Hallo,
bei der Elektrifizierung der Südbahn hat man die Oberleitungsmasten zum größten Teil vom Gleis aus gegründet und dann aufgestellt, wenn man jetzt Schiene, Schotter und Schwelle entfernt um die zu erneuern, bzw durchzuarbeiten, dann ist es schlecht wenn man Zeitgleich Oberleitungsmasten vom Gleis auf aufstellen will, wenn keines da ist. Insbesondere im Schussental ist die Erreichbarkeit mit Lkw oder Hubschrauber nicht wirklich nutzbar bzw sinnvoll.
Zudem braucht der Vorhabenträger, in der Regel bei einer Sanierung die DB InfraGO AG, für die Arbeiten die Maßnahmenfreigabe des EBA in finanzieller Hinsicht. Das EBA prüft dafür ob die Mittel aus der LuFV (Leistungs und Finanzierungs Vereinbarung zwischen Bund und Bahn) auch sinnvoll investiert werden, sprich ob die zu erneuernden Anlagen auch wirklich abgängig sind.
Wenn das EBA im Rahmen der Prüfung feststellt, dass die Brücken noch 3 Jahre nutzbar sind, gibt es für die Baumaßnahme keine Freigabe in finazieller Hinsicht und damit ist die Baumaßnahme nicht durchführbar.
Das wird jetzt mit den Generalsanierungen mal anders gemacht, die werden aber auch nicht über die LuFV finanziert, da ist es das Ziel möglichst viele Maßnahmen auf einaml zu machen auch von Arbeiten die eventuell erst in 1-3 Jahren erforderlich wären.
Es gab so eine ähnliche Idee schon mal mit den sogenannten Serien- und Linienbaustellen, allerdings erfordert das eine sehr komplexe und sehr eng getaktete Logistik.
Jede Sichtweise hat Vor- und Nachteile.
Gruß