Eurostar Frankfurt-Köln-London Pläne konkretisieren sich (Allgemeines Forum)

dabo99, Freitag, 09.10.2026, 10:50 (vor 23 Stunden, 29 Minuten)

Es scheint mit den Planungen für eine direkte Verbindung Frankfurt-Köln-London voranzugehen, auch wenn jetzt erst ab Mitte der 2030er Jahre die Rede ist:

https://www.ksta.de/koeln/eurostar-und-deutsche-bahn-planen-gemeinsam-viermal-taeglich-...

Interessant ist, dass man wohl eine Lösung für die Abwicklung in Köln gefunden zu haben scheint, die den Betrieb über den südlichen Abschnitt von Gleis 5 vorsieht mit Anbindung an ein Abfertigungsgebäude, das außerhalb der Bahnhofshalle liegen würde und über eine Brücke angebunden werden könnte. 4x täglich müsste das Gleis dann für 30 Minuten gesperrt werden und stünde ansonsten weiter für andere Züge zur Verfügung.

Ich frage mich nur, ob die 4 Verbindungen zusätzlich zu den bereits bestehenden ICE und Eurostar Verbindungen nach Brüssel bzw. weiter nach Paris angeboten werden sollen oder ob man beabsichtigt, einen zweiten Zugteil in Doppeltraktion mitzunehmen, der dann auch in Aachen und Lüttich Reisende bis Brüssel bzw. Paris mitnehmen könnte. Bei Abwicklung des London-Teils über den südlichen Abschnitt müsste es sich dabei dann ja um den vorderen Flügel handeln, was zumindest bei Koppelung mit der Dortmund-Paris Verbindung unter operativen Aspekten nicht ideal sein dürfte. Auch in Brüssel müssten die beiden Teile dann wohl idealerweise bereits vor Einfahrt in Midi geteilt werden.

Sicher alles noch sehr spekulativ, aber wäre spannend, falls hier jemand schon nähere Infos hat bzw. Ideen wie der Betrieb wohl sinnvollerweise verwirklicht werden könnte.

Eurostar Frankfurt-Köln-London Pläne konkretisieren sich

MartinN, Fricktal, Schweiz, Freitag, 09.10.2026, 11:08 (vor 23 Stunden, 11 Minuten) @ dabo99

Es scheint mit den Planungen für eine direkte Verbindung Frankfurt-Köln-London voranzugehen, auch wenn jetzt erst ab Mitte der 2030er Jahre die Rede ist:

https://www.ksta.de/koeln/eurostar-und-deutsche-bahn-planen-gemeinsam-viermal-taeglich-...

Das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Warum dies aber erst in etwa 10 Jahren realisierbar werden kann, ist was anderes.!


Ich frage mich nur, ob die 4 Verbindungen zusätzlich zu den bereits bestehenden ICE und Eurostar Verbindungen nach Brüssel bzw. weiter nach Paris angeboten werden sollen oder ob man beabsichtigt, einen zweiten Zugteil in Doppeltraktion mitzunehmen, der dann auch in Aachen und Lüttich Reisende bis Brüssel bzw. Paris mitnehmen könnte. Bei Abwicklung des London-Teils über den südlichen Abschnitt müsste es sich dabei dann ja um den vorderen Flügel handeln, was zumindest bei Koppelung mit der Dortmund-Paris Verbindung unter operativen Aspekten nicht ideal sein dürfte. Auch in Brüssel müssten die beiden Teile dann wohl idealerweise bereits vor Einfahrt in Midi geteilt werden.

Ich denke es wird sich auch konretisieren, welche Bahngesellschaften neben Eurostar in Zukunft ebenfalls durch den Ärmelkanal fahren werden.

Eurostar Frankfurt-Köln-London Pläne konkretisieren sich

JanZ, HB, Freitag, 09.10.2026, 11:34 (vor 22 Stunden, 45 Minuten) @ MartinN

Das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Warum dies aber erst in etwa 10 Jahren realisierbar werden kann, ist was anderes.!

Ein neues Abfertigungsgebäude inkl. Brücke zum Bahnsteig zu entwerfen und zu bauen, dauert halt ein wenig. Und die Züge sind ja anscheinend auch noch nicht fertig.

