Ab 9.5. neu; Last Minute Tickets ab 6,99 Euro (Allgemeines Forum)
cyberle, Düsseldorf, Freitag, 01.05.2026, 05:43 (vor 4 Tagen)
Ab 9.5. neu; Last Minute Tickets ab 6,99 Euro
TEE Rheingold, Freitag, 01.05.2026, 08:06 (vor 4 Tagen) @ cyberle
Finde ich gut..angeblich ab einer Woche vor der Fahrt.
Ich verstehe jedoch nicht, warum die DB Tickets in leeren Zügen nicht schon zu günstigeren Konditionen anbietet.
Ich muss nicht jeden Euro 2x umdrehen, aber die Normalpreise sind auf vielen Strecken zu teuer.
Über die KRM ist man über 50 Cent pro Kilometer. Damit kann ich einen PKW fahren zu Vollkosten.
Begrüßenswert
плацкарт, Freitag, 01.05.2026, 09:09 (vor 4 Tagen) @ cyberle
bearbeitet von плацкарт, Freitag, 01.05.2026, 09:09
Mal sehen ob
- es echte Last-Minute-Tickets für die Überraschungen und Notfälle des Lebens werden und auch noch 2 Stunden vorher buchbar sind
- wie die Preise innerhalb der einen Woche fluktieren und wann der günstigste Zeitpunkt für eine Buchung ist
- ob auch auf der Mittelstrecke (KRM, Leipzig-Berlin, Stuttgart-Frankfurt) vielleicht nicht für 6,99 € aber wenigstens für 12,99 € real verfügbar sind. (Denn Göttingen-Kassel oder Karlsruhe-Mannheim sind mit dem DT zwar nervig aber machbar.)
Begrüßenswert
Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 01.05.2026, 10:33 (vor 4 Tagen) @ плацкарт
Mal sehen ob
- es echte Last-Minute-Tickets für die Überraschungen und Notfälle des Lebens werden und auch noch 2 Stunden vorher buchbar sind
Die sind, so vermeldete es der Deutschlandfunk und so steht es auch in https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,11439230,11439230#msg-11439230 zu lesen, nur am Wochenende für die jeweils folgende Woche erhältlich.
PM: Ab 6,99 € last minute ICE fahren
Henrik, Freitag, 01.05.2026, 12:10 (vor 4 Tagen) @ cyberle
+++ Freitag, 1. Mai 2026 +++
11:00 Uhr | Mit keiner Tankfüllung zu schaffen: Ab 6,99 € last minute ICE fahren
Die DB bietet erstmals allen Kurzentschlossenen günstige ICE-Fahrten an. Ab dem 9. Mai werden die Kundinnen und Kunden beim DB-Fernverkehr Last Minute Sparpreise buchen können.
„Mit diesem komplett neuen Angebot für die Züge des Fernverkehrs bieten wir Sicherheit und bezahlbare Mobilität“, erklärt DB-Fernverkehrschef Michael Peterson. „Wir möchten mit der Aktion auch neue Kundengruppen ansprechen, die zunächst gar nicht an die Bahn denken und in ihrer Reiseplanung flexibler sind. Aber auch langfristig vorauszubuchen lohnt sich weiter: Wir halten für jede und jeden das passende Angebot parat.“
Die Last Minute Sparpreise gibt es bereits ab 6,99 Euro. Und auch bei diesem Angebot fahren Kinder kostenfrei mit. Damit können Familien besonders preiswert reisen. Zudem gibt es auch bei den Last Minute Sparpreisen zusätzlich den BahnCard-Rabatt.
Gebucht werden kann immer Samstag und Sonntag für die darauffolgende Woche für viele Verbindungen in Deutschland. Wie andere Sparpreise sind auch die Last Minute Sparpreise kontingentierte Angebote. Damit ist sichergestellt, dass das Angebot nur auf Zügen buchbar ist, die auch noch freie Sitzplätze haben. Die Wahrscheinlichkeit, ein Schnäppchen zu ergattern, ist daher abseits der Hauptreisezeiten besonders hoch.
Und für alle, die länger im Voraus planen können, gilt weiterhin die Empfehlung: Frühes Buchen lohnt sich. Am schnellsten findet man die günstigsten Preise mit der Bestpreissuche auf bahn.de oder in der Navigator-App.
Absolut begrüßenswert
Holger2, Freitag, 01.05.2026, 15:48 (vor 4 Tagen) @ Henrik
...ich fahre zwei- dreimal pro Woche eine längere Strecke per Deutschlandticket. Mit ICE würde ich etwa 15 min sparen und der ICE ist doch wesentlich bequemer. Es gibt ja immer mal wieder Sonderaktionen, und wenn es die Strecke für unter 10€ gibt, schlage ich gerne zu, denn dann ist das so etwas wie ein Komfortzuschlag.
Übrigens bietet die Westbahn kürzere Strecken für 9,90€ an, wenn man ein Deutschlandticket besitzt. Auch das ist eine attraktive Alternative. So etwas könnte die Deutsche Bahn auch machen.
Holger
Absolut begrüßenswert
611 040, Erfurt, Samstag, 02.05.2026, 08:20 (vor 3 Tagen) @ Holger2
Und wieso sollte die DB das tun? Vom DT bekommt DB FV keinen Cent, warum also Rabatt für DT Nutzer?
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Unterschiedliche Preisbereitschaft bedienen
плацкарт, Samstag, 02.05.2026, 10:22 (vor 3 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von плацкарт, Samstag, 02.05.2026, 10:23
Der Kunde ohne DT hat eine höhere Preisbereitschaft, weil es für ihn nicht die Alternative gibt, einfach die doppelte Fahrzeit einzusetzen.
Würde das Unternehmen den günstigeren Preis auch dem Fahrgast ohne DT einräumen, würde es Preisbereitschaft ungenutzt lassen.
Westbahn macht es vor: lieber den Spatzen in der Hand.
Nennt sich Deckungsbeitrag(srechnung)
Hustensaft, Samstag, 02.05.2026, 13:24 (vor 3 Tagen) @ 611 040
Und wieso sollte die DB das tun? Vom DT bekommt DB FV keinen Cent, warum also Rabatt für DT Nutzer?
Der Zug der DB FV fährt ohnehin, da fallen also bei einem Fahrgast mehr keine zusätzlichen Kosten an, wenn man es aber schafft, dass der DT-Nutzer einen FV-Fahrschein kauft, denn er ohne solchen Rabatt nicht gekauft hätte, hat man unter dem Strich mehr in der Kasse, auch wenn man vom DT nichts bekommt - nennt man Deckungsbeitrag(srechnung).
