ICE 589 bei Bardowick mit Oberleitung kollidiert (Aktueller Betrieb)
Waldbahn, Freitag, 01.05.2026, 16:30 (vor 3 Tagen)
Unangenehm, aber gut reagiert.
Mart101, Samstag, 02.05.2026, 22:16 (vor 1 Tag, 21 Stunden, 13 Min.) @ Waldbahn
Ich war leider drin in diesem ICE 589.
Gerade nahm ich im Bordrestaurant Platz, als die Bremsung erfolgte.
Bis zur ersten Durchsage, was passiert ist, dauerte es keine fünf Minuten (geschätzt - habe nicht auf die Uhr geschaut).
Abgesehen von der wirklich unangenehmen Situation, mehrere Stunden im Zug ohne Strom, also auch ohne Klimaanlage und Toiletten etc., "gefangen" zu sein, empfand ich das Notfallmanagement der Bahn von A bis Z sehr professionell - insbesondere wurden die Fahrgäste immer mit substanziellen Durchsagen auf dem Laufenden gehalten.
Recht früh wurden auch bereits die blauen "Entschuldigung!"-Karten verteilt.
(Wohl ein Indiz dafür, dass es *etwas* länger dauern wird ...)
Auf jeden Fall sehe ich so ein Teil jetzt das erst Mal in echt.
Bin schon gespannt, was die Bahn in diesem Fall als "kleine Wiedergutmachung" für angemessen hält ...
Der ICE 885/2835 wurde in HH-Harburg eigens für uns aufgehalten und so saß ich Stunden später dann erneut im Bordrestaurant und konnte mit weiteren Leidensgenoss*innen endlich in Ruhe etwas essen - und habe so dann sogar mit dem letzten RE kurz vor Mitternacht noch mein Ziel erreicht (+305).
Unangenehm, aber gut reagiert.
Reservierungszettel, KDU, Sonntag, 03.05.2026, 10:10 (vor 1 Tag, 9 Stunden, 19 Min.) @ Mart101
Ich war leider drin in diesem ICE 589.
Gerade nahm ich im Bordrestaurant Platz, als die Bremsung erfolgte.
Bis zur ersten Durchsage, was passiert ist, dauerte es keine fünf Minuten (geschätzt - habe nicht auf die Uhr geschaut).Abgesehen von der wirklich unangenehmen Situation, mehrere Stunden im Zug ohne Strom, also auch ohne Klimaanlage und Toiletten etc., "gefangen" zu sein, empfand ich das Notfallmanagement der Bahn von A bis Z sehr professionell - insbesondere wurden die Fahrgäste immer mit substanziellen Durchsagen auf dem Laufenden gehalten.
Recht früh wurden auch bereits die blauen "Entschuldigung!"-Karten verteilt.
(Wohl ein Indiz dafür, dass es *etwas* länger dauern wird ...)
Auf jeden Fall sehe ich so ein Teil jetzt das erst Mal in echt.
Bin schon gespannt, was die Bahn in diesem Fall als "kleine Wiedergutmachung" für angemessen hält ...Der ICE 885/2835 wurde in HH-Harburg eigens für uns aufgehalten und so saß ich Stunden später dann erneut im Bordrestaurant und konnte mit weiteren Leidensgenoss*innen endlich in Ruhe etwas essen - und habe so dann sogar mit dem letzten RE kurz vor Mitternacht noch mein Ziel erreicht (+305).
Im Gegensatz zu anderen Dingen wo „einfach nur irgendwelche Probleme vorliegen“ hast du recht, wenn die Umgebung unter Strom steht dauert das nun mal etwas bis man Klarheit hat und alles überprüft hat.
Wenn ein Zug einfach irgendwo liegen bleibt sollte das ganze schon innerhalb von 60-90 Minuten abgewickelt sein, ich sage da nur neulich das Problem in Wiesbaden wo der 617 mit sieben Stunden Verspätung in Frankfurt ankam - hier besteht deutlich Verbesserungsbedarf.
Sonst ist man merkwürdigerweise schnell dabei Züge zu räumen da frage ich mich schon warum das da nicht passiert ist.
Sowas sollte einfach nicht vorkommen, das ist für beide Seiten unzumutbar.
Unangenehm, aber gut reagiert - never ever
Hustensaft, Sonntag, 03.05.2026, 17:10 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 20 Min.) @ Mart101
Sorry, aber mehrere Stunden für die Erdung der Oberleitung und die Bereitstellung eines Ersatzzuges, nun, das rangiert nicht unter "gut reagiert", schon gar nicht, wenn durch den fehlenden Strom und die damit ausfallende Belüftung und Klimaanlage Fahrgäste kollabieren, zumal es nicht einmal besonders hohe Außentemperaturen hatte. Dazu kommt: Wir reden hier über einen verhältnismäßig gut erreichbaren Einsatzort, die Straße fast daneben, drei Gleise ...
Wenn ich so etwas lese, schwillt mir der Kamm, denn was wäre eigentlich, wenn es eine echte Katastrophe a la Eschede gäbe? Oder einen Brand in einem Tunnel? Das Notfallmanagement der Bahn ist ein Notfall, das müsste ganz dringend verbessert werden.
Und was die Fahrgastinformation angeht: Da reden wir eigentlich über Selbstverständlichkeiten, schon bezeichnen, dass das als gute Reaktion aufgefasst wird.
Unangenehm, aber gut reagiert - never ever
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 03.05.2026, 17:22 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 7 Min.) @ Hustensaft
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 03.05.2026, 17:26
Hallo.
denn was wäre eigentlich, wenn es eine echte Katastrophe a la Eschede gäbe?
Dann ist ein großer Teil der Fahrgäste sofort tot. Da eilt es dann auch nicht.
Ansonsten springt ein gutes Pferd nur so hoch, wie es muss. Wenn es ohne großartige Komplikationen nicht eilt, dann muss man auch nicht das große Faß aufmachen.
Dass es im Havariefalle dauert, sollte mittlerweile auch jeder wissen. Möchte das Gejammer über steigende Fahrpreise wohl hören - wenn 24/7 flächendeckend Rettung in 15 Minuten verlangt wird, würde das selbstverständlich entsprechend kosten.
Die meisten Diskussionen gibt's da aber eh wahrscheinlich hier im Forum. Die Kunden sind überwiegend längst zu Gelassenheit erzogen.
Und so bleiben die alten Geschichten legendär: als in den 1980ern in Osnabrück ein defekter Wagen aus dem IC ausgereiht werden musste. Das klappte so perfekt, dass der Zug hinter Dortmund wieder pünktlich war. Heute unvorstellbar.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Unangenehm, aber gut reagiert - never ever
J-C, In meiner Welt, Montag, 04.05.2026, 07:33 (vor 11 Stunden, 56 Minuten) @ Der Blaschke
Klingt aber auch nach sehr großzügigen Puffern.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky