[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3) (Reiseberichte)

JanZ, HB, Sonntag, 11.01.2026, 16:22 (vor 52 Tagen)

Frohes neues Jahr euch allen!

Hineingerutscht bin ich wieder mit Freunden, diesmal in Augsburg. Da sich quasi direkt ein Wochenende anschloss, bot es sich an, nicht auf dem direkten Weg zurückzufahren. Nach einigem Überlegen beschloss ich, mir Eric aus dem ICE-Treff als Vorbild zu nehmen, der vor einer Weile die Luxemburger Nordstrecke inklusive der Zweigstrecke nach Wiltz befahren hatte. Da ich seit einiger Zeit meine wichtigsten Bahnfahrten bei viaduct.world mitlogge, würde ich so vielleicht auf 100 % „Netzabdeckung“ kommen.

Die Hinfahrt nach Augsburg hatte vor allem drei Besonderheiten: Zum ersten sind beide ICE, die ich an diesem Tag benutze, als ICE-T geplant, werden aber kurzfristig durch ICE 2 ersetzt. Zum zweiten komme ich problemlos durch die Baustelle zwischen Neustadt am Rübenberge und Wunstorf. Da die S-Bahn auf diesem Abschnitt gar nicht verkehren konnte, war ich davon ausgegangen, dass die Strecke komplett gesperrt ist. Sie ist aber eingleisig weiterhin befahrbar. Zum dritten fährt der ICE ab Hannover ohne Halt die gesamte SFS bis Würzburg durch. Für diesen Zuglauf ist das wohl planmäßig, aber selber erlebt habe ich das noch nie. Augsburg Hbf erreiche ich nach einer recht entspannten Reise mit etwa +10.

Unfreiwillig entspannt ist es am 2. Januar, als ich mich auf den Weg nach Luxemburg machen will: Der ursprünglich geplante ICE fällt zwischen München und Stuttgart aus. So kann ich aber immerhin noch etwas länger mit meinen Freunden frühstücken und fahre dann eine knappe Stunde später zum Hauptbahnhof. Keine ganze Stunde deswegen, weil der Folgetakt zu meinem Zug ab Ulm nicht über die SFS fährt, sondern über die Geislinger Steige. Die ist zwar immer wieder nett zu fahren, aber so muss die Erstbefahrung der neuen Strecke noch warten. Noch bevor wir Mannheim erreichen, fängt mein Magen an zu knurren, und mir fällt ein, dass ich gar keinen Proviant eingepackt habe. Die Schlange im Bordbistro ist zu lang, aber die Umstiegszeit reicht gerade, um sich noch am Automaten einzudecken.

Weiter geht es mit dem RE 1, der von Mannheim über Trier nach Koblenz und damit sozusagen einen Dreiviertelkreis durch Rheinland-Pfalz und das Saarland fährt. Wie Eric habe ich vor, in Merzig auszusteigen und von da mit dem 407er Bus zum Luxemburger Kirchberg zu fahren. Der ist ein wenig ein Geheimtipp, da ihn nur die Luxemburger Auskunft mobiliteit.lu kennt, nicht aber die deutsche. Dafür gilt dort bis zur Grenze das Deutschlandticket, im Großherzogtum ist der öffentliche Nahverkehr sowieso seit 2020 kostenlos benutzbar.

Der Zug kommt pünktlich an, ich habe direkt Anschluss an den Bus, den auch die örtliche Anzeige verschweigt. Außer mir nutzen ihn nur drei andere Passagiere, aber ich bin ja auch an einem Brückentag gegen die Lastrichtung unterwegs. Der Bus nutzt ein Stück die Autobahn Richtung Luxemburg, fährt aber vor der Grenze wieder ab und überquert selbige auf der Landstraße bei Remich. Endstation ist am Busbahnhof auf dem Kirchberg, dem Geschäftszentrum der Landeshauptstadt und Ziel vieler Pendler. Davon sind um diese Zeit auch einige unterwegs. Auch der Bus, den ich ab hier nehme, ist recht gut gefüllt. Er fährt ins französische Thionville, ich verlasse ihn aber schon nach einer Station am Bahnhof Howald wieder und starte noch in Begleitung meines Koffers die erste Streckenbereisung: Es geht nach Noertzange, von wo ich die Strecke nach Rumelange befahren will. Hier fahren die Züge nur montags bis freitags, und erst seit dem Fahrplanwechsel den ganzen Tag über. Bei meiner Fahrt wird das neue Angebot noch nicht gut angenommen, auf dem Rückweg bin ich anscheinend sogar der einzige Fahrgast. Trotz der Fahrscheinfreiheit sind alle Züge begleitet. Ob sich der Zub wundert, dass ich gleich wieder zurück fahre, sehe ich ihm aber nicht an. Von Noertzange fahre ich wieder nach Howald und nehme von da die Straßenbahn zu meinem Hotel, das genau auf halbem Weg zum Hauptbahnhof von Luxemburg-Stadt liegt.

