Nürnberg - Cheb: Anschlusssicherung? Nix da. (Allgemeines Forum)

Proeter, Montag, 12.10.2026, 11:50 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 39 Min.) @ bahnfahrerofr.
bearbeitet von Proeter, Montag, 12.10.2026, 11:52

Aktuell könnte eher der Umstieg zu Problemen führen wenn der Zug aus Nürnberg Verspätung hat.

Exakt dies ist uns passiert. Wir sind in zwei Gruppen gefahren. Die erste Gruppe hatte mit dem RE aus Nürnberg in Kirchenlaibach 16 Minuten verspätung. Kein KiN an Bord. Bus weg.

Ich frage mich hier, was in den Köpfen der Beteiligten vorgeht? Dieser Bus hat einzig und allein die Aufgabe, den RE zu ersetzen, wartet aber nicht auf (2 Minuten hätten hier gereicht).
Da das Verkehrsaufkommen von Kirchenlaibach nach Marktredwitz (ohne den zubringenden RE) minimal sein dürfte, gehe ich davon aus, dass der Bus annäherd leer gefahren ist.

Ich selbst bin einige Stunden später gefahren. Schon in Neuhaus 8 Minuten Verspätung. Dort gab es noch einen KiN. Angesprochen auf die Bitte zur Anschlusssicherung kam die mit tiefer Selbstverständlichkeit formulierte Antwort: "A wänn mer z’spät kumma, nou is dä furt! Dä kennt fei gor nix, dä haut einfach ab. Dä waad doch ned auf uns, naa!"

Nach der Zugtrennung bereits 14 Minuten Verspätung. Erstaunlicherweise war nun eine neue KiN an Bord, die ich neuerlich ansprach. Darauf hat sich wirklich die Finger wund telefoniert. Kurz vor Kirchenlaibach kam sogar ein Rückruf der Leitstelle, dass sie den Bus gerade nicht erreichen könne, es aber noch einmal probieren werde.
Vor der Einfahrt dann noch einmal 3 Minuten Wartezeit. Interessant, warum eigentlich? Die Einfahrt nach Gleis 4 ist ohne Fahrwegkreuzung möglich.
Tatsächlich hat der Bus diesmal 3 Minuten abgewartet.
Der Busfahrer hat dann berichtet, angerufen worden zu sein. Offenbar gibt es also einen funktionierenden Meldeweg, der aber nur genutzt wird, wenn ein Fahrgast ihn initiiert und dann auf einen KiN trifft, der diesen auch nutzt.
Warum der Busfahrer nicht einfach wahlweise auf sein Handy oder den Bahnsteig schaut, um die Ankunft abzuwarten bleibt ein Rätsel.

Auf der Rückfahrt habe ich dann Weg über Weiden gewählt, um meine Nerven zu schonen. Wobei auch das nur mäßig gelungen ist, weil von den 6 Minuten Umsteigezeit unterwegs schon 4 aufgezehrt wurden.

Die Fahrzeit betrug statt der fahrplanmäßigen 50 Minuten dann 35. Umso überraschender, dass die Busse üblicherweise nicht wenige Minuten auf den Zug aus Nürnberg warten.


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