Selbst bei der Rettungsübung hat die Bahn Verspätung! (Allgemeines Forum)
TUI-Ferienexpress, Sonntag, 09.08.2026, 16:25 (vor 1 Tag, 15 Stunden, 22 Min.)
Hallo,
Focus berichtet gerade über eine ICE-Rettungsübung in Südthüringen:
https://www.focus.de/panorama/laengst-alle-tot-uebung-mit-ice-brand-in-thueringen-endet...
Bin mal gespannt, ob und wie Herr Dr. N.
im Nachbarforum dazu schreibt. Ich freu mich immer sehr Berichte aus "erster Hand"....
Tunnel Sandberg
sflori, Sonntag, 09.08.2026, 16:57 (vor 1 Tag, 14 Stunden, 50 Min.) @ TUI-Ferienexpress
bearbeitet von sflori, Sonntag, 09.08.2026, 16:57
Der Tunnel Sandberg ist ein 1320 Meter langer Eisenbahntunnel der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt zwischen den Streckenkilometern 161,282 und 162,602. Entsprechend der Tunnel-Richtlinie des Eisenbahn-Bundesamtes verfügt das Tunnelbauwerk u. a. über Rettungsplätze an beiden Portalen sowie einen Notausgang bei Streckenkilometer 161,603.
Hier liegt er:
https://www.google.de/maps/place/Tunnel+Sandberg/@50.7545641,11.0044007,1818m/data=!3m1...
Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Sandberg
Als nächstgrößere Städte sehe ich da Stadtilm in 8 Minuten Fahrzeit und Ilmanau in 13 Minuten Fahrzeit entfernt.
2 Stunden Anrückdauer bis zum Tunneleingang klingen für mich, als ob da irgendwas in der Alarmierungskette schiefgegangen ist.
In der Realität würden bei so einem Unglück zahlreiche Anrufe direkt bei Feuerwehr/Polizei eingehen. Da kann ich mir kaum vorstellen, dass es da zu so einem Versagen käme...
Bye. Flo.
Selbst bei der Rettungsübung hat die Bahn Verspätung!
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 09.08.2026, 18:36 (vor 1 Tag, 13 Stunden, 11 Min.) @ TUI-Ferienexpress
Hallo.
Bin mal gespannt, ob und wie Herr Dr. N. im Nachbarforum dazu schreibt. Ich freu mich immer sehr Berichte aus "erster Hand"....
Was erwartest du? Man kann es doch aus dem Artikel herauslesen: die DB ist nicht verantwortlich. Das Land auch nicht. Sondern die Kommune bzw der Kreis. Man wird einem armen Tropf in einer überlasteten Leitstelle den Vorwurf machen. Vermutlich dem, der am engagiertesten seit Jahren auf die Mißstände hinweist und deshalb alle nervt. Den schiebt man jetzt ab und danach schnarchen alle weiter. Denn vmtl kosten Veränderungen wieder viel Geld.
Und seien wir mal reell: Feuer im Tunnel - wenn man da nicht zufällig ratzfatz einen sicheren Rettungsraum erreicht, ist das wahrscheinlich ziemlich egal, ob die Rettung schnell kommt oder weniger schnell.
Außerdem: die Übung wird doch schon als Erfolg verkauft! Warum soll sich wer da groß äußern.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Selbst bei der Rettungsübung hat die Bahn Verspätung!
Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Sonntag, 09.08.2026, 20:37 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 11 Min.) @ Der Blaschke
Wozu macht man solche Übungen? Doch sicher nicht zur Belustigung der Feuerwehr oder um den ICE Personalen mal etwas Abwechslung zu gönnen.
Solche Übungen dienen u.a. dazu, Fehler im Rettungskonzept aufzuspüren und zu prüfen, ob die Alarmierung tatsächlich so wie gedacht funktioniert.
Hat ja funktioniert wenn man den Berichten trauen darf. Jetzt wird man im Hintergrund alles durchgehen und überarbeiten. Beim nächsten Mal werden diese Fehler sicher nicht wieder auftreten. Dafür eben Andere. So - thats Life oder so....
