? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt (Fahrkarten und Angebote)

wachtberghöhle, Freitag, 23.01.2026, 09:51 (vor 7 Tagen)

Da stellt sich mir gerade die Frage zur Aughebung der Zugbindung bei Änderungen im Fahrplan am Unterwegshalt.

Gebucht ist ein Europaspezial (Tschechien) Von Prag via Berlin mit 18h Aufenthalt zum Zielort

Tag 1: Prag - Berlin
TAG 2: Berlin - Zielort

Der gebuchte ICE an Tag 2 von Berlin zum Zielort fährt nun nach Anpassung des Fahrplans früher in Berlin ab.

Sehe ich das richtig, dass meine gebuchte Reise nicht mehr fahrbar ist und ich hier Flexibilität bei der Auswahl der tatsächlich genutzten Züge habe?

Wenn ja, auch an Tag 1?

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

VT 609, Freitag, 23.01.2026, 10:37 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Da stellt sich mir gerade die Frage zur Aughebung der Zugbindung bei Änderungen im Fahrplan am Unterwegshalt.

Gebucht ist ein Europaspezial (Tschechien) Von Prag via Berlin mit 18h Aufenthalt zum Zielort

Tag 1: Prag - Berlin
TAG 2: Berlin - Zielort

Der gebuchte ICE an Tag 2 von Berlin zum Zielort fährt nun nach Anpassung des Fahrplans früher in Berlin ab.

Sehe ich das richtig, dass meine gebuchte Reise nicht mehr fahrbar ist und ich hier Flexibilität bei der Auswahl der tatsächlich genutzten Züge habe?

Wenn ja, auch an Tag 1?

Meines Erachtens nein, da du nicht 18 Stunden Aufenthalt in Berlin gebucht hast, sondern zwei Züge, von denen der zweite trotz der Fahrplanänderung vermutlich erreichbar ist. Etwas anderes wäre es, wenn die Umsteigezeit beispielsweise 10 Minuten betragen würde und durch die Fahrplanänderung der Anschluss nicht mehr erreichbar ist. Dann wäre die Zugbindung aufgehoben, soweit ich weiß für beide Züge.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

wachtberghöhle, Freitag, 23.01.2026, 10:52 (vor 7 Tagen) @ VT 609

Da stellt sich mir gerade die Frage zur Aughebung der Zugbindung bei Änderungen im Fahrplan am Unterwegshalt.

Gebucht ist ein Europaspezial (Tschechien) Von Prag via Berlin mit 18h Aufenthalt zum Zielort

Tag 1: Prag - Berlin
TAG 2: Berlin - Zielort

Der gebuchte ICE an Tag 2 von Berlin zum Zielort fährt nun nach Anpassung des Fahrplans früher in Berlin ab.

Sehe ich das richtig, dass meine gebuchte Reise nicht mehr fahrbar ist und ich hier Flexibilität bei der Auswahl der tatsächlich genutzten Züge habe?

Wenn ja, auch an Tag 1?


Meines Erachtens nein, da du nicht 18 Stunden Aufenthalt in Berlin gebucht hast, sondern zwei Züge, von denen der zweite trotz der Fahrplanänderung vermutlich erreichbar ist. Etwas anderes wäre es, wenn die Umsteigezeit beispielsweise 10 Minuten betragen würde und durch die Fahrplanänderung der Anschluss nicht mehr erreichbar ist. Dann wäre die Zugbindung aufgehoben, soweit ich weiß für beide Züge.

Was ist denn für Erreichbarkeit des Anschluss massgebend?

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

VT 609, Freitag, 23.01.2026, 11:20 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Was ist denn für Erreichbarkeit des Anschluss massgebend?

Ich vermute die Übergangszeit, die im DB-Navigator bei Umsteigeverbindungen angezeigt wird. Wenn diese durch eine Verspätung, Fahrplanänderung etc. unterschritten wird, bekommt man eine Nachricht, dass die Verbindung nicht mehr fahrbar ist. In deinem Fall ist das aber vermutlich nicht der Fall.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

611 040, Erfurt, Freitag, 23.01.2026, 11:21 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Dass die Mindestübergangszeit am Umsteigebahnhof eingehalten wird.
Solange du in Berlin die ~15min MÜZ hast bleibt die Zugbindung, selbst wenn dein ICE nach Berlin fiktive 17,5h Verspätung hätte.

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

Sanformatiker, Freitag, 23.01.2026, 10:41 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Wieviel Umsteigezeit bleibt dir un Berlin denn? Da du von Tag 1 und Tag 2 schreibst, gehe ich fast von mehreren Stunden über Nacht aus, so dass der Anschluss noch passt. Zumindest in der Vergangenheit wurde immer argumentiert, dass man eben keinen Anspruch auf eine längere Umsteigezeit hätte, da eben die voraussichtliche Verspätung am Zielort entscheidend wäre. Jedoch sind die meisten Fälle dann um verspätete Ankünften des ersten Zuges ausgegangen und nicht von einer früheren Abfahrt des Zweiten.

Ist in meinen Augen also ein Grenzfall. Würde der erste Zug am Tag 1 früher fahren, wäre die Sache klar.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

wachtberghöhle, Freitag, 23.01.2026, 10:51 (vor 7 Tagen) @ Sanformatiker

Wieviel Umsteigezeit bleibt dir un Berlin denn? Da du von Tag 1 und Tag 2 schreibst, gehe ich fast von mehreren Stunden über Nacht aus, so dass der Anschluss noch passt.

Die Vorverlegung der Abfahrtszeit am 2. Tag nach einer Nacht im Hotel um 2 Minuten hat natürlich keinen Einfluss auf das Erreichen der Züge.


Zumindest in der Vergangenheit wurde immer argumentiert, dass man eben keinen Anspruch auf eine längere Umsteigezeit hätte, da eben die voraussichtliche Verspätung am Zielort entscheidend wäre. Jedoch sind die meisten Fälle dann um verspätete Ankünften des ersten Zuges ausgegangen und nicht von einer früheren Abfahrt des Zweiten.

Da die bahn sich antürlich an den Fahrplan hält, ist natürlich auch nicht mit einer Verspätung zu rechnen.

Ist in meinen Augen also ein Grenzfall. Würde der erste Zug am Tag 1 früher fahren, wäre die Sache klar.

Der Fahrplan ist jetzt abweichend von dem, mit dem gebucht wurde. Änderungen sollten nicht zu Lasten des Vertragspartnern erfolgen. (Hier muss der Reisende ja 2 Minten früher zum Bahnhof)

Herzuleiten müsste das aber schon sein, damit ich eines andere verbindung nehmen darf.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 12:59 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Der Fahrplan ist jetzt abweichend von dem, mit dem gebucht wurde. Änderungen sollten nicht zu Lasten des Vertragspartnern erfolgen. (Hier muss der Reisende ja 2 Minten früher zum Bahnhof)

Du musst nicht früher zum Bahnhof - wieso auch? Du kaufst keine Bahnreise mit Hotelübernachtung in Berlin, sondern eine Fahrt von Prag zum Zielort mit Abfahrtszeit in Prag und Anlunftszeit am Zielort. Du musst jetzt nur noch 17h58 statt 18h im Bahnhof ausharren.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

brandenburger, Perleberg, Freitag, 23.01.2026, 20:13 (vor 6 Tagen) @ wachtberghöhle

Ich verstehe das Problem nicht. Du wirst doch genau so im Hotel übernachten können, dann gehst du eben zwei Minuten früher dort los?

