Siehe heute abend, 21.00, ZDF, Frontal 21 (Allgemeines Forum)
Frank Augsburg, Ansbach, Dienstag, 20.07.2010, 15:39 (vor 5829 Tagen)
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8091059,00.html?dr=1
(falls das da oben ein Link ist...)
Ich werde es mir nicht ansehen, aber mei, wen es interessiert...
Frank
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
Siehe heute abend, 21.00, ZDF, Frontal 21
Sese, Dienstag, 20.07.2010, 15:50 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8091059,00.html?dr=1
(falls das da oben ein Link ist...)
Ich werde es mir nicht ansehen, aber mei, wen es interessiert...
Frank
Ich fürchte, es wird mal wieder gebetsmühlenartig das Schwarzbuch Bahn runter gebetet...
--
Grüße,
Sese
Es muss erst weh tun, damit etwas in Bewegung kommt
ICE-T-Fan, Dienstag, 20.07.2010, 16:34 (vor 5829 Tagen) @ Sese
Das mag ein Bahnsympathisant vieleicht nicht gerne hören, aber erst wenn der öffentlich Druck übermächtig und teilweise unfair wird, besteht die Chance, dass gewisse Stellen mal wach werden und sich bessere Zukunftsszenarien überlegen.
Momentan lässt sich noch vieles vertuschen, wegdiskutieren und schön reden, aber wenn die Vorwürfe schmerzhaft und übermächtig werden, dann nicht mehr.
Solche gebetsmühlenartigen Bashing-Beiträge sind ja nicht gegen die einfachen Mitarbeiter gerichtet, sondern gegen die Leute die wirklich was zu sagen haben und vor allem gegen Politiker. Sie sollen halt sehen, dass nicht alles Friede, Freunde, Eierkuchen ist, sondern das Sand ins Getriebe gekommen ist und das dank ihrer Mithilfe und Uneinigkeit.
Sicherlich ist so etwas unschön um nicht zu sagen ziemlich ungerecht den eingeschworenen Mitarbeitern und Kümmerer gegenüber, aber bei manchen Problem hilft nun mal erst der Wink mit dem Zaunpfahl.
Ich selbst bin von der Menge solcher Beiträge auch genervt, aber wenn auch nur eine Verbesserung dadurch ausgelöst wird und sei es nur eine kleine, so war die ganze Sache in der Summe doch gerechtfertigt, wenn auch auf dem Rücken teils unschuldiger Leute ausgetragen. Aber bei einem System in das mehrere Millionen Menschen involviert sind, wird es immer unschuldige Opfer von Kritik geben.. da muss man einfach durch.
Es muss erst weh tun, damit etwas in Bewegung kommt
Sese, Dienstag, 20.07.2010, 17:22 (vor 5829 Tagen) @ ICE-T-Fan
Das meine ich auch gar nicht. Dass derzeit wegen jedem Furz schlecht über die Bahn geschrieben wird, halte ich sogar für vorteilhaft: nur so bekommt man Feuer unter dem Hintern und *vielleicht* ändert sich ja auch mal etwas.
Was mich an der Frontal-21-Sache nur stört: Hier wird versucht, einen fundierten, seriösen Bericht abzufassen (oder auch nur versucht, den Anschein eines selbigen zu erwecken...). Tatsächlich wird es wohl, wie so sooft bei Frontal21, daraus hinauslaufen, dass man ein paar Zahlen aus dem Kontext reißt, wild kombiniert und zusammen mit ein paar Denkanstößen dem Publikum zum Fraß vorwirft. Auf dass es sich seinen Teil denken möge - rein interpretieren kann man ja immer viel. Guter Journalismus wäre es, wenn man dazu sagen würde, was wirklich dazu gehört.
Beispiel aus dem Link oben:
Nach Frontal21-Recherchen verzeichnet die Deutsche Bahn auch häufig Störungen an den Sicherungsanlagen der Zugstrecken. Am 16. Juli 2010 zum Beispiel, einem ganz normalen Verkehrstag, kam es zu über 200 Störfällen. 670 Züge waren unter anderem von Signal-, Weichen- und Stellwerksstörungen betroffen.
Was denkt der Otto-Normal-Fernsehzuschauer:
- Sicherungsanlagen: Die sorgen für die Sicherheit der Eisenbahn
- 200 Störfälle an einem Tag? 670 Züge betroffen?
--> Dann sind ja an einem Tag 670 Züge nicht sicher unterwegs gewesen - die Sicherungstechnik war ja gestört. --> Die Störfälle treten bestimmt auf, weil an der Wartung gespart wurde
Sicher, das mag nicht jeder genau so denken, aber ich bin mir sicher, dass der Großteil sagt: Boah, ganz schön unsicher. Dabei wäre interessant zu wissen, was die 200 Störfälle denn waren und welche Auswirkungen sie haben.
Ein Störfall einer Sicherungsanlage wäre zum Beispiel, wenn an einem Bahnübergang der Haupt- und Nebenfaden eines roten Lämpchens kaputt sind und dieses nicht mehr leuchtet - wohlgemerkt hat jede Straße pro Bü-Seite wenigstens zwei. Konsequenz des Störfalls wäre, dass sich der Bahnübergang verschließt und auf seine Entstörung wartet, ggfs. gibt der Fdl dem Tf einen Befehl, weil der Bü seit langer Zeit verschlossen ist und somit mit Rotlichtquerungen zu rechnen ist. Sicherheitseinbußen für den Schienenverkehr: Null.
