Vier Tage unterwegs durch Deutschland 2022 | 1/3 m 64 B (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
nachdem ich an Weihnachten relativ aktuelle Bilder aus dem Advent 2025 in einem Reisebericht präsentieren konnte, will ich nun noch eine Altlast aus dem September 2022 abarbeiten. Vielleicht stoßen die in die Jahre gekommenen Bilder vereinzelt doch noch auf Interesse – wobei sich die Tour so gar nicht mehr wiederholen lässt.
Auf meiner Wunschliste hatten sich verschiedene Ziele angesammelt, von der IC-Linie 34 Frankfurt-Münster über den Sylt Shuttle plus und die Bahnstrecke Neustadt (Dosse)-Meyenburg bis zum Probetrieb der RB 63 auf der Schorfheide-Bahn zwischen Templin und Joachimsthal.
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Wir fahren von Konstanz über Frankfurt sowie Dill- und Ruhr-Sieg-Strecke nach Münster. Am zweiten Reisetag sind wir unterwegs nach Westerland auf Sylt und weiter nach Kiel. Der dritte Tag führt uns in die Prignitz, am Abend besuchen wir die GTW der ODEG zwischen Rathenow und Brandenburg. Am vierten und letzten Reisetag unternehmen wir am Vormittag eine Rundfahrt von Berlin über Eberswalde nach Templin und zurück über Oranienburg, bevor wir am Mittag über Nürnberg zurück an den Bodensee fahren.
Tag 1: Konstanz – Baden-Baden – Frankfurt – Friedberg - Münster
Wir starten am Bahnhof von Konstanz, der erste Zug unserer Reise ist ein Regional-Express auf der Schwarzwaldbahn. Aufgrund einer erhöhten Abnutzung der Räder verkehrt die Schwarzwaldbahn damals nur im Zwei-Stunden-Takt.
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Beim nächsten Bild blicken wir bei der Fahrt über die Rheinbrücke in Konstanz auf den Bodensee. Die weiteren Eindrücke entstanden im Schwarzwald und im Kinzigtal.
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In Baden-Baden steht ein schlanker Umstieg auf einen nordfahrenden ICE 4 an. Wir fahren mit dem Zug durch die Oberrheinebene und das Hessische Ried nach Frankfurt.
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An unserem Reisetag verkehrt die IC-Linie 34 nicht ab Frankfurt, sondern erst ab Friedberg. Für einen Sammler von Zugläufen wie mich, der am liebsten vom Start- bis zum Zielbahnhof einer Linie mitfährt, ist das etwas unschön. Aber es hilft ja nichts, dann fahren wir die erste Etappe durch die Wetterau eben mit einer Regionalbahn.
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In Friedberg (Hess) bleibt Zeit für eine Runde um den Bahnhof. Das Empfangsgebäude wurde 1912-1913 in einer Mischung aus Neoklassizismus und Neorenaissance errichtet, damals wurde ein neuer Bahnhof errichtet; der vorherige Bahnhof lag etwa einen halben Kilometer entfernt und war zu klein geworden.
So, nun also zur IC-Linie 34. Die Verbindung wurde im Dezember 2021 eingerichtet, es werden Intercity 2-Züge von Bombardier eingesetzt. Die Züge halten regulär gar nicht in Friedberg, insofern haben wir mit diesem Startbahnhof sogar eine kleine Rarität erwischt.
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Der Zug fährt zunächst auf der Main-Weser-Bahn nach Norden und wechselt vor Gießen auf die Dillstrecke. Der Fernverkehr hat sich auf dieser Strecke immer schwer getan, weder D-Züge noch Interregio-Verbindungen konnten sich dauerhaft halten, im Jahr 2002 verlor die Strecke erstmals den Fernverkehr. Der InterConnex gab 2003 ein kurzes Gastspiel auf der Strecke, dem Eurocity Siegen-Zagreb war 2009 bis 2011 auch nur ein zweijähriges Intermezzo beschieden.
