Hamburg-Berlin: Züge fahren nach der Renovierung langsamer (Allgemeines Forum)

thalys75, Donnerstag, 26.02.2026, 23:11 (vor 7 Tagen)

Hamburg-Berlin: Eine 2 Milliarden Euro teure Renovierung... für langsamere Züge

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zuege-zwischen-Hamburg-und-Berlin-sind-nach-der-Sanierun...

Langsamer - oder pünktlicher?

Hustensaft, Freitag, 27.02.2026, 07:58 (vor 7 Tagen) @ thalys75

Persönlich finde ich die zwei Minuten mehr Fahrzeit nicht schlimm, erhöht das die Chance auf eine pünktliche Ankunft - unter dem Strich also eine Angleichung von Plan und Realität ...

Und vom Konzept Generalsanierung halte ich gar nichts, das ist schon bei der Riedbahn, die ja immer noch nicht fertig ist, immerhin mehr als ein Jahr später, krachend gescheitert.

Warum 17 Min Puffer?

Fulda_NBS, Freitag, 27.02.2026, 08:19 (vor 7 Tagen) @ Hustensaft

Ist wo viel wirklich notwendig?

Hamburg-Berlin: Was ist maximal möglich?

плацкарт, Freitag, 27.02.2026, 08:23 (vor 7 Tagen) @ thalys75

Wenn ein Zug ohne Verzögerung durch andere Züge oder Signale von Berlin Spandau nach Hamburg durchrauschen würde - was wäre möglich? 75 Minuten?

Hamburg-Berlin: Was ist maximal möglich?

JanZ, HB, Freitag, 27.02.2026, 09:17 (vor 7 Tagen) @ плацкарт
bearbeitet von JanZ, Freitag, 27.02.2026, 09:17

75 Minuten ganz sicher nicht. Das ergäbe eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 230, d.h. die Züge müssten nach Verlassen von Hamburg Hbf sofort auf 230 beschleunigen und das Tempo dann durchgehend bis Berlin Hbf halten. Das geben weder Züge noch Strecke her.

Hamburg-Berlin: Was ist maximal möglich?

Proeter, Freitag, 27.02.2026, 09:23 (vor 7 Tagen) @ плацкарт

Bin mir ziemlich sicher, dass in den frühen 10er Jahren der Spätzug ab Berlin Hbf um 23:00 ohne Halt in Spandau um 0:33 in Hamburg angekommen ist. Also 93 Minuten knapp 10 Jahre nach Eröffnung der Strecke. Und die Fahrten waren bereits ohne Halt. Ich gehe also davon aus, dass das Minimum irgenwo zwischen 90 und 92 Minuten liegt, wenn alles glatt geht.

Warum man jetzt auf 107 Minuten hochgeht? Ich vermute, dass während der Sanierung Schäden gefunden wurden (mit der Folge Langsamfahrstellen), die man nicht mehr rechtzeitig reparieren konnte. Aber sowas erzählt man halt der Presse lieber nicht.

Hamburg-Berlin: Was ist maximal möglich?

JanZ, HB, Freitag, 27.02.2026, 09:56 (vor 7 Tagen) @ Proeter

Bin mir ziemlich sicher, dass in den frühen 10er Jahren der Spätzug ab Berlin Hbf um 23:00 ohne Halt in Spandau um 0:33 in Hamburg angekommen ist.

Jep, fernbahn.de bestätigt das. Allerdings nur bis 2011, dann hat sich die Abfahrt des Zuges bei gleicher Ankunft nach vorne verschoben.

90 Minuten wurden schon im Fahrplan gefahren

Fulda_NBS, Freitag, 27.02.2026, 20:08 (vor 6 Tagen) @ Proeter

- kein Text -

90 Minuten wurden schon im Fahrplan gefahren

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 27.02.2026, 20:19 (vor 6 Tagen) @ Fulda_NBS
bearbeitet von Sören Heise, Freitag, 27.02.2026, 20:23

Die 90 Minuten waren, wie einer der Beteiligten, Ingulf Leuschel, im EK-Heft zum Jubiläum der Strecke* schildert, eher ein Befehl als ein Wunsch Mehdorns (damals Träger des Vornamens „Bahnchef”). Prinzipell erreichbar, aber wohl nur bei besten Bedingungen und Rückenwind oder so.

* „Hamburg - Berlin 1846 - 2021“, von Robin Garn. EK-Themen 62, Freiburg 2021.

90 Minuten wurden schon im Fahrplan gefahren

Fulda_NBS, Freitag, 27.02.2026, 20:29 (vor 6 Tagen) @ Sören Heise

Die 90 Minuten waren, wie einer der Beteiligten, Ingulf Leuschel, im EK-Heft zum Jubiläum der Strecke* schildert, eher ein Befehl als ein Wunsch Mehdorns (damals Träger des Vornamens „Bahnchef”). Prinzipell erreichbar, aber wohl nur bei besten Bedingungen und Rückenwind oder so.

* „Hamburg - Berlin 1846 - 2021“, von Robin Garn. EK-Themen 62, Freiburg 2021.

Danke für den Kontext. Das erklärt das schnelle Abrücken von der Zeit.
Allerdings scheint es ja trotzdem technisch zu gehen ;-)

DDR wiederbeleben ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 27.02.2026, 20:56 (vor 6 Tagen) @ Fulda_NBS

Hey.

Die 90 Minuten waren (...) erreichbar, aber wohl nur bei besten Bedingungen und Rückenwind oder so.