In diesem Sinne fahren wir alle mal wieder runter und stecken die Bashing Keule wieder ein.
Selbst bei der Rettungsübung hat die Bahn Verspätung!
max-next, Montag, 10.08.2026, 10:57 (vor 20 Stunden, 50 Minuten) @ Der Blaschke
Was erwartest du? Man kann es doch aus dem Artikel herauslesen: die DB ist nicht verantwortlich. Das Land auch nicht. Sondern die Kommune bzw der Kreis. Man wird einem armen Tropf in einer überlasteten Leitstelle den Vorwurf machen. Vermutlich dem, der am engagiertesten seit Jahren auf die Mißstände hinweist und deshalb alle nervt. Den schiebt man jetzt ab und danach schnarchen alle weiter. Denn vmtl kosten Veränderungen wieder viel Geld.
Genau das kann ich aus dem Artikel insgesamt nicht herauslesen. Die Rettungskette hat "irgendwo" nicht funktioniert. Aber wo - beim Telefonat mit dem FDL, irgendwo bei InfraGO, der regionalen Leitstelle oder gar dem Meldesystem der Feuerwehr steht dort nirgends.
Dass wenn man nichts sieht zu dem fährt was am nächsten liegt - die regionale Leitstelle - ist kein gutes Indiz um sagen dass es dort gehakt hat. Vielleicht wusste dort einfach keiner Bescheid.
Aus einer gescheiterten Übung sollte man aber auch nicht den Schluss ziehen dass automatisch alle Tunnel jetzt gesperrt werden sollten. Dann würde noch weniger fahren, als ohnehin schon.
Ich bin mir sicher, dass im Ernstfall doch deutlich eher, auch über inoffizielle Kanäle, alarmiert wird. Im Dorf ist der WhatsApp-Kanal meist zuerst dran, bevor die Feuerwehr ausrückt.
Selbst bei der Rettungsübung hat die Bahn Verspätung!
Basic.Master, Hessen, Montag, 10.08.2026, 23:00 (vor 8 Stunden, 48 Minuten) @ max-next
Genau das kann ich aus dem Artikel insgesamt nicht herauslesen. Die Rettungskette hat "irgendwo" nicht funktioniert. Aber wo - beim Telefonat mit dem FDL, irgendwo bei InfraGO, der regionalen Leitstelle oder gar dem Meldesystem der Feuerwehr steht dort nirgends.
Zum Thema Rettungskette steht beim MDR was (Hervorhebung von mir):
Nach Angaben von Maier dauerte es allein rund 15 Minuten, bis die Notrufleitstelle der Deutschen Bahn die zuständige Rettungsleitstelle im Ilm-Kreis informiert hatte. Anschließend wurden von dort aus mit Verzögerung die Feuerwehren alarmiert. Wie die Landrätin im Ilm-Kreis, Petra Enders, bestätigte, passiert das noch immer per Fax.
Selbst bei der Rettungsübung hat die Bahn Verspätung!
bahnfahrerofr., Montag, 10.08.2026, 23:38 (vor 8 Stunden, 10 Minuten) @ Basic.Master
Nach Angaben von Maier dauerte es allein rund 15 Minuten, bis die Notrufleitstelle der Deutschen Bahn die zuständige Rettungsleitstelle im Ilm-Kreis informiert hatte. Anschließend wurden von dort aus mit Verzögerung die Feuerwehren alarmiert. Wie die Landrätin im Ilm-Kreis, Petra Enders, bestätigte, passiert das noch immer per Fax.
Also keine Ahnung wie genau die Aussage gemeint war, aber die reine Alarmierung der Feuerwehren passierte noch nie per Fax.
Gemeint war vermutlich das sog. Alarmfax, eine Art Einsatzauftrag im DinA4-Format, welcher zum Teil noch genutzt wird. Die eigentliche Alarmierung ist das aber natürlich nicht, sondern mehr oder weniger ein Handzettel für die Fahrzeugbesatzung.
Seit wann ist InfraGo für Rettungseinsätze verantwortlich?