Die Strecke führt durch Mittelhessen und am Rande des Westerwalds nach Siegen.
Ab Siegen befährt der Zug die Ruhr-Sieg-Strecke, wobei das Fahrgastinformationssystem bei der geografischen Orientierung keine große Hilfe ist. Die Strecke führt für eine größere Etappe durch das Tal der Lenne und quert den Fluss mehrmals.
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Bei der Fahrt durch Altena geht der Blick über die Lenne hinauf zur Burg auf einem Bergsporn hoch über der Stadt, sie wurde im 12. Jahrhundert begründet. Die Bahnfahrt durch das Sieger- und Sauerland ist landschaftlich durchaus reizvoll. Beim übernächsten Bild sind wir bereits in Hamm, wo wir Datteln-Hamm-Kanal und Lippe queren.
Mit der Fahrt durch das südliche Münsterland kündigt sich das Ende unserer Tour auf der IC-Linie 34 an. In der ursprünglichen Konzeption der Linie gab es Durchbindungen bis Norddeich Mole, diese wurden schon zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 eingestellt. Im Juli 2026 wird die Ära von Fernzügen auf Dill- und Ruhr-Sieg-Strecke dann erneut enden. Am 10. Juli verkehren die IC2 wohl letztmalig, anschließend entfällt die Verbindung wegen Bauarbeiten und zum Fahrplanwechsel im Dezember soll die Linie in dieser Form offiziell eingestellt werden.
Wir haben Münster als Zwischenstation unserer Reise eingeplant und übernachten hier. Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört das historische Rathaus, Bekanntheit erlangte es während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Münster und Osnabrück, der den Dreißigjährigen Krieg in Europa beendete.
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Das Rathaus liegt am Prinzipalmarkt, der Straßenzug ist durch gereihte Giebelhäuser geprägt. Am Ende liegt die Lambertikirche.
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Unweit davon steht der St.-Paulus-Dom. Baubeginn für einen ersten Dom war im Jahr 805, das heutige Bauwerk wurde in den Jahren 1225 bis 1264 errichtet.
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Bei unserer Tour im Juli 2022 durch Gesäuse, Jaun- und Lavanttal hatten wir am Stephansdom in Wien die leuchtende „Himmelsleiter“ der Künstlerin Billi Thanner entdeckt, mittlerweile ist das Kunstwerk umgezogen und es gibt für uns ein Wiedersehen an der Lambertikirche.
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Tag 2: Münster – Niebüll – Westerland – Niebüll – Husum - Kiel
Wir starten am Hauptbahnhof von Münster in den zweiten Reisetag. Das Empfangsgebäude ist ein Neubau, es wurde 2017 eröffnet. Wir wollen mit dem IC 2214 bis Husum fahren, der Zug kommt aus Köln und ist in anderen Jahren als „Deichgraf“ bekannt.
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Das nächste Bild aus dem Tecklenburger Land entsteht noch während der Fahrt, dann stehen wir erstmal. Denn bei Bohmte ist ein südfahrender ICE-Sprinter liegengeblieben. Schließlich wird entschieden, dass die Reisenden aus dem ICE in unseren IC evakuiert werden. Etwas Verspätung hatte unser IC schon, das Manöver dauert seine Zeit und schließlich geht es mit den aufgenommenen Reisenden und einer Verspätung von 70 Minuten weiter Richtung Norden. So richtig dankbar für die Evakuierung sind die aufgenommenen Fahrgäste allerdings nicht – und das nur, weil sie nicht wie geplant nach Köln fahren, sondern einige Stunden nach der Abfahrt in Hamburg schließlich wieder genau dort ankommen.
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Wir bewegen uns immerhin in die richtige Richtung, müssen aufgrund der Verspätung aber umplanen. Unterdessen fahren wir durch Hamburg und auf der Marschbahn weiter nordwärts.
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Auf der Hochbrücke von Hochdonn geht es über den Nord-Ostsee-Kanal, die lichte Höhe der Stahlfachwerkbrücke beträgt 42 Meter.
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Beim nächsten Bild passieren wir den Außenhafen von Husum. Eigentlich wäre der Plan gewesen, in Husum auszusteigen und von dort mit dem Regional-Express nach Bredstedt zu fahren, wo der Sylt Shuttle plus startet. Stattdessen fahren wir bis Niebüll…
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…und wechseln dort auf das Objekt der Begierde. Als ich das letzte Mal hier in der Gegend war, hatte ein Streik die Mitfahrt mit dem Sylt Shuttle plus vereitelt, heute soll es nun klappen! Zwar nicht ab Bredstedt, aber der interessante Teil der Verbindung beginnt ja ohnehin in Niebüll. Und hier ist er: D 1432 aus Bredstedt zur Weiterfahrt nach Westerland:
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Was wie ein Regionalzug aussieht, ist einer der letzten D-Züge in Deutschland, er wird von DB Fernverkehr bzw. dem Betreiber „Sylt Shuttle Plus“ mit speziellem Fahrpreis angeboten. Die Triebzüge der Baureihe 628 tragen ein rot-weißes Farbkleid. Die Züge sind als „Geisterzüge“ bekannt, weil sie teurer und langsamer als der Regionalverkehr sind, es kursieren Angaben von 1,5 Fahrgästen pro Zug. Mit 5 Fahrgästen haben wir offenbar einen Hauptreisetag erwischt.
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Seit 2016 hat die Deutsche Bahn beim Autotransport nach Sylt mit RDC Deutschland einen Konkurrenten. Da bei der Trassenvergabe Züge mit längeren Strecken bevorzug werden, ersann die Deutsche Bahn eine List und erfand den Sylt Shuttle plus, der mit eigener Kraft von Bredstedt bis Niebüll fährt, dort an den Autozug nach Westerland angehängt wird und somit der Deutschen Bahn eine Trasse aufgrund der verlängerten Strecke beschert. In der Gegenrichtung wird das Verfahren analog praktiziert.
Vom Bahnhof Niebüll fahren wir nun zurück in Richtung Süden zur Autoverladestation. Dort wird der Triebwagen ans Ende eines Autozug angehängt und im Verbund fahren wir erneut durch den Bahnhof Niebüll und weiter Richtung Hindenburgdamm.
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Der Sylt Shuttle plus (SSP) wurde mit dem Jahresfahrplan 2016 eingeführt. Die kuriose Verbindung hatte es bis ins Fernsehen zur Satiresendung extra 3 geschafft. Während die meisten Züge des RE 6 von Niebüll bis Westerland 34 Minuten benötigen, ist der SSP mit seinen aufwändigen Manövern 58 Minuten unterwegs.
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Nach der Ankunft in Westerland wiederholt sich das Spiel, der Zug wird dort vom Ende des Autozugs abgekuppelt und fährt dann an den eigens für diese Verbindung errichteten Bahnsteig an Gleis 5. Mittlerweile ist der „Geisterzug“ Geschichte, mit dem Fahrplanwechsel zum 14.12.2024 wurde das Angebot eingestellt, die Triebzüge gingen zurück an DB Regio. Damit endete formal auch die Ära der D-Züge in Deutschland.
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Pünktlich mit unserer Ankunft in Westerland beginnt es zu regnen. Aber gut, echten Strandurlaub hatten wir ohnehin nicht eingeplant. Heute galt ganz besonders „Der Weg ist das Ziel“ – und das ist mit der Mitfahrt mit dem SSP erreicht. Wir unternehmen einen kleinen Abstecher zum Strand und nutzen den Aufenthalt zur Verpflegung.
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Der Bahnhof Westerland ist die nördlichste Bahnstation Deutschlands, der Kopfbahnhof wurde 1927 eröffnet. Das Empfangsgebäude aus Oldenburger Klinker erinnert an schleswig-holsteinische Guts- und Bauernhäuser, es steht mittlerweile unter Denkmalschutz.
