Vor 25 Jahren akzeptierte Guinness meine Eintragungen (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 02.03.2026, 22:39 (vor 3 Tagen) @ плацкарт

Hey.

Einfach die Kilometer aus den Kursbuchtabellen ermittelt und die pro Zuglauf addiert.

Insbesondere bei Nachtzügen dürfte das nicht wirklich exakt gewesen sein. Damals war ich auch noch dümmer als heute.

Für jede Fahrt gab es einen Zangenabdruck vom Schaffner.(*)

Das Guiness-Buch der Rekorde akzeptierte jedenfalls - ich habe schriftlich, dass ich für kurze Zeit (ca 2 Monate) Inhaber eines Guiness-Rekordes war. Meiste gefahrene Kilometer innerhalb eines Monats. 42.519 km.

Ich hatte es allerdings auf keinen Rekord angelegt - da wären ja ganz andere Kilometer möglich gewesen, auch wenn es 1989 noch kein ICE und keine SFS gab.


Wobei ich hier ja ehrlich sein kann: ich hatte im Februar 1989 angefragt, bekam aber eine falsche Auskunft. Mit Herausgabe des neuen Guiness-Buches bemerkte ich das und beschwerte mich. In der Antwort ging die Redaktion davon aus, dass ich im Februar zum Zeitpunkt der Anfrage gefahren bin. Der überbotene Wert wurde im April aufgestellt. Somit sei ich von Februar bis April Rekordinhaber gewesen.

Allerdings war ich erst im Sommer gefahren. TMT im Juli und August glaube ich. On Wahrheit war ich also nie Rekordinhaber.

Aber das erzähle ich ja keinem, solange ich das Schreiben mit dem Gegenteil vorweisen kann.

;-)

(*): TMT hieß ja FREIHEIT. Und so wußte ich beim Einstieg ja nie, wo ich denn wieder aussteigen will. Zwar gab es stets eine Idee, aber Spontaneität war ja großgeschrieben. BIS AUF EINEN hatten alle Schaffner kein Problem, mir den Zangenabdruck zu geben. Nur ein einziger zwang mich, einen Ausstiegsbahnhof einzutragen, sonst gäb's nix. Ja, ich stieg dann da auch tatsächlich aus.

Später beim Zählen war es ähnlich. Meine Anwesenheit im Zug mußte durch Zangenabdruck des Schaffners oder hilfsweise durch Unterschrift des Lokführer bestätigt werden. Stets wurde seitens der DB allergrößter Wert darauf gelegt, dass dieser Nachweis erst am Ende der Fahrt anzufordern ist.

Gejuckt hat's an der Front niemanden. Stets gab's Zange/Unterschrift auch früher; öfters schon zu Beginn. Und wenn mein DB-Kontrolleur dann auftauchte, meine Arbeit bestätigte, den Abdruck sah und sich dann erregte, dann konnten wir stets drauf verweisen, dass Anordnungen und Hinweisen des Bahnpersonals stets Folge zu leisten ist - wenn mir der Schaffner doch während der Fahrt beim Durchgang eben die Zange gibt ... Wir an der Front arbeiteten doch MITeinander.

Heute ist das alles passé. Im Smartphone drückt man "Standortbestimmung" oder fotografiert Start und Ziel. Da war nicht jeder vom technischen Fortschritt begeistert, um es mal zurückhaltend auszudrücken ...


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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