NL: mit dem Nederlandticket die Energiekrise bewältigen? (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 22.04.2026, 19:36 (vor 4 Tagen)
Hallo ICE-Fans,
unsere Regierung hat Massnahmen angekündigt um die Energiekrise zu ereleichtern.
Eine davon ist die Einführung eines Nederlandticets, nach deutschem Vorbild.
Wichtige Unterschiede sind aber:
1. es gilt nur ausserhalb der Hauptverkehrszeit;
2. es gilt nur in den Bahnen, nicht in Metro, Tram oder Bus;
3. obwohl unsere Landoberfläche wesentlich kleiner ist, ist der Preis nur marginal kleiner: 49 Euro pro Monat.
In den Kommentaren ist man eher negativ.
"Man sollte eher das Autofahren verbilligen; damit sind mehr Menschen geholfen."
"Nur schade, dass in unserem Dorf die Bahn nicht kommt."
Selber sehe ich keine Mehrwert zum bereits vorhandenen "Weekend Frei" Abo, da die meisten Pendlereien in der HVZ stattfinden.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
NL: mit dem Nederlandticket die Energiekrise bewältigen?
ICE1021, Mittwoch, 22.04.2026, 21:54 (vor 4 Tagen) @ Oscar (NL)
NL: mit dem Nederlandticket die Energiekrise bewältigen?
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 22.04.2026, 22:47 (vor 4 Tagen) @ Oscar (NL)
Hey.
unsere Regierung hat Massnahmen angekündigt um die Energiekrise zu ereleichtern.
Eine davon ist die Einführung eines Nederlandticets, nach deutschem Vorbild.
Nach deutschem Vorbild?
Wichtige Unterschiede sind aber:
1. es gilt nur ausserhalb der Hauptverkehrszeit;
Wie wird die definiert werden?
2. es gilt nur in den Bahnen, nicht in Metro, Tram oder Bus;
Dafür aber ja wohl in ALLEN Zügen, also auch im "Fernverkehr".
3. obwohl unsere Landoberfläche wesentlich kleiner ist, ist der Preis nur marginal kleiner: 49 Euro pro Monat.
4. Soll ja wohl nur diesen Sommer gelten.
In den Kommentaren ist man eher negativ.
Zu Recht. Halbgarer Kram. Fördert höchstens Freizeitfahrten im Sommer. Dürfte also unter dem Aspekt "Brot&Spiele" abgehakt werden.
Nun kommt es auf die Ausschlußzeiten an. Sonst könnte man sich das Ding ja mal n Monat kaufen und statt mit Interrail z.B. mal etwas durch NL cruisen.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Ausschlusszeiten siehe Daluren
ICE1021, Mittwoch, 22.04.2026, 23:24 (vor 4 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von ICE1021, Mittwoch, 22.04.2026, 23:28
Ach so.
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 23.04.2026, 04:56 (vor 4 Tagen) @ ICE1021
Hallo.
Ich habe es zwar schon mal gepostet, aber wer liest schon meine Beiträge...
U.a. ich. Allerdings kann ich kein Niederländisch, konnte mit dem Begriff "Daluren" nix anfangen und verzichtete deswegen darauf, den Link anzuklicken.
Im Fernverkehr von NS und ICE International sicher gültig
Ui, stimmt; die gibt's ja auch noch.
Schöne Grüße von jörg
--
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Daluren: "Talstunden".
VictorPM, Donnerstag, 23.04.2026, 19:31 (vor 3 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von VictorPM, Donnerstag, 23.04.2026, 19:33
Also, die Stunden des Tages wo der Reiseverkehr niedrig ist.
Gruß, Victor (NL)
Daluren: "Talstunden".
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 24.04.2026, 17:41 (vor 2 Tagen) @ VictorPM
Hey.
Daluren: "Talstunden": Also, die Stunden des Tages wo der Reiseverkehr niedrig ist.