Danke für den Kontext. Das erklärt das schnelle Abrücken von der Zeit.
Allerdings scheint es ja trotzdem technisch zu gehen ;-)


Wir müssen die gute alte Zeit wieder aufleben lassen. Also ich meine jetzt nicht die 4 Stunden, die es im Wende-Bauwahn auch schon mal dauerte.

https://www.fernbahn.de/datenbank/suche/?zug_id=19900100130


Nein, wir müssen den Zug wieder als "Transitzug" führen. Mit spezieller Überwachung. In DDR als "Zitteraal" bezeichnet: nichts durfte schief gehen und stets hatte freie Fahrt zu sein.

Heute heißt das irgendwie "Zuglaufüberwachung" oder so?!??

Neue Zuggattung: TGP - train grande priorité.

Neu dann im Stundentakt statt wie früher nur ein paar Mal täglich.

Da wird der Nahverkehr in Büchen schon gestellt, wenn der Zug erst in Lulu ist ...


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

DDR wiederbeleben ...

J-C, In meiner Welt, Samstag, 28.02.2026, 11:46 (vor 6 Tagen) @ Der Blaschke

Klingt nach dem Kahlschlag im Regionalverkehr, den man für den Sapsan in Russland zwischen Moskau und St. Petersburg veranstaltet hat...

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Hamburg-Berlin: Züge fahren nach der Renovierung langsamer

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 27.02.2026, 11:44 (vor 7 Tagen) @ thalys75

Hey.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zuege-zwischen-Hamburg-und-Berlin-sind-nach-der-Sanierun...

Der Bahn-Experte und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, Christian Böttger, hält das für vorgeschoben. "Die wechselnden Ausreden der DB sind beunruhigend", sagt er der SZ. "Jetzt ist die Ausrede nicht mehr, dass die Strecke marode ist, sondern dass sie überlastet ist." Für die Fahrgäste sei das enttäuschend. "Da wünsche ich mir von der DB in Zukunft mehr Ehrlichkeit."


Was ist denn die Ehrlichkeit?

Im übrigen ist es sehr sinnvoll, die Raserei einzudämmen und die Geschwindigkeiten aneinander anzupassen. Heißt Vmax 160 im Mischnetz. Wäre meine 2. Amtshandlung als Bahnchef. So gewinne ich Trassen und verringere die Überlastung.

Hier nebenan im NV, RE 9 Osnabrück - Bremerhaven, sieht man die Zukunft: 4 statt 5 Dosto, was in 99% der Fälle völlig ausreicht und 140 statt 160 - und es funktioniert nicht schlechter als vorher.

Es ist Unsinn, Milliarden auszugeben, um dem Flieger Konkurrenz zu machen. Der soll auf Langstrecke seine Vorteile ausspielen; die Bahn kümmert sich um mittlere Distanzen und eine gewisse Feinverteilung vor Ort.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Hamburg-Berlin: Züge fahren nach der Renovierung langsamer

Kleinbahnfahrer, Freitag, 27.02.2026, 12:22 (vor 7 Tagen) @ Der Blaschke

Absolut! Lieber 5min langsamer, dafür DEUTLICH weniger Verspätungen. Über 1:50 sollten sie dann aber auch nicht fahren in Zukunft.

PS: Die Railjets brauchen 1:50, nur 3min langsamer als der „normale“ ICE ohne Halt in Wittenberge. Warum halten die Railjets nicht mehr unterwegs?

VG
Kleinbahnfahrer

Railjets

Armchair traveller, Freitag, 27.02.2026, 15:56 (vor 6 Tagen) @ Kleinbahnfahrer

Moin,
Die Railjets fahren jetzt in der Lage der stündlichen Nonstop-Züge, durch die Beschleunigung der Dresdener Bahn in Berlin. Die Halte in Wittenberge und Ludwigslust sind auf den Nullknoten in Wittenberge ausgelegt. Daher jetzt der Wechsel von EC auf ICE.
Grüße
AT

Hamburg-Berlin: Riedbahn?

TEE Rheingold, Dienstag, 03.03.2026, 06:50 (vor 3 Tagen) @ Kleinbahnfahrer

Was ist eigentlich auf der Riedbahn los. Darf da inzwischen wieder 200 km/h gefahren werden? Bin vorletztes Wochenende dort gefahren und da war in beiden Richtungen bei 160 km/h Schluss.
Und in Biblis wird jetzt mit 10 km/h mehr um die Ecke gefahren...auch so ein Unding.
Seit Jahrzehnten (!) bremsen dort täglich zig ICEs (die guten alten ICs sind ja weg dort) herunter obwohl eigentlich Platz für eine Umgehung südöstlich von Biblis wäre meiner Meinung. Eine NBS Frankfurt Mannheim wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben. Vielleiht auch nie...

Hamburg-Berlin: Riedbahn?

Barzahlung, Dienstag, 03.03.2026, 11:02 (vor 3 Tagen) @ TEE Rheingold

Und in Biblis wird jetzt mit 10 km/h mehr um die Ecke gefahren...

20km/h.

Auch so ein Unding...

Spart aber mehr Fahrzeit ein als die 200km/h zwischen Bobstadt und Waldhof.

Eine NBS Frankfurt Mannheim wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben. Vielleiht auch nie...

Nicht nur vielleicht. Nach dem Schuldenwumps kommt schließlich der Zinsenwumps und da wird für solche Späßchen kein Geld mehr sein.

Der Mega-Wumms!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 03.03.2026, 14:35 (vor 2 Tagen) @ Barzahlung

Hey.

Eine NBS Frankfurt Mannheim wird es in den nächsten 20 Jahren nicht geben. Vielleiht auch nie...

Nicht nur vielleicht. Nach dem Schuldenwumps kommt schließlich der Zinsenwumps und da wird für solche Späßchen kein Geld mehr sein.


Ach, jetzt kommt doch erstmal der große Diesel-Wumms!

Da gehen Bus- und Bahn-Dieselkutschenbetreiber erstmal reihenweise pleite bzw müssen staatlich alimentiert werden. Dazu eine schöne neue Inflation, die jeden zarten Aufschwung gleich wieder abwürgt. Und ist mal Geld da, muss das in Kriegsgerät investiert werden und nicht in Neubaustrecken ...

Da muss sich nun wirklich niemand Sorgen machen, demnächst ne neue SFS vor der Haustür zu haben.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Hamburg-Berlin: Züge fahren nach der Renovierung langsamer

JanZ, HB, Freitag, 27.02.2026, 12:24 (vor 7 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von JanZ, Freitag, 27.02.2026, 12:25

Hey.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zuege-zwischen-Hamburg-und-Berlin-sind-nach-der-Sanierun...

Der Bahn-Experte und Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, Christian Böttger, hält das für vorgeschoben. "Die wechselnden Ausreden der DB sind beunruhigend", sagt er der SZ. "Jetzt ist die Ausrede nicht mehr, dass die Strecke marode ist, sondern dass sie überlastet ist." Für die Fahrgäste sei das enttäuschend. "Da wünsche ich mir von der DB in Zukunft mehr Ehrlichkeit."

Was ist denn die Ehrlichkeit?

Das frage ich mich auch immer. Auch dann, wenn es immer wieder heißt, dass die von den EVU angegebenen Verspätungsgründe nur "Ausreden" seien: Was ist denn nach Meinung dieser Leute die Wahrheit: Dass man eigentlich keine Lust und lieber länger Kaffeepause gemacht hat? Ein Freund von mir wollte auch mal die Begründung "behördliche Maßnahme" für eine Störung nicht glauben und hat bei der DB nachgefragt, welche Behörde diese denn angeordnet habe. Nachvollziehbarerweise hat man darüber keine Rechenschaft abgelegt, weswegen er jetzt auch glaubt, dass es sich um eine "Ausrede" gehandelt habe.

Aber zu diesem konkreten Fall: Wenn die Züge mehr Zeit in den Fahrplan bekommen, weil die Strecke überlastet ist, dafür aber zuverlässiger fahren, dann ist das ja gut so. Dann hätte man das allerdings auch gleich so kommunizieren können, anstatt zu versprechen, dass nach der Generalsanierung alles besser wird. Gleiches gilt, falls man wirklich bei der Sanierung noch Bedarf für Langsamfahrstellen entdeckt haben sollte, wie anderswo im Thread vermutet.

Verspätungen

Alter Köpenicker, BSPF, Freitag, 27.02.2026, 21:19 (vor 6 Tagen) @ JanZ

Was ist denn nach Meinung dieser Leute die Wahrheit: Dass man eigentlich keine Lust und lieber länger Kaffeepause gemacht hat?

Persönlich stören mich Verspätungen in den allermeisten Fällen nicht weiter, schon gar nicht, wenn es sich um solche im einstelligen Minutenbereich handelt. Auch die Gründe interessieren mich nur am Rande. Aber ich habe auch schon erlebt, dass in einem ICE per Ansage klargestellt wurde, aus welchem Grunde der Zug tatsächlich verspätet sei und man der Anzeige im Navigator, die ständig neue Gründe ersinnt, nicht trauen möge.

Und zum Thema "längere Kaffeepause": Ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, dass kaum ein Verkehrsmittel pünktlich vom Startbahnhof bzw. der Starthaltestelle abfährt? Oft setzten sich die Gefährte ohne ersichtlichen Grund erst eine oder zwei Minuten nach der Abfahrtzeit in Bewegung, eine wirklich pünktliche Abfahrt ist eher die Ausnahme. Und nein, meine Uhr geht nicht falsch, dann müssten auch die Uhren im Fahrzeug sowie an den Haltestellen und Bahnhöfen falschgehen. Gut zu sehen ist es ja auch, wenn ein Countdown herunterzählt. Der ist häufig schon längst verstrichen und die nächste Fahrt wird bereits angekündigt, wenn die Reise endlich losgeht.

Verspätungen

JanZ, HB, Freitag, 27.02.2026, 21:33 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker

Und zum Thema "längere Kaffeepause": Ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, dass kaum ein Verkehrsmittel pünktlich vom Startbahnhof bzw. der Starthaltestelle abfährt? Oft setzten sich die Gefährte ohne ersichtlichen Grund erst eine oder zwei Minuten nach der Abfahrtzeit in Bewegung, eine wirklich pünktliche Abfahrt ist eher die Ausnahme.

Nein, ist mir noch nicht aufgefallen und halte ich in dieser Allgemeinheit auch für falsch, sonst hätte ich auch nicht so unfassbar viele Verkehrsmittel schon verpasst. Es mag allerdings sehr darauf ankommen, wo und zu welcher Tageszeit man sich bewegt. Eine bewusst zu späte Abfahrt an der Starthaltestelle kann auch den Grund haben, dass die Fahrzeiten sehr großzügig berechnet sind und das Personal keine Verfrühung bzw. das Abbummeln an jeder Haltestelle riskieren will. Interessant wäre daher, ob in den von dir beobachteten Fällen die leichte Verspätung auch an der nächsten Umsteigehaltestelle noch besteht.

