Hier der Reisebericht zu den Bildern... (Reiseberichte)

milos6, Leipzig, Samstag, 31.01.2026, 08:00 (vor 5 Stunden, 30 Minuten) @ milos6

Guten Morgen, bitte entschuldigt, aber dies ist mein erster Reisebericht im Forum. Die Bearbeitung meines Foto-Beitrages hat zu lange gedauert, so dass hier die Beschreibung kommt:

Im Januar hatte ich mir ein paar Tage freigehalten und hier im Forum nach Reiseideen gefragt. Gleich der erste Vorschlag war so genial dass ich ihn umsetzte.
Ich bin also Mit dem IC von Leipzig nach Hannover gefahren (es fuhr aber ein ICE 1). Ab Magdeburg baute sich dann eine Verspätung auf die in einem außerplanmäßigen Halt in Helmstedt kulminierte, da „der Lokführer für den vorläufigen Streckenabschnitt kein Routenbuch“ hatte. Mein Anschluß in Hannover nach Hamburg war weg, aber der nächste ICE ließ nicht lange auf sich warten. (Bild Hamburg HBf).
In Hamburg traf ich einen Freund und ich sah die Hansestadt zum ersten Mal in vollem Winterkleid mit viel Schnee. Nachmittags fuhr ich dann mit dem RE nach Kiel, meinem heutigen Tagesziel. So langsam machte sich Wintersturmtief „Ellie“ bemerkbar – einige Züge fielen schon aus und der RE war proppevoll. Das schönste an Kiel ist der Ausgang am HBf über die Kaisertreppe zur Kieler Förde – einfach wunderschön. Ich hatte gleich das Intercity-Hotel gebucht, so waren es kurze Wege. Am Abend sang ein Freund in der Oper so dass ich auch das mitnehmen konnte.
Am nächsten Tag wollte ich eigentlich nach Rendsburg in das jüdische Museum. Aber wegen des Sturmtiefs habe ich es abgesagt. Im nachhinein hätte es geklappt, aber ich wollte kein Risiko eingehen und nachmittags nicht mehr nach Kiel zurückzukommen, denn abends musste ich ja die Fähre erreichen. So besuchte ich die Ausstellung an der Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal. Dort entdeckte ich die „Kaviarkarte“. Hier sind mit schwarzen Punkten Orte verzeichnet an denen Schiffe versanken.
Abends ging es dann – zusammen mit „Ellie“ auf die Fähre von Kiel nach Klaipeda. Während es nachts „relativ“ ruhig blieb wurde es am Nachmittag des 2. Tages so richtig stürmisch. Das Schiff war nur mäßig belegt (meist Fernfahrer) und in meiner Kabine wollten die beiden Ukrainer den ganzen Tag nicht aufstehen und auf das Frühstück verzichteten sie auch…
Mit 2 Stunden Verspätung erreichten wir Klaipeda. Mit dem Taxi ging es in die Innenstadt zum „Ännchen von Tharau“-Denkmal und in meine Unterkunft.
Am nächsten Morgen im Bahnhof von Klaipeda wartete dann der „Connecting Europe Express“ für meine Fahrt nach Vilnius. In der 1. Klasse gab es ein Heißgetränk, einen Muffin und eine Flasche Wasser. Der Zug war gut gefüllt und die winterliche Landschaft in Litauen wunderschön.

In Vilnius hatte ich knapp eine Stunde Aufenthalt und ich ging in die nahegelegene Markthalle und deckte mich mit Räucherwurst, Kuchen, Brot und Honig (immer ein gutes Mitbringsel für zuhause) ein. Dann weiter in einem RE/IC Richtung Warschau, der bis Kaunas sehr voll war. In Mockava mussten wir dann wegen Spurwechsel auch den Zug wechseln. Der Anschlusszug brachte uns dann nach Warschau.
Ein Problem war allerdings die „Platzreservierung“, da am Sonntagabend sehr viele Reisende nach Warschau wollten und der Zugbegleiter in Litauen sagte wir können uns im polnischen Zug „irgendwo“ hinsetzen. Das funktionierte nicht da die dazugestiegenen Reisenden alle eine Platzreservierung hatten… Es stellte sich dann heraus dass unsere Waggon-/Sitznummern aus dem Litauischen Zug identisch sind mit den Waggon-/Sitznummern im polnischen Zug.
Im polnischen Zug gab es in den Waggonübergängen „Schneegestöber“ zu sehen – ein Bild das die meisten hier in Westeuropa gar nicht mehr kennen werden…
Dann passierten wir Suwalki - die „Schwachstelle“ der NATO. Mit leichter Verspätung kamen wir abends in Warschau an. Ich logierte im Radisson Hotel, das nicht weit vom Bahnhof entfernt war.
Am nächsten Morgen ging es mit dem IC von Warschau nach Breslau. Da es im Zug eine „richtige“ Bordküche gab bestellte ich ein Rührei – war sehr lecker. In Breslau hatte ich knappe 1 Stunde Aufenthalt die ich wieder nutzte Reiseproviant einzukaufen, da der nachfolgende EC Richtung Leipzig keine Verpflegung bereithalten würde. Leider verspätete sich die Bereitstellung des Zuges in Breslau um fast eine Stunde – so musste ich meinen Kaffee am zugigen Bahnsteig trinken. Dann endlich ging es los auf die letzte Etappe von Breslau nach Leipzig wo ich am Abend des 5. Tages ankam.
Fazit: Eine wunderschöne Wintertour mit günstigen Preisen für Hotel, Zügen und Fähre. Auch die Tage waren lang genug um die Strecken genießen zu können.


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