(ZM:) Jeder 3. Betriebseisenbahner denkt an Kündigung (Allgemeines Forum)
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 07.03.2026, 20:05 (vor 2 Tagen)
Huhu.
Die Regierung muss was tun, sonst bleiben noch mehr Züge wegen Personalmangel stehen.
Schnell auf den Zug aufspringen; die Zeiten sind günstig für Panikmache.
Die Meldung basiert auf einer Umfrage der EVG unter 4.000 Mitgliedern. Die Umfrage wurde durchgeführt vom Bremer Institut für Arbeit + Wirtschaft, eine Gründung der Arbeitnehmerkammer Bremens, in der jeder Bremer Arbeitnehmer Zwangsmitglied ist.
Bei soviel Arbeitnehmersicht ist schwerlich ein anderes Ergebnis zu erwarten: 1/3 der Befragten denkt über eine Kündigung nach.
Tja, mich 'erwischte' es erst Sonntag vor ner Woche. Da wollte eine Z-Wort-würdige Teilmenge der Roma und Sinti nicht den Zug verlassen, so dass erst die Polizei einschreiten musste. Da meinte man, auch mich bespucken zu müssen. Vor geraumer Zeit war es ein N-Wort-Vertreter seiner Zunft - aber der bekam nicht mal das auf die Reihe. 2x machten mir offenkundig italienische Landsleute klar, dass mein Tun von der örtlichen Mafia sicher nicht unbeantwortet bliebe - ich warte seit bestimmt einem Jahrzehnt drauf. Und selbstverständlich gibt's auch leitkulturangehörige Clowns, die meinen, Aggressivität beeindruckt. Also mich jedenfalls nicht. Was dann meist den Gegenüber verwirrt ... ;-)
Ich ändere jedenfalls nix. Und ich seh auch kein Grund zum Türmen. Und so'n Spacko, der mich übel anmacht, ist mir noch lieber als im Büro tagein tagaus mobbende Kollegen ertragen. Also Mobbing Versuchende. Ich mach da nämlich gar nicht mit; wie doof.
Und mit 99,9999999999999999989 Prozent der Fahrgäste hat man eh keine Probleme. Ein Tod im Straßenverkehr ist deutlich wahrscheinlicher. Kein Grund also, den Job an den Nagel zu hängen. Auch wenn ich nicht weiß, ob das wirklich eine gute Nachricht ist: Blaschi bleibt da.
Aber gut, gelassen bleiben ist nicht das Gebot der Stunde. Mal gucken, wann man uns Befrager aufrüstet oder man alternativ den Job beerdigt aus Sicherheitsgründen. Oder ich nur noch mit nem Kollegen bodygardlike stets an meiner Seite arbeiten darf/muss. Das wäre dann allerdings worst case - und dann würde ich tatsächlich auch kündigen ;-).
Nachzulesen ist die Meldung u.a. hier:
https://www.rnd.de/wirtschaft/gewalt-gegen-bahnmitarbeiter-evg-umfrage-zeigt-alarmieren...
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Der Gedanke ist auch dem Vorstand nicht fremd...
плацкарт, Samstag, 07.03.2026, 23:11 (vor 2 Tagen) @ Der Blaschke
Wie der Herr, ...
(ZM:) Jeder 3. Betriebseisenbahner denkt an Kündigung
TRAXXP160DE, HBIK, Samstag, 07.03.2026, 23:24 (vor 2 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von TRAXXP160DE, Samstag, 07.03.2026, 23:25
Ich möchte jetzt niemanden verletzten, aber ich fürchte, auch da sitzt die Bahn am längeren Hebel. Zugbegleiter sind entweder noch mittlerer nichttechnischer Dienst, angelernt oder Kaufmann für Eisenbahnwesen oder so ähnlich. Vielleicht habe ich jetzt auch etwas vergessen ...
Nur, was kann mit dieser Berufsausbildung ausserhalb der DB anfangen?
a) man ist eine ungelernte Kraft
b) andere angelernte Tätigkeiten findet man u.a. im Call-Center oder im Einzelhandel
Bezahlung: Mindestlohn oder knapp drüber
Ich denke, die meisten werden sich gut überlegen, was sie aufgeben und dafür bekommen ...