Verspätungen

Alter Köpenicker, BSPF, Samstag, 28.02.2026, 08:13 (vor 6 Tagen) @ JanZ

Eine bewusst zu späte Abfahrt an der Starthaltestelle kann auch den Grund haben, dass die Fahrzeiten sehr großzügig berechnet sind und das Personal keine Verfrühung bzw. das Abbummeln an jeder Haltestelle riskieren will.

Das könnte ein Grund sein, ich denke aber, solche großzügigen Durchfahrtzeiten sind auch als Reserve eingebaut. Nur die wenigsten Fahrpersonale haben hellseherische Fähigkeiten und schon an der nächsten Haltestelle begehrt ein Rollstuhlfahrer die Mitfahrt. Die Rampe muss aus- und wieder eingefahren werden, der Aufenthalt an der Haltestelle verlängert sich so und schon ist die anfangs vertrödelte Zeit nicht wieder aufzuholen. Anschlüsse platzen, Fahrgäste sind verärgert und alles nur, weil man unterwegs nicht irgendwo eine Minute rumstehen will.

Interessant wäre daher, ob in den von dir beobachteten Fällen die leichte Verspätung auch an der nächsten Umsteigehaltestelle noch besteht.

So genau achte ich ja nicht darauf, es fällt mir nur immer wieder auf, da ich sehr oft an Starthaltestellen bzw. -bahnhöfen einsteige. Das Fahrzeug der Wahl steht da, nichts spricht gegen die Abfahrt, aber es passiert einfach nichts. Es ist ja auch im Fernverkehr nichts anderes, wobei es sich bei den ICE, meiner Wahrnehmung nach, in jüngster Vergangenheit geändert hat. Vor kurzem fuhr einer sogar eine Minute zu früh ab.

Verspätungen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 28.02.2026, 21:40 (vor 5 Tagen) @ Alter Köpenicker

Siehe hier in Köln: Abfahrt-Durchsagen für beide Züge sind längst durch, alles wartet, siehe Anzeige für den EC "Zug fährt ab", aber die Türen sind alle noch offen. Keine Info zur Verzögerung, auf dem Bahnsteig tut sich nichts. Und diese Aufnahme entstand, als der Blockade-Stillstand schon sehr auffällig wurde.

https://www.youtube.com/shorts/fLv-hKsK2ZM

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Verspätungen

bahnfahrerofr., Samstag, 28.02.2026, 22:39 (vor 5 Tagen) @ Alibizugpaar

Siehe hier in Köln: Abfahrt-Durchsagen für beide Züge sind längst durch, alles wartet, siehe Anzeige für den EC "Zug fährt ab", aber die Türen sind alle noch offen. Keine Info zur Verzögerung, auf dem Bahnsteig tut sich nichts. Und diese Aufnahme entstand, als der Blockade-Stillstand schon sehr auffällig wurde.

https://www.youtube.com/shorts/fLv-hKsK2ZM

ist doch in Köln fast normal

Verspätungen

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 27.02.2026, 23:06 (vor 6 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 27.02.2026, 23:08

Huhu.

Persönlich stören mich Verspätungen in den allermeisten Fällen nicht weiter, schon gar nicht, wenn es sich um solche im einstelligen Minutenbereich handelt.

Gerade die kleinen Verspätungen sind nervig - weil man nicht weiß, klappt jetzt der Anschluss oder nicht. Bei +15 oder so und mehr kann ich frühzeitig neu planen.

Und es nervt, wegen STÄNDIGEN +5 dann STETS den Bus zu verpassen. Und so +60 zu haben.

Und zum Thema "längere Kaffeepause": Ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, dass kaum ein Verkehrsmittel pünktlich vom Startbahnhof bzw. der Starthaltestelle abfährt? Oft setzten sich die Gefährte ohne ersichtlichen Grund erst eine oder zwei Minuten nach der Abfahrtzeit in Bewegung, eine wirklich pünktliche Abfahrt ist eher die Ausnahme.

Jo, erlebe ich oft.

Bei Weser-Ems-Bus, ein DB-Schuppen, beschwerte ich mich, dass ich deswegen regelmäßig 2 Haltestellen später den Umstieg verpasse. Antwort: dann habe der Fahrer von der vorherigen Fahrt Verspätung und müsse die Pause einhalten. Als ich dann fragte "und das STÄNDIG?" und 'anregte', doch mal vernünftige Dienstpläne zu erstellen, war man dann beleidigt.

Das Problem liegt darin, dass kaum ein Beteiligter auf Fahrgeldeinnahmen angewiesen ist und im ganzen System viel zu viel Staatsknete steckt.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

.. das würde nicht viel bringen, die Knoten sind das Problem

ICETreffErfurt, Eisenach, Samstag, 28.02.2026, 23:24 (vor 5 Tagen) @ Der Blaschke

Die meisten Verspätungen entstehen im Zulauf zu den Knoten, nicht auf der freien Strecke.

Langsamere Geschwindigkeit bedeutet längere Fahrzeiten bedeutet im dümmsten Fall einen freien Slot im Knoten zu verpassen und noch mehr Verspätungen durch ungünstige / konfliktbehaftete Ankunftszeiten in den Knoten zu bekommen.

Man vermindert Verspätungen, indem man die Knoten entzerrt. Also sollte die Fahrzeit darauf abgestimmt werden. Wenn das heißt mit 160 km/h dahin schleichen, okay. Es kann aber auch Fälle geben, wo man die vmax 230 km/h benötigt, damit der Zug sowohl in Hamburg als auch Berlin passend ankommt. Es ist wie immer im Leben eine Einzelfallentscheidung von Linie zu Linie.

ITF und D-Takt gehören beerdigt!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 01.03.2026, 01:01 (vor 5 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hey.

Das System ist der größte Humbug aller Zeiten.

Alles muss gleichzeitig in den Knoten, alle Bahnhofsgeschäfte sind gleichzeitig voll, so dass nicht alle Kunden bedient werden können. Danach fällt sämtliche Infrastruktur für 20/50 Minuten wieder in den Dornröschenschlaf.

Kein Logistiker dieser Welt käme auf die Idee, freiwillig seine Kapazitäten so unterschiedlich auszulasten.

Und machen wir uns nix vor: die Zuverlässigkeit wird NIE so hoch sein, dass ich mich auf funktionierende Anschlüsse verlassen kann.

Also: weg mit diesem ganzen ITF-Unsinn und dem Deutschlandtakt-Gehampel. Ohnehin eine kaputte Vorstellung, der könne mal perfekt sein. Nein, kann er nie! Weil immer irgendwo gebaut wird sinnvollerweise, und so stets mal kleinräumig, mal großräumig Kompromisse und halbgare Lösungen notwendig sind.

Und 'merkbare' Abfahrtszeiten braucht im Smartphonezeitalter kein Mensch.

Ja, auf den paar Quadratmetern Schweiz mag das unter Berücksichtigung der dortigen Bummelei klappen. Aber da macht ja allein der Liniennetzplan NRW mehr her als der der gesamten Schweiz (ich hab extra diese Eisenbahnzeitung gekauft, wo der einmal jährlich beiliegt).


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

ITF und D-Takt gehören beerdigt!

Alter Köpenicker, BSPF, Sonntag, 01.03.2026, 07:58 (vor 5 Tagen) @ Der Blaschke

alle Bahnhofsgeschäfte sind gleichzeitig voll, so dass nicht alle Kunden bedient werden können.

Wenn man bei knappen Umsteigezeiten überhaupt in die Verlegenheit kommt, so ein Geschäft aufzusuchen. Plant man dagegen etwas mehr Zeit ein, muss man meist auch die Konsequenz tragen, eine ganze geschlagene Stunde auf dem Bahnhof rumzugammeln, sozusagen zur Strafe, weil man auf dem Bahnhof etwas kaufen wollte.

Außerdem führt so eine knappe Umsteigezeit auch regelmäßig zu großem Rudelrennen, bei dem zumindest ich nur sehr ungern dazwischengerate. Daher bin auch ich für ein bißchen mehr Gemütlichkeit beim Zugwechsel und halte nicht viel von diesen Taktknoten. Die Schweiz macht es ja vor, dort herrscht immer und überall Stress und Hektik beim Umsteigen. Erst kürzlich, bei der Verbindungssuche, schlug man mir vor, in Zürich HB in nur vier Minuten von einem der unteren Bahnsteige zu einem oberen Gleis zu rennen - das tue ich mir auf gar keinen Fall an.

ITF und D-Takt gehören beerdigt!

Aphex Twin, Sonntag, 01.03.2026, 12:58 (vor 4 Tagen) @ Alter Köpenicker

Außerdem führt so eine knappe Umsteigezeit auch regelmäßig zu großem Rudelrennen, bei dem zumindest ich nur sehr ungern dazwischengerate. Daher bin auch ich für ein bißchen mehr Gemütlichkeit beim Zugwechsel und halte nicht viel von diesen Taktknoten. Die Schweiz macht es ja vor, dort herrscht immer und überall Stress und Hektik beim Umsteigen. Erst kürzlich, bei der Verbindungssuche, schlug man mir vor, in Zürich HB in nur vier Minuten von einem der unteren Bahnsteige zu einem oberen Gleis zu rennen - das tue ich mir auf gar keinen Fall an.

Ich empfinde Umsteigen in der Schweiz in keiner Weise als Rudelrennen. Rennen muss ich nur wenn die DB aufgrund von Verspätungen mir Umsteigezeiten von ein bis zwei Minuten liefert. Und vier Minuten von unten nach erfordert auch kein Rennen in Zürich.

ITF und D-Takt gehören beerdigt! Absolut!

Hustensaft, Sonntag, 01.03.2026, 15:55 (vor 4 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Hustensaft, Sonntag, 01.03.2026, 15:57

Alles muss gleichzeitig in den Knoten, alle Bahnhofsgeschäfte sind gleichzeitig voll, so dass nicht alle Kunden bedient werden können. Danach fällt sämtliche Infrastruktur für 20/50 Minuten wieder in den Dornröschenschlaf.

Wobei der Fokus gar nicht aus den Bahnhofsgeschäften liegen sollte, sondern auf dem Umstand, dass die Bahnhofskapazitäten - (Roll)Treppen, Aufzüge und Bahnsteige sowie Brücken/Tunnel/Querbahnsteige - überhaupt nicht darauf ausgelegt sind, mithin potenziell (unfall)gefährlich und, damit Umstiege überhaupt erreicht werden können, muss zudem die Standzeit deutlich erhöht werden. Von Engpässen auf den Zu- und Ablaufstrecken (z.B. die Pfeilerbahn in Hamburg, die Hohenzollernbrücke in Köln, ...) mal ganz abgesehen, da ist der Stau schon eingeplant.

Kein Logistiker dieser Welt käme auf die Idee, freiwillig seine Kapazitäten so unterschiedlich auszulasten.

Das ist vor allem in den Bahnhöfen das Problem, auf den Strecken könnte man ja Güterverkehr laufen lassen - aber wehe, der ist, wenn der Knotenschwung kommt, nicht weg. Vom Umstand, dass gerade bei eingleisigen Strecken dann auch immer zum Knoten passend Ausweichgleise vorhanden sein müssen, ganz zu schweigen.