Ganz schön viel Tal für ein so flaches Land. ;-) (wobei: sooo flach isses dann ja auch nicht; über 800 Meter hoch kann man kommen.)
Die Nachmittagssperrzeit ist nervig. Morgens ab 9 Uhr reicht ja. Aber ich wüßte jetzt nicht, wo ich spätnachmittags ganze zweieinhalb Stunden sinnvoll abhängen sollte ...
Schöne Grüße von jörg
--
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Reisen in der Rush Hour oder Museumsbesuch
ICE1021, Freitag, 24.04.2026, 20:44 (vor 2 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von ICE1021, Freitag, 24.04.2026, 20:46
Ich denke man muss nicht abhängen, sondern kann auch reisen sofern man bis 15.54 eincheckt und die Reise innerhalb von 30 Minuten eintritt, gemäß Link zur übersetzen Daluren-Webseite. Es sollte mit dem Flex-Abo NS Flex Dal Vrij der die Vorlage für das kommende 49 Euro-Ticket liefert möglich sein den ICE um 16.00 von Amsterdam Centraal nach Bad Bentheim zu nehmen.
Zum Abhängen kann man eines von 500 Museen empfehlen, für die es auch eine Flat gibt:
https://www.museum.nl/en/museumpass
Fragezeichen. ?
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 24.04.2026, 22:11 (vor 2 Tagen) @ ICE1021
Hallo.
Ich denke man muss nicht abhängen, sondern kann auch reisen sofern man bis 15.54 eincheckt und die Reise innerhalb von 30 Minuten eintritt, gemäß Link zur übersetzen Daluren-Webseite. Es sollte mit dem Flex-Abo NS Flex Dal Vrij der die Vorlage für das kommende 49 Euro-Ticket liefert möglich sein den ICE um 16.00 von Amsterdam Centraal nach Bad Bentheim zu nehmen.
Wie muss ich das jetzt verstehen? Wenn ich bis 15.55 Uhr einchecke, dann darf ich in dem Zug so lange sitzen bleiben, wie ich will?
Wenn ich um 15.48 Uhr in Vlissingen in den IC 3656 einsteige und einfach da sitze, dann darf ich bis Zwolle um 19.40 Uhr mitfahren???
(Wahnsinn, 4 Std im selben Zug durch die Niederlande. Ist ja irre. Da haben die ja genau die richtige Größe für Mehdorns Tortur-Definition.)
Ähm, welchen Sinn ergibt denn dann die Sperrzeit?
Ich dachte jetzt, dass man dann zwischen 16 und 18.30h nicht im Zug sitzen darf.
Ist das stattdessen nur so gemeint, dass ich in dieser Zeit nicht einchecken darf und damit keine Reise BEGINNEN darf?
Zum Abhängen kann man eines von 500 Museen empfehlen, für die es auch eine Flat gibt:
https://www.museum.nl/en/museumpass
Neiiiiiiiiiin. Keine Museen! Nichts rückwärtsgewandtes, bitte! Museen sind Horror. Ich habe noch immer das Trauma einer nicht jugendgerechten Führung während einer Klassenfahrt irgendwann in der 5. oder 6. Klasse durch's Römisch-Germanische Museum in Köln.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Antwort
ICE1021, Freitag, 24.04.2026, 23:00 (vor 1 Tag, 23 Stunden, 16 Min.) @ Der Blaschke
bearbeitet von ICE1021, Freitag, 24.04.2026, 23:01
Vielleicht äußert sich hier noch ein Tarifexperte, aber so verstehe ich die übersetzten Angaben bei meinem Daluren-Link. Ich habe nur das NS Flex Weekend Vrij Abo. Der Sinn der Sperrzeiten ist der Gleiche wie die zuggebundenen Sparpreise anderorten: Steuerung der Auslastung um Überfüllung zur Rush Hour zu verhindern. Wer zuerst kommt darf sitzen bleiben. Leute die später zusteigen wollen, werden mit hohen Preisen abgeschreckt. Treue Abokunden dürfen also unter bestimmten Bedingungen die Rush Hour mitbenutzen, NS Tageskarten dürfen das nicht.