Waldbahn, Sonntag, 09.08.2026, 19:05 (vor 1 Tag, 12 Stunden, 43 Min.) @ TUI-Ferienexpress
bearbeitet von Waldbahn, Sonntag, 09.08.2026, 19:07
Wieder mal Bashing wider besseren Wissens?
Geh voran, erstell selber mal so ein Konzept und zeig allen, dass du es besser machen kannst!- Konstruktive Kritik, die allen was bringt, gern, aber solches Bashing, nur weils cool und en vogue ist, ist Fehl am Platz!
--
Gruß
Waldbahn
Seit wann ist InfraGo für Rettungseinsätze verantwortlich?
JanZ, HB, Sonntag, 09.08.2026, 19:28 (vor 1 Tag, 12 Stunden, 20 Min.) @ Waldbahn
Ich habe mich auch schon gefragt, wo die Sicherheit herkommt, dass das Problem bei "der Bahn" liegt und dass deren Infrastrukturvorstand Informationen aus "erster Hand" geben kann, nimmt der an solchen Übungen teil? Natürlich werden EIU und EVU in die Prozesse involviert sein, aber woran es hier nun genau gelegen hat, wissen wir schlicht (noch) nicht.
Aber immerhin werden ja hier alle gebasht, nicht nur "die Bahn", sondern auch Fahrgäste, die sich erdreisten, vor der Fahrt wissen zu wollen, ob ihr Ticket gültig ist oder wie pünktlich ihr Zug bisher war. Immer feste druff, wird schon auch die Richtigen treffen.
Meint hier jemand mich?
TUI-Ferienexpress, Sonntag, 09.08.2026, 21:00 (vor 1 Tag, 10 Stunden, 47 Min.) @ JanZ
Guten Abend,
Zur Erinnerung, ich habe nur einen Focusartikel verlinkt, etwas salopp und ironisch auf die Verspätungen der Bahn angespielt, unter denen wir alle mehr oder weniger leiden und fertig.
Da ist kein Bashing von wem auch immer - außer, wenn ich als Basher gemeint war, in der Phantasie anderer Foristen.
Um zum Ernst des Themas zurück zu kommen.
Natürlich sind Übungen dazu da, daraus zu lernen, 2 Stunden sind im Brandfall sehr lang.
Daher weise ich hier auf die
Kleine Anfrage
des ehemaligen Abg. Alexander Müller
(BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) vom 16.11.2000
betreffend Sicherheit in den Tunneln der ICE-Strecke
im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
und
Antwort
des Ministers des Innern und für Sport
hin.
Bereits im Jahre 2000 stellte man die Dauer des Erreichens eines Tunnelrettungszuges an der Strecke Hannover-Wuerzburg von 90 Minuten darin als sehr lang dar.
Ein solcher Zug ist an der Schnellstrecke Ebensfeld - Erfurt gar nicht stationiert.
Ich selbst kenne Mitglieder einer kleinen freiwilligen Feuerwehr bei Bad Staffelstein am Eierkopftunnel der Strecke Ebensfeld- Erfurt. Auch diese freiwillige Feuerwehr wurden bei Eröffnung in das Rettungskonzept "eingebunden".
Angesichts der von mir als sehr merkwürdig empfundenen Beiträge hier in diesem Beitragsbaum überlasse ich weitere Überlegungen und Einschätzungen des Rettungskonzepts jedem Leser.
Noch einen friedlichen Sonntag!
Nicht nur.
JanZ, HB, Sonntag, 09.08.2026, 23:10 (vor 1 Tag, 8 Stunden, 37 Min.) @ TUI-Ferienexpress
- kein Text -
Noch einmal ganz deutlich:
TUI-Ferienexpress, Montag, 10.08.2026, 11:25 (vor 20 Stunden, 22 Minuten) @ JanZ
Guten Morgen,
ich habe hier nich die Bahn" gebasht und mich hier nicht zu Fahrgästen geäußert. Entsprechende Deutungen anderer entbehren jeder Grundlage. Wer mag, kann es ja nachlesen.
Wie geschrieben, im Jahre 2000(!) fand man 90 Minuten an der Strecke Hannover-Wuerzburg problematisch, in dieser Übung 2026 brauchte man an anderer Örtlichkeit den Berichten folgend 2 Stunden.