Nennt sich Deckungsbeitrag(srechnung)
611 040, Erfurt, Montag, 04.05.2026, 09:02 (vor 20 Stunden, 29 Minuten) @ Hustensaft
Das Argument "der Zug fährt sowieso egal ob X mitfährt oder nicht" gilt aber kurzsichtig betrachtet für alle Züge. Nach der Logik müssten spontane Fahrten spottbillig sein. (Macht man ja jetzt auch)
Allerdings schöpft man da die sehr hohe Zihlungsbereitschaft der Spontanfahrer nicht ab, was wirtschaftlich total dumm wäre, denn die bringen die höchsten Gewinne.
Wer sofort von X nach Y fahren muss und schon am Bhf ist nimmt den ICE egal ob er 70€, 90€ oder 120€ kostet. Geschäftsreisende sowieso.
Diese Spontan-Billigpreise, sorgen eher dafür dass man noch auf einen solchen hofft und daher die teurere Fahrkarte nicht kauft.
Allerdings ist "kurzfristig" bei bis zu 7 Tagen Vorlauf auch nicht zutreffend.
Ich buche fast alle meiner FV-Fahrten erst 1-2 Wochen vorher und habe immer Sparpreise unter 30€ bekommen.
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Nennt sich Deckungsbeitrag(srechnung)
Hustensaft, Montag, 04.05.2026, 13:27 (vor 16 Stunden, 4 Minuten) @ 611 040
Im Kern siehe meine Antwort auf den Beitrag von @zettelbox.
Das Argument "der Zug fährt sowieso egal ob X mitfährt oder nicht" gilt aber kurzsichtig betrachtet für alle Züge. Nach der Logik müssten spontane Fahrten spottbillig sein. (Macht man ja jetzt auch)
Sollen Sie ja auch werden - aber so spontan dann doch nicht, die Tickets gibt es nach meinem Verständnis nur buchbar am Wochenende, planbar ist da eher wenig.
Allerdings schöpft man da die sehr hohe Zihlungsbereitschaft der Spontanfahrer nicht ab, was wirtschaftlich total dumm wäre, denn die bringen die höchsten Gewinne.
Diese Spontan-Billigpreise, sorgen eher dafür dass man noch auf einen solchen hofft und daher die teurere Fahrkarte nicht kauft.
Siehe oben, das sind am Ende nur Fahrten, die sonst nicht stattgefunden hätten - und mangels Planbarkeit dürfte zufällige Profiteure die große Ausnahme sein.
Allerdings ist "kurzfristig" bei bis zu 7 Tagen Vorlauf auch nicht zutreffend.
Und eben auch das Detail: Nur buchbar am Wochenende.
Ich buche fast alle meiner FV-Fahrten erst 1-2 Wochen vorher und habe immer Sparpreise unter 30€ bekommen.
Zufällige Ausnahme, selbst bei längerer Buchung ist mir das im letzten Jahr gerade einmal gelungen - und das war Mittwochfrüh auf einer wenig gefragten Strecke ...
Nennt sich Deckungsbeitrag(srechnung)
611 040, Erfurt, Montag, 04.05.2026, 14:50 (vor 14 Stunden, 42 Minuten) @ Hustensaft
bearbeitet von 611 040, Montag, 04.05.2026, 14:50
Ich buche fast alle meiner FV-Fahrten erst 1-2 Wochen vorher und habe immer Sparpreise unter 30€ bekommen.
Zufällige Ausnahme, selbst bei längerer Buchung ist mir das im letzten Jahr gerade einmal gelungen - und das war Mittwochfrüh auf einer wenig gefragten Strecke ...
Nee ganz sicher kein Zufall sondern Flexibilität und clevere Planung!
Wird bei mir zukünftig aus beruflichen Gründen jedoch in Zukunft auch nicht mehr in dem Umfang funktionieren.
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Nennt sich Deckungsbeitrag(srechnung)
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 16:24 (vor 13 Stunden, 7 Minuten) @ 611 040
bearbeitet von zettelbox, Montag, 04.05.2026, 16:24
Gerade die "Unsere Bestpreise anzeigen"-Funktion macht es einem bei zeitlicher Flexibilität doch ziemlich leicht. Natürlich nur, falls Verbindungen auf der Relation verfügbar sind, die voraussichtlich nicht gut ausgelastet sein werden.
Wenn man dann NV-Vor- und Nachlauf noch geschickt einsetzt, bieten sich da erhebliche Möglichkeiten. Seitdem die Suche so komfortable geworden ist, bin ich regelmäßig zum Bruchteil des Flexpreises unterwegs. Meine persönliche Konsumentenrente wird dabei sicherlich nicht ausgeschöpft ... :)
Nennt sich Deckungsbeitrag(srechnung)
611 040, Erfurt, Montag, 04.05.2026, 19:01 (vor 10 Stunden, 30 Minuten) @ zettelbox
Eben... durch die günstigen Sparpreise ist meine persönliche Konsumentenrente allerdings auch relativ niedrig. Wenn ich weis ich bin schon für 14,99€ von Erfurt nach Hamburg im ICE gefahren bin ich nicht bereit für die exakt gleiche Leistung an einem anderen Tag plötzlich 59,99€ zu bezahlen. Klar wenn ich dringend zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort fahren muss und auch keine NV-Vor oder Nachlauf zeitlich drin sind muss ich das wohl tun, aber dass wäre dann auch wieder eine andere Zielgruppe.
Durch die billigen Sparpreise geht die Preisbereitschaft auch immer weiter runter. Vor 15 Jahren hat man sich noch sehr über 29,99€ Sparpreise gefreut, das finde ich jetzt schon eher die obere Grenze für 2.Kl bis 5h FV-Fahrzeit.
Allerdings buche ich seit dem D-Ticket auch nur noch reine FV-Tickets. NV-Vor und Nachlauf nutze ich nur noch mit D-Ticket und genug Umsteigezeit. (Einen mit Sparpreis gebuchten FV Zug aus eigenem Verschulden verpasst habe ich noch nie)
--
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Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 11:25 (vor 18 Stunden, 7 Minuten) @ Hustensaft
Das Theorem hat mit dem Deckungsbeitrag nichts zu tun.
Hier geht es um die maximale Abschöpfung der Konsumentenrente. Natürlich muss der Deckungsbeitrag dabei immer positiv sein, aber das ist ja logisch. Ich kann Bahntickets auch für einen Euro verkaufen, der individuelle Deckungsbeitrag wäre auch noch positiv, da die variablen Grenzkosten einer sowieso stattfindenden Zugfahrt quasi nicht existieren.
Nein, hier geht es um ein Maximierungsproblem - ich möchte die Zahlungsbereitschaft idealerweise jedes einzelnen Kunden individuell voll ausschöpfen. Da ich natürlich nicht bei jedem Kunden individuell seine maximale Zahlungsbereitschaft ermitteln kann, mache ich das über Angebote für verschiedene Zielgruppen.
