Sleep&Arrive, die "Aufwach APP" (Allgemeines Forum)

Jette13, Donnerstag, 16.04.2026, 20:23 (vor 19 Stunden, 56 Minuten)

"Sleep&Arrive" heißt eine neue Android-App, mit der ein typisches Bahn-Problem der Vergangenheit angehören soll.

Wer gerne mal seine Haltestelle verpasst, dem helfen auch klassische Wecker-Apps logischerweise wenig. Daher gibt es jetzt eine App, die einen anhand des Standorts und nicht anhand der Uhrzeit weckt.

Statt einer Weckzeit geben Sie bei Sleep&Arrive eine Start- und Endhaltestelle an. Sobald Sie sich dem Zielort nähern, geht der Alarm los – völlig unabhängig von der Uhrzeit. Das funktioniert nicht nur bei Langstreckenzügen, sondern auch im öffentlichen Nahverkehr.

Siehe dazu nachfolgenden Link:
https://www.chip.de/downloads/download-specials/entwickler-erlebt-deutsche-bahn-desaste...

Na dann pünktliches Aussteigen.

Sleep&Arrive, die "Aufwach APP"

Destear, Berlin, Freitag, 17.04.2026, 10:53 (vor 5 Stunden, 26 Minuten) @ Jette13

Wer gerne mal seine Haltestelle verpasst, dem helfen auch klassische Wecker-Apps logischerweise >wenig.


Wieso? Ich weiß doch, wann ich aussteigen muss und kann den Wecker entsprechend einstellen?

Sleep&Arrive, die "Aufwach APP"

JoeO, Braunschweig, Freitag, 17.04.2026, 11:27 (vor 4 Stunden, 52 Minuten) @ Destear

Wer gerne mal seine Haltestelle verpasst, dem helfen auch klassische Wecker-Apps logischerweise >wenig.

Wieso? Ich weiß doch, wann ich aussteigen muss und kann den Wecker entsprechend einstellen?

Du weisst meist nicht wann, sondern nur wo Du aussteigen musst.

Wenn Du Dir auf einer Fahrt von München nach Hamburg den Wecker stellst und danach mit +60 unterwegs bist, wird Dich Dein Wecker kurz hinter Hannover wecken. Die AufwachAPP weckt Dich dagegen erst hinter Harburg. Das ganze sogar unabhängig von Prognosen einer Verbindungsauskunft.

Sleep&Arrive, die "Aufwach APP"

Destear, Berlin, Freitag, 17.04.2026, 11:52 (vor 4 Stunden, 26 Minuten) @ JoeO

Wer gerne mal seine Haltestelle verpasst, dem helfen auch klassische Wecker-Apps logischerweise >wenig.

Wieso? Ich weiß doch, wann ich aussteigen muss und kann den Wecker entsprechend einstellen?


Du weisst meist nicht wann, sondern nur wo Du aussteigen musst.

Wenn Du Dir auf einer Fahrt von München nach Hamburg den Wecker stellst und danach mit +60 unterwegs bist, wird Dich Dein Wecker kurz hinter Hannover wecken. Die AufwachAPP weckt Dich dagegen erst hinter Harburg. Das ganze sogar unabhängig von Prognosen einer Verbindungsauskunft.

Na ja, meist weiß ich schon, wann ich in etwa aussteigen muss, wenn ich von diesen Fällen heftiger Verspätung absehe. Aber gut, wenn man den Schlaf minutengenau maximieren will, ist es sicher sinnvoll.

Auch und gerade im Taktverkehr durchtakten bitte!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 17.04.2026, 13:10 (vor 3 Stunden, 9 Minuten) @ Destear

Hallo.

Na ja, meist weiß ich schon, wann ich in etwa aussteigen muss, wenn ich von diesen Fällen heftiger Verspätung absehe. Aber gut, wenn man den Schlaf minutengenau maximieren will, ist es sicher sinnvoll.


Ähm, machst du das nicht? Den Schlaf nicht minutengenau eintakten in dein Leben? Und zusätzliche Bonusminuten dann gnadenlos ausnutzen, um die dadurch gewonnene spätere Zeit nutzen zu können!

Hast du etwa manchmal Leerlauf, wenn du aufwachst? Neue Projekte lohnen nicht, andere Aufgaben abschließen geht nicht weil nicht geplant und vorbereitet - und dann sitzt du nur da, machst nichts und verschenkst wertvollste Lebenszeit mit womöglich Nichtstun? Schockierend! Guckst du einfach aus dem Fenster im Zug? Gehst du nur zwecks Bier und Burger einfach so in die Bordgastronomie?

Apropos Burger: hier steht, den gibt in "Block House"-Qualität:

[image]


Da bin ich aber froh, dass es den in den Zügen aus Dänemark nicht gibt. Allerdings würde ich den auch im Inland nicht essen - bevor ich ungewollt auch noch auf einem Alpakahof bei Pforzheim lande ...


