Die Logik der Sparpreise (Fahrkarten und Angebote)

JoeO, Braunschweig, Mittwoch, 18.03.2026, 01:03 (vor 4 Tagen) @ Mike65

Ich habe mir interessehalber mal die Bedingungen für die BC100 bei internationalen Verbindungen angeschaut. Dass es auf den ausländischen Streckenteil keine Ermäßigung gibt, ist nachvollziehbar. Aber auch der deutsche Anteil wird bei Europa-(Super)Sparpreisen nur mit 25% rabattiert. 100% auf die inländische Strecke gibt es nur beim Europa-Flexpreis. Das führt bei kürzeren Auslandsanteilen (z.B. München-BeNeLux) zur absurden Situation, dass der Flexpreis günstiger als der Sparpreis im gleichen Zug ist.

Ich hätte aus gesundem Menschenverstand erwartet, dass ein BC100-Inhaber für den deutschen Teil unabhängig vom gebuchten Ticket nichts mehr bezahlen muss.

Da beisst sich der gesunde Menschenvverstand mit der Logik von zuggebundenen Sparpreisen.

Sparpreise sind kontigentiert. Jede gebuchte Sparpreisfahrkarte (ob mit BC 25, 50 oder 100 oder ohne BC) reduziert das Kontingent der entsprechenden Verbindung um 1, dafür wird der Preis der aktuellen Sparpreisstufe fällig. Du kaufst ja zusätzlich zu Deiner BC 100 noch ein Ticket. Da der maximale Rabatt bei Sparpreistickets 25% beträgt, musst Du die restlichen 75% dazuzahlen.

Eine Alternative zum Flexpreis ist bei grenzüberschreitenden Fahrten mit BC 100, auf den Kauf des innerdeutschen Teils des Sparpreistickets zu verzichten und erst ab dem letzten Fernverkehrshalt vor der Grenze das Ticket zu kaufen und den Teil davor mit der BC 100 zurückzulegen. Allerdings hat man bei Anschlussverlust an der Schnittstelle BC100/Sparpreisticket die bekannten fahrgastrechtlichen Probleme bei gestückelten Tickets.


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