Vor dem Hintergrund ist auch das Konzept der neuen Last Minute Tickets interessant. Es ist offenkundig, welche Zielgruppe man hier anspricht, und welcher anderen Zielgruppe man diese günstige Möglichkeit verwehren möchte.
In der Fachliteratur zu den Theorien zur Ausschöpfung der Konsumentenrente werden übrigens häufig Beispiele rund um Last Minute Flüge oder Zugfahrten genutzt, eben weil ddie variablen Grenzkosten in diesen Fällen quasu null sind und die Deckungsbeitragsrechnung eben keine Rolle spielt. Ähnlich mit zielgruppengebundenen Angeboten beim TV-Streaming (hier sogar noch extremer, weil keine Kapazitätsgrenze existiert), Schwimmbad und so weiter.
Hier will die Bahn also konkret günstige Tickets an Spontanreisende verkaufen, die ihre Reise am Wochenende vorher planen und alternativ zur Bahn auch gar nicht reisen, das Auto verwenden oder mit dem D-Ticket fahren könnten. Nicht aber möchte man Rabatte gewähren für spontane Geschäftsreisen, die unter der Woche gebucht werden - da soll möglichst der hohe Flexpreis oder bereits hohe Sparpreise greifen. Ich bin gespannt, wie das in der Praxis funktioniert, ich finde das Konzept allerdings erstmal gut.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
Hustensaft, Montag, 04.05.2026, 13:22 (vor 16 Stunden, 9 Minuten) @ zettelbox
Manchmal ist es extrem hilfreich, wenn man nicht nur die Überschrift des Threads liest, sondern auch den Beitrag, auf den sich eine Antwort bezieht ...
Und siehe da, da ging es um die Frage, ob/warum DB FV einen Rabatt auf Fahrkarten geben könnte/sollte, die ein Deutschlandticket haben - und genau für diese Kundengruppe, bei der es eben tatsächlich im Kern darum geht, überhaupt einen Erlös für DB FV erzielen zu können, weil die sonst den NV nutzen, stimmen meine Aussagen vollumfänglich; es ging eben nicht um die neue Variante von Billigtickets am Wochenende für die kommende Woche ...
Randnotiz:
Durch den Umstand, dass man die neuen Tickets nur am Wochenende buchen kann, sind die in der Regel für Spontanreisende nicht nutzbar, auch hier greift in der übergroßen Zahl der Fälle der Deckungsbeitrag, weil es am Ende um die Frage geht, Fahrten und damit Einnahmen zu generieren, die sonst nicht stattgefunden hätten - und da es de facto ein Glücksspiel wäre, um "geplant" mit solchen Tickets zu reisen, ergibt sich auch nur eine ganz kleine Gruppe, bei der man vielleicht ein paar Euro mehr hätte erzielen können.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
stevens, Montag, 04.05.2026, 13:43 (vor 15 Stunden, 48 Minuten) @ Hustensaft
Die Spontanität zu fahren, wann man will hat einen großen Wert - daher werden Tickets meistens teurer mit Nähe zur Abfahrt, egal ob Zug oder Flug. Da wird Revenue generiert über die Flexpreise. Deshalb sind super-spontane Fahrten am Reisetag nicht für 6,99€ erhältlich.
ABER, ich gehe davon aus, dass die DB nun schaut, ob man zusätzliche Passagiere und damit Einnahmen generieren kann, indem man Leute in die Züge holt, die sonst gar nicht gefahren wären. Und das insbesondere dort, wo es noch viel Platz gibt. Buchung am Wochenende heißt, dass Geschäftskunden eher weniger zugreifen. Das ist das Ryanair-Modell. Bedenke, dass man dann auch zurück fährt - wer für 6,99€ spontan die Freunde in Freiburg besucht, ist dann evtl. gewillt, 49,99€ für die Rückfahrt zu bezahlen.
Dazu kommt noch der positive Werbe-effeekt - Tickets ab 6,99€ merkt man sich. Siehe auch hier Ryanair.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 14:05 (vor 15 Stunden, 26 Minuten) @ Hustensaft
Manchmal ist es extrem hilfreich, wenn man nicht nur die Überschrift des Threads liest, sondern auch den Beitrag, auf den sich eine Antwort bezieht ...
Nanu, wo kommt denn die unnötige Aggressivität her? Scheinst ja ein umgänglicher Zeitgenosse zu sein. Aber gern inhaltlich:
Und siehe da, da ging es um die Frage, ob/warum DB FV einen Rabatt auf Fahrkarten geben könnte/sollte, die ein Deutschlandticket haben - und genau für diese Kundengruppe, bei der es eben tatsächlich im Kern darum geht, überhaupt einen Erlös für DB FV erzielen zu können, weil die sonst den NV nutzen, stimmen meine Aussagen vollumfänglich; es ging eben nicht um die neue Variante von Billigtickets am Wochenende für die kommende Woche ...
In diesem Faden geht es zunächst mal um die Last-Minute-Tickets. Unabhängig davon geht es sowohl bei diesen Last-Minute-Tickets als auch bei der Idee, Inhabern des DT spezielle Rabatte zu gewähren, die Nicht-DT-Inhabern nicht offenstehen (obwohl DB FV nichts vom DT bekommt), um dasselbe: Die volle Ausschöpfung der Konsumentenrente, was funktioniert, indem man individuellen Gruppen individuelle Angebote macht, weil deren Zahlungsbereitschaft unterschiedlich hoch ist.
Der zu erzielende Deckungsbeitrag ist bei jedem Passagier gleich (na gut, einer geht vielleicht häufiger auf die Toilette als der andere). Die von dir genannte "Deckungsbeitragsrechnung" ist bei der Ausgestaltung solcher Tarife also völlig irrelevant.
Randnotiz:
Durch den Umstand, dass man die neuen Tickets nur am Wochenende buchen kann, sind die in der Regel für Spontanreisende nicht nutzbar, auch hier greift in der übergroßen Zahl der Fälle der Deckungsbeitrag, weil es am Ende um die Frage geht, Fahrten und damit Einnahmen zu generieren, die sonst nicht stattgefunden hätten - und da es de facto ein Glücksspiel wäre, um "geplant" mit solchen Tickets zu reisen, ergibt sich auch nur eine ganz kleine Gruppe, bei der man vielleicht ein paar Euro mehr hätte erzielen können.
Was soll "hier greift der Deckungsbeitrag" überhaupt heißen? Was du schreibst ergibt leider gar keinen Sinn. Der Deckungsbeitrag ist schlicht Erlös minus Kosten, und bezogen auf einen zu verkaufenden Fahrschein geht es bei den Kosten um die variablen Grenzkosten. Die sind halt quasi null, da ein Passagier mehr oder weniger im Zug keine Kosten verursacht. Nach der Logik sollte man kurz vor Abfahrt noch Tickets für einen Euro rauskloppen, denn der Deckungsbeitrag wäre ja da.