Anderes Beispiel Weichenstörung: Eine Weiche wird nicht in Endlage erkannt. Fährt die Eisenbahn dann einfach auf Gutdünken drüber? Nein. So lange, wie nicht sicher geklärt ist, was mit der Weiche ist, wird keiner darüber fahren.
All das sind Sachen, die man bei Frontal21 vergeblich sucht. Es werden scheinbar für sich sprechende Zahlen ausgekippt, ein bisschen dazu gedichtet und den Rest mag sich der Zuschauer denken.
--
Grüße,
Sese
Es muss erst weh tun, damit etwas in Bewegung kommt
ICE-T-Fan, Dienstag, 20.07.2010, 17:47 (vor 5829 Tagen) @ Sese
Ja, DAS nervt mich auch. Am schlimmsten war das drauf herumreiten einer(!) ausgefallenen Bremse an einem(!) ICE1-Triebzug zwischen Hamburg und Berlin.
Da hat niemand mal großartig drauf hingewiesen, dass ein ICE1 soviele Bremsen hat, dass ein einzelner Ausfall meist gar nicht ins Gewicht fällt und das in diesem Zusammengang mehrere Meldungen über verspätete und ausgefallen Zugleistungen hauptsächlich diesen einen Triebzug getroffen haben, die DB aber über 200 Triebfahrzeuge im Fernverkehr fährt.
Ritterschlag für die DB
Frank Augsburg, Ansbach, Dienstag, 20.07.2010, 17:51 (vor 5829 Tagen) @ Sese
Hi,
was ich eigentlich meinte (und warum ich mir den Murks spare):
Was da im zusammenfassenden Text geschrieben wird, ist doch quasi der Ritterschlag für das Unternehmen DB. Weil: worüber reden wir hier eigentlich? Über 293 Störfälle an Zügen - bei wievielen Zugfahrten täglich...?
Über 100 Stunden Verspätung für 485 Züge - also im Durchschnitt hatte jeder Zug 12 min!
Nehmt es mir nicht übel, aber wenn der ganze Beitrag so "Enthüllendes" bringt, wo bitte ist da die Stelle, an der die Mittel gegen Herzinfarkte ausgegeben werden müssen?
Und wenn es so ist, wie Ralf letztens berichtete, daß er quasi jeden Einzelschaden aufzählen muß, na dann sind 293 Schäden schnell beisammen.
Sehr richtig, der DB gegenüber bin ich mehr als kritisch.
Aber den Medien gegenüber noch mehr. Aus gutem Grund.
Viele Grüße
Frank
--
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doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
Ritterschlag für die DB
Sese, Dienstag, 20.07.2010, 17:58 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Das kommt noch dazu. Das meinte ich auch damit, dass nur ein paar scheinbar schlimme Zahlen zusammengewürfelt werden - was wirklich dahinter steht und was die Aussagen, wird nicht gebracht.
Bei Frontal21 habe ich aber den Eindruck, dass das ein "Serienfehler" ist, die können nicht anders. Ähnlich wie Plusminus oder Report Mainz oder wie die ganzen Formate heißen.
--
Grüße,
Sese
Ritterschlag für die DB
Alphorn (CH), Dienstag, 20.07.2010, 21:43 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Über 100 Stunden Verspätung für 485 Züge - also im Durchschnitt hatte jeder Zug 12 min!
Nehmt es mir nicht übel, aber wenn der ganze Beitrag so "Enthüllendes" bringt, wo bitte ist da die Stelle, an der die Mittel gegen Herzinfarkte ausgegeben werden müssen?
Machst du Witze? Diese Zahl ist ein Skandal. Die DB ist von den europäischen Bahnen mit Abstand die unpünktlichste. Bei solchen Verspätungen (etwa die Hälfte ist ja über 12 Minuten) sind oft auch noch die Anschlüsse weg, wodurch man insgesamt locker eine Verspätung von einer Stunde hat.
Zum Vergleich: Die Shinkansen haben eine durchschnittliche Verspätung von sechs Sekunden.
Ritterschlag für die DB
fabs, Braunschweig, Dienstag, 20.07.2010, 22:22 (vor 5829 Tagen) @ Alphorn (CH)
Naja,
ich hatte im ersten Fahrplanhalbjahr bei 295 benutzen Zügen 2262 Minuten Verspätung. Das heißt: 7,67 Minuten pro Zug - und das war der "Chaos-Winter". Das ist zwar fast doppelt so viel, wie sonst (siehe Tabelle), aber auch deutlich weniger als 12 Minuten.
In den Jahren davor:
1. Halbjahr 2006: 210 Fahrten, 658 Minuten = 3,13 im Schnitt
2. Halbjahr 2006: 298 Fahrten, 1052 Minuten = 3,53 im Schnitt
1. Halbjahr 2007: 314 Fahrten, 1022 Minuten = 3,25 im Schnitt
2. Halbjahr 2007: 272 Fahrten, 1567 Minuten = 5,76 im Schnitt
1. Halbjahr 2008: 301 Fahrten, 507 Minuten = 1,89 im Schnitt
2. Halbjahr 2008: 301 Fahrten, 1096 Minuten = 3,64 im Schnitt
1. Halbjahr 2009: 208 Fahrten, 549 Minuten = 2,64 im Schnitt
2. Halbjahr 2009: 333 Fahrten, 1406 Minuten = 4,22 im Schnitt
Summe: 2237 Fahrten, 7857 Minuten = 3,51 im Schnitt
Klar, immer noch viel zu viel - wobei 7857 Minuten fast 5 1/2 Tage entsprechen - und das ist nur die Zeit, die ich länger als geplant gebraucht habe! Aber 12 Minuten im Schnitt sind deutlich übertrieben!
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Ritterschlag für die DB
Frank Augsburg, Ansbach, Dienstag, 20.07.2010, 22:37 (vor 5829 Tagen) @ Alphorn (CH)
Nabend zusammen,
naja, entgegen meiner Ankündigung habe ich mir den Beitrag doch mal angesehen und fand meine Befürchtungen bestätigt. Im übrigen lief danach auf ARD ein etwas besserer Beitrag in "+-". Aber mal zu den Antworten:
Machst du Witze? <
Nö.
Diese Zahl ist ein Skandal. Die DB ist von den europäischen Bahnen mit Abstand die unpünktlichste. <
Wie kommst Du denn darauf...? Ich sprach von 485 Zugfahrten (wie im Beitrag) mit insgesamt 100 Std. Verspätung. 485 Zugfahrten von... wievielen am Tag?
Bei solchen Verspätungen (etwa die Hälfte ist ja über 12 Minuten) sind oft auch noch die Anschlüsse weg, wodurch man insgesamt locker eine Verspätung von einer Stunde hat. <
Tja, das geht leider (Kritik an Frontal 21) aus dieser Betrachtung nicht hervor, welche Züge mit welcher Verspätung dafür gesorgt haben, daß welche Anschlüsse weg/ oder nicht weg waren.
Zum Vergleich: Die Shinkansen haben eine durchschnittliche Verspätung von sechs Sekunden. <
Ganz ohne Zweifel gibt es zuverlässigere Schienenverkehrsunternehmen als die DB Bahn. Das habe ich auch bestimmt nicht in Abrede gestellt. Es ist auch völlig klar, daß hier nicht nur ein Hund, sondern eine ganze Meute begraben ist. Bloß dummerweise lieferte der Beitrag wenig Erhellendes. Darum ging und geht es mir.
Viele Grüße aus Ansbach
Frank
--
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Ritterschlag für die DB
Matze86, München, Mittwoch, 21.07.2010, 08:33 (vor 5829 Tagen) @ Alphorn (CH)
Die DB ist von den europäischen Bahnen mit Abstand die unpünktlichste.
Na, na, na, die ÖBB mit ihren RJ ist auch nicht gerade besser.
Thalys ist in NL genauso skandalös als die DB
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 21.07.2010, 09:26 (vor 5829 Tagen) @ Alphorn (CH)
Über 100 Stunden Verspätung für 485 Züge - also im Durchschnitt hatte jeder Zug 12 min!
Machst du Witze? Diese Zahl ist ein Skandal.
Frank macht keine Witze, und ich auch nicht. Es ist die Realität.
Der Thalys hat auf der HSL-Zuid auch jeweils 12 Minuten Plus, während Verspätungen auf der Altstrecke trotz Kapazitätsprobleme relativ selten waren.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Ritterschlag für die DB
sappiosa, Mittwoch, 21.07.2010, 09:38 (vor 5829 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hallo Alphorn,
Über 100 Stunden Verspätung für 485 Züge - also im Durchschnitt hatte jeder Zug 12 min!
Daraus zu schließen...
(etwa die Hälfte ist ja über 12 Minuten)
...ist ein gängiger Irrtum, der aus einem Missverständnis des Begriffs "Durchschnitt" herrührt.
Für eine durchschnittliche Verspätung von 12 Minuten reicht schon aus, wenn von zehn Zügen neun auf die Minute pünktlich sind, sich der zehnte aber durch einen PU zwei Stunden einholt. Macht einen Durchschnitt von 120 / 10 = 12 Minuten, obwohl nur einer von zehn über 12 Minuten lag.
Gerade der Durchschnitt wird durch einzelne Extremfälle stark hochgezogen.
Und in diesem Fall waren nicht einmal alle Züge mitgezählt, sondern offenbar waren die 485 gerade nur die verspäteten!
Deshalb geben solche Durchschnittswerte kein stimmiges Bild ab. Quoten "x Prozent der Züge waren mehr als y Minuten verspätet" würden mich viel mehr interessieren. Vgl. die Diskussion in diesem Thread.
Zum Vergleich: Die Shinkansen haben eine durchschnittliche Verspätung von sechs Sekunden.
Jep. Damit kann nicht einmal die SBB mithalten...
Aber in Japan hat die Bahn auch in der Öffentlichkeit seit jeher einen anderen Status als hier.
Übrigens auch eine Widerlegung der Behauptung, eine private Bahn könnte niemals funktionieren. In Japan sind die Bahnen vollprivatisiert.
Schöne Grüße
Daniel
Ritterschlag für die DB
heinz11, Mittwoch, 21.07.2010, 09:48 (vor 5829 Tagen) @ sappiosa
Hallo Alphorn,
Über 100 Stunden Verspätung für 485 Züge - also im Durchschnitt hatte jeder Zug 12 min!
Daraus zu schließen...
(etwa die Hälfte ist ja über 12 Minuten)
...ist ein gängiger Irrtum, der aus einem Missverständnis des Begriffs "Durchschnitt" herrührt.
Für eine durchschnittliche Verspätung von 12 Minuten reicht schon aus, wenn von zehn Zügen neun auf die Minute pünktlich sind, sich der zehnte aber durch einen PU zwei Stunden einholt. Macht einen Durchschnitt von 120 / 10 = 12 Minuten, obwohl nur einer von zehn über 12 Minuten lag.Gerade der Durchschnitt wird durch einzelne Extremfälle stark hochgezogen.
Und in diesem Fall waren nicht einmal alle Züge mitgezählt, sondern offenbar waren die 485 gerade nur die verspäteten!Deshalb geben solche Durchschnittswerte kein stimmiges Bild ab. Quoten "x Prozent der Züge waren mehr als y Minuten verspätet" würden mich viel mehr interessieren. Vgl. die Diskussion in diesem Thread.
Du sagst es! Der alte Statistikerwitz, der See war durchschnittlich 50 Zentimeter tief und die Kuh ist trotzdem ertrunken, illustriert anschaulich die Ungeeignetheit des Durchschnitts für viele Anwendungen. Oder wie mein Prof immer sagte, wenn man mit einem Bein auf der heißen Herdplatte und dem anderen in der Tiefkühltruhe steht, ist einem durchschnittlich warm.
heinz
Zahlen
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 21.07.2010, 09:49 (vor 5829 Tagen) @ sappiosa
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 21.07.2010, 09:51
@all: ich gebe zuerst mal zu, dass ich auch in die von sappiosa genannte Statistikfalle gestürzt bin.
Deshalb geben solche Durchschnittswerte kein stimmiges Bild ab. Quoten "x Prozent der Züge waren mehr als y Minuten verspätet" würden mich viel mehr interessieren.
38,4% [0; +5] (Benelux 2009: 83%, 2008: 74% und das war die schlechteste Quote der Benelux)
58,4% [0; +10]
69,3% [0; +15] (2008: 93%, also ohne HSL-Zuid)
Wer ähnliche Zahlen für DB Fernverkehr hat, darf sie hier posten.
gruß,
Oscar (NL).
--
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Zahlen
sappiosa, Mittwoch, 21.07.2010, 13:25 (vor 5829 Tagen) @ Oscar (NL)
Hi Oscar,
38,4% [0; +5] (Benelux 2009: 83%, 2008: 74% und das war die schlechteste Quote der Benelux)
58,4% [0; +10]
69,3% [0; +15] (2008: 93%, also ohne HSL-Zuid)
Danke schön! Das sind ja unterirdische Zahlen...
Verstehe ich richtig, dass die sich nur auf die Linie Amsterdam-Paris beziehen? Und hierauf wieder primär auf Störungen im Umfeld der HSL-Zuid zurückzuführen sind? Ich bin Thalys bisher nur dreimal auf der Linie Köln-Paris gefahren und kann mich an keine nennenswerte Verspätung erinnern.
Ansonsten die Frage zu den verlinkten Zahlen:
- Handelt es sich bei der Zahl eines Zugs um die maximale Verspätung an einem Unterwegsbahnhof - oder die Verspätung bei Ankunft am Zielbahnhof?*
- Warum ist der 28.4. aufgenommen, die Tage danach bis zum 7.5. aber nicht?
Wer ähnliche Zahlen für DB Fernverkehr hat, darf sie hier posten.
Eine bahnunabhängige Quelle (wenn auch in nicht ganz neutraler Aufmachung**) hat Alphorn hier mal verlinkt: eine Untersuchung der Stiftung Warentest.
Demnach hatten Fern- und Nahverkehr 2007/08 folgende Quoten:
- max. +1: FV 46%, NV 56%
- max. +3: FV 62%, NV 76%
- max. +5: FV 72%, NV 86%
- max. +10: FV 84%, NV 95%
- max. +20: FV 92%, NV 98%
- max. +30: FV 95%, NV 99%
Keine schönen Zahlen.
Aber auch kein Grund für Frontal21, Rabatz zu machen.
Schöne Grüße
Daniel
* Manche Verspätungsstatistiken zeigen nur die Ankunft am Zielbahnhof an. Das kann leider die Lage beschönigen: Dem Fahrgast, der wegen Unterwegs-Verspätung einen Anschluss verpasst hat, hilft es nicht, wenn sein vorheriger Zug seine Verspätung auf seinem weiteren Weg noch aufholt.
** Insbesondere stellen sie die Lage im Text so hin, als würde jeder vierte Anschluss verpasst. Wer das Kleingedruckte liest, findet heraus, dass sie meinten: jeder vierte der Fälle, in denen der Ankunftszug verspätet war. Zudem hatten sie Anschlüsse mit mehr als 15 Minuten Umsteigezeit überhaupt nicht einbezogen. Und besonders oft platzten offenbar Anschlüsse zu Nahverkehrszügen - bei denen gerade in Ballungsräumen eher damit zu rechnen ist, dass bald der nächste Zug fährt.
Außerdem hatten sie die Untersuchung nur in Großstadt-Bahnhöfen vorgenommen, deren Statistik schlechter aussehen dürfte als in der Provinz.
FV-Pünktlichkeitsquoten DE
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 21.07.2010, 15:55 (vor 5828 Tagen) @ sappiosa
Hallo sappiosa,
38,4% [0; +5] (Benelux 2009: 83%, 2008: 74% und das war die schlechteste Quote der Benelux)
58,4% [0; +10]
69,3% [0; +15] (2008: 93%, also ohne HSL-Zuid)
Verstehe ich richtig, dass die sich nur auf die Linie Amsterdam-Paris beziehen?
Ja. Also nur Paris-Amsterdam, nicht Paris-Köln, nicht der belgische Strand-Thalys Paris-Oostende und nicht die saisonalen Thalys Amsterdam-Marseille (Sommer)/Bourg St. Maurice (Winter).
Und hierauf wieder primär auf Störungen im Umfeld der HSL-Zuid zurückzuführen sind?
