Brandenburg: Templin - Joachimstal (RB63) keine Reaktivierun (Allgemeines Forum)

Waldbahn, Mittwoch, 27.05.2026, 19:45 (vor 18 Tagen)

Hallo

der RBB informiert, dass die Wiederinbetriebnahme der RB63 von Joachimstal nach Templin keinen positiven Kosten/Nutzen Faktor erhalten hat um vom Bund Förderung zu erhalten.

Es wird weiterhin argumentiert, dass es mit der RB12 eine Anbindung von Templin nach Berlin gäbe, die mehr Zuspruch habe als die RB63.

Leider eine vertane Chance...

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Gruß
Waldbahn

Was ist daran tragisch?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 27.05.2026, 23:36 (vor 18 Tagen) @ Waldbahn

Hallo.

Wenn ich das richtig sehe, gibt es von Joachimsthal nach Templin und umgekehrt jeweils einen Busanschluss. Soll der dann gestrichen werden? Wie ausgelastet ist denn der Bus?

Und wäre es nicht eher sinnvoll, den Bus von/nach Eberswalde zu verlängern und den Zug von/nach Joachimsthal stattdessen zu streichen?


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Was ist daran tragisch?

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 28.05.2026, 09:11 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke

Wenn ich das richtig sehe, gibt es von Joachimsthal nach Templin und umgekehrt jeweils einen Busanschluss. Soll der dann gestrichen werden? Wie ausgelastet ist denn der Bus?

Der Bus ist so ausgelastet, dass ab kommenden Montag sogar ein neuer Fahrplan gilt: https://uvg-online.com/wp-content/uploads/2026/05/2026-05-05-Fahrplananpassung-Linie-51...

Und wäre es nicht eher sinnvoll, den Bus von/nach Eberswalde zu verlängern und den Zug von/nach Joachimsthal stattdessen zu streichen?

Man könnte vielleicht auch einfach die vorhandenen Bahnlinien durchbinden, anstatt so ein Stückwerk mit Umstiegen anzubieten, die im Zweifel in die Hose gehen.

Das Stück zwischen Templin und Joachimsthal wurde ja bereits zweimal stillgelegt. Zwischen diesen beiden Malen wagte man dann den Versuch der Reaktivierung, der aber von den Leuten nicht angenommen worden ist. Meiner Meinung nach sollte man, wenn überhaupt, die RB 12 von Templin nach Eberswalde verlängern.

Was ist daran tragisch?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 28.05.2026, 09:43 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Hey.

Meiner Meinung nach sollte man, wenn überhaupt, die RB 12 von Templin nach Eberswalde verlängern.

Für wen?

Der Bus wird auf Alibifahrplan umgestellt, weil leer. Die Züge waren stets leer.

Für wen will man da also Energie vergeuden?


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Was ist daran tragisch?

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 28.05.2026, 10:20 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke

Hey.

Meiner Meinung nach sollte man, wenn überhaupt, die RB 12 von Templin nach Eberswalde verlängern.


Für wen?

Na das hätte sich durchaus zeigen können, als man die Strecke vor ein paar Jahren für ein paar Jahre wieder befuhr. Leider verlängerte man die RB 63 nach Templin, statt die RB 12 nach Joachimsthal bzw. Eberswalde. Ich denke, da hätte man eine größere Nachfrage generiert, erst recht, wenn in Eberswalde noch eine Verknüpfung zur RB 24 bestanden hätte.

Der Bus wird auf Alibifahrplan umgestellt, weil leer. Die Züge waren stets leer.

Das mag an der Größe der Transportgefäße liegen. Bei meiner Mitfahrt mit dem Bus war der jedenfalls voll. Das war während der ersten Stilllegung der Strecke. Als ich den Bahnhof Joachimsthal verließ und auf den Vorplatz trat, stand in der Nähe der Bushaltestelle so ein weißer Kleinbus, völlig unbeschriftet; ich dachte, ein Vati will seine Kinder vom Bahnhof abholen. Nachdem ich eine Weile an der Haltestelle wartete und sich nichts tat, fragte ich den Vati, ob er den Bus bereits hat abfahren sehen. Da gab er sich als Bus 515 nach Templin zu erkennen. Im Fahrtverlauf füllte sich der Wagen dann empfindlich und die neun Sitzplätze waren schnell belegt.

Für wen will man da also Energie vergeuden?

Tja, ich habe auch kein Patentrezept für solche Situationen aber ich denke, dass mit einem attraktiven Angebot mehr Leute hinter dem Ofen hervorzulocken sind, als mit vielen Umstiegen und manchmal fahrenden Bussen. Ganz menschenleer ist ja die Gend auch nicht und ÖPNV ist nun mal auch ein Stück weit Daseinsfürsorge.

Was ist daran tragisch?

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 28.05.2026, 11:12 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von JeDi, Donnerstag, 28.05.2026, 11:14

Tja, ich habe auch kein Patentrezept für solche Situationen aber ich denke, dass mit einem attraktiven Angebot mehr Leute hinter dem Ofen hervorzulocken sind, als mit vielen Umstiegen und manchmal fahrenden Bussen.

Aber genau das wurde doch probiert - sowohl mit der Reaktivierung, als auch mit den Plusbus. Ich sehe auch nicht, wie eine Durchbindung der RB12 das ändern sollte, wo soll denn da eine Nachfrage herkommen? Und es ist halt immer noch dünn besiedeltes Nordbrandenburg, in den Orten entlang der Strecke leben keine 3000 Menschen...

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Weg mit dem 4744!

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Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 28.05.2026, 11:39 (vor 17 Tagen) @ JeDi

Aber genau das wurde doch probiert - sowohl mit der Reaktivierung, als auch mit den Plusbus. Ich sehe auch nicht, wie eine Durchbindung der RB12 das ändern sollte, wo soll denn da eine Nachfrage herkommen?

Ich denke mir, dass eine Verbindung für die meisten Menschen umso attraktiver ist, je weniger Umstiege sie beinhaltet. Bindet man die RB 12 durch und verknüpft sie mit der RB 24 hätte man quasi eine Ringlinie, die die Region direkt mit ihren Mittelzentren Oranienburg, Templin, Eberswalde und Bernau sowie mit Berlin verbindet, letzteres sogar in beide Richtungen. Mir ist natürlich klar, dass dies bezüglich der unterschiedlichen Transportgefäßgrößen eine Herausforderung sein kann aber in irgendeinen sauren Apfel muss man eben beißen - das Land Brandenburg macht dies regelmäßig mit Streckenstilllegungen.

Attraktivität ≠ Nachfrage

sibiminus, Donnerstag, 28.05.2026, 12:20 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Aber genau das wurde doch probiert - sowohl mit der Reaktivierung, als auch mit den Plusbus. Ich sehe auch nicht, wie eine Durchbindung der RB12 das ändern sollte, wo soll denn da eine Nachfrage herkommen?


Ich denke mir, dass eine Verbindung für die meisten Menschen umso attraktiver ist, je weniger Umstiege sie beinhaltet.

Ohne Menschen befriedigt auch das attraktivste Angebot keine Nachfrage. Die ist schlicht nicht vorhanden.

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Was ist daran tragisch?

Waldbahn, Donnerstag, 28.05.2026, 12:37 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Der Versuch der Reaktivierung war ja auch zu Hochzeiten von Corona, wo niemand rausdurfte (Lokckdwon) bzw es einzelne Lockerungen gab. Sich auf diese Zahlen zu berufen ist meiner Ansicht nach falsch. Im Endeffekt gibt es die RB 12 nach Berlin. Aber wenn's keine Alternative gibt (Ausweichmöglichkeit) kann man sich die Auslastung dort auch schön rechnen.

Und ein PlusBus der keine Verknüpfungen in Eberswalde oder Templin an andere Linien hat - Stichwort Anschluss etc - ist ja auch unmittelbar zum Scheitern verurteilt.

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Gruß
Waldbahn

Was ist daran tragisch?

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 28.05.2026, 12:51 (vor 17 Tagen) @ Waldbahn

Und ein PlusBus der keine Verknüpfungen in Eberswalde oder Templin an andere Linien hat - Stichwort Anschluss etc - ist ja auch unmittelbar zum Scheitern verurteilt.

Aber das scheint ja gerade das Merkmal von diesen PlusBussen zu sein. Mir ist jedenfalls noch nie eine Mitfahrt gelungen, weil der immer gerade weg war oder man noch eine halbe Ewigkeit warten musste, wenn ich mit dem Zug irgendwo ankam. Einmal wollte ich im PlusBus von Schwedt nach Prenzlau fahren, da gab es an beiden Enden keinen Anschluss und in die Sabinchenstadt Treuenbrietzen hat es auch nicht geklappt.

Was ist daran tragisch?

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 28.05.2026, 20:59 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Aber genau das wurde doch probiert - sowohl mit der Reaktivierung, als auch mit den Plusbus. Ich sehe auch nicht, wie eine Durchbindung der RB12 das ändern sollte, wo soll denn da eine Nachfrage herkommen?


Ich denke mir, dass eine Verbindung für die meisten Menschen umso attraktiver ist, je weniger Umstiege sie beinhaltet. Bindet man die RB 12 durch und verknüpft sie mit der RB 24 hätte man quasi eine Ringlinie, die die Region direkt mit ihren Mittelzentren Oranienburg, Templin, Eberswalde und Bernau sowie mit Berlin verbindet, letzteres sogar in beide Richtungen. Mir ist natürlich klar, dass dies bezüglich der unterschiedlichen Transportgefäßgrößen eine Herausforderung sein kann aber in irgendeinen sauren Apfel muss man eben beißen - das Land Brandenburg macht dies regelmäßig mit Streckenstilllegungen.

Und wie groß schätzt du die Nachfrage über Templin hinaus ein (was ja nach deiner Darstellung das größte Problem am Reaktivierungs-Versuch war)? Warum sollte man überhaupt über das nächste Mittelzentrum hinaus fahren, wenn doch die Anbindung ans Mittelzentrum das Ziel ist? Ich verstehe deinen Beitrag grade glaube ich nicht.

Im Gehensatz dazu kann man eine Durchbindung der RB24 in Eberswalde sicher machen - wie es ja bis 2014 der Fall war. Ob das dann aber wirklich attraktiver wäre als die heutige Umsteigeverbindung - in Lastrichtung an den RegionalExpress und damit nach Bernau 5 min schneller (Berlin je nach Ziel)?

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Weg mit dem 4744!

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JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 28.05.2026, 21:10 (vor 17 Tagen) @ Waldbahn

Der Versuch der Reaktivierung war ja auch zu Hochzeiten von Corona, wo niemand rausdurfte (Lokckdwon) bzw es einzelne Lockerungen gab. Sich auf diese Zahlen zu berufen ist meiner Ansicht nach falsch. Im Endeffekt gibt es die RB 12 nach Berlin. Aber wenn's keine Alternative gibt (Ausweichmöglichkeit) kann man sich die Auslastung dort auch schön rechnen.

Die Strecke wurde 2018 reaktiviert (also vor Corona). Coronabedingt wurde dann sogar der Probebetrieb verlängert, um aussagekräftigere Zahlen zu bekommen.

Und ein PlusBus der keine Verknüpfungen in Eberswalde oder Templin an andere Linien hat - Stichwort Anschluss etc - ist ja auch unmittelbar zum Scheitern verurteilt.

Der Plusbus hatte schlanke Anschlüsse zur RB63 in Joachimstal. In Templin ist die Umsteigezeit zum Plusbus nach Prenzlau in der Tat recht großzügig, und es wird keiner der beiden Bahnhalte angefahren - allerdings hat man auch rund 50 Minuten Umsteigezeit.

Die Stärkung der (schon damals deutlich stärker nachgefragten) Linie über Oranienburg nach Berlin war seinerzeit übrigens eines der Ziele der Einstellung von Joachimstal - Templin Stadt. So wirklich gut nachgefragt war die damals nämlich auch nicht, das hat sich aber wohl deutlich gebessert. Mit Zehdenick gibt es dort allerdings auch einen relevanten Zwischenhalt.

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Weg mit dem 4744!

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JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 28.05.2026, 21:16 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Prinzipbedingt hat der Plusbus Joachimstal - Templin seinen „Hauptanschluss“ in Joachimstal an den Zug, der von Prenzlau nach Templin in Prenzlau - ebenfalls an den Zug. Daraus ergibt sich quasi automatisch eine Umsteigezeit von ca. 20 Minuten in Templin zwischen den beiden Bussen. Klar könnte man künstlich verlangsamen, und noch ein paar Orte mehr andienen, dann wäre der schnellen Verbindung ins Mittelzentrum aber ein Bärendienst erwiesen.

Prenzlau - Schwedt gilt das übrigens genau so - in Prenzlau gibt es einen ~10 min Anschluss, in Schwedt Mitte wird der Zug relativ knapp verpasst - auch das wird aber mit einem Blick auf die Landkarte relativ klar.

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Weg mit dem 4744!

Was ist daran tragisch?

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 29.05.2026, 11:25 (vor 16 Tagen) @ JeDi

Und wie groß schätzt du die Nachfrage über Templin hinaus ein (was ja nach deiner Darstellung das größte Problem am Reaktivierungs-Versuch war)? [...] Ich verstehe deinen Beitrag grade glaube ich nicht.

Und ich verstehe Deine Nachfragen nicht. Woher soll ich denn wissen, was sich dort mit einem vernünftigen Angebot für eine Nachfrage generieren lässt? Ich bin doch kein Hellseher. Dass dort nicht allzu viele Menschen leben, steht völlig außer Frage, das ist aber keinen Grund für ein schlechtes ÖPNV-Angebot.