Das wäre aber gemäß Strategien zur Ausschöpfung der Konsumentenrente falsch, da man vielleicht 20 Fahrgäste zu je einem Euro hätte, die sonst gar nicht gefahren wären, aber auch einen Spontanreisenden, der für das kurzfristig gebuchte Flexpreisticket auch 100 EUR zu zahlen bereit wäre. Wie du siehst wäre der gesamte Deckungsbeitrag in zweiteren Fall höher.
Also: verbal abrüsten, selbst aufschlauen. Deine "hier greift der Deckungsbeitrag"-Aussagen sind in Verbindung mit den unnötigen Pöbeleien eher nicht so sinnvoll.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
Hustensaft, Montag, 04.05.2026, 15:47 (vor 13 Stunden, 44 Minuten) @ zettelbox
Lassen wir mal offen, wer hier pöbelt ...
Aus der Wikipedia - und das passt auch zu dem, was ich im Studium gelernt habe:
Der Deckungsbeitrag (englisch contribution margin) ist in der Kosten- und Leistungsrechnung die Differenz zwischen den erzielten Erlösen (Umsatz) und den variablen Kosten. Es handelt sich also um den Betrag, der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.
Da die variablen Kosten - übrigens in beiden Fällen - vernachlässigbar sein dürften, der Mehraufwand für die Beförderung eines weiteren Passagiers ist vermutlich nicht einmal wirklich quantifizierbar, steht also jede Einnahme für ein Ticket, welches das Recht gewährt, mit einem ansonsten nicht voll ausgelasteten Zug zu fahren, zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung; genau das besagt die Deckungsbeitragsrechnung. Der Umstand, ob es möglich gewesen wäre, für ein solches Ticket mehr Geld zu bekommen, ist dabei sogar irrelevant - aber selbstverständlich betriebswirtschaftlich durchaus von Bedeutung, betrifft dann aber die Erlösmaximierung.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 16:05 (vor 13 Stunden, 27 Minuten) @ Hustensaft
Ja, natürlich. Alles richtig.
Deckungsbeitragsrechnung ist hier aber völlig irrelevant, weil, so simpel ist das, man mit absolut JEDEM verkauften Bahnticket einen Deckungsbeitrag erzielt, solange man variable Grenzkosten von null annimmt.
Was in deiner Argumentation weiterhin völlig außen vor bleibt sind alle Aspekte des Yield Management, also die Maximierung des Deckungsbeitrags durch Ausschöpfung der maximalen Zahlungsbereitschaft über die verschiedenen Kundensegmente. Und da liegt die Kunst in den Tarifen.
Es geht nie darum einfach mehr Mitfahrer zu gewinnen, sondern es geht eben darum diese zu gewinnen ohne dass die bisher gut zahlenden Zielgruppen weniger zahlen! Das ist die Kunst.
Um das nochmal deutlich zu machen: Schaut man auf die Deckungsbeitragsrechnung, auf die du hier abstellst, müsste man kurz vor Abfahrt alle noch freien Plätze zu einem geringen Preis verkaufen, sagen wir einen Euro für jeden noch freien Platz. Jedes so verkaufte Ticket erhöht nämlich den Deckungsbeitrag dieses Zuges!
Ergebnis: Du wirst alle Züge voll bekommen. Diese Last-Minute-Tickets sind super beliebt. Nur stellst du leider fest: Du machst am Ende trotz der nicht vorhandenen variablen Kosten pro Ticket und einer tollen Deckungsbeitragsrechnung weniger Erlöse und damit weniger Gewinn als ohne diesen Verkauf.
Und warum ist das so? Weil Leute plötzlich warten, bis diese Tickets verfügbar werden. Ist doch simpel und logisch. Und für ein nicht verkauftes 100 € Flexpreisticket musst du ganz schön viele 1€-Tickets rauskloppen.
Das ist das Maximierungsproblem, um das sich die Strategien drehen, und die haben NICHTS mit "Deckungsbeitragsrechnung" zu tun. Die Kunst ist: Wie mache ich die leeren Plätze noch voll, ohne dass mir die zahlungswilligen Kunden auf die günstigen Tickets abspringen?
Deshalb geht es bei solchen Konstruktionen (egal ob Last-Minute oder spezielle Angebote für bestimmte Kundengruppen) letztlich um ein Maximierungsproblem über unterschiedliche Zahlungsbereitschaften, nicht um eine Deckungsbeitragsrechnung.
Aber damit bewegen wir uns etwas vom Thema dieses Fadens weg. Wenn du nach obenstehenden Ausführungen immer noch meinst, mit der Deckungsbeitragsrechnung hier irgendwie weiter zu kommen, dann sei das so.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
Hustensaft, Montag, 04.05.2026, 16:43 (vor 12 Stunden, 48 Minuten) @ zettelbox
Ja, natürlich. Alles richtig.
Deckungsbeitragsrechnung ist hier aber völlig irrelevant, weil, so simpel ist das, man mit absolut JEDEM verkauften Bahnticket einen Deckungsbeitrag erzielt, solange man variable Grenzkosten von null annimmt.
Ach, erst ist alles richtig, um dann zu widersprechen? Merkst Du eigentlich nicht, was Du hier so schreibst? Oder fehlt Dir die Größe, einfach mal dazu zu stehen, dass man sich vertan hat - kommt in den besten Familien vor.
Die Deckungsbeitragsrechnung ist ist sehr wohl relevant, denn es geht ja sowohl bei einem Rabatt für DT-Inhaber als auch für die "Restplatzbörse" darum, unverkaufte Dinge, die sonst gar keinen Ertrag einbrächten, doch noch für ein paar Euro an den Fahrgast zu bringen - sehr ähnlich zum Verkauf von Saisonware wie Ostereiern oder Weihnachtsmännern in den Supermärkten nach dem jeweiligen Fest, die Alternative wäre entsorgen oder verschenken, übertragen auf die Bahn eben mit leeren Plätzen zu fahren.
Was in deiner Argumentation weiterhin völlig außen vor bleibt sind alle Aspekte des Yield Management, also die Maximierung des Deckungsbeitrags durch Ausschöpfung der maximalen Zahlungsbereitschaft über die verschiedenen Kundensegmente. Und da liegt die Kunst in den Tarifen.
Es geht nie darum einfach mehr Mitfahrer zu gewinnen, sondern es geht eben darum diese zu gewinnen ohne dass die bisher gut zahlenden Zielgruppen weniger zahlen! Das ist die Kunst.
