[BG2] Teil 5: Oberalp und Königin der Berge [m113B] (Reiseberichte)

Math5D, Sonntag, 24.05.2026, 09:26 (vor 2 Tagen)

Wie auch im letzten Jahr habe ich neben dem BüGA vor zwei Monaten eine Spartageskarte gekauft, um eine große Tour machen zu können. Eigentlich hatte ich hier irgendwas mit dem Gotthard-Basistunnel und dem Tessin geplant, aber dank eines Güterzugunfalls ist der Tunnel komplett gesperrt. So fällt meine zweite Wahl auf ein Ziel, das bei meinem letzten Besuch komplett vernebelt war - die Rigi. Dorthin kann man von Graubünden aus immerhin die Gotthardnordrampe mitnehmen.

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001 Los geht es also auf der Oberalplinie, die ich alleine deshalb nochmal mitnehmen muss, weil sie als allerletzte nur noch dieses Jahr aus anständigen Wagen besteht.

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002 Hier unser ganzer Zug, der zwar einen Steuerwagen hat, diesen aber nicht als solchen nutzt.

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003 Hinter Ilanz kommen wir dauerhaft in die Sonne, hier am Lag dil Fop.

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004 Vor uns ist sogar ein Gepäckwagen mit Stromabnehmer eingereiht - ich glaube, der ist auch der Grund, aus dem die Lok vor dem Steuerwagen fahren muss, weil der nicht wendezugfähig ist.

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005 Ein letztes Mal sind wir dem Vorderrhein so nahe,

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006 jetzt geht es steil bergauf.

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007 Wie immer der Val Russein

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008 und Val Lumpegna Viadukt,

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009 bevor die Strecke in Disentis/Mustér endet.

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010 Weiter geht es mit der MGB, die ebenfalls erfreulicherweise noch keinen ORION hier einsetzt.

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011 Es geht direkt über den Val Cuoz Viadukt

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012 und seinen großen Bruder bei Bugnei.

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013 Der ist allerdings nachmittags besser in der Sonne.

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014 Langsam geht es aus der Baumregion raus,

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015 hier der Rückblick über die Surselva.

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016 Ein letzter Zahnradabschnitt führt uns gen Oberalppass,

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017 dessen oberer Teil komplett in Galerien und Tunnels verschwindet.

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018 Da fährt die Lok rein

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019 und hier kommt sie kurz direkt vor der Passhöhe wieder raus, daneben der Leuchtturm Rheinquelle.

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020 Oben ist der Oberalpsee halbwegs voll.

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021 Auf Gleis 11 steht ein Bauzug - gut, dass gerade nirgendwo Stromausfall ist.

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022 Im Uri geht es nun am See vorbei,

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023 hier nochmal die Passhöhe

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024 und Bahnstation.

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025 Ein weiteres Mal geht es in eine Galerie

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026 und wieder raus.

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027 Jetzt geht's abwärts

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028 und wir sehen die Lok besser denn je - es ist mal wieder die 101 Sitten/Sion.

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029 Ein paar solcher Bilder müssen einfach sein,

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030 dann kommt das Urserental in Sicht.

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031 Hinter dem Nätschen fahren wir in die beste Stelle ein

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032 mit engen Kurven

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033 und steilen Abhängen.

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034 Unten fährt die Ge4/4 herum.

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035 Eine Etage weiter unten,

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036 und es folgt noch eine.

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037 Hintendran haben wir übrigens einen Wagen mit beschissenen Fenstern.

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038 Hier geht es in die letzte Kehre,

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039 aus Brig kommt ein Komet mit Gelenksteuerwagen.

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040 Das Foto in der letzten Kurve bekomme ich zum allerersten Mal perfekt hin,

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041 ebenso ist die fast simultane Einfahrt perfekt - hier noch auf Gleis 2 und 4.

