren gar keine Liebherr-Geräte.

Gestern, Donnerstag, bestätigte der Vorsitzende des Verkehrsauschusses im
Deutschen Bundestag, Winfried Hermann im pressetext-Interview die
Einrichtung der Taskforce, die die Bahn zusammen mit dem Zughersteller
Siemens und dem Klimaanlagenbauer Liebherr gebildet hat. Die Taskforce
soll Ergebnisse liefern und aufzeigen, wie die Fehler behoben werden
können. Liebherrs Aufgabe ist es, Know-how beizusteuern.

"Wir sind als Hersteller und Experte auf dem Gebiet von Klimaanlagen in
die Taskforce der Bahn eingeladen worden, nicht, weil unsere Technologie
betroffen war", sagt Kristian Küppers, Leiter Unternehmenskommunikation
und Öffentlichkeitsarbeit bei Liebherr-International
http://www.liebherr.com gegenüber pressetext. "Bei unseren Geräten
handelt es sich um luftgestützte Klimaanlagen auf Zügen vom Typ ICE3 der
zweiten Bauserie."

Alte Normen entsprechen nicht mehr Gegebenheiten

Die Bahn weist alle Kritik an Wartungsmängeln und systematischer Fehler
zurück. Dokumente der Bahn und des Eisenbahnbundesamtes EBA deuten darauf
hin, dass die Klimaanlagen ab einer Temperatur von 32 Grad nicht mehr
störungsfrei arbeiten, weil die Kühlleistung nicht mehr gewährleistet
ist. Vollständige Aufklärung aber will die Bahn ebenso wenig betreiben
wie ICE-Produzent Siemens: Trotz mehrfacher Anfrage bei der DB gab es auf
die Frage nach dem Hersteller der Klimaanlagen keine Auskunft. Siemens
weigerte sich Spiegel Online zufolge ebenfalls, den Hersteller der
Klimaanlagen zu nennen.

Ein Grund für den Ausfall sind Normen, die zum Zeitpunkt der Lieferung
der Züge gegolten haben. Das bestätigt auch ein Techniker der ÖBB
gegenüber pressetext. "Die Normungskriterien von damals entsprechen nicht
mehr den jetzigen Gegebenheiten", sagt der ÖBB-Mitarbeiter, der anonym
bleiben wollte. 1992 galt die Norm von minus 20 Grad bis maximal 32 Grad
bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Diese wurde dann einige Jahre später auf
35 Grad erhöht.

Air Condition aus der Luftfahrtindustrie

Erfolgreich eingesetzt werden in den neuesten ICE3 Zügen luftgestützte
Klimaanlagen, die derzeit auf eine Norm zwischen minus 30 und plus 40
Grad ausgelegt sind. "Das Besondere daran ist, dass Luft als Kältemittel
eingesetzt wird und keine umweltschädigenden Kühlflüssigkeiten", sagt
Küppers. "Im Vergleich zu herkömmlichen Kaltdampf-Klimasystemen sind sie
in puncto Umweltfreundlichkeit und Gesamtbetriebskosten deutlich
überlegen." (Ende)

Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner

m b g,
Anoj


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum