Warum die personallose Eisenbahn verloren ist ... (Allgemeines Forum)
Huhu!
Es soll um 17.24h von Osnabrück nach Oldenburg gehen.
Planmäßig gibt es DREI Zugteile: vorne fahren zwei ab Bramsche über Vechta nach Bremen. Hinten fährt einer über Cloppenburg nach Oldenburg.
Nun kommen bei der Bereitstellung in Osnabrück aber nur 2 Zugteile. Da nichts ausfällt, muss logischerweise der hintere Zugteil ja weiterhin nach Oldenburg fahren. Vorne fährt dann eben nur einer statt 2 Wagen nach Vechta/Bremen.
Sollte ja logisch sein. Ergebnis in der PISA-Realität anno 2026: von 28 angesprochenen Fahrgästen sitzen sagenhafte 13(!!!) falsch.
Alle Zugteile waren korrekt beschriftet - auch die Anzeige am Bahnsteig stellte es korrekt dar. Statt zu interviewen kann ich sie also an die Hand nehmen, ihnen alles noch zweimal erklären und aufpassen, dass sie in Bramsche dann auch umsteigen. Richtig umsteigen.
Ein Hochwichtiger will nicht mit mir reden; er sei beschäftigt. Oki. Vor Großenkneten (!), als nur noch 4 Stationen auf der Anzeige stehen, fragt er mich, wann wir denn Vechta erreichten. Nach meiner Antwort "gar nicht" wird er ausfallend: man habe nur durchgesagt, dass der Zug nach Bremen der andere Zugteil ist und dieser nach Oldenburg fahre - von Vechta sei keine Rede gewesen und er ortsunkundig. Auf meine Frage, warum er mich bzw meinen Kollegen dann nicht schon früher einfach angesprochen habe, konnte er nur antworten, dass die Nordwestbahn ein Drecksladen sei. Die ihm jetzt das Taxi bezahlen müsse.
Wutentbrannt stieg er in Sandkrug aus - und steigt jetzt gerade in meinen Zug nach Hause zurück nach Bramsche/Osnabrück wieder ein ...
Und da gibt's Leute, die finden meinen Job doof und gucken Trash-TV bei RTL2 und geben für Abenteuerevents einen Haufen Geld aus. Während unsereins für solch Schauspiel noch bezahlt wird (wenn auch nicht extrem üppig). Herrlich.
Und die Lehre von der (und tausenden anderen) Geschichte(n): Eisenbahn funktioniert an der Front nur personalintensiv. Ideen wie "schafferlos"
https://m.youtube.com/watch?v=aXHA9KIhCCA&pp=ygUcV29sZmdhbmcgYW1icm9zcyBzY2hhZmZlcm...
oder wie z.B. im Fernverkehr 2 Schaffner für 800 Fahrgäste werden die Eisenbahn nicht zur Blüte führen. Weite Teile der Kundschaft wollen UND MÜSSEN betreut werden!
Man bräuchte also bei der Eisenbahn niemanden entlassen - es gäbe im Gegenteil Arbeit satt. Am Bahnsteig. Am Bahnhof. Im Zug. Schade nur, dass durch die Umstrukturierungen geschasste Plüschetagies wahrscheinlich selbst eher an die Hand genommen werden müssen, anstatt die Kundschaft durch das Abenteuer Eisenbahn sicher zu leiten. Frei nach Philipp Rösler böte sich ja sonst eine prima Anschlußverwendung an ...
https://m.youtube.com/watch?v=wSWSIxx2Zvw&pp=ygUjUGhpbGlwcCByw7ZzbGVyIEFuc2NobHXDn3...
Schöne Grüße von jörg
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
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Der Blaschke,
11.09.2026, 20:01
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Hustensaft,
11.09.2026, 20:13
- Warum die personallose Eisenbahn verloren ist ... - JanZ, 11.09.2026, 21:16
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