Mir macht das Sorgen, die ich mit etwas Ironie über die permanenten Jubelmeldungen des Doktor N. kompensiert habe.
Menschen sind verschieden.
Im Übrigen ist der Infrastrukturbetreiber nach meinem Kenntnisstand sehr wohl am Rettungskonzept beteiligt. Eine einminütige Internetrecherche kommt zu folgenden Ergebnissen, aber sie mag natürlich fehlerhaft sein.
"Es greift eine enge Kooperation zwischen dem Eisenbahninfrastrukturunternehmen (z. B. der Deutschen Bahn) für den baulich-technischen Bereich und den kommunalen bzw. staatlichen Behörden der Bundesländer (Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophenschutz) für die Gefahrenabwehr.Verantwortlichkeiten der Bahn (Eisenbahninfrastrukturunternehmen)Infrastruktur & Bauliche Anlagen: Erstellung des baulichen und streckenspezifischen Rettungs- und Sicherheitskonzepts (z. B. Rettungswege in Tunneln, Zuwegungen, Löschwasserversorgung) nach Vorgaben des Eisenbahn-Bundesamt (EBA) und europäischen Normen (TSI SRT).Notfallmanagement: Unterhaltung von Notfallleitstellen und Einsatz von qualifizierten Notfallmanagern, die im Ereignisfall als Fachberater unverzüglich an die Einsatzstelle entsandt werden und die Koordination vor Ort unterstützen.Spezialtechnik: Bereitstellung spezieller Rettungszüge oder technischer Hilfsmittel (je nach Streckenkonzept) sowie Mitwirkung bei gemeinsamen Übungen.Verantwortlichkeiten der Behörden und Einsatzkräfte der LänderGefahrenabwehr & Rettung: Die Hoheit und Durchführung des Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung und der medizinischen Rettung (Fremdrettung) obliegt den Landkreisen, Städten und Gemeinden bzw. den von ihnen alarmierten Feuerwehren und Rettungsdiensten.Alarm- und Einsatzpläne: Ausarbeitung verbindlicher Rahmen-Alarm- und Einsatzpläne (RAEP) in Abstimmung mit den Notfallleitstellen der Bahn."
Noch einmal ganz deutlich:
JanZ, HB, Montag, 10.08.2026, 12:00 (vor 19 Stunden, 48 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
Guten Morgen,
ich habe hier nich die Bahn" gebasht und mich hier nicht zu Fahrgästen geäußert.
Nein, das habe ich auch nicht behauptet. Es war vielleicht auch nicht sehr geschickt, meinen allgemeinen Ärger, der sich aufgestaut hat, unter deinem Beitrag rauszulassen. Leider fruchten die Appelle, verbal abzurüsten, sowieso nicht, auch wenn ich sie direkt unter den betreffenden Beiträgen artikuliere.
Wer mag, kann es ja nachlesen.
Dito.
Im Übrigen ist der Infrastrukturbetreiber nach meinem Kenntnisstand sehr wohl am Rettungskonzept beteiligt.
Auch das habe ich nicht bestritten, im Gegenteil. Auch das kann nachlesen, wer mag. Ich habe schlicht nicht die Kenntnisse von der Materie, um beurteilen zu können, wo hier das Problem lag. Ich bin mir aber auch nicht so sicher, ob die Leute sie haben, die sofort eine eindeutige Meinung dazu haben.
Frieden!
TUI-Ferienexpress, Montag, 10.08.2026, 13:49 (vor 17 Stunden, 59 Minuten) @ JanZ
Hallo
und danke für die Nachrichten.
Ja, ich hab, weil ich nicht alle Beitragsbäume lese, alles auf meinen Beitrag bezogen.
Ich habe aber niemanden/ keine Institution persönlich kritisieren wollen, außer das ich manchmal die Beiträge von Herrn Dr. N. im Nachbarforum persönlich nicht angemessen finde. Mir fällt auf, dass Herr Dr. N. zwar mit positiven Beiträgen auftritt, zu kritischen und schwierigen Situationen oder Nachfragen dann aber eher schweigt. Das finde ich persönlich unverhältnismäßig.