Wird spannend wie das beim kommenden 49-Euro-Ticket umgesetzt wird.
Museen müssen nicht langweilig sein, ganz im Gegenteil. Eines der interessantesten Museumbesuche der letzten Zeit für mich war die Yayoi-Kusama-Ausstellung in Köln die ab Herbst in Amsterdam zu sehen sein wird. Unter dem Museumspass-Link kann man schauen welche Ausstellungen zur Zeit laufen. Die Karte läßt sich in der App laden und man braucht nicht einmal iDeal (niederländische Bezahlvariante) dazu.
Fragezeichen. ?
amtrak, Samstag, 25.04.2026, 10:53 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 23 Min.) @ Der Blaschke
Mit Flex-daluren ist es möglich eingecheckt vor 16.00h im Zug sitzen zu bleiben und auch umsteigen. Auch von NS z.B. nach Arriva und umgekehrt. Es gibt auch ein “Dal Voordeel op saldo”. Unterschied: nicht umsteigen in “Spits” von NS nach andere Beförderer und umgekehrt.
Noch ein Detail: man hat immer 5 minuten Vorteil. Das heisst: Eincheck Daluren bis 16.05 und ab 18.25
NL: mit dem Nederlandticket die Energiekrise bewältigen?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.04.2026, 08:38 (vor 4 Tagen) @ Der Blaschke
Hallo Blaschi,
Nach deutschem Vorbild?
Ja... wie hiess das Ding auch mal wieder... Deutschland-Ticket? ;)
1. es gilt nur ausserhalb der Hauptverkehrszeit;
Wie wird die definiert werden?
HVZ = Mo.-Fr. 06:30-09:00 und 16:00-18:30
Eincheckmoment ist massgebend.
2. es gilt nur in den Bahnen, nicht in Metro, Tram oder Bus;
Dafür aber ja wohl in ALLEN Zügen, also auch im "Fernverkehr".
Wie schon öfters hier geschrieben, ist ein IC bei uns wie ein RE in DE.
Es fahren zwar auch ICs über die Rennbahn, aber das tut der MüNüX in DE auch ("RE200").
Wo ich gerade dabei bin... jaaaaa... den ganzen Tag zwischen Amsterdam und Breda aufpreisfrei über die Rennbahn jagen... nur schade dass die streckenbedingte Lafas offenbar immer noch gelten, also eher jagen mit der Handbremse drauf.
Zu Recht. Halbgarer Kram. Fördert höchstens Freizeitfahrten im Sommer. Dürfte also unter dem Aspekt "Brot&Spiele" abgehakt werden.
Zudem vermute ich, dass die Benutzer des Nederland-Tickets vor allem Leute sind, die bereits Bahn fuhren, also nicht die Möchtegernbahnfahrer.
gruß,
Oscar (NL).
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Hypothetische Frage zu Reisen in der Rush Hour mit Daluren-A
ICE1021, Donnerstag, 23.04.2026, 01:07 (vor 4 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ICE1021, Donnerstag, 23.04.2026, 01:09
Wenn ich die Angaben in meinem Link richtig deute und ich an einem Werktag 1554 einchecke, sollte doch mit dem kommenden NS Flex Daluren Vrij Abo eine Reise mit spätester Abfahrt um 16.29 möglich sein, sogar mit overstappen, vorausgesetz es liegen nicht mehr als 35 Minuten zwischen Aus- und Einchecken.
Symptom neoliberaler Politik?
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 23.04.2026, 08:28 (vor 4 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 23.04.2026, 08:31
Ich weiß, das ist ein provozierender Titel, nur zufälligerweise habe ich gestern mit meinen Studienkollegen in Groningen so generell über die Dinge geredet, die in den Niederlanden grade schief gehen. Unter anderem:
- Es gibt eine eklatante Wohnungskrise, also hohe Wohnungskosten für viele Menschen. Problem: durch regulatorische Hürden ist es schwer geworden, jetzt mehr Wohnungen zu bauen.
- Man hat einst es ermöglicht, kostenlos zu studieren, heutzutage kostet es über 2000€ pro Jahr und man die Qualität sinkt, weil die Regierung Mittel für die Unis kürzt, während gleichzeitig die Universitäten keine Studentenwohnungen selbst anbieten dürfen, weil das ja gegenüber dem privaten Sektor im Wettbewerb stünde… und so wird es dem privaten Sektor überlassen, der die Lage natürlich entsprechend aunutzt
- im ÖV gab es ja offenbar mal sowas wie Verkehrsverbünde, heutzutage backt jedes Unternehmen sein eigenes Brötchen, was mit OVPay dann kaschiert wird.
Mein Kollege meinte, dass man in den Niederlanden sehr viel neoliberale Politik erlebt, was nicht wirklich Chancengleichheit bringt. Dass man jetzt als Entlastung solch ein Ticket anbietet, welches nichtmal die vielen Orte anbindet, die nur durch Busse erreichbar sind, sagt schon einiges, in Deutschland hatte man es ja auch nicht leicht, auch dort existieren verbundfreie Gebiete, aber letztlich hat man es doch hingekriegt… wieso nicht auch in den Niederlanden?
Und zum Thema Tankstellenpreise: ich war erstaunt zu hören, dass Menschen in den Niederlanden rüber nach Deutschland zum Tanken fahren, weil‘s dort günstiger ist.
Eines der vielen Momente, wo ich nach Deutschland schaue und mir denke, so schlecht ist‘s auch wieder nicht, da macht man ein paar Dinge eben doch besser.
--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky
Symptom neoliberaler Politik.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.04.2026, 08:55 (vor 4 Tagen) @ J-C
Hallo J-C,
Ich weiß, das ist ein provozierender Titel...
Für Deutsche, nicht für uns in NL, denn Neoliberalismus ist schon mehr als eine Dekade Alltag hier.
Problem: durch regulatorische Hürden ist es schwer geworden, jetzt mehr Wohnungen zu bauen.
Nennt sich Stickstoffproblem.
Mein Kollege meinte, dass man in den Niederlanden sehr viel neoliberale Politik erlebt, was nicht wirklich Chancengleichheit bringt.
Ich spüre vor allem: zuerst mal Schuldfinger zeigen, dann Probleme lösen.
Bzgl. Stickstoffproblem: Regierung sagt, die intensive Landwirtschaft sei zu verschulden.
Nein, sagen die Bauern, die böse, böse Industrie und der böse, böse Strassenverkehr sei zu verschulden (oh Ironie: mit ihren Treckern sind die Bauern selber Bestandteil des Strassenverkehrs).
Und so haben wir mal wieder eine Treckerparade auf unseren Autobahnen.
Und die "Agririesen" sind die lachende Dritte, denn die bleiben von der ganzen Diskussion entfernt und fangen die Moneten.
ich war erstaunt zu hören, dass Menschen in den Niederlanden rüber nach Deutschland zum Tanken fahren, weil‘s dort günstiger ist.
Tanktourismus gibt es auch Richtung Belgien.
gruß,
Oscar (NL).
--
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Symptom neoliberaler Politik?
zettelbox, Donnerstag, 23.04.2026, 10:12 (vor 3 Tagen) @ J-C
Ich weiß, das ist ein provozierender Titel, nur zufälligerweise habe ich gestern mit meinen Studienkollegen in Groningen so generell über die Dinge geredet, die in den Niederlanden grade schief gehen. Unter anderem:
- Es gibt eine eklatante Wohnungskrise, also hohe Wohnungskosten für viele Menschen. Problem: durch regulatorische Hürden ist es schwer geworden, jetzt mehr Wohnungen zu bauen.
