? Handhabung FGR nach Kopenhagen / Umstieg von ECE auf RJ (Fahrkarten und Angebote)

Vorsignalwiederholer, Samstag, 06.06.2026, 16:54 (vor 3 Stunden, 5 Minuten)

Hallo liebe Mitforisten,

auch von mir eine (verspätete) Gratulation zum Forengeburtstag.
Nachdem auch ich seit knapp anderthalb Jahrzehnten stiller Mitleser bin (und schon die eine oder andere schöne Reise aufgrund der vielen von euch geteilten Informationen gemeistert habe - vielen Dank!), habe ich jetzt selber mal eine konkrete Frage:

Ich habe vor einigen Monaten BB-Punkte in eine Skandinavien-Reise für mich und eine angehörige Person investiert, die in der kommenden Woche mit einer Fahrt nach Kopenhagen beginnen soll. Das Ticket hatte ursprünglich also mal Zugbindung, ab Hamburg und beim Grenzübertritt sollte der ECE 1196 genutzt werden. Für Letzteren liegt leider keine Reservierung vor; die konnte das DB-System damals nicht verkaufen.

Nun hat mir die Deutsche Bahn bereits vor einigen Wochen per Email mitgeteilt, dass die geplante Verbindung so nicht mehr fahrbar sei. (Inzwischen ist ersichtlich, dass der ECE in Fredericia enden soll.) Die einzig mir vernünftig erscheinende Alternativverbindung, die ich finden konnte, ist mit dem RJ 1176 ab Altona.

Also war ich ins Reisezentrum gegangen, mit der Idee, mir einen „Zugbindung aufgehoben“-Stempel abzuholen oder gar eine explizite Freigabe für den RailJet. Beides wurde mir mit der Aussage „Das brauchen Sie nicht“ verweigert; dafür wurden die Reservierungen der restlichen Strecke am Schalter für mich umgebucht.


Nun schreibt mir das automatisierte System dieser Tage jedoch (neben einigen Sätzen auf Deutsch) dann noch Folgendes:

DELAY CONFIRMATION for international passengers (for presentation in trains and to service staff)

The passengers presenting this Delay Confirmation have been informed by DB that their journey is subject to timetable changes/train cancellation/missed connection leading to a delay of at least 60 min at the destination indicated on their ticket. Therefore, they may use any other train in the direction of this destination even via another route, on the same day or later. The passengers have been informed that they must use the same carriers (e.g. DB, SNCF, ÖBB, SJ) stated on their ticket(s). For trains marked with an „R“ in the timetable a new seat reservation is compulsory. The passengers may claim reimbursement of costs from their issuing undertaking (e.g. DB).

Zwar ist es schön, dass es inzwischen diese rote englischsprachige Hinweisbox gibt, aber der Teil mit „they must use the same carriers“ hat mich jetzt doch verunsichert. RJ ist ja eine Marke der ÖBB, und ich las, dass da im Süden der Republik auch durchaus rabiat unterschieden wird; aber so weit im Norden war ich eigentlich davon ausgegangen, dass DB und/oder DSB als Beförderer auftreten würden, nicht die ÖBB selbst, und das damit dann auch unsere Tickets gültig wären. Das würde sich ja auch mit der Aussage im Reisezentrum decken.

Die mitreisende Person ist schon etwas älter und nicht so Bahn-affin, so dass ich im Sinne der Stressvermeidung auf meinen üblichen Ansatz „einfach mal hingehen, und an der Zugtür fragen, ob ich die FGR richtig interpretiere“ gerne verzichten würde. Nötigenfalls würde ich uns noch zwei weitere Fahrkarten bei den ÖBB kaufen - das mit "may claim reimbursement of costs" ist ja unzweideutig.

Was stimmt denn jetzt konkret, weiß jemand Genaueres oder hat gar Quellen?

Und Addendum: die Aussage, dass zu dieser Jahreszeit auf dieser grenzüberschreitenden Strecke noch keine Reservierungspflicht gilt, stimmt auch für den RJ, oder?

Vielen Dank für eure Hilfe!


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