MDR: Alex feiert auf TikTok seinen FGR-Betrug (Allgemeines Forum)

ICEwave, Dienstag, 31.03.2026, 16:03 (vor 2 Tagen)
bearbeitet von ICEwave, Dienstag, 31.03.2026, 16:07

Interessanter Artikel.

Meines Verständnisses nach wird die Grenze zur Strafbarkeit hier überschritten, was der Artikel auch im letzten Satz erwähnt.
Allerdings scheint die Bahn ungleich entspannter zu sein:

"Sind unsere Bahncard-100-Kunden und -kundinnen auf ihrer geplanten Reise von einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 60 Minuten betroffen, haben sie Anspruch auf die Entschädigungspauschale. Die Fahrt muss dazu nicht angetreten werden ... Denn wenn die Reise durch die Verspätung nicht mehr möglich ist, kann jeder Reisende auch davon zurücktreten."

Ist es denn nun Betrug, wenn ich eine Fahrt wirklich nie antreten wollte (meine Auffassung) oder nicht, da die Fahrt ja laut Bahn nicht angetreten werden muss für die Entschädigung. Unregelmäßigkeiten oder Missbrauch könnte man doch zumindest im Anschein sicher ermitteln.

Außerdem: Wenn ich von der Fahrt zurücktrete, habe ich dann überhaupt noch ein Recht auf die FGR-Entschädigung? Bei einem normalen Ticket wird in dem Fall ja nur der Fahrpreis erstattet.

Bin gespannt auf eure Meinungen.

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/deutsche-bahn-verspaetung-entscha...

Hier der TikTok-Beitrag von MDR "eineminutegeld" (da wird es noch deutlich mehr relativiert):

https://www.tiktok.com/@eineminutegeld/video/7618934077025996054

Aufwand gegenrechnen

плацкарт, Dienstag, 31.03.2026, 16:28 (vor 2 Tagen) @ ICEwave

Alle 3 Tage eine mindestens 60minütige Verspätung finden und einreichen, sich regelmäßig daran erinnern und diese lästige Arbeit ausführen? Ich schätze, dass der Aufwand ca. 20 Minuten beträgt. Kann man wie Joggen oder Insulin spritzen in seinen Tagesablauf einbauen. Dann läge der Stundenlohn bei 30€ netto. Die Leute, die sich eine BC 100 leisten, haben in manchen Fällen weniger - in vielen Fällen mehr und haben wahrscheinlich eher Zeit- als Geldmangel.

Könnte man sich die BC zu 100 % zurückverdienen, wäre es ein brauchbares Geschäft.

Aufwand gegenrechnen

martin.elsner, Dienstag, 31.03.2026, 19:21 (vor 2 Tagen) @ плацкарт

Als ich noch BC100 Pendler war (vor Covid) habe ich sehr oft mal einen Anschluss in Mannheim um 2min verpasst und war dann wirklich ne Stunde später vor Ort. Im "besten" Jahr hatte ich so ca. 800 EUR Erstattung, was auch damals noch unter den 25% maximaler Erstattung lag.
Ich wäre aber ehrlich gesagt lieber pünktlich gewesen bzw hätte gerne ne Stunden länger geschlafen, denn der Zug eine Stunde später war durchgehend.

Heute gibt es die Verbindungen alle so nicht mehr, aber ich muss zum Glück auch nicht mehr Pendeln

MDR: Alex feiert auf TikTok seinen FGR-Betrug

Waldbahn, Dienstag, 31.03.2026, 16:47 (vor 2 Tagen) @ ICEwave

Hi ich sehe es auch als Betrug. Aber wir werden im Verlauf bestimmt lesen, wo Lücken sind, müssen die genutzt werden, besonders bei der schlechten Performance. Nachdem Motto, wie du mir so ich dir.

--
Gruß
Waldbahn

MDR: Alex feiert auf TikTok seinen FGR-Betrug

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 31.03.2026, 17:10 (vor 2 Tagen) @ Waldbahn

Hi ich sehe es auch als Betrug. Aber wir werden im Verlauf bestimmt lesen, wo Lücken sind, müssen die genutzt werden, besonders bei der schlechten Performance. Nachdem Motto, wie du mir so ich dir.

Die Bahnen haben ja schon selbst eine Lücke eingebaut - nämlich das kein Nachweis mehr nötig ist.

Möglicherweise will die Bahn Dreiviertel-Alex behalten

плацкарт, Dienstag, 31.03.2026, 17:15 (vor 2 Tagen) @ Reservierungszettel

Das Problem der BC100 ist, dass eine Segmentierung nach Preisbereitschaft nur indirekt möglich ist: Senioren, 1. Klasse, Jugend.

So verliert die DB das klammere Segment nicht. Sonst würden die einen Mix aus SSP, Flix und DT fahren. Deshalb wird Alex geduldet.

MDR: Alex feiert auf TikTok seinen FGR-Betrug

VT642, Dienstag, 31.03.2026, 17:11 (vor 2 Tagen) @ ICEwave

Und ich dachte bei der Betreffzeile daran, Alex (Länderbahn) hätte bei den FGR betrogen...

MDR: Alex feiert auf TikTok seinen FGR-Betrug

Barzahlung, Dienstag, 31.03.2026, 19:18 (vor 2 Tagen) @ ICEwave
bearbeitet von Barzahlung, Dienstag, 31.03.2026, 19:20

"Sind unsere Bahncard-100-Kunden und -kundinnen auf ihrer geplanten Reise von einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 60 Minuten betroffen, haben sie Anspruch auf die Entschädigungspauschale. Die Fahrt muss dazu nicht angetreten werden ... Denn wenn die Reise durch die Verspätung nicht mehr möglich ist, kann jeder Reisende auch davon zurücktreten."

Wenn +60 absehbar waren und man angibt, deswegen eine mit der BC100(F) geplante Reise abgebrochen oder gar nicht erst angetreten zu haben, werden 10 Euro (15 Euro) erstattet.
Für die 10 Euro (15 Euro) muss die Fahrt also nicht angetreten worden sein. Da hat die Sprecherin recht. Es muss lediglich die Nutzung beabsichtigt gewesen sein, wofür der Fahrgast aber nicht beweispflichtig ist.

Ist es denn nun Betrug, wenn ich eine Fahrt wirklich nie antreten wollte (meine Auffassung)

Wenn man die Fahrt niemals antreten wollte, ist es m.E. Betrug.

oder nicht, da die Fahrt ja laut Bahn nicht angetreten werden muss für die Entschädigung.

Die Sprecherin meint wohl eine Erstattung (nach Fahrtabbruch) und keine Entschädigung (nach Ankunftsverspätung).

Unregelmäßigkeiten oder Missbrauch könnte man doch zumindest im Anschein sicher ermitteln.

Und wie willst Du das dem Antrag ansehen? Die missbräuchlichen unter den FGR-Anträgen werden ja durch die Reisenden nicht gesondert gekennzeichnet.

Außerdem: Wenn ich von der Fahrt zurücktrete, habe ich dann überhaupt noch ein Recht auf die FGR-Entschädigung?

Nein, Anspruch auf Entschädigung besteht nach Fahrtabbruch nicht, sondern nur auf Erstattung von 10 bzw. 15 Euro.

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