Gäubahn: neues Fahrplankonzept (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 25.04.2026, 19:55 (vor 9 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von Twindexx, Samstag, 25.04.2026, 19:59

Hoi,

Durch diese Maßnahme verspricht man sich zuverlässigere Fahrpläne.

Die Kappung in Singen der «langsamen» IC wird bis mindestens Juni 2027 fortgeführt. Nach ein paar Betriebsmonaten wird die Pünktlichkeitsbilanz ausgewertet. Wenn diese den SBB genügt, würden die SBB der Wiedereinführung der Durchbindung zustimmen.

Unklar ist, ob der bisherige RE14 dann auch bis Horb verkürzt wird, da dessen Halte ja durch den IC übernommen werden.

Ja, er wird verkürzt. Ab Horb nach Stuttgart fährt der RE 14 nur ca. 10 min nach dem IC; umgekehrt von Stuttgart her kommt der RE 14 in Horb ca. 10 min vor dem IC an. Damit ergibt sich eine gute Umsteigebeziehung vom IC südlich von Horb zu den vom IC nicht mehr bedienten Halten nördlich von Horb.
Würde der RE 14 nun bis ab Rottweil fahren, hätte man zwei Züge innerhalb von zehn Minuten zwischen Rottweil und Horb mit denselben Zwischenhalten und dann 50 Minuten wieder nichts. Das würde ausserdem bei Talhausen wieder eine neue Kreuzungssituation mit dem IC ergeben, die bei verspätetem RE 14 wieder einen Dominoeffekt auf die IC-Pünktlichkeit hätte. Genau das, was DB Fernverkehr jetzt beheben möchte, um die Durchbindung in Singen wieder von den SBB zu akzeptieren.

langfristig soll dieser Zug ja auch nach Villingen verlängert werden, da wäre eine Kürzung kontraproduktiv.

Langfristig soll der IC stündlich Horb-Rottweil ohne Halt fahren. Ein stündlicher RE 14 würde die Zwischenhalte dann vom IC übernehmen. Für dieses Angebotskonzept muss aber erst der Gäubahnausbau zwischen Neckarhausen und Rottweil stattfinden. Also ohne Gäubahnausbau keine RE 14 nach Villingen.

Grundsätzlich ergibt sich eine Verbesserung, weil die Kreuzung mit dem IC durch neue Fahrplanlage auf den zweigleisigen Abschnitt der Gäubahn verlahert würde (zwischen Horb und Neckarhausen).

Nein, die IC kreuzen in Singen (30), Tuttlingen (00), Epfendorf (30), zwischen Horb und Eutingen (00) und nördlich von Stuttgart-Vaihingen (30).
Die Verbesserung tritt durch mehr Fahrzeitreserven ein; gleiche Fahrzeit wie die langsamen IC jetzt, aber bei vier Halten weniger. Mit der Verlegung der IC-Kreuzung von Oberndorf in südliche Richtung tritt im Abschnitt Tuttlingen-Oberndorf eine Entspannung ein. Dazu wird die IC-Trasse im S-Bahn-Stuttgart-Bereich um einen S-Bahn-Takt verschoben.


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