Und machen wir uns nix vor: die Zuverlässigkeit wird NIE so hoch sein, dass ich mich auf funktionierende Anschlüsse verlassen kann.

Absolute Zustimmung.

Also: weg mit diesem ganzen ITF-Unsinn und dem Deutschlandtakt-Gehampel. Ohnehin eine kaputte Vorstellung, der könne mal perfekt sein. Nein, kann er nie! Weil immer irgendwo gebaut wird sinnvollerweise, und so stets mal kleinräumig, mal großräumig Kompromisse und halbgare Lösungen notwendig sind.

Und vor allem, weil es immer mal irgendwelche Störungen geben wird - angefangen bei der Technik und endend bei der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes.

Und 'merkbare' Abfahrtszeiten braucht im Smartphonezeitalter kein Mensch.

Ohnehin ein schwachsinniges Argument: Kann man sich nur "voll" und "halb" merken? Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, wenn ein Zug um "53" fuhr, schwierig bis ärgerlich waren nur die Ausreißer, wenn das um ein paar Minuten in beide Richtungen variierte, das war tatsächlich schwer zu merken, zumal das bei jedem Fahrplanwechsel neu gemischt wurde. Ach ja: Dafür braucht man nicht einmal ein Smartphone ...

Nebenbei:
Man schafft Folgeprobleme, denn für eine gute Funktionalität müsste auch der Nicht-Bahn-ÖPNV angepasst werden - und das könnte noch weit problematischer werden, weil der ja keineswegs nur Zu-/Abbringer für den Bahnhof ist, aber eben keineswegs alle 10 Minuten fährt, aber auch nicht eine Viertelstunde dort stehen kann.

ITF und D-Takt gehören beerdigt! Absolut!

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 01.03.2026, 16:12 (vor 4 Tagen) @ Hustensaft

Das ist vor allem in den Bahnhöfen das Problem, auf den Strecken könnte man ja Güterverkehr laufen lassen - aber wehe, der ist, wenn der Knotenschwung kommt, nicht weg. Vom Umstand, dass gerade bei eingleisigen Strecken dann auch immer zum Knoten passend Ausweichgleise vorhanden sein müssen, ganz zu schweigen.

Wobei die ja deutlich leichter planbar sind, wenn man einen Taktfahrplan einführt. Dass der dann integriert ist, macht das ganze nochmal systematischer. Bei einem Hinkefahrplan brauchst du ja eher mehr Kreuzungsgleise, als wenn jede Stunde (oder in welchem Rhytmus auch immer) das gleiche passiert.

Ohnehin ein schwachsinniges Argument: Kann man sich nur "voll" und "halb" merken? Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, wenn ein Zug um "53" fuhr, schwierig bis ärgerlich waren nur die Ausreißer, wenn das um ein paar Minuten in beide Richtungen variierte, das war tatsächlich schwer zu merken, zumal das bei jedem Fahrplanwechsel neu gemischt wurde. Ach ja: Dafür braucht man nicht einmal ein Smartphone ...

Genau darum, die Ausreißer zu vermeiden, gehts doch. Ob die Abfahrt konsequent um :53, :58 oder :02 ist, ist dagegen relativ egal.

--
Weg mit dem 4744!

ITF und D-Takt gehören beerdigt! Absolut!

Aphex Twin, Montag, 02.03.2026, 01:57 (vor 4 Tagen) @ Hustensaft

Und 'merkbare' Abfahrtszeiten braucht im Smartphonezeitalter kein Mensch.


Ohnehin ein schwachsinniges Argument: Kann man sich nur "voll" und "halb" merken? Ich habe noch nie ein Problem damit gehabt, wenn ein Zug um "53" fuhr, schwierig bis ärgerlich waren nur die Ausreißer, wenn das um ein paar Minuten in beide Richtungen variierte, das war tatsächlich schwer zu merken, zumal das bei jedem Fahrplanwechsel neu gemischt wurde. Ach ja: Dafür braucht man nicht einmal ein Smartphone ...

Auch in der Schweiz gibt es 15/45 Taktknoten. Das Argument ist nicht voll und halb, sondern x:53 jede Stunde und nicht Variationen von Stunde zu Stunde. Wenn ich zum Einkaufen oder für andere Freizeitaktivitäten in die nächste Stadt fahre, muss ich mir nur merken um wieviel Minuten nach der vollen Stunde ich mein Haus verlassen muss; da will ich nicht jedesmal das Smartphone konsultieren müssen.

ITF und D-Takt gehören nicht beerdigt

JanZ, HB, Montag, 02.03.2026, 08:14 (vor 4 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von JanZ, Montag, 02.03.2026, 08:16

Exakt. Und der Clou dabei ist, dass wenn die eine Richtung um :53 fährt, man auch weiß, dass die andere Richtung ungefähr um :07 fährt und somit Anschlüsse auch in beiden Richtungen funktionieren.

ITF und D-Takt gehören nicht beerdigt

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 02.03.2026, 16:17 (vor 3 Tagen) @ JanZ

Huhu.

Und der Clou dabei ist, dass wenn die eine Richtung um :53 fährt, man auch weiß, dass die andere Richtung ungefähr um :07 fährt

Zum einen eben nur ungefähr. Zum anderen mach mal ne Umfrage, wem die "Symmetrieminute" als Konstrukt eines Fahrplans bekannt ist.

Übrigens beweist die RB 75 Osnabrück <==> Bielefeld in deiner früheren Heimat das Gegenteil. ;-)

und somit Anschlüsse auch in beiden Richtungen funktionieren

Oder eher in beiden Richtungen zuverlässig nicht ...