Das ist aber das Gegenteil neoliberaler Politik.
In den NL hat man versucht, stark in den Wohnungswettbewerb einzugreifen durch Regulierung, das ist eher ein linkes Modell. (Für interessierte Mitleser stark vereinfacht: Jede Wohnung wird erhält mit einem komplexen Katalog eine Punktzahl. Wird eine bestimmte Mindestpunktzahl erreicht, also handelt es sich um eine "luxuriöse" Wohnung, kann sie auf dem freien Mietmarkt angeboten werden. Wenn nicht, gelten recht strikte Maximalmieten abhängig von der erreichten Punktzahl. Diese Maximalmieten liegen erheblich unter den freien Marktmieten und sind somit für Vermieter sehr unattraktiv.)
Und tatsächlich passiert das, wofor Neoliberale ja in den Diskussionen um Wohnungsmarktregulierung (siehe Berlin - Enteignungen) immer warnen: zwar werden punktuell die Mieten günstiger, dadurch reduziert sich aber nicht der Bedarf, das heißt für die Mieter wird es umso schwerer, an diese Wohnungen dran zu kommen. Zugleich werden weniger neue Wohnungen für die breite Masse gebaut, weil sich durch die Regulierung die Vermietung kommerziell nicht mehr lohnt. Dadurch ist der Effekt negativ: es wird noch schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden.
Der (neo)liberale Ansatz wäre ja eher, das Bauen im freien Markt zu fördern, um ein größeres Angebot zu erzeugen, das die Nachfrage befriedigen kann.
Und zum Thema Tankstellenpreise: ich war erstaunt zu hören, dass Menschen in den Niederlanden rüber nach Deutschland zum Tanken fahren, weil‘s dort günstiger ist.
Auch das ist ja nun wirklich keine neoliberale Position, sondern eine Folge der immer höheren Spritpreisbesteuerung in den Niederlanden. Dem gegenüber waren Elektrofahrzeuge in den Niederlanden extrem subventioniert (läuft zunehmend aus). Das war also eine bewusste eher klimaorientierte Entscheidung und hat mit Neoliberalismus nun gar nichts zu tun.
Eines der vielen Momente, wo ich nach Deutschland schaue und mir denke, so schlecht ist‘s auch wieder nicht, da macht man ein paar Dinge eben doch besser.
Korrekt.
Und wenn man in den NL viel Bahn fährt (um nicht ganz off topic zu bleiben), merkt man das umso mehr. Dass man in den NL quer durchs Land mit "ICs" fährt in Rollmaterial, das weit hinter dem RE-Zügen von Deutschland zurückliegt was Komfort angeht - da überlegt man sich zweimal, ob man über die Bahn in Deutschland wirklich so schimpfen sollte. Kein Bordbistro, sehr instabiles Zug- WLAN, Sitzkomfort der wirklich nur funktional ist, überfüllte Mülleimer, dreckige Züge, undischt und arschkalt ... Nee, Bahnfahren in den NL macht wirklich nicht viel Spaß.
Symptom neoliberaler Politik?
AlbertP, Ulm, Donnerstag, 23.04.2026, 13:57 (vor 3 Tagen) @ zettelbox
Und wenn man in den NL viel Bahn fährt (um nicht ganz off topic zu bleiben), merkt man das umso mehr. Dass man in den NL quer durchs Land mit "ICs" fährt in Rollmaterial, das weit hinter dem RE-Zügen von Deutschland zurückliegt was Komfort angeht - da überlegt man sich zweimal, ob man über die Bahn in Deutschland wirklich so schimpfen sollte. Kein Bordbistro, sehr instabiles Zug- WLAN, Sitzkomfort der wirklich nur funktional ist, überfüllte Mülleimer, dreckige Züge, undischt und arschkalt ... Nee, Bahnfahren in den NL macht wirklich nicht viel Spaß.
Dafür aber eine sehr hohe Zugfrequenz. Seitdem auf meiner "Heimatstrecke" den 10-Minuten-Takt (statt 15) eingeführt wurde, schaue ich nicht mehr auf den Fahrplan sondern schätze die Reisezeit zum Ziel und fahre irgendwann los zum Bahnhof mit dem Fahrrad. Wenn mir unterwegs ein Zug begegnet, weiß ich wie schnell ich sein muss um den nächsten zu erwischen.
Und diese Züge werden auch gut angenommen, trotz des hohen Preises und der niedrigen Qualität im Innenraum. Z. B. auf Amsterdam-Utrecht ist die Zugfrequenz in 20 Jahren grob verdreifacht (!) und trotzdem sind die Züge voll.
Amsterdam-Utrecht.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.04.2026, 15:01 (vor 3 Tagen) @ AlbertP
Hallo AlbertP,
Dafür aber eine sehr hohe Zugfrequenz. Seitdem auf meiner "Heimatstrecke" den 10-Minuten-Takt (statt 15) eingeführt wurde, schaue ich nicht mehr auf den Fahrplan sondern schätze die Reisezeit zum Ziel und fahre irgendwann los zum Bahnhof mit dem Fahrrad. Wenn mir unterwegs ein Zug begegnet, weiß ich wie schnell ich sein muss um den nächsten zu erwischen.
Amsterdam-Eindhoven genauso.
Und diese Züge werden auch gut angenommen, trotz des hohen Preises und der niedrigen Qualität im Innenraum. Z. B. auf Amsterdam-Utrecht ist die Zugfrequenz in 20 Jahren grob verdreifacht (!) und trotzdem sind die Züge voll.
Bei Amsterdam-Utrecht sind zwei 10-Minutentakte geschachtelt.
Ab Utrecht fährt also durchschnittlich jede 5 Minuten ein IC nach "Amsterdam".
Dabei werden allerdings unterschiedliche Bahnhöfe in Amsterdam bedient:
A: Amstel, Centraal, Sloterdijk (Zweistockwerkenbahnhof mit Bypass)
B: Bijlmer (Fussballstadion, Konzerthalle), Zuid (Büro- und Geschäftsviertel), Schiphol (Flughafen)
Wer in der südlichen Grachtenzone sein muss (z.B. Albert Cuyp Markt), kann allerdings auch via Zuid reisen und ab dort mit Metro 52 weiter, Haltestelle Vijzelgracht.
Obwohl... Amsterdam sollte man doch lieber mit einem Mietrad erkunden... ;)
gruß,
Oscar (NL).
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zettelbox, Donnerstag, 23.04.2026, 16:27 (vor 3 Tagen) @ Oscar (NL)
Wer in der südlichen Grachtenzone sein muss (z.B. Albert Cuyp Markt), kann allerdings auch via Zuid reisen und ab dort mit Metro 52 weiter, Haltestelle Vijzelgracht.
Ich bin derzeit mindestens einmal pro Woche am Bf Amsterdam Zuid. Den sollte man momentan am besten ganz meiden aufgrund der Großbaustelle. Er ist völlig überlastet. Dass es dort noch nicht zu schwerwiegenderen Vorfällen wie Treppenstürzen und Massenpaniken gekommen ist, wundert mich und spricht für die Niederländer.
Aber ich bin sehr froh, wenn der aktuelle Bauabschnitt erledigt ist und zumindest die Treppenabgänge wieder frei sind.
Amsterdam-Utrecht.
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 23.04.2026, 16:51 (vor 3 Tagen) @ zettelbox
Also gerade wenn ich mal am Sonntag dort vorbeikam ist er mir nicht als überlastet vorgekommen. Generell muss man ihn vielleicht nicht meiden, aber gerne würde ich da auch nicht öfter sein. Das Ding ist ja in eine Autobahn quasi eingequetscht...
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Amsterdam-Utrecht.
zettelbox, Freitag, 24.04.2026, 11:01 (vor 2 Tagen) @ J-C
bearbeitet von zettelbox, Freitag, 24.04.2026, 11:02
Also gerade wenn ich mal am Sonntag dort vorbeikam ist er mir nicht als überlastet vorgekommen. Generell muss man ihn vielleicht nicht meiden, aber gerne würde ich da auch nicht öfter sein. Das Ding ist ja in eine Autobahn quasi eingequetscht...
Sonntags sicherlich nicht. Aber an Werktagen zur "Rush Hour" ist der Bahnhof weit jenseits der Kapazitätsgrenzen durch Unmengen an Berufspendlern. Der Bahnhof liegt ja inmitten des Geschäftsviertels Zuidas, das in den letzten Jahren extrem gewachsen ist. Da konnte der Bahnhof nicht mithalten.
Das Bauprojekt wiederum (dürfte noch so bis Mitte der 2030er dauern) ist durchaus beeindruckend - macht die Situation im aktuellen Bauabschnitt aufgrund gesperrter Bahnsteige und Treppenabgänge aber zeitweise noch schwieriger und kritischer.
Ergänzung: Autobahn eingequetscht -> A10 verschwindet
zettelbox, Freitag, 24.04.2026, 11:23 (vor 2 Tagen) @ J-C
bearbeitet von zettelbox, Freitag, 24.04.2026, 11:25
Das Ding ist ja in eine Autobahn quasi eingequetscht...
Teil des Großprojekts ist es übrigens, die Autobahn tiefer zu legen und die Bahnhofserweiterung darüber zu bauen. Das kommt dann, wenn die Fußgängertunnel gebaut wurden.
Es ist ein unfassbar großes Projekt, man baut quasi einen neuen zweiten Hauptbahnhof in eine stark gewachsene Stadt (Finanzviertel) unter laufendem Betrieb.
Während ich gerne über das Zugmaterial in NL schimpfe - dieses Projekt würde ich Deutschland so nicht zutrauen.
(Präzisierung: Bin mir übrigens nicht ganz sicher, ob beide Fahrtrichtungen überbaut werden oder nur die Richtung Osten).
Symptom neoliberaler Politik?
zettelbox, Donnerstag, 23.04.2026, 16:25 (vor 3 Tagen) @ AlbertP
Dafür aber eine sehr hohe Zugfrequenz. Seitdem auf meiner "Heimatstrecke" den 10-Minuten-Takt (statt 15) eingeführt wurde, schaue ich nicht mehr auf den Fahrplan sondern schätze die Reisezeit zum Ziel und fahre irgendwann los zum Bahnhof mit dem Fahrrad. Wenn mir unterwegs ein Zug begegnet, weiß ich wie schnell ich sein muss um den nächsten zu erwischen.
Und diese Züge werden auch gut angenommen, trotz des hohen Preises und der niedrigen Qualität im Innenraum. Z. B. auf Amsterdam-Utrecht ist die Zugfrequenz in 20 Jahren grob verdreifacht (!) und trotzdem sind die Züge voll.
Das ist wahr und auch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ist zumindest gefühlt (von einzelnen Problemstrecken wie Amersfoort - Breda abgesehen) deutlich besser.
Die NS geben planmäßige Umstiegszeiten von 2 oder 3 Minuten aus, und oft klappen diese Umstiege. Das ist in Deutschland anders.
So gesehen sind es vielleicht einfach andere Prioritäten. Wenn man von Amsterdam nach Utrecht fährt ist das auch fein, kommt man allerdings aus Enschede nach Utrecht mit Fahrzeit von fast zwei Stunden, wäre etwas mehr Komfort auch nicht verkehrt.
Symptom neoliberaler Politik?
J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 23.04.2026, 16:46 (vor 3 Tagen) @ zettelbox
Am ehesten Richtung Fernverkehr dürfte eine Reise im Koploper gehen. Aber selbst da vermisse ich so Dinge wie Steckdosen in der zweiten Klasse.