Keineswegs, ich bin darauf durchaus eingegangen. Die Interessen des Yield Management werden durch den Umstand gewahrt, dass die Restplatztickets unkalkulierbar sind, mithin für planbare Reisen nur ganz ausnahmsweise genutzt werden können, während ein Rabatt für DT-Inhaber schließlich Kunden adressiert, die bereits einen Fahrschein haben, also für etwas Zeitersparnis bereit sind, etwas Geld bei DB FV zu lassen. Wobei es streng genommen sogar möglich wäre, den DT-Rabatt ganz im Sinne des Yield Managements an die Auslastung des Zuges anzupassen.
Um das nochmal deutlich zu machen: Schaut man auf die Deckungsbeitragsrechnung, auf die du hier abstellst, müsste man kurz vor Abfahrt alle noch freien Plätze zu einem geringen Preis verkaufen, sagen wir einen Euro für jeden noch freien Platz. Jedes so verkaufte Ticket erhöht nämlich den Deckungsbeitrag dieses Zuges!
Wäre durchaus ein Ansatz und betriebswirtschaftlich auch sinnvoll, weil besser, als heiße Luft durch die Gegend zu fahren. Züge, bei denen diese Variante ob der Häufigkeit "berechenbar" wird, sind nicht hinreichend ausgelastet und sollten gestrichen werden - wobei es ja, auch wenn es grundsätzlich betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre, nicht verpflichtend wäre, solche Billigtickets anzubieten, um die Berechenbarkeit nicht eintreten zu lassen, womit das Yield Management wieder gewahrt wäre.
Ergebnis: Du wirst alle Züge voll bekommen. Diese Last-Minute-Tickets sind super beliebt. Nur stellst du leider fest: Du machst am Ende trotz der nicht vorhandenen variablen Kosten pro Ticket und einer tollen Deckungsbeitragsrechnung weniger Erlöse und damit weniger Gewinn als ohne diesen Verkauf.
Eben nicht, siehe oben.
Und warum ist das so? Weil Leute plötzlich warten, bis diese Tickets verfügbar werden. Ist doch simpel und logisch. Und für ein nicht verkauftes 100 € Flexpreisticket musst du ganz schön viele 1€-Tickets rauskloppen.
Vollkommen falsch, viele Reisende brauchen Planbarkeit, die können nicht darauf warten, ob zufällig noch ein billiges Ticket verfügbar sein wird - so funktioniert der Verkauf von Sparpreisen schon heute. Und bedingt durch den Umstand, dass Restplatztickets nur am Wochenende verfügbar sein werden - da wären wir wieder bei der Planbarkeit -, wird kaum jemand, der heute ein Flexticket kauft, auf eine solche Fahrkarte umsteigen, gerade weil sie nicht flexibel ist.
Das ist das Maximierungsproblem, um das sich die Strategien drehen, und die haben NICHTS mit "Deckungsbeitragsrechnung" zu tun. Die Kunst ist: Wie mache ich die leeren Plätze noch voll, ohne dass mir die zahlungswilligen Kunden auf die günstigen Tickets abspringen?
Deshalb geht es bei solchen Konstruktionen (egal ob Last-Minute oder spezielle Angebote für bestimmte Kundengruppen) letztlich um ein Maximierungsproblem über unterschiedliche Zahlungsbereitschaften, nicht um eine Deckungsbeitragsrechnung.
Warum bitte habe ich extra für Dich zitiert, was Deckungsbeitragsrechnung bedeutet? Damit Du das gepflegt ignorierst, weil es nicht in Deine Argumentationskette passt? Deckungsbeitragsrechnung und das "Maximierungsproblem" sind grundsätzlich zwei verschiedene Dinge, wobei sich die Maximierung am Ende auf den Deckungsbeitrag auswirkt.
Aber damit bewegen wir uns etwas vom Thema dieses Fadens weg. Wenn du nach obenstehenden Ausführungen immer noch meinst, mit der Deckungsbeitragsrechnung hier irgendwie weiter zu kommen, dann sei das so.
Ganz billige Polemik, die Du da an den Tag legst - den Diskussionspartner implizit für blöd erklären ... Wer pöbelt hier noch einmal?
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 17:29 (vor 12 Stunden, 2 Minuten) @ Hustensaft
Ach, erst ist alles richtig, um dann zu widersprechen? Merkst Du eigentlich nicht, was Du hier so schreibst? Oder fehlt Dir die Größe, einfach mal dazu zu stehen, dass man sich vertan hat - kommt in den besten Familien vor.
Die Deckungsbeitragsrechnung ist ist sehr wohl relevant, denn es geht ja sowohl bei einem Rabatt für DT-Inhaber als auch für die "Restplatzbörse" darum, unverkaufte Dinge, die sonst gar keinen Ertrag einbrächten, doch noch für ein paar Euro an den Fahrgast zu bringen - sehr ähnlich zum Verkauf von Saisonware wie Ostereiern oder Weihnachtsmännern in den Supermärkten nach dem jeweiligen Fest, die Alternative wäre entsorgen oder verschenken, übertragen auf die Bahn eben mit leeren Plätzen zu fahren.
Absolut falsch. Ich habe es mehrfach versucht zu erklären.
Eigentlich ein tolles Beispiel, das du da lieferst - Kaufland hat das vor Jahren mal gemacht. Sie haben am Samstag Abend jeweils das ganze Obst und Gemüse, was man am Montag nicht mehr wird verkaufen können, zu absurden Preisen verkauft. Die Gurke für fünf Cent, den Salatkopf für zehn Cent, der ganze Beutel Äpfel für 20 Cent. Das wurde dann noch verkauft, während dieses Gemüse zu den normalen Preisen liegen geblieben und dementsprechend entsorgt worden wäre. Was ein kluger Schachzug! Deckungsbeitrag wurde dadurch erhöht. Oder?
Bis sie dann gemerkt haben, dass das sehr schädlich ist für die Ausnutzung der Konsumentenrente. Denn der Käufer, der sich den Salatkopf für zehn Cent gekauft hat, hätte sich vielleicht stattdessen einen frischen Salatkopf gekauft, den braucht er nun aber nicht mehr.
Am Ende ist es so für einen Supermarkt also besser, zu normalen oder verhältnismäßig rabattierten Preisen zu verkaufen, anstatt zu verramschen - da ist wegwerfen ökonomisch gesehen besser.
Dasselbe gilt für die Bahn. Lieber zehn Plätze leer und einen Flexpreis für 100 Euro verkaufen als zehn Tickets für 6,99 EUR verkauft. Und nun gilt es, den Scheitelpunkt in diesem Maximierungsproblem zu finden.
Und sobald die variablen Grenzkosten wie bei der Bahn oder Last-Minute-Tickets im Flugzeug bei null liegen, ist es ein reines Maximierungsproblem und die Deckungsbeitragsrechnung hilft gar nicht mehr weiter.