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042 Zum Glück will ich nicht Richtung Furka,

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043 sondern durch die Schöllenen, wofür der zweite Zug schon im Depot bereitsteht, da er in dieser Stunde offenbar nicht den Schlenker nach Realp mitmacht.

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044 Hier noch Komet und Gütsch-Express,

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045 dann kommt diese Garnitur von Göschenen hoch und kehrt direkt um.

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046 Vorbei an den Teufelsbrücken

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047 geht es bis Göschenen,

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048 wo zuerst der Traverso nach Locarno durchfährt.

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049 In der Sonne macht sich der Zug richtig gut,

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050 rechts die Baustellengleise für die zweite Röhre des Strassentunnels.

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051 Mit einem halben Auge hatte ich im Vorbeifahren hier das VZ-Krokodil gesehen, das eigentlich gar kein Krokodil ist.

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052 Dann fährt unser Zug von eben hoch,

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053 geschoben von dem 93er Deh4/4.

Den zweiten Schöllenenzug und den nächten Traverso bekomme ich nicht drauf, denn mit dem geht es nun bis Arth-Goldau.

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054 Dort ist der Anschluss der ARB auf die Züge aus Zürich optimiert und wechselt noch dazu in dieser Stunde, sodass ich den letzten Zug nur noch mit seinen Rücklichtern sehe. Der war aber sowieso irre voll. Zurück bleibt komischerweise dieser Triebwagen der VRB, den ich nun über eine Stunde anstarren darf.

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055 Unten fährt noch ein Giruno durch,

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056 dann wird dieser ARB-Triebwagen vor den der VRB rangiert und freigegeben.

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057 Wenig später geht es im mäßig vollen Zug hoch

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058 mit gutem Blick auf den Zugersee.

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059 Bei Rigi Klösterli wird die Staffel sichtbar, wo beide Bahnen zusammentreffem.

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060 Dort sehe ich bereits einen der neuen Triebwagen zu einer komischen Uhrzeit.

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061 Der ist da aber wohl nur abgestellt, denn er steht immer noch da, als wir ihn zusammen mit unserem Gegenzug erreichen.

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062 Noch ein letztes Stück alleine,

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063 dann wird es zweigleisig.

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064 Nebenan ist nun auch der Regelzug der VRB angekommen, in Form von zwei weiteren neuen Zügen.

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065 Während der Gipfel in Sicht kommt,

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066 fährt der auch los und startet die epische Parallelfahrt.

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067 Nochmal Zoom

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068 und auf den Pilatus im Hintergrund, den man im Dunst so gerade noch erkennt.

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069 Noch eine Kurve.

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070 Die beiden Gleise sind teilweise recht weit auseinander - vertikal.

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071 Dann holen wir wieder auf

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072 und kommen etwas vor der VRB an.

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073 Vom Gipfel ist heute der ganze Zugersee zu sehen.

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074 Am Zipfel des Vierwaldtstättersees liegt Küssnacht am Rigi,

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075 daneben Immensee. Dazwischen die hohle Gasse.

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076 Luzern ist schon nur noch zu erahnen,

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077 der Pilatus von hier ebenfalls.

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078 Die höheren Berge sind erst recht unsichtbar.

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079 So gehe ich schnell wieder zum Bahnhof, wo die VRB nachmittags immer zuerst runterfährt.

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080 Hier noch der Blick auf den Gipfel

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081 sowie den Zugersee von etwas ums Eck.

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082 Dann kommt die nächste Garnitur neuer Züge hoch und wird direkt von einer Hundertschaft gestürmt.

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083 Ich sichere mir aber meinen Fensterplatz in der zweiten Reihe, von der aus ich beobachten kann, wie ab Rigi Staffel ein mittelalter Zug als Verstärker vorfährt.

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084 Bei Rigi Kaltbad beginnt die Doppelspur

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085 immer geradeaus,

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086 hier mal unser Zug, der nun das Rigilied abspielt.