In Groningen habe ich dann einen Halbstundentakt Richtung Zwolle mit alternierender Bedienung von Utrecht-Den Haag bzw. Amsterdam. Das finde ich tatsächlich in Ordnung so vom Konzept her.
Ich glaube am ehesten in Richtung Fernverkehr bei der NS dürfte der ICNG im ICD bzw. ECD zwischen Amsterdam, Rotterdam und Brüssel/Breda gehen. Dafür zahlt man dann auch einen Aufpreis. Weiß nicht, ob ich die Gelegenheit kriege, damit mal zu fahren. Hat irgendwer damit Erfahrung gesammelt?
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Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.04.2026, 19:24 (vor 3 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 23.04.2026, 19:25
Hallo J-C,
Am ehesten Richtung Fernverkehr dürfte eine Reise im Koploper gehen.
Diese Züge werden nach und nach abgestellt zugünsten der neuen ICNG-Triebwagen.
Aber selbst da vermisse ich so Dinge wie Steckdosen in der zweiten Klasse.
ICM stammt aus 1977, zumindest die Vorserie. Aus dem Mittelwagen wurden die ICR-Wagenzüge entwickelt, die hier vor allem bekannt wurden als Surrogatzüge für die HSL-Zuid. Auch da hatte man noch etwas von Fernverkehrsfeeling.
Als Steckdosen der Norm wurden, waren die ICM schon zu alt für den Refit.
In Groningen habe ich dann einen Halbstundentakt Richtung Zwolle mit alternierender Bedienung von Utrecht-Den Haag bzw. Amsterdam. Das finde ich tatsächlich in Ordnung so vom Konzept her.
Zwolle ist Korrespondenzknoten und Ausgangspunkt fürs Fahrplan schreiben.
Um '15/'45 kann man hier in beiden Richtungen umsteigen: Groningen vs. Leeuwarden und Amsterdam Zuid-Rotterdam vs. Utrecht-Den Haag (ab Amersfoort verkehrt ein IC nach Rotterdam).
Zudem verkehren noch Züge nach Kampen, Nijmegen, Enschede und Emmen.
Ich glaube am ehesten in Richtung Fernverkehr bei der NS dürfte der ICNG im ICD bzw. ECD zwischen Amsterdam, Rotterdam und Brüssel/Breda gehen. Dafür zahlt man dann auch einen Aufpreis.
Der Aufpreis gilt nur auf Schiphol-Rotterdam. Nicht auf Rotterdam-Breda, obwohl der Zug in Prinzip hier auch 200 km/h erreichen kann (wenn auch nur sehr kurz).
Eigentlich schade, dieser Aufpreis, denn unsere südlichen Nachbarn schaffen es ohne; der IC Oostende-Welkenraedt erreicht auch 200 km/h auf der Rennbahn und abseits davon immer noch 160 km/h. Sogar mit M7-Dostos in Triebwagenmodus.
gruß,
Oscar (NL).
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Barzahlung, Donnerstag, 23.04.2026, 19:38 (vor 3 Tagen) @ zettelbox
Und tatsächlich passiert das, wofor Neoliberale ja in den Diskussionen um Wohnungsmarktregulierung (siehe Berlin - Enteignungen) immer warnen: zwar werden punktuell die Mieten günstiger, dadurch reduziert sich aber nicht der Bedarf, das heißt für die Mieter wird es umso schwerer, an diese Wohnungen dran zu kommen. Zugleich werden weniger neue Wohnungen für die breite Masse gebaut, weil sich durch die Regulierung die Vermietung kommerziell nicht mehr lohnt. Dadurch ist der Effekt negativ: es wird noch schwieriger, bezahlbare Wohnungen zu finden.
Der (neo)liberale Ansatz wäre ja eher, das Bauen im freien Markt zu fördern, um ein größeres Angebot zu erzeugen, das die Nachfrage befriedigen kann.
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