Das sind, wo du schon von deinem Studium redest, doch Klassiker für den Einstieg. Komplexer wird es dann wenn die Opportunitätskosten und der Wohlfahrtsverlust noch dazu kommen. Aber für diese Angelegenheit hier ist es wirklich offenkundig zu erkennen, dass einem eine Deckungsbeitragsrechnung nicht weiterhilft.
den Diskussionspartner implizit für blöd erklären ...
Hab ich nicht gemacht, den herumliegenden Schuh scheinst du dir ganz selbst freiwillig angezogen zu haben.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
Hustensaft, Montag, 04.05.2026, 21:00 (vor 8 Stunden, 31 Minuten) @ zettelbox
Wenn du nach obenstehenden Ausführungen immer noch meinst, mit der Deckungsbeitragsrechnung hier irgendwie weiter zu kommen, dann sei das so.
Und deswegen, wieder so ein billiger Trick, meist Du, dann doch noch mal antworten zu müssen, weil der, der sich zuletzt äußert, richtig liegt, auch wenn das inhaltlich falsch ist.
Die Deckungsbeitragsrechnung ist ist sehr wohl relevant, denn es geht ja sowohl bei einem Rabatt für DT-Inhaber als auch für die "Restplatzbörse" darum, unverkaufte Dinge, die sonst gar keinen Ertrag einbrächten, doch noch für ein paar Euro an den Fahrgast zu bringen - sehr ähnlich zum Verkauf von Saisonware wie Ostereiern oder Weihnachtsmännern in den Supermärkten nach dem jeweiligen Fest, die Alternative wäre entsorgen oder verschenken, übertragen auf die Bahn eben mit leeren Plätzen zu fahren.
Absolut falsch. Ich habe es mehrfach versucht zu erklären.Eigentlich ein tolles Beispiel, das du da lieferst - Kaufland hat das vor Jahren mal gemacht. Sie haben am Samstag Abend jeweils das ganze Obst und Gemüse, was man am Montag nicht mehr wird verkaufen können, zu absurden Preisen verkauft. Die Gurke für fünf Cent, den Salatkopf für zehn Cent, der ganze Beutel Äpfel für 20 Cent. Das wurde dann noch verkauft, während dieses Gemüse zu den normalen Preisen liegen geblieben und dementsprechend entsorgt worden wäre. Was ein kluger Schachzug! Deckungsbeitrag wurde dadurch erhöht. Oder?
Nein, vollkommen richtig - und Du vergleichst Äpfel mit Birnen, damit Deine Aussage stimmt. Was Kaufland da gemacht hat, war ein noch verkehrsfähiges Produkt zu einem Niedrigpreis zu verkaufen, womit man sich natürlich selbst das Wasser abgegraben hat. Gleichwohl war das noch immer ein Deckungsbeitrag, nur haben andere negative Effekte diesen überkompensiert.
Dies wäre aber bei der DB nicht (in nennenswertem Umfang) zu befürchten, da eben der Faktor Planbarkeit eine Rolle spielt - wer reisen muss/will, kann eben nicht warten, ob da am Wochenende vielleicht noch ein günstiges Ticket auftaucht, es sei denn, er ist bereit, einen Flexpreis zu bezahlen, obwohl er einen solchen gar nicht braucht - und da liegt der entscheidende Unterschied zum Kaufland-Salat, den kann ich statt eines frischen Kopfes sofort und planbar verzehren.
Natürlich geht es darum, die Konsumentenrente zu wahren, aber genau das sollte mit dem Modell gewährleistet sein, Einzelfälle, die es geben kann, spielen eine vollkommen untergeordnete Rolle.
Dasselbe gilt für die Bahn. Lieber zehn Plätze leer und einen Flexpreis für 100 Euro verkaufen als zehn Tickets für 6,99 EUR verkauft. Und nun gilt es, den Scheitelpunkt in diesem Maximierungsproblem zu finden.
Nur dass es darum gar nicht geht - noch besser ist es, den Flexpreis für 100 € weiterhin zu verkaufen und dazu die freien zehn Plätze für 6,99 €. Und genau dafür hat man sich Dinge erdacht, die eben verhindern, dass der Flexpreis nicht mehr gebucht wird.
Und sobald die variablen Grenzkosten wie bei der Bahn oder Last-Minute-Tickets im Flugzeug bei null liegen, ist es ein reines Maximierungsproblem und die Deckungsbeitragsrechnung hilft gar nicht mehr weiter.
Beweist nur, dass Du die Deckungsbeitragsrechnung genau gar nicht verstanden hast - wofür poste ich eigentlich den Grundsatz? Dabei habe ich ganz bewusst vereinfacht, denn streng genommen gibt es drei Ansätze, je nachdem, welche Kosten auf höherer Ebene noch einbeziehe. Und was danach noch von Dir kommt - au backe ... In Deinem Denkmodell kommt nicht vor, dass andere Menschen auch etwas gelernt haben/von einer Sache etwas verstehen.
Dazu passt dann auch:
den Diskussionspartner implizit für blöd erklären ...
Hab ich nicht gemacht, den herumliegenden Schuh scheinst du dir ganz selbst freiwillig angezogen zu haben.
Nein, hast Du nicht ... und morgen ist Weihnachten. Du nutzt hier nahezu alle "rhetorischen" Tricks, schreibst so etwas zwischen den Zeilen, aber unübersehbar, aber bist natürlich vollkommen unschuldig - so etwas nenne ich schäbig, zumal Du Dich vorher über eine nicht vorhandene Pöbelei beschwerst.
Hat mit Deckungsbeitrag nichts zu tun - und ob
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 23:31 (vor 6 Stunden, 0 Minuten) @ Hustensaft
Natürlich geht es darum, die Konsumentenrente zu wahren, aber genau das sollte mit dem Modell gewährleistet sein, Einzelfälle, die es geben kann, spielen eine vollkommen untergeordnete Rolle.
Wir reden hier inzwischen über genau dasselbe. Es geht um ein Maximierungsproblem, für das es üblicherweise auch mehrere Lösungen gibt. Es ist die lehrbuchartige Ausschöpfung der Konsumentenrente (nicht die "Wahrung" der Konsumentenrente, sondern genau das Gegenteil davon, egal, ich verstehe was du meinst) - ein Klassiker der Volkswirtschaftslehre.
Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Kostenrechnung, das ist etwas anderes. Hast du ja auch schon selbst festgestellt. Wir sind hier inzwischen völlig d'accord.
Nur dass es darum gar nicht geht - noch besser ist es, den Flexpreis für 100 € weiterhin zu verkaufen und dazu die freien zehn Plätze für 6,99 €. Und genau dafür hat man sich Dinge erdacht, die eben verhindern, dass der Flexpreis nicht mehr gebucht wird.
Völlig richtig.
Klassische Lösung als Ergebnis aus einem Maximierungsproblem.
Beweist nur, dass Du die Deckungsbeitragsrechnung genau gar nicht verstanden hast - wofür poste ich eigentlich den Grundsatz?