Eurostar Frankfurt-Köln-London Pläne konkretisieren sich

zugvogel, Rheinland-Pfalz, Freitag, 09.10.2026, 19:48 (vor 14 Stunden, 31 Minuten) @ JanZ

Köln Hbf ist doch jetzt schon überlastet.
Kann man da 120 Minuten am Tag auf ein Gleis verzichten bzw. sind die sich daraus ergebenden Einschränkungen die (prestigeträchtige) Direktverbindung nach London wirklich wert?

Könnte man einen London-Bahnsteig samt Abfertigungsgebäude nicht einfacher an einem anderen Kölner Bahnhof einrichten?

Eurostar Frankfurt-Köln-London Pläne konkretisieren sich

Hustensaft, Freitag, 09.10.2026, 20:49 (vor 13 Stunden, 30 Minuten) @ zugvogel

Könnte man einen London-Bahnsteig samt Abfertigungsgebäude nicht einfacher an einem anderen Kölner Bahnhof einrichten?

Ganz klar: Nein!

Die Bahn hat einschlägige Erfahrung mit solchen Versuchen, man wollte ja auch mal den Haupthalt von ICEs in Frankfurt vom Hbf nach F-Süd verlegen - und die Fahrgäste haben lautstark protestiert und mit den Füßen abgestimmt. Ähnliche Erfahrungen hat man übrigens mit Zugendungen in Hamburg (Harburg und teilweise sogar am Hbf statt Altona), selbst wenn das dort meist nur baustellenbedingt stattfindet.

Die Verlagerung an einen anderen Bahnhof würde einen zusätzlichen Umstieg mit zusätzlicher Fahrzeit und zusätzlichen Risiken von Anschlussverlusten bedeuten, was eine solche Verbindung maximal unattraktiv machen würde, schon der ausgelagerte Extra-Bau ist diesbezüglich nicht "ohne" (weite Wege).

So ganz nebenbei:
Es kommt ja nicht jeder andere Bahnhof in Betracht, die Strecke Richtung Aachen muss schon leicht zu erreichen sein, rechtsrheinisch scheidet auch aus (wegen Hohenzollernbrücke und Hbf), da bliebe schon nicht mehr viel übrig - und selbst wenn, müsste dieser Bahnhof auch Kapazitäten haben.

... und alles kann soooooo einfach sein.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 10.10.2026, 00:50 (vor 9 Stunden, 29 Minuten) @ dabo99
bearbeitet von Der Blaschke, Samstag, 10.10.2026, 00:52

Hallihallo.

Exponierter einsam als die Hohenzollernbrücke geht ja kaum. Anbindung von Deutz und Hbf ist gegeben.

Das Ding ist 400 Meter lang - paßt. Es muss nicht auf beiden Seiten einen öffentlichen Weg geben. Also macht man eine Seite zu. Kontrollbutze auf beiden Seiten davor. Und einen Bahnsteig dahin dengeln. Dann parkt der ICE da eben 3 Minuten. Ist ja nichts besonderes, zu einer Einfahrt in Köln gehört der Halt auf der Hohenzollernbrücke dazu. Also Stopp des London-ICE auf dem äußeren Gleis, die ganze Bagage hüpft in den Zug und dann geht's auf zu Charles & Camilla.


Alles könnte so einfach sein. Okay, etwas Glamour fehlt. Dafür einen Bahnhof mitten auf der Brücke. Das kenne ich nur von Södertälje Syd Station kurz vor/hinter Stockholm.

Aber das größte Problem wird eh nicht diskutiert: bestimmt darf der Zug nicht zum Stehen kommen, damit da niemand Plastiksprengstoff unter den Boden klebt. Gut, die DB hat das mit einem Intercity tatsächlich mal von Oberhausen über Osnabrück bis Hannover geschafft; echter Nonstop - aber das war vmtl auch ein Jahrhundertereignis, dem ich beiwohnte. Die DDR mit den "Zitteraalen" konnte das auch noch. Aber die gibt es ja auch nicht mehr. In der Realität von DB InfraGo dürfte das spätestens am 2. Signal hinter dem Hauptbahnhofsausfahrsignal scheitern ...

Alles Unsinn also - reine Wolkenkuckucksheime. Aber unterhaltsame Diskussionen. Geht ja passend auf Weihnachten zu. *sing*: alle Jahre wieder ...

Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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