1. Signalstörungen auf der HSL-Zuid (ERTMS Level 2)
2. Bummelfahrten hinter Fyra-Surrogatzügen
3. (aktuell) Knappheit im Schipholtunnel wegen hinuntergerissener Fahrdraht (diese "Baustelle" dauert noch 3 Monate!)
Handelt es sich bei der Zahl eines Zugs um die maximale Verspätung an einem Unterwegsbahnhof - oder die Verspätung bei Ankunft am Zielbahnhof?*
Siehe Vermerk.
Warum ist der 28.4. aufgenommen, die Tage danach bis zum 7.5. aber nicht?
Wahrscheinlich ist der Verfasser Thalys-Personalsmitglied, hatte er 28.4 - 7.5 Urlaub und in dieser Zeitspanne keinen Ersatz organisiert...?
Eine bahnunabhängige Quelle (wenn auch in nicht ganz neutraler Aufmachung**) hat Alphorn hier mal verlinkt: eine Untersuchung der Stiftung Warentest.
Demnach hatten Fern- und Nahverkehr 2007/08 folgende Quoten:
max. +1: FV 46%, NV 56%
max. +3: FV 62%, NV 76%
max. +5: FV 72%, NV 86%
max. +10: FV 84%, NV 95%
max. +20: FV 92%, NV 98%
max. +30: FV 95%, NV 99%
Keine schönen Zahlen.
Unsere Zahlen durften vielleicht etwas besser sein, aber auch nicht viel besser.
Weil unsere ICs etwas öfter fahren, sind die Folgen eines verpassten Anschlusses (absolut betrachtet) geringer (aber wohl nicht wenn man das in Taktabständen ausdrückt).
Mit "Deutschland-Takt" durften die DE-Zahlen schon besser aussehen. Hier so ein paar Ansätze:
1. mehr Linien als Stundentaktlinien auslegen (man braucht also nur die Minute zu beachten)
2. Linien bündeln zu Halbstundentakt (Korridorengedanke, wird in NL praktisiert, Kernnetz soll 10-Minutentakt erhalten)
3. ITF bottom-up: Ausroll eines ITFs wobei man zuerst die langsamsten Züge einplant und erst danach die schnelleren
4. statt IC/EC + ICE -> einheitlicher Fernverkehr + Bahnhöfe alternierend / abwechselnd bedienen
Beispiel von 4.: Utrecht-Arnhem.
Zuvor verkehrten hier halbstündlich ein IC (Halt in Ede-Wageningen), ein IR (extra Halt in Driebergen-Zeist und Veenendaal-De Klomp) und eine RB.
Folgendes wurde geändert:
+ der IR ließ ein Halt aus
+ der IC übernahm diesen Halt
+ IR wurde in IC umbenannt
+ beide ICs in 15-Minutentaktlage
->
+ einheitliches FV-Produkt
+ Fahrzeit Utrecht-Arnhem immer dieselbe
+ 15-Minutentakt statt 2x Halbstundentakt
+ bessere Benutzung der Bahnstrecke weil der IC nicht mehr von dem IR gebremst wird
* Manche Verspätungsstatistiken zeigen nur die Ankunft am Zielbahnhof an. Das kann leider die Lage beschönigen: Dem Fahrgast, der wegen Unterwegs-Verspätung einen Anschluss verpasst hat, hilft es nicht, wenn sein vorheriger Zug seine Verspätung auf seinem weiteren Weg noch aufholt.
Es passiert mal, dass ein IC Alkmaar-Maastricht pünktlich Alkmaar verläßt, in Utrecht +10 hat, dennoch pünktlich Maastricht und Heerlen erreicht und man trotz Verspätung den Anschluß in Eindhoven nach Venlo bekommt, weil der IC Den Haag-Venlo auch verspätet ist.
gruß,
Oscar (NL).
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FV-Pünktlichkeitsquoten DE
Alphorn (CH), Donnerstag, 22.07.2010, 00:41 (vor 5828 Tagen) @ Oscar (NL)
Demnach hatten Fern- und Nahverkehr 2007/08 folgende Quoten:
max. +1: FV 46%, NV 56%
max. +3: FV 62%, NV 76%
max. +5: FV 72%, NV 86%
max. +10: FV 84%, NV 95%
max. +20: FV 92%, NV 98%
max. +30: FV 95%, NV 99%
Aktuell Schweiz:
max. +3: 91%-94% (pro Monat)
max. +5 96%-98% (pro Monat)
Die Quelle sind zwar die SBB selber, aber ich geh von Ehrlichkeit aus, denn vor kurzem wurde ein zusätzliches Mass eingeführt: Die durchschnittliche Verspätung nicht eines Zuges, sondern eines Reisenden (hier noch nicht drin). Das lässt die SBB schlechter aussehen, weil zu Stosszeiten die Verspätungen häufiger sind.
Weil unsere ICs etwas öfter fahren, sind die Folgen eines verpassten Anschlusses (absolut betrachtet) geringer (aber wohl nicht wenn man das in Taktabständen ausdrückt).
Völlig einverstanden. Das fatale am deutschen Fernverkehr ist die Kombination von schlechtem Takt und schlechter Pünktlichkeit.
3. ITF bottom-up: Ausroll eines ITFs wobei man zuerst die langsamsten Züge einplant und erst danach die schnelleren
Sehe ich anders. Die langsamen Züge sind flexibler, die können eher noch auf einem kaum ausgelasteten Streckenteil Zeit verbummeln oder einen Haltestelle auslassen oder dazunehmen. Die schnellen Züge sollen die Knotenzeiten in den grossen Bahnhöfen bestimmen, und dann macht man die langsamen passend dazu.
Siehe heute abend, 21.00, ZDF, Frontal 21
ICE-T-Fan, Dienstag, 20.07.2010, 16:27 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Ich werde es mir in jedem Fall ansehen, da Frontal 21 neben Monitor und Report Mainz zu meinen Lieblingssendungen auf ART und ZDF gehört :-)
Außerdem muss man ja wissen worüber dann wieder im Internet haufenweise diskutiert wird. ;-)
Siehe heute abend, 21.00, ZDF, Frontal 21
Fernpendler, Dienstag, 20.07.2010, 16:58 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Ich habe mal in meinen Unterlagen gewühlt:
Bei 156 Fahrten und da ca. 102.000 zurückgelegten Bahnkilometern hatte ich eine Beanstandungsquote von 5-6 %. Beanstandung heißt für mich, ich bekomme Abends für die restlichen 7 km den letzten Anschluss ICE -> Bummelzug nicht mehr nach Hause oder morgens den gewünschten Anschluss Bummelzug -> ICE nicht.
Größtenteils hatte ich Personenunfälle (4x), einmal Stellwerksausfall, einmal PKW im Gleis, zweimal Unwetter, einmal Lokschaden.
Fazit: Ich fühle mich von der DB sooo schlecht nicht transportiert.
PS: Mit dem Auto stand ich im Winter schon mal 9 Stunden auf der A4 bei Bad Hersfeld wegen querstehender LKW. Da ist mir ne Weichenstörung mit +20 durchaus lieber ...
Siehe heute abend, 21.00, ZDF, Frontal 21
rainer1204, Dienstag, 20.07.2010, 20:01 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Hallo
Ich werde mir sicher nicht den Bericht in Frontal21 anschauen. Meiner Meinung nach hat sich das Magazin in den letzten 12 Monaten noch weiter verschlechtert, dass ich mir das nicht mehr antue, egal über was sie berichten. Mich stört insbesondere die Art, wie sie es berichten. Da ziehe ich die Bild-Zeitung noch vor.
Bei Frontal21 ist das Niveau auf einem Level, wo ich nicht mehr von seriöser
Berichterstattung ausgehen kann. Hauptsache reisserische Aufmachung. Und dazu Frau Petersen - die macht das ja wohl noch - die eher das Format einer Ansagerin besitzt als das Profil einer Moderatorin, die weiss wovon sie spricht.
Gruss
Rainer
Typische Aussagen
ICE-T-Fan, Dienstag, 20.07.2010, 21:15 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Die Sendung war typisch mit ihren Aussagen wie sonst auch.
Lustig fand ich den Verweise auf die sogenannten Dispo-Züge der SBB an Knotenbahnhöfen, welche aus älterem Zugmaterial bestehen... gibt es in Deutschland auch und nennt sich Knotenpunkt-Reserve ;)
Einzig die Aussage, dass die ICE im Vergleich zum TGV mit zu viel "Hightech" hoch gerüstet wurden und dadurch störanfälliger sind, kann ich so unterstützen, der Rest war eher zusammenhanglos, insbesondere die aufgezählten Störungenstypen.
Typische Aussagen
Maggus, Ravensburg (Württ), Dienstag, 20.07.2010, 23:05 (vor 5829 Tagen) @ ICE-T-Fan
Interessant und nachvollziehbar halte ich die Aussage des Professors (im Beitrag von Plus-Minus), dass hier nur vermehrt Konkurrenz hilft.
Genau das finde ich auch. Schlechte Presse und den Finger in die Wunde legen hilft nur solange bis die nächste Sau durchs Dorf gejagt wird.
Hingegen muss die Bahn mit ihren Dienstleistungen überzeugen, will sie unter Bedingungen wie sie unter Konkurrenz (im Fernverkehr) herrschen, weiterhin auf diesem Niveau bestehen.
Was hat ein Bahnfahrer groß für eine Auswahl, wenn er von Berlin nach Stuttgart will? Die beiden Flughäfen dagegen verbinden 3 Fluggesellschaften.
Typische Aussagen
Uniqum, Frankfurt am Main, Mittwoch, 21.07.2010, 00:18 (vor 5829 Tagen) @ Maggus
Die Konkurrenz im Flugverkehr ist aber auch ein ganz anderes paar Schuhe!
Ich denke nicht, dass es sonderlich hilfreich für das Flächenverkehrsmittel Bahn wäre, wenn kurze und mittellange Strecken im Wettbewerb befahren würden. Hier spielt vor allem die Versorgung der Orte/Stationen, Verfügbarkeit des Angebots (Taktfahrplan) und Planungsflexibilität der Kunden (Berufspendler, Schüler) eine große Rolle.
Unter Umständen kann es sinnvoll sein, diese Strecken im Ausschreibungsverfahren zu vergeben, das wird im Regionalverkehr allerdings schon so partizipiert.
Auf Fernstrecken mag das anders sein, zumal Reisende über längere Distanzen eher bereit sind, sich auf eine Bestimmte Verbindung festzulegen bzw. mehrere bestimmte Verbindung / ein Unternehmen festzulegen. Allerdings ist ja grade der Taktfahrplan mit seinen Anschlüssen auch nach Klein Kleckersdorf und damit verbundenen kurzen Umsteigezeiten- und Wegen ein wenn nicht der Vorteil der Bahn.
