(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik (Allgemeines Forum)

Waldbahn, Sonntag, 25.01.2026, 18:28 (vor 5 Tagen)

Hallo

bei den SNCF gibt es eine neue Klasse mit besonderen Zielpublikum "Optimum.

In Frankreich ist gerade eine breite gesellschaftliche Debatte durch die Einführung einer neuen Bahnklasse losgetreten worden. Am 21. Jänner hat das französische Eisenbahnunternehmen SNCF seinen Kundinnen und Kunden die Einführung einer neuen Klasse namens "Optimum" präsentiert, die das Angebot "Business Première" ersetzen soll. Beworben wird dieses mit den Worten, es verspreche „maximalen Komfort an Bord des speziellen Bereichs, in dem Kinder nicht zugelassen sind”.

Man versucht zu argumentieren:
Die neue Optimum-Klasse ist nur ein Teil der Ersten Klasse und mache nur acht Prozent der Plätze aus, die von Montag bis Freitag in den Zügen angeboten werden. Seit Jahren stehen wir unter einem gewissen Druck, Kindern den Zugang zu bestimmten Bereichen unserer Züge zu verbieten, was wir jedoch stets abgelehnt haben.“

Welcher Druck da vorhanden ist, wird nicht weiter ausgeführt. Auch nicht wer hier Druck ausübt.

Auf anderen Plattformen ist zu lesen, dass sich die Preise für diese Optimum Klasse auch nicht an Familien richten und bei ca 180€ liegen sollen.

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Gruß
Waldbahn

(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik

611 040, Erfurt, Sonntag, 25.01.2026, 18:58 (vor 5 Tagen) @ Waldbahn

Interessant wäre es wenn das wirklich streng kontrollierte Ruhebereiche wären. Also auch die Typen die meinen laut Videos gucken zu müssen oder Videotelefonie zu machen und generell das Handy auf Lautsprecher stellen, sollten vom ZuB konsequent darsuf hingewiesen werden, dass das nicht erlaubt ist und falls es nichts (länger als 2min) bringt (was ich bei dieser Klientel oft erleben muss) dann auch konsequent auf der 1+Klasse rausgeworfen werden.

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ICE920, München, Sonntag, 25.01.2026, 19:51 (vor 5 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von ICE920, Sonntag, 25.01.2026, 19:53

Ist in Frankreich nicht das Thema. Im Salon hält man Ruhe. Zum Telefonieren geht man in den Vorraum. In der 1. Klasse ist das Publikum durchaus kultiviert. Die einzigen, die da herausstechen sind Eltern, die ihre Kinder vors Tablet setzen (natürlich ohne Kopfhörer). Und wegen Reservierungspflicht sind besonders in beliebten Zügen eigentlich immer mindestens eine Familie in der 1. Klasse zu finden. Ich finde das absolut nachvollziehbar, dass es eine zahlungskräftige Kundschaft gibt, die ihre Ruhe haben will und dies auch an die SNCF herangetragen hat.

Der Aufschrei ist einfach absurd, weil sich keine Familie die Business Première Preise leisten kann. Die sind insbesondere deswegen hoch, weil es ein Servicepaket mit Loungezugang etc ist und nciht nur die spontane Umbuchbarkeit.

(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik

611 040, Erfurt, Sonntag, 25.01.2026, 21:47 (vor 5 Tagen) @ ICE920

Das Problem besteht aber ja nicht nur in Frankreich, nicht nur in der 1. Klasse und vir allem nicht nur wegen Kindern. (Auch diese können übrigens bei richtiger Erziehung sich rihig beschäftigen. Wenn die Eltern allerdings nur am Handy hängen und dem Kind ständig nur Videos oder Spiele auf lauter Lautstärke am Tablet anmachen wird es ihn auch irgendwann langweilig und es fängt an zu jammern.)
Erlebe ich leider häufig in allen möglichen Zügen. Schuld sind selten die Kinder selbst.

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(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik

ICE920, München, Sonntag, 25.01.2026, 22:16 (vor 4 Tagen) @ 611 040
bearbeitet von ICE920, Sonntag, 25.01.2026, 22:19

In anderen Ländern gibt es andere Probleme. In Frankreich, wo das ja eingeführt wurde, gibt es im TGV keine Geschäftsmeeting, keine Tanten, die ihrem halben Freudneskreis mitteilen müssen, dass sie 10 Minuten später kommt etc. Meine Erfahrung in Frankreich ist das man tatsächlich seine Ruhe hat, es sei denn, es sind kleine Kinder im Wagen. Deswegen ist es sehr wohl eine sinnvolle Maßnahme. Und es geht um 1..Klasse, da Business Première Kunden eben dort unterkommen (bis auf ein paar andere Züge in bestimmten Destinationen, wo die Bereiche aufgeteilt sind). Wir disktutieren ja über die neue Vorgehensweise in Frankreich und nicht, ob man das auch in Deutschland einführen sollte (wobei ich hier dem auch nicht abgeneigt wäre, wobei ich gleichzeitig auch nicht die Zielgruppe bin)

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Langmütige, Montag, 26.01.2026, 19:02 (vor 4 Tagen) @ 611 040

Stimmt! Es sind eigentlich immer Erwachsene, die sich nicht benehmen können, bzw. das Verhalten ihrer Kinder verschulden.

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GoethesGarten, Montag, 26.01.2026, 10:55 (vor 4 Tagen) @ ICE920
bearbeitet von GoethesGarten, Montag, 26.01.2026, 10:56

ICE920 schreibt: "Der Aufschrei ist einfach absurd, weil sich keine Familie die Business Première Preise leisten kann."

Das ist eine grenzwertige Aussage. Woher wollen Sie wissen welche Familien sich das leisten können und welche nicht. Sie implizieren damit, dass keine französische Familie genug Geld hat um wenigstens 1x im Jahr diesen Komfort selbst zu nutzen.

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"Nein, ich verkaufe keine Fahrkarten! Ich spende Hoffnung, dass der Zug noch kommt!"

(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik

ICE920, München, Montag, 26.01.2026, 11:52 (vor 4 Tagen) @ GoethesGarten
bearbeitet von ICE920, Montag, 26.01.2026, 11:55

Das ist eine grenzwertige Aussage. Woher wollen Sie wissen welche Familien sich das leisten können und welche nicht. Sie implizieren damit, dass keine französische Familie genug Geld hat um wenigstens 1x im Jahr diesen Komfort selbst zu nutzen.

Wir reden hier nicht vom Sparpreis für 60 Euro mit kostenloser Kindermitnahme sondern von 540 Euro bei einem einzigen Kind für eine einfache Fahrt. Und von welchem Komfort redest du? Der Komfort dieses Angebots ist gerade einzig und alleine, dass man in einem gesonderten Bereich ohne Kinder sitzt. Alles andere inkludierte gibt es auch beim Flex Première.

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611 040, Erfurt, Montag, 26.01.2026, 12:42 (vor 4 Tagen) @ ICE920

Wahnsinn!
Und das bucht tatsächlich jemand? Zu zweit kann man dafür sicher fast ne Limousine mit Chauffeur bekommen.

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(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik

ICE920, München, Montag, 26.01.2026, 12:56 (vor 4 Tagen) @ 611 040

Es ist eben kein Angebot, was sich an normale Menschen richtet, sondern an Geschäftsreisende, wo die Kosten von der Firma oder der Werbungskostenabsetzung getragen werden.

Habe gerade aus Interesse geschaut und der nächste TGV von Lyon nach Paris ist tatsächlich besser gebucht als ich an einem Montag Mittag erwartet hätte:

[image]

Erfahrung aus Norwegen

gsg, Montag, 26.01.2026, 10:00 (vor 4 Tagen) @ Waldbahn

Hei,

Da kann ich eine kleine Erfahrung aus Norwegen beitragen:
- hatte auf einer Fernreise (ca. 4 Stunden) Familienwagen gebucht, Reise mit einjährigem Kind
- Ca. eine Woche vorher Email dass der Familienwagen einen technischen Defekt hat und wir die Hotline anrufen sollen
- Hotline wollte uns auf einen anderen Zug umbuchen, ging aber nicht wegen Anschlussverbindung (bzw. weil einjährige Kinder irgendwann ins Bett müssen). Einzige noch verfügbare Plätze waren in der Premium-Klasse, also wurden wir dahin gebucht.
- Als wir am Zug waren kommt der Zugbegleiter proaktiv auf uns zu, fragt ob er beim Einladen des Kinderwagens helfen kann und wo unsere Plätze sind. Auf die Antwort "in Wagen 1" kommt: "Oh, das ist aber nicht so einfach mit kleinem Kind in so einem Bereich, arme Eltern die versuchen müssen ihr Kind ruhig zu halten." "Wir sollen uns lieber hier in Wagen 5 hinsetzen, das passt besser. Die Tickets sollen wir einsenden damit wir den Preis für Premium erstattet bekommen"
- Er hat dann spontan Leute aus Wagen 5 geupgradet, damit wir dort Platz haben und kam später mit einem Gratis-Kaffee an unseren Platz als Entschuldigung.

Was können wir daraus lernen:
- Auch für Eltern ist das Ruhebedürfnis der ersten Klasse eigentlich eher unangenehm
- Dedizierte Familienwagen mit ausreichend Platz für Kinderwägen, einer Spielecke, vielen Tischen, einem ordentlichen und ausreichend dimensionierten Wickelbereich können das Reisen für Familien so angenehm machen dass niemand in einen anderen Teil des Zuges will.
- Proaktive Ansprache seitens des Zugpersonals kann viele Situationen super nett lösen

Erfahrung aus Deutschland/Frankreich

bendo, Montag, 26.01.2026, 11:40 (vor 4 Tagen) @ gsg

Was können wir daraus lernen:
- Auch für Eltern ist das Ruhebedürfnis der ersten Klasse eigentlich eher unangenehm
- Dedizierte Familienwagen mit ausreichend Platz für Kinderwägen, einer Spielecke, vielen Tischen, einem ordentlichen und ausreichend dimensionierten Wickelbereich können das Reisen für Familien so angenehm machen dass niemand in einen anderen Teil des Zuges will.
- Proaktive Ansprache seitens des Zugpersonals kann viele Situationen super nett lösen

Hallo,
Deine Ansätze kann ich nachvollziehen! Meine Erfahrung aus FV Deutschland und dem TGV-Verkehr in Frankreich lässt dabei jedoch einiges offen:
- die Buchung erfolgt offenbar mit nur geringer Berücksichtigung auf kindegerechte Einrichtung (oder diese sind nur in geringem Umfang verfügbar).
- stattdessen erleb(t)e ich kaum noch Unterschiede in Klientel/Verhalten zwischen 1. und 2. Wagenklasse: Im Unterschied zu Zeiten, als die 1. Klasse schlicht das doppelte kostete (und es auch kaum oder keine "Sparpreise" gab) bucht man heute mit Blick auf das individuelle Angebot, insb. dem Preis. Und dabei kann es durchaus vorkommen, dass die erste Klasse kaum oder gar nicht teurer ist als die 2. Klasse. Entsprechend bunt fällt die Mischung der Klientel aus.
- eine sehr individuelle Frage ist auch, was "nerviger" ist: Kinder an Bord (da gibt`s sicherlich verschiedenste Ausprägungen) oder Geschäftsreisende, die ihren Sitzplatz zum Büro umfunktionierten. Letztere sitzen üblicherweise in der 1. Klasse. Die Bahn berücksichtigt ja bereits Wünsche: Es gibt Ruheabteile und "Handyabteile". Anektdote: Ich erlebte mal so einen "Businessman", der eine sich beschwerende, ältere Dame zurechtwies, sie hätte sich in das Handyabteil gesetzt und müsse sein Arbeiten nun ihre gesamte Reise ertragen...
Da man ja nicht alle möglichen Bedürfnisse (Kind, leise/laut arbeiten, Reise still genießen, Kegelclub etc.) separieren kann, halte ich die Lösung mit "Ruheabteilen" und "Handybereichen" für eine pragmatische Lösung. In letzterem Bereich sollten dann halt auch mal lautere Kinder geduldet werden müssen.

Gruß, bendo

Erfahrung aus Deutschland/Frankreich

611 040, Erfurt, Montag, 26.01.2026, 14:59 (vor 4 Tagen) @ bendo

Nur dass Ruhebereiche doch auch von den meisten total ignoriert werden. Reserviert oder sich hingesetzt wird gerade von Gelegenheitsfahrern dort wo Platz ist. Und verhalten wird sich so wie man will, sch*** egal ob es andere stört.
Im NV gibt es Ruhebereiche ja fast gar nicht.
Meines Erachtens(!) gibt es einfach Anstand und der besagt dass man in einem Zug (wo man nicht nahezu alleine ist) sich so verhält, dass man die anderen Reisenden nicht stört. Dazu braucht man keine extra Bereiche oder Regeln. Das hab ich so gelernt und gehört sich m.E. auch so. Und das war auch vor einigen Jahren noch viel mehr so als heute.
Wenn man telefoniert dann redet man bisschen leiser (das Handy ist ja direkt am Ohr) und Kinder spielen leise und rennen nicht ständig im ganzen Zug umher. Musikhören, Videos schauen nur mit Kopfhörer, sonst gar nicht!!

Diese ungeschriebenen Anstandsregeln kennen oder interessieren nur die Mehrheit heute nicht mehr.
Dieses rücksichtslose Verhalten wie ich heutzutage in fast jedem etwas volleren Zug mitbekomme hab ich vor 10-15 Jahren so noch nicht erlebt.
Da finde ich die aktuelle Werbekampagne von DB Regio Nordost super die darauf hinweist. Leider nur auf den Bildschirmen im Dosto (und auf YT) was aber die Betroffenen wohl kaum interessieren dürfte. Helfen tut m.E. da nur konsequente Hinweise vom Zugpersonal mit Androhung von Fahrtausschluss im Widerhoungsfall (besonders bei Erwachsenen mit lautem Videotelefonie)

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Antilärm Werbekampagnen in Frankreichs ÖPNV

kcp, Montag, 26.01.2026, 15:32 (vor 4 Tagen) @ 611 040

Franzöische Verkehrbetriebe sind auch immer sehr kreativ war Kampagnen gegen Lärm im ÖPNV angeht. Zwei amüsante Beispiele

Orlèans: Wir lieben Music, aber nicht im ÖPNV
[image]

Toulouse: Frei übersetzt: Volumen gehört in die Haare
[image]

Adieu
Charly

(FR) SNCF führen neue Klasse ein und ernten Kritik

MvG, Montag, 26.01.2026, 11:26 (vor 4 Tagen) @ Waldbahn

Naja, das Gefühl, dass Kinder nicht zugelassen sind, hat man bei der SNCF und speziell im TGV sowieso immer. Da wird einem schon sehr das Gefühl gegeben, unerwünscht zu sein, gerade auch von den restlichen Fahrgästen.

Da merkt man dann auch erstmal wie familienfreundlich die Deutsche Bahn ist, die geben sich so viel Mühe, das findet man in anderen Ländern kaum.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Bitte konsequent!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 26.01.2026, 12:23 (vor 4 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 26.01.2026, 12:25

Hallo.

Ich hätte gerne noch eine separate Klasse für Nörgelrentner. Dann eine für Jugendliche. Auch die Kinder sollten nicht im ganzen restlichen Zug verteilt sein.

Ruhebereiche sollten auch eine eigene Klasse sein. Ebenso Bereiche für Telefonierer. Fußballfans und Partygänger und so. Und Frauenabteile muss es geben.

Vielleicht kann man noch ein Gefangenenabteil einrichten, dann kann der Buslinienverkehr zwischen den Knästen arg reduziert werden!

Und dann muss der Zug so konstruiert werden, dass zwischen den Bereichen kein Durchgang mehr möglich ist. Der Wagentyp, der einst dem "D-Zug" seinen Namen gab, muss also umgebaut werden.

Klar, ein Bistro ergibt dann kein Sinn mehr. Das fällt dann weg. Ist aber vernachlässigbar.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Und das vollkommen berechtigt!

Hustensaft, Montag, 26.01.2026, 17:53 (vor 4 Tagen) @ Waldbahn

Es gibt genügend Möglichkeiten zur Steuerung, es braucht schlicht kein Kinderverbot!

1. Erster und wirksamster Hebel ist der Preis, insbesondere wenn kein Kinderrabatt gewährt wird.
2. Dann kann man durchaus in die Regeln schreiben, welche Verhaltensweisen nicht gestattet sind - allerdings gilt das dann für alle Fahrgäste, gleich welchen Alters; und wer sich nicht daran hält, wird ermahnt und im schlimmsten Fall des Wagens oder gar des Zuges verwiesen.
3. Dazu gibt es weitere Möglichkeiten, beispielsweise bei der Bestuhlung, der Reservierung (zwar auch einer Pflicht, aber eben auch durch die Zuweisung von Plätzen, die weit getrennt sein können) bis hin zum Abteil, wo sich bestimmte Dinge ohnehin weitgehend erledigen.

Ja, Kinder können nervig sein - aber die sind das in erster Linie, weil sie schlecht erzogen sind und/oder sich die Eltern nicht um die Kinder kümmern. Und nein, es muss auch nicht sein, mit Kindern durch den ganzen Zug zu laufen. Mir ist es passiert, dass ich mit meinen Kindern unterwegs war - die waren beschäftigt und konnten sich benehmen, für diese in meinen Augen Selbstverständlichkeit wurden wir wiederholt gelobt - und dort von anderen Kindern gestört wurde, deren Eltern keinen Grund sahen, das zu unterbinden; damit wären wir näher am Problem. Allerdings: Im Kleinkind- oder Familienabteil sollte ich jetzt nicht unbedingt mit Ruhe rechnen ...

Wobei: Auch Erwachsenene können nerven, Rentnergruppen, Kegelclubs, mitteilungsbedürftige Handynierer, Menschen, die die Erfindung von Kopfhörern verpasst haben, ... und genau deswegen siehe oben Punkt 2, bestimmte Regeln braucht es, die aber für alle gelten - und bitte vom Personal auch durchgesetzt werden!

Und das vollkommen berechtigt!

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.01.2026, 19:29 (vor 4 Tagen) @ Hustensaft

3. Dazu gibt es weitere Möglichkeiten, beispielsweise bei der Bestuhlung, der Reservierung (zwar auch einer Pflicht, aber eben auch durch die Zuweisung von Plätzen, die weit getrennt sein können) bis hin zum Abteil, wo sich bestimmte Dinge ohnehin weitgehend erledigen.

Ich fordere ja seit Jahren, im Ruhebereich nur Einzelreservierungen auszugeben :D

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Weg mit dem 4744!

Und das vollkommen berechtigt!

jotxl, Dienstag, 27.01.2026, 09:48 (vor 3 Tagen) @ JeDi

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.
Das Problem sind oft die 4 er Tischplätze.

Aber ja, ich würde mir auch wünschen, dass man auch im "Handybereich" zum telefonieren in den Vorraum geht. Aber wie sagt man das den Mitreisenden ?
Oft genug ist der Ruhebereich ausgebucht und ich muss zwangsweise in den Handybereich...

Und das vollkommen berechtigt!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.01.2026, 09:50 (vor 3 Tagen) @ jotxl
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 27.01.2026, 09:50

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.

Und dann geht leider ganz oft das Getuschel „Wir unterhalten uns doch nur ganz leise“ los. Nein, Ruhe heißt Ruhe, ausschließlich Einzelreisende. Und ja, die Tische gehören natürlich auch raus.

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Weg mit dem 4744!

Und das unberechtigt.

blackhawk60, Dienstag, 27.01.2026, 10:25 (vor 3 Tagen) @ JeDi

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.


Und dann geht leider ganz oft das Getuschel „Wir unterhalten uns doch nur ganz leise“ los. Nein, Ruhe heißt Ruhe, ausschließlich Einzelreisende. Und ja, die Tische gehören natürlich auch raus.

Ich kann den Wunsch, v.a. nachts, verstehen. Dennoch gibt das die Regelung nicht her:


Ruhebereich

Für Fahrgäste, die sich mehr Ruhe und Entspannung wünschen, haben wir unsere Ruhezonen optimiert. Sie befinden sich entweder in Abteilen, den ICE Lounges (Abteile hinter dem Fahrzeugführer) oder in kompletten Wagen.
In diesem Bereich sind Handytelefonate, Klingeltöne, lautes Musikhören (auch via Kopfhörer) oder sonstige lärmende Tätigkeiten nicht erwünscht.

Dort steht nicht "Absolute Stille". Lärm ist auch nicht Flüstern oder ganz leichte, gelegentliche Gespräche.

Ich würde dies auch abhängig machen von der Uhrzeit. Dass nachts das Ruhebedürfnis höher ist, ist absolut klar. Aber selbst dann erfolgen Durchsagen, d.h. die Bahn hält sich selbst nicht an absolute Ruhe.

Last but not least: Audiovisuelle Medien sollten auf jeden Fall mit Kopfhörern konsumiert werden. Gleichzeitig erlauben es ANC Kopfhörer, Geräusche, v.a. wenn sie ohnehin leise sind, sehr gut auszublenden. Man darf IMHO nicht erwarten, dass im ein Ruhewagen Stille herrscht. Wer Stille darf an keiner Art von Verkehr teilnehmen (selbst im PKW hört man die Umwelt).

Neuregelung erforderlich

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 27.01.2026, 12:19 (vor 3 Tagen) @ blackhawk60
bearbeitet von JeDi, Dienstag, 27.01.2026, 12:20

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.


Und dann geht leider ganz oft das Getuschel „Wir unterhalten uns doch nur ganz leise“ los. Nein, Ruhe heißt Ruhe, ausschließlich Einzelreisende. Und ja, die Tische gehören natürlich auch raus.


Ich kann den Wunsch, v.a. nachts, verstehen. Dennoch gibt das die Regelung nicht her:

Ja, die Gummiregelung ist mir bekannt, einen Anspruch auf Ruhe gibts sowieso nicht (oder hat es die "Regelung" inzwischen mal in die BB geschafft?). Wenn man sowas anbieten möchte, dann halt bitte auch konsequent, und nachdem "ein bisschen quatschen" immer subjektiv ist, kann die Lösung nur "kein Quatschen" sein. Und dann kann man eben auch andere Dinge ändern, wie das Reservierungssystem. Es bleibt ja nicht bei der Änderung "keine Kleingruppen", es müsste ja auch verhindert werden, dass der Ruhewagen als Überlauf fürs Kleinkindabteil gebucht wird...

Geil war das ja früher, als die Ruhewagen keine Repeater hatten...

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Weg mit dem 4744!

Neuregelung erforderlich

611 040, Erfurt, Dienstag, 27.01.2026, 12:43 (vor 3 Tagen) @ JeDi

Geil war das ja früher, als die Ruhewagen keine Repeater hatten...

Und vor allem als die Menschen noch Abstand und Rücksicht hatten.
Als Musik oder Videos nur mit Kopfhörern leise gehört wurde, als sich leise unterhalten wurde, als sich noch nicht alle fühlten als wäre ihnen die anderen Leute sch***egal.

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Und das unberechtigt.

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 27.01.2026, 13:00 (vor 3 Tagen) @ blackhawk60

Ich würde dies auch abhängig machen von der Uhrzeit. Dass nachts das Ruhebedürfnis höher ist, ist absolut klar. Aber selbst dann erfolgen Durchsagen, d.h. die Bahn hält sich selbst nicht an absolute Ruhe.

Das liegt dann an der Kompetenz des entsprechenden Personals. Es gibt welche die Konsequent nur nächster Halt ist… sagen und welche die sich nachts mit ihrem Team und Namen vorstellen - auf das Restaurant verweisen, natürlich darf auch der KCI nicht vergessen werden und ganz wichtig alle möglichen Anschlüsse.

Im Nightjet hingegen wird gar nichts gesagt - auch nicht wenn es Verzögerungen gibt das erfährt man entweder durch direkte Nachfrage oder gar nicht ;)

Und das unberechtigt.

611 040, Erfurt, Dienstag, 27.01.2026, 13:02 (vor 3 Tagen) @ Reservierungszettel

Ich finde aber gerade Durchsagen zum nächsten Halt sollte es auch nachts geben. Manchmal schläft man ja ein und zumindest ich werde von der Durchsage immer wach. Ansonsten kann es passieren dass man seinen Halt verpasst.

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Es gibt da ein probates Mittel - einen Wecker,

Waldbahn, Dienstag, 27.01.2026, 16:39 (vor 3 Tagen) @ 611 040

Ansonsten kann es passieren dass man seinen Halt verpasst.

den fast jedes Mobile hat.

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Gruß
Waldbahn

Wo ist das sinnvoll?

sibiminus, Mittwoch, 28.01.2026, 00:27 (vor 2 Tagen) @ Waldbahn

Im Zweifel schellt dann in unterschiedlichen Zeiträumen vor einem Halt das Handy. Und kaum ist das aus, geht bei der nächsten Schlafmütze das Gebimmel los.

Nein. Als Ersatz für Ansagen den persönlichen Handywecker für mehr Ruhe vorschlagen ist völlig hirnrissig. Dann lieber das Gefasel mit KCi und gastronomischem Angebot, das filtern gute Noise Cancelling Kopfhörer immerhin sehr zuverlässig.

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

So eine Werkfunktion kann man auch diskret einstellen.

Waldbahn, Mittwoch, 28.01.2026, 17:00 (vor 1 Tag, 17 Stunden, 47 Min.) @ sibiminus

- kein Text -

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Gruß
Waldbahn

*Kann* man. Wie das klappt, sieht man ja tagtäglich.

sibiminus, Mittwoch, 28.01.2026, 17:33 (vor 1 Tag, 17 Stunden, 14 Min.) @ Waldbahn

- kein Text -

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Und das unberechtigt.

sibiminus, Mittwoch, 28.01.2026, 00:42 (vor 2 Tagen) @ Reservierungszettel

Das liegt dann an der Kompetenz des entsprechenden Personals.

Joa, aber anders als du vielleicht denkst. Weisungs- und Regelswerkslage ist in Tagesreisezügen (die auch nachts verkehren können) immer das "ganz große Gesafte". Wurde erst kürzlich durchs "Sofortprogramm Komfort" per Weisung im FV sogar nochmal eingeschärft (und eine neue Ansage verpflichtend vorgegeben).

Im Nightjet hingegen wird gar nichts gesagt - auch nicht wenn es Verzögerungen gibt das erfährt man entweder durch direkte Nachfrage oder gar nicht ;)

Nachtreisezüge haben Nachtruhe und diesbezüglich dann auch andere Vorgaben.

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Und das unberechtigt.

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 28.01.2026, 01:07 (vor 2 Tagen) @ sibiminus

Das liegt dann an der Kompetenz des entsprechenden Personals.

Joa, aber anders als du vielleicht denkst. Weisungs- und Regelswerkslage ist in Tagesreisezügen (die auch nachts verkehren können) immer das "ganz große Gesafte". Wurde erst kürzlich durchs "Sofortprogramm Komfort" per Weisung im FV sogar nochmal eingeschärft (und eine neue Ansage verpflichtend vorgegeben).

Dann weißt du sicher am besten das es eben nicht immer so war ;)

Und das unberechtigt.

bahnfahrerofr., Mittwoch, 28.01.2026, 09:12 (vor 2 Tagen) @ sibiminus

Wurde erst kürzlich durchs "Sofortprogramm Komfort" per Weisung im FV sogar nochmal eingeschärft (und eine neue Ansage verpflichtend vorgegeben).


Welche Ansage ist denn neu? War mir bei den letzten Fahrten nicht aufgefallen

Unterwegsreinigung

sibiminus, Mittwoch, 28.01.2026, 17:31 (vor 1 Tag, 17 Stunden, 16 Min.) @ bahnfahrerofr.

- kein Text -

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Sollen sich die Zugbegleiter dann auch selbst ankündigen?

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 28.01.2026, 18:35 (vor 1 Tag, 16 Stunden, 12 Min.) @ sibiminus

- kein Text -

Sollen sich die Zugbegleiter dann auch selbst ankündigen?

sibiminus, Donnerstag, 29.01.2026, 07:22 (vor 1 Tag, 3 Stunden, 25 Min.) @ Reservierungszettel

Warum denn? Was hat das denn mit den Unterwegsreinigern zu tun, zumal der Zugchef sich ja durchaus in Form von Begrüßungsansagen nach jedem Halt bemerkbar macht? Ich check die Frage nich...

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Sollen sich die Zugbegleiter dann auch selbst ankündigen?

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 29.01.2026, 11:11 (vor 23 Stunden, 36 Minuten) @ sibiminus
bearbeitet von Reservierungszettel, Donnerstag, 29.01.2026, 11:11

Warum denn? Was hat das denn mit den Unterwegsreinigern zu tun,

Weil sie teilweise auch selbst Reinigung durchführen - habe das während der Fahrt mitbekommen und bei einem Zug am Startbahnhof. Früher ist mir das in der Form nicht aufgefallen.

Obwohl es vor vielen Jahren auch eine Weisung gab die besagte das grober Müll und alte IRP einzusammeln sind. Irgendwann ist das dann untergegangen und nahezu keiner hat es mehr gemacht.

zumal der Zugchef sich ja durchaus in Form von Begrüßungsansagen nach jedem Halt bemerkbar macht? Ich check die Frage nich...

So die Theorie, in der Praxis macht das jeder eher nach Lust und Laune, der eine erzählt das dir die Ohren abfallen, der nächste sagt nach Abfahrt nichts und erst kurz vor der Ankunft. Dann gibts wieder welche die hören sich an als wenn sie jedes mal ein Band abspielen weil sie immer das gleiche sagen.

Sollen sich die Zugbegleiter dann auch selbst ankündigen?

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 29.01.2026, 11:36 (vor 23 Stunden, 11 Minuten) @ Reservierungszettel

Hey.

Dann gibts wieder welche die hören sich an als wenn sie jedes mal ein Band abspielen weil sie immer das gleiche sagen.


"Band abspielen" hatte mal einer der Niederländer auf Frankfurt ==> Amsterdam gemacht. Und zwar spielte der kurz von Cora "Amsterdam" ein.

"Komm, wir fahren nach Amsterdam"

https://m.youtube.com/watch?v=WMUSZEhTcrI&pp=ygUXY29yYSBhbXN0ZXJkYW0gb3JpZ2luYWw%3D

Gab aber natürlich schnell Ärger und so unterließ er es dann.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Sollen sich die Zugbegleiter dann auch selbst ankündigen?

611 040, Erfurt, Donnerstag, 29.01.2026, 15:38 (vor 19 Stunden, 9 Minuten) @ Reservierungszettel

Das mit Aufräumen und die Ausführlichekit der Ansagen handeln die Zugpersonale sehr unterschiedlich.
Manche achten in leeren Zügen genau darauf dass alles sauber ist, klappen die Armlehnen wieder hoch und räumen groben Müll weg. Andere denken sich eher: "Für das Gehalt spiele ich sicher nicht noch Reiniger" und lassen es.
Genauso bei den Ansagen: Es gibt welche die nach jedem Halt ausführlich auf deutsch und englisch begrüßen sich vorstellen und auf alles mögliche hinweisen und andere die gerade so die allernötigsten Haltansagen machen.

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❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Grobreinigung durch Zub ≠ Unterwegsreinigung durch UWR

sibiminus, Freitag, 30.01.2026, 01:34 (vor 9 Stunden, 13 Minuten) @ Reservierungszettel

- kein Text -

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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Ruhe!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 27.01.2026, 11:12 (vor 3 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 27.01.2026, 11:14

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.


Und dann geht leider ganz oft das Getuschel „Wir unterhalten uns doch nur ganz leise“ los. Nein, Ruhe heißt Ruhe

Hab ich in Kopenhagen gemerkt.

Durch Zufall im EC einen Forenkollegen getroffen. Wir fuhren dann vom Hbf zu einem Vorortbahnhof. Ab in die S-Bahn. Wir unterhalten uns, da zischt uns eine Einheimische an: Ruhe! Wir gucken: ui, ja, Ruhebereich. Ich hatte mich dann leise vom Kollegen verabschieden wollen und wir wollten eben kurz 2 Sätze sagen. Da wurden Frau Einheimische und ihre Nachbarn noch etwas energischer. War dann gut, dass ich ausstieg.

Darum hat der JeDi schon recht: Ruhe nur für Einzelreisende. Es dürfte dann auch nur Einzelsitze geben. Schließlich wäre schon die Bitte des Fensterreisenden, eben am Gangsitzer vorbei zu dürfen, schon wieder eine Lärmbelästigung.

Und ganz wichtig: der Ruhewagen muss von diesem zu 98% katastrophalen und extrem nervenden Ansagengebrabbel freigehalten werden! Dieser Begrüßungsklimbim kann ganz entfallen. Das einzige, was ich zugestehe, ist die Ansage von Ingo wie im Nahverkehr: "Nächster Halt: Köln Hbf. Ausstieg in Fahrtrichtung links." Ende. Keine Anschlüsse - ohnehin Unsinn. Kein Tschüssigelaber.

Ach ja, und auch wichtig: kein Schaffnergestöre. Nur Online-Buchungen, nur KCI. Und kein Durchgang zu anderen Zugteilen möglich. Bzw. Ruhe ist ganz vorne oder hinten.

Ruhe heißt Ruhe. 100%. Oder wir lassen es.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Und das vollkommen berechtigt!

462 001, Taunus, Dienstag, 27.01.2026, 22:14 (vor 2 Tagen) @ jotxl

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.
Das Problem sind oft die 4 er Tischplätze.

Aber ja, ich würde mir auch wünschen, dass man auch im "Handybereich" zum telefonieren in den Vorraum geht. Aber wie sagt man das den Mitreisenden ?
Oft genug ist der Ruhebereich ausgebucht und ich muss zwangsweise in den Handybereich...

Ich reserviere seit Jahren nur noch im Handybereich, dort ist es mittlerweile ruhiger wie im Ruhebereich.

Denn, im Ruhebereich findet man ganz ganz oft Familien mit kleinen Kindern...

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1614
- Euro. Ausland: 711

Stand: 30.12.2025

Und das vollkommen berechtigt!

wachtberghöhle, Mittwoch, 28.01.2026, 08:20 (vor 2 Tagen) @ 462 001

na ja, wir verreisen auch zu zweit, sind ruhig und buchen den Ruhebereich.
Das Problem sind oft die 4 er Tischplätze.

Aber ja, ich würde mir auch wünschen, dass man auch im "Handybereich" zum telefonieren in den Vorraum geht. Aber wie sagt man das den Mitreisenden ?
Oft genug ist der Ruhebereich ausgebucht und ich muss zwangsweise in den Handybereich...

Ich reserviere seit Jahren nur noch im Handybereich, dort ist es mittlerweile ruhiger wie im Ruhebereich.

Denn, im Ruhebereich findet man ganz ganz oft Familien mit kleinen Kindern...

Klassisches Verdrängungsproblem :-)
Du reservierst die Plätze im Lautbereich weg, da bleibt für mich als Familie nur der Leisebereich übrig ¯\(ツ)/¯

Kinder sind weit seltener nervig, als Business-Kasper!

fabs, Braunschweig, Mittwoch, 28.01.2026, 11:38 (vor 1 Tag, 23 Stunden, 9 Min.) @ Waldbahn

Und das sage ich, der keine Kinder hat und (arbeits-)täglich im Fernverkehr unterwegs ist.

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Die Familien dürfen doch aber trotzdem mit! ...

loco_mo, Plüschetage, Mittwoch, 28.01.2026, 11:40 (vor 1 Tag, 23 Stunden, 7 Min.) @ Waldbahn

...warum die ganze Aufregung gegen die SNCF?

Schließlich werden Kinder ja nun nicht vom ganzen TGV ausgeschlossen und müssen zu Fuß gehen oder mit dem TER nach Hause rödeln.

*Das* wäre wirklich diskriminierend.

So sind doch weiterhin alle gleichzeitig am Ziel, vielleicht hätte das die Kommunikation betonen sollen.

Danke übrigens an alle Diskutanten hier im Thread, der nicht ausgeufert ist! Und irrsinnige Beispiel aus der Ruhezone kennt wohl jeder.

Mein aktueller Liebling von neulich:
Mutter steigt mit Dreijährigem unreserviert(!) in einem nicht sehr vollen ICE4 in den Ruhewagen 1. Klasse ein.
Ich so: "Entschuldigen Sie, dies ist der Ruhebereich, da finde ich es mit Kind etwas ungünstig" - ich hatte schon möglichst vorsichtig formuliert.

Wahrscheinlich zu vorsichtig, denn: "Wir wollen ja auch schlafen!" (man beachte den pluralis majestatis) und blieb sitzen.
Geschlafen hat dann in dem Wagen garantiert niemand, ich bin dann in die Handyzone gegangen, da war Ruhe...

Meine Ar...bombe in den Fettnapf

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 28.01.2026, 12:56 (vor 1 Tag, 21 Stunden, 51 Min.) @ loco_mo
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 28.01.2026, 12:58

Hey.

Mein aktueller Liebling von neulich:
Mutter steigt mit Dreijährigem unreserviert(!) in einem nicht sehr vollen ICE4 in den Ruhewagen 1. Klasse ein.
Ich so: "Entschuldigen Sie, dies ist der Ruhebereich, da finde ich es mit Kind etwas ungünstig" - ich hatte schon möglichst vorsichtig formuliert.

Wahrscheinlich zu vorsichtig, denn: "Wir wollen ja auch schlafen!" (man beachte den pluralis majestatis) und blieb sitzen.
Geschlafen hat dann in dem Wagen garantiert niemand, ich bin dann in die Handyzone gegangen, da war Ruhe...


Apropos Kinder und die 1. Da zahlte ich zu Beginn der Karriere mal mächtig Lehrgeld.

In die Nahverkehrsdieseltriebwagen-Gurke steigt eine Dame mittleren Alters mit 3 Kindern ein und entert zielstrebig das Mini-First-Class-Abteil. Die Mühle war recht leer. Ich wollte freundlich sein, ging zu ihr und wies sie fröhlich darauf hin, dass das hier die 1. Klasse sei. Ich erntete einen vorwurfsvoll Blick. Und die Frage, ob ich damit ausdrücken wolle, dass sie für die 1. Klasse zu ärmlich sei und sie die nicht bezahlen könne! Ähm, nein, so hatte ich das nicht ausdrücken wollen - oder, hm, vielleicht doch?

Sie belehrte mich, dass sie bewußt die 1. Klasse buche. Die sei nämlich in der Regel recht leer und so könnten ihre 3 Kiddys da unbeschwerter herumtoben und spielen. Wenn andere Kundschaft fehle, störe sich auch niemand daran.