Fortsetzung folgt sofort, dann auch mit Fotos!

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (2/3)

JanZ, HB, Sonntag, 11.01.2026, 16:30 (vor 52 Tagen) @ JanZ

Hier die Fortsetzung meiner Luxemburg-Rundreise vor einer Woche: Am Samstag stehe ich so auf, dass ich noch gemütlich im Hotel frühstücken kann. Danach nehme ich den Zug auf die Nordstrecke bis Kautenbach, wo die Strecke nach Wiltz abzweigt. Anders als bei Eric und seiner Reise läuft bei mir alles entspannt: Mein Zug ist pünktlich, und so muss auch der Anschluss nach Wiltz nicht warten. Selbst wenn, hätte er dem Gegenzug keine Verspätung mitgegeben, denn am Wochenende wird die Strecke nur im Stundentakt befahren. So reicht ein Fahrzeug aus, das in Wiltz etwa zwanzig Minuten Aufenthalt hat. Die nutze ich dazu, ein Bild vom Zug und vom Bahnhof zu machen.

[image]Coradia Max der CFL im Bahnhof Wiltz

[image]Blick auf den Bahnhof Wiltz

Die Kästen für Fahrplanaushänge an den luxemburgischen Bahnhöfen sind inzwischen nur noch mit einem Hinweis bestückt, dass es keine Aushänge mehr gibt und wie man stattdessen an Fahrplaninformationen kommt. Auch die Straßenbahn in Luxemburg-Stadt setzt komplett auf digitale Anzeigen, die Stadt- und Regionalbusse haben aber noch Aushänge.

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Dieses Gefährt fährt als Stadtbus in Wiltz:
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Stadtbus Wiltz am Bahnhof

Vor der Rückfahrt des Zuges finde ich mich wieder am Bahnhof ein. Im Zug herrscht gähnende Leere. Auf den Hauptstrecken ist es etwas voller, ich habe aber überall noch freie Sitzplatzwahl.

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Blick in das Oberdeck eines Coradia Max der CFL

Die Zwischenhalte Paradiso und Merkholtz werden, wie schon auf der Hinfahrt, theoretisch bei Bedarf bedient. Die Anzeige im Zug verschweigt sie aber komplett. Ob es nun daran liegt oder einfach kein Bedarf besteht, jedenfalls fahren wir jedes Mal durch. Viaduct ist interessanterweise hinterher der Meinung, ich sei mal eben zum Haltepunkt Paradiso im Tessin gefahren, was ich manuell korrigieren muss.

Die verschneite Landschaft unterwegs ist herzallerliebst:
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Blick aus dem Zug zwischen Wiltz und Kautenbach

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Blick aus dem Zug auf Kautenbach

In Kautenbach fahre ich wieder zurück Richtung Hauptstadt, aber nur bis Ettelbrück. Von dort fahre ich mit dem Bus nach Diekirch. Spontan entscheide ich mich dazu, erst eine Haltestelle hinter dem Bahnhof auszusteigen, ein bisschen durch den Ort zu laufen und mir beim Bäcker ein zweites Frühstück zu genehmigen.

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Blick aus dem Fenster beim Bäcker in Diekirch

Zurück fahre ich natürlich mit dem Zug. Der ist wieder ein Coradia Max, der aber nicht nur die kurze Stichstrecke nach Ettelbrück befährt, sondern von dort als Regionalbahn weiter in die Hauptstadt. Unterwegs nehme ich eine Zugansage auf und finde es interessant, dass „aussteigen“ auf Luxemburgisch anscheinend „erausklammen“ heißt – bei einem meiner früheren Besuche war das Wort für „umsteigen“ noch „ëmsteigen“.

Während der Fahrt schmiede ich Pläne, wohin ich als nächstes will und entscheide mich spontan für den Zug nach Arlon, zu dem ich allerdings nur drei Minuten Übergangszeit habe. Da die Pünktlichkeit im Großherzogtum deutlich weniger ein Problem ist als in Deutschland, kann das klappen. Da ich das Land ja verlasse, brauche ich allerdings eine Fahrkarte. Die kaufe ich schnell online. Zwar ist zehn Minuten vor der Abfahrt schon die Verkaufsfrist für den Zug abgelaufen, aber bei einem Flexpreis ist das ja kein Problem. In Luxemburg-Stadt angekommen, muss ich den Bahnsteig wechseln, und zwar auf das etwas außerhalb gelegene Stumpfgleis 1, von dem die Züge nach Brüssel abfahren. Bis 2018 hatte dieses Gleis auch noch das belgische Stromsystem mit 3 kV Gleichstrom, inzwischen fahren die Züge bis weit nach Belgien hinein mit den luxemburgisch-französichen 25 kV Wechselstrom.

Der Umstieg klappt ohne Probleme, und der Zug, ein Desiro ML, fährt ohne Halt über die Grenze bis Arlon. Hier habe ich nun eine Stunde Aufenthalt. Zwar kann ich in dieser Zeit keine Strecken befahren, aber dafür bei herrlichem Winterwetter Fotos von Zügen und TEC-Bussen machen. Außerdem entscheide ich mich spontan für einen Besuch im nahegelegenen Supermarkt, um eine Flasche Sauce Andalouse zu kaufen.

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Mein IC aus Luxemburg. Wie ich kurz darauf feststellte, war das Personal noch damit beschäftigt, die vordere Tür vom Schnee zu befreien.

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TEC-Bus auf dem Bahnhofsvorplatz in Arlon

[image]Blick auf Arlon mit eingerüstetem Kirchturm

Für den Rückweg entscheide ich mich spontan, über Athus zu fahren. Zwar kenne ich die Strecke von dort nach Luxemburg schon, die Strecke von Arlon dorthin aber noch nicht. Die Fahrkarte kaufe ich diesmal am Automaten – etwas, das ich auch schon längere Zeit nicht mehr getan habe.

[image]Meine Fahrkarte Arlon–Luxemburg über Athus

Auf der Fahrt kann ich wieder den Blick aus dem ziemlich leeren Zug auf die ebensolche verschneite Landschaft genießen. In Athus steige ich in den Luxemburger Zug um, eine Doppelstockgarnitur der Bauart, die auch in Deutschland vielfach unterwegs ist.

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Luxemburgischer Doppelstockzug im belgischen Athus

Der Zug fährt mitten durch den beeindruckenden „Trockenhafen“ (=Containerterminal) von Athus. Kurz danach überschreiten wir die Grenze nach Luxemburg. In Pétange steige ich in den Zug Richtung Esch-sur-Alzette um, der tatsächlich ein paar Minuten Verspätung hat. Mein Plan ist, dort ein paar Bilder von Bussen der TICE zu machen. Das ist sozusagen (abgesehen von einigen Ortsbussen) der Fünfte im Bunde der Luxemburger Verkehrsbetriebe neben der CFL, der AVL (Luxemburger Stadtbusse), Luxtram und dem RGTR, der Sammelbezeichnung für die Regionalbusse verschiedener privater Unternehmer. Im letzten Tageslicht und unterstützt von der Beleuchtung des Busbahnhofs gelingen mir auch tatsächlich einige Bilder.

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Geparkter TICE-Bus am Bahnhof in Esch

Nun wird es zwar dunkel, aber wo ich schon mal da bin, will ich meine Streckenbereisungen fortsetzen. Jetzt soll es ins französische Thionville gehen, wohin ich in Bettembourg umsteige. Dort begegnet mir auf der Anzeigetafel auch der einzige ausfallende Zug meiner Reise, allerdings einer aus Frankreich. Mein Zug fällt nicht aus, und so geht es schon kurze Zeit später schon wieder über die Grenze. Am einzigen Zwischenhalt Hettange-Grande kann ich beobachten, wie einige Wagemutige den verschneiten Parkplatz nebenan für Fahrübungen mit dem Auto und einem Quad mit angehängtem Schlitten nutzen. In Thionville habe ich immerhin so lange Aufenthalt, dass ich die imposante Weihnachtsbeleuchtung auf dem Bahnhofsvorplatz bewundern kann.

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Weihnachtsbeleuchtung vor dem Bahnhof in Thionville

Beim Warten im Bahnhof sehe ich, dass auch der RE nach Trier angekündigt ist. Er fährt über den Grenzübergang Apach–Perl, der im Personenverkehr derzeit nur von zwei täglichen Zugpaaren am Wochenende befahren wird. Der angekündigte Taktverkehr lässt noch auf sich warten. So oder so muss die Befahrung warten, denn ich fahre jetzt erst mal ins Großherzogtum zurück und befahre – wieder mit Umstieg in Bettembourg und Esch – als letztes noch die kurze Strecke nach Audun-le-Tiche, das wiederum in Frankreich liegt. Hier fahren die Züge nur montags bis freitags, und kurioserweise eben mit einigen Zugpaaren am Samstagmorgen und -abend. Dasselbe gilt für die Strecke ins ebenfalls französische Longwy. Nach einem Blick in mobiliteit.lu stelle ich aber fest, dass ich die heute nicht mehr schaffe, und mache mich daher auf den Weg zurück in die Hauptstadt. Dort schlendere ich noch ein wenig durchs Bahnhofsviertel und esse zum ersten Mal bei den Five Guys. Merke: Eine normale Portion Hamburger und Pommes ist kaum zu schaffen, zumal ich diesmal aufgrund eines Irrtums auch noch eine zweite Portion Pommes bekomme. Nächstes Mal werde ich es wohl mit kleinen Portionen versuchen.

Auf dem Weg zurück zum Hotel bewundere ich noch die nächtliche Ansicht des Bahnhofsgebäudes und vor allem der Straßenbahnzüge, bei denen man sich designmäßig so einiges hat einfallen lassen.

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Fortsetzung folgt sogleich!

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (3/3)

JanZ, HB, Sonntag, 11.01.2026, 16:35 (vor 52 Tagen) @ JanZ

Am Sonntag ging es leider schon wieder auf den Heimweg aus Luxemburg. Als krönenden Abschluss hatte ich mir aber noch vorgenommen, die Nordstrecke bis Lüttich zu befahren. Am Bahnhof Luxemburg habe ich noch ausreichend Zeit, eine Doppelstockgarnitur von der Seite des Steuerwagens auf den Chip zu bringen.

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Bis Kautenbach (bzw. theoretisch von meiner Reise 2006 bis Clervaux) kenne ich die Nordstrecke ja schon. Beim Halt in Kautenbach mache ich noch aus dem Zug ein Bild vom Bahnhof. Auf den neueren Bahnhofsschildern steht der französische Ortsname (den man in der Fahrplanauskunft und auf Landkarten findet) oben, darunter der luxemburgische. Auf den älteren Schildern steht nur der französische. Übrigens sind im luxemburgischen Menü der CFL-Fahrkartenautomaten auch die Ortsnamen in Frankreich in dieser Sprache angegeben. So musste ich am Vortag erst mal darauf kommen, dass ich eine Fahrkarte nach Diddenuewen brauche.

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Die Fahrt geht weiter zum Grenzbahnhof Troisvierges, bei dem man auch nicht unbedingt darauf kommt, dass die Namen Ulflingen und Ëlwen denselben Ort bezeichnen. Hier haben wir einige Minuten Aufenthalt, und das Personal wechselt. Dann geht es weiter durch recht einsame, verschneite Landschaft über die Grenze. Bald wird es bergig, und wir folgen dem Lauf verschiedener Flüsse: OpenStreetMap meint, es sei erst der Glain, dann die Salm und dann die Amblève. In Rivage, wo wir auch auf die Strecke aus Marloie treffen, fließt die Amblève wiederum in die Ourthe.

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Wildromantische Landschaft

Nach insgesamt knapp drei Stunden Fahrzeit erreichen wir Lüttich. Hier fließt wiederum die Ourthe in die Maas, die neben der Bahnstrecke von einer imposanten Straßenbrücke überquert wird.

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Dann ist der Bahnhof Liège-Guillemins erreicht. Durchgefahren bin ich hier schon oft, aber jetzt habe ich endlich mal Zeit, die Architektur zu bewundern und für meine Sammlung zu verewigen.

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Bahnhofshalle von Liège-Guillemins. In der Mitte der Desiro ML, mit dem ich aus Luxemburg gekommen bin.

Von hier wäre der schnellste Weg mit dem Eurostar (ex Thalys) nach Köln gewesen. Da alleine diese Strecke aber schon 60 Euro nicht stornierbar gekostet hätte, fahre ich lieber mit dem Nahverkehr weiter. Das ist zufällig der LIMAX, mit dem ich sowieso schon immer mal fahren wollte.

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Der Zug ist recht voll, aber am Ende findet sich noch ein Platz für mich. Diesmal sitze ich auf der anderen Seite, wo es auch eine schöne Maasbrücke gibt:

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Parallel zur Maas fahren wir dann auch über die niederländische Grenze, damit der Dreiländerzug seinem Namen auch gerecht wird. In Maastricht biegen wir auf die Strecke nach Heerlen ab, die durch die Gegend führt, in der die Niederlande ihrem Namen am wenigsten Ehre machen. Inzwischen ist der Zug so leer geworden, dass ich einen Vierer für mich habe. Kurz vor Herzogenrath passieren wir unbemerkt für mich die Systemwechselstelle zum deutschen Stromnetz und die Staatsgrenze. Gleich darauf muss ich auch schon umsteigen.

Mein nächster Zug ist der RE 4 nach Düsseldorf. Der ist erfreulicherweise pünktlich und auch recht leer. Und sogar die Sauberkeit, von der ich in Luxemburg so angetan war, ist auch hier zu bewundern. In Düsseldorf steige ich aus und esse erst mal beim Frittenwerk. Eigentlich ist der Plan, mit dem RE 2 nach Osnabrück zu fahren und je nach Verkehrslage auf dem letzten Stück vielleicht noch mit dem ICE abzukürzen. Nun ist die Verkehrslage aber so, dass der RE ausfällt. Also kaufe ich mir ein Ticket für den ICE, verbringe die restliche Zeit in der Lounge und fahre dann mit dem ICE nach Hause. Der ist erfreulicherweise bis kurz vor dem Ziel pünktlich und fährt (bzw. steht) sich erst in Bremen-Hemelingen etwa +10 ein. So geht die Tour auch auf dem deutschen Streckenabschnitt recht erfolgreich zu Ende.

Auch für die „Route Coverage“ bei Viaduct war die Tour erfolgreich: Ich habe jetzt 95 % des Streckennetzes befahren. Außer der Strecke nach Longwy fehlt jetzt nur noch die Museumseisenbahn „Train 1900“, die von Pétange in Richtung der französischen Grenze führt.

Zur Reiseübersicht bei Viaduct

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3)

Bahne aus Leidenschaft, Sonntag, 11.01.2026, 21:15 (vor 51 Tagen) @ JanZ

Außer mir nutzen ihn nur drei andere Passagiere, aber ich bin ja auch an einem Brückentag gegen die Lastrichtung unterwegs.

Schön, dass ich dir Inspiration bieten konnte. Die Auslastung war bei mir an einem normalen Freitag, wohlgemerkt nach dem Berufsverkehr, sogar noch schlimmer. Es war nur ein weiterer Fahrgast im Bus.
In Longwy war ich sogar schon zweimal, dafür fehlen wir die drei Stichstrecken, Diekirch und die Museumsbahn. Gut zu wissen, dass Rümelingen werktags jetzt ganztags befahren wird. Das vereinfacht mein Unterfangen, die restlichen Strecken zu bereisen um einiges einfacher. Limitierendes Element bleibt damit die Museumsbahn. Stand jetzt sitze ich das aber aus, bis die NBS nach Bettemburg eröffnet ist.

Viele Grüße
Eric

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3)

JanZ, HB, Dienstag, 13.01.2026, 09:54 (vor 50 Tagen) @ Bahne aus Leidenschaft

Vielen Dank für deinen Kommentar! Stimmt, die NBS kommt ja auch noch, der Beweis, dass Luxemburg auch Verzögerungen bei Bauprojekten kann :-). Den nächsten Besuch für die Zeit nach der Eröffnung zu planen, ergibt Sinn. Bis dahin kann ich nur in Malta behaupten, 100 % der Strecken befahren zu haben ;-). Und kurzzeitig auch in Mauritius, aber direkt nach meinem Besuch dort haben sie die Stadtbahn eröffnet.

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3)

Bahne aus Leidenschaft, Dienstag, 13.01.2026, 10:28 (vor 50 Tagen) @ JanZ

Bis dahin kann ich nur in Malta behaupten, 100 % der Strecken befahren zu haben ;-). Und kurzzeitig auch in Mauritius, aber direkt nach meinem Besuch dort haben sie die Stadtbahn eröffnet.

Gibt es auf Malta schienengebundene Verkehrsmittel? Von Liechtenstein kann ich das behaupten. Monaco ginge noch ziemlich einfach und Vatikan, falls der Ausflugszug zu Castel Gandolfo nochmal wiederkommt. 2025 gab es ihn leider nicht, als ich in Italien war.

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3)

JanZ, HB, Dienstag, 13.01.2026, 10:46 (vor 50 Tagen) @ Bahne aus Leidenschaft

Bis dahin kann ich nur in Malta behaupten, 100 % der Strecken befahren zu haben ;-). Und kurzzeitig auch in Mauritius, aber direkt nach meinem Besuch dort haben sie die Stadtbahn eröffnet.


Gibt es auf Malta schienengebundene Verkehrsmittel?

Nee, deswegen ja der Zwinkersmiley. Genau genommen kann ich die Behauptung sogar über jedes Land aufstellen, in dem es keinen Schienenverkehr gibt, auch wenn ich da gar nicht gewesen bin.

Von Liechtenstein kann ich das behaupten. Monaco ginge noch ziemlich einfach und Vatikan, falls der Ausflugszug zu Castel Gandolfo nochmal wiederkommt. 2025 gab es ihn leider nicht, als ich in Italien war.

Liechtenstein ist neben den baltischen Ländern, Marokko, Kanada und Mexiko eins der Länder, in denen ich war, ohne Zug gefahren zu sein. In Monaco bin ich von Nizza gekommen und dahin auch wieder zurückgefahren, also fehlt die Strecke Richtung italienische Grenze. Den Bahnhof des Vatikans habe ich nur von der Kuppel des Petersdoms aus bewundern können.

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3)

Bahne aus Leidenschaft, Mittwoch, 14.01.2026, 14:49 (vor 49 Tagen) @ JanZ

Nee, deswegen ja der Zwinkersmiley. Genau genommen kann ich die Behauptung sogar über jedes Land aufstellen, in dem es keinen Schienenverkehr gibt, auch wenn ich da gar nicht gewesen bin.


Da würde ich aber aus mathematischer Sicht leider streng sagen, dass 0 km/0 km nicht 100 % ergibt, sondern nicht definiert ist, aber das musst du selbst mit dir ausmachen. ;-)

[LU][FR][BE][NL] Fast 100 % gegeben (1/3)

JanZ, HB, Mittwoch, 14.01.2026, 15:47 (vor 49 Tagen) @ Bahne aus Leidenschaft

Ich sehe das eher aussagenlogisch im Sinne von "Ex falso quodlibet". Der Satz "Ich habe alle Bahnstrecken in Malta (Grönland, ...) befahren" ist jedenfalls nicht falsch, noch weniger der Satz "Es gibt keine Bahnstrecke in Malta, die ich nicht befahren habe" :-).

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