Vor allem wäre es sinnvoll für Dauer- und Netzkarteninhaber eine übergreifende Lösung zu finden. Ferner müsste auch für den Gelegenheitskunden eine unternehmensübergreifende Ticketregelung, wie z.B. in GB gefunden werden und wohl oder übel wäre es auch sinnvoll das Schienennetz aus einem internationalen Großkonzern auszugliedern und an eine neutrale Stelle zu übergeben.
Ein echter Vorteil für den Kunden ist für mich gegenüber einer Bahn, die nach dem Versorgungsprinzip arbeiten würde, allerdings nicht erkennbar.
Knotenpunkt-Reserven: Wieviele?
Alphorn (CH), Mittwoch, 21.07.2010, 02:09 (vor 5829 Tagen) @ ICE-T-Fan
Lustig fand ich den Verweise auf die sogenannten Dispo-Züge der SBB an Knotenbahnhöfen, welche aus älterem Zugmaterial bestehen... gibt es in Deutschland auch und nennt sich Knotenpunkt-Reserve ;)
Ist auch eine Frage der Menge. In der Schweiz gibt es glaube ich 5 (Lausanne, Bern, Olten, Zürich, Schaffhausen); sie können den grössten Teil des schweizerischen Netzes innerhalb von 30 Minuten erreichen und auch den Fahrplan aller zu ersetzenden Züge halten (teilweilse mit Tricks: Hochwertigere Züge werden abgezogen und durch die Reservezüge ersetzt).
Das deutsche Netz ist siebenmal länger als das schweizerische. Wieviele Knotenpunkt-Reserven gibt es da? Und wieviele davon können die Fahrzeiten ausgefallener ICEs halten?
Knotenpunkt-Reserven: Wieviele?
Matze86, München, Mittwoch, 21.07.2010, 08:50 (vor 5829 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Matze86, Mittwoch, 21.07.2010, 08:50
Ist auch eine Frage der Menge. In der Schweiz gibt es glaube ich 5 (Lausanne, Bern, Olten, Zürich, Schaffhausen); sie können den grössten Teil des schweizerischen Netzes innerhalb von 30 Minuten erreichen und auch den Fahrplan aller zu ersetzenden Züge halten (teilweilse mit Tricks: Hochwertigere Züge werden abgezogen und durch die Reservezüge ersetzt).
Das deutsche Netz ist siebenmal länger als das schweizerische. Wieviele Knotenpunkt-Reserven gibt es da? Und wieviele davon können die Fahrzeiten ausgefallener ICEs halten?
In Deutschland gibt es: Berlin, Hannover, Köln, Dortmund, Leipzig (IC- + ICE-Reserve), Frankfurt (IC- + mind. 2 ICE-Reserven), Nürnberg, Stuttgart, Karlsruhe.
Alle können die Fahrzeit halten, bis auf den Strecken München-Nürnberg (diejenigen mit ICE 3-Fahrplan) und die NBS Frankfurt-Köln (dort dürfen auch nur ICE 3 fahren).
Knotenpunkt-Reserven: Wie wenige?
fjk, Mittwoch, 21.07.2010, 08:59 (vor 5829 Tagen) @ Matze86
Ist auch eine Frage der Menge. In der Schweiz gibt es glaube ich 5 (Lausanne, Bern, Olten, Zürich, Schaffhausen); sie können den grössten Teil des schweizerischen Netzes innerhalb von 30 Minuten erreichen und auch den Fahrplan aller zu ersetzenden Züge halten (teilweilse mit Tricks: Hochwertigere Züge werden abgezogen und durch die Reservezüge ersetzt).
Das deutsche Netz ist siebenmal länger als das schweizerische. Wieviele Knotenpunkt-Reserven gibt es da? Und wieviele davon können die Fahrzeiten ausgefallener ICEs halten?
In Deutschland gibt es: Berlin, Hannover, Köln, Dortmund, Leipzig (IC- + ICE-Reserve), Frankfurt (IC- + mind. 2 ICE-Reserven), Nürnberg, Stuttgart, Karlsruhe.
... was in Vergleich zu den genannten fünf Schweizer Zügen nicht eben üppig ist, wenn das Netz sieben mal länger ist. Und oh Wunder: "den größten Teil des Netzes in 30 Minuten erreichen", davon träumen wir ja wohl auch nur. Es dauert ja schon über'n Daumen 20 Minuten, bis ein Ersatz aus dem Betriebsbahnhof in Köln am Gleis steht (was auch kaum anders geht).
Andererseits sind die Reservezüge ja ohnehin überall vor Ort, weil im Moment im Endeffekt im Planbetrieb;-)
findet
fjk
Knotenpunkt-Reserven: Wie wenige?
Alphorn (CH), Mittwoch, 21.07.2010, 23:40 (vor 5828 Tagen) @ fjk
Und oh Wunder: "den größten Teil des Netzes in 30 Minuten erreichen", davon träumen wir ja wohl auch nur.
Ui, das war jetzt vielleicht etwas hoch gegriffen. Wie lange die Bereitstellungszeit in der Schweiz ist, ist mir nicht bekannt - ich meinte nur, dass nach Bereitstellung der grösste Teil des Netzes innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichbar ist.
Andererseits gehe ich davon aus, dass die Bereitstellung relativ rasch funktionieren muss. Die Zugläufe in der Schweiz sind meist kurz; da bekommt man nicht Stunden vorher schon mit, dass ein Zug unterwegs fehlen wird.
Knotenpunkt-Reserven: Wie wenige?
