9TVS Teil 2: Das große Wasser und die TPC [m34B] (Reiseberichte)

Math5D, Freitag, 12.06.2026, 16:41 (vor 19 Stunden, 20 Minuten)

Nach einer Tour in den Osten soll es heute in die andere Richtung gehen. Dort ist die vermutlich spannendste Bahngesellschaft die TPC mit ihren vier Linien. Angesichts meines Tickets müsste ich eigentlich unbedingt mit der BVB fahren, deren oberer Teil ab Villars ebenfalls nur im GA enthalten ist. Dafür sind die Anschlüsse an die Simplonlinie, gerade von Osten her kommend, dermaßen bescheiden, dass man sie kaum mit etwas anderem kombinieren kann. So fällt meine erste Wahl auf die beiden Linien entlang des Flusses "Grande Eau", französisch für "Großes Wasser". Los geht es also mit dem IR90 nach Aigle.

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01 Dort enden inzwischen einige Züge des RER Vaud, die nicht mehr als S, sondern als R bezeichnet werden. Manche fahren sogar bis St-Maurice. Zu meiner Zeit damals endeten alle noch in Villeneuve.

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02 Die TPC hat ihren eigenen Bahnhofsteil, hier schon mit dem Zug der ASD, der mich gleich nach Les Diablerets bringen wird. Das ist interessanterweise ein Zahnradzug, da er auch auch auf der AOMC verkehren kann.

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03 Das tun aber planmäßig nur noch solche GTWs. Auch die ASD wird derzeit auf moderne Züge von der 2. Generation westschweizer Meterspurzüge umgestellt, von so einem ist aber nichts zu sehen. Auch der Zug, der zur überschlagenden Wende ankommt, ist ein alter.

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04 Dann geht es los, hier das Streckennetz.

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05 Blickfang am Anfang ist das Château. Danach geht es durch eine mit Kameras überwachte Langsamfahrstelle, die vermutlich abzurutschen droht.

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06 Vor Le Sépey fährt die ASD noch durch eine Spitzkehre, die aber bald abgebaut werden soll. Dabei ist der dadurch angeschlossene Ort nicht nur namensgebend, sondern auch der mit Abstand wichtigste Halt.

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07 Neben der Zugbegegnung - wieder ein alter Triebwagen - kommen auch gleichzeitig die Busse der Linie 175 in beide Richtungen in Form solcher Setras. Die Linie habe ich später auch noch eingeplant.

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08 Die eigentlich von weither sichtbaren Tour de Mayen und Tour d'Aï sind leider in den Wolken.

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09 Die markante Straßenbrücke ist allerdings gut zu sehen.

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10 In Les Diablerets gibt es eine kurze Wendezeit, während der neben dem Bus nach Gstaad, den ich letztes Mal von hier genommen habe, plötzlich auch ein TPC-Bus auftaucht. Ein kurzer Blick in den Fahrplan sagt mir, dass der nach Villars-sur-Ollon fahren müsste. Genial! Wieso habe ich den vorher nicht gesehen? So könnte ich ja doch die BVB mitnehmen! Aber im Bus drin steht eine ganz andere Liniennummer mit anderem Ziel und so steige ich wieder aus und nehme wie geplant den Zug zurück nach Aigle.

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11 Die Tours sind inzwischen etwas herausgekommen,

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12 darunter die Straße im Hang, der ähnlich wie bei Brienz GR langsam abrutscht.

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13 Nebenan kommt mein nächstes Ziel in Sicht, die AL.

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14 Die spart sich dank des Zahnradantriebs unsere Serpentinen

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15 und so ist während der "Parallelfahrt" der Triebwagen nur ab und zu in Sicht.

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16 Es kommt, wie es kommen musste: Der nächste Zug nach Les Diablerets ist einer der ganz neuen, der anscheinend im Laufe des Vormittags für einen der alten eingewechselt wurde.