Ich fand das Wortspiel meiner Überschrift witzig.
Nochmals: meine Ironie dient nicht dazu herabzuwürdigen, auch nicht Herrn Dr. N., sondern die sehr ernste Situation ertragbar zu machen. Lachen ist gesund, hieß es früher und das stimmt.
Die Tatsache, dass die Rettungs(-übungs-)situation jetzt so in die Hose gegangen ist, stimmt mich voller Sorge, erinnern wir uns an das Ahrtal.
Es ist offenkundig auch Teil des von DB Infrago mitzuverantwortenden Rettungskonzeptes, weniger als früher auf Rettungszüge und mehr auf Kooperationen mit auch freiwilligen Feuerwehren zu setzen, als bei Eröffnung der neubaustrecke Hannover-Würzburg die Bundesbahn.
Ich bin kein Profi in Gefahrenmanagement und Katstrophenschutz, aber es scheint, wie im Ahrtal, nicht zu funktionieren.
Die Tatsache, dass 2000 schon die Anrückzeiten als zu lang empfunden wurden, spricht für sich.
Bahnbashing ist unangemessen, ein kritischer Blick auf die Situation muss aber möglich sein Sonst macht dieses Forum, ich poste ja nur sehr selten, für mich überhaupt keinen Sinn mehr.
Vielleicht sollten manche Forenuser einfach öfter eine Pause machen und ihre Emotionen etwas sacken lassen und sich informieren, bevor sie etwas posten.
Früher hat man Leserbriefe per Post verschickt, die dann 1 oder 2 Monate später veröffentlicht wurden. Vielleicht hat das auch zu mehr Seriösität geführt.
Es werden heute auch außerhalb der Bahn so viele emotional aufgeladene und sachlich falsche Dinge geschrieben...
Übrigens: ein Rettungskonzept aufstellen dürfen nur Profis mit entsprechender Qualifikation - Gott sei Dank! Ich kann es nicht, möchte aber im Katastrophenfall eine Chance haben...
Angenommen!
JanZ, HB, Montag, 10.08.2026, 13:56 (vor 17 Stunden, 51 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
Hallo
und danke für die Nachrichten.
Gern geschehen!
Ich fand das Wortspiel meiner Überschrift witzig.
Naja, der originellste Witz aller Zeiten ist es nicht. Ich hatte mich 2005 mal bei der DB beworben und eine Weile keine Rückmeldung bekommen. Da kam im Bekanntenkreis auch schon genau der Spruch. Aber ja: Ich habe deinen Beitrag wohl ernster genommen, als er gemeint war. Entschuldigung dafür und auch dafür, dass ich das Ganze mit anderen Sachen vermischt habe, die mich geärgert haben.
Konzept Rettungszüge hatte sich nicht bewährt
Henrik, Montag, 10.08.2026, 23:40 (vor 8 Stunden, 7 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
Die Tatsache, dass die Rettungs(-übungs-)situation jetzt so in die Hose gegangen ist, stimmt mich voller Sorge, erinnern wir uns an das Ahrtal.
zuvor hast Du geschrieben,
Natürlich sind Übungen dazu da, daraus zu lernen
Beim Ahrtal gab es derlei ja eben nicht.
Insofern sollte es Dich doch positiv stimmen, dass hier Lücken deutlich wurden, an denen man nun arbeiten kann.
Es ist offenkundig auch Teil des von DB Infrago mitzuverantwortenden Rettungskonzeptes, weniger als früher auf Rettungszüge und mehr auf Kooperationen mit auch freiwilligen Feuerwehren zu setzen, als bei Eröffnung der Neubaustrecke Hannover-Würzburg die Bundesbahn.
Ich bin kein Profi in Gefahrenmanagement und Katstrophenschutz, aber es scheint, wie im Ahrtal, nicht zu funktionieren.
Die Tatsache, dass 2000 schon die Anrückzeiten als zu lang empfunden wurden, spricht für sich.
In die andere Strategie waren auch die Innenminister eingebunden.