Alexander, Mittwoch, 21.07.2010, 23:58 (vor 5828 Tagen) @ fjk
Hi,
In Deutschland gibt es: Berlin, Hannover, Köln, Dortmund, Leipzig (IC- + ICE-Reserve), Frankfurt (IC- + mind. 2 ICE-Reserven), Nürnberg, Stuttgart, Karlsruhe.
... was in Vergleich zu den genannten fünf Schweizer Zügen nicht eben üppig ist, wenn das Netz sieben mal länger ist.
nunja, weil das Netz der DB 7x größer als der SBB ist, hat DB Fernverkehr auch 7 Knotenpunktreserven mehr ;-)
Wobei ich mir grade bei Frankfurt nicht sicher bin, gibt es die Alleo-Reserve in Karlsruhe/Saarbrücken noch?
Zusätzlich zu den von DB Fernverkehr hat DB Regio auch eine nicht zu verachtende Anzahl an Pünktlichkeitsreserven, die mir bekannten Reserven von DB Regio sind auch alle dauerhaft mit einem Tf in der Zwischenabstellung besetzt und die in München Hbf hat eine Aktivierungszeit von max. 10 Minuten. (steht Tagsüber direkt in München Hbf bereit).
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Alleo-Reserve
Matze86, München, Donnerstag, 22.07.2010, 09:36 (vor 5828 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von Matze86, Donnerstag, 22.07.2010, 09:36
nunja, weil das Netz der DB 7x größer als der SBB ist, hat DB Fernverkehr auch 7 Knotenpunktreserven mehr ;-)
Wobei ich mir grade bei Frankfurt nicht sicher bin, gibt es die Alleo-Reserve in Karlsruhe/Saarbrücken noch?
In Frankfurt müsste ein 406er rumstehen (der nicht unbedingt immer ein Franzose ist).
Typische Aussagen
Matze86, München, Mittwoch, 21.07.2010, 08:28 (vor 5829 Tagen) @ ICE-T-Fan
Lustig fand ich den Verweise auf die sogenannten Dispo-Züge der SBB an Knotenbahnhöfen, welche aus älterem Zugmaterial bestehen... gibt es in Deutschland auch und nennt sich Knotenpunkt-Reserve ;)
Falsch, nennt sich Einsatzreserve ;)
Video
JanKrohn, Vaals (NL), Dienstag, 20.07.2010, 23:47 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
Hier der Video-Link:
http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/100720_bahn_f21.asx
Das Bildmaterial der brennenden und ausgebrannten ICE im letzten Drittel ist besonders spektakulär...
Gruß,
Jan
PM: Keine 70 Grad im Fahrgastraum
Matze86, München, Mittwoch, 21.07.2010, 10:46 (vor 5829 Tagen) @ Frank Augsburg
bearbeitet von Matze86, Mittwoch, 21.07.2010, 10:46
PM: Keine 70 Grad im Fahrgastraum
JanGT, Mittwoch, 21.07.2010, 10:50 (vor 5829 Tagen) @ Matze86
Ja nur das der Frontal 21 Bericht von ein paar Milionen geschaut wurde und dieser dann auch noch von unzähligen Medien zitiert wurde und diese DB-Pressemeldungen von ein paar Tausend(?) "Insidern" gelesen werden.
Aber selbst wenn es "nur" 50 Grad waren macht es die Sache jetzt nicht viel anders.
DB-PM hatte mehr Zuschauer als Frontal
Henrik, Mittwoch, 21.07.2010, 14:09 (vor 5828 Tagen) @ JanGT
DB: Keine 70 Grad im Fahrgastraum des ICE 846
Ja nur das der Frontal 21 Bericht von ein paar Milionen geschaut wurde und dieser dann auch noch von unzähligen Medien zitiert wurde und diese DB-Pressemeldungen von ein paar Tausend(?) "Insidern" gelesen werden.
Die DB-Meldung wurde in der 19 Uhr heute Sendung wiedergegeben.
Diese dürfte erheblich mehr Zuschauer gehabt haben als Frontal 21:
kam «Frontal 21» ebenso auf enttäuschende 4,8 Prozent. Mit 2,14 Millionen Zusehern und einem dazugehörigen Marktanteil von 8,5 Prozent versagte das ZDF-Magazin.
http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=43368&p3=
Gradmal 2 mio nicht nicht ein paar Millionen -.-
Auch ist es in Zeitungen zu lesen, Spiegel machte einen eigenen Artikel draus:
Bahn weist Bericht über Rekordtemperatur zurück
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,707553,00.html
hier die SZ:
"Die Deutsche Bahn wies den Medienbericht zurück. Anders als dargestellt seien Temperaturen von bis zu 61 Grad gemessen worden und das außerhalb des Fahrgastraums, erklärte der Konzern.
Die Bahn erklärte, die Angaben des ZDF-Berichts seien "in keiner Weise nachvollziehbar". Dem Konzern lägen "keinerlei Anhaltspunkte" dafür vor, dass am 9. Juli in dem ICE 846 Temperaturen um 70 Grad gemessen worden seien. Eine interne Störfall-Analyse habe bis zu 61 Grad im sogenannten Energieversorgungsblock der Klimaanlage festgestellt, hieß es in der Unternehmensmitteilung. Dieses Aggregat befinde sich jedoch außerhalb des Fahrgast-Innenraums an der Unterseite des Zuges."
http://www.sueddeutsche.de/panorama/interne-pruefung-nach-ice-hitzeschock-ueber-grad-im...
Aber selbst wenn es "nur" 50 Grad waren macht es die Sache jetzt nicht viel anders.
ja. Bekommen jetzt ja auch 500 Euro Entschädigung.
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