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

wachtberghöhle, Mittwoch, 28.01.2026, 08:23 (vor 2 Tagen) @ brandenburger

Ich verstehe das Problem nicht. Du wirst doch genau so im Hotel übernachten können, dann gehst du eben zwei Minuten früher dort los?

Ich fragte aus Interesse darüber (zum Verständnis mit einem konkreten Beispiel), welche Änderungen auf der gebuchten Reise systematisch zu einem Aufheben der Zugbindung führt.

Anders gesagt: Mein Problem war, ich kannte eben diese Antwort nicht.

Mögliche Antwort: Jein

blackhawk60, Freitag, 23.01.2026, 11:20 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

"Eigentlich" ist die Zugbindung laut https://www.bahn.de/faq/zugbindung-aufgehoben-bedeutung aufgehoben:

"Wenn es durch eine Fahrplanänderung zu einer verfrühten Abfahrt des Zuges kommt"

In den Beförderungsbedingungen habe ich jedoch nichts dazu gefunden.

Ggf. wichtig sind die Konsequenzen laut o.g. Seite. Dort u.a.

Sie können eine spätere Verbindung Ihrer Wahl nutzen (z.B. später am selben Reisetag, einen Tag später oder auch erst in 3 Wochen. Dies ist bis zu einem Jahr nach ursprünglichem Reisedatum möglich).

Du darst also nicht an Tag 1 früher fahren, weil die Umsteigezeit kürzer ist (auch wenn sie signifikant kürzer wäre).

IMHO ist es nun etwas Glücksspiel, ob es klappt, einen späteren Zug an Tag 1 zu nehmen. Bei einem ZUB, bei dem das durch geht, wäre dann wahrscheinlich auch eine frühere Verbindung möglich - dann hast du jedoch keine "Paragraphen", die du raus holen kannst.

Mögliche Antwort: Jein

Sanformatiker, Freitag, 23.01.2026, 11:51 (vor 7 Tagen) @ blackhawk60

"Eigentlich" ist die Zugbindung laut https://www.bahn.de/faq/zugbindung-aufgehoben-bedeutung aufgehoben:

"Wenn es durch eine Fahrplanänderung zu einer verfrühten Abfahrt des Zuges kommt"

In den Beförderungsbedingungen habe ich jedoch nichts dazu gefunden.

Ggf. wichtig sind die Konsequenzen laut o.g. Seite. Dort u.a.

Sie können eine spätere Verbindung Ihrer Wahl nutzen (z.B. später am selben Reisetag, einen Tag später oder auch erst in 3 Wochen. Dies ist bis zu einem Jahr nach ursprünglichem Reisedatum möglich).

Du darst also nicht an Tag 1 früher fahren, weil die Umsteigezeit kürzer ist (auch wenn sie signifikant kürzer wäre).

IMHO ist es nun etwas Glücksspiel, ob es klappt, einen späteren Zug an Tag 1 zu nehmen. Bei einem ZUB, bei dem das durch geht, wäre dann wahrscheinlich auch eine frühere Verbindung möglich - dann hast du jedoch keine "Paragraphen", die du raus holen kannst.

Ein bisschen Zugbindung aufgehoben gibt es nicht. Entweder ist die Zugbindung aufgehoben - dann aber für das gesamte Ticket - oder eben nicht. Ist die Bindung aufgehoben, darf aber auch früher fahren. Ist sie nicht aufgehoben darf ich aber auch keinen späteren Zug nehmen.

Der Passus aus der Bahnseite mit der früheren Abfahrt ist der Punkt, der mich selbst ja von einem Grenzfall schreiben liess. Aber: des Zuges, ja von welchem Zug denn? Das ist hier nicht spezifiziert - in diesem Fall gibt es ja mehrere Züge. Würde es sich auf sämtliche Züge einer Verbindung beziehen, müsste es eines Zuges heißen.

Hinweis im PDF?

blackhawk60, Freitag, 23.01.2026, 12:02 (vor 7 Tagen) @ Sanformatiker

Stimmt, ein bisschen Zugbindung aufgehoben gibt es nicht.

Gibt es denn einen entsprechenden Hinweis in der App oder im PDF (ggf. getrennt über die Webseite heruntergelanden)?

Hinweis im PDF?

wachtberghöhle, Freitag, 23.01.2026, 12:50 (vor 7 Tagen) @ blackhawk60

Stimmt, ein bisschen Zugbindung aufgehoben gibt es nicht.

Gibt es denn einen entsprechenden Hinweis in der App oder im PDF (ggf. getrennt über die Webseite heruntergelanden)?

Nur die Warnung:
Fahrplanänderung
Der Fahrplan wird gerade angepasst: Bitte prüfen Sie 1-2 Tage vor der Reise erneut Ihren aktuellen Fahrplan.

Aber die Abfrage einer Verbindung zeigt, dass der ICE ganze 2 Minuten früher abfährt.

Hinweis im PDF?

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 13:01 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Fahrplanänderung
Der Fahrplan wird gerade angepasst: Bitte prüfen Sie 1-2 Tage vor der Reise erneut Ihren aktuellen Fahrplan.

Wenn dir die Bahn das sagt, dann tu es doch auch. Warte bis 1-2 Tage vor der Reise und schau an, was die App sagt.

Hinweis im PDF?

wachtberghöhle, Freitag, 23.01.2026, 13:06 (vor 7 Tagen) @ ICE920

Fahrplanänderung
Der Fahrplan wird gerade angepasst: Bitte prüfen Sie 1-2 Tage vor der Reise erneut Ihren aktuellen Fahrplan.


Wenn dir die Bahn das sagt, dann tu es doch auch. Warte bis 1-2 Tage vor der Reise und schau an, was die App sagt.

Wenn sie es sagt, muss ich nicht fragen. Es gibt aber unbestritten Szenarien, da sagt die Bahn es eben nicht im Navigator. Regelmässog, wenn der NV involviert ist. Da hebt nur die Anwendung der BBP die Zugbindung auf.

Hinweis im PDF?

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 13:09 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

Fahrplanänderung
Der Fahrplan wird gerade angepasst: Bitte prüfen Sie 1-2 Tage vor der Reise erneut Ihren aktuellen Fahrplan.


Wenn dir die Bahn das sagt, dann tu es doch auch. Warte bis 1-2 Tage vor der Reise und schau an, was die App sagt.


Wenn sie es sagt, muss ich nicht fragen. Es gibt aber unbestritten Szenarien, da sagt die Bahn es eben nicht im Navigator. Regelmässog, wenn der NV involviert ist. Da hebt nur die Anwendung der BBP die Zugbindung auf.

Die App wird dir erst kurz vor Reise irgendwas sagen. Jetzt ist einfach der Hinweis "Es tut sich was, warte". Zu diesem Zeitpunkt sagt die App nie irgendwas über die Zugbindung.

Hinweis im PDF?

bahnfahrerofr., Freitag, 23.01.2026, 13:52 (vor 7 Tagen) @ ICE920

Die App wird dir erst kurz vor Reise irgendwas sagen. Jetzt ist einfach der Hinweis "Es tut sich was, warte". Zu diesem Zeitpunkt sagt die App nie irgendwas über die Zugbindung.

Ist das zwingend so?
Ich habe zum Beispiel ein Ticket für 25.12. gehabt, da stand der Hinweis Zugbindung aufgehoben mindestens schon im November auf bahn.de in der Auftragsübersicht.

Hinweis im PDF?

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 16:34 (vor 7 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Bein der momentanen sehr dynamischen Situation, wo wöchentlich was Neues kommt, würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen. Aber in letzter Zeit war es recht zuverlässig immer so, dass erst der Hinweis "Gerade wird der Fahrplan angepasst, schauen Sie kurz vor der Fahrt noch mal rein", wenn sich der Fahrplan geändert hat, und erst irgendwann später dann "Fahrplanänderung, beachten Sie die neue Verbindung" oder "Fahrplanänderung, wählen Sie eine neue Verbindung" mit "Zugbindung aufgehoben". WANN die neue Meldung ist aber echt total unterschiedlich. Habe da noch kein Muster erkanntm Aber es ergibt schon irgendwo Sinn, weil dann wählt man eine neue Verbindung aus und 3 Tage später gibt es die nächste Fahrplanänderung.

Hinweis im PDF?

wachtberghöhle, Mittwoch, 28.01.2026, 08:24 (vor 2 Tagen) @ ICE920

Bein der momentanen sehr dynamischen Situation, wo wöchentlich was Neues kommt, würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen. Aber in letzter Zeit war es recht zuverlässig immer so, dass erst der Hinweis "Gerade wird der Fahrplan angepasst, schauen Sie kurz vor der Fahrt noch mal rein", wenn sich der Fahrplan geändert hat, und erst irgendwann später dann "Fahrplanänderung, beachten Sie die neue Verbindung" oder "Fahrplanänderung, wählen Sie eine neue Verbindung" mit "Zugbindung aufgehoben". WANN die neue Meldung ist aber echt total unterschiedlich. Habe da noch kein Muster erkanntm Aber es ergibt schon irgendwo Sinn, weil dann wählt man eine neue Verbindung aus und 3 Tage später gibt es die nächste Fahrplanänderung.

Die Änderungen des Fahrplans führten in diesem konkreten Fall (noch) nicht zur Aufhebung der Zugbindung in der App.

Hinweis im PDF?

ICE920, München, Mittwoch, 28.01.2026, 08:35 (vor 1 Tag, 23 Stunden, 59 Min.) @ wachtberghöhle

Genau das sage ich ja. Die Änderung im Fahrplan löst nur die Meldung "Der Fahrplan wird gerade angepasst. Schauen Sie 1-2 Tage vor der Fahrt nochmal rein". Die Zugbindung wird hier noch nie aufgehoben. Das passiert erst später und die Meldung ändert sich zu irgendwas wie "Ihre Verbindung ist nicht mehr fahrbar".

Früher fahren am selben Tag: Do it!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 23.01.2026, 12:48 (vor 7 Tagen) @ blackhawk60

Huhu.

Du darst also nicht an Tag 1 früher fahren

Doch.

https://www.bahn.de/faq/zugbindung-aufgehoben-bedeutung

Für Reisen im Fernverkehr können Sie auch eine frühere Verbindung am selben Reisetag nehmen.

Punkt.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Keine Verspätung am Ziel, Anschluß nicht gefährdet => Nein.

musicus, Freitag, 23.01.2026, 11:32 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle

- kein Text -

Der Auffassung würde ich mich anschließen.

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 23.01.2026, 14:34 (vor 7 Tagen) @ musicus

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 13:04 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle
bearbeitet von ICE920, Freitag, 23.01.2026, 13:04

Das einzige, woran du dich einhaken könntest, ist die Tatsache, dass die Zugbindung durch die Abfahrtszeit der zuggebundenen Züge definiert ist. Wenn die Abfahrt sich verschiebt, dann entspricht das Ticket nicht mehr dem Fahrplan. Einfach Füße still halten und abwarten, was die App vor der Reise sagt.
Die verkürzte Aufenthaltszeit ist dagegen kein Argument, weil nicht Teil des Vertrags.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

wachtberghöhle, Freitag, 23.01.2026, 13:09 (vor 7 Tagen) @ ICE920

Das einzige, woran du dich einhaken könntest, ist die Tatsache, dass die Zugbindung durch die Abfahrtszeit der zuggebundenen Züge definiert ist. Wenn die Abfahrt sich verschiebt, dann entspricht das Ticket nicht mehr dem Fahrplan. Einfach Füße still halten und abwarten, was die App vor der Reise sagt.
Die verkürzte Aufenthaltszeit ist dagegen kein Argument, weil nicht Teil des Vertrags.

Diese "Bemerkung" aus den verlinkten FAQa ist halt nicht eindeutig: "Wenn es durch eine Fahrplanänderung zu einer verfrühten Abfahrt des Zuges kommt"

Hier ist es unbestritten der Fall.
Mal schauen, was wir genau machen.

Wäre halt nett, "einfach" die Weiterfahrt verschieben zu können.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 13:11 (vor 7 Tagen) @ wachtberghöhle
bearbeitet von ICE920, Freitag, 23.01.2026, 13:12

Das einzige, woran du dich einhaken könntest, ist die Tatsache, dass die Zugbindung durch die Abfahrtszeit der zuggebundenen Züge definiert ist. Wenn die Abfahrt sich verschiebt, dann entspricht das Ticket nicht mehr dem Fahrplan. Einfach Füße still halten und abwarten, was die App vor der Reise sagt.
Die verkürzte Aufenthaltszeit ist dagegen kein Argument, weil nicht Teil des Vertrags.


Diese "Bemerkung" aus den verlinkten FAQa ist halt nicht eindeutig: "Wenn es durch eine Fahrplanänderung zu einer verfrühten Abfahrt des Zuges kommt"

Hier ist es unbestritten der Fall.
Mal schauen, was wir genau machen.

Wäre halt nett, "einfach" die Weiterfahrt verschieben zu können.

Das sind FAQ, die sind irrelevant. Und die beziehen sich auch auf die Abfahrt am Startort.. Dein Vertrag ist dein Ticket und dort steht "ICE 123, 4:56 Uhr am 7.8.2029". Ich vermute, dass die Zugbindung systemseitig aufgehoben wird, weil dieses nicht mehr existiert.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

VT642, Freitag, 23.01.2026, 14:41 (vor 7 Tagen) @ ICE920

Wäre eigentlich die Argumentation tragfähig, man sei über die verfrühte Abfahrtszeit nicht informiert worden, habe deshalb den Zug verpasst und müsse nun notwendigerweise ohne Zugbindung weiterfahren? Muss die DB beweisen, den Fahrgast aktiv informiert zu haben, oder ist der Fahrgast hier in einer Holschuld und es genügt, dass die Abfahrtszeit in den Auskunftsmedien angepasst wurde?

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

bahnfahrerofr., Freitag, 23.01.2026, 18:36 (vor 7 Tagen) @ VT642

Wäre eigentlich die Argumentation tragfähig, man sei über die verfrühte Abfahrtszeit nicht informiert worden, habe deshalb den Zug verpasst und müsse nun notwendigerweise ohne Zugbindung weiterfahren?

Das hat mich jetzt sowieso gewundert, dass auf diese Idee noch keiner kam.

Meiner Meinung nach gibt es keine Pflicht zum Abruf aktueller Fahrplaninformationen nach dem Kauf (wo würde man da die Grenze setzen?). Bei zwei Minuten früherer Abfahrt ist das ganze natürlich nicht so wirklich nachvollziehbar und vermutlich offensichtlich dass man die Änderung einfach nur ausnutzen will um später zu fahren. Bei ~ 10 Minuten oder mehr wäre es in dem Fall meiner Meinung nach schon so, dass die Zugbindung aufgehoben ist.

Trifft man zur in der Fahrkarte eingetragenen Abfahrtzeit am Bahnhof ein, kann man a) die Zugbindung nicht mehr einhalten und b) hat man dann vermutlich auch mindestens +20.

Wenn die Zugbindung aufgehoben ist, dann natürlich für die ganze Fahrkarte.


Unabhängig davon bin ich der Meinung dass es nicht egal ist was in den FAQ steht, auf die kann man sich als Kunde gleichermaßen berufen. Mindestens in Zügen der DB AG.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICE920, München, Freitag, 23.01.2026, 21:14 (vor 6 Tagen) @ bahnfahrerofr.
bearbeitet von ICE920, Freitag, 23.01.2026, 21:14

Dafür muss der Zug aber pünktlich auf die Minute abgefahren sein. Wenn der Zug Berlin erst mit 5 Minuten Verspätung verlässt, wird es im Folgetakt argumentativ schwierig. Auch ohne Verspätung wird es mehrere Züge später mit dem Argument.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

bahnfahrerofr., Sonntag, 25.01.2026, 20:58 (vor 4 Tagen) @ ICE920

Dafür muss der Zug aber pünktlich auf die Minute abgefahren sein. Wenn der Zug Berlin erst mit 5 Minuten Verspätung verlässt, wird es im Folgetakt argumentativ schwierig.

Das sehe ich grundsätzlich auch so.*

Auch ohne Verspätung wird es mehrere Züge später mit dem Argument.

Das hingegen eher nicht, denn aufgehoben ist aufgehoben. Wenn man zur geplanten Abfahrtszeit den Zug verpasst, weil der 10min früher abgefahren ist, ist die Zugbindung eben auch "normal" aufgehoben und dann ist es auch möglich 5 Stunden später zu fahren.


*man kann vielleicht in manchen Fällen schon zu einem anderen Ergebnis kommen. Beispiel, gebuchter Aufenthalt 3 Stunden für Termin, Abfahrt 2. Zug nach neuem Fahrplan um 30 Minuten früher wodurch der Termin zeitlich zu knapp wird.

Fahrgast findet sich daher einen Takt später ein und war in der Zwischenzeit noch einkaufen. Wenn hier der ursprünglich gebuchte Zug doch mit +25 gefahren wäre, ist das denke einfach Pech und macht das Argument der aufgehobenen Zugbindung auch nicht rückgängig. Ich gehe auch davon aus dass kein Personal hier einen Stick daraus drehen würde.

Bei solchen 2-5 Minuten Aktionen ist es denke ich einfach eine andere Sache.

Im Zweifelsfall kann man sich auch einen Stempel holen. Hatte das auch mal dass plötzlich ein rausgeflogener Halt wieder eingebaut wurde wenige Tage vor der Fahrt. Eher zufällig war das Ticket gestempelt somit auch in der Schweiz problemlos nutzbar ;-)

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 24.01.2026, 13:28 (vor 6 Tagen) @ wachtberghöhle
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 24.01.2026, 13:30

Hier wegen zwei Minuten zu debattieren. Nach 18 Stunden Zwischenhalt. Führt Ihr solche Diskussionen auch an Bord der Züge mit dem Personal (und reisenden Zwangszuhörern drumherum)? Wo der Schaffner dann froh ist sich im Personalabteil in den Sitz fallen lassen zu können.

Was sind das für Aufmerksamkeits-Spezialbedürfnisse und warum kommen solche Klabauter-Fragen nie von mir? Ich würde mich echt schämen diese 2min-Geschichte dem Schaffner an Tag 1 im Zug nach Abfahrt Prag verkaufen zu wollen.

Am Vortag in Prag früher starten wollen, weil der Zug tags drauf 2min früher fährt. Meine Güte, Herr im Himmel.


Es ist so peinlich wie neulich ein heißer Tipp auf DSO "Leute, die DB hat gebuchte Tickets wegen dem Schneesturm freigegeben. Kauft euch schnell SSP für morgen, dann habt ihr Flextickets das ganze Jahr"

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Aus dem Leben.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 24.01.2026, 14:21 (vor 6 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Der Blaschke, Samstag, 24.01.2026, 14:25

Huhu.

warum kommen solche Klabauter-Fragen nie von mir?

Weil du die moderne Welt nicht verstehst. Es zählt ausschließlich das ICH. Und selbstverständlich habe auch ich ein Recht, jede noch so kleine Regelungslücke zu meinem Gunsten zu nutzen. Das ist ganz normales Kaufmannsgeschäft.

Unter einem Aspekt allerdings ist die Diskussion tatsächlich sinnlos: ich kann noch so viel Recht haben - das nutzt mir nix, wenn's der Schaffner anders sieht. Wenn der mich raussetzt, bin ich erstmal draußen. Und/oder der 60er ist nunmal in der Welt. Da mag ich im Nachhinein recht bekommen; der Aufwand ist aber mein. Das muss jedem bei solchen Dingen klar sein.

Merksatz für's Leben: man hat nur soviel Recht, wie man Macht hat.

Als TO würde ich gucken, ob ich mir das Tix ausdrucken kann. Dann taper ich in n Reisezentrum oder sowas, muss n bißchen voll sein, dann trage ich kurz, bündig, aber freundlich und leicht demütig den Wunsch nach Zugbindungsaufhebung vor. Ich gewinne den Mitarbeiter emotional für mich. Viel Zeit hat er aber nicht, ist ja voll. Hätte er gern, weil der Kunde, also ich, angenehm ist. Und zack, so schnell kannste gar nicht schauen, ist da der Stempel auf dem Wisch. Muss man natürlich können, entsprechend zu kommunizieren.

Und dann brauche ich während der Fahrt gar niemanden stören.

Es ist so peinlich wie neulich ein heißer Tipp auf DSO "Leute, die DB hat gebuchte Tickets wegen dem Schneesturm freigegeben. Kauft euch schnell SSP für morgen, dann habt ihr Flextickets das ganze Jahr"

Peinlich ist da eher die Unfähigkeit des Verkäufers, sein Produkt wie beworben und beschrieben auch zur Verfügung zu stellen. Dessen Dilettantismus darf ich dann auch zum eigenen Vorteil nutzen. Wo ist da das Problem?

Die Sorge um den Gemütszustand des Schaffners ist allerdings unbegründet. Denn normale Reisende sind viel zu verängstigt und ohnehin völlig ahnungslos. Die kaufen eher ein neues Ticket. Kein Witz - hab ich schon erlebt. Oder man sagte, dass man Flex statt Spar kauft aus Angst, den Anschlußfernzug zu verpassen. Auch erlebt. Und öfters wurde ich im Nahverkehr gefragt, ob man mitdürfe, auch wenn ein anderer NV-Zug gebucht sei. Da wollten auch schon welche neue Tickets kaufen. FGR sind ein völliges Fremdwort. Wieviele meinen, mit Nutzung eines Folgezuges seien ihre Rechte ausgeschöpft. Die gucken mich fragend und fröhlich erstaunt an, wenn ich die Möglichkeit der Teilerstattung erwähne. Bei einer verpassen letzten Verbindung fragte mich mal ne junge Dame, ob sie jetzt, wie vom Navigator vorgeschlagen, nachts knapp 5 Std in Eschwege warten müsse und ob es da denn Aufenthaltsräume gäbe.

Das "Problem" des Schaffners sind nicht wir 5 Freaks her, sondern all die mit Bahnfahren Überforderten. Deutschland ist Autoland und wir kein Volk von Bahnfahrern. Das merkt man; die Kundschaft fremdelt zum größten Teil mit diesem Verkehrsmittel. Ich kann den Job als Fahrgastbefrager nur empfehlen - für etliche hier wäre das Realitätsschock; ihr würdet staunen, was da alles an Banalitäten gefragt wird. Im zweiteiligen Triebwagen werden Lokführer und ich gefragt, in welche Richtung es zur Toilette geht. Kein Witz, war tatsächlich so. Der Zug nach Düsseldorf soll laut Fahrplan um 13.49 Uhr von Gleis 4 nach Düsseldorf fahren. Der Kunde kommt um 13.43 Uhr auf Bahnsteig 4 an. Der Zugzielanzeiger zeigt "Düsseldorf" an. Am (einzigen) Zug steht "Düsseldorf" dran. "Ähm, der Zug fährt nach Düsseldorf?". Ja, fährt er. "Kann ich schon einsteigen?". Auch das. Sitzen ja schon welche drin. Osnabrück Gleis 5 Nord, Studentin: "Hält der Zug auch in Bremen?" Ja klar, warum denn nicht? "Da steht sonst immer Bremen dran. Aber jetzt steht hier Bremerhaven!". Ja, Bremen kommt vor Bremerhaven. Alle 2 Std fährt der Zug weiter als nur bis Bremen. "Ach so. Aber der hält dann auch in Bremen?!?". Ja.

Da sind die Leute froh, eine Zugfahrt heil und unbeschadet überstanden zu haben und überhaupt einigermaßen im Zeitrahmen am Ziel angekommen zu sein. Da kommt man doch nicht auf die Idee, wegen 2 Minuten die Zugbindung aufheben zu lassen, auch wenn man das Recht selbstverständlich hätte. Das sind reine Freak-Diskussionen hier im Forum. Das ist auch völlig in Ordnung. Spiegelt nur nicht den Alltag draußen wider.

Es wäre allerdings begrüßenswert, würde die Kundschaft selbstbewusster auftreten und deutlich nachhaltiger ihre Rechte einfordern. Das abgehoben selbstherrliche Gebaren insbesondere von DB Fern, den Zugverkehr ausschließlich nach eigenem Gutdünken und eigener Lust und Laune durchzuführen, bekäme herbe Dämpfer. Solange die Kundschaft aber viel zu brav, naiv, dümmlich ist, muss es DB Fern ja nicht stören. Wenn dann quasi als Gegenpol ein paar Freaks aus SSP Flextix machen und wegen 2 Min die Zugbindung aufheben lassen, dann ist da nichts verwerfliches kann. DB Fern könnte ja im angebotenen Fahrplan fahren.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICEwave, Samstag, 24.01.2026, 19:17 (vor 6 Tagen) @ Alibizugpaar

Es ist so peinlich wie neulich ein heißer Tipp auf DSO "Leute, die DB hat gebuchte Tickets wegen dem Schneesturm freigegeben. Kauft euch schnell SSP für morgen, dann habt ihr Flextickets das ganze Jahr"

Ich finde den Tipp gut. Das sind legale Tricks, wie man der Bahn ein Schnippchen schlagen kann. Die meisten dieser Tricks, von denen ich einige gern genutzt habe, wurden ja im Laufe der Jahre unterbunden. Warum finde ich dieses schelmenhafte Verhalten gut?

Ich empfinde es als Ausgleich für den unzähligen vielen großen Ärger, den man hat. Die ungeplanten Stunden an zugigen Bahnsteigen. Die vielen vielen verlorenen Stunden wegen Verspätung. Die extra Nächte weil der letzte Anschluss nicht warten wollte. Den Anschlussverlust mit anschließendem Stehen im Gang wegen verfallener Reservierung. Und und und... Ich könnte ein Buch schreiben über die letzten 20 Jahre... ein dickes Buch!

Auch hält die Bahn sich selten an ihre eigenen Regeln bzw. die gebuchte Leistung (gebuchte Verbindung mit gebuchter Ankunftszeit), also sollte man genauso soweit möglich ihre Regeln im legalen Rahmen aushebeln. Die Zugbindung wird zu 80 % eh irgendwann im Laufe der Fahrt aufgehoben, weil was schiefgeht.

Wie oft endete mein Zugteil nach Bremen wegen Verspätung vorzeitig in Hannover, nur weil die Stehzeit in Bremen zu knapp bemessen ist für die Rückleistung. Wie oft fiel die Rückleistung deshalb aus. Das sind alles große bekannte Missstände, die man als Kunde einfach tolerieren soll (obwohl man in diesem speziellen Fall als Maßnahme ja einfach die durchgehende Verbindung nach Bremen gestrichen hat und der Kunde nun einen "zuverlässigen" Umstieg in Hannover mehr bekommt)

Die FGR stehen in weitaus keinem Verhältnis zu diesen Ärgernissen (4,50€ für ne Reservierungserstattung, dafür 5 Stunden stehen oder 30€ SSP - Sie kriegen 15 € für drei Stunden Verspätung).

Würde der Betrieb gut laufen, würde ich sagen: Du hast recht! Gäbe es saftige Pauschalen (Minimum ab 60 Minuten 50€, ab 120 Minuten 100€) würde ich sagen: Du hast recht! Aber so wie es momentan ist nehme ich alles mit, um einen Ausgleich für all den Ärger zu erreichen!

Ich unterstütze zwei Dinge kategorisch nicht:
- Betrug
- Das Angehen von Mitarbeitern in jedwedem Sinne.

Aber alles was im Bereich Tariftricks und Schlupflöcher geht: Top! Schade dass ich den Trick mit dem Schneesturm nicht mitbekommen habe.

Auch das "Bauen" von Tickets mit zig Umstiegen und Sollbruchstellen zur Flexticketgenerierung gehört dazu, wenn auch von mir noch nicht genutzt. Wenn die Bahn die sechs knappen Umstiege gut und pünktlich abfährt, dann geht der Trick ja nicht auf, der Ball liegt also bei ihr.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

VT642, Samstag, 24.01.2026, 21:09 (vor 5 Tagen) @ ICEwave
bearbeitet von VT642, Samstag, 24.01.2026, 21:13

Zur Erinnerung, die Entschädigungshöhen legt nicht die DB fest und selbstverständlich hast du ebenso die Möglichkeit, mit dem nächsten reservierbaren Zug oder gar nicht zu fahren.

Sonderkulanzen auszunutzen durch Buchung nach deren Ankündigung halte ich allerdings für deutlich verwerflicher als das bewusste Buchen unzuverlässiger Anschlüsse. Wenn man das auch noch groß auf DSO oder hier herumposaunt, ist das in meinen Augen einfach nur erbärmlich und kann perspektivisch dafür sorgen, dass es solche Kulanzen nicht mehr gibt.