Ich stand dann da wie Pöttken Doof - ziemlich blamiert. Sie nahm es mir nun zum Glück aber nicht sonderlich übel. Zumal man nach ner Weile wohl erahnte, wer in der Beziehung reißaus genommen hatte und warum - und dass der Zustrom an neuen Männern, die das Land, äh, sie, braucht, vermutlich sehr überschaubar bleibt. Da ist die Konversation mit einem total kaputten Fahrgastbefrager besser als nix.

Na ja, mir war's jedenfalls eine Lehre und sozusagen ein nachhaltiges Erlebnis: ich lasse mir seitdem stets erstmal das Ticket zeigen, bevor ich auf den Aufenthalt in der First hinweise.

Auf dem RE nach Bremen hatte ich abends ab und an auch wen, wo spontan die Aussage reizte: Fiffi, hier sitzt du falsch. War Arbeiter mit Monatskarte 2. Klasse, der sich, wenn ihm der Zug zu voll war und er mal Ruhe wollte, den 1.-Klasse-Aufpreis gönnte.


Anderes Erlebnis: die 1 im Dosto-Oberdeck war gefüllt mit einer türkischen Großfamilie. 25 Erwachsene, 10 Kinder, großes Tohuwabohu, südländische Lebensfreude, großes Geschnatter und spielende Kinder. Alle pikfein in feinstem Zwirn.

Bevor ich überhaupt loslegen konnte, kam eine Frau bremisch-hanseatisch auf mich zu; ich möge dieses Gelumpe doch gefälligst entfernen. Ja, alles der Reihe nach. Ich machte dann bewußt erstmal in Ruhe das Interview mit ihr. Da schwoll ihr schon der Kamm etwas mehr. Danach ging ich zur Großsippe. Und hatte etwas Glück: es gab nur EINEN Fahrschein. Ein Gruppenticket, gültig tatsächlich in der 1. Klasse. Ging zu einem türkischen Familienfest, Hochzeit bei einem befreundeten Clan. Geld spielte erkennbar keine Rolle - das hat man und das gibt man aus. Dementsprechend war der Fahrscheinpreis auch durchaus stolz.

Und so gab es für mich keinen Grund, einzugreifen - ganz im Gegenteil war die Konversation wie so häufig bei dieser Klientel von Herzlichkeit und Achtung geprägt. Im Gegensatz zu der mit der Hanseatin, die mich erkennbar herablassend als dummen Erfüllungsgehilfen ansah. Andere Fahrgäste gab's nicht. Und so sah ich auch keinen Grund, ob der Lautstärke und der Herumtollerei einzuschreiten. Zumal es Frau Bremen ja freistünde, selbst die "Störenfriede" anzusprechen. Nun, ihre Blicke sprachen während der Fahrt dann Bände - linksversifftes Ökogesindel jetzt auch hier in der 1 und sie muss leiden. Tja, c'est la vie. Konnte ich mit leben - als ich mal die örtlichen Klau-Rumäninnen eher unfreundlich aus dem Zug komplimentierte, war ich für einige andere Fahrgäste ein Nazi. Und dass mich die italienische Mafia ermordet wie angekündigt, darauf warte ich nun schon seit über 10 Jahren. Auch kein Verlass mehr drauf.

Ach ja, wer mal was gegen Erderwärmung tun möchte und selbst im höchsten Hochsommer eisige Atmosphäre erleben und mitproduzieren möchte, dem lege ich eine Befragung zur Berufs-HVZ in der 1. Klasse im RE 1 oder 8 zwischen der wichtigsten Landeshauptstadt Hannover und dem bundesbedeutenstem Bundesland Bremen ans Herz.

Wenn du da ein paar sehr wichtige Bremer Geschäftspinkel triffst und das öfters, dann weißt du, warum Bremen noch immer ein eigenes Bundesland ist und das auch immer bleiben wird, egal wieviel Diskussion der Söder da vom Zaun bricht. Und Hannoveraner leiden bekanntlich auch sehr darunter, dass ihr Städtchen nicht als Weltmetropole gesehen wird. Ich hab da immer meinen Spaß, wenn ich merke, der/die/das Studierende mir gegenüber ist neu in Hannover - die sagen mir dann nämlich, dass sie vom Hbf mit der STRASSENBAHN weiterfahren. Einem echten Hannoveraner käme das nie in den Sinn - der fährt stolz mit der U-BAHN!!!!

Mal gucken, ob DB Regio auch hier mitliest - als ich mich mal auf DS-O entsprechend spöttisch äußerte, nahm man das zum Anlass, sich bei DB-RES über mich zu beschweren. Was DB-RES an meine Zählfirma weiterleitete. Die einen hochrangigen Mitarbeiter zu mir sandte; ich möge meine Meinungsfreudigkeit doch dringend überdenken, man könne mich sonst sperren. Mir war's selbstverständlich egal. Passiert ist nix. Und aktuell fährt mein derzeitiger Auftraggeber ohnehin nicht für die DB in und um Hannover und ich bin eh erkrankt und bei DS-O auch nicht mehr. Was soll mir also passieren? ;-)


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

ICE-Treff

Administrator, Mittwoch, 28.01.2026, 14:46 (vor 1 Tag, 20 Stunden, 1 Min.) @ Der Blaschke

Und aktuell fährt mein derzeitiger Auftraggeber ohnehin nicht für die DB in und um Hannover und ich bin eh erkrankt und bei DS-O auch nicht mehr. Was soll mir also passieren? ;-)

Dafür gibt es ja noch den ICE-Treff. Viele User lesen ohnehin in beiden Foren mit.

Gute Besserung wünscht das ICE-Treff-Team!

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