Na ja, jedenfalls so geht das nicht: das Leben vertrödeln und beliebig schlafen, wenn man Lust hat. Das ist wirtschaftskraftzersetzend. Und wenn der Russe das merkt ... Ich darf also mehr Selbstdisziplin einfordern. Danke.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Sleep&Arrive, die "Aufwach APP"

martin.elsner, Freitag, 17.04.2026, 14:23 (vor 1 Stunden, 56 Minuten) @ JoeO

Das ist dann die Heisenberg'sche Unschärferelation in der Bahnanwendung.

Sleep&Arrive, die "Aufwach APP"

amtrak, Freitag, 17.04.2026, 11:36 (vor 4 Stunden, 42 Minuten) @ Destear

Ich glaube Jette 13 meint für Langschlafer (wie ich) braucht man beim Nachtzug bei Verspätung (nicht selten!) nicht eher wach zu werden. Diese app verhindert, das man denkt: der Zug hat eine Stunde Verspätung- dann hätte ich ja noch eine Stunde schlafen können!

Das hätte ich mal bei Verfrühung gebraucht.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 17.04.2026, 12:47 (vor 3 Stunden, 32 Minuten) @ Jette13
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 17.04.2026, 12:50

Huhu.

Aus einer versunkenen Welt:

Blaschi pennt im "Nachttramper"-Liegewagenabteil im reinen Schlaf- und Liegewagenzug "Meteor" München ==> Hamburg. Wir schreiben den Morgen des 27. August 1989.

Wegen der hohen Nachfrage wurde der Zug in 2 Teilen gefahren. Gemäß Zangenabdruck saß ich im betrieblich zusätzlichen Zugteil 15188 - Stammzugnummer war 2188.

Tags zuvor stand u.a. der Fern-Express FD 1971 "schwarzwald" auf dem Programm - der fuhr nämlich von Göttingen bis Darmstadt ohne Verkehrshalt. Ein Exot also. Da mußte man mit. Bis Karlsruhe. Dann EC "Rätia" nach Fulda (an mit +22). "Veit Stoß" fuhr mit +10 nach Würzburg ab. IC "Rheinland" holte bis München 8 Minuten Verspätung wieder rein. Unpünktlichkeit gab es damals auch - will nur heute niemand mehr hören; war aber so.

Nun, ich schlief schön im Nachtzug. Werde wach, denke so, gute halbe Stunde noch bis Hamburg, dann mach dich mal munter. Rollo hoch und - Schock: wir sind ja schon in Hamburg! Huch! Jetzt aber Shell. Etwas frischmachen, die Welt sortieren, die Lage checken. Einen Plan für den Tag erstellen. Und schon sind wir in Altona. 26 MINUTEN VOR PLAN!

Der reinste Streß!

Fix essen fassen. Und dann stand der Plan fest. Mit "Riemenschneider" fuhr ich nach Bebra - in Frankreich hätte zumindest der Fernzugbahnhofsteil nicht 'Bebra', sondern 'Kassel IC' geheißen. Entgegen mancher Erzählungen hatte nämlich Kassel auch Fernzuganschluß im IC-Netz ab 1979 - nur eben nicht innerhalb der Stadtgrenze, sondern im 70 km entfernten Bebra.

Ab Bebra sollten es dann N 5963 und zurück N 5964 sein. Zielort war Obersuhl. Was auch Endstation für den Nahverkehr war. Das dahinterliegende Untersuhl gehörte nämlich bereits zur DDR. Weiter östlich erreichte die Strecke zwar nochmal kapitalistisches Wohlfühlland - aber da hatte die DDR längst eine Umleitungsstrecke von Gerstungen nach Förtha gebaut. Steigungsreich zwar, aber es ging ja um große Weltpolitik! So war Obersuhl westdeutsches Bahn-ÖV-Ende. Allerdings - und das war die Besonderheit - führte die Trasse auch nach dorthin schon zwischen Hönebach und Bosserode durch die DDR. Ca. 1,6 Kilometer lang. So betrachtet war die Nahverkehrsbimmel, ein schöner Schienenbus damals, auch eine Art Transitzug. Da mußte man natürlich mitgefahren sein. Dass die Mauer etwas über 2 Monate später fiel und der Staat dahinter ein gutes 1 1/4 Jahre später Geschichte war, ahnte man ja nicht. DDR-Grenze gucken war im Westen stets ein bißchen unheimlich und hatte was von Touristen"attraktion".

