Zum Breitband-Mobilfunk auf Berlin–Hamburg (Allgemeines Forum)
Hallo Jörg,
wie ICE1021 schon schrieb, geht in diesem Artikel offenbar einiges durcheinander.
Zur weiteren Einordnung: Entlang der Strecke gibt es schon heute zahlreiche Mobilfunkmasten der öffentlichen Netzbetreiber. Sie sind meist etwa 40 bis 50 Meter hoch und tragen auf mehreren Ebenen Antennen in verschiedene Richtungen, nicht nur entlang der Bahn (Beispiel und beispielhafte OSM-Karte). Diese Masten erzielen auf Frequenzen unter einem Gigaherz (z. B. im klassischen GSM-Band bei 900 MHz) große Reichweiten und können damit nicht nur Züge, sondern auch Orte im Umkreis von ein paar Kilometern gut versorgen. Über solche Masten dürfte die Strecke auch komplett mit öffentlichem Mobilfunk ausgeleuchtet und eine nahezu lückenlose Sprachkommunikation möglich sein, wenn man nicht gerade in einem Wagen ist, der noch keine für Mobilfunk besonders durchlässigen Scheiben hat.
Der Pferdefuß liegt nun darin, dass die verfügbare Bandbreite in diesem Frequenzband begrenzt ist. Im Rahmen eines Pilotprojekts entstehen entlang der Strecke gerade zahlreiche zusätzliche Mobilfunkmasten (Beispiel), die vor allen Dingen dem öffentlichen Mobilfunk in einem besonders hohen und breiten Frequenzband (mehrere 100 MHz bei 3,6 GHz) arbeiten. Damit lassen sich sehr große Bandbreiten erzielen, jedoch sind die Reichweiten gering und erfordern praktisch eine Sichtverbindung zwischen dem Masten und den Endgeräten. Gleichzeitig werden standardisierte, aber nur 15 m hohe Masten verwendet, um größere Genehmigungsverfahren und diese schneller und einfacher realisieren zu können.
Bereits vor der Generalsanierung standen etwa zwei handvoll dieser Masten an der Strecke, zwischenzeitlich ist ein Großteil aufgebaut. Etwa 20 Masten sind bereits mit GSM-R-Antennen bestückt (Beispiel), um das GSM-R-Netz für das nunmehr offenbar in den 2030er Jahre vorgesehene ETCS zu verdichten. Die Stromversorgung, aus denen die Systemtechnik des öffentlichen Mobilfunks an diesen Masten gespeist werden soll, soll laut Ausschreibungsunterlagen gegen Mitte 2027 abgeschlossen werden. Nun wird es spannend, inwieweit eine Einigung mit den öffentlichen Mobilfunkbetreibern gelingt. In den 2030er Jahren könnte etwa jeder zweite bis dritte Mast für den GSM-R-Nachfolger FRMCS genutzt werden, zumindest sind derartige Abstände bei einem ersten FRMCS-Pilotprojekt in Bayern vorgesehen.
Für vertiefend interessierte liefert Wikipedia, ab "Die DB plant") eine Zusammenfassung. Das Konzept wird auch in einem (siehe Fachartikel, PDF-Seite 8) beschrieben.
Viele Grüße
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten
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- (ZM:) 5G im Zug? Wohl nicht. Zu viele Köche ... -
Der Blaschke,
17.06.2026, 17:05
- Link ohne Bezahlschranke -
ICE1021,
17.06.2026, 21:35
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br403,
19.06.2026, 20:28
- Link ohne Bezahlschranke - Irgendware, 20.06.2026, 21:00
- Link ohne Bezahlschranke -
br403,
19.06.2026, 20:28
- (ZM:) 5G im Zug? Wohl nicht. Zu viele Köche ... - Mike65, 18.06.2026, 00:52
- Zum Breitband-Mobilfunk auf Berlin–Hamburg - bigbug21, 19.06.2026, 16:37
- Link ohne Bezahlschranke -
ICE1021,
17.06.2026, 21:35