Warum sollte man überhaupt über das nächste Mittelzentrum hinaus fahren, wenn doch die Anbindung ans Mittelzentrum das Ziel ist?

Da ich noch nicht mit allen Eingeborenen dort gesprochen habe, wusste ich auch nicht, dass diese Menschen stets nur bis ins nächste Mittelzentrum zu gelangen begehren. Die Anzahl der Reisenden, die mit Zügen nach Berlin fahren und dort aussteigen sagt zumindest mir etwas anderes.

Im Gehensatz dazu kann man eine Durchbindung der RB24 in Eberswalde sicher machen - wie es ja bis 2014 der Fall war. Ob das dann aber wirklich attraktiver wäre als die heutige Umsteigeverbindung - in Lastrichtung an den RegionalExpress und damit nach Bernau 5 min schneller (Berlin je nach Ziel)?

Du hältst also Umsteigeverbindungen für attraktiver, als wenn man durchfahren kann? Das halte ich für eine steile These. Ich meine, ich persönlich habe nichts dagegen und baue in meine Reiseketten sogar dann und wann absichtlich Umstiege ein; dennoch habe ich nicht selten Stimmen gehört, die lieber mit dem Auto fahren, weil man auf der Verbindung umsteigen muss, zumal so ein Umstieg auch Risiken in sich birgt. Selbst bei einem bloßen Zugtausch, bei dem man bahnsteiggleich umsteigen muss, geht ja schon ein Raunen durch die Menge, weil man sich von seinem Sitzplatz erheben muss.

Was ist daran tragisch?

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 29.05.2026, 11:41 (vor 16 Tagen) @ JeDi

Prinzipbedingt hat der Plusbus Joachimstal - Templin seinen „Hauptanschluss“ in Joachimstal an den Zug, der von Prenzlau nach Templin in Prenzlau - ebenfalls an den Zug. Daraus ergibt sich quasi automatisch eine Umsteigezeit von ca. 20 Minuten in Templin zwischen den beiden Bussen. Klar könnte man künstlich verlangsamen, und noch ein paar Orte mehr andienen, dann wäre der schnellen Verbindung ins Mittelzentrum aber ein Bärendienst erwiesen.

Prenzlau - Schwedt gilt das übrigens genau so - in Prenzlau gibt es einen ~10 min Anschluss, in Schwedt Mitte wird der Zug relativ knapp verpasst - auch das wird aber mit einem Blick auf die Landkarte relativ klar.

Ich habe weder vorher einen Fahrplan studiert, noch habe ich mir eine Landkarte angesehen, nur das VBB-Liniennetz und den Aussagen auf dieser Seite vertraut: VBB PlusBus

Nachdem ich in Schwedt ankam und eine Weile im Bahnhofsumfeld herumirrte, fand ich schließlich die Haltestelle, von einem Bus war weit und breit nichts zu sehen. Daraufhin fuhr ich mit dem Zug mit Umsteigen in Angermünde nach Prenzlau und erlebte dort das Gleiche nochmal. Irgendwann später wollte ich dann noch eine weitere PlusBus-Fahrt wagen und versuchte mein Glück in Treuenbrietzen mit gleichem Ergebnis. Was da genau schiefgelaufen ist, ob Verspätungen oder Ausfälle im Spiel waren, weiß ich jetzt nicht mehr - es ist auch schon ziemlich lange her. Regelmäßig beobachte ich jedoch, wie die PlusBus-Linien 420 und 950 potentiellen Umsteigern aus der Straßenbahn von dannen fahren.

Was ist daran tragisch?

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 29.05.2026, 11:58 (vor 16 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von JeDi, Freitag, 29.05.2026, 12:02

Woher soll ich denn wissen, was sich dort mit einem vernünftigen Angebot für eine Nachfrage generieren lässt? Ich bin doch kein Hellseher.

Ich war davon ausgegangen, dass du dich mit deinem Vorschlag mehr auseinandergesetzt hast, als nur Striche auf die Landkarte zu malen.

Dass dort nicht allzu viele Menschen leben, steht völlig außer Frage, das ist aber keinen Grund für ein schlechtes ÖPNV-Angebot.

Dann fahren wir also dort demnächst alle 5 Minuten? Nur weil in Ahrensdorf nicht mal 400 Menschen leben, ist da ja kein Grund für ein schlechteres Angebot als auf der Berliner Ringbahn...

Da ich noch nicht mit allen Eingeborenen dort gesprochen habe, wusste ich auch nicht, dass diese Menschen stets nur bis ins nächste Mittelzentrum zu gelangen begehren. Die Anzahl der Reisenden, die mit Zügen nach Berlin fahren und dort aussteigen sagt zumindest mir etwas anderes.