Auf der Nord-Süd-Strecke konnte man das östliche Wahlhausen stets sehen; dort kam man mit dem Zug der DDR am nächsten. Extra wegen der Bahnstrecke gab es übrigens 1945 das Wanfrieder Abkommen. Werleshausen und Neuseesen kamen in den Westen, womit die Bahnstrecke durchgängig im Westen lag und nicht mehr durch die Sowjets blockiert werden konnte. Sickenberg, Asbach, Vatterode und Weidenbach hatten Pech, wovon sie freilich damals vmtl noch nichts ahnten und gehörten fortan zum Osten. Und damit die Jugend noch was lernt und die Millionenfrage bei Jauch mal beantworten kann: nach Abschluss des Wanfrieder Abkommen wechselte zur Bestätigung auch Alkoholisches den Besitzer - die Grenzlinie nannte man daher spöttisch auch "Whiskey-Wodka-Linie". Wer da wem was schenkte, da kommt ihr aber selbst drauf. ;-)

Nun denn, ich fuhr jedenfalls da dann durch die DDR. Und wieder zurück. Recht unspektakulär. Einfach so.

Für den nächsten Tag hatte ich mir als Erlebnishighlight den "Hamburger Clipper" vorgenommen. IC 531. Der fuhr nämlich in Osnabrück Hbf durch und in Bremen über die Güterumgehung. Ein Sprinter also - ein Exot damals. Und auch damals gab es schon Clowns bei ProBahn - die protestierten natürlich und forderten Halte eben in Osnabrück und Bremen, ohne zu kapieren, dass es dann eben kein Sprinter mehr ist und dann dieser Zug zusätzlich zum Takt damals gar nicht verkehren würde. Köln ==> Altona mit Halt in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Münster schaffte der damals in 3:50 Stunden. Man kann ja mal die aktuelle Auskunft bemühen, wie lange es 37 Jahre später dauert ...


[image]


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

GPS Empfang in Zügen (was:Sleep&Arrive, die "Aufwach APP")

FotoHelge, Freitag, 17.04.2026, 12:48 (vor 3 Stunden, 31 Minuten) @ Jette13

Daher gibt es jetzt eine App, die einen anhand des Standorts und nicht anhand der Uhrzeit weckt.

Das würde mit meinem Handy nicht funktionieren, da ich selten einen GPS/Glonass-Lock bekomme. Haben da andere Mobiltelefone einen besseren Satelitenempfang?

Grüße,
Helge

GPS Empfang in Zügen (was:Sleep&Arrive, die "Aufwach APP")

JoeO, Braunschweig, Freitag, 17.04.2026, 14:59 (vor 1 Stunden, 20 Minuten) @ FotoHelge

Das würde mit meinem Handy nicht funktionieren, da ich selten einen GPS/Glonass-Lock bekomme. Haben da andere Mobiltelefone einen besseren Satelitenempfang?


Tatsächlich habe ich im Nahverkehr in der Regel einen sehr guten GPS-Empfang, im Fernverkehr dagegen eher mangelhaft.
Inwieweit die App im ICE funktioniert müsste man ausprobieren.

Da muss der nächste Entwicklungsschritt kommen.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 17.04.2026, 15:52 (vor 27 Minuten) @ JoeO

Hallo.

Tatsächlich habe ich im Nahverkehr in der Regel einen sehr guten GPS-Empfang, im Fernverkehr dagegen eher mangelhaft.
Inwieweit die App im ICE funktioniert müsste man ausprobieren.

Dank der UNERTRÄGLICHEN, chronischen, meist grausam vorgetragenen Sabbelei sind die meisten Fahrten lärmerholungstechnisch ohnehin eine einzige Katastrophe und man verschläft schon nicht.


Genauso schlimm übrigens im Nahverkehr bei manchen Betreibern. Dem Metronom zum Beispiel. Steige ich z.B. in Bremen Hbf zu, kann ich mir das endlose Gefasel von der Alkoholfreiheit anhören. Und von der Pflicht des Vorzeigens eines amtlichen Lichtbildausweises bei entsprechenden Tickets. Jedes Mal. Dann noch etwas Begrüßungsgelaber. Horror. Bei der RB hab ich schon mal überlegt, mit Straßenbahn und Bus nach Oberneuland zu fahren und erst da einzusteigen. Dann ist wenigstens Ruhe. Andersrum ist das Verabschiedsgeblubber genauso schlimm. Außerdem hab ich kein Gepäck, welches ich vergessen könnte. Und es nutzt auch nichts: es wird trotzdem reichlich Zeug vergessen. Auch da wäre ich am liebsten in Oberneuland raus. Aber dummerweise war die RB41 pünktlich und ich bekam den - NICHT MAL ANGESAGTEN (was soll der Unsinn dann?) - Anschluss an den RE 9 nach Osnabrück.

Da sollte man eher eine App erfinden, die auf den Kopfhörern der Reisenden die Dinge durchsagt. So wie bei Museumsführungen. Im Raum selbst ist dann Ruhe. DAS wäre mal ein Fortschritt!

Und die kann dann auch bimmeln, wenn man raus muss.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

böte sich bei Bahnens nicht eher die "Gute Nacht"-App an?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 17.04.2026, 12:52 (vor 3 Stunden, 27 Minuten) @ Jette13

- kein Text -

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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