[BG2] Teil 4: Alte Rheinschlucht und ein neuer Tunnel [m43B] (Reiseberichte)
Heute stehen drei Programmpunkte auf dem Plan. Der erste betrifft den Erlebniszug Rheinschlucht, den ich nach meinem Kurzbesuch im letzten Jahr auf seiner ganzen Strecke (zumindest westlich von Chur - der Teil ab Landquart existiert ja nur, weil da das Depot ist) mitnehmen möchte. Er wird wie üblich von einer Ge4/4 I gezogen, und zwar heute der 603.
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01 Der einzige Nachteil an der frühen Fahrt durch die Schlucht: Alle guten Fotostellen liegen noch komplett im Schatten.
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02 Erst bei der Endstation in Ilanz kommt die Sonne raus. Da von hier der Anschluss auf den Bus nach Flims-Laax natürlich für den Regelzug optimiert ist, habe ich einige Umstiegszeit,
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03 in der die Lok
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04 einmal um den Zug herum
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05 an sein anderes Ende rangiert.
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06 Im Hintergrund steht das regionale Wasser bereit.
Dann kommt der Bus, wird sofort ziemlich voll, und bringt uns hoch bis nach Laax Posta, wo Programmpunkt 2 startet: die Linie 415, ein nur im Sommer verkehrender Kleinbus mit offenem Dach, der wieder durch die Rheinschlucht fährt.
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07 So sind gute Bilder aus dem Bus endlich möglich, wie hier bei Sagogn, wo der Bus auf eine nicht öffentliche Straße abbiegt,
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08 die hinter dem Ort zur Schotterpiste wird.
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09 Bei Valendas-Sagogn geht es über diese Brücke,
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10 die den Rhein überquert,
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11 zum Bahnhof, wo wir kurz auf den RE warten. Der ist per Auto sonst nur von der anderen Seite erreichbar, wo wir jetzt weiterfahren.
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12 Dann beginnt ein etwas langweiliger Abschnitt über Valendas nach Versam,
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13 von dem aus man nur den oberen Rand des Bergsturzes erahnen kann.
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14 Ganz selten ist der Fluss zu erkennen.
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15 Hier die Kirche des Orts.
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16 Ab dort wird es wieder wesentlich besser, denn nun geht es über eine echt abenteuerliche Straße näher an den Fluss.
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17 über mehrere Balkone und Tunnel geht es nun direkt oben entlang,
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18 unten die Bahnstrecke - nur leider kein Zug.
Dann verlassen wir die Schlucht in Richtung Bonaduz, von wo aus der Bus entgegen des Fahrplans zuerst nach Tamins Unterdorf fährt, wo er eigentlich enden soll. Dort steigen auch schon Leute ein, die die Rückfahrt gebucht haben, der Bus ist nämlich reservierungspflichtig. Trotzdem fragt mich der Busfahrer nun, wo ich eigentlich rausmöchte, und als ich den Bahnhof Reichenau-Tamins nenne, macht er sich auf den Weg dorthin.
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19 Da steht er.
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20 Recht knapp ist so der Umstieg auf den IR geworden, bei dem ich aber sowieso eine Stunde Puffer eingeplant hatte. Der Zug ist auch inklusive der Einheitswagen dermaßen voll, dass ich keinen Fensterplatz bekomme. So steige ich in Filisur aus und warte die Stunde ab, um dann erst zu Punkt drei weiterzufahren.
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21 Dieser Takt ist zumindest vorne wesentlich leerer, dafür sind in den unklimatisierten Wagen auch mindestens 40°C - zum Glück gibt es hier die Fenster, die nicht nur ich ausgiebig nutze.
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22 Vornean ist ein Gourmino-Speisewagen.
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23 Der Blick vom Rugnux-Viadukt auf den Albulaviadukt I
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24 und nun der Rugnux-Viadukt im Rückblick.
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25 Vom Albulaviadukt II gen Tal
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26 und zurück auf die Brücke.
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27 Hier Albulaviadukt III,
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28 der Blick nach unten
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29 und zurück auf die Brücke.
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30 Detailaufnahme der Ge4/4 III 648 mit Watson-Werbung.
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31 Die letzten Höhenmeter geht es hoch,
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32 mit noch zwei Sonderwagen hinten dran.
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33 Nun zum letzten Ziel des Tages und dem angekündigten technischen Highlight der Serie: Seit Jahren wird der Albulatunnel II und dafür der ganze Bahnhof Preda umgebaut. Die Baustelle ist im Grunde fast fertig, aber es gibt noch jeden Mittwoch und Sonntag Führungen. Die wollte ich eigentlich schon damals mitnehmen, als ich in der Schweiz gewohnt habe, aber das war leider vom Genfersee aus zeitlich nicht möglich. Letztes Jahr ist es irgendwie untergegangen, also habe ich nun die letzte Chance.
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34 Da die Baustelle inzwischen so rudimentär ist, ist der offizielle Part schnell vorbei. Das liegt daran, dass der neue Tunnel im Grunde fertig ist und nur noch ein paar letzte Bauarbeiten in den nächsten Monaten anstehen. Im Winter wäre er dann wohl bereit zur Betriebsaufnahme, aber man will noch bis zum Sommer damit warten, um irgendeinen Jubiläumstag zu treffen. So oder so beschließt unsere Gruppe zusammen mit dem Führungsleiter, dass wir am Schluss noch ein paar Schritte in den Tunnel gehen.
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35 Das neue Portal ist mit einem Rolltor verschlossen.
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36 Das alte ist vor der Baustelle mit einem kleinen Gerüst geschützt.
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37 Passend kommt mein Zug von vorhin aus St. Moritz zurück,
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38 dann verschwinden wir im Dunkeln.
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39 So sieht es also auf der anderen Seite aus. Die Tür neben dem Rolltor war übrigens einfach offen, also hätte theoretisch auch jeder reinspazieren können.
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40 Leider ist der Tunnel nicht gerade, sodass man keinen besonders weiten Blick hat.
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41 Nach einigen Metern wechselt der Schotter in eine feste Fahrbahn.
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42 Da sind wir wieder draußen und es geht zurück zum Bahnhof.
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43 Bevor mein IR offensichtlich mit einiger Verspätung ankommt, erreicht der Gegenzug schon den Bahnhof - eigentlich ist Begegnung in Preda Nord. Da der Zug wieder übertrieben voll ist, wechsel ich in Thusis in die S2 und kann so gemütlich ins Hotel fahren.
Inzwischen wurde ja der Albulatunnel II eröffnet und hat durch seine höhere Geschwindigkeit dafür gesorgt, dass beim IR endlich die Langwende in St. Moritz entfällt. Allerdings wurden im Jahresfahrplan 2025 gegenüber 2024 nur 2min Zeit im Tunnel rausgeholt und dann aber 5 weitere zwischen Samedan und St. Moritz. 2026 wurde dann die kürzere Fahrzeit im Tunnel komplett revidiert und es bleiben nur die 5min dahinter - also wäre die Kurzwende wohl auch ohne Tunnel möglich gewesen, wenn man vorher die Zuckelei südlich davon sein gelassen hätte. Auf jeden Fall bleibt die Strecke verspätungsanfällig durch die Dauer-LA bei Brienz und die knapp geplanten Begegnungen, vor allem wenn der Glacier dazwischenfunkt.
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Math5D,
19.05.2026, 18:30
- [BG2] Teil 4: Alte Rheinschlucht und ein neuer Tunnel [m43B] - Der Blaschke, 19.05.2026, 22:46