Beobachtungen zwischen Köln und Hagen/Dortmund (Allgemeines Forum)
Nachdem die Bahn sich ja bezüglich des pünktlichen Endes der „Korridorsanierung“ selbst feiert, konnte ich in den letzten zwei Wochen mehrfach die Strecken Köln-Solingen-Wuppertal-Hagen-Dortmund (im Fernverkehr, in beide Richtungen) befahren. Folgende subjektive Beobachtungen konnte ich dabei machen:
- Die „problematische“ Brücke bei Opladen und die daraus folgende, nur eingleisige Nutzung der Strecke zwischen Solingen und Opladen ist regelmäßig „nur“ für fünf bis sieben Minuten Verspätung verantwortlich.
- Zwischen Solingen und Hagen sind dagegen bei meinen Fahrten regelmäßig „Langsamfahrstellen“ zu beobachten gewesen, die je Fahrt zwischen zehn und dreißig Minuten zusätzliche Verspätung produziert haben. Ob diese durch technische Gründe, tatsächlich echte Langsamfahrstellen oder durch hohe Streckenauslastung bedingt waren, ließ sich nicht klären. Es waren nach meiner Beobachtung immer die gleichen Stellen.
- Die Bahnhöfe Wuppertal und Hagen sorgen für Verspätung: Bei jeder Fahrt stand man mehrere Minuten vor den Bahnhöfen und musste auf Einfahrt warten,
- In Hagen fehlen aktuell durch die Sanierung des Hauptbahnhofs Hagen Gleise für die Zahl der Züge: bei jeder meiner Fahrten gab es durch belegte Gleise in Hagen zwischen sieben und zehn Minuten Verspätung.
- Auch zwischen Hagen und Dortmund scheint – auch wenn die Strecke nicht Teil der „Korridorsanierung“ war – mehr Probleme als vor der „Korridorsanierung“ zu geben: War zuvor die zwischen dort problematische „Ruhrbrücke“ für zwei bis drei Minuten Verspätung verantwortlich zu sein, sammelt man aktuell zwischen Hagen und Witten weitere zehn Minuten Verspätung ein.
- An zahlreichen Streckeabschnitten zwischen Hagen und Solingen liegen noch neue/ unverbaute Baumaterialien, soweit sich dies aus dem Zug erkennen ließ auch häufig nur schlecht gesichert und zum Teil auch eher „unordentlich“ gelagert. Das lässt vermuten, dass hier entgegen der "Jubelmeldung" noch gebaut wird (auch Baugeräte/ Baumaschinen sind bis heute zu sehen).
In Summe hatte ich bei keiner meiner Fahrten unter 35 Minuten zusätzliche Verspätung auf der Strecke gesammelt; soweit ich das auch für andere, von mir nicht genutzte Züge beobachten konnte, muss man aktuell sinnvollerweise von mindestens 30 Minuten zusätzlicher Verspätung auf der Strecke Köln - Hagen ausgehen (zwischen Dortmund und Hagen noch mal mindestens 5 Minuten mehr); es ist aber auch nicht ungewöhnlich, wenn es mal 50 oder 60 Minuten zusätzliche Verspätung werden. Die meisten Reisenden haben dies aber verhältnismäßig entspannt ertragen.
Was ich mich jedoch frage: Wie kann so eine quasi „Jubelmeldung“ seitens der DB veröffentlicht werden, wenn a) noch am 10.Juli erkennbar war, dass hier nichts pünktlich fertig wird und b) auch zwei Wochen nach „pünktlichem“ Abschluss vieles nur halbfertig ist und scheinbar auch mehrere Sanierungsarbeiten nicht „abgestimmt“ gelaufen sind, sodass man nun ehrlicherweise mehr Probleme auf der Strecke hat als vorher? Wieso wird hier DB Fernverkehr nicht rebellisch, denn Umlaufpläne geraten durch die zusätzlichen Verspätungen auf der Strecke ja auch in Gefahr? Oder sind meine Beobachtungen alles nur Zufall und nur ich habe diese „Probleme“?
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Torpedo,
23.07.2026, 13:26
- Interview mit Verkehrsminister Oliver Krischer im WDR - Bm235, 23.07.2026, 18:28
- Kaum doch durchgehender Fernverkehr von und nach Köln -
jotxl,
26.07.2026, 15:44
- Kaum noch durchgehender Fernverkehr von und nach Köln
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jotxl,
26.07.2026, 16:25
- Kaum noch durchgehender Fernverkehr von und nach Köln