Von dem Konzept der Rettungszüge hatte man sich genau wegen Mängel in der Kommunikation, nebst langer Zeit verabschiedet.
Während sich das Selbstrettungskonzept im Betrieb der Neubaustrecken laut Angaben der Deutschen Bahn bewährt habe, hätten die Rettungszüge immer wieder Probleme bereitet, da es unter anderem bei deren nicht alltäglichem Einsatz immer wieder Koordinations- und Kommunikationsprobleme mit den örtlichen Feuerwehren gegeben habe. Aufgrund der Schwierigkeiten begann bereits die Deutsche Bundesbahn einen neuen Plan für neu zu bauende Eisenbahntunnel zu entwickeln.[11]
[...]
Das Sicherheitskonzept wurde seither mehrfach aktualisiert.[6] Der Einsatz der Rettungszüge ist in neuen Tunneln nicht mehr vorgesehen, da die Einrichtungen der Züge im Tunnel oder bei Fremdrettungskräften (notfallmedizinische Ausrüstung) vorhanden seien.[4]
https://de.wikipedia.org/wiki/Rettungszug_(Deutsche_Bahn_AG)#Entwicklung_seit_den_1980e...
[11]
Klaus-Jürgen Bieger: Neues Rettungskonzept für Neubautunnel der DB AG. In: Ingenieurbauwerke. (Edition ETR), 2001
[4]
Deutscher Bundestag (Hrsg.):
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Hartfrid Wolff (Rems-Murr), Jens Ackermann, Christian Ahrendt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 16/11791 – (PDF; 127 kB)
12. März 2009
Noch einmal ganz deutlich:
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 10.08.2026, 12:33 (vor 19 Stunden, 15 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
Hallo.
ich habe hier nich die Bahn" gebasht und mich hier nicht zu Fahrgästen geäußert. Entsprechende Deutungen anderer entbehren jeder Grundlage. Wer mag, kann es ja nachlesen.
Nu bleib entspannt. Das galt weder dir noch diesem Beitragsbaum. Es ging ganz offenkundig um den Beitrag mit der Bahn.expert-Beschränkung auf 7 Tage rückwärts und der Einzelmeinung eines Users, der das für ausreichend hält. Ziemlich sachfremd in diesem Baum also - aber es lag dem Diskutanten so sehr am Herzen, dass er es hier mit kundtun mußte. Alles okay - der gemeinte Empfänger kann damit ganz locker leben.
Es spielt auch keine Rolle. Der Metronom kommt aus Lüneburg mit ca +40 in Harburg an und soll fast pünktlich nach Lüneburg zurückfahren. Alles steigt ein. Die Schaffnerin in Aufruhr: Raus, alle raus, der Zug geht in die Abstellung. Wir Kunden protestieren, sie ruft in der Leitstelle an - ja, Zug bleibt im Umlauf. Trotz defekter Lok. Und so zuckeln wir in Schleichfahrt nach Lüneburg. Unterwegs überholt uns der RE 3. Schon meine zweite interne Metronom-Überholung.
Nun sitze ich in Lüneburg West, will die Zeit zum Telefonieren nutzen - aber der Empfang ist katastrophal; stürzt ständig ab. Ich dachte, D 2 sei besser als O2 - war ein Irrglaube.
Als es vorhin das kleine Durcheinander in Harburg gab, spottete ich: der Metronom versinkt in einem gigantischen Chaos. Da ergänzte ein anderer Fahrgast genauso spöttisch: das ganze Land.
Das ist der Herrschaft der studierten Theoretiker. Die führt das alles unweigerlich in den Ruin. Bahnfahren kann die Bahn nicht. Retter können keine Rettungsübungen durchführen. Man muss die Ansprüche an Qualität halt herunterschrauben.