Das führt hier aus meiner Sicht nicht weiter. Die Deckungsbeitragsrechnung ist eine Kostenrechnung und liefert für die konkrete Ausgestaltung solcher Tarife keine Entscheidungslogik.
Was du beschreibst, ist ein Maximierungsproblem - inhaltlich passt das, nur ist es eben keine Frage der Deckungsbeitragsrechnung.
Herrje - das ist doch nun wirklich ganz simpel.
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.05.2026, 17:45 (vor 11 Stunden, 46 Minuten) @ Hustensaft
Hallo.
Deckungsbeitragsrechnung und das "Maximierungsproblem" sind grundsätzlich zwei verschiedene Dinge.
Ja natürlich. Wird ja nirgendwo bestritten.
Wenn ich als Verkäufer erfolgreich sein will, muss ich aber zwingend beides zusammen betrachten. Die Kunst besteht darin, den Deckungsbeitrag zu erhöhen, ohne gleichzeitig die Konsumentenrente zu erhöhen.
Oder praktisch ausgedrückt: das neue Angebot, erst Sonntags möglicherweise ein Ticket für die Folgewoche für 20 Euro zu bekommen, muss unattraktiv sein für denjenigen, der bisher 3 Wochen vorher ein Ticket zum garantierten Wunschtermin für 70 Euro gekauft hat.
Wen derjenige jetzt auf das neue Angebot umschwenkt, dann verdiene ich als Bahn 50 Euro weniger. Da nutzen mir dann die 2 neuen, zusätzlichen Kunden, die jeweils 20 Euro bezahlt haben und früher mit dem Auto fuhren, auch nichts - es sind noch immer 10 Euro weniger in der Kasse. Womit mein neues Angebot mich selbst schädigt.
Ziel eines neuen Angebotes muss es also sein, neue Kunden zu gewinnen, ohne die Zahlungsbereitschaft bisheriger Kunden zu verlieren. Mit der reinen Fixierung auf den "Deckungsbeitrag" komme ich da nicht weiter - im schlimmsten Fall würde ich da in Summe als Anbieter sogar noch draufzahlen.
Ich weiß nun nicht, warum man dafür jetzt unbedingt studiert haben muss - das ist auch so ziemlich simpel und einfachste Plus-/Minus-Rechnung.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
100 %.
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 18:16 (vor 11 Stunden, 16 Minuten) @ Der Blaschke
bearbeitet von zettelbox, Montag, 04.05.2026, 18:17
Exakt so ist es.
Vielleicht meinen wir auch alle dasselbe und können uns darauf einigen. Ich sage das, weil der zitierte Satz vom Hustensaft ja genau das ist, was ich die ganze Zeit sagen will. Deckungsbeitragsrechnung hilft hier nicht, man muss das Maximierungsproblem betrachten.
Am Ende muss der Erlös pro Zug maximiert werden. Wenn ich die leeren Plätze verramsche, kaufen die aber auch Leute, die sich ansonsten teurere Tickets gekauft hätten, also hab ich am Ende zwar einen vollen Zug, aber weniger Geld als mit zweidrittelvollem Zug. Das zu erreichen ist die Schwierigkeit, weshalb man überhaupt unterschiedliche Tarife für unterschiedliche Zielgruppen erstellt.
Das gibt es auch rund um die Bahn ja auch in anderen Bereichen. Erste vs zweite Klasse ist auch nicht viel anders. Auch hier versucht man unterschiedlich zahlungsbereite Zielgruppen zu adressieren.
So richtig kompliziert ist das tatsächlich eigentlich nicht.
100 %.
611 040, Erfurt, Montag, 04.05.2026, 19:10 (vor 10 Stunden, 21 Minuten) @ zettelbox
Am Ende muss der Erlös pro Zug maximiert werden. Wenn ich die leeren Plätze verramsche, kaufen die aber auch Leute, die sich ansonsten teurere Tickets gekauft hätten, also hab ich am Ende zwar einen vollen Zug, aber weniger Geld als mit zweidrittelvollem Zug. Das zu erreichen ist die Schwierigkeit, weshalb man überhaupt unterschiedliche Tarife für unterschiedliche Zielgruppen erstellt.
Genau, aber das versteht DB FV m.E. noch nicht wirklich. Ein Zug hat nun mal auch eine endliche Kapazität. Wenn der voll mit 15€ Billigfahrern ist ist viel weniger verdient, als dreiviertel voll mit 30€ Fahrern. Außerdem hat man die netten Effekte dass der Zug nicht unangenehm voll ist und noch Plätze für Spontanfahrer die "quasi alles zahlen" frei sind.
Und ehrlich gesagt, wer fahren will fährt auch. (solange die Preise nicht utopisch werden). Wenn der Sparpreis statt 15€ plötzlich 25€ kostet, schimpft man vielleicht aber fährt deswegen sicher nicht plötzlich Auto oder lässt es gar ganz sein.
Und bevor wieder jemand kommt: JA ich nutze dieses Preissystem auch für mich. Auch wenn ich es als Unternehmer anders machen würde. Das ist weder verwerflich, noch muss ich deshalb moralisch nur noch Flexpreise kaufen, so wie einige bei ähnlichen Diskussionen immer laut fordern.
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
100 %.
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 19:28 (vor 10 Stunden, 4 Minuten) @ 611 040
bearbeitet von zettelbox, Montag, 04.05.2026, 19:28
Genau, aber das versteht DB FV m.E. noch nicht wirklich.
Man muss fairerweise sagen, dass das umzusetzen deutlich komplexer ist als es als pauschale Theorie in ein Forum zu schreiben :) Dieser neue Last-Minute-Tarif deutet für mich jedenfalls darauf hin, dass man hier ausprobieren will. Dass diese Tickets nur am Wochenende buchbar sind, aber dann in der nächsten Woche gültig, gab es in dieser Transparenz in meinen Augen noch nicht. Es ist ja als Pilotprojekt ausgelegt, und sollte das funktionieren und man die Gesamterlöse dadurch erhöhen können, gehe ich davon aus, dass es mehr in diese Richtung geben wird.
Gleichzeitig kann man auch nicht unendlich viele Tarife anbieten, zumindest nicht für den Kunden sichtbar, sonst wird es zu kompliziert. Hinter dem "Super-Sparpreis"-Label lässt sich allerdings noch viel machen, die Kunden müssen als Quintessenz nur verstehen, dass es sich auch lohnt, spontan mal reinzuschauen - vielleicht gibt es ja auch spontan ein günstiges Ticket.
Bei Flugreisen funktioniert das ja auch ganz gut, dort lohnt es sich langfristig zu buchen wenn ich planen will, aber es gibt immer mal gute Last Minute Angebote - verlassen kann ich mich darauf aber nicht (sonst würde ich kein verbindliches langfristiges Ticket mehr buchen).
