Welche Entscheidungsebenen gibt es in Störungsfällen? (Reiseberichte)

bendo, Montag, 16.03.2026, 13:10 (vor 2 Tagen)

Hallo,

am Samstag saß ich in einem RE200 von Wendlingen nach Ulm. In Wendlingen verzögerte sich die Abfahrt zunächst aufgrund eines "technischen Problems". Dann fuhr der Zug an, stoppte aber nach 5-10m (nach wie vor am Bahnsteig). Dann wurde die kurze Strecke wieder zurückgesetzt (immer noch am Bahnsteig). Lüftung und Komponentengeräusche ließen eine Art "Reboot" vermuten. Die weitere Verzögerung wurde wieder mit einem "technischen Problem" begründet. Dann ging es los. Rund 200m später stoppte der Zug allerdings erneut abrupt, dieses mal unmittelbar vor dem Portal der Unterfahrung BAB 8.
Worst-Case! Dort standen wir nun ~20min und blockierten die eingleisige Anbindung der SFS Wendlingen-Ulm an die Bahnstrecke Plochingen-Immendingen. Der nun aus Ulm ankommende RE200 (Gegenzug), sowie der FV in beiden Richtungen kam nicht durch diesen Flaschenhals.
Unter Ankündigung, das "technische Problem" nicht lösen zu können, fuhren wir zurück in den Bahnhof Wendlingen. Dort stand nun auch schon der erste wartende ICE, wobei zunächst FV aus Richtung Ulm durchfuhr und der RE 200 ankam. Auf letzteren, mit der neuen Fahrtrichtung Ulm wurden die Bahnreisenden dann letztlich auch verwiesen.

Was genau das vielfach verkündete "technische Problem" war, kann ich natürlich nicht wissen. Wenn ich einen Tipp abgeben dürfte, würde ich auf ein ETSC-Problem tippen :-P

Vielmehr stelle ich mir die Frage, wer in den Teilereignissen welche Entscheidung trifft: Wird die Entscheidung zur Abfahrt z.B. hocheskaliert, da mit ggf. noch vorliegenden Fehlern das Risiko besteht, einen ganzen Korridor lahm zu legen (wie hier geschehen)?

Danke und Gruß, bendo

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