Da muss man nicht verbal was abrüsten und ähnlicher Kram. Es reicht, vom hohen Theorieroß herunterzukommen und sich hinabbegeben in den Maschinenraum der Gesellschaft. Beide Welten driften aber täglich immer weiter auseinander: das Ergebnis sieht man täglich. Der Metronom aus Harburg soll jetzt ca 5 Min Verspätung haben. Die Rückfahrt ist auch schon mit Verspätung angekündigt. Aber man soll ja jubeln und nicht kritisieren: auf der Sitzbank im Wartehäuschen war ein Plätzchen frei. Und trotz Regen bleibt man trocken. Alles prima.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Du zeigst mit dem Finger aber NUR auf die Bahn
Waldbahn, Montag, 10.08.2026, 12:36 (vor 19 Stunden, 11 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
bearbeitet von Waldbahn, Montag, 10.08.2026, 12:37
gepaart, damit das du auf eine Stellungnahme vom InfraGo Vorstand wartetest, zeigt, dir geht es nicht um sachliche Kritik sondern Bashing oder Fingerpointing. "Die Bahn bekommt es nicht hin". Du klatscht einen Link hin und überlässt das ganze sich selbst. So wie dein Beitrag aufgemacht ist, fehlt die Analyse wo genau das Problem lag. Selbst deine Headline macht nur die Bahn (wer ist hier eigentlich die Bahn) für die Fehler verantwortlich.
Damit stellst du von Beginn an eine sachliche Debatte hinten an. Dir geht es auch nicht darum, den Finger in die Wunde zu legen, sondern rein um das Schlechtreden (trotz aller Widrigkeiten die es aktuell gibt) der Bahn.
--
Gruß
Waldbahn
Bahnens Sonderrecht
Hustensaft, Montag, 10.08.2026, 08:08 (vor 23 Stunden, 40 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
Es gibt bundesweit einschlägige Gesetze die festlegen, in welcher Zeit ein Rettungswagen vor Ort sein muss, in aller Regel ist das maximal eine Viertelstunde - und mit zwei Stunden sind wir davon Galaxien weit entfernt, das lässt sich auch nicht mit Unzulänglichkeiten in einer Leitstelle erklären, da muss weit mehr im Argen liegen.
Hier hat eine Übung also gravierende Mängel aufgezeigt - und was passiert? Nichts! Jeder andere Betrieb hätte sofort eine Verfügung über die Stilllegung des Betriebes erhalten, bis die Mängel beseitigt sind - und bekanntlich, Stichworte Tunnelrettungszüge, Erdungs der Oberleitung etc., ist die Bahn hier mit im Boot, selbst wenn sie selbst nicht die Brandbekämpfung vornehmen muss; da wäre zu prüfen, ob es Mängel bei der Zuwegung zur Strecke gibt (und selbst wenn es nur entsprechende Wegekarten sind). Hier bekommt die Bahn ein mehr als zweifelhaftes Sonderrecht zugestanden ...
Bahnens Sonderrecht
JanZ, HB, Montag, 10.08.2026, 12:03 (vor 19 Stunden, 45 Minuten) @ Hustensaft
Jeder andere Betrieb hätte sofort eine Verfügung über die Stilllegung des Betriebes erhalten, bis die Mängel beseitigt sind
Ist das so? Ist in einem vergleichbaren Fall z.B. schon mal ein Straßentunnel oder ein größeres Produktionswerk komplett stillgelegt worden? Oder gab es eine so schlecht verlaufende Übung da noch nie? Ernstgemeinte Frage, da ich davon keine Ahnung habe. Abgesehen davon sehe ich auch in dem Fall schon die hämischen Beiträge (nein, nicht unbedingt von TUI-Ferienexpress) vor mir: „Übertriebene Sicherheit“, „Früher sind wir auch einfach gefahren“ etc. pp.
Bahnens Sonderrecht
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 10.08.2026, 13:13 (vor 18 Stunden, 34 Minuten) @ JanZ
Hallo.
Abgesehen davon sehe ich auch in dem Fall schon die hämischen Beiträge (nein, nicht unbedingt von TUI-Ferienexpress) vor mir: „Übertriebene Sicherheit“, „Früher sind wir auch einfach gefahren“ etc. pp.
... aber an anderer Stelle selbst verbale Abrüstung anmahnen ... Herrlich.
Schöne Grüße von jörg
Passend dazu kam mir grad der ca 4 Std(!) verspätete Nacht(!)-Zug aus Schweden nach Berlin entgegen: Und gute Nacht.