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087 Vor Freibergen macht unser Gleis dann einen kleinen Bogen,

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088 in dem immer die Zugbegegnung stattfindet.

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089 Durch die Höhendifferenz kann man den Gegenzug wunderbar draufkriegen

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090 aus allen Winkeln.

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091 Wirklich allen.

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092 Dann fahren wir weiter, da wir dank unseres Vorzugs nur ganz wenige Fahrgäste einsammeln, wo auch immer die herkommen.

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093 Währen rechts der Bürgenstock rauskommt,

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094 machen wir endlich eine anständige Kurve.

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095 So bekomme ich auch den Vorzug aufs Bild.

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096 Und noch einmal,

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097 jetzt mit Brücke.

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098 Die befahren wir logischerweise auch

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099 und kommen dem See immer näher.

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100 Bürgenstock und Pilatus liegen hier auf einer Linie,

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101 dann fahren wir in Vitznau ein.

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102 Oben prangt das Schweizerkreuz,

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103 unten der Bahnhof, aus dem nun irre viele Menschen zum See stürmen - tatsächlich hatten wir auch vor dem Vorzug ab irgendwo noch einen weiteren ganz alten Triebwagen im Zugverband.

Das letzte Mal bin ich hier tatsächlich nur eine Stunde früher gewesen, damals pendelte wegen der Wintersaison nur ein mittelgroßes Schiff (das MS Gotthard) zwischen Luzern und Vitznau. Jetzt in der Hochsaison fährt dieser Kurs immer als Dampfschiff ab Flüelen über den gesamten See, und zwar heute mit dem größten und dementsprechend auch Flaggschiff der SGV, dem DS Stadt Luzern. Das fasst ganze 1200 Passagiere und macht schon beim Ankommen den Anschein, voll zu sein - aber alle Wartenden werden draufgelassen, obwohl das Schiff krasse Schlagseite bekommt, da noch dazu alle auf der sonnenabgewandten Seite sitzen und stehen möchten. Das scheint die Crew aber nicht zu stören und so geht es weiter.

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104 Von unten hat man nochmal den perfekten Blick auf die ganze Strecke.

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105 Von Weggis fährt noch eine Seilbahn zum Kaltbad, aus der (oder von wo auch immer) wir nochmal eine Hundertschaft Passagiere aufnehmen.

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106 Nun geht weiter und

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107 über den Kreuztrichter,

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108 von dem aus die ganze Rigi aufs Bild passt.

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109 Rechts liegt wieder Küssnacht.

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110 Im Luzernersee verschwindet der Höhepunkt des Tages langsam aus dem Sichtfeld,

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111 wobei der Dunst sich nach und nach auflöst.

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112 Der Pilatus ist dafür mittlerweile komplett im Schatten.

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113 Entgegen kommt beim Verkehrshaus, wo nochmals Dutzende zusteigen, noch das MS Waldstätter, das diesen Kurs nicht hätte fahren können.

Entgegen des Fahrplans endet unser Schiff auch nicht an Pier 1 direkt vor dem Bahnhof, sondern an Pier 4 etwas um die Ecke. Das Aussteigen an diesem dauert eine halbe Ewigkeit, sodass der 22min-Umstieg auf den IR70 ernsthaft knapp wird - erst recht, da ich natürlich ganz nach vorne in dem 16-Wagen-Twindexx möchte. Mit etwas Laufen klappt das aber auch und so kann ich in Zürich entspannt das Gleis wechseln und mich für den Speisewagen des IC3 positionieren, in dem ich den Tag mit den obligatorischen Hörnli abschließe - wunderbar! Als Deutscher muss ich aber selbstverständlich auch etwas zu Meckern haben, und das ist in dem Fall die Sonne - die war vor allem während der Wartezeiten in Goldau und auf der Rigi sowie auf dem Schiff so stark, dass ich trotz massig Sonnenmilch einen ordentlichen Sonnenbrand bekommen habe.

Furchtbar, dieser Massentourismus ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 25.05.2026, 02:06 (vor 1 Tag, 13 Stunden, 40 Min.) @ Math5D

Hey.

Zumindest schimmert das ja öfters mal durch, dass du da nicht grad allein unterwegs bist.

Ein Gräuel.

Und Luzern weckt auch eine unschöne Erinnerung. Mit nem Kumpel waren wir da in diesem Verkehrsmuseum. Dann gingen wir zu so ner Tourismuszentrale wegen einer Übernachtung. Die Dame schaute uns abschätzig an: "Sie wollen bestimmt was billiges!". Äh, ja klar, warum viel Geld dafür ausgeben, nur um zu schlafen. Sie vermittelte was relativ günstiges noch einigermaßen innerhalb der Stadt; irgendwas bei 90 Franken, meine ich - ist aber auch schon ca 2 Jahrzehnte her. Das Auto konnte man nur im nahegelegenen Parkhaus abstellen, hieß es. Was ich erst am Morgen bemerkte: es gab keinen Nachttarif! Für von abends bis morgens mußte ich irgendwas bei 25 Franken blechen. Vmtl war das Zimmer deswegen so günstig - und vmtl hat Tiffi im Touri-Büro das auch genau gewußt ...

Kurz geärgert. Und dann ging's weiter. Über Basel verließen wir dann dieses Land und erfreuten uns des Lebens. Vergessen habe ich das trotzdem nicht.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

ins Bahn-Land Schweiz mit dem Auto ?

phil, Montag, 25.05.2026, 08:33 (vor 1 Tag, 7 Stunden, 13 Min.) @ Der Blaschke

das muss natürlich mit saftigen Parkgebühren bestraft werden ...

Yes!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 25.05.2026, 11:43 (vor 1 Tag, 4 Stunden, 3 Min.) @ phil

Huhu.

Zur Verteidigung sei gesagt, dass wir mit dem Autoreisezug nach Bozen fuhren.

Und wir spontan unterwegs waren:

Tag 1: Gotthard, Furka, Luzern
Tag 2: Triberger Wasserfälle, A 8 Albaufstieg, Übernachtung Kiefersfelden
Tag 3: Berchtesgaden und Umgebung, Übernachtung Motel bei Nürnberg
Tag 4: Adidas Herzogenaurach

Eine Woche vor Abfahrt gingen wir ins Reisezentrum. Ursprünglich wollten wir den AZ nach Villach nehmen und dort rumkurven. Der war aber ausgebucht. Dann fragten wir, welche AZ noch frei waren. Die Verkäuferin war völlig fassungslos. Niemand buchte bei ihr in 30 Jahren jemals eine Woche vorher einen AZ. Und wo wir denn überhaupt hin wollten. Wir so: uns egal, nur auf die andere Seite der Alpen. Einzig im Zug nach Bozen gab es noch einen Stellplatz.

Interessant war unterwegs an einem AZ-Terminal die Rangiererei. Nebenan rangierte ein anderer AZ. Ab und an standen wir uns genau gegenüber - durch die offenen Fenster wurde dann etwas geplaudert. Ggü die wollten nach Avignon. Fernweh pur auf beiden Seiten.

Andere Fahrten mit dem AZ gingen von Dortmund und von Düsseldorf nach Lörrach und München Ost und nordwärts von München Ost und Avignon. Mit einem AZ, der als UEx nutzbar war, ging es von Hamburg nach Narbonne u.z. und von Dortmund nach Rijeka u.z. Und ohne Auto mit Turnuszug UEx von Hamburg nach Bourg-St. Maurice u.z.

War eine ganz eigene Bahnwelt. Mit dem üblichen Zugverkehr nicht zu vergleichen.

Und zu "Bahnland Schweiz": ein schönes Märchen. ÖV ist auch dort in der Minderheit. Als Autofahrer ist man auch in der Schweiz mitnichten ein Exot!


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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