Gefährlicher sehe ich die Werkstätten. Wäre gespannt, was eine Gewerkschaft sagen würde, wenn die Bahn mit mehr Gehalt dort Mitarbeiter locken würde.
Eigentlich ist das ja der alte Konflikt zwischen Handwerk und (Automobil-) Industrie. Nur in der Industrie merkt man, wie teuer die Arbeitsverträge von vor 20 Jahren heute sind ...
Also kurz zusammengefasst: man braucht Glück, oder muss noch kleinere finanzielle Brötchen backen, oder es bleibt ein schöner Traum.
(ZM:) Jeder 3. Betriebseisenbahner denkt an Kündigung
Zauberpilz, Sonntag, 08.03.2026, 13:15 (vor 1 Tag, 16 Stunden, 12 Min.) @ TRAXXP160DE
Ich möchte jetzt niemanden verletzten
Wen willst du da verletzen? Ein großer Teil der Kundenbetreuer dürfte doch mittlerweile aus Quereinsteigern, ohne Ausbildung bei der Bahn bestehen. Die sind zur Bahn gewechselt weil es woanders nicht besser / eher schlechter ist (Gastronomie und Co.).
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
sfn17, Sonntag, 08.03.2026, 18:25 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 2 Min.) @ TRAXXP160DE
Ich möchte jetzt niemanden verletzten, aber ich fürchte, auch da sitzt die Bahn am längeren Hebel.
Es gibt doch schon eine ganze Ecke anderer EVU. Kennt bahnfreak doch von den Lokführern, die anderswo anheuern.
Zugbegleiter sind entweder noch mittlerer nichttechnischer Dienst
"mittlerer Dienst" gibt's nur im öffentlichen Dienst
angelernt
dann dürfen sie auf dem Zug sowieso nicht viel... vielleicht als Steward/-in herumrennen?
oder Kaufmann für Eisenbahnwesen
...für Verkehrsservice.
Allein, dass es ein Kaufmannsberuf ist, eröffnet ganz andere Perspektiven. Dann kann man auch leichter umschulen zu einem anderen "Kaufmann/-frau für ...".
Nur, was kann mit dieser Berufsausbildung ausserhalb der DB anfangen?
Die Arbeitsagentur bietet interessante Perspektiven. Der Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität ist schon ein recht substantieller Beruf (das dürften die Leute sein, die im Nahverkehr die von den Zweckverbänden bestellten Fahrpläne komplett durchrechnen können)
a) man ist eine ungelernte Kraft
Mit einer Ausbildung ist man nicht mehr ungelernt. Ungelernte Kräfte dürfen nur Helfer sein.
b)
schenke ich mir
--
SBO
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
bahnfahrerofr., Montag, 09.03.2026, 00:17 (vor 1 Tag, 5 Stunden, 10 Min.) @ sfn17
Zugbegleiter sind entweder noch mittlerer nichttechnischer Dienst
"mittlerer Dienst" gibt's nur im öffentlichen Dienst
und wo sind die (wenigen) Restbeamten bei der DB tätig? genau, im öffentlichen Dienst.
Wobei ich mich frage ob der klassische Zugschaffner nicht sogar im technischen Dienst gewesen sein müsste? Das Berufsbild "verbeamteter Kundenbetreuer" dürfte bei der Bundesbahn nicht existiert haben...
angelernt
dann dürfen sie auf dem Zug sowieso nicht viel... vielleicht als Steward/-in herumrennen?
was "darf" denn ein KiN heute noch groß? Fahrkarten kontrollieren, Ansagen machen...? Ist das im Endeffekt nicht ein "Steward"? Die Westbahn nennt ihre Bordpersonale so, die haben aber sogar eher noch mehr Aufgaben als im deutschen NV (Fahrkartenverkauf, Gastro).
Wenn ich von "6-wöchiger Umschulung" lese, dann ist das für mich ein klassischer Anlernberuf. Die große Mehrzahl der KiNs, welche in den letzten 10 Jahren eingestellt wurde, hat derartige Umschulungskurse - oft von der BA gefördert - genossen, wobei die 6 Wochen (z.B. bei Arverio) schon eher im unteren Zeitrahmen sind - bei der DB sind es 14. Auch ein 4 monatiger Kurs ist aber keine Berufsausbildung. FV-Begleiter, die kein Zugchef sind, haben häufig auch nur einen Kurs von etwa 6 Monaten oder sowas in der Ecke.
oder Kaufmann für Eisenbahnwesen
...für Verkehrsservice.
Allein, dass es ein Kaufmannsberuf ist, eröffnet ganz andere Perspektiven. Dann kann man auch leichter umschulen zu einem anderen "Kaufmann/-frau für ...".
Es ist sicherlich einfacher, mit so einem Abschluss was zu finden, aber auch hier gilt, je älter desto schwieriger. Und wie bereits erwähnt, wie viele gerade im NV haben diesen Abschluss überhaupt noch? Es dürfte mittlerweile eine deutliche Minderheit sein.
a) man ist eine ungelernte Kraft
Mit einer Ausbildung ist man nicht mehr ungelernt. Ungelernte Kräfte dürfen nur Helfer sein.
Mit einer Ausbildung als Kaufmann im Verkehrsservice ist man im Bäckerhandwerk ungelernter Helfer ;-)
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
611 040, Erfurt, Montag, 09.03.2026, 00:27 (vor 1 Tag, 5 Stunden, 1 Min.) @ bahnfahrerofr.
a) man ist eine ungelernte Kraft
Mit einer Ausbildung ist man nicht mehr ungelernt. Ungelernte Kräfte dürfen nur Helfer sein.
Mit einer Ausbildung als Kaufmann im Verkehrsservice ist man im Bäckerhandwerk ungelernter Helfer ;-)
Eben nicht. Ungelernter Helfer heißt wirklich komplett ohne Berufsausbildung also nichts nach der Schule.
Wer zumindest irgendeine Ausbildung abgeschlossen hat, hat vielfach bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt auch in komplett anderen Branchen und auch auf die Bezahlung wirkt es sich aus.
Das heutzutage im NV fast nur noch KiN eingestellt werden, die gar keine betrieblichen Befugnisse mehr haben (und oftmal auch wirklich jede technische Kleinigkeit nur noch vom Tf gemacht werden darf) war mir bewusst. Ich dachte aber, dass die auch eine normale Berufsausbildung eben zum Kaufmann im Verkehrsservice gemacht haben.
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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
bahnfahrerofr., Montag, 09.03.2026, 00:43 (vor 1 Tag, 4 Stunden, 45 Min.) @ 611 040
Mit einer Ausbildung als Kaufmann im Verkehrsservice ist man im Bäckerhandwerk ungelernter Helfer ;-)
Eben nicht. Ungelernter Helfer heißt wirklich komplett ohne Berufsausbildung also nichts nach der Schule.
Fürs Bäckerhandwerk bist du in dem Fall aber so viel wert wie eine völlig ungelernte Kraft, die Bezahlung dürfte in den meisten Fällen auch gleich enden. Im öD mit seinem starren Eingruppierungssystem ist es auch so, dass du mit einer handwerklichen Ausbildung im Verwaltungsbereich oder umgekehrt erstmal nicht auf eine entsprechende Stelle kommst, weil die Qualifikation für höherwertige Tätigkeiten nicht gegeben ist. Und an der Wertigkeit der Tätigkeiten hängt am Ende die Einstufung...
Dass es natürlich Berufe/Stellen gibt, wo man "eine abgeschlossene Berufsausbildung" ohne genauere Spezifizierung voraussetzt, ist mir natürlich auch bewusst. Beim FV-Zugchef ist es für den Quereinstieg m.W.n. auch so.
Das heutzutage im NV fast nur noch KiN eingestellt werden, die gar keine betrieblichen Befugnisse mehr haben (und oftmal auch wirklich jede technische Kleinigkeit nur noch vom Tf gemacht werden darf) war mir bewusst. Ich dachte aber, dass die auch eine normale Berufsausbildung eben zum Kaufmann im Verkehrsservice gemacht haben.
ich meine dass es wohl regional noch größere Unterschiede gibt. DB Regio bietet aber z.B. die klassische Berufsausbildung seit ein paar Jahren gar nicht mehr an. Andere EVU hingegen schon.
Bei DB Regio gibt es halt noch "Altbestände", die eine Ausbildung in der Branche genossen haben. "neuere" EVU wie Arverio dürften im KiN-Bereich zu 95% nur Quereinsteiger haben (Ausnahme vielleicht einzelne die von DB Regio gewechselt haben).
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 09.03.2026, 11:51 (vor 17 Stunden, 37 Minuten) @ bahnfahrerofr.
ich meine dass es wohl regional noch größere Unterschiede gibt. DB Regio bietet aber z.B. die klassische Berufsausbildung seit ein paar Jahren gar nicht mehr an. Andere EVU hingegen schon.
Selbstverständlich bildet DB Regio Kaufleute für Verkehrsservice aus - sowohl im Zug (zum Beispiel hier), als auch direkt für die Leitstellen (hier).
--
Weg mit dem 4744!
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
bahnfahrerofr., Montag, 09.03.2026, 12:29 (vor 16 Stunden, 59 Minuten) @ JeDi
Selbstverständlich bildet DB Regio Kaufleute für Verkehrsservice aus - sowohl im Zug (zum Beispiel hier), als auch direkt für die Leitstellen (hier).
Leitstellenpersonal war ja hier nicht Thema, da dürfte es auch noch andere geben. Die Tätigkeit hat aber ja nicht wirklich viel Gemeinsamkeiten mit den klassischen Aufgaben eines KiN.
Dass Regio allerdings wohl in einigen Regionen auch noch eine Ausbildung explizit für KiN anbietet, erstaunt mich - an die Meldung, dass man die Ausbildung nun nicht mehr anbietet, kann ich mich noch erinnern. Offenbar ist man hiervon (teilweise) wieder abgekommen?
Auf die Gesamtheit der neu eingestellten KiN bezogen dürften diejenigen mit der "richtigen" Ausbildung jedoch trotzdem in der absoluten Minderheit sein.
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 09.03.2026, 12:31 (vor 16 Stunden, 56 Minuten) @ bahnfahrerofr.
Leitstellenpersonal war ja hier nicht Thema, da dürfte es auch noch andere geben. Die Tätigkeit hat aber ja nicht wirklich viel Gemeinsamkeiten mit den klassischen Aufgaben eines KiN.
Es gibt keine Berufsausbildung "Kundenbetreuer_in im Nahverkehr". Und für KfV gibts eben verschiedene Einsatzmöglichkeiten, der Zugbegleitdienst ist nur einer davon...
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Weg mit dem 4744!
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
bahnfahrerofr., Montag, 09.03.2026, 12:41 (vor 16 Stunden, 46 Minuten) @ JeDi
Es gibt keine Berufsausbildung "Kundenbetreuer_in im Nahverkehr". Und für KfV gibts eben verschiedene Einsatzmöglichkeiten, der Zugbegleitdienst ist nur einer davon...
Ist mir schon klar, dass der Ausbildungsberuf hier identisch ist.
Allerdings bezog sich der Beitrag von TRAXX.. explizit auf das Personal im Zugbegleitdienst.
Wenn ein EVU ausschließlich KfV ausbildet, um diese anschließend in Verwaltung oder Leitstelle einzusetzen, ist dies für die Frage, welche Berufsaussichten die KiN dieses Unternehmens außerhalb der Bahnbranche haben, wenig relevant.
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 09.03.2026, 12:44 (vor 16 Stunden, 44 Minuten) @ bahnfahrerofr.
Wenn ein EVU ausschließlich KfV ausbildet, um diese anschließend in Verwaltung oder Leitstelle einzusetzen, ist dies für die Frage, welche Berufsaussichten die KiN dieses Unternehmens außerhalb der Bahnbranche haben, wenig relevant.
Und wenn diese dann doch auf den Zug kommen, wäre das für dich ein Quereinstieg?
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Weg mit dem 4744!