Die These der Direktverbindung zwischen Mittelzentren kam von dir. Mit der Nachfrage nach Berlin hat das übrigens nichts zu tun, Berlin ist kein Mittelzentrum.

Du hältst also Umsteigeverbindungen für attraktiver, als wenn man durchfahren kann? Das halte ich für eine steile These.

Ich halte schnelle Umsteigeverbindungen für attraktiver als langsame Direktverbindungen.

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Weg mit dem 4744!

Was ist daran tragisch?

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 29.05.2026, 12:28 (vor 16 Tagen) @ JeDi

Woher soll ich denn wissen, was sich dort mit einem vernünftigen Angebot für eine Nachfrage generieren lässt? Ich bin doch kein Hellseher.

Ich war davon ausgegangen, dass du dich mit deinem Vorschlag mehr auseinandergesetzt hast, als nur Striche auf die Landkarte zu malen.

Ich habe keine Landkarten bemalt und auch keine Zahlen recherchiert, sondern bin einfach davon ausgegangen, dass eine durchgehende Direktverbindung attraktiver ist, als eine Umsteigeverbindung. Gleiches wurde ja auch dem Stückwerk in der Prignitz (RB73, RB74) attestiert, wo man es wohl langfristig in Erwägung zieht, die Strecke gen Norden herzurichten um eine weitere Verbindung Berlin - Rostock zu etablieren.

Die These der Direktverbindung zwischen Mittelzentren kam von dir. Mit der Nachfrage nach Berlin hat das übrigens nichts zu tun, Berlin ist kein Mittelzentrum.

Nein, aber mit meiner Idee wäre alles umsteigefrei miteinander verbunden und somit alle Begehren bedient.

Du hältst also Umsteigeverbindungen für attraktiver, als wenn man durchfahren kann? Das halte ich für eine steile These.

Ich halte schnelle Umsteigeverbindungen für attraktiver als langsame Direktverbindungen.

Ich sehe nicht, inwiefern eine Direktverbindung Templin - Berlin via Joachimsthal und Eberswalde langsamer sein soll, als wenn ich in den beiden letztgenannten Orten umsteigen muss. Und selbst wenn diese Direktverbindung, warum auch immer, langsamer sein sollte, ist sie dennoch für viele Menschen bequemer und damit attraktiver, als wenn sie laufend umsteigen müssen, nur um dadurch fünf Minuten schneller zu sein.

Was ist daran tragisch?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 29.05.2026, 14:23 (vor 16 Tagen) @ JeDi

... Berlin ist kein Mittelzentrum...

Das kommt ganz auf den Blickwinkel an. Im deutschen Vergleich magst Du Recht haben. Aber vergleiche mal unser Bundeshauptdorf mit so Städten wie Tokyo oder New York. Welche Stadt wohl dann eher als Mittelzentrum bezeichnet werden darf, dürfte unstrittig sein denk ich... :)

Was ist daran tragisch?

JanZ, HB, Freitag, 29.05.2026, 14:31 (vor 16 Tagen) @ Tabernaer

Der Begriff "Mittelzentrum" bedeutet nicht, dass die Stadt mittelgroß im Vergleich wozu auch immer ist, sondern dass sie bestimmte Funktionen hat, die kleinere Orte nicht haben (z.B. Facharztpraxen, Kaufhäuser und Kinos). Es handelt sich also um eine absolute und nicht um eine relative Definition. Der Begriff ist aber nur in der deutschen Wirtschaftsgeografie üblich, ein Vergleich mit Tokio ergibt also ohnehin wenig Sinn.

Was ist daran tragisch?

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 29.05.2026, 14:48 (vor 16 Tagen) @ Tabernaer

... Berlin ist kein Mittelzentrum...


Das kommt ganz auf den Blickwinkel an. Im deutschen Vergleich magst Du Recht haben. Aber vergleiche mal unser Bundeshauptdorf mit so Städten wie Tokyo oder New York. Welche Stadt wohl dann eher als Mittelzentrum bezeichnet werden darf, dürfte unstrittig sein denk ich... :)

Mittelzentrum ist ein raumplanerischer Begriff, der bestimmte Funktionen, insbesondere des periodischen Bedarfs (wie das vorhandensein von Fachärzten) beinhaltet. Darüber liegt dann das Oberzentrum, in dem es z.B. Theater, Museen, Regionalbehörden oder Fachkliniken gibt.

In der gemeinsamen Raumplanung Berlins und Brandenburgs ist Berlin eines der Oberzentren.

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