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Bahnens Sonderrecht
JanZ, HB, Montag, 10.08.2026, 13:36 (vor 18 Stunden, 11 Minuten) @ Der Blaschke
bearbeitet von JanZ, Montag, 10.08.2026, 13:40
Hallo.
Abgesehen davon sehe ich auch in dem Fall schon die hämischen Beiträge (nein, nicht unbedingt von TUI-Ferienexpress) vor mir: „Übertriebene Sicherheit“, „Früher sind wir auch einfach gefahren“ etc. pp.
... aber an anderer Stelle selbst verbale Abrüstung anmahnen ... Herrlich.
Na, da hast du mich jetzt aber erwischt. Zurückhauen kann ich auch, so ist es nicht. Lieber wäre mir allerdings, es würde gar nicht gehauen. Mindestens mal nicht auf User, die hier Anfragen stellen und idealerweise auch nicht auf Eisenbahner an der Front.
Abgesehen davon weiß ich auch nicht, was daran Aufrüstung sein soll, wenn ich von mir so empfundene Häme als solche benenne.
Bahnens Sonderrecht
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 10.08.2026, 16:12 (vor 15 Stunden, 36 Minuten) @ JanZ
Hallo.
Zurückhauen kann ich auch, so ist es nicht.
Herrje, schon wieder Gewalt. Ja, ist doch aber auch nicht schlimm. Haue macht ja vor allem dann Freude, wenn man sich mit ebenbürtigen messen kann ...
Abgesehen davon weiß ich auch nicht, was daran Aufrüstung sein soll, wenn ich von mir so empfundene Häme als solche benenne.
Ich auch nicht. Du hast doch aber von Abrüstung gesprochen. Was ja nur geht, wenn man vorher aufgerüstet hat ...
Ich weiß nicht, ob du noch bei der S-Bahn Hannover arbeitest - so hatte ich jedenfalls die Dinge in Erinnerung. Wenn ja, täte es gut, innerhalb des Konzerns zu wechseln. Die S-Bahn in Hannover ist ein lost place - da gibt's nichts mehr zu retten. Im Gegenteil - es würde erstaunen, wenn man bis zum Ende des Vertrags durchhält. Geh zur S-Bahn Bremen; die läuft irgendwie deutlich geräuschloser. Oder zur Nordwestbahn. Das geht auch noch. Oder du bist mega-hardcore und gehst zum Chaosstadl RheinRuhrBahn und verwaltest dort Elend pur.
Ansonsten wünsche ich dir mehr Gelassenheit. Und wenn du mal vorbeikommst, spendiere ich auch ne Coke. Aber nur die echte.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Bahnens Sonderrecht
JanZ, HB, Montag, 10.08.2026, 16:26 (vor 15 Stunden, 22 Minuten) @ Der Blaschke
bearbeitet von JanZ, Montag, 10.08.2026, 16:29
Geh zur S-Bahn Bremen; die läuft irgendwie deutlich geräuschloser. Oder zur Nordwestbahn.
Ein Unternehmen namens S-Bahn Bremen kenne ich nicht, nur ein durch die Nordwestbahn betriebenes Netz ähnlichen Namens. Ansonsten hängt es ja nicht nur von mir und der aktuellen Performance des Unternehmens (die mir im Übrigen bekannt ist) ab, wo ich arbeite. Aber danke für die Ratschläge.
Ansonsten wünsche ich dir mehr Gelassenheit.
Dito.
Wie lang hat es gedauert bis der Strom abgestellt war?
Holger2, Montag, 10.08.2026, 23:56 (vor 7 Stunden, 52 Minuten) @ TUI-Ferienexpress
Hallo,
...ohne jetzt zynisch zu sein: Wenn man die normal übliche Zeitdauer einrechnet, bis die Bahn vor Ort die Unfallstelle stromtechnisch sichert, hätte die Feuerwehr auch ruhig noch ein wenig später kommen können. Weil bevor die Unfallstelle nicht sicher geerdet ist, dürfen die Feuerwehren sowieso nicht anfangen.
Holger