Kauffrau/-mann für Verkehrsservice
bahnfahrerofr., Montag, 09.03.2026, 13:02 (vor 16 Stunden, 25 Minuten) @ JeDi
bearbeitet von bahnfahrerofr., Montag, 09.03.2026, 13:03
Wenn ein EVU ausschließlich KfV ausbildet, um diese anschließend in Verwaltung oder Leitstelle einzusetzen, ist dies für die Frage, welche Berufsaussichten die KiN dieses Unternehmens außerhalb der Bahnbranche haben, wenig relevant.
Und wenn diese dann doch auf den Zug kommen, wäre das für dich ein Quereinstieg?
Nein.. Ich finde nicht.
Nur: über wie viele Fälle reden wir hier?
Aua
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 09.03.2026, 12:47 (vor 16 Stunden, 41 Minuten) @ JeDi
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 09.03.2026, 12:48
Hey.
Selbstverständlich bildet DB Regio Kaufleute für Verkehrsservice aus - (...) direkt für die Leitstellen (hier).
Aua, ist es jetzt soweit: man muss jetzt dabei schreiben, wie lange das Bewerben dauern wird?!
Über 15 Minuten Dauer ist nicht zumutbar? Weil die Kinder dann überfordert sind?! Die Angabe ist wichtig, damit Knirps und Eltern die Bewerbung zeitlich eintakten kann in den geplanten Tagesablauf? Oder muss da erst eine kaufmännische Abwägung getroffen werden: Chance auf Zusage in Prozent versus benötigter Zeitaufwand in Minuten? Bei positivem Verhältnis - 23 zu 18 z.B.: mach et, ansonsten: lass et?!
Die totale Verblödung und völlige Überforderung schreitet mit großen Schritten voran. Ich mag gar nicht daran denken, wie da dann später in der Leid..., äh Leitstelle rumgehampelt wird. Da bricht alles zusammen. 2 Störungen in 4 Stunden führen zum Burnout.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
OT: Gute Nachricht.
sfn17, Sonntag, 08.03.2026, 18:14 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 14 Min.) @ Der Blaschke
Auch wenn ich nicht weiß, ob das wirklich eine gute Nachricht ist: Blaschi bleibt da.
Es ist eine gute Nachricht. Das neuerdingse Herzflimmerns machte ja wieder Angst und Bange. Gute Besserung!
Bleibe Du noch lange da - auf den Zügen und Bahnsteigen dieser Welt! :-)
sfn17
--
SBO
OT: Hey, Danke!
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 09.03.2026, 11:30 (vor 17 Stunden, 57 Minuten) @ sfn17
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 09.03.2026, 11:34
Hey.
Auch wenn ich nicht weiß, ob das wirklich eine gute Nachricht ist: Blaschi bleibt da.
Es ist eine gute Nachricht. Das neuerdingse Herzflimmerns machte ja wieder Angst und Bange. Gute Besserung!
Danke! Herz tut erstmal wieder. Nur der Stumpf vom amutierten Großzeh hat mit dem Zuwachsen keine sonderliche Eile.
Ich sterbe allerdings auch eher an der Eisenbahn ;-)
Das Wochenende war recht schockierend: alles lief nach Plan. Samstag Metronom im Raum Hannover, Sonntag zwischen Bremen und Hamburg - alle gewollten Züge wurden erreicht und ich war jeweils pünktlich zu Hause.
Heute ist es dann wieder normal und es besteht wieder Lachkrampfgefahr ob all des Dilettantismus. Da ist die Eurobahn noch pünktlich in Laggenbeck. Was aber nichts heißt: in Wissingen sind es jetzt gleich 20 Minuten plus - weil Clowns und Helden am Werk sind. Damit ist der Plan für den heutigen Tag direkt am Start schon wieder Makulatur. Und so ist es hier auch normal - wer den Fahrplan der Linie 77 der DB und den der 61 der Eurobahn kennt, der erwartet auch nichts anderes.
Witzig ist dann immer das weltferne Gesülze von Politikern und Plüschetagen von einer attraktiven Eisenbahn als Alternative zum PKW. Da könnte man glatt Blutdruck bekommen, was dann wieder schlecht für die Pumpe wäre. Aber ich bin ja alt genug, um zu wissen, wie man all das Elend auch wieder ausgleicht ...
Bleibe Du noch lange da - auf den Zügen und Bahnsteigen dieser Welt! :-)
Yeeeeees! Wenn man mich läßt ... ;-)
Neulich wollte sich eine Familie positiv bei der Nordwestbahn über mich auslassen. Die hatten - wie üblich; aber das wußten sie nicht - in Oldenburg den Anschluß nach Bremen verpasst. Ich gab ihnen fix die neue Verbindung und den Hinweis, dass der Express-Metronom nach Hamburg in Bremen ca 30 Min vor Abfahrt am Bahnsteig steht und dass ein frühzeitiger Einstieg ob des Andrangs sehr empfehlenswert ist; insbesondere als Familie mit Vierertischwunsch. Dann noch der Hinweis, dass das Niedersachsenticket auch in den Hafen-Linienfähren der Hadag gilt - und sie waren ob des Service entzückt und mit der Verspätung versöhnt. Nur ist das alles dummerweise gar nicht meine Aufgabe und von der Nordwestbahn eher ungern gesehen; die sind da etwas speziell ... Wenn's das eigene Personal aber nicht macht ... Die Eisenbahn in Deutschland scheitert nicht am täglichen Chaos, sondern an der fehlenden Kundenbetreuung. Es bräuchte Personal, Personal, Personal. Nur will das im Billig-ÖV niemand bezahlen. Und so fährt im dreiteiligen Dieseltriebwagen-Brummer dann eben nur EIN Schaffner mit. Da freuen sich vor allem die Schwarzfahrer ...
Jedenfalls habe ich denen das mühsam ausgeredet, sich bei der NWB über mich auszulassen.
So, Bünde - wo ich schon in Herford sein sollte. Da startet Start heute erstmal ohne mich. Aus einer Std Verspätung werden umlaufbedingt 2 werden - da kann ich Debby heute nachmittag gleich schon mal frühzeitig absagen. Im Prinzip wäre ich Milliardär und Musk, Gates und Co. dagegen eine Art Bürgergeldempfänger, müsste man mir die Treue zur Eisenbahn angemessen bezahlen.
Schöne Grüße von jörg
--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Die Faust in der Tasche - mehr aber auch nicht
Hustensaft, Sonntag, 08.03.2026, 18:21 (vor 1 Tag, 11 Stunden, 6 Min.) @ Der Blaschke
Bei soviel Arbeitnehmersicht ist schwerlich ein anderes Ergebnis zu erwarten: 1/3 der Befragten denkt über eine Kündigung nach.
Ja, Sie denken darüber nach - und am Ende steht die Erkenntnis, dass der erlernte Beruf, wenn es sich nicht ohnehin nur um angelernte Kräfte handelt, jenseits von Bahnunternehmen nichts wert ist. Die Alternativen wären dann das Sicherheitsgewerbe - da geht es nicht besser zu, dafür gibt es meist aber nur Mindestlohn -, das Reinigungsgewerbe - hoher Druck für Mindestlohn -, die Paktezustellung - auch hoher Druck und kaum mehr als Mindestlohn - etc. pp., man käme also vom Regen in die Traufe, würde sich materiell aber stark verschlechtern.
Aber:
Man könnte ja mal darüber nachdenken, was sich dagegen tun ließe ... Nun, notwendige gesellschaftliche Änderungen werden die Bahnunternehmen wohl kaum anschieben können, aber an der Frustvermeidung bei den Fahrgästen, da wäre sehr viel Luft nach oben: Zuverlässige Informationen, insbesondere bei Störungen, Pünktlichkeit, verfügbare Toiletten, aber auch verfügbares Personal - schon komisch, kaum ist ein Zug signifikant zu spät, lässt sich kein Schaffner mehr blicken, dabei bräuchten etliche Fahrgäste Unterstützung, das sind nicht alles "Profis" wie wir - und, bitte nicht lachen, freundliches Personal, so mancher Schaffner hat einen Ton am Leib, holla die Waldfee. Klar, rechtfertigt alles keine Übergriffe, es geht hier ja aber darum, was man präventiv gegen Übergriffe tun könnte.
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