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17 Da fährt er ab

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18 und gibt den Blick auf den nächsten GTW frei.

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19 Nach einer ewigen Fahrt durch den Stau in der Stadt nimmt die AL ihre Spitzkehre im Depot mit.

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20 Da kommen wir gerade her,

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21 und drüben ist die ASD-Strecke.

In Leysin steige ich dann im quasi-Hauptbahnhof Feydey aus, wo die 175 startet. Vermutlich hätte ich es auch noch geschafft, das Stück bis Grand Hôtel zu fahren und zu Fuß zurückzulaufen. Das wird nämlich auch demnächst abgebaut und durch eine Strecke zur Talstation der lokalen Bergbahnen ersetzt, aber ich bin es ja auch 2020 schonmal gefahren. So entscheide ich mich aufgrund der Verspätung gegen den Schlenker. Genau mein Bus ist dann natürlich kein Setra, sondern ein normaler Stadtbus.

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22 Aus dem sieht man die bekannte Brücke mal von oben,

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23 dann kommt der eben gesehene neue Zug schon wieder aus Les Diablerets zurück.

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24 Aus Aigle folgt mein Triebzug von vorhin.

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25 Auch ein kleiner Bus steht bereit.

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26 Rückblick auf den Weg von Leysin hierunter. Die 175 fährt nun weiter nach Chatêau-d'Oex (sprich: Schattoh deh) mit Anschluss an die MOB in beide Richtungen. Dabei wird der Bus nach und nach immer voller mit Kindern, die wohl zu irgendeinem Ferienlager fahren und gnadenlos aufgedreht sind, aber zum Glück dafür nicht in die Bahn umsteigen.

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27 Ich entscheide mich gegen einen Schlenker nach Gstaad für die direkte Verbindung nach Montreux, in der ein Wagen mit richtigen Fenstern von einem westschweizer Meterspurzug gezogen wird.

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28 Hintendran folgen ein paar Panoramawagen sowie ein ex-CrystalPanoramic-Steuerwagen.

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29 Hinter Rossinière geht es am Lac du Vernex entlang.

In Montreux gibt es einen bahnsteiggleichen Umstieg von der MOB auf den IR90 mit 2min Umstiegszeit. Die Tatsache, dass einem der in der Verbindungsauskunft nicht angezeigt wird, spricht schon für sich, meine Erfahrung mit der MOB ebenfalls. Waren wir bis Montbovon noch fast pünktlich, stehen wir dort eine halbe Ewigkeit, nur um in Les Sciernes nochmal 5min auf den Gegenzug warten zu müssen. Ich verstehe auch einfach nicht, warum wir nicht bis Allières vorgelassen wurden, das hätte sicher geklappt.

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30 Auch der Regionalzug nach Les Avants kommt hier deutlich zu spät an - auch dem hätten wir problemlos eine Station später begegnen können.

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31 Nun geht es endlich in den besten Abschnitt in mehreren Serpentinen runter nach Montreux.

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32 Der einzige Zug, dem es erlaubt wird, weiter vorzufahren als geplant: der GPX. Der sollte uns planmäßig in Chamby begegnen, kommt aber schon in Sendy-Sollard, auf Kosten weiterer Verspätung bei uns.

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33 Immerhin geht es direkt weiter, als der da ist.

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34 Dann öffnet sich der Blick über Montreux, Vevey, etc.

Wie erwartet klappt der Anschluss in Montreux nicht, zumal wir komischerweise auf Gleis 6 statt 5 reingelassen werden. So nehme ich noch den RE nach Aigle und dort den IR90 eine halbe Stunde später - damals hießen beide noch IR90, inzwischen wechseln sich 90 und 95 ab mit jeweils halbwegs einheitlicher Haltepolitik (Nyon, Morges, Leuk vs St-Maurice). Ziemlich früh bin ich wieder in Brig und kann für den nächsten Tag wieder eine große Tour einplanen.


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