Auswirkunger der Unpünktlichkeit: Bahn und Bundeswehr (Allgemeines Forum)
Hallo,
Zumindest in Teilbereichen beeinträchtigt die Bahnsituation offenkundig die Bundeswehr.
Ich meine nicht die Leistungsfähigkeig des Streckennetzes im Verteidigungsfall.
Ich beziehe mich auf mehrere Gespräche mit Gebirgsjägern in Zügen zwischen Bischofswiesen, Freilassing und München.
Die Zustände dort dürften Forenteilnehmern bekannt sein: München - Salzburg chronisch überlastet, Verspätungen auch durch Grenzkontrollen, die Strecke Freilassing - Berchtesgaden wurde vor einigen Jahren bei langen Sperren saniert, dann war eine Brücke urplötzlich für viele E-Loktypen nicht mehr fit, durchgehende Züge fahren mittlerweile weder von Berchtesgaden / Bischofswiesen nach Salzburg, noch nach München, geschweige denn weiter.
Nun kommt die Bundeswehr ins Spiel.
Viele Soldaten, mit denen ich etwa bei verpassten Anschlüssen in Freilassing ins Gespräch kam, berichteten, dass viele junge Soldaten nach kurzer Zeit den Dienst als Gebirgsjäger in Bischifswiesrn quittieren würden, weil die Möglichkeiten der Heimreise an Wochenenden sich so extrem verschlechtert hätten.
Zwar versuche die Bundeswehr mit Shuttletransporten ab München entgegenzuwirken, aber da müsse man sich vorab annelden und wenn dann der Fernzug nach München Verspätung hat...
Die Bahnverkehrssituation scheint für den Gebirgdjägerstandort Bischofswiesen zum Problem geworden zu sein.
Da kommt den Worten von Ex-Verkehrsminister Schnieder aus dem September 2025 auch eine ganz andere Bedeutung zu: "Viele setzen das Nicht-Funktionieren bei der Bahn gleich mit einem Nicht-Funktionieren unseres Staates. Ich finde das brandgefährlich."
Schönen Sonntag aus einer NRW-RB 50, die sogar 6 Minuten vor Plan in MS eintraf!