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Mit dem Intercity „Uthlande“ fahren wir zurück auf das Festland. Wer sich schon immer gefragt hat, wer oder was „Uthlande“ eigentlich ist: ich habe nachgeschaut, der Begriff steht für die dem Festland vorgelagerten Außenlande wie Inseln, Halligen und Marschen.
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Wir fahren mit dem IC bis Niebüll. Denn hier hoch im Norden gibt es noch einen weiteren Exoten, dem ich schon länger nachstelle. Und zwar ist das der T4 der neg (ÖBB 5047). Den Einzelgänger hatte ich bisher noch nie angetroffen. Und so lautet der Plan: wir schauen in Niebüll, ob der T4 heute fährt und fahren eine Runde mit. Bitteschön:
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Nein, das ist nicht T4. Während unseres Aufenthalts taucht der Triebwagen nicht auf. In diesem Fall verzichten wir auf eine Fahrt mit der neg und schauen uns stattdessen in Niebüll um, hier sehen wir das Pastorat, ein reetgedecktes Backsteinhaus von 1846 und auf dem nächsten Bild die Christuskirche, sie wurde 1730 geweiht.
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Unverrichteter Dinge geht es zurück zum Bahnhof von Niebüll. Das ist etwas schade, da ich ganz am anderen Ende der Republik wohne, wird es bis zum nächsten Versuch etwas dauern.
Im Married Pair-Wagen des RE 6 fahren wir von Niebüll nach Husum.
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![[image]](https://www.bahnreiseberichte.de/123-Sylt-Prignitz/123-054Fahrt-Marschbahn.jpg)
In Husum wechseln wir auf den Zug nach Kiel, der RE 74 besteht aus einem LINT-Triebzug. Wir befahren zunächst die Nebenbahn nach Jübek, die Strecke führt durch die flache Geestlandschaft nordostwärts.
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Von Jübek geht es auf der Jütlandlinie südwärts. Höhepunkt der Strecke ist – im wahrsten Sinne des Wortes – die Rendsburger Hochbrücke. Beim nächsten Bild fahren wir zunächst an der Hafenpromenade von Rendsburg,…
![[image]](https://www.bahnreiseberichte.de/123-Sylt-Prignitz/123-057Fahrt-Rendsburg-Eider.jpg)
…dann geht’s auf Rundfahrt durch die Rendsburger Schleife. Wir unterqueren die Hochbrücke, anschließend durchfährt der Zug die 4,5 Kilometer lange Kreiskehrschleife, dabei überwindet er eine Höhendifferenz von 42 Metern.
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Gut drei Viertel der Schleife sind als Bahndamm ausgeführt, das letzte Stück vor der Hochbrücke ist als Stahlviadukt gebaut. Mit knapp 2,5 Kilometer Länge war die Brücke 99 Jahre lang die längste Eisenbahnbrücke in Deutschland, sie wurde 2012 von der Unstruttalbrücke abgelöst – die werden wir am vierten Reisetag befahren.
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![[image]](https://www.bahnreiseberichte.de/123-Sylt-Prignitz/123-060Fahrt-Rendsburger-Hochbruecke.jpg)
Gegen 19 Uhr endet unser Bahntag in Kiel, hier haben wir die nächste Übernachtung eingeplant. Zum Abschluss noch einige Eindrücke von der Hafenspitze Hörn an der Kieler Förde. Der 106 Meter hohe Rathausturm ist das Wahrzeichen der Stadt.
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![[image]](https://www.bahnreiseberichte.de/123-Sylt-Prignitz/123-062Kiel-Rathaus.jpg)
![[image]](https://www.bahnreiseberichte.de/123-Sylt-Prignitz/123-063Kieler-Foerde.jpg)
So, und damit sind wir am Ende des ersten Teils angelangt. In den nächsten Tagen folgt Teil 2, dann erkunden wir die Prignitz.
Viele Grüße und einen schönen Sonntag
Tobias
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