Und wenn du selbst schreibst, Betrug nicht zu unterstützen, ist das Buchen von SSP ohne tatsächlich Fahrtabsicht nach Ankündigung einer Sonderkulanz zwar formal rechtlich wohl nicht als solcher zu werten, allerdings hintergehst du dadurch bewusst die eigentliche Intention für das Gewähren der Sonderkulanz.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICEwave, Samstag, 24.01.2026, 22:22 (vor 5 Tagen) @ VT642

Ich bin nach all den Jahren einfach so sehr gefrustet. Teilweise fühlt man sich ohnmächtig und unfair behandelt. Das ist vllt der Grund warum ich mich über solche Tricks freue, die wenn wir mal ehrlich sind, fast nie wirklich einen Unterschied machen und auch niemandem weh tun. Mich fasziniert die Bahn seit der Kindheit und eigentlich liebe ich das Bahnfahren. Außerdem habe ich einen immensen Respekt vor den Menschen an der Basis, die den Laden täglich noch irgendwie am Laufen halten. Und eine 30 minütige Verspätung in einem durchfahrenden ICE juckt mich null. Aber ich habe echt regelmäßig haarsträubende Dinge erlebt.

Zur Erinnerung, die Entschädigungshöhen legt nicht die DB fest und selbstverständlich hast du ebenso die Möglichkeit, mit dem nächsten reservierbaren Zug oder gar nicht zu fahren.

Schon unzählige Male waren die nächsten drei Stunden dann alle ausreserviert und die Kisten pickepacke voll. Am Wochenende heißt Anschlussverlust häufig Stehen.

Und wenn du selbst schreibst, Betrug nicht zu unterstützen, ist das Buchen von SSP ohne tatsächlich Fahrtabsicht nach Ankündigung einer Sonderkulanz zwar formal rechtlich wohl nicht als solcher zu werten, allerdings hintergehst du dadurch bewusst die eigentliche Intention für das Gewähren der Sonderkulanz.

Könnte man ganz einfach umgehen, indem die Bahn einfach Tickets aus der Kulanz ausschließt, die erst am Tag der Bekanntmachung bzw. Entscheidung oder danach gekauft wurden. Buchungsdatum steht ja auf dem Ticket, das kann der Zub kontrollieren.
Das wurde zu Corona-Zeiten beispielsweise mal so gehandhabt.

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.01.2026, 09:45 (vor 4 Tagen) @ ICEwave
bearbeitet von JeDi, Montag, 26.01.2026, 09:45

Schon unzählige Male waren die nächsten drei Stunden dann alle ausreserviert und die Kisten pickepacke voll. Am Wochenende heißt Anschlussverlust häufig Stehen.

Deine Anekdoten mögen ja nett sein, "häufig stehen" halte ich aber für übertrieben. Klar, als Kleingruppe geht zusammensitzen in der Regel nicht - aber einzelne Plätze finden sich auch in den vollen Zügen dann doch meistens. Ich bin nahezu jedes Wochenende unterwegs, reserviere nie, und musste letztes Jahr genau einmal stehen.

--
Weg mit dem 4744!

99,89% der Züge bieten Sitzplätze

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 26.01.2026, 12:08 (vor 4 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 26.01.2026, 12:10

Huhu.

Deine Anekdoten mögen ja nett sein, "häufig stehen" halte ich aber für übertrieben. Klar, als Kleingruppe geht zusammensitzen in der Regel nicht - aber einzelne Plätze finden sich auch in den vollen Zügen dann doch meistens. Ich bin nahezu jedes Wochenende unterwegs, reserviere nie, und musste letztes Jahr genau einmal stehen.

Jo. Freie Plätze finden sich auch in den vollsten Zügen noch durchaus. Okay, man muss sich durchtanken und auch mal Leute ansprechen und evtl mal unangenehm werden. Aber es geht.

Aus dem NV: ich habe zu DB-Zeiten den RE 6 Minden <==> Düsseldorf geliebt. Ein Dosto-Zug, den wir allein zählten. Der erste bzw letzte Dosto war komplett 1. Klasse. Oben, unten, UND DIE ZWISCHENDECKS, SPRICH EINSTIEGSRÄUME. Jeder Zentimeter des Wagens war 1. Klasse.

Ich flitzte nach jedem Halt durch den Zug. Im 1. Klasse-Wagen standen natürlich regelmäßig reichlich Kunden in den Türbereichen. Nun durfte ich ja weder kontrollieren, noch wen verweisen. Aber das weiß ja die Kundschaft nicht. Ich also immer laut in die Runde gerufen: "Sie haben alle 1.-Klasse-Fahrscheine?". Es wurde gemerkt, etliche gingen freiwillig und oft hörte ich: "Der Zug ist aber voll. Gucken Sie mal: da nebenan im Wagen steht doch alles auch schon voll". Tja, da konnte ich dann triumphieren: "Ich habe gerade gezählt: 520 Sitzplätze, 490 Fahrgäste! Es sind noch genug Sitze frei!". Dann schob der Rest auch ab.

Eine Dame aus der 1 zitierte mich dann mal zu sich. Ich möge nicht erschrecken, wenn ich bei meinem Chef antanzen müsse. Sie habe das gerade telefonisch DB Regio gemeldet - und sie kenne da die richtigen Stellen und Ansprechpartner -, dass ich der erste Kundenbetreuer sei, der da wirklich mal durchgreife und das auch auf der ganzen Fahrt. Das sei vorbildlich und sie total entzückt und sie habe mich namentlich gelobt und mein Chef möge mich entsprechend auch belobigen.

Ich denk: neiiiiiiin. Das gibt wieder Ärger. Weil ich sowas alles doch gar nicht darf. Ich darf nur zählen, selbst wenn ich weiß, dass die Zahlen unreal sind.


Aber ich hörte von der Zählfirma nix. Wahrscheinlich haben die bei DB Regio vergebens einen Mitarbeiter namens Blaschke gesucht und die Kundin für überspannt gehalten. Oder der echte Schaffner hat ne Belobigung bekommen und weiß gar nicht, warum überhaupt.


Noch ne RE 6-Anekdote: diesmal war es wirklich bumsvoll; in Minden ging es schon so mit 350 Fahrgästen los. Schnell war alles voll. Durchsage: 1. Klasse freigegeben! Ich also im Zählzettel das Platzangebot geändert; die 1 jetzt der 2 zugerechnet. In Hamm war Personalwechsel. Durchsage vom Neuen: die 1 ist 1 - alle Zweier müssen raus. Ich also Zählzettel wieder geändert.

Ging dann nur bis Dortmund oder Bochum gut. Durchsage: 1 ist jetzt 2. Jo, hab ich auch im Zählzettel so eingetragen. Nur Zweitklässler notiert.

Am Ende den Zettel zur DB nach Saarbrücken geschickt. Der kam dann zurück: Erhebung nicht verwertbar. Und die damals in Zählerkreisen berühmt-berüchtigte Frau R. von der Fa aus der Stadt mit dem "Echo-Bürgermeister" tobte mal wieder am Telefon, weil ihre Bude wieder bei der DB aufgefallen sei. Vorwurf indirekt: soooooooooooo pingelig müsse ich ja auch nicht sein. Erhebungen müssten verwertet werden können. Ich verbat mir diese Einstellung und sagte ihr, dass ich nunmal korrekt arbeite; BASTA.

Wie bei mir üblich, war ich dann auch in der Firma unten durch.

War (und ist!) mir nur egal: deren Problem ist ja stets, dass sie gute Leute brauchen. Die nicht 200 Kunden Altbestand, 10 Aussteiger und dann 185 Fahrgäste Neubestand protokollieren und die hervorragende Interviewquoten mit brauchbaren realen Daten produzieren.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

ICEwave, Montag, 26.01.2026, 20:19 (vor 3 Tagen) @ JeDi

Schon unzählige Male waren die nächsten drei Stunden dann alle ausreserviert und die Kisten pickepacke voll. Am Wochenende heißt Anschlussverlust häufig Stehen.


Deine Anekdoten mögen ja nett sein, "häufig stehen" halte ich aber für übertrieben. Klar, als Kleingruppe geht zusammensitzen in der Regel nicht - aber einzelne Plätze finden sich auch in den vollen Zügen dann doch meistens. Ich bin nahezu jedes Wochenende unterwegs, reserviere nie, und musste letztes Jahr genau einmal stehen.

Es sind schon so einige Fälle gewesen, in denen dann freitags nachmittags aus dem vorangegangenen Zug mit Anschlussverlust viele dann den nächsten nehmen. Alternativ fällt der reservierte aus und der nächste muss dann die doppelte Anzahl an Passagieren mitnehmen. Oder der Klassiker: Der Zugteil fehlt. Du hast recht, wenn das Wochenende „normal“ läuft gibt es irgendwo noch einen Platz meist. In den genannten Fällen aber wirds eng.

Vielleicht ist aber auch das Problem, dass ich zu viel Bahn fahre und daher sowas häufiger erlebe. Aber die Mitglieder des Forums fahren sicher alle überdurchschnittlich :)

? Zugbindung bei Fahrplanänderung an Unterwegshalt

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.01.2026, 21:34 (vor 3 Tagen) @ ICEwave
bearbeitet von JeDi, Montag, 26.01.2026, 21:37

Es sind schon so einige Fälle gewesen, in denen dann freitags nachmittags aus dem vorangegangenen Zug mit Anschlussverlust viele dann den nächsten nehmen. Alternativ fällt der reservierte aus und der nächste muss dann die doppelte Anzahl an Passagieren mitnehmen. Oder der Klassiker: Der Zugteil fehlt. Du hast recht, wenn das Wochenende „normal“ läuft gibt es irgendwo noch einen Platz meist. In den genannten Fällen aber wirds eng.

Aus meiner Erfahrung ist das gar nicht (mehr) sooooo problematisch, da es doch viele verschiedene Fahrtmöglichkeiten gibt, und sich die Leute ganz gut verteilen (und im Zweifel klappt die Korrespondenz ne Stunde später ja auch nicht...). An echten Großkampftagen, wie vor Weihnachten, mag das anders sein, da erlebe ich aber auch nur selten solche Ausfälle.

Vielleicht ist aber auch das Problem, dass ich zu viel Bahn fahre und daher sowas häufiger erlebe. Aber die Mitglieder des Forums fahren sicher alle überdurchschnittlich :)

Ich hab 'ne BC100, reicht das für "viel"?

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Weg mit dem 4744!

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JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.01.2026, 09:43 (vor 4 Tagen) @ VT642

Zur Erinnerung, die Entschädigungshöhen legt nicht die DB fest

Doch, wer denn sonst?

Sonderkulanzen auszunutzen durch Buchung nach deren Ankündigung halte ich allerdings für deutlich verwerflicher als das bewusste Buchen unzuverlässiger Anschlüsse. Wenn man das auch noch groß auf DSO oder hier herumposaunt, ist das in meinen Augen einfach nur erbärmlich und kann perspektivisch dafür sorgen, dass es solche Kulanzen nicht mehr gibt.

Naja, normalerweise geht das ja gar nicht, weil die Sonderkulanzen sich nur auf Fahrkarten beziehen, die vor Bekanntgabe der Kulanz gebucht wurden...

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VT642, Montag, 26.01.2026, 09:53 (vor 4 Tagen) @ JeDi

Zur Erinnerung, die Entschädigungshöhen legt nicht die DB fest

Doch, wer denn sonst?

Die 25/50% sind eine EU-Regel. Im Flugverkehr geben die Airlines auch nicht freiwillig die teilweise den Flugpreis übersteigenden Entschädigungen, sondern folgen ebenso der Gesetzgebung.

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JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 26.01.2026, 10:25 (vor 4 Tagen) @ VT642

Die 25/50% sind eine EU-Regel. Im Flugverkehr geben die Airlines auch nicht freiwillig die teilweise den Flugpreis übersteigenden Entschädigungen, sondern folgen ebenso der Gesetzgebung.

Die DB dürfte das aber, wenn sie wollte (wie sie es ja auch durchaus schon getan hat, z.B. bei den 30%/60% gegen Gutschein).

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Weg mit dem 4744!

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ICE920, München, Montag, 26.01.2026, 12:15 (vor 4 Tagen) @ VT642

SNCF und Trenitalia betreiben ihre Züge also gar nicht in der EU?;) Oder wieso erstatten sie deutlich früher? Und die DB ja auch nicht, denn die EU schreibt eine Aufhebung der Zugbindung erst ab 60 Minuten vor

Dealmaker.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Samstag, 24.01.2026, 22:18 (vor 5 Tagen) @ ICEwave
bearbeitet von Der Blaschke, Samstag, 24.01.2026, 22:22

Huhu.

Ich empfinde es als Ausgleich für den unzähligen vielen großen Ärger, den man hat. Die ungeplanten Stunden an zugigen Bahnsteigen. Die vielen vielen verlorenen Stunden wegen Verspätung. Die extra Nächte weil der letzte Anschluss nicht warten wollte. Den Anschlussverlust mit anschließendem Stehen im Gang wegen verfallener Reservierung. Und und und... Ich könnte ein Buch schreiben über die letzten 20 Jahre... ein dickes Buch!

Jo. Das würde ein Fortsetzungsroman. Eine Enzyklopädie. Dicker als jeder Brockhaus.

Und wenn ich mal den Vergleich zum Auto ziehe: die Verspätungen über 1 Std beim Pillenfahren in 15 Jahren - zeitanspruchsvolle Touren über ca 350km über die A 1 und/oder durch Innenstädte Osnabrücks und Münster - kann ich an 2 Händen abzählen. Und obwohl die Autos hart gefordert werden und ratzfatz astronomische Kilometerleistungen erreichen (Rekordauto war unser Tag-/Nachttour-Sprinter mit ca 180.000 km im Jahr), kommt Verspätung wegen "technischer Störung am Pkw" nur sehr selten vor. Wenn ich nur die Verspätung bei Bahnens über 1 Std in den 15 Jahren dagegen rechne - ähm, lieber nicht. Das Auto ist in Deutschland UM WELTEN zuverlässiger! Als Bahnfan: leider!

Und so ist der Deal ganz simpel: ich belästige die DB nicht mit Beschwerden oder belaste sie mit FGR-Forderungen - dafür gönne ich mir an anderer Stelle Freiheiten. Absolut fairer Deal.

Würde der Betrieb gut laufen, würde ich sagen: Du hast recht! Gäbe es saftige Pauschalen (Minimum ab 60 Minuten 50€, ab 120 Minuten 100€) würde ich sagen: Du hast recht! Aber so wie es momentan ist nehme ich alles mit, um einen Ausgleich für all den Ärger zu erreichen!

Yes!

Ich unterstütze zwei Dinge kategorisch nicht:
- Betrug
- Das Angehen von Mitarbeitern in jedwedem Sinne.

Zustimmung.

Auch das "Bauen" von Tickets mit zig Umstiegen und Sollbruchstellen zur Flexticketgenerierung gehört dazu, wenn auch von mir noch nicht genutzt.

War mal nice, als lange feststand, dass Osnabrück <==> Münster länger gesperrt sein würde, aber die Fahrpläne noch nicht angepasst waren. Ich würde Urlaub haben. Also ne Batterie abenteuerlichster, spottgünstiger SSP gebucht. Als dann die Umleitung über Rheine im Fahrplan stand und all meine Verbindungen hinfällig waren, bin ich in einer Pause mal ins Reisezentrum der Zigarrenstadt und bat um 2 Handvoll Stempel. Frau Mitarbeiterin tobte und hätte mich gern eingebuchtet, donnerte dann aber die Stempel auf's Papier, dass ich Sorge um die Stabilität des Schreibtisches hatte. Dabei hatte die Eisenbahn gar kein Grund zum Klagen: hätte es nicht diese Möglichkeit gegeben, wäre ich gar nicht gefahren. Ihre Unfähigkeit bescherte der DB also sogar Zusatzumsatz.

Alles gut also. Die DB hatte Mehrumsatz, ich war zufrieden und sehe über manch Unbill weiter hinweg und bleibe treu. Und da ich überfüllte Züge hasse, nahm ich auch niemanden einen Platz weg. Und der erhöhte Energieverbrauch ob meines Gewichtes ist vernachlässigbar; dafür freut sich die Bahnhofsgastronomie ...

Wenn die Bahn die sechs knappen Umstiege gut und pünktlich abfährt, dann geht der Trick ja nicht auf, der Ball liegt also bei ihr.


Eben. Sie hat es ja in der Hand, einfach die versprochene Leistung zu erbringen.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Dealmaker.

ICEwave, Samstag, 24.01.2026, 22:36 (vor 5 Tagen) @ Der Blaschke

Jo. Das würde ein Fortsetzungsroman. Eine Enzyklopädie. Dicker als jeder Brockhaus.

Und Spiegel-Bestseller möchte ich ergänzen. Außerdem kostenfrei im ICE Portal abrufbar.

Und wenn ich mal den Vergleich zum Auto ziehe: die Verspätungen über 1 Std beim Pillenfahren in 15 Jahren - zeitanspruchsvolle Touren über ca 350km über die A 1 und/oder durch Innenstädte Osnabrücks und Münster - kann ich an 2 Händen abzählen. Und obwohl die Autos hart gefordert werden und ratzfatz astronomische Kilometerleistungen erreichen (Rekordauto war unser Tag-/Nachttour-Sprinter mit ca 180.000 km im Jahr), kommt Verspätung wegen "technischer Störung am Pkw" nur sehr selten vor. Wenn ich nur die Verspätung bei Bahnens über 1 Std in den 15 Jahren dagegen rechne - ähm, lieber nicht. Das Auto ist in Deutschland UM WELTEN zuverlässiger! Als Bahnfan: leider!

Klappt auch nicht so optimal aber deutlich besser, Nachteil: Man muss selbst fahren. Und Züge sind doch eigentlich etwas so wunderbares!

Und so ist der Deal ganz simpel: ich belästige die DB nicht mit Beschwerden oder belaste sie mit FGR-Forderungen - dafür gönne ich mir an anderer Stelle Freiheiten. Absolut fairer Deal.

War mal nice, als lange feststand, dass Osnabrück <==> Münster länger gesperrt sein würde, aber die Fahrpläne noch nicht angepasst waren. Ich würde Urlaub haben. Also ne Batterie abenteuerlichster, spottgünstiger SSP gebucht. Als dann die Umleitung über Rheine im Fahrplan stand und all meine Verbindungen hinfällig waren, bin ich in einer Pause mal ins Reisezentrum der Zigarrenstadt und bat um 2 Handvoll Stempel. Frau Mitarbeiterin tobte und hätte mich gern eingebuchtet, donnerte dann aber die Stempel auf's Papier, dass ich Sorge um die Stabilität des Schreibtisches hatte. Dabei hatte die Eisenbahn gar kein Grund zum Klagen: hätte es nicht diese Möglichkeit gegeben, wäre ich gar nicht gefahren. Ihre Unfähigkeit bescherte der DB also sogar Zusatzumsatz.

Ich habe vor vielen Jahren mal den schon lange nicht mehr möglichen Trick der Reservierung für Hin- und Rückfahrt für den Preis einer einfachen Fahrt genutzt. Wenn man nämlich einfach bei der einfachen Fahrt von München nach München-Pasing einen Zwischenstopp oder zwei im Reiseziel Berlin mit sehr vielen Stunden Umsteigezeit eingab (da musste man aber ne Minute rechnen, dass es passt), dann hat der Bahn-Computer das so ausgespuckt. Die Dame im Reisezentrum sollte mir dann das Geld erstatten weil ein Anschluss auf der dicken Reisekette nicht klappte. Die war auch nicht begeistert und meinte: Das können Sie so doch nicht buchen! Woraufhin ich freundlich erwiderte: Ich nicht, aber Bahn.de

Alles gut also. Die DB hatte Mehrumsatz, ich war zufrieden und sehe über manch Unbill weiter hinweg und bleibe treu. Und da ich überfüllte Züge hasse, nahm ich auch niemanden einen Platz weg. Und der erhöhte Energieverbrauch ob meines Gewichtes ist vernachlässigbar; dafür freut sich die Bahnhofsgastronomie ...

Bin ja sonst eher stiller Mitleser aber möchte noch kurz sagen, dass ich bei Deinen Beiträgen doch des Öfteren Schmunzeln muss ;)

Schöne Grüße von jörg

Dealmaker.

heinz11, Sonntag, 25.01.2026, 16:33 (vor 5 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

Und wenn ich mal den Vergleich zum Auto ziehe: die Verspätungen über 1 Std beim Pillenfahren in 15 Jahren - zeitanspruchsvolle Touren über ca 350km über die A 1 und/oder durch Innenstädte Osnabrücks und Münster - kann ich an 2 Händen abzählen. Und obwohl die Autos hart gefordert werden und ratzfatz astronomische Kilometerleistungen erreichen (Rekordauto war unser Tag-/Nachttour-Sprinter mit ca 180.000 km im Jahr), kommt Verspätung wegen "technischer Störung am Pkw" nur sehr selten vor. Wenn ich nur die Verspätung bei Bahnens über 1 Std in den 15 Jahren dagegen rechne - ähm, lieber nicht. Das Auto ist in Deutschland UM WELTEN zuverlässiger! Als Bahnfan: leider!

Auch wenn ich weit davon entfernt bin, die Bahn in Schutz zu nehmen, aber die Bemerkung, daß das "System Bahn" deutlich komplexer ist als das "System Straße", kann ich mir nicht verkneifen.

Dealmaker.

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 25.01.2026, 20:31 (vor 4 Tagen) @ heinz11

Hallo.

Auch wenn ich weit davon entfernt bin, die Bahn in Schutz zu nehmen, aber die Bemerkung, daß das "System Bahn" deutlich komplexer ist als das "System Straße", kann ich mir nicht verkneifen.

Ach so. Da wäre ich gar nicht drauf gekommen. Deswegen läuft das dann auch in der Schweiz so gut. Weil das so komplex ist.

"Komplex" heißt also "darf öfters mal versagen". Ja, da verstehe ich, warum Deutschland keine Atomkraftwerke mehr hat, keine Mikrochips u.ä. herstellt usw. Wahrscheinlich scheitert auch die Umstellung vom Industrie- auf ein Agrarland, weil ein moderner Mähdrescher zu komplex ist. Da wird die nächste Generation ja nicht mal mehr die Gebrauchsanweisung lesen können. Und Fehlermeldungen enthalten soviel Fehler, dass sie fehlerhaft verstanden werden.

Passend zum neuen Bahnsprech: mayday, mayday, mayday.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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