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Ich bin kein Fan des reinen ITF, eher S-Bahn-Takte.

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.03.2026, 09:06 (vor 4 Tagen) @ Der Blaschke

Meiner Meinung wäre es besser die Züge nach dem S-Bahn-System gleichmäßig zu verteilen. Das würde Umstiege besser machen. Gerade auf stark ausgelasteten Strecken wird das ja schon zwangsweise so gemacht.. beispielsweise Kassel–Frankfurt.

Und die Geschwindigkeit ist eigentlich egal, solange die Gesamtfahrzeit in einem vernünftigen Maße bleibt. Ich bin HGV-Fan und nutze bei jeder sich bietenden Gelegenheit den ICE zwischen Erfurt und Leipzig/Halle und bin schon seit vielen Monaten nicht mehr mit der RB20 östlich von Weimar mitgefahren. Mit 260/300 durch das Land zu düsen macht schon Spaß. Deswegen vermisse ich auch die Erhebungen im Fernverkehr, insbesondere Köln–Rhein/Main oder Berlin–München-Sprinter.

.. das würde nicht viel bringen, die Knoten sind das Problem

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 01.03.2026, 02:47 (vor 5 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 01.03.2026, 02:51

Langsamere Geschwindigkeit bedeutet längere Fahrzeiten bedeutet im dümmsten Fall einen freien Slot im Knoten zu verpassen und noch mehr Verspätungen durch ungünstige / konfliktbehaftete Ankunftszeiten in den Knoten zu bekommen.

Kann aber auch passieren, daß für den ankommenden ICE um Schlag 12 Uhr in Hamburg Hbf kein Platz ist, sondern erst um 12:10. Und zuvor in Berlin muß er sich auch zwischen anderen Verkehren einordnen.

Ich weiß nun nicht, ob die Taktverschiebung bei den ICE Hamburg - Hannover - Kassel wirklich sein mussten, oder ob das nur ein Marketing-Gag ist. Also jetzt genau halbstündig statt bspw 20-40. Oder wie das die langen Jahre seit 1993 war. Aber Metronome des Berufsverkehrs kamen jetzt wegen der neuen ICE-Lagen nicht mehr in den Hamburger Hbf hinein.

Und auf der Berliner Stadtbahn oder im N/S-Tunnel fahren wir heute noch nicht einmal den dichten Regiotakt, den eine wachsende Metropole in sagen wir 30 Jahren dringendst braucht. Ja wohin dann das ganze Zug-Zeugs, wenn viele Regio-Linien in den Spitzen des Berufsverkehrs im 30er oder 20er Takt kommen?

Daß mancherorts viel mit einzelnen Regios zugekleistert wird, das glaube ich gern: In Göttingen geht 17:04 ein großer Metronom nach Northeim - Kreiensen - Hannover. Die Region ist dafür sehr dankbar. Um 17:10 die RB nach Paderborn auch auf dem Süd-Nord-Hauptgleis bis zum Stadtteil Weende und dann links ab in die Hecken.

Um 17:22 eine RB nach Northeim - Südharz, direkt gefolgt 17:26 von RB nach Northeim - Einbeck. Und dann nochmal um 17:49 RB nach Northeim - Südharz. Es folgt 18:09 der nächste Metronom. Alles auf der Süd-Nord-Schiene.

Zum Glück zieht die NBS allen Fernverkehr von der alten Strecke ab. Aber ich sehe in Göttingen schwere Cargos langsam ausrollen, um die kleinen Dieseltriebwagen einzeln vorzulassen. Schade, daß man die Nordhäuser, Einbecker und Harzburger VT nicht aus einem gemeinsamen Stamm flügeln kann.

Wie eng ist es da erst in den großen Bahnhöfen? Ich meine wir leben im Jahrzehnt der vielen tausend Baustellen, Umleitungen und Verspätungen, es ist jetzt überall extra eng. Und zugefahren. Drum gehen Cargos ja nicht selten auf extra verschlungene Irrfahrten. Wo man sich sehr wundert, daß die irgendwann überhaupt irgendwo ankommen.

Und dann kommt sowas wie Elze dazwischen und sprengt wieder alles auf...

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

.. das würde nicht viel bringen, die Knoten sind das Problem

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 01.03.2026, 03:43 (vor 5 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 01.03.2026, 03:44

Huhu.

Daß mancherorts viel mit einzelnen Regios zugekleistert wird, das glaube ich gern: In Göttingen geht 17:04 ein großer Metronom nach Northeim - Kreiensen - Hannover. (...) Um 17:22 eine RB nach Northeim - Südharz, direkt gefolgt 17:26 von RB nach Northeim - Einbeck. Und dann nochmal um 17:49 RB nach Northeim - Südharz. Es folgt 18:09 der nächste Metronom. Alles auf der Süd-Nord-Schiene. (...) Schade, daß man die Nordhäuser, Einbecker und Harzburger VT nicht aus einem gemeinsamen Stamm flügeln kann.

Und dann gibt's nach Northeim nur n Stundentakt oder 10/50 oder bestenfalls 30/30. Das sind dann eher abstoßende Takte im Berufsverkehr. Und morgens nach Göttingen dürfen die Leutchen auf Landbahnhöfen auf den nächsten Zugteil warten, weil man selbstverständlich auch dann nicht pünktlich ist.

Auch nicht der Königsweg.