Man wird das im Hintergrund auch systematischer ausprobieren als es nach außen dargestellt ist - bestimmte Verbindungen beispielsweise, und auf anderen vergleichbaren Verbindungen nicht (eine Art A/B Test) - um zu schauen, was die jeweiligen Auswirkungen sind und ob sich die Gesamterlöse tatsächlich erhöhen oder aber nicht. Ich finde das jedenfalls einen recht spannenden Ansatz.
100 %.
611 040, Erfurt, Montag, 04.05.2026, 23:10 (vor 6 Stunden, 21 Minuten) @ zettelbox
Diese Intransparenz beim Preis ist doch pure Absicht. Man will den Tarif eben gerade nicht einfach und verständlich machen, denn dann würden wohl die meisten systematisch planen und zum richtigen Zeitpunkt buchen. Das ist natürlich nicht gewollt. Man nutzt gabz gezielt die psychologischen Effekte aus dass der Kunde nicht weis ob es teurer wird und daher vorsichtshalber schonmal bucht.
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100 %.
zettelbox, Montag, 04.05.2026, 23:34 (vor 5 Stunden, 57 Minuten) @ 611 040
Diese Intransparenz beim Preis ist doch pure Absicht.
Völlig richtig, aber auch legitim. Es ist ja gerade klassische Spieltheorie - wüsste ich genau, wie sich die Preise ändern, könnte ich trotz hoher Verbindlichkeit günstige Tarife buchen und das muss die Bahn natürlich verhindern.
Also ja, völlig d'accord, aber "Intransparenz" und "Absicht" klingt für mich irgendwie vorwurfsvoll. Wer auf günstige Preise spekuliert, muss auch mit einem Risiko leben, sonst funktioniert dieses Modell in Gänze ja nicht mehr. :)
Das Gemotze wäre um ein Vielfaches größer!
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 05.05.2026, 00:12 (vor 5 Stunden, 19 Minuten) @ 611 040
Hallo.
Diese Intransparenz beim Preis ist doch pure Absicht. Man will den Tarif eben gerade nicht einfach und verständlich machen, denn dann würden wohl die meisten systematisch planen und zum richtigen Zeitpunkt buchen.
Nein. Das würde nur die Unzufriedenheit steigern. Preisbildung ist nämlich GEFÜHLSSACHE.
Mach mal Fahrgastbefragungen im NV. Du wirst staunen, wieviele Leute über die NV- und Verbundtarife motzen. Obwohl da doch alles easy und klar ist, wie es ja so gerne hier gefordert wird: von x nach y kostet zzz. Von k nach m kostet ttt. Monatskarten mit feststehenden Preisen. Alles ist klar und stets gleichpreisig bleibend. Das ist nicht reizvoll - das wird als teuer empfunden. Und löst Kritik aus.
Wenn mir mal ein FV-Kunde mit Sparpreis oder Supersparpreis unterkommt, so hab ich da noch nie wen über den Preis mäkeln hören! Selbst wenn ich bei manch aufgedrucktem Preis mir schon die Frage stelle, wo ist da jetzt "superspar".
Preisgestaltung ist nie rational. Sondern stets Psychologie. Nimm bspw nur mal Nutella mit seinen ganzen unterschiedlichen Glas-Größen. Da kannst auch du mir nicht sagen, welches Angebot gerade auf 100 Gramm bezogen das günstigste ist. Funktioniert aber.
Die Preisvielfalt und die Angebotsvielfalt ist absolut erfolgreich. Und wer garantiert pleite gehen will, der macht Preise so wie früher: jeder Kilometer kostet Preis X. Fertig. Völlig unattraktiv. Da klingt "Sparpreis" viel geiler. Selbst wenn er 150€ kostet.
Schöne Grüße von jörg
Das ist natürlich nicht gewollt. Man nutzt gabz gezielt die psychologischen Effekte aus dass der Kunde nicht weis ob es teurer wird und daher vorsichtshalber schonmal bucht.
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
PM: Lieber Rabatt anbieten fuer D-Ticketbesitzer
Schrap0, Samstag, 02.05.2026, 13:27 (vor 3 Tagen) @ Henrik
Es gibt so einige Strecken, die man mit dem D-Ticket direkt fahren kann auch wenn es natürlich nicht so angenehm ist. Leipzig-Dresden, Nürnberg-München, Hamburg-Bremen usw.
Kurzfristig ist das sehr teuer mit dem Fernverkehr. Hier würde sich das D-Ticket als Rabattkarte anbieten um einen Mitnahmeeffekt für Nichtinhaber zu verhindern. Wenn ich da kurzfristig Tickets finde für 5-15Eur gebe ich dieses Geld gerne aus.
Wenn die Bahn so günstige Tickets auch für längere Stecken abieten sollte, wird sie kaum Mehreinnahmen generieren. Man kann auch hier das D-Ticket als Rabattkarte annehmen, sollte dann aber die Fahrkarten nicht komplett verscherbeln. So 30% Rabatt wäre fair.
Genau so ist es bei mir auch...
Holger2, Samstag, 02.05.2026, 14:55 (vor 3 Tagen) @ Schrap0
...von Stuttgart nach Ulm fahre ich mit dem RE in 1h10min und der Zug ist nur so semibequem. Mit dem Fernverkehr fahre ich ca. 15-20 min schneller, wegen zusätzlichen Umstiegs. Das Deutschlandticket wird mir vom Arbeitgeber bezuschusst und habe ich sowieso. Wenn ich das zeitlich hinbekomme, benutze ich trotzdem gerne die Westbahn, die diese Strecke für DT-Ticket - Inhaber sehr flexibel für 9,90€ Zuschlag anbietet.
Gerne würde ich auch den ICE nutzen, aber fast 30€ mehr für eine Strecke, für die ich sowieso eine Fahrkate habe, ist mir einfach zu viel.
Holgee
Ab 9.5. neu; Last Minute Tickets ab 6,99 Euro
ÖPNV-Freak, Montag, 04.05.2026, 09:00 (vor 20 Stunden, 31 Minuten) @ cyberle
bearbeitet von ÖPNV-Freak, Montag, 04.05.2026, 09:02
Bin am letzten Samstag per ICE von Stuttgart nach Mannheim und bewusst per Fernverkehr, da hier die Fahrt nur knappe 35 Minuten dauert, anstatt mit meinem Deutschlandticket lange durch die Gegend zu gondeln. Das waren mir je Richtung die knapp 20 Euro wert. Insbesondere auf dem Rückweg um 18 Uhr war der ICE eher gering ausgelastet. Hier würde es tatsächlich Sinn machen, die Züge mit recht günstigen Sparpreisen zu füllen. Denk lieber günstiger verkaufen, als gar nicht zuverkaufen.