Sinnvoll wäre dann höchstens eine DRASTISCHE Verteuerung JEGLICHER Mobilität. Beim Spritpreis können wir ja jetzt ne Weile auf Trump hoffen. Pendlerpauschale abschaffen. Deutschlandticket weg, Pauschaltickets weg, Monatskarten verteuern. Fernzüge nur noch mit Flexpreis.

Mobilität ist Umweltbelastung. Außerdem gibt es keine Pflicht auf Mobilität. Der Wochenendausflug muss wieder ins Tanzcafé am Stadtrand gehen. Gewohnt wird an der Arbeitsstätte. Und im Urlaub erwandert man den heimischen Landkreis.

Die von dir erwähnten rollenden Toilettenkisten sind ohnehin ein Witz. Entweder bekomme ich lange Züge voll - oder sie werden gestrichen. Mit 50 Fahrgästen in 5 Dostos umher zu eiern, geht gar nicht.

Und um 22.30 Uhr noch n ICE 4 fahren lassen, ist vmtl auch bedenklich.

Wie eng ist es da erst in den großen Bahnhöfen? Ich meine wir leben im Jahrzehnt der vielen tausend Baustellen, Umleitungen und Verspätungen, es ist jetzt überall extra eng. Und zugefahren.

Einfach entzerren. Alles schön nacheinander in den Knoten und nicht alles parallel rein und wieder raus. So wie mit dem Metronom in Hamburg, wo man 4 Linien bis auf 25 Min jede Std auf einem halben(!) Bahnsteig abwickeln kann (wo die Nachplapperer immer davon schreiben, dass Durchbindung die Kapazität erhöht; auch so'n Humbug). Oder guck mal in Dortmund auf die Anzeigen der hinteren Bahnsteige - alle Jubeljahre mal ein Zug. Da ist Platz satt.

Dann noch das Tempo harmonisieren. Rollbahn und Hamburg <==> Hannover z.B., und anderswo in Schland gibt's auf Mischstrecken nur noch Vmax 160; basta. Und wenn man das ICE-Gerümpel nicht mit 250/280/300 beansprucht, sondern mit höchstens 200, dann geht auch nicht ewig was kaputt.

Alles könnte gut werden.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

.. das würde nicht viel bringen, die Knoten sind das Problem

ICETreffErfurt, Eisenach, Montag, 02.03.2026, 09:02 (vor 4 Tagen) @ Der Blaschke


Und um 22.30 Uhr noch n ICE 4 fahren lassen, ist vmtl auch bedenklich.

Der würde so oder so fahren, ob mit oder ohne Fahrgäste. Immerhin müssen Zug und Personal am nächsten Morgen auch am richtigen Platz sein. Viele Nachtfahrten sind im Prinzip nur für Fahrgäste freigegebene ehemalige Leerfahrten.

.. das würde nicht viel bringen, die Knoten sind das Problem

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 02.03.2026, 13:35 (vor 3 Tagen) @ ICETreffErfurt

Hallo.

Und um 22.30 Uhr noch n ICE 4 fahren lassen, ist vmtl auch bedenklich.

Der würde so oder so fahren, ob mit oder ohne Fahrgäste. Immerhin müssen Zug und Personal am nächsten Morgen auch am richtigen Platz sein.

Wo ist das Problem? In Gegenrichtung stellen wir den Verkehr dann ja auch ab 20/21 Uhr ein. Dann passt das wieder.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Mobilität ist für eine funkt. Gesellschaft notwendig

ICETreffErfurt, Eisenach, Dienstag, 03.03.2026, 14:49 (vor 2 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo.

Und um 22.30 Uhr noch n ICE 4 fahren lassen, ist vmtl auch bedenklich.

Der würde so oder so fahren, ob mit oder ohne Fahrgäste. Immerhin müssen Zug und Personal am nächsten Morgen auch am richtigen Platz sein.


Wo ist das Problem? In Gegenrichtung stellen wir den Verkehr dann ja auch ab 20/21 Uhr ein. Dann passt das wieder.


Schöne Grüße von jörg


Das Problem ist, dass Mobilität die Grundvoraussetzung einer funktionierenden Gesellschaft ist. Dein Vorschlag Mobilität zu begrenzen würde mehr Probleme verursachen als sie zu lösen. Ich bin zwar auch links-grün-lastig und voll für Treibgas-Reduktion, aber so radikal wie du denke ich da nicht. Außerdem bin ich ja nicht vorurteilsfrei, weil ich ja bekennender HGV-Fan bin.

Mobilität ist für eine funkt. Gesellschaft notwendig

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 03.03.2026, 15:22 (vor 2 Tagen) @ ICETreffErfurt

Huhu.

Das Problem ist, dass Mobilität die Grundvoraussetzung einer funktionierenden Gesellschaft ist. Dein Vorschlag Mobilität zu begrenzen würde mehr Probleme verursachen als sie zu lösen.

Warum? Frühere Gesellschaften haben trotz geringerer Mobilität auch nicht zwingend schlechter funktioniert.

Ich bin zwar auch links-grün-lastig und voll für Treibgas-Reduktion, aber so radikal wie du denke ich da nicht.

Ich denke nur die ewigen "lass uns so ein bißchen verzichten"-Szenarien von Olaf konsequent zu Ende.

Ansonsten bin ich mal linksgrün versifft und mal Nazi. Alles schon erlebt ...

Außerdem bin ich ja nicht vorurteilsfrei, weil ich ja bekennender HGV-Fan bin.


Ich doch auch. 300 ist besser als 280. Und auf der Autobahn kommt zum Glück nie das Tempolimit.

Auch wenn das alles total unvernünftig ist - fetzt aber! ;